Keogh löst Woebcken als US-Chef von VW ab

Audi US-Chef Scott Keogh (r.) und Audi-Kommunikationschef Dirk Arnold vor dem Aicon. © Mertens

Volkswagen stellt seine US-Spitze nach nur rund zweieinhalb Jahren abermals neu auf. Am 1. November wird Scott Keogh das Amt von Hinrich Woebcken übernehmen.

Das teilte der Autokonzern am Mittwoch mit. Keogh ist derzeit noch US-Chef der VW-Tochter Audi und hatte zuletzt in San Francisco den neuen Audi e-tron vorgestellt. Keogh übernimmt sowohl den Chefposten bei der US-Tochter VW of America als auch die Leitung der Region Nordamerika insgesamt.


Wie der Autobauer mitteilte, soll der ehemalige BMW-Manager Woebcken als Berater im Unternehmen bleiben. Er hatte im April 2016 als US-Chef von Michael Horn übernommen, der nach den Strapazen des «Dieselgate»-Skandals das Handtuch warf.

Diess lobt Woebcken

VW-Chef Herbert Diess lobte die Arbeit von Woebcken, der „die Marke Volkswagen in den USA und in der gesamten Region zurück in die Erfolgsspur gebracht“ habe. „Angesichts der extrem anspruchsvollen Rahmenbedingungen in Nordamerika verdient diese Leistung besondere Anerkennung“, fügte Diess hinzu. Koegh solle nach dem erfolgreichen Comeback der Marke „die nächste Stufe der Wachstumsstrategie umsetzen und Volkswagen in Nordamerika zu einem relevanten Player weiterentwickeln.“

Woebckens Nachfolger Keogh ist 49 Jahre alt und bereits seit 2006 für Audi tätig, seit 2012 leitet er das US-Geschäft. Unter seiner Führung sind die Verkäufe des Premiumherstellers in den USA stetig gestiegen. Dem 58-jährigen Woebcken war es bei VW gelungen, den Absatz nach einem zwischenzeitlichen Einbruch im Zuge des Abgas-Skandals mit einer SUV-Offensive wieder deutlich anzukurbeln. Insgesamt tut sich Volkswagen auf dem US-Markt jedoch seit Jahren schwer. (FM/dpa)

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