VW baut einen «echten Amerikaner» in Chattanooga

643 Millionen Euro Investition

VW baut in Chattanooga derzeit nur den Passat.
VW baut in Chattanooga derzeit nur den Passat. © dpa

Der VW-Konzern wird in seinem US-Werk in Chattanooga den Midsize-SUV mit dem Arbeitstitel CrossBlue bauen. Dazu investiert der Konzern 643 Millionen Euro.

Europas größter Autobauer Volkswagen erweitert seine einzige Fabrik in den USA kräftig. Der Konzern steckt 643 Millionen Euro in die Produktion einer speziell für den wichtigen US-Markt entwickelten Geländelimousine mit dem Arbeitstitel CrossBlue. Für das Auto, das Ende 2016 auf den Markt kommen soll, werde das Werk in Chattanooga im südlichen US-Bundesstaat Tennessee ausgebaut, kündigte VW-Chef Martin Winterkorn am Montag in Wolfsburg an. "Dieses Fahrzeug wird ein echter Amerikaner", sagte er. Wie Winterkorn hinzufügte, blieben die USA einer der wichtigsten Märkte für VW.

Bislang nur VW Passat

Der US-Standort baut bisher schon die Limousine Passat. Alternativ war für den CrossBlue auch Mexiko im Gespräch. Mit der Entscheidung für Chattanooga und das speziell für die USA entwickelte neue Modell will der VW-Konzern auf dem zweitgrößten Automarkt der Welt ein Zeichen setzen. Dort haben die Wolfsburger Verkaufsprobleme, obwohl der Markt an sich seit geraumer Zeit merklich anzieht. „Jetzt starten wir die zweite Phase der Volkswagen-Offensive in den USA: Mit dem Midsize-SUV, dem Ausbau des Standortes Chattanooga und dem neuen Entwicklungszentrum rücken wir die Wünsche der US-Kunden in den Fokus“, betonte Winterkorn. „Die Marke Volkswagen wird in Amerika weiter auf Angriff spielen."

Wie VW-USA-Chef Michael Horn betonte, werde es VW mit dem in Chattanooga gebauten Midsize-SUV gelingen, „die Wünsche unserer Händler zu erfüllen, neue Kunden in unsere Showrooms zu bringen und zusätzliches Wachstum für die Marke zu generieren". Der VW-Konzern will bis 2018 insgesamt 800.000 Fahrzeuge in den USA auszuliefern. (AG/dpa)