VW T-Cross: Ein Selfie mit SUV und Influencerin

Ralf Brandstätter und Cara Delevingne mit T-Cross. © VW

Wenn Autobauer ein neues Modell wie den VW T-Cross vorstellen, muss für Aufmerksamkeit gesorgt werden. In Zeiten von Social Media besorgt man sich dafür einen Influencer wie Cara Delevingne.

Cara Delevingne? Kennen Sie nicht? Macht nichts. Ich kannte Sie auch nicht. Dann sind Sie wie ich nicht auf dem Laufenden. Bei Instagram hat die junge Britin 41,4 Millionen (!) Follower. Das ist offenbar Grund genug, die Musikerin und Schauspielerin zum Testimonial für den neuen T-Cross zu machen, das neuste SUV von Volkswagen.


Entsprechend ließ Cara Delevingne bei der Präsentation des T-Cross an der Seite von Ralf Brandstätter, dem Chief Operation Officer von VW, wissen, dass sie Autos liebt und vor allem natürlich den T-Cross ganz toll findet: „Der T-Cross ist mehr als nur ein SUV für die City – er hat viele Gesichter (wie ich!) und ich mag wie stylish er ist.“

Obligatorisches Selfie darf nicht fehlen

Am Ende ihres Auftritts zückte Delevingne dann noch ihr Handy für das obligatorische Selfie. Auf dem geposteten Video auf Instagram kann man dann sehen, wie sie zusammen mit Brandstätter in die Kamera winkt. Dort sieht man indes nicht, dass sie bei der Fahrt von der Bühne, auf dem Beifahrersitz hatte Brandstätter Platz genommen, mit einigen Schwierigkeiten zu kämpfen hatte. Die Autoliebhaberin würgte das Fahrzeug mehrmals ab. Aber was soll´s, kann passieren.

Dem Erfolg des T-Cross, dem nach dem Touareg, Tiguan und T-Roc bislang kleinsten SUV von VW, wird das keinen Abbruch tun. Das SUV-Segment boomt – und davon wird  der T-Cross profitieren, der ab Frühjahr für 17.975 Euro bei den Händlern stehen wird.

Premiere auf drei Kontinenten

Weltpremiere in Amsterdam: der neue VW T-Cross. Foto: VW

Wie wichtig der T-Cross für die Marke ist, war daran abzulesen, dass die Weltpremiere gleich dreimal stattfand: In Shanghai, Amsterdam und Sao Paulo. „Damit zeigen wir, wie wichtig der T-Cross für die Marke Volkswagen als echt globales Produkt ist“, sagte Brandstätter. Mit seiner Länge von 4,11 Metern bringt der mit dem Polo verwandte T-Cross alles für ein ideales Stadtfahrzeug mit. Sein Radstand von 2,56 Meter sorgt dafür, dass auf der um 14 Zentimeter verschiebbaren Rückbank drei Erwachsene mehr oder minder bequem sitzen können. Im Kofferraum lassen sich übrigens 455 Liter Gepäck unterbringen.

Zum Start im Frühjahr wird VW den T-Cross mit drei Benzinern und einem Diesel mit einer Leistung von 95 bis 150 PS anbieten. Brandstätter rechnet damit, dass der Diesel beim T-Cross in Deutschland auf einen Anteil von 35 Prozent kommen wird. In den USA wird VW sein kleinster SUV übrigens nicht anbieten. Für die Vorlieben der dortigen Kunden ist er schlicht zu klein. Dort bieten den Wolfsburger den Atlas an.

Bis 2025 mehr als 30 SUVs

Mit dem T-Cross setzt VW seine groß angekündigte SUV-Offensive fort. Es ist die größte der Unternehmensgeschichte. Wie Vertriebsvorstand Jürgen Stackmann gerade ankündigte, will VW bis 2025 mehr als 30 SUV-Modelle anbieten. Bis dahin soll dann bereits jeder zweite verkaufte VW ein SUV sein. Heute ist es schon jeder fünfte, in den USA sogar bereits jeder dritte.

Dass dieser Trend zum SUV das Erreichen der CO2-Grenzwerte von 95 g/km bis 2021 erschwert, liegt auf der Hand. Doch mit seinem Angebot an SUVs erfülle man den weltweiten Kundenwunsch nach solchen Fahrzeugen, sagte Brandstätter. Damit man diesen Grenzwert erreiche, „bereiten wir unsere Produkte so vor, dass wir alle Anforderungen erfüllen“, so der COO. So setze man mit seinem Modularen Elektrifizierungs-Baukasten (MEB) auf die Elektromobilität. „Ab 2020 kommen wir mit vielen neuen Fahrzeugen, bis 2025 mit insgesamt 25 Autos, um über die Elektromobilität unsere Flottenziele einhalten zu können.“ Der I.D. Crozz wird ab 2020 das erste Elektro-SUV der Wolfsburger sein.

Strengere Grenzwerte bis 2030

Cara Delevingne hat auf Instagram  41 Millionen Follower – und ist damit als Testimonial geeignet. Foto: VW

Doch die Herausforderungen bei den CO2-Grenzwerten werden für die Autobauer noch höher. So hat die EU gerade beschlossen, dass die Hersteller bis 2030 die Emissionen ab 2021 um weitere 35 Prozent reduzieren müssen. „Für uns ist das eine Herausforderung. Wir arbeiten daran, diese Anforderungen für zunächst 2025 und dann 2030 zu erfüllen. Das wird nur mit der E-Mobilität gehen. Wir müssen diese Transformation zur Elektromobilität jetzt noch schneller vorantreiben“, so Brandstätter.

Dass die Diskussion um Dieselfahrverbote die Transformation hin zur Elektromobilität beschleunigen kann, glaubt Brandstätter nicht. „Wir sind der Auffassung, dass Fahrverbote keine Lösung sind. Deshalb bieten wir Umweltprämien für die 14 bzw. mittlerweile 15 deutsche Städte an, in denen es kritische Grenzwerte gibt.“ So fördere man Fahrzeuge beim Rückkauf mit einer Prämie von bis zu 10.000 Euro. Ein solches Rückkaufprogramm sei deutlich sinnvoller als eine Nachrüstlösung, weil dadurch die Luft in den Städten schneller sauberer gemacht werden könne.

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