Volkswagen investiert 50,2 Milliarden Euro

Auf Wachstumskurs

VW-Chef Martin Winterkorn rechnet mit einem Jahr der Bewährung. © dpa

VW wird in den kommenden drei Jahren 50,2 Milliarden Euro investieren. Damit will das Unternehmen seine Langfristziele erreichen, wie VW-Chef Winterkorn sagte.

Volkswagen will bis zum Jahr 2018 weltweit zum erfolgreichsten Autobauer aufsteigen. Damit dieses Ziel erreicht wird, investiert der VW-Konzern in den kommenden drei Jahren bis 2015 insgesamt 50,2 Milliarden Euro, wie das Unternehmen am Freitag mitteilte. Erstmals gehören zur Investitionsplanung auch die Marken MAN und der Porsche.

„Trotz des herausfordernden wirtschaftlichen Umfelds investieren wir mehr als jemals zuvor, um unsere langfristigen Ziele zu erreichen“, sagte VW-Vorstandschef Martin Winterkorn. „Damit stärken wir erneut unsere Wettbewerbsfähigkeit und machen uns fit für die Zukunft“, so Winterkorn weiter.

Bekenntnis zum Standort Deutschland

VW will dabei insgesamt 39,2 Milliarden Euro als Sachinvestitionen verwenden. 60 Prozent der Mittel verbleiben in Deutschland. „Wir schaffen so die Voraussetzungen, dass unsere 27 deutschen Werke bei Innovationskraft und Wettbewerbsfähigkeit im internationalen Vergleich weiter ganz vorne mitspielen“, fügte der VW-Boss hinzu. Winterkorn betonte, dass sich VW damit zum Industriestandort Deutschland bekenne. Insgesamt solle sich die Sachinvestitionsquote in den Jahren 2013 bis 2015 auf einem wettbewerbsfähigen Niveau zwischen sechs und sieben Prozent bewegen. 10,6 Milliarden Euro fließen in Entwicklungskosten.

Begrüßt wurden die Investitionen von Betriebsratschef Bernd Osterloh. Dadurch würde die Zukunftsfähigkeit des Unternehmens sowohl bei Produkten als auch bei den Produktionsverfahren gestärkt. „Die beschlossene Investitionsplanung ist zudem ein klares Bekenntnis zur Sicherung von Arbeitsplätzen und Beschäftigung bei Volkswagen gerade angesichts des schwierigeren Umfeldes in der Automobilindustrie.“ Wie VW weiter mitteilte, entfallen 24,7 Milliarden Euro der Sachinvestitionen des Automobilbereichs in die „Modernisierung und Erweiterung der Produktpalette“ aller Marken.

VW wird seinen Schwerpunkt dabei auf neue „Fahrzeuge, Derivate und Nachfolgemodelle“ in fast allen Fahrzeugklassen setzen, die auf Basis des modularen Quer-Baukastens entwickelt und gebaut werden. Dazu gehöre auch eine neue Lkw-Generation von MAN. 14,5 Milliarden Euro fließen in den kommenden Jahren unter anderen in die Erweiterung von Produktions-Kapazitäten wie beispielsweise im Porsche-Werk Leipzig mit dem neuen Modell Macan oder das neue Audi-Werk in Mexiko. (AG/FM)