VW: Suzuki weiter ein „attraktives Investment“

Streit um Vertragsverletzungen

Hans Dieter Pötsch (l.) an der Seite von Martin Winterkorn. © dpa

Trotz des Konfliktes mit Suzuki will Volkswagen an seiner 20-prozentigen Beteiligung am japanischen Autohersteller festhalten. Die Beteiligung wird in der Bilanz nun aber anders als vorher aufgelistet.

Volkswagen hält trotz des Streits mit dem japanischen Partner an der Suzuki-Beteiligung fest. "Wir haben keine Pläne, unseren Anteil zu reduzieren", sagte Finanzvorstand Hans Dieter Pötsch am Donnerstag während einer Telefonkonferenz. "Volkswagen betrachtet Suzuki weiterhin als attraktives Investment", hieß es im zuvor veröffentlichten Zwischenbericht.

Neue Bilanzführung bei VW

Die beiden Partner werfen sich gegenseitig Vertragsverletzungen vor. Suzuki dringt auf einen Rückzug des Großaktionärs, der fast ein Fünftel am japanischen Kleinwagenspezialisten hält. Aufgrund des Streits sei "bis auf weiteres die Möglichkeit, maßgeblichen Einfluss auf Suzuki auszuüben, nicht mehr gegeben", teilte VW im Zwischenbericht weiter mit.

Deshalb werde die Beteiligung nun anders in der Bilanz geführt. Diese Verschiebung sei aber in keinster Weise als Schwächung der VW-Position zu sehen, sagte Pötsch. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.