VW Golf GTI: Höchste Dynamik bei maximalem Komfort

Der VW Golf GTI ist ein gelungener Kompaktsportler. © VW

Schärfer, moderner, fahrdynamischer: der neue VW Golf GTI rollt im Spätsommer zu den Händler. Die Kunden können sich auf einen gelungenen Kompaktsportler freuen.

Auf den ersten Blick mag die Neuauflage des GTI wenig überraschen, doch hat sich die Kompaktsport-Ikone in diversen Punkten in markanter Weise verändert. Laut VW-Designchef Klaus Bischoff vermittelt seine neue Optik die deutliche fahrdynamische Weiterentwicklung des Kompaktsportlers. „In der Grundgestalt als auch in Details präsentiert sich der neue GTI aggressiver und moderner“, so Bischoff.


Dafür sorgen beim Neu-GTI eine Front mit mehr Breitenwirkung und Präsenz als auch „mehr Ernsthaftigkeit“ im Gesicht. Zudem sei die achte GTI-Generation in der Seitenansicht schnittiger und keilförmiger geworden. Ein besonderes Detail in der Front sind die aus jeweils fünf LED-Rechtecken bestehenden Nebelleuchten im unteren Bereich der Frontschürze in Zielflaggenoptik. Nach dem Motto „Licht ist das neue Chrom“, bietet mit dem GTI erstmals ein Serien-VW zudem eine leuchtende Kühlergrill-Querspange.

Topleistung von 245 PS

Das Cockpit des VW Golf GTI mit dem prägnantem Logo. Foto: VW

2013 startete der Golf 7 GTI mit 220 PS, in der bis Ende 2019 produzierten Topversion Performance waren es 180 kW/245 PS. Exakt mit dieser Leistung sowie 370 Newtonmeter Drehmoment geht im Sommer auch der neue GTI an den Start. Sprint- und Verbrauchswerte werden noch nicht verraten, die Höchstgeschwindigkeit wird bei 250 km/h abgeregelt. Kombinieren lässt sich der Zweitliter-Turbodirekteinspritzbenziner mit sechsstufiger Handschaltung oder dem 7-Gang-DSG. Laut Karsten Schebsdat, Manager Vehicle Dynamics, ist das DSG zwar das „performantere System“, dennoch will man den Fans von Handschaltgetrieben eine Alternative anbieten.

Ein Fokus bei der Entwicklung des neuen GTI lag auf der Abstimmung des Fahrwerks, das laut Schebsdat deutlich neutraler und performanter zugleich gestaltet wurde. Während das Fahrzeug bei wenig Tempo agiler als bisher wirken soll, verhält es sich bei hohem Tempo stabiler.

Dafür sorgen unter anderem eine höhere Federrate als auch neu abgestimmte Querlenker, Federn und Dämpferhydrauliken sowie eine Progressivlenkung, bei der das Lenkrad vom einen bis zum anderen Ende 2,1 Umdrehungen benötigt. Zudem spricht der Antrieb direkter auf Gasbefehle an. Das zeigt laut Schebsdat im sportlichen Einsatz Wirkung: Auf einem Handlingkurs im Testzentrum Ehra soll der neue GTI 2:04,8 Minuten für eine Runde benötigen, mit dem alten GTI Performance sind es 2:08,7 Minuten. Auch beim 18-Meter-Slalom ist die Neuauflage 3 km/h schneller.

Preis noch nicht bekannt

Einen dreitürigen Golf GTI wird es nicht mehr geben. Foto: VW

Im neuen GTI werden zudem die elektronische Differenzialsperre XDS, die serienmäßig integrierte elektronische Vorderachsquersperre wie auch das optionale Adaptivfahrwerk DCC künftig über einen sogenannten Fahrdynamikmanager zentral gesteuert. Laut VW soll dieser unter anderem eine höhere Spreizung zwischen höchster Dynamik und maximalem Komfort garantieren. Erfreulich für Sportfahrer: Künftig lässt sich das ESC komplett ausschalten. Sofern nicht der Emergency- oder Front-Assist eine Notsituation ausmachen, soll das Stabilitätsprogramm auch inaktiv bleiben.

Der kommende Golf GTI bietet neben gehobener Performance auch ein umfangreiches Ausstattungsniveau, das unter anderem ein Infotainmentsystem mit 8,25-Zoll-Touchscreen und eine Klimaautomatik umfasst. Ein digitales Cockpit, schlüsselloses Startsystem, 17-Zoll-Leichtmetallräder, Sportfahrwerk, Multifunktionslenkrad, LED-Scheinwerfer und USB-Steckdosen sind ebenfalls serienmäßig dabei. Den Preis verrät VW noch nicht, er wird sich aber in etwa auf dem Niveau des zuletzt mit DSG rund 37.000 Euro teuren GTI Performance bewegen. (SP-X)

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