Fragen an den Autopapst vom Juli

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Auto macht beim Anfahren komische Geräusche, die Bremsen schleifen oder der Motor verliert Öl. Wenn Sie Probleme mit Ihrem Auto haben, fragen Sie Autopapst Andreas Kessler nach einer Lösung. Schildern Sie in ihm Ihre Probleme. Geben Sie dabei folgende Daten mit an: – Modell (z.B. Opel oder VW) – Typ (Kombi oder Limousine) – Baujahr – Kraftstoffart (Benzin oder Diesel) – ggf. Getriebeart (Automatik oder Schaltgetriebe).

Frage von Reinhold:

Eminenz, sehr geehrter Herr Kessler, vermutlich werden Sie mir mein Problem gar nicht abnehmen, weil's eigentlich nicht sein kann und darf: Seit 8 Monaten habe ich ein Zündung?/Vergaser?/Benzinzufuhr?-Problem, gab auch schon sehr viel Geld aus, war bei Mercedes, bei Bosch und schon oft in meiner guten auf DB spezialisierten freien Werkstatt - doch es hilft nichts. Mein Problemkind: DB 124/230 E, Benziner, BJ 1991, Km 189. 000, alle KD, sehr gepflegt. Das Problem: Die Kiste stirbt immer wieder ab, wenn ich z.B: vom 3. in den 2. zurückschalte, mit gedrückter Kupplung an die Kreuzung ranfahre, die Autobahnausfahrt raussteuere und dabei zurückschalte: Auf einen Schlag (!) ist alles weg incl. Servolenkung und Bremskraftverstärker. Was das heißt, wissen Sie noch besser als ich. Ich denke (ich bin absoluter Laie) , es tritt besonders dann auf, wenn ich ausgekuppelt habe, ohne Schub rolle. Manchmal stirbt er aber auch ab, wenn ich einfach an der Kreuzung stehe; überhaupt ist der Leerlauf wenig stabil. Aber: Das Problem kann ein, zwei Wochen gar nicht auftreten, dann wieder - übrigens völlig wetterunabhängig - bei einer Stadtfahrt 10 bis 20 x. Da dreht man dann schier durch. Manchmal habe ich den Verdacht, dass es öfter ist, wenn ich wenig Benzin (passiert auch bei SpuerPlus) im Tank habe. Erneuert wurden unter anderem: Verteilerkappe, Verteilerläufer, Leerlaufsteller, ich erhielt leihweise ein Austausch-Steuergerät (???), was aber auch nichts brachte. X-mal wurde der Motor/Zündung eingestellt. Bosch meinte bei meinem dritten Besuch (!!!), das Drosselklappenpotentiometer wäre es wohl. Meine Werkstatt baute mir daraufhin jüngst probeweise einen neuen Luftmengenmessser (?) ein, was aber auch nichts hilft: Der Wagen stirbt immer noch ab. Der Kaltlaufsteller für Euro 3 wurde auch schon ausgebaut und wieder eingebaut ... Der Wagen stand, bevor dies alles begann, mal rund ein halbes Jahr. Aber das kann ja wohl kaum die Ursache sein. Ansonsten ist die Kiste prima, nur weiß ich halt wirklich nicht mehr, ob sich all das Geld, das ich bislang investierte, überhaupt rentiert. Ich würde mich sehr freuen, wenn Sie für mich einen guten Tipp hätten. Mit freundlichen Grüßen und großem Dank im Voraus, Reinhold Löchle

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Reinhold, das ist ein Klassiker! Generell wird man das in 2-4 Jahren vom W124 sagen, das von Ihnen beschriebene Problem ist hingegegen schon jetzt typisch für die «letzten echten Mercedes´ ». Besorgen Sie sich ein neues Relais für die Benzinpumpe! Flankierend können Sie noch den Kraftstofffilter tauschen, danach ist das Problem wie weg geblasen! Geht übrigens ganz einfach, das Relais sitzt neben dem Sicherungskasten unter einer Abdeckung und ist nur gesteckt. Gute Fahrt wünscht der Autopapst

Frage von Wolf Franz:

Hallo Herr Kessler. Ich habe einen VW Polo 6N und da ist in meinen Luftfilterkasten Motoröl der Luftfilter ist schon ziemlich voll gesaugt. Mit freundlichen Grüßen, Franz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Franz, wie alt ist denn der Polo? Und wie viele Kilometer hat er auf der Uhr? Wenn sich im Luftfiltergehäuse Öl sammelt, ist in aller Regel die Kurbelgehäuse-Entlüftung dafür verantwortlich. Das ist ein Schlauch, der vom Zylinderkopfdeckel in das Luftfiltergehäuse führt und die sog. «Blow-by-Gase» aus dem Motor in den Ansaugtrakt leitet. Normalerweise ist das kein Problem, wenn der Motor allefdings verschlissen ist, reißen diese Gase Motoröl mit sich und verölen den Luftfilter. Abhilfe schafft eine Motorüberholung oder ein (guter) gebrauchter Motor.

Frage von Dieter Beier:

Ich habe einen VW Polo Classik, Bj.1995. Seit vorigem Jahr geht beim langsamen Fahren, z.B. vor einer Kreuzung, und anschließendem Bremsen und Kuppeln der Motor aus. Besonders tritt der Fehler im Sommer und bei Betrieb der Klimaanlage auf. 2005 wurde in der Werkstatt die Lambdasonde gewechselt, ohne Erfolg. Das Analysegerät zeigt immer «Lambdasteuerung» als Fehler an. Wo kann die Ursache liegen? Vielen Dank!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Dieter, ich tippe hier auf einen gerissenen Ansaugflansch! Durch den zieht der Motor Nebenluft und verändert damit die Gemischzusammensetzung. Die Lambdasonde «schnüffelt» dann zu hohe Sauerstoff-Anteile im Abgas und gibt falsche Werte an die Motorsteuerung weiter. Die Fehlermeldung fällt dann entsprechend aus. Zur Diagnose reicht es, an der Einspritzeinheit über dem Ansaugkrümmer zu wackeln. Oft reißt der Flansch dann völlig ab....

Frage von Manuel:

Hallo, ich fahre einen Opel Corsa 1,2 mit Easytronic. Ich habe am Getriebe Ölverlust bemerkt. Auch beim Schalten wird er etwas lauter. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann z.B. zu wenig Öl im Getriebe und damit einher gehende Mangelschmierung der Getriebewellen sein. Kontrollieren Sie möglichst schnell den Ölstand im Getriebe und füllen Sie ggf. unbedingt Öl nach. Wenn Sie das nicht tun, wird das Getriebe nicht mehr lange durch halten, mit neuem Öl tut es das jedenfalls etwas länger.....

Frage von Hermann Lewke:

Hallo, habe ein Problem mit meinem Passat (TDI, 130 PS, Baujahr 2003). Mit 63Tkm Laufleistung trat ein hochfrequentes Summen, vorwiegend im 5. und 6. Gang, auf, welches seitdem an Intensität zunimmt. Es ist lastwechselunabhängig. Die VW-Werkstatt meinte nach kurzer Probefahrt, ohne die Motorhaube aufzumachen, dass das Getriebe gewechselt werden muss. Die Gänge lassen sich gut schalten. Sollte man ggf. nach anderen Ursachen suchen? Ich bin ratlos.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mit 63tkm darf ein Getriebe einfach noch nicht defekt sein. Allerdings geht das hohe Drehmoment des TDI-Motors dem Getriebe schon sehr auf die Nerven, sprich die Zahnflanken. Wenn Ihr Scheckheft immer nach jeder Inspektion einen VW-Stempel erhalten hat, dürften vom neuen Getriebe ca. 70% durch VW übernommen werden.

Frage von Alexander Stadtmüller:

Hallo Herr Kessler. Habe einen Peugot F, Bauj.07/95 mit 55kW, Otto, Fünfgang-Schaltgetriebe. Das Problem: Gang 1-4 lassen sich ohne Probleme einlegen und ist auch während der Fahrt nichts zu hören. Der 5 Gang jedoch lässt sich jetzt gar nicht mehr einlegen und wenn doch; und ich die Kupplung los lasse, dann ist ein sehr starkes Rasseln zu hören. Sind die Syncronringe verschlissen?? Ist die Reparatur noch sinnvoll? Haben schon versucht, den Gang direkt am Getriebe einzulegen (im Motorraum per Hand). Aber kein Unterschied feststellbar. Danke im Voraus für ihre Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem Getriebeschaden an. Die Lager der Welle, auf denen das Gangrad des 5. Ganges sitzt, sind wahrscheinlich ausgelaufen und müssten erneuert werden. Da man das aber nicht isoliert machen sollte (die anderen Getriebelager sind sicher auch nicht mehr ganz taufrisch!), müsste man das Getriebe komplett überholen. Die Kosten dafür erreichen aber schnell den Zeitwert des Autos, man spricht dann von einem «wirtschaftlichen Totalschaden». Besser ist jedenfalls ein gebrauchtes Getriebe, welches ich bei www.renet.de oder bei www.motoso.de suchen würde.

Sven fragt:

Hallo, bei meinem Golf 3, Baujahr 1997, 66 PS klickert es im Motor. Es klickt wie die Hydrostößel. Für ein paar Tage ist es da, dann auf einmal ist Ruhe, ehe es wieder losgeht. Was könnte das sein? Der Golf hat 207.000 Kilometer gefahren. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht sind es ja die Hydrostößel? In Frage kommt auch die Nockenwelle, ein defekter Klopfsensor, der den Motor klingeln lässt oder ein beginnender Lagerschaden. Ich tippe auf den Klopfsensor.....

Michael fragt:

Mein Kondensator an der PKW-Klimaanlage hat ein Loch. Keine Werkstatt will reparieren ( och löten), sondern alles austauschen. Kennen Sie eine Werkstatt in Stuttgart und Umgebung, die so etwas macht, bzw. geht das nur durch Kompletttausch? Vielen Dank in Voraus für Ihre Hilfsbereitschaft. Mit freundlichen Grüßen Michael M

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie mal, einen Kühlerbauer zur Problemlösung zu überreden. Dem Mann mit dem Brenner ist es nämlich völlig egal, welches Medium durch die Wärmetauscher fließt: Löten kann man alle (immerhin sind Wärmetauscher auch heute noch aus Metall!). Allerdings setzt das Löten von filigranem Alu schon einiges an Können voraus. Aber dazu haben wir ja das deutsche Handwerk mit seinen Meistern, oder?

Rainer Bauer fragt:

Ich fahre einen BMW320d, Bj.2001, Geamtlaufleistung 139.000 Kilometer. Vor 14 Tagen hatte ich einen Kurbelwellenschaden. Der Motor wurde bei 109.000 gewechselt (Motorschaden wegen Chiptuning meines Vorbesitzers) und nun noch der Kurbelwellenschaden. Ich habe bei vier BMW -Werkstätten nachgefragt....ein solches Problem hatten sie letzten zehn Jahre nicht. Sollte ich einen Kulanzantrag an BMW-München stellen? Rechungssumme 3455.-? Danke für eine Antwort!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unbedingt! Dem Kulanzantrag würde ich aber zunächst mal einen Garantie- bzw, Gewährleistungsantrag voraus schicken. Ich vermute, dass die seit dem ersten Motorschaden gefahrenen km alle innerhalb der ersten zwei Jahre nach dem Einbau des neuen Motors zusammen gekommen sind. Das heißt nämlich, Sie haben noch Garantie auf Ihren Treibsatz. Ist das Scheckheft lückenlos ausgefüllt? Dann haben Sie sehr gute Chancen auf einen neuen Motor!

Nicole Ludwig fragt:

Hallo, ich habe einen Fiat UNO, Baujahr 91, Schaltgetriebe und läuft mit Benzin.
Nun folgendes Problem: Beim Fahren überhitzt sich der Motor und geht dann aus. Es dauert mehrere Minuten, bis er wieder anspringt. Das Wetter ist dabei egal. Lüfter springt sehr schnell an. Besonders schlimm ist es bei Fahrten mit geringer Geschwindigkeit. Zündkerzen und Verteilerkappe habe ich gerade erst neu gemacht. Liegt es eventuell daran, dass das Auto zu alt ist? Ich bin ratlos und weiß nicht mehr weiter. Der Fiat setzt einfach ständig aus. Manchmal hat er auch gute Laune, dann gibts einen Tag, wo er mal nicht aussetzt. Ich hoffe, Sie wissen Rat!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nicole, ist den noch genügend Kühlwasser im System? Wenn nicht, nachfüllen! Wenn er dann immer noch zu schnell heiß wird, könnte das Thermostat die Ursache sein: Das öffnet manchmal nicht und verwehrt dann dem «kühlen» Wasser aus dem Kühler den Weg zum heißen Motor. Ganz zum Schluss könnte natürlich auch der Kühler verkalkt sein. Da hilft als Hausfrauentrick ein Reinigungsstab aus dem Geschirrspüler, den man ins Kühlwasser wirft. Nach 2-3 Tagen ist der Kalk gelöst und man lässt die Brühe ab. Anschließend neues Kühlmittel mit Frostschutz auffüllen. Wenn der Wagen dann immer noch überhitzt, ist wahrscheinlich die Zylinderkopfdichtung «durch» und muss erneuert werden (teuer!).

Marcel Feuerstein fragt:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Polo 86c 2f Steilheck (1,01l,45PS), mit 60/60 Fahrwerk und 175/50 Bereifung auf 7*13« Sportstahlfelgen. Das Problem ist, dass das Lenkrad beim Runterbremsen zwischen 60 und 80 km/h anfängt zu schlackern, drüber und drunter fährt er ganz normal. Wenn ich ihn ohne bremsen auf 60km/h rollen lasse, ist auch nichts. Bremsscheiben sind neu. Räder auch schon mehrfach ausgewuchtet, Radlager neu und Querlenker ebenso. Kann es sein, dass vielleicht die Spur verstellt ist? Vielen Dank für die Hilfe. MfG, Marcel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marcel, wie sehen denn die Spurstangenköpfe und die Traggelenke der Vorderachse aus? Dein Fahrwerks-Lay-Out belastet die serienmäßig eingebauten Komponenten deutlich mehr als der »Normalbetrieb«. Prüfen und ggf. austauschen!

Bernd Lofing fragt:

Ich fahre einen VW T3 Transporter, Bj.1989, 180.000 km, 78PS Benziner.
Seit kurzem tritt folgende Störung auf: Wenn ich nach längerer Fahrt (1-2 h) auf der Autobahn an der Ausfahrt vom Gas gehe, fängt bei 2000 UPM die Öldrucklampe an zu blinken und ein Warnsummer ertönt. Wenn ich normal weiterfahre, geht die Störung wieder weg. Im normalen Stadtverkehr tritt dies (noch?) nicht auf. Ist das kritisch, ist der Öldruck wirklich weg (Öl zu dünn, Zahnradölpumpe verschlissen, Öldruckschalter defekt), und warum dann erst bei genau 2000 UPM? Ich freue mich auf eine Antwort, Gruß B. Lofing


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der T3 hat wie fast alle VW-Fahrzeuge dieser Generation eine dynamische Öldruckkontrolle mit 2 Öldruckschaltern. Der eine ist für den Öldruck im Leerlauf und im unteren Lastbereich verantwortlich. Liegt die Motordrehzahl unter 2000 U/min und sinkt der Öldruck unter 0,3 bar, blinkt die Öldrucklampe. Steigt der Öldruck über 2000 u/min. muss der Öldruck mindestens 1,8 bar betragen, sonst blinkt die Lampe und ein Summer ertönt. Dein Problem kann folgende Ursachen haben: 1. Ölstand zu niedrig. 2. Störung in der Elektrik von Schalter und Warnleuchte. 3. Ölpumpe hat nicht genug Druck. 4. Lagerschaden. Ich würde zunächst mal die beiden Öldruckschalter wechseln, dann sieht man weiter....

Frage von Horst:

Hallo Autopapst. Bei meinem MB Vito Marco Polo kühlt die Klimaanlage nicht mehr. Kann es am gesättigten Pollenfilter bzw. Innenfilter liegen , wenn ja, wo sitzt dieser!!! Im Voraus besten Dank, Gruß Horst

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Pollenfilter so zugesetzt ist, daß er für Ihr Problem ursächlich sein könnte, würde überhaupt kein Lüftchen durch die Lüftung ins Wageninnere dringen. Mangelnde Kühlleistung liegt fast immer an zu wenig Kältemittel im System. Fahren Sie mal zu einem Kältetechniker und lassen Sie nachfüllen....

Frage von Ioannis:

Vor ca. 2 Monaten, ist ein Wasserschlauch geplatzt und dadurch wurde die Kopfzylinderdichtung beschädigt. Diese ist sofort repariert worden (gleichzeitig der Thermostat auch gewechselt). Ich beobachte aber immer Wasserverlust und der Ausgleichstank wird voll. Die Temperatur steigt immer wieder auf. Wissen Sie, was los ist? Es handelt sich um einen Galloper Exceed Geländewagen, Baujahr 1999, Diesel, Schaltgetriebe. Vielen Dank, Mit freundlichen Grüßen, Ioannis Baxes

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich vermute eine schlecht ausgeführte Reparatur! Offenbar ist beim Wechsel der Zylinderkopfdichtung nicht alles glatt verlaufen und die Verbrennungsgase drücken immer noch in den Kühlwassermantel. Fahren Sie am besten zu einer anderen Werkstatt und fragen dort nach einer Diagnose. Wenn Sie die haben (am besten schriftlich mit Kostenvoranschlag!), würde ich die vor 2 Monaten beauftragte Firma um Nachbesserung bitten. Immerhin muss sie die Qualität der seinerzeit ausgeführten Arbeit gewährleisten.....

Frage von Olaf:

Bei meinem Opel Meriva, Bj. 2003, bringt die Klimaanlage (normale Ausführung, keine Automatik) nicht die erwartete Leistung. Erst auf Lüfterstufe 4 kommt das an, was gewollt ist. Irgendeine Idee ...?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Haben Sie ein Problem mit der Temperatur oder mit der Ausströmgeschwindigkeit der gekühlten Luft? Wenn die Luft zu warm ist, könnte sich ein Teil des Kühlmittels in der Klimaanlage verflüchtigt haben und muß ersetzt werden. Wenn der Luftdurchsatz zu wünschen übrig läßt, liegt es vielleicht am Pollenfilter, der seine «Sättigungsgrenze» bereits hinter sich hat. Auch hier ist ein einfacher Wechsel das Mittel der Wahl....

Frage von Ellen Gyamfi:

Hallo Herr Kessler, lt. ADAC ist bei meinem Polo, Baujahr 1996,Schüssel Nr.010226 0600 960009 1,der Zahnriehmen defekt. Was wird so eine Reparatur ca. kosten? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hängt sehr von den Folgeschäden des Zahnriemenschadens ab: Wenn wirklich nur der Riemen defekt ist, sind Sie mit etwa 400 Euro dabei. Im Extremfall könnte der Motor völlig zerstört sein, da müssten dann für ein gebrauchtes Triebwerk (incl. Einau) etwa 1200 Euro bezahlt werden.

Frage von Horst Adam:

Mein Kia Carens EX 2,0 CRDI, Automatic, Diesel, verbraucht zuviel Kraftstoff. Mittel: 9,0l. Werksangabe: 7,6l. Kennfeld des Motorsteuergerätes wurde
bereits umprogrammiert. Keine Verbesserung. Was kann man noch machen?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde vor allem meinen eigenen Fahrstil und meine Fahrgewohnheiten überdenken! Unbedingt den Kofferraum entrümpeln, 100 kg Gepäck ergeben beim Diesel 0,4 Liter /100 km Mehrverbrauch. Bei Automatik-Fahrzeugen kommt ein weitere halber Liter durch den Wandlerverlust dazu und Stadtverkehr frisst ohnehin Kraftstoff. Versuchen Sie doch mal einen der vielen Sprit-Spar-Kurse (http://www.spritspartraining.de/) zu bekommen. Da staunt man immer sehr über seine schlechten Angewohnheiten....

Frage von Heinz Kirchner:

Hallo, ich besitze einen 3 l Chrysler Voyager, Bj.1990, Automatik. Bei diesem Fahrzeug leuchtet ständig eine Warnleuchte im Armaturenbrett mit der Schrift «MAINT REQD ». Trotz meiner relativ guten Englisch-Kenntnisse kann ich mir darauf keinen Reim machen, auf maint ja,aber auf reqd nicht. Mit freundlichen Grüßen, Kirchner.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das etwas kryptische Kürzel bedeutet in Klarschrift «Maintenace requested», was übersetzt soviel wie «Wartung erforderlich» bedeutet. Sie müssen mit Ihrem Voyager also wohl mal in die Werkstatt, damit der Grund für den Hinweis gesucht werden kann (in Frage kommt ein simpler Ölwechsel, neue Bremsbeläge oder auch ein Sensorproblem).

Frage von Thomas Knippertz:

Hallo, ich brauche eine Hinterachse für meinen Skoda Oktavia Kombi 1.9 TDI, Bj. 1999. Muss ich eine Skoda-Achse einbauen oder gibt es eine vergleichbare Achse aus dem VW Regal. Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Obwohl der Oktavia I auf der Golf IV - Plattform aufbaut, sind die Fahrwerkskomponenten nicht identisch. Viele kleine Unterschiede lassen einen einfachen Austausch zwischen WOB und Mlada Boleslav / CZ nicht zu. Zeitwertgerecht wird die Reparatur, wenn Sie etwas Gebrauchtes bei den Profis von www.motoso.de finden.....

Frage von Peter:

Hallo. Ich fahre einen Golf IV 1.4 16V, Bj. 99. Laufleistung 101' km. Seit einiger Zeit beobachte ich ein seltsames Geräusch. Es ist ein metallenes Klackern und Schnarren (schwer zu beschreiben, aber ziemlich ekelhaft), das besonders im niedrigen Drehzahlbereich (beim Anfahren oder Hochschalten) zu hören ist. Zuerst dachte ich, der Auspuff könnte evtl. ein kleines Loch haben. Allerdings kommt das Geräusch nur vor, wenn sich das Auto bewegt, beim Gasgeben im Leerlauf hört man nichts. Daher denke ich auch nicht, dass das Geräusch aus dem Motor kommt. Ich tippe eher auf Kupplung oder schlimmer noch Getriebe. Wäre cool, wenn Sie mir da weiterhelfen könnten, da ich nicht weiß ob das was schlimmeres ist, wollte eigentlich bald mit dem Teil in Urlaub...Gruß, Peter


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem defekten Klopfsensor an! Versuchen Sie mal beim Tanken die Sorte «Super plus». Wenn das Geräusch danach nicht mehr zu hören ist, klingelt der Motor durch den klopffesten Kraftstoff nicht mehr; das ist ein Hinweis auf eine nicht funktionierende Klopfregelung.

Frage von Alfred Herman:

Guten Tag ! Ich fahre ein Opel Omega Combi 2,0 16V-Benziner, Schaltgetriebe. Baujahr 1999 Meine Frage ist: Ab und zu geht der Motor beim Fahren aus, dann starte ich neu und er springt wieder an !! Ich war in einer Vertragswerkstatt, sie wechselten bei mir den Öldruckschalter und nun meine Frage: Kann es tatsächlich am Öldruckschalter gelegen haben? Mit freundlichem Gruß, A. Herman

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann ich mir nicht vorstellen! Der Öldruckschalter kann defekt sein und kontrolliert dann den Öldruck nicht mehr richtig. Dabei leuchtet dann die Lampe im Tacho dauernd oder gar nicht. Oder der Schalter ist undicht und sorgt dadurch für Ölverlust. In beiden Fällen bleibt der Motor aber an, wenn nicht durch zu wenig Öl ein Motorschaden ein tritt. Ich vermute, man konnte nichts finden und wollte Sie nicht ohne Rechnung ziehen lassen.

Frage von Thomas Spitaler:

Ich besitze einen Toyota LandcruiserLJ 70 2,4 TD. Wird der Motor durch eine Steigung belastet, geht die Temperaturanzeige relativ schnell nach oben, verlangsame ich die Fahrt, geht die Temperatur schnell wieder nach unten; fahre ich mit ca. 2.000 U/min geht die Temperatur noch tiefer. Was könnte der Fehler sein? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da gibt es eine Menge Möglichkeiten; das reicht von einem hängenden Thermostat über einen defekten Thermoschalter im Kühler bis zu einem Verkalkten Kühler. Leider sind auch Kombinationen möglich, was die Suche nicht einfacher macht. Am schlimmsten (für den Geldbeutel!) ist die Möglichkeit einer defekten Zylinderkopfdichtung.

Frage von Stephan Werner:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Renault Laguna 1,8 Benziner und habe folgendes Problem: Ab und zu nimmt der Wagen das Gas nicht richtig an und zieht nicht richtig. Habe die Kerzen und die Zündkabel schon getauscht, aber es hat nichts genutzt. Was könnte der Fehler sein? Ich danke schon mal

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

as hört sich mal wieder nach meinem Lieblingsbauteil „Drosselklappenpotentiometer“ an. Auswechseln und neu kalibrieren lassen....

Frage von Sascha Lewis:

Hallo! Wo bekomme ich noch originale Roverteile? Mit freundlichen Grüßen Sascha Lewis

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Sascha, auch wenn die Antwort dumm klingt: Beim Rover-Händler! Die Marke Rover ist zwar erloschen, es gibt aber immer noch Händler, die sogar noch Neuwagen zu verkaufen, die Ersatzteile haben. Natürlich sind die keine Vertragshändler mehr (mit wem sollten die auch einen Vertrag haben...), aber sie können (genau wie jede andere Werkstatt auch) über Caterpillar, die noch zu Rover-Zeiten die gesamte Ersatzteil-Logistik übernommen haben, original Rover-Ersatzteile bestellen. Natürlich beginnen bestimmte Positionen irgend wann einmal knapp zu werden; im Augenblick ist aber noch fast alles zu bekommen.

Frage von Alexander K:

Hallo Autopapst ich habe ein Problem mit der Bremse. Ich fahre einen Golf 2 TD, Bj.90. 29.5000 Km-Laufleistung. Laufend fällt mein Bremsdruck, so dass ich das Bremspedal bis zum Bodenplech durchtreten muss und wenn ich das Bremspedal loslasse kommt so ein Quetschen vom linken Hinterrad. Kann es sein, dass die Bremsbacken runter sind, weil die schon 4 Jahre alt sind

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht sind in der linken hinteren Bremse die Belagbacken aus der Führung in der Bremstrommel gerutscht (dann müsste beim Bremsen aber der bzw. die Bremskolben aus dem Radbremszylinder gedrückt werden, mit entsprechendem Verlust an Bremsflüssig. Wenn die Kontrolle des Vorratsbehälters positiv für die Bremsflüssigkeit aus fällt, ist «nur» der Hauptbremszylinder defekt, die Reparatur ist allerdings annährend genau so teuer (400 Euro) wie die an den Bremsen der Hinterachse....

Frage von Michael Lenzner:

Hallo Andreas, ich habe einen VW Passat 35i TDI mit 110 PS, Bj 96.Ich habe ein Riesenoproblem damit. Der Wagen zieht von Zeit zu Zeit nicht oder hat bei voller Fahrt einen plötzlichen massiven Leistungsverlust, so dass ich dann nur noch um die 70 km/h zustande bringe. Ich war mittlerweile in 6 verschiedenen Werkstätten, von VW über ATU bis hin zum Bosch-Service, aber keiner kann den Fehler bisher lokalisieren. Im Fehlerspeicher stand einmal der Luftmassenmesser, wurde aber gewechselt, ohne Erfolg und dann kam noch als Fehlermeldung Saugrohrdruck Regeldifferenz, sporadisch auftretender Fehler. Die Unterdruckschläuche wurden auf Dichtheit geprüft, der Pedalwertgeber wurde geprüft, der Magnetschalter vom Ladedruckregler ebenfalls, genauso wie die Gängigkeit des Gestänges am Turbo. Alles ohne Erfolg. Ich bin am durchdrehen und meine Werkstatt ratlos. Hoffentlich können Sie mir helfen. Im Voraus vielen Dank,
Gruß Michael


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Heute wird bei diesem Fehlerbild fast immer erst einmal der Luftmengenmesser gewechselt, meistens ist die Macke des fahrbaren Untersatzes dann auch behoben. Wenn das nicht klappt, kann aus irgend einem Grund der LMM kurz nach seinem Einbau wieder defekt sein. Beim Ersatzteilpreis von 75 Euro lohnt ja fast ein weiterer Versuch. Wenn sich nichts ändert, können eigentlich nur durch die Strahlungshitze des Motors verursachte Probleme Ursache sein. Detailiert zu beschreiben würde den Rahmen dieser Publikationsform spitzen ich das leider nicht hin

Frage von Steffen:

Hallo, in meinem ML320 geht die Klimaanlage nicht mehr. Abends abgestellt, morgens ging sie nicht mehr, gleichzeitig geht auch die mittlere Lüftung nicht mehr, die linke und rechte geht jedoch nicht kalt, einen Fehler kann man nicht auslesen, sagte eine freie Werkstatt, da US-Version( selbst gesehen ) kann DC dies auslösen bzw. wo ist das Problem?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn «über Nacht» bestimmte Lüftungs-Komponenten nicht mehr funktionieren, habe ich immer als erstes eine geschmolzene Sicherung im Verdacht. Was hat sonst die Kühlkreislauf mit dem Gebläseluftstrom zu tun? Wenn die Sicherung «durch» ist, kann z. B. die Magnetkupplung des Kompressors nicht mehr anziehen und deshalb arbeitet der Kompressor dann nicht. Kleine Ursache, große Wirkung (hoffen wir, dass es so einfach ist...)

Frage von Marianne Mayer:

Hallo, also mein VWPassat, Bj 93 hat einen Defekt in der Bremse (linke Seite hinten).
Die Bremswirkung ist laut Tüv nur 100 zu 180 (rechts). Kann es am Radzylinder liegen? Er wurde schon mal ausgetauscht und ist gangbar, die Bremsbeläge sind in Ordnung, Bremse ist entlüftet. Damals wurde nur 1 Zylinder ausgetauscht, kann es daran liegen?? Die Handbremse wurde auch nachgestellt, ist in Ordnung. Kann es der Bremskraftregler sein? Pedalwirkung beim Bremsen ist in Ordnung. Die vorderen Bremsen und die rechte Seite sind in Ordnung. Vielleicht haben Sie noch einen Tipp? vielen Dank, M. Mayer


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In der Praxis sollte bei Reparaturen an der Bremsanlage immer „symetrisch“ gearbeitet werden, also immer links und rechts die gleichen Teile verbaut werden. Schon kleinste Unterschiede im Reibwert der Beläge oder im Durchmesser der Zylinder können zu Unterschieden wie bei Ihnen führen. Also: Rüsten Sie nach! Sparsamkeit an der Bremsanlage ist Sparsamkeit am falschen Platz!

Frage von Sascha:


Hallo, Ich habe ein großes Problehm - und zwar bin ich mit meinem Golf 4 1,9 92KW, im 3. Gang hinter einem LKW gefahren, wollte ihn überholen und habe aus Versehen in den 2. Gang geschaltet und Gas gegeben. Der Wagen hat einen mächtigen Ruck bekommen, und jetzt meine Frage: Kann das Getriebe dadurch beschädigt worden sein? Das Auto verhält sich normal, es tritt auch kein Öl aus. Ich währe sehr froh, wenn ich von Ihnen eine Antwort bekäme.(Golf 4 1,9 92KW)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sascha, cool down!! Wenn das Auto sich normal verhält, dürfte es den kleinen Schaltfehler problemlos verdaut haben. Im schlimmsten Fall könnte ein Motorlager gerissen oder aus seiner Verankerung gerutscht sein. Das Getriebe und der Antrieb würden laut auf sich aufmerksam machen, wenn etwas defekt wäre….

Frage von Karl Tiedau:

Mein VW Golf IV - 3 Jahre alt - verbraucht auf 3.000 km 1 Liter Öl. Ist das normal?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein, das ist nicht normal, auch wenn VW auf Nachfrage das Gegenteil behauptet. Wer heute behauptet, ein Ölverbrauch dieser Höhe wäre normal, ist technisch Anfang der 60er stehen geblieben. Die Ursache liegt an sich ungünstig ergänzenden Toleranzen im Motor und zu dünnem Lö. Lassen Sie Ihren Golf bei VW «umölen» (das heißt, auf ein dickeres und vor allem billigeres! Motoröl) umstellen. Die Laufleistung zwischen zwei Ölwechseln wird dabei verkürzt, das Öl wird billiger und der Verbrauch sinkt. Fragen Sie Ihren freundlichen Kundendienstmann, der wird mit dem Stichwort ganz gut klar kommen.......

Frage von Heimlicher:

ich fahre einen Opel-Frontera 3.2 l V6 Automatic, Jahrgang 2001 und hat 125.000 km. Ich habe alle Service in einer Opel-Garage gemacht. Jetzt habe ich ein Problem beim Anfahren. Wenn ich in der Position D bin und anfahre gibt es ein einmaliges Rucken, wie wenn der Automat nicht richtig eingeklinkt hat. Anschließend läuft das Getriebe und der Automat einwandfrei. Dies passiert nur beim Anfahren. Was könnte es sein? Danke für Ihre Infos. Heimlicher

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnten eine oder beide Hardyscheiben der Kardanwelle sein. Hardyscheiben sind große Gummi-Metall-Kupplungen, die zwischen Getriebe und Kardanwelle bzw. zwischen Kardanwelle und Hinterachse angeflanscht sind. Sie sollen harte Schläge aus dem Antrieb abfedern und sind dabei enormen Torsionskräften ausgesetzt. Irgendwann reißen die Hardyscheiben und bekommen Radialspiel. Das ist durch einfaches Anschauen leicht erkennbar; die Ersatzteilkosten sind etwa genau so hoch wie die Einbaukosten. Wieviel das genau wird, kann ich leider nicht sagen, da mir die Schweizer Preise nicht geläufig sind.

Frage von Gisela Deigmann:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Seicento, Baujahr 1999, 113.000 km. Bei 87.000 km wurden vorne und hinten die Bremsen erneuert, seit ein paar Tagen macht er Quietschgeräusche beim Bremsen und manchmal auch während der Fahrt ohne dass ich bremse, die Geräusche kommen eindeutig von hinten links, können sie deuten was das sein könnte? Hoffentlich nichts Schlimmes, das Auto hat mich schon so viel Geld gekostet, er hat ständig irgendetwas. Vielen Dank für Ihre Antwort in Voraus Gruß Gisela Deigmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gisela, das ist sicher nur ein Schönheitsfehler und hängt mit dem Bremsabrieb zusammen, der in die beweglichen Teile der Bremse geraten ist. Eine Reinigung und die Behandlung der beweglichen Teile mit Kupferpaste oder Brake-Lube sollte das Quietschen beseitigen. Wenn Sie gar nichts machen, könnte das Quietschen (z. B. nach dem nächsten Regenguss) auch von allein verschwinden…..

Frage von Bernhard Melzer:

Hallo Herr Kessler, seit drei Monaten haben wir einen Renault Kangoo, 1,4l Benziner, Bj. '99. Von Anfang an gibt es ein quietschendes Geräusch, wenn man die Kupplung «sportlicher» Kommen lässt. Zuerst dachte ich, es würde sich legen, wenn der Wagen mehr benutzt wird, aber es ist ein Dauerzustand. Abgesehen vom Geräusch scheint es keine Auswirkungen zu geben. Muss das Auto in die Werkstatt? Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen B. Melzer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Aber, aber, Herr Melzer! Wer wird den Ampelrennen fahren…… Dabei kann es schon mal zum Durchdrehen der Vorderräder kommen, aber das hebt ja die Temperatur des Gummis und sorgt damit für guten Grip! Im Ernst: Wenn das kein proletarisches Reifenquietschen ist, bleibt nur noch das Ausrücklager der Kupplung als Quietschquelle, das dann irgendwann mal ausgewechselt werden muss. Dazu muss allerdings das Getriebe ausgebaut werden, was die Kosten in die Höhe treibt. In diesem Zusammenhang rate ich immer gleich zum Austausch der ganzen Kupplung, weil die Preise des Ersatzteils in keinem Verhältnis zu den Arbeitskosten stehen. Andererseits können Sie mit dem Tausch des Lagers ruhig warten, bis „nichts mehr geht“. Die Reparatur ist immer die selbe!

Frage von Holger Bachmann:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Ford Ka, Baujahr 01, läuft, wenn die Klimaanlage an ist, Wasser aus der Lüftungsanlage in den Fußraum. Ist das Wasser vom Verdampfungsprozess? Und sollte das nicht auf die Straße tropfen? Gruß Holger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Genau richtig, Holger, das Kondensat müsste eigentlich auf die Straße tropfen. Wenn es das nicht macht, ist der Ablauf verstopft und sollte mal frei geräumt werden. Ständige Feuchtigkeit im Innenraum lässt muffige Gerüche entstehen und fördert die Korrosion. Aber das wissen Sie ja sicher selbst.

Frage von Marcel Kruse:

Hallo, ich fahre einen Ford Escort Kombi 1,6, 90 PS, Bj:98 und hatte bisher keine größeren Probleme mit ihm. Seit gestern jedoch ist meine Leerlaufdrehzahl rapide angestiegen. Sie liegt jetzt bei ca. 3000 Upm und wenn ich Gas gebe, dann steigt sie nochmal und sinkt dann erstmal auch nicht mehr. An einer roten Ampel macht man sich so keine Freunde und bei den Benzinpreisen ist das auch nicht so spaßig. Hab irgendwo gelesen das es am Leerlaufventil liegen könnte und eine Säuberung da schon helfen könnte. Doch wo befindet sich dieses Ventil? Oder könnte es sich auch um einen anderen Fehler handeln? Vielen Dank schon mal für die Hilfe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine typische Ford-Macke: Das Leerlaufregelventil. Durch die Abgasrückführung gelangt immer etwas Öldunst und Rußpartikel in das Ventil, das irgendwann mal verklebt und nicht mehr «regelt». In der Mehrzahl der Fälle reicht eine Reinigung nicht, immerhin kann man aber mit einer Reinigung (z. B. m. Bremsenreiniger!) probieren, ob man an der richtigen Stelle schraubt.....

Frage von Herr H. Feuerstein:

Ich besitze seit zwei Wochen einen Oldtimer MG Midget MK III, Baujahr 1974. 1986 wurde ein Austauschmotor eingebaut und befindet sich noch jetzt in dem Fahrzeug. Aus den englischen Motorunterlagen geht nicht hervor, ob er bleifreies Benzin verträgt. Wie kann ich das herausbekommen. Zur Zeit tanke ich Super Bleifrei und er läuft anstandslos. Geht das auf die Dauer gut?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es kann sein, das der Austausch-Motor schon «Panzerringe» in den Ventilsitzen hat, ich glaube allerdings nicht daran! Sie können den Midget ruhig auch mal ohne Bleiersatz fahren, das bringt den Motor nicht um. Allerdings würde ich dann das Ventilspiel alle 5000 km kontrollieren. Durch die fehlende Schmierung bei der Verwendung von Kraftstoffen ohne Bleitetraethyl schlagen die Ventilsitze schneller ein und das Ventilspiel wird kleiner. Dadurch können schließlich die Auslassventile verbrennen und eine teure Reparatur wird fällig. Unter dem Strich würde ich an Ihrer Stelle mit Bleiersatz fahren, mein letzter Grauguß-V6 lief damit wesentlich ruhiger als ohne....

Frage von Andrea Hettkamp:

Hallo Andreas, habe mir einen Nissan Micra, Bj 1998, gekauft.1. Beim Bewegen des Schaltknaufes klappert es immer, es hört sich bald so an, als ob irgendwo etwas aneinander knallt. Was kann das sein? 2.Gibt es eine Möglichkeit, beim Heckwischer einen Intervallmotor einzubauen? 3. an für sich ein tolles Auto und so super sparsam...Danke für deine Mühe! LG Andrea

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Andrea, die Klappereien des Schalthebels kann man sicher durch Ersatz der Kunststoffhülsen der Schaltung zur Ruhe bringen. Das ist materialmäßig kein großes Ding, aber der Einbau und die Justierung kann etwas fummelig sein. Für den Heckwischer gab es früher von Hella ein Intervall-Modul zum Nachrüsten, das auf Bestellung sicher immer noch zu haben ist. Ich habe das selbst mal bei einem Nissan Patrol eingebaut (beim ersten Versuch spritzte die Heckscheibenwaschanlage in Intervallen, bis ich dann alles richtig verdrahtet hatte.....), für einen Autoelektriker kein Problem.

Frage von Olaf Striegler:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Passat Variant, Bj.94, 1,8l und 90 PS. Nun meine Frage: Wenn ich nach zehnminütiger Fahrt mein Auto wieder starten will, springt es nicht mehr an. Erst nach rund fünf Minuten und Abschalten aller Stromverbraucher, wie Radio und Lüftung, springt es wieder an. Die Batterie ist in Ordnung und der Anlasser zieht voll durch, nur der Motor startet eben nicht. Das Startrelais habe ich am 20.06.06 schon gewechselt und bis zum 06.07.06 lief auch alles wunderbar. Jetzt geht es wieder los. Selbst den Zündverteiler habe ich schon wechseln lassen. Können Sie mir sagen, was mein Passat für ein Problem hat? Vielen Dank im voraus, Olaf Striegler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Olaf, das liegt sicher an einem defekten Thermofühler, der dem halbwarmen Motor im Moment des Anlassens ein zu fettes Gemisch zuführen lässt. Der Austausch des Fühlers (oder der Fühler, bei manchen Modellen gibt es zwei!) sollte das Problem lösen. Ich hatte mal etwas ähnliches, da musste ich den Wagen immer anschieben. Mit dem Anlasser war nichts zu machen, erst am nächsten Morgen wieder....

Frage von Gudrun:

Hallo Herr Kessler. Bei meinen VW Polo geht mein Abblendlicht erst an, wenn ich gegen den Scheinwerfer haue. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bauen Sie mal neue Lampen ein und verwenden Sie für den Stecker dabei etwas Kontaktspray! Das ist nur ein Wackelkontakt...

Frage von Bernd Muschalle:

Hallo Herr Kessler, ich besitze einen Mercedes C 200 cdi, Baujahr 11.2001. Letztes Jahr war ich zweimal in Italien in einer Mercedeswerkstatt, da die Klimaanlage nicht kühlte. Die Anlage wurde jeweils neu befüllt, einen Fehler hat man nicht gefunden. Beim dritten Besuch in München wurde der Fehler angeblich gefunden. Wie mir erklärt wurde, war der Dichtungsring beim Auffüllanschluss undicht. Nun nach einem Jahr funktioniert die Anlage schon wieder nicht und bläst nur warme Luft. Die Anlage funktioniert so, dass bei einer Regulierung der Temperatur nach unten, dass Gebläse der Anlage zu hören ist, d.h. sie versucht sich den Gegebenheiten anzupassen. Wo kann die Ursache liegen. Im voraus vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Am Auffüllanschluss ist zwar ein Dichtring, der aber lediglich den Stutzen im Moment des Auffüllens abdichtet. Das Kältemittel wird durch ein Ventil im Anschluss am Wiederaustritt gehindert. Wenden Sie sich mit Ihrem Problem am besten an eine Kältetechnik-Firma, die hat einfach mehr Ahnung von Klimaanlagen als eine Autowerkstatt. Außerdem rufen die Jungs mit der Kälte-Expertise nicht die Stundensätze der Marke mit dem Stern auf; da lohnt dann auch eine etwas längere Anfahrt...

Frage von G. Riedel:

Hallo, mein VW Bora TDI mit 116 PS Pumpe-Düse-Motor, Bj. 99, ca. 63.000km, braucht seit rund zwei Wochen Kühlwasser. Der Kühlwasserbehälter ist ständig unter Druck, auch wenn das Fahrzeug zwei Tage nicht benutzt wurde. Mir wurde gesagt, das dies von einer defekten Zylinderkopfdichtung kommen könnte und dies symptomatisch für diesen Motorentyp sei. Was ist Ihre Meinung dazu und mit welchen Frostschutzmitteln (Baumarkt o. Supermarktprodukte) darf ich das Kühlwasser bei diesem Motor wieder ergänzen? Danke im Voraus für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Riedel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Her Riedel, das hört sich in der Tat nach einem Schaden der Kopfdichtung bzw. einem Riss im Zylinderkopf an. Da der Wechsel der Kopfdichtung sicher nicht mehr lange auf sich warten lässt, würde ich einfach nur Wasser nachfüllen. Das Kühlmittel wird im Zuge der Reparatur ohnehin komplett erneuert.

Frage von Torsten:

Guten Tag, ich habe folgendes Problem mit meinem Ford Fiesta, 1,8D, Bj 95, mit ABS: Bei Lastwechsel und Kurvenfahrt rückwärts kommen laute Klack-Geräusche (meistens nur einmal) von vorne, ich denke von rechts. Manchmal auch bei einer Bodenwelle. Außerdem sind bei Fahrtbeginn und langsamer Fahrt Schleifgeräusche zu hören, die allerdings noch etwa 15 Kilometern wieder verschwinden. Kann das zusammen hängen? Falls es die Antriebswelle ist, kann ich das irgendwie überprüfen? Nun zum Zweiten: Der Diesel springt schlecht an, besonders wenn es kalt ist. Kerzen sind o.k., Relais auch. Was kann es sonst sein? Vielen Dank für Ihre Mühen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Schleifgeräusch kommt wahrscheinlich von den Bremsen, die verschmutzt oder nach längerer Standzeit leicht angerostet sind. Nach einigen Bremsungen hat sich das wieder «freigebremst» und ist somit verschwunden. Die Klack-Geräusche vermute ich an einem Teil der Vorderachsaufhängung, vorzugsweise an den Gummilagern des vorderen Querstabilisators. Diese Gummi-Lager altern und werden dabei hart und unflexibel. Dadurch verschleißen sie irgendwann sehr viel schneller und bekommen Spiel. Die Bewegungen, die das in Gummi gelagerte Teil schließlich macht, hören Sie als «Klack». Wenn das Auto auf der Bühne ist, sollte ein erfahrener Autospezialist mit einigen Handgriffen erkennen, wo es klappert...

Karin Marsmann und Ralf Hundrieser fragen:

Sehr geehrtes «Autopapst»-Team, wir haben im Januar 2004 einen Golf IV als Neuwagen erworben. Dieser Golf hat einen 1,6 l Benzinmotor mit 77 KW und eine 5 Gang Handschaltung. Von Beginn an war das Einlegen des 1. Ganges fast unmöglich. Der Wagen musste leicht rollen, um vor einer Ampel den 1. Gang überhaupt noch einlegen zu können. Im Laufe der Zeit wurde auch das Einlegen des 2. Gangs problematisch. Wir haben dieses Problem von Beginn an beim größten Düsseldorfer VW-Händler reklamiert. Doch die Meister meinten immer, durch das Einfahren würde das Problem von selbst behoben. Der Golf hat jetzt 54.000 km auf dem «Buckel». Das Problem hatte sich noch verschlimmert, nun waren der 3. und 4. Gang sehr schwergängig. Ich hatte dieses Problem vor 1 Monat der VW-Werkstatt geschildert. Die VW-Werkstatt hat zunächst Getriebeöl nachgefüllt (!!!) und eine «Feinjustierung» durchgeführt. Der 3. und 4. Gang ist nicht mehr schwergängig, aber der 1. Gang ist immer noch nicht problemlos einzulegen. Ich hatte bis Anfang des Jahres einen Opel Astra G und jetzt einen Ford Focus II gefahren, bei beiden Fahrzeugen gibt/gab es überhaupt keine Probleme beim Gangwechsel. Meine Frage ist nun: Darf ein Getriebe überhaupt Öl verlieren? (Meine Vorgängerautos hatte keine Öl-Verlust beim Getriebe!) Wieso hakt der 1. Gang? Ist das Gestänge des Getriebes verbogen? Oder kann die Synchronisation defekt sein? Wir haben eine verlängerte Garantie zu dem Golf gekauft und könnten somit das Problem, als Garantieschaden abwickeln. Eine Antwort von Ihrem Team würde uns sehr freuen.
Mit freundlichen Gruessen Karin Marsmann und Ralf Hundrieser.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich greife zunächst mal die Frage nach der Möglichkeit von Getriebeölverlust auf: Natürlich kann auch aus einem Getriebe Öl austreten (z. B. durch eine defekte Dichtung). Wenn Sie allerdings unter Ihrem Wagen nie Ölspuren gefunden haben und auch während der Inspektion kein Ölverlust aus dem Getriebe fest gestellt worden ist (das ist immerhin ein vorgeschriebener Wartungspunkt...), scheint von Anbeginn an zu wenig Öl in der Schaltbox gewesen zu sein. Wenn nach 54000 km erstmals der korrekte Getriebeölstand erreicht wird, sehe ich für das Getriebe schwarz. Natürlich können die Schaltprobleme auch von einer dejustierten Schaltung stammen (die VW-Seilzugschaltungen haben ihre Tücken!), ich tippe allerdings auf ein tiefer sitzendes Problem im Getriebe. Lassen Sie doch mal außer der Reihe einen Getriebeölwechsel vornehmen (möglichst in einer von VW zertifizierten Werkstatt, die aber keine Vertragswerkstatt ist - das ist wichtig für den Garantieanspruch-) , und lassen Sie das Öl untersuchen. Wenn Späne oder gar abgebrochene Teile darin sind, wird daraus sofort ein Garantiefall. Ich vermute durch Ölmangel verschlissene oder verbogene Schaltgabeln und verbrauchte Synchronringe.

Frage von Walter Wipfler:

Hallo Hr. Kessler, Ich fahre einen Mercedes C 250 TD, Bj. 1998. Ich habe die Klimaanlage bei Mercedes überprüfen lassen, die haben festgestellt, dass sie am Kompressor undicht ist an einem Einpressnippel am Kompressorgehäuse. Meine Frage: Kann man diesen Einpressnippel nicht mit Metallkleber abdichten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde das auf jeden Fall einmal versuchen, vielleicht lieber mit einem geeigneten, dauerelastischem Dichtmittel! Aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen haftet der Klebetechnik immer noch ein «Bastel»-Image an. Wenn man die Kosten eines neuen Kompressors bedenkt, bestehen wohl kaum Bedenken gegen diesen Versuch (mehr als undicht bleiben kann der Kompressor ja nicht...)

Frage von Christian Deltgen:

Hallo Herr Kessler, habe einen Astra G Caravan und jedes mal beim Anfahren und Hochschalten und anschließendem Gasgeben quietscht es kurz zwischen 1-3 Gang (zwischen Kupplung loslassen und Gasgeben) Was kann das sein? Keilriemen ? Sonst keine Geräusche.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist das Ausrücklager der Kupplung! Um das Lager zu wechseln, muss das Getriebe ausgebaut werden. Bei dieser Gelegenheit empfehle ich immer einen Wechsel der Kupplung, die als Ersatzteil deutlich weniger kostet als der Arbeitslohn für die ganze Prozedur. Sie können mit dem Quietschen allerdings vorerst noch weiter fahren; wenn das Lager schließlich ganz blockiert und die Tellerfeder der Kupplung durchschleift, können Sie immer noch tätig werden.

Frage von Udo Enkelmann:

Hallo, mein Auto ist ein TVR 350i, Baujahr 1986 mit einem Rover V8 aus dem Rover Vitesse. Das Problem: der Motor ruckelt bei Halbgas, d.h.: Fuß aufs Gas und beschleunigen ist kein Problem, Motor zieht gut durch, Fuß ganz vom Gas ist auch kein Problem, Motor läuft dann gemütlich im Leerlauf, aber so mit leichtem Gas durch den Ort oder mit 90 auf der Landstrasse hinter jemandem moderat hinterherfahren, das geht gar nicht. Dann ruckelt der Motor wie ein Rodeo-Pferd. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ich jetzt wüsste, lieber Udo, wie der V8 sein Futter zugeteilt bekommt, könnte ich etwas genauer in der Diagnose sein! Ich vermute eine Einspritzanlage, elektronisch gesteuert und bereits leicht verschlissen (jedenfalls teilweise...). Neben den üblichen Problemen mit undichten Flanschen und Schläuchen, durch die der Motor Neben- oder Falschluft zieht, kommt natürlich auch das Drosselklappenpoti in Frage. Pikanterweise macht sich das Problem ja nur im Teillastbereich bemerkbar, in dem es gerade auf eine besonders genaue Kraftstoffdosierung ankommt. Wenn die Einspritzsteuerung nicht weiß, wo die Drosselklappe gerade steht (also vom Poti falsche oder keine Signale kommen), kann ich mir die Ruckelei recht gut erklären. Ich konnte auf die Schnelle keine Details zu der Einspritzung des 350 i finden, am Ende hat dort Lucas als Zulieferer sein Unwesen getieben. Dann gratuliere ich ganz herzlich zur Fehlersuche!!

Frage von Noah Psunkewicz:

Hallo Herr Kessler, bei meinem 2 1/2 Jahre alten Hyundai Matrix 1.6 GLS mit 24.500km gefahrenen Kilometern stinkt und richt es ab und zu seit 2 Wochen an den vorderen Felgen, auch sind die Felgen beim Berühren unangenehm heiß.
Was kann die Ursache sein? Über eine Antwort würde ich mich sehr freuen. Netten Gruß aus München, Noah Psunkewicz


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da werden wohl die Bremssättel fest sein. Noah! Auf Korrosion würde ich da nicht tippen, eher auf einen Defekt im Hauptbremszylinder. Als Kur empfehle ich die Prüfung der Bremssättel auf Leichgängigkeit im Verbund mit dem Austausch der Bremsschläuche der Vorderachse. Erst dann kommt der Hauptbremszylinder `dran. Aber, warum erzähle ich das alles - der Matrix hat ja noch Garantie! Also, auf zum FIFA-Sponsor Hyundai, die werden das Problem schon lösen (denn sie müssen die Suche ja bezahlen....)

Frage von N.N.

Ich fahre einen VW Beetle. Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit der Wegfahrsperre. Das Signal wird ab und zu nicht erkannt. Es funktioniert mal mit dem einen Schlüssel und mal mit dem anderen Schlüssel. Laut VW kann es nicht am Schlüssel liegen. Ich soll mir jetzt ein neues Zündschloss einbauen lassen, aber 100%ig soll das auch nicht sein. Können Sie mir da vielleicht helfen ? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo, das ist leider ein Dauerthema bei den Freunden des Retro-Look-Autos auf Golfplattform...... Theoretisch kommen drei Fehlerquellen in Betracht: Die Schlüssel, die Lesespule am Zündschloss und das Steuergerät im Instrumentenblock. Leider gibt es keine Erfahrungswerte über die Defektwahrscheinlichkeit der Einzelkomponenten. Manchmal sind es eben die Schlüssel, in anderen Fällen die Lesespule und in wieder anderen das Steuergerät. Die Werkstatt wird auf Verdacht austauschen, und wenn Du Glück hast, war der Austausch ein Treffer. Wenn nicht, wird weiter probiert.... Eigentlich unhaltbar, dieser Zustand! Da war der versteckt angebrachte Killschalter an meinem 79er Mercedes die bessere Wegfahrsperre......

Frage von Frank Neurburg:

Ich fahre einen Toyota Supra A8, Schaltwagen. Bei kurzen schnellen Stössen - z. B. durch Kopfsteinpfaster - Kommen von der Hinterachse knarzende, knackende Geräusche. Ein Kfz-Meister und auch meine Wenigkeit prüften die Radaufhängung, Verkleidungen, Anbauteile, machten eine Probefahrt und prüften das Auto auf der Hebebühne mir freihängenden Reifen und auf einer Auffahrbühne leider, konnten wir das Geräusch nicht lokalisieren. Die komplette Tankverkleidung und der Unterfahrschutz wurden auch entfernt - allerdings ist das Geräusch nicht verschwunden. Woher könnte das Geräusch den kommen? Grüße Frank Neuerburg

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ist der Supra schon nicht mehr ganz taufrisch? Dann vermute ich als Quelle der Geräusche die Gummilager der Hinterachse bzw. deren Führung. Der Verschleiß der Gummilager läuft in Abhängigkeit der Zeit, man kann das auch Alterung nennen. Hoffentlich hat Toyota noch entsprechendes im Ersatzteillager; sonst finden Sie vielleicht unter http://www.supra-forum.de/ mehr Details und Teilequellen

Frage von Lakjaa Faid:

Hallo Andreas, ich fahre ein Passat 3bg Variant tdi, 96kw Diesel Automatik Tiptronik und zwar habe vor circa vier Wochen neue Antriebswellen rechts und links und neue Bremsklötze vorne und hinten einbauen lassen. Seitdem hört man - wenn ich leicht bremse an der Ampel - ein Rattern Richtung Fahrerseite. Was könnte es sein? danke dir.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnten verglaste Bremsbeläge sein, die zu früh zu stark belastet worden sind. Abhilfe schaffen neue Bremsklötze oder Abschleifen der verglasten. Unter Umständen reicht der Wechsel der Beläge allein nicht aus, dann müssen auch noch neue Bremsscheiben eingebaut werden.

Frage von Sait Tokmak

Hallo erst mal. Ich fahre einen BMW E36 328i, M52 Motor 180TKM, BJ 95 Automatik limo, bin selber Kfz Service-Techniker. Mein Problem ist, dass mein Auto nur etwa 370 Kilometer mit einer Tankfüllung schafft, (ca.55l ohne Reserve).Nach langer Suce habe ich das Auto in einer freien Werkstätten checken lassen. Der Meister dort sagte, dass alle Abgaswerte, Temperaturfühler und Fehlerspeicher in Ordnung seien, anschließend fuhr ich zur einer BMW-Werkstatt, habe das Problem geschildert und habe zusätzlich erwähnt, dass der Katalysator angefangen hat zu Klappern. Daraufhin sagte man mir, dass das die Ursache für diesen Fehler sei. Aber das glaube ich nicht. Vor zwei Wochen habe ich zufälligerweise ein Zischen im Bremspedalbereich entdeckt - dies kam von dem Bremskraftverstärker. Da habe ich gedacht, dass dies der Fehler sei, dass der Motor Nebenluft ansaugt über den Bremskraftverstärker. Habe einen gebrauchten Bremskraftverstärker besorgt und eingebaut. Das Zischen ist weg aber der Fehler ist immer noch da. Nun weiß ich nicht, was ich tun soll. Das Auto läst sich wunderbar fahren, Leistung ist reichlich da es ist nichts Ungewöhnliches am Motor -weder im Lehrlauf noch im Teillastbereich. Bitte um dringende Rückmeldung Danke!!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sait, ein 2,8 Liter Sechszylinder, mit Automatik kombiniert, kann in der Stadt schon mal 12-13 Liter wegsaugen. Wenn jetzt noch Meßungenaugikeiten und «Schätzungen» dazu kommen, landet man schnell bei den von Dir genannten knapp 15 Litern. Ich würde Dir raten, den Tank mal richtig voll zu machen und dann eine längere Strecke zu fahren. Die Menge der nachgetankten Menge in Litern musst Du dann durch ein Hundertstel der gefahrenen Strecke teilen (Dein Beispiel: 55 l / 3,7=14,86 l/100km). Bevor man große Reparaturen an einem gut laufenden Auto in Auftrag gibt, muss man die Zahlen kennen.... Ich würde nichts an dem BMW verändern, vielleicht mal eine AU außer der Reihe. Da fallen Sachen wie eine defekte Lambdasonde ganz schnell auf.....

Frage von Sabine:

Hallo, ich habe einen Mazda MX 5 Bj. 2000, 81 Kw, mit folgendem Problem: Bei niedriger Geschwindigkeit, 1.oder 2. Gang , habe ich das Gefühl als wenn der Motor untertourig fährt trotz Gas geben (genug Gas). So als wenn er gleich absäuft. Kann es an den Zündkerzen oder am Luftfilter liegen oder gibt es sonst noch eine andere Idee? Vielleicht haben Sie einen Rat für mich. Danke und Grüße Sabine

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabine, ich kenne den Pflegezustand des Autos nicht; im Zweifel kommt hier schon die 3-K-Lösung in Frage (Kerzen, Kabel, Kappe...). Überprüfen würde ich aber jedenfalls auch das Drosselklappenpotentiometer, das im niedrigen (Stadt-) Drehzahlbereich häufig verschlissen ist und keine Daten an die Einspritzung leitet. Und die spritzt dann nicht oder zu wenig ein.....

Frage von Roland Köhler:

Sehr geehrter Herr Kessler, bei meinem Renault Espace Bj. 97 leuchtet nach Einschalten der Zündung die Warnung für ABS und Airbag auf. Nach einiger Zeit erlöschen sie wieder. Während der Fahrt erfolgt keine Fehlermeldung. Was könnte das Problem sein? Besten Dank und viele Grüße R. Köhler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roland, ich sehe gar kein Problem! Das Aufleuchten der Kontroll-Leuchten ist ein Funktionstest der Birnchen, der während des «Selbsttests» der ABS und Airbag-Steuerung deren Funktion anzeigt. Erst wenn die Lämpchen nicht mehr aus gehen bzw. während der Fahrt aufleuchten, zeigt die Steuerung ein Problem an, das dann auch im Fehlerspeicher abgelegt ist. Sie können also entspannt weiter fahren...

Frage von Hermann Weber:

Ich habe einen Audi A4 Baujahr Mai 2002, jetzt sind zwischen Fahrertür und Karosserie einige Kabel gebrochen. Darf das an einen 4 Jahre alten Auto sein? Ist das eine Audi-Krankeit? Was soll ich machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Kabelbrüche nach nur 4 Jahren sind gerade bei Premium-Fahrzeugen wie die des Ingolstädter Herstellers keineswegs «normal». Hier ist offenbar eine falsche Verlegung oder schlecht ausgeführte Reparatur die Ursache. Wenn kein Dritter verantwortlich zu machen ist, würde ich bei Audi einen Kulanzantrag stellen. Der ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Service-Scheckheft minutiös ausgefüllt ist. In allen anderen Fällen ist die Reparatur aber auch kein Hexenwerk und von jedem Autoelektriker zu bewerkstelligen.

Frage von Werner Stein:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Scorpio, BJ 94
altes Modell; Der Klimakompressor hat keine Spannung; manchmal läuft
er aber. Was könnte die Ursache sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da gibt es nicht viele Möglichkeiten: Zuerst ist immer die Sicherung im Focus, dann würde ich den Schalter prüfen, anschließend den Kabelweg zw. Schalter und Kompressor und schließlich die Spule der Magnetkupplung. Wenn das alles nichts ergibt, könnte der Kompressor selbst defekt sein (gefressen / blockiert durch fehlende Schmierung).

Frage von Nicole Meermann:

Hallo und Hilfe, ich fahre einen Golf II, Baujahr 1991. Dort wurde nachträglich eine Klimaanlage eingebaut. Da mein Klimamittel seit einigen Monaten aufgebraucht ist, müsste dieses nachgefüllt werden. Leider handelt es sich dabei um das mittlerweile verbotene Mittel R12. Wie mir Auto Unger mitteilte, wäre nur eine teuere Umrüstung eine Lösung. Nun habe ich aber auch erfahren, dass ersatzweise das nicht verbotene Mittel R413a nachgefüllt werden kann. Können Sie mir diesbezüglich weiterhelfen? Ich bin mit meinem Latein wirklich am Ende und schwitze mich durch den Sommer... Mit sonnigen Grüßen, Nicole Meermann


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nicole, leider ist es so, dass Autoklimaanlagen vor allem wegen der Dichtungen der Kompressorwelle nie ganz dicht sind. Das kann bei einer Neufüllung mit R 413 zu Problemen führen. R 413 ist ein Gemisch aus verschiedenen Kältemitteln (R134a/218/600a) mit kleineren (weil das Chlor-Atom fehlt) und unterschiedlichen Moleküldurchmessern. Außerdem hat jedes Gas eine andere Verdampfungs- bzw. Verflüssigungstemperatur. Das heißt, wenn durch ein kleines Leck Kältemittel verloren geht, verändert sich nicht nur die Gesamtmenge in der Anlage, sondern auch das Gemisch. Dies führt dazu, dass die Anlage entweder nicht mehr richtig kühlt (zu hohe oder zu tiefe Verdampfungstemperatur) oder dass das Mineralöl sich nicht mehr mit dem Kältemittel mischt, was zum gefürchteten Ölschlag im Kompressor führt. Besser ist die Umrüstung auf R 134a, allerdings muss die Anlage vorher wirklich ganz leer (gespült) sein. Außerdem sollten wirklich alle Dichtungen (O-Ringe) ausgetauscht werden. Diese sind bei fast allen Verschraubungen zu finden. Kleiner Tipp am Rande: Wenn Du während der großen Ferien nach Italien fahrt und der Weg durch die Schweiz führt, könnt ihr hier noch problemlos R 12 auffüllen lassen (weil die Schweiz nicht in der EU ist, gibt es das Zeug dort manchmal noch...)

Frage von Andy:

Hallo Herr Kessler,
ich fahre einen BMW 318i BJ. 1991, Benziner Schaltgetriebe. Nun zu meiner Frage: Wenn ich das Auto starte, läuft der Drehzahlmesser unruhig. Ich habe schon Zündkerzen, Luft/Ölfilter Batterie und Lichtmaschine erneuert. der Drehzahlmesser läuft immer noch unregelmäßig, wenn ich dann losfahren will stirbt mir der Motor ab. Lass ich das Auto kurz laufen ohne Gas zu geben, bis der Drehzahlmesser auf 1000 Touren ist, kann ich ganz normal losfahren, ohne Probleme. Wenn ich dann nach der Fahrt den Motor abstelle und gleich wieder anmache, springt er gar nicht an. Bitte, was kann das sein? Danke für Ihre Antwort.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Andy, verwende doch mal Kraftstoffsystem-Reiniger! Und spendiere dem BMW eine neue Verteilerkappe und einen neuen Verteilerfinger. Die Stotterei sollte danach deutlich besser sein......


Frage von Michael Brysch:

Hallo Andreas, ich fahre zur Zeit einen Audi A6 BJ. Ende 2000 Kombi mit Tiptronic. Jetzt steht die 120.000-Kilometer-Inspektion an: Zahnriemen und die Geschichten sollen mich komplett 700 bis 800 Euro kosten. Erste Frage an dich: Ist das ein guter Preis? Nächste Frage: Muss ich mein Getriebeöl wechseln? In manchen Foren liest man, dass es besser ist, bei einem Automatic Getriebe Öl zu wechseln. Vielen Dank im voraus Michael

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die genannten Summen bei einem Audi-Zentrum bezahlt werden sollen und der vom Hersteller vorgeschriebene Inspektionsumfang inbegriffen ist, ist der Preis O. K., (allerdings weiß ich nicht, was für ein Motor in Deinem A6 eingebaut ist.... Das variiert etwas!) . Ein Wechsel des ATF bei dieser Laufleistung ist unbedingt ratsam, bitte sämtliche Filter mit wechseln lassen, ganz wichtig!!

Frage von Sabine:

Hallo, ich habe einen Mazda MX 5 Bj. 2000, 81 Kw, mit folgendem Problem: Bei niedriger Geschwindigkeit, 1.oder 2. Gang , habe ich das Gefühl als wenn der Motor untertourig fährt trotz Gas geben (genug Gas). So als wenn er gleich absäuft. Kann es an den Zündkerzen oder am Luftfilter liegen oder gibt es sonst noch eine andere Idee? Vielleicht haben Sie einen Rat für mich. Danke und Grüße Sabine

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabine, ich kenne den Pflegezustand des Autos nicht; im Zweifel kommt hier schon die 3-K-Lösung in Frage (Kerzen, Kabel, Kappe...). Überprüfen würde ich aber jedenfalls auch das Drosselklappenpotentiometer, das im niedrigen (Stadt-) Drehzahlbereich häufig verschlissen ist und keine Daten an die Einspritzung leitet. Und die spritzt dann nicht oder zu wenig ein.....

Frage von Roland Köhler:

Sehr geehrter Herr Kessler, bei meinem Renault Espace Bj. 97 leuchtet nach Einschalten der Zündung die Warnung für ABS und Airbag auf. Nach einiger Zeit erlöschen sie wieder. Während der Fahrt erfolgt keine Fehlermeldung. Was könnte das Problem sein?Besten Dank und viele Grüße R. Köhler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Roland, ich sehe gar kein Problem! Das Aufleuchten der Kontroll-Leuchten ist ein Funktionstest der Birnchen, der während des «Selbsttests» der ABS und Airbag-Steuerung deren Funktion anzeigt. Erst wenn die Lämpchen nicht mehr aus gehen bzw. während der Fahrt aufleuchten, zeigt die Steuerung ein Problem an, das dann auch im Fehlerspeicher abgelegt ist. Sie können also entspannt weiter fahren...

Frage von Hermann Weber:

Ich habe einen Audi A4 Baujahr Mai 2002, jetzt sind zwischen Fahrertür und Karosserie einige Kabel gebrochen. Darf das an einen 4 Jahre alten Auto sein? Ist das eine Audi-Krankeit? Was soll ich machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Kabelbrüche nach nur 4 Jahren sind gerade bei Premium-Fahrzeugen wie die des Ingolstädter Herstellers keineswegs «normal». Hier ist offenbar eine falsche Verlegung oder schlecht ausgeführte Reparatur die Ursache. Wenn kein Dritter verantwortlich zu machen ist, würde ich bei Audi einen Kulanzantrag stellen. Der ist aber nur dann sinnvoll, wenn das Service-Scheckheft minutiös ausgefüllt ist. In allen anderen Fällen ist die Reparatur aber auch kein Hexenwerk und von jedem Autoelektriker zu bewerkstelligen.


Frage von Werner Stein:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Scorpio, BJ 94
altes Modell; Der Klimakompressor hat keine Spannung; manchmal läuft
er aber. Was könnte die Ursache sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da gibt es nicht viele Möglichkeiten: Zuerst ist immer die Sicherung im Focus, dann würde ich den Schalter prüfen, anschließend den Kabelweg zw. Schalter und Kompressor und schließlich die Spule der Magnetkupplung. Wenn das alles nichts ergibt, könnte der Kompressor selbst defekt sein (gefressen / blockiert durch fehlende Schmierung).

Frage von Jens Lukaszewski:

Ich fahre einen Ford Focus 16V, Benziner, Bj.99 Ist es tatsächlich möglich, dass sich die Kurbelwellenschraube (vor 6 Monaten mit vorgeschriebenen. 200 Nm festgezogen) nach ca. 9000 km wieder lösen kann ? (Motorschaden ist eingetreten !) Verzweifelter Gruß, Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, natürlich ist das möglich! Kurbelwellenschrauben werden deshalb auch zusätzlich mit Schraubensicherung eingesetzt, die zusätzlich zum vorgeschriebenen Drehmoment ein Lösen (z.B. durch Setzung der montierten Teile) verhindern soll. Die Frage zielt sicher in Richtung Gewährleistung. Um dem «Anschrauber» eine Verfehlung nachweisen zu können, ist der Beweis zu führen. Das dürfte im vorliegenden Fall schwer fallen......

Frage von Katja:

Hallo, ich fahre einen VW (Passat Kombi). Seit langer Zeit habe ich Probleme mit dem 5.Gang. Er lässt sich nur mit viel Überredungskunst einlegen. Einmal heißt es, das Getriebe muss ausgetauscht werden. Die zweite Version, das Schaltgestänge ist verbogen. MFGK. H.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katja, ich tendiere, ohne mit dem Auto gefahren zu sein, auch zu der Variante «Schaltung dejustiert». Um sicher zu sein, würde ich einfach mal eine Neueinstellung der Schaltung (das ist die Übertragung des Fahrerwunsches vom Schalthebel zu den Gängen der Schaltbox) beauftragen. Wenn das gut gemacht worden ist und der 5. Gang immer noch schwer schaltbar ist, kann man ja immer noch mit viel Geld für Besserung sorgen (oder weiter mit dem störrischen Schalthebel leben....).

Frage von Sabine:

Bei meinem Peugeot 306, Bj. 1994, bemerke ich in der letzten Zeit immer weißen Rauch aus dem Auspuff kommen. Dies trifft besonders beim Anfahren zu. Was kann das denn sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Weiße Rauch aus dem Auspuff ist fast immer Wasserdampf! Im Winter handelt sich dabei um unkritisches Kondenswasser, wenn es im Hochsommer immer noch weiß dampft, verbrennt (oder besser: verdampft) der Motor Kühlwasser, welches durch eine defekte Zylinderkopfdichtung in den Verbrennungsraum dringt. Prüfen Sie mal den Kühlwasserstand des Peugeot; wenn viel und oft nachgegossen werden muss, liege ich richtig!

Frage von Philipp Zocher:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 1, Cabrio, Bj.1990, 1800 ccm, 2H-Motor, Digifant Einspitzer, 98 PS, Schaltgetriebe, Benziner. Seit einigen Wochen macht er mir allerdings Probleme. Immer wenn der Temperaturpegel ca. in der Mitte steht und ich beispielsweise vor einer Ampel stehe (oder sonst kurz anhalte) dreht er unruhig mit dem Gas, obwohl ich gar nicht mit dem Fuß auf dem Gaspedal bin (bis hoch zu 2.000 Umdrehungen). Ein anderes Phänomen ist auch noch, dass er manchmal während der Fahrt (wenn ich etwas schneller beschleunige oder «steile» Berge hochfahre) anfängt zu ruppeln. Er nimmt das Gas nicht mehr richtig an. Dann muss ich ihn kurz ausschalten, 20 Sekunden warten und dann läuft er wieder. Außerdem geht er auch öfters mal in letzter Zeit während der Fahrt aus. (Aber auch nur im Stadtverkehr, bei längeren Strecken wo ich nicht anhalten muss, macht er wiederum keine Probleme). Was mir auch noch aufgefallen ist, das Ansaugrohr (ich denke das es das ist; sitzt auf jeden fall hinter dem Motor) ist ganz ölig. Kann es damit was zu tun haben? Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen, Philipp Zocher.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Philipp, das hört sich ganz nach dem Klassiker an: Das Drosselklappenpotentiometer ist offenbar in der Leerlauf- und Stadtverkehr-Stellung so verschlissen, dass der Leerlaufsteller regelnd eingreifen muss. Durch die fehlenden Signale des Drosselklappenpotis kommt aber trotzdem kein vernünftiger Leerlauf zustande. Die Kur besteht aus einem neuen Drosselklappenpoti und einem gesäuberten und neu geschmierten Leerlaufsteller. Vergiss die Kalibrierung der neu- oder wieder eingebauten Teile nicht!