VW-Konzern im ersten Quartal mit deutlichem Umsatzplus

Porsche glänzt erneut

VW hat ein erfolgreiches erstes Quartal hingelegt.
VW hat ein erfolgreiches erstes Quartal hingelegt. © dpa

Der VW-Konzern ist erfolgreich ins neue Jahr gestartet. So stieg der Konzernumsatz des Autobauers im ersten Quartal um über zehn Prozent auf 56,2 Milliarden Euro. Das Unternehmen profitierte dabei vor allem vom Erfolg seiner Konzernmarken.

Der VW-Konzern konnte in den ersten drei Monaten des Jahres seinen Konzernumsatz um über zehn Prozent auf 56,2 Milliarden Euro steigern, wie das Unternehmen am Mittwoch in Wolfsburg mitteilte. Zulegen konnte der Autobauer auch beim operativen Ergebnis. Mit 4,4 Milliarden Euro lag es im ersten Quartal mit 39,5 Prozent über dem Wert des Vorjahreszeitraums. Die Rendite lag in den ersten drei Monaten des Jahres bei 7,8 Prozent (Vorjahreszeitraum 6,1 Prozent).

Porsche glänzt

Maßgeblichen Anteil an diesen positiven Geschäftszahlen hatte die Sportwagentochter Porsche, die ein Umsatzplus von einem Prozent auf 5,04 Milliarden Euro einfuhr und dessen Umsatzrendite von 17,2 auf 18,5 Prozent zulegte. Die Finanzsparte im Konzern steigerte ihr operatives Ergebnis um 12 Prozent auf 551 Millionen Euro, Skoda verdiente mit 415 Millionen Euro fast ein Drittel mehr. Bei der Premiumtochter Audi ging der Umsatz wegen Vertriebsproblemen in China um knapp ein Prozent auf 14,38 Milliarden Euro zurück, die Umsatzrendite sank auch wegen erhöhter Abschreibungen leicht auf 8,7 Prozent.

Erfolgreich unterwegs war auch die spanische Tochter Seat, deren operatives Ergebnis auf 56 Milliarden Euro (54 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum) zulegte. Die Kernmarke VW Pkw hatte im ersten Quartal wie bereits bekannt ein operatives Ergebnis von 869 Millionen Euro erzielt, die Umsatzrendite belief sich damit auf 4,6 Prozent. Der Konzern zählt einige renditeschwache Vertriebsgesellschaften nun nicht mehr zur Kernmarke, weshalb der Vorjahresvergleich schwierig ist.

Zudem hatte die Dieselkrise das Abschneiden der Marke im Vorjahr deutlich belastet, die damals auch um Sonderkosten bereinigt nur 73 Millionen Euro operativen Gewinn auswies. Der Umsatz bei der Marke mit dem blauen VW-Logo ging wegen der Veränderungen bei der Zurechnung um fast ein Viertel auf 19,0 Milliarden Euro zurück.
„Das Quartalsergebnis ist ein weiterer Beleg, dass unser Konzern eine solide finanzielle Basis hat“, sagte Finanzvorstand Frank Witter. „Jetzt zahlt es sich aus, dass wir stets hohe Priorität auf die nachhaltige Sicherung der robusten Finanzkraft gelegt haben, vor allem mit Blick auf die Dieselthematik. Im laufenden Geschäftsjahr wird dafür ein zweistelliger Milliardenbetrag abfließen, doch mit der aktuellen Netto-Liquidität haben wir die finanzielle Stabilität und Flexibilität, um diese Herausforderung zu bewältigen“, fügte der Manager hinzu. (AG/FM/dpa)