VW-Lastwagensparte Traton auf dem Weg zur Börse

Die Traton GRoup bilden MAN und Scania. Foto: Volkswagen
Volkswagen will Traton fit für die Börse machen. © Volkswagen

Der Volkswagen-Konzern will seine Lastwagensparte mit MAN und Scania schon bis Jahresende fit für einen Börsengang machen. Der Aufsichtsrat beschloss am Montag die Umwandlung der Sparte in eine europäische Aktiengesellschaft namens Traton SE.

Das Team, das einen möglichen Börsengang vorbereitet, werde jetzt verstärkt, zeitnah würden Investmentbanken und Rechtsberater beauftragt. Die endgültige Entscheidung über den Börsengang werde «dann abhängig vom Marktumfeld und zum gegebenen Zeitpunkt gefällt», sagte Volkswagen-Finanzchef Frank Witter.


Das Autogeschäft unterscheide sich grundlegend vom Lkw-Geschäft, «die Synergien beschränken sich im Wesentlichen auf Einkaufsthemen. Daher ist eine Trennung der Bereiche absolut sinnvoll», sagte Witter.

Traton will ich den USA und Asien stärker wachsen

Traton-Vorstandschef Andreas Renschler sagte, der Schritt mache auch die Arbeitsplätze sicherer. MAN beschäftigt rund 31.000 Mitarbeiter in Deutschland – ein Drittel davon bei MAN Truck & Bus in München. Bis 2025 hat VW für den MAN-Konzern eine Standort- und Beschäftigungsgarantie gegeben. Die MAN-Sparte für Schiffsmotoren und Turbomaschinen mit 15.000 Mitarbeitern ist nicht Teil des Börsenprojekts.

Weltweit erwirtschaftete die Lastwagen- und Bussparte von Volkswagen im vergangenen Jahr 24 Milliarden Euro Umsatz, Konkurrent Daimler kam auf 36 Milliarden. MAN und Scania sind Marktführer in Deutschland, Europa und Brasilien, aber relativ schwach in Nordamerika und Asien. In den USA und Asien werden aber gut 60 Prozent der Gewinne der Lkw-Branche erwirtschaftet. Hier will Traton stärker werden. (dpa)

Vorheriger ArtikelBMW-App erinnert an Rettungsgasse
Nächster ArtikelJaguar F-Type P300: Zwei Zylinder weniger
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

Kommentieren Sie den Artikel

Bitte geben Sie Ihren Kommentar ein
Bitte geben Sie Ihren Namen ein