Ulbrich neuer Entwicklungsvorstand bei Kernmarke VW

Ulbrich neuer Entwicklungsvorstand bei Kernmarke VW
VW-Markenvorstand Thomas Ulbrich fordert ein Masterplan E-Mobilität. © VW

Thomas Ulbrich wird neuer Entwicklungsvorstand der Kernmarke VW. Bislang verantwortet der Manager als Marken-Vorstand die Elektromobilität.

Der bisherige Entwicklungsvorstand Frank Welsch wird ab dem 1. Februar neuer Leiter Konzern-Qualitätsmanagement und -strategie, wie das Unternehmen am Dienstag mitteilte. Welsch wird in dieser Funktion direkt an VW-Chef Herbert Diess berichten.


„Mit Frank Welsch bekommen wir einen erfahrenen Fahrzeug-Experten und Techniker an der Spitze der Konzern-Qualitätssicherung. Die neue Schlüsselfunktion liegt bei ihm in den richtigen Händen“, sagte Diess. Die „hohen Qualitätsstandards der Fahrzeuge im Zusammenspiel mit dem digitalen Kundenerlebnis sind mehr denn je erfolgsentscheidend“. Mit der Besetzung dieses Postens mit Welsch würde VW sein „markenübergreifendes Qualitätsmanagement“ stärken und es „auf die wachsenden Anforderungen aufgrund der Digitalisierung und E-Mobilität“ ausrichten.

„Unser zentrales Ziel sind begeisterte Kunden – und zwar über die gesamte Nutzungsphase des Fahrzeuges hinweg. Gerade mit dem Wandel zur E-Mobilität und zur Digitalisierung ergeben sich viele neue Chancen, noch näher an unsere Kunden, ihre Bedürfnisse und Wünsche heranzurücken“, so Welsch. „Das reicht vom Ladevorgang über digitale Dienste bis zur kompletten Vernetzung des Fahrzeugs. Mit unserer neuen Struktur legen wir die Grundlage dafür, dass wir diese Chance im Konzernverbund konsequent nutzen werden.“
Zur Besetzung mit Ulbrich auf dem Posten des Entwicklungsvorstandes sagte Diess:

Ulbrich seit 2018 Elektro-Vorstand

„Thomas Ulbrich hat wichtige Akzente für die Transformation der Marke Volkswagen hin zur E-Mobilität gesetzt und ich freue mich, dass er als Vorstand für die Technische Entwicklung die Digitalisierung der Marke weiter kraftvoll vorantreiben wird.“ Im Rahmen einer Vielzahl von Neubesetzungen an der Spitze des VW-Konzerns wie beispielsweise im Vertrieb oder bei den Nutzfahrzeugen war lange Zeit unklar, welche Position Ulbrich in Zukunft bekleiden soll, da das das von ihm verantwortete Ressort weggefallen ist. Noch im Dezember hieß es, dass Ulbrich den Konzern sogar verlassen werde.

Ulbrich hatte nicht nur den Anlauf des ID.3 und des ID.4 zu verantworten, sondern war auch für den Umbau des Werks Zwickau zum reinen Elektrostandort verantwortlich. Der Ingenieur ist seit 1992 im Konzern, im Februar 2018 übernahm er den Posten des Elektroauto-Vorstands bei der Kernmarke. Vorher war er fast vier Jahre lang ihr Produktionschef.

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