Deutscher Automarkt: VW zahlt Tribut

Opel mit stärkstem Oktober seit 2011

Trotz neuer Modelle belastet der Diesel-Skandal die VW-Geschäfte.
Trotz neuer Modelle belastet der Diesel-Skandal die VW-Geschäfte. © VW

Der deutsche Automarkt hat sich den Oktober im Vergleich zum Vorjahresmonat leicht im Plus abgeschlossen. Während die deutschen Marken im Plus abschlossen, spürt VW erste Auswirkungen des Diesel-Skandals.

Volkswagen hat erste Auswirkungen bei den Neuzulassungen auf dem deutschen Automarkt im Oktober gespürt. Während der Gesamtmarkt um 1,1 Prozent auf 278.372 Neuzulassungen laut dem Kraftfahrt-Bundesamt im Vergleich zum Vorjahreszeitraum anwuchs, lag VW als einzige deutsche Automarke mit 0,7 Prozent im Minus, bleibt aber bei einem Marktanteil von 22,1 Prozent weiter mit Abstand stärkste Marke im Heimatland.

Smart wächst dreistellig

Mit einem zweistelligen Wachstum von 11,6 Prozent schloss Ford den zehnten Monat ab. Die Kölner kommen mit 20.514 Einheiten auf einen Marktanteil von 7,4 und nach zehn Monaten von 6,9. Dank des besten Oktobers seit 2011 konnte sich Opel mit einem Marktanteil von 7,1 Prozent noch knapp vor Ford halten. Gar in den dreistelligen Zuwachsbereich von 256,9 Prozent schaffte es die neue Smart-Generation, von denen 4251 Zwei- und Viersitzer verkauft wurden, was ein Marktanteil von 1,5 Prozent bedeutet.

Von den Premium-Herstellern konnte Mercedes sowohl im Oktober als auch nach zehn Monaten die Spitzenposition mit einem Anteil von 8,9 Prozent vor Audi (8,6 Prozent) und BMW (7,6 Prozent) festigen.

Elektroantriebe schaffen 0,6 Prozent Marktanteil

Bei den Importmarken legte Jaguar mit 43,7 Prozent am deutlichsten zu. Auch Mazda (+33,1 Prozent), Land Rover (+27,2 Prozent), Mitsubishi (+24,1 Prozent) und Jeep (+12,0 Prozent) landeten im zweistelligen Bereich. An der Importeursspitze bleibt ungefährdet Skoda mit einem Marktanteil von 5,0 Prozent vor Renault mit 3,5 Prozent und Hyundai mit 3,3 Prozent.

Die deutlichsten Segmentsteigerungen wiesen mit 14,4 Prozent die SUV auf gefolgt von den Sportwagen mit 13,1 Prozent und den Geländewagen mit 12,7 Prozent. Dagegen bauten die Vans mit einem Minus über 13,3 Prozent und die Kleinwagen mit 11,1 Prozent am deutlichsten ab.

Einen Auftrieb im kleinen Bereich erlebten die Elektrofahrzeuge mit einem Plus von 100,5 Prozent. Bei allerdings lediglich 1686 Neuzulassungen macht dieser alternative Antrieb einen Marktanteil von gerade einmal 0,6 Prozent aus. (AG)