Skoda kündigt neues Modell an

23 Jahre bei VW

Skoda-Chef Winfried Vahland bei der Präsentation des neuen Octavia.
Skoda-Chef Winfried Vahland © AG/Mertens

Skoda wird seine Angebotspalette ausbauen. Mit dem neuen Modell soll der Standort Kvasiny gestärkt werden.

Skoda erweitert sein Portfolio. Bei einem Treffen mit dem tschechischen Premierminister Bohuslav Sobotka in der Volkswagenzentrale in Wolfsburg mit VW-Chef Martin Winterkorn am Freitag kündigte der Skoda-Vorstandsvorsitzende Winfried Vahland ein neues Modell an.

Größerer Bruder des Skoda Yeti möglich

"Die Entscheidung für die Produktion eines neuen Fahrzeuges stärkt den Standort Kvasiny. Damit ist die Zukunft dieses Produktionsstandorts, genauso wie Mladá Boleslav und Vrchlabí, langfristig gesichert", sagte Vahland.

Skoda setzte sich bei der Vergabe gegen Seat durch und wird auch das spanische Pendant produzieren. Um welches Modell es sich handelt, wurde nicht gesagt. Tschechischen Medien zufolge könnte es ein Ableger des Tiguan XL sein. Für Skoda wäre dies ein größerer Bruder des Yeti.

Skoda seit 23 Jahren bei VW

Bei dem Treffen in Wolfsburg wurde die mittlerweile 23 Jahre andauernde Partnerschaft gefeiert. VW war im April 1991 bei Skoda eingestiegen. "Gemeinsam haben wir eine eindrucksvolle deutsch-tschechische Erfolgsgeschichte geschrieben. Unter dem Volkswagen Dach hat Skoda den Absatz verfünffacht und sich zum Global Player entwickelt. Damit ist und bleibt die Marke eine wichtige strategische Speerspitze für den Volkswagen Konzern", sagte Winterkorn.

Skoda verkaufte vor 23 Jahren unter 200.000 Einheiten pro Jahr, 2013 waren 920.000 Fahrzeuge. Mittelfristig sollen 1,5 Millionen Verkäufe pro Jahr getätigt werden. Während zu Beginn der Partnerschaft nur ein Modell zur Verfügung steht, kann heute zwischen sieben Baureihen gewählt werden.

Aufgrund der Qualität und des besseren Preis-Leistungs-Verhältnisses hatte Skoda aber auch in der Wolfsburger Zentrale für Stirnrunzeln gesorgt, da ein ebenbürtiger Konkurrent zu den VW-Modellen erwachsen war. Doch bei dem Festakt wurde natürlich der gemeinsame Weg betont. "Diese deutsch-tschechische Automobil-Allianz hat in den vergangenen zwei Jahrzehnten zum Wiederaufstieg einer der traditionsreichsten Automobilmarken geführt", so Vahland, "in den kommenden Jahren wird Skoda in enger Kooperation mit dem Volkswagen-Konzern weiter kraftvoll wachsen." (AG)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.