VW-Konzern erwartet auch 2019 Gegenwind

Wachstum verlangsamt

VW-Chef Herbert Diess. © dpa

Das Wachstum des VW-Konzerns hat sich im Vorjahr verlangsamt. Dafür verantwortlich sind die Folgend es Dieselskandals und die Probleme mit dem neuen Abgastest WLTP.

Der Umsatz legte im Vergleich zum Vorjahr um 6,3 Milliarden Euro auf 235,8 Milliarden Euro zu, der operative Gewinn vor Sondereinflüssen lag mit 17,1 (2017: 17,0) Milliarden Euro auf Vorjahresniveau, wie der Dax-Konzern am Freitag mitteilte. Das Ergebnis vor Steuern stieg allerdings auf 15,6 (13,7) Milliarden Euro.


Volkswagen musste im Gesamtjahr vor allem für die Bewältigung der Dieselkrise wie ein Jahr zuvor Sonderkosten von 3,2 Milliarden Euro verbuchen. Zum laufenden Jahr sagte Konzernchef Herbert Diess: «Der Gegenwind in wichtigen Märkten dürfte 2019 nochmals stärker werden.»

Viele Modelle lange nicht verfügbar

Neben den Problemen um neue Abgas- und Verbrauchstests, wegen denen VW und die Tochtermarken Audi und Porsche viele Modellvarianten teils monatelang nicht anbieten konnten, lief auch der wichtigste Einzelmarkt China vor allem im zweiten Halbjahr nicht mehr so rund wie zuvor. Die Dividende für die im Dax notierte Vorzugsaktie soll allerdings von 3,96 Euro kräftig auf 4,86 Euro je Papier steigen. Insgesamt hatte VW über alle Marken im Vorjahr 10,8 Millionen Fahrzeuge an die Kunden ausgeliefert – 0,9 Prozent mehr als 2017.

Nach der Vorlage der Zahlen haben Volkswagen-Vorzüge am Freitagnachmittag eine eindeutige Richtung vermissen lassen. Nachdem sie zunächst mit in der Spitze 149,44 Euro positiv darauf reagiert hatten, rutschen sie anschließend ins Minus. Zuletzt standen sie 0,35 Prozent tiefer bei 146,06 Euro und waren damit im moderat vorrückenden Dax im hinteren Drittel.

Der Autobauer hatte eine bereinigte operative Gewinnmarge (Ebit-Marge) von 7,3 Prozent ausgewiesen. Am Markt prognostiziert worden waren 7,1 Prozent. Die Marge sei das Wichtigste, sagte ein Händler in einer ersten Reaktion. (dpa)