VW schärft Profil bei Elektromobilität

So sollen die Schnellladesäulen von VW ausschauen. © VW

VW bündelt bei der Elektromobilität die Kompetenzen in der Sparte Komponente. Dazu zählt neben der Entwicklung auch die Produktion der Batterien.

Die Konzernsparte mit weltweit 61 Zulieferwerken mit rund 80.000 Beschäftigten übernehme die Verantwortung für die Batterie «vom Kompetenzaufbau für die Batterie bis zum Recycling», sagte Stefan Sommer, Konzernvorstand Komponente und Beschaffung, am Freitag in Salzgitter. Damit schärfe man sein Profil in Sachen Elektromobilität, sagte Sommer. „Dank unserer Fertigungstiefe und Produktstärke messen wir uns mit den Besten im Wettbewerb.“


Komponentenchef Thomas Schmall kündigte zudem weiteren Stellenabbau an, betriebsbedingte Kündigungen solle es aber nicht geben.

Konzersparte senkt Mitarbeiterzahl

Volkswagen investiert hohe Summen in die Sparte, die bislang Motoren, Getriebe, Lenkungen, Achsen und Sitze herstellt: 2019 und 2020 sollen Schmall zufolge 870 Millionen Euro in die Fertigung von Komponenten für E-Autos fließen, bis 2023 sollten es 3,8 Milliarden Euro werden. Ab 2023 werde die Kurve bei der Fertigung von Verbrennungsmotoren sinken.

Gleichzeitig soll gespart werden – bis 2025 sollen es zwei Milliarden Euro sein. Auch die Beschäftigung werde sinken, nämlich «entlang der demografischen Kurve» um etwa 10 Prozent bis 2023, kündigte Schmall an. Dies beziehe sich auf die rund 30 000 Beschäftigten in den deutschen Werken, rund 1900 Stellen seien über den «Zukunftspakt» bereits abgebaut.

Zudem kündigte VW an, eine mobile Schnellladesäule ab 2020 in Serie zu fertigen – und zwar im Werk Hannover. Für ein Pilotprojekt in Wolfsburg sollten erste mobile Ladesäulen im Sommer aufgestellt werden. Kooperationsgespräche mit möglichen Partnern liefen bereits. (dpa)