Schwacher April für deutschen Neuwagenmarkt

Zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahresmonat

Der Golf erhält einen neuen Motor
Der Golf erhält einen neuen Motor © VW

Der Neuwagenmarkt in Deutschland hat im April im Minus abgeschlossen. Nach vier Monaten befinden sich aber fast alle Marken im schwarzen Bereich, der Spitzenreiter befindet sich nicht darunter.

Die Neuzulassungen auf dem deutschen Automarkt sind im April um glatte acht Prozent bei 290.697 Einheiten im Vergleich zum Vorjahresmonat zurückgegangen. Allerdings gab es in diesem April zwei Verkaufstage weniger als im Vorjahr bedingt durch Ostern, das 2016 bereits Ende März gefeiert wurde.

Nach den ersten vier Monaten steigerte sich der Gesamtmarkt um 2,5 Prozent bei 1.135.381 Neuzulassungen, teilte das Kraftfahrt-Bundesamt (KBA) in Flensburg mit. Bis auf acht Hersteller lagen alle Anbieter im schwarzen Bereich. Volkswagen führt trotz eines Minus von 6,6 Prozent nach vier Monaten und 12,5 Prozent im April mit 18,7 Prozent den Gesamtmarkt weiterhin unangefochten an.

Ford überholt Opel

Aber auch Audi, Porsche, BMW, Mini, Mercedes, Smart und Opel mussten im vierten Monat Abstriche im zweistelligen Bereich hinnehmen. Ford blieb als einziges deutsches Unternehmen mit 6,8 Prozent im einstelligen negativen Bereich.

Die Kölner überholten damit den Mitbewerber aus Rüsselsheim. Während Ford nach vier Monaten 82.404 Neuzulassungen und einen Marktanteil von 7,3 Prozent aufweist, liegt Opel mit 82.250 Neuen und 7,2 knapp dahinter.

Skoda bei Importeuren unangefochten vorn

Bei den Importeuren verzeichneten auf niedrigem Niveau Alfa Romeo mit 153,1 Prozent und Tesla mit 129,1 Prozent die prozentual höchsten Zuwächse. Ihr Marktanteil beträgt 0,2 bzw. 0,1 Prozent. Im überschaubaren Bereich liegen nach vier Monaten liegen zudem Lexus mit 59,6 und Jaguar mit 51,5 Prozent deutlich im schwarzen Bereich.

Fiat pirscht sich mit einem Wachstum von 27,1 Prozent und einem Marktanteil an das Verfolgerfeld von Spitzenreiter Skoda an. Die VW-Tochter musste zwar auch im April mit 8,6 Prozent Federn lassen, liegt mit einem Marktanteil von 5,4 Prozent nach vier Monaten aber immer noch weit vor Renault mit 3,8 Prozent, Hyundai und Seat mit 2,9 und 2,8 Prozent.

Alternative Antriebe im Auftrieb

Die Diskussion um den Dieselmotor macht sich auch in Zahlen bemerkbar. So gingen die Zulassungen von Autos mit Selbstzünder im Vergleich zum April des Vorjahres um 19,3 Prozent zurück und kamen auf einen Anteil von 41,3 Prozent. Nach vier Monaten beträgt der Dieselanteil noch 42,3 Prozent.

Dagegen legten alternative Antriebe zu – allerdings im stark überschaubaren Bereich. 1413 rein elektrische Pkw bedeuten ein Plus von 133,9 Prozent, 6396 Hybride verzeichneten ein Wachstum über 71,7 Prozent. Die darunter befindlichen 2174 Plugin-Hybriden nahmen um 125,5 Prozent zu. Dagegen verloren erdgasbetriebene Pkw um glatte 50 Prozent, Personenkraftwagen mit flüssigem Autogas (LPG) legten um 50,4 Prozent zu. (AG/TF)