VW ID.5 GTX: Windschnittig zu mehr Reichweite

VW ID.5 GTX: Windschnittig zu mehr Reichweite
Noch ist der VW ID.5 getarnt © VW

Die ID-Familie von VW bekommt Zuwachs. Jüngstes Mitglied ist das SUV-Coupé ID.5. Eine erste Runde in der GTX-Version.

Alleine lässt man uns mit dem neuen Volkswagen ID.5 noch nicht auf die Straße, aber wir dürfen immerhin schon einmal die ersten Runden mit einer Vorserien-Version des SUV-Coupés drehen. Und wie der 4,61 Meter lange Wagen genau aussieht, verschleiern die Wolfsburger ebenfalls noch. Wirklich versteckt ist aber nur der Innenraum, denn er ist – genau gesagt – mit Lappen abgedeckt, so dass die Passagiere nur auf den großen Monitor mit berührungsempfindlicher Oberfläche schauen und ihn gerade so noch bedienen können.


Die Konturen des Blechkleids sollen durch eine bunte Lackfolie unkenntlich gemacht werden, doch natürlich sieht man bereits, wie der ID.5 aussieht. Und dass es sich um die analog zum ID.4 erstarkte GTX-Version mit zusätzlichem Frontmotor handelt, sieht man ebenso: am prägnanten Logo.

20 Minuten für 200 Kilometer Reichweite

Mit 125 kW kann die 77 kWh-Batterie unterwegs geladen werden. Foto: VW

Und man spürt ganz klar, dass unter dem noch verschleierten Blechkleid 299 Pferdchen stecken, die bei beherztem Druck auf das rechte Pedal energisch losgaloppieren – selbstverständlich lautlos. An Fahrspaß mangelt es dem Viertürer nicht. Das ansatzlose Umsetzen des Marschbefehls beherrscht der ID.5 GTX virtuos, zumal es nur eine Übersetzungsstufe gibt und keine Gänge gewechselt werden müssen. Allerdings fährt er maximal Tempo 180, weil der Motor an diesem Punkt seine Höchstdrehzahl erreicht.

Der ID.5 ist ein feiner Tourer mit ausgewogenen Fahreigenschaften – er ist sportiv, aber nicht zu straff abgestimmt. Eine ausgeklügelte Software unterstützt das Coupé bei zügiger Gangart auf kurvigen Überlandstrecken – hier kann das elektronische Stabilitätsprogramm einfach viel schneller am Rad ansetzen als beim konventionellen Auto, dessen Verbrenner mit größerer Trägheit reagiert. Die Koordination der Power zwischen Vorder- und Hinterachse folgt vielen Leitlinien. Fahrstil und Straßenbelag sind hier ausschlaggebend.

Wer ID.5 GTX kauft, bekommt außerdem 125 kW Ladeleistung serienmäßig, um die 77-kWh-Batterie unterwegs möglichst schnell wieder mit Reserve auszustatten. Im Idealfall reichen zwanzig Minuten am Schnelllader für rund 200 Kilometer Fahrt. Dazu muss die Batterie allerdings vorher auf die optimale Temperatur gebracht werden. Auch hier verhilft Rechenpower zur Optimierung.

Flachere Karosserie bringt mehr Reichweite

An Fahrspaß mangelt es dem 299 PS starken Viertürer nicht. Foto: VW

Darüber hinaus ist das Coupé in der Lage, Software-Updates „Over-the-Air“ zu empfangen, und es bietet die volle Klaviatur heute üblicher Assistenzsysteme von der Autonombremsung bis zum assistierten Fahren. Neu sind Car-to-X-Technologien – hier empfängt das Auto Hinweise und Informationen von äußeren Sendeeinheiten, die von der Fahrassistenz gegebenenfalls berücksichtigt wird.

Die Entscheidung für den ID.5 muss übrigens nicht zwingend ästhetisch motiviert sein, es gibt auch einen ganz praktischen Grund. Eine flachere und windschlüpfigere Karosserie bürgt für mehr Reichweite – immerhin 497 Kilometer (WLTP) soll man mit einer Ladung kommen (480 sind es beim ID.4 GTX) soll man laut Volkswagen mit einer einzigen Akkuladung kommen, nach dem durchaus realitätsnahen WLTP-Zyklus.

Ein Schnäppchen wird der ID.5 GTX wohl nicht werden, zumal das SUV-Pendant ID.4 schon mit Listenpreisen ab 50.415 Euro zu Buche schlägt. Und exklusive Coupés sind ja immer einen Hauch teurer. Doch dank staatlicher Förderung bei Anschaffung und Steuer könnte das Coupé dann doch wieder im Budget-Rahmen liegen. Bis die ersten Serienfahrzeuge rollen, könnten allerdings noch ein paar Monate ins Land ziehen. (SP-X)

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