Fragen an den Autopapst im September 2007

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Autogazette Lösungen für die Probleme.

Frage von Markus Hess:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Punto 55, 1,1 L. 54 PS, Bj. 99 Soll demnächst Zahnriemensatz, Wasserpumpe usw. erneuern. Bei FIAT wollen sie mir nicht verraten, wo die Motornummer am Motorblock steht. Hab schon mit einer Taschenlampe nach der Nummer gesucht, aber nichts gefunden. Wissen Sie, wo sie versteckt ist ? Vielen Dank, Mit freundlichen Grüßen. M.Hess

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Motornummer steht unter bzw. hinter dem Ölfilter

Frage von Konrad:

Hallo Herr Kessler, ich habe meinen VW Passat 35i (210 Tsd. km) für drei Wochen abgestellt (und vorsorglich das Massekabel vom Akku) getrennt. Als ich jetzt wieder starten wollte, blieb das Kupplungspedal durchgedrückt und kam nicht mehr zurück. Was kann man tun, um wenigstens noch zur Werkstatt zu kommen? Wahrscheinlich ist die Kupplung hin, oder?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde den Motor starten, warm laufen lassen, wieder abstellen und dann mit eingelegtem Gang starten. Nach 2-3 Hopsern wird das Auto fahren, und Du kannst mit Gefühl und Zwischengas in den nächsten Gang schalten. Für den Stadtverkehr ist dieses Verfahren leider nicht geeignet, Ursache des Problems ist ein undichtes Kupplungshydraulik-System. Vielleicht hilft ja auch Nachfüllen und Entlüften, wenigstens bis zur Werkstatt.

Frage von Anne:

Hallo, wir fahren einen Opel Astra G Caravan, 1,6, Bj. 98. Seit einer Woche hat er nicht mehr die volle Leistung. Im Drehzahlbereich unter 2500 U/min ruckelt er manchmal und in den höheren Bereichen bringt er nicht mehr die gleich Leistung wie vorher. Ein Beschleunigen auf der Autobahn ist nur sehr langsam möglich. Außerdem ist ab einer Geschwindigkeit von 130-140 km/h fast keine Steigerung mehr drin. Außerdem haben wir das Gefühl, dass der Benzinverbrauch leicht angestiegen ist (kann aber auch täuschen) Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte zum Beispiel an einem völlig zugesetzten Kraftstoff-Filter liegen. Das wäre eine preiswerte und schnell zu lösende Möglichkeit. Einen ähnlichen Effekt hätte ein Defekt an der Kraftstoffversorgung (Benzinpumpe, Druckregelung). Wenn ein neuer Filter keine Besserung bringt, würde ich den Kraftstoffdruck und die Fördermenge der Benzinpumpe prüfen lassen.

Frage von Markis Vogtenhuber:

Guten Tag Eure Eminenz, ich habe mir vor kurzem einen Audi 100, 2,3 l E, Bj. 94 mit Fünfgang-Schaltgetriebe gekauft. Gewechselt habe ich, weil ich den klappernden Skoda Octavia (Bj.: 99) nicht mehr aushielt, und mir für das Studium etwas Geld noch raushohlen wollte. Der Wagen hat mit seinen 146.000 km ziemlich wenig auf der Uhr, wurde jedoch nicht sehr gepflegt und bedarf jetzt einiger Liebe und Geld :-( um ihn wieder etwas rauszuputzen. Zu meiner Frage: Der Wagen hat ja Klimaautomatik und sobald sich der Kompressor dazuschaltet hört man ein Surren, dessen Klang mit der Drehzahl des Motors variiert und auf die Dauer nervig ist. Die Klima funktioniert ansonsten normal und sobald ich den Kompressor ausschalte hört man nur noch den schönen Klang des Motors. Aas sollte ich beachten, um den Wagen die mindestens nächsten fünf Jahre (Studium) gut über die Runden zu bringen? Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Surren kommt offenbar vom Kompressor! Vielleicht ein Lager? Reparieren kann man da leider kaum etwas, Du musst warten, bis der Kompressor hin ist…. (ist leider wirklich so!) Der 5-Zylinder von Audi ist ein wunderbarer Motor (bei aller Skurilität), eines der Meisterwerke von Ferdinand Piech: «Vorsprung durch Technik!». Um den Audi über die restliche Studienzeit zu retten, empfehle ich folgendes: Zahnriemenwechsel inkl. Spannrollen und Wasserpumpe (insbesondere bei unbekannter Laufleistung/Vorgeschichte), sämtliche Flüssigkeiten. (ACHTUNG: Unter allen Umständen darauf achten dass der Schrauber um die Ecke als Hydraulik/Servoöl nur das originale «Grüne Gold» von VAG einfüllt und kein ATF verwendet (Da ist auch ein Ring um den Servobehälter!) Sonst ist die Servopumpe bald hinüber. Grundsätzlich sollten die Ölwechselintervalle immer sorgfältig beachtet werden. Nimm´ bitte keins der modernen High-Tech-Öle, die sind für den 5-Zylinder zu dünn. Ideal dürfte ein 10-W50, teilsynthetisch sein. Beim Ölwechsel immer auch den Ölfilter mit wechseln, dabei auf Markenqualität achten (Mann, Klein&Hummel). Sämtliche Sicherungen, auch die im Fahrerfußraum hinter dem Kartenfach prüfen bzw. ersetzen. Der Rest ist vom spezifischen Zustand des Wagens abhängig. Klappert die Vorderachse? Das sind entweder die Querlenker, die Stabi- oder die Hilfsrahmen-Gummis. Werden die Bremsen heiß? Dann sind es entweder Bremsschläuche oder Bremssättel, die fällig sind. Der Thermostat sollte wenn möglich gleich geprüft werden. Besser tauschen, durch den gehen viele Motoren hinüber. Gleiches gilt für den Deckel des Kühlflüssigkeits-Ausgleichsbehälters. Das ist ein Verschleißteil und kann durch Nicht-Öffnen bei Überdruck den Kühler schrotten.

Frage von Erich Schertzinger:

Hallo, meine Tochter fährt einen Polo 6N und jetzt ist der Hallgeber defekt. Ist es ein Problem, die Rotorblende auszubauen? Vielen Dank für die Antwort. Liebe Grüße Erich Schertzinger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Erich, lass den Verteiler bei einem Bosch-Dienst reparieren! Alles andere ist Frickelei, die Jungs wissen einfach besser, wie das geht. Und sie haben die richtigen Werkzeuge und die nötigen Teile im Regal…..

Frage von Sohn:

Wie kann ich beim Skoda Oktavia, Bj. 1999 die Serviceanzeige zurückstellen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Entweder beim Skoda-Händler, beim Tachojustierer oder (nach dem Kauf eines entsprechenden Interface-Gerätes und dem Besuch eines OBD-Lehrgangs….) zuhause in der Garage. Zum theoretischen Rüstzeug gehört ganz sicher die Lektüre der Infos auf der Seite http://de.openobd.org/index.htm

Frage von Friedhelm Rosemann:

Wo stecken bei meinem Audi A3, 1,8T, 150 PS, Bj.12/96 die Zündkerzen, die ich wechseln möchte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unter der Plastikabdeckung des Motors, auf der die Audi-Ringe und die 3 Buchstaben TDI stehen. Die Abdeckung muss ab gemacht werden, dann sieht man die Zündkabel (4 Stück), an deren Ende die Zündkerzen im Zylinderkopf stecken. Vielleicht lassen Sie sich beim ersten Mal zeigen, wie man die heraus schraubt. Denn selbst beim Kerzenwechsel kann man viel falsch machen….

Frage von Muhammet Calmekik:

Renault Espace, jk 3,0 dCi, Chiptuning von Steinbauer, Motorschaden bei 104.000 km.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was will uns der Fragesteller mit dieser Zeile sagen? Hast er Angst vor einem Motorschaden oder ist der Motorschaden nach dem «chippen» bereits eingetreten? Für alle Leser mein Tipp: Finger weg von Power-Chips beim 3-Liter-Diesel von Renault, die hält das Aggregat offenbar nicht lange aus.

Frage von Marion Herden:

Guten Tag, wir haben unlängst einen wirklich super erhaltenen W123, 230 ce, Baujahr 1985, mit ganz wenig Km und sehr gut gepflegt gekauft. TÜV neu. Leider quietschen die Bremsen sehr. Woran mag es liegen? Als Hinweis: Das Fahrzeug wurde relativ lange nicht gefahren und hat ist seit ein paar Monaten wieder in Betrieb (seit dem ca. 1200 km gefahren). Wir hörten, dass sich manchmal auf den Bremsbelegen eine Art Kristalle absetzen, die eine Zeit brauchen, um wieder «abgerubbelt» zu sein. Danke für kurze Einschätzung Marion Herden

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marion, das ist wahrscheinlich nur Bremsabrieb und Korrosion, was die Bremsen da so quietschen lässt. Aber: Wenn der 123er lange gestanden hat, würde ich dringend zu neuen Bremsschläuchen (an allen 4 Rädern!) und zu neuer Bremsflüssigkeit raten. Bei der Gelegenheit können Sie gleich neue Bremsbeläge einbauen lassen. Die Ersatzteile für den alten Stern sind im Verhältnis zu den Teilen für die aktuelle E-Klasse beinahe lächerlich billig, weil es im Zubehörhandel immer noch alles von den großen Markenzulieferern gibt. Wenn die Bremsanlage wieder richtig fit ist, kostet Sie das in einer freien Werkstatt vielleicht 250 Euro, aber das sollte Ihnen der Neuerwerb wert sein (wenn Sie nämlich die alte Bremsflüssigkeit im System lassen, kann schon der nächste Winter die Bremssättel rettungslos korrodieren lassen! Ich weiß, wovon ich rede…230 TE, W123, Bj. 1984.)

Frage von Jens Schumacher:

Hallo Herr Kessler, ich bemerke an meinem Audi A4/8E, 1,9 TDI PD (107.000km; BJ:05/2001; 131 PS) eine deutlichen Leistungsverlust. Die Beschleunigung fühlt sich eher nach 75 PS an und bei der Höchstgeschwindigkeit komme ich nicht mehr über 160km/h. Den Fehlerspeicher habe ich auslesen lassen: Kühlmitteltemperatursensor fehlerhaft (sporadischer Fehler) anschl. Fehler gelöscht. Nachdem ich den neuen Sensor eingebaut hatte, wurde die Leistung jedoch nicht besser. Auffällig ist, dass Öl aus meinem Ladeluftschlauch austritt. Wenn der Wagen kalt ist, habe ich bemerkt, dass nach ca. 1-2km Fahrt, der Leerlauf kurzzeitig über 1000 U/min liegt. Dann habe ich auch für eine kurze Dauer wieder volle Leistung. Liegt es vielleicht am Luftmengenmesser? Über eine kurze Antwort würde ich mich sehr freuen. Danke im voraus Jens Schumacher

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es wird wohl eher am sich verabschiedenden Turbolader liegen! Wenn auf der Druckseite Öl ist, ist das Lager des Turbos hin und das gute Stück wird demnächst mit lautem Knall «adé» sagen. Die fehlende Leistung dürfte auch daran liegen….

Frage von Tanja:

Hallo, mein Golf IV, EZ 01/00 hat bereits vorne eine neue Lambdasonde bekommen, aber folgendes Problem tritt noch immer auf. Gerade bei feuchter oder kalter Luft, hat er Start Schwierigkeiten und nimmt mir immer wieder das Gas weg. Woran könnte dies liegen? Lieben Gruß Tanja

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich der Dauerbrenner beim Golf IV: Der Luftmassenmesser! Das Teil kostet etwa 75 Euro und ist in sekundenschnelle selbst gewechselt. Das schaffst Du also auch alleine…. Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Jens K.:

Guten Tag. Ich bin eben mit meinem Wagen (Seat Cordoba Vario Bj.99) «liegen» geblieben. Das Kupplungspedal blieb auf einmal am Boden. Jetzt habe ich von einem Bekannten erfahren, dass es am Kupplungsseil liegt. Das Getriebe und die Kupplung wurden vor 10.000 Km getauscht. Kann das die einzige Möglichkeit sein? Vielen Dank für Ihre Bemühungen im voraus. Gruß Jens K.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hast du schon das Facelift mit den Klarglasscheinwerfern? Ich hatte mal einen 2000er 1.4 Vario, der auch solche Probleme machte. Es gibt zwei verschiedene Kupplungszüge: Einen selbstnachstellenden und einen manuell einstellbaren. Wenn die Züge verwechselt werden, könnte es problematisch werden. Der Riss eines Kupplungszuges hat selten etwas mit der Kupplung selbst zu tun, eher ist der Zug mal zu straff eingestellt oder der automatische wurde nicht fachgerecht eingebaut.

Frage von Ralf:

Mein Opel Omega 2,5 V6 mit Gasanlage (Prins) kommt morgens (kalt und noch im Benzinbetrieb) nicht auf Touren. Max 20-30 km/h (Dauer ca. einen Kilometer), danach läuft er normal, auch den ganzen Tag über startet er immer wieder normal. Kompression OK, Kerzen neu, sonst wurde wohl einiges kontrolliert. Laut Tester Kurbelwellenwinkelsensor defekt, wurde erneuert, aber keine Verbesserung. Da die Monteure nicht mehr weiter wissen, sind Sie verehrter Herr Kessler, unsere letzte Hoffnung. Mfg Ralf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Warum leben Sie nicht mit dieser Kleinigkeit? Vielleicht braucht das Auto einfach den kleinen «Warm-up»! Ich tippe auf ein Problem mit der Kaltlaufregelung (entweder Temperaturfühler oder Kraftstoffdruckregelung) im Benzinbetrieb. Wenn sich das Problem wirklich nach 1 km erledigt, würde ich die Sache auf sich beruhen lassen. Nichts ist schwieriger zu diagnostizieren als Motorlaufprobleme bei nachtäglich mit LPG ausgerüsteten Gebrauchtwagen…..

Frage von Stefan de Boer:

Aus der Klimaanlage meines Opel Vectra C, Baujahr 02, kommt nur warme Luft raus. Woran kann es liegen. Mit freundlichen Grüßen Stefan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In den meisten Fällen ist das Kältemittel «verpufft». Eine Neubefüllung sorgt für Besserung, oft aber nur vorübergehend. Dann muss nach dem Leck im System gesucht werden. Wenn am Ende der Kompressor undicht ist, wird es teuer…..

Frage von Alex:

Mein Kangoo, Bj.98, läßt sich nicht mehr anlassen und die Tachonadel schlägt dabei aus und bleibt in der Mitte stehen. Die Zündung leuchtet, aber die Benzinpumpe surrt nicht und der Anlasser geht nicht an. Ist das Steuergerät kaputt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eher nicht! Ich tippe auf eine entladene Batterie. Versuchen Sie Ihr Glück doch mal mit Starthilfe….. Wenn das auch nichts bringt, würde ich die Anschlusskabel der Batterie überprüfen: Sitzen die Polklemmen fest? Sind die Anschlüsse an Karosserie und Anlasser o.k.? Der Anlasser sollte dann wenigstens beim drehen des Zündschlüssels zum Leben erwachen….

Frage von Rob:

Wir haben einen Peugeot 307 HDI, 90PS, Diesel Kombi mit 100.000 km. Seit Monaten gibt es da ein Ruckeln und Stottern des Motors. Meistens im unteren Drehzahlbereich im Stadtverkehr. Aber manchmal auch auf der Autobahn. Es gibt sogar Tage, an denen es wieder weg ist, aber das ist sehr selten. Peugeot weiß nicht, was es ist. War schon drei Mal da. Haben Sie vielleicht einen Tip? Mfg Rob

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein Trauerspiel ist das, mit den «Fachwerkstätten»! Wenn nichts im Fehlerspeicher ist, kann das Auto ja nicht defekt sein…. Ich tippe auf die Injektoren; die Ruckelei kann eigentlich nur aus dem Bereich der Einspritzung kommen. Und 100.000 km sind für die Einspritzdüsen (=Injektoren) eigentlich als Wechselintervall zu betrachten….

Frage von Peter Kamermann:

Mein Golf IV, 1,6l, 74 KW, Bj. 98, hat einen unruhigen Leerlauf, ruckelt im Stand und beim Schalten. Drosselklappe wurde gereinigt, Fehlerspeicher ist leer. Nach Programmieren der Drosselklappe ist der Fehler für einige Kilometer weg, kommt dann aber wieder. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist ein Serienfehler, der sich durch ein Software-Update der Motorsteuerung erledigen lässt.

Frage von Christine Schreyer:

Habe einen Golf 2 GT. Montags brach mir der Kopf einer Schraube (nach Querlenkerwechsel) der hinteren Tellerbuchse ab. Um dran zu kommen, montierte ich die komplette Achse ab. Nach wieder draufschrauben und bei einer Probefahrt knackt und quietscht es (wie ein alter Stoßdämpfer) beidseitig, trotz angezogener Schrauben. Verschlimmert es sich von jetzt auf gleich. Kann es sein, dass ich beim Montieren die Achse nicht exakt in die Löcher verschraubt habe und sie jetzt Spiel hat?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie haben die Position der Gummilager der Achse verändert. Die Lager sind bei einem mindestens 15 Jahre alten Auto wahrscheinlich völlig ausgehärtet und nicht mehr zu einer Anpassung an die «neue Situation» fähig. Ich würde zunächst probeweise verdächtige Stellen mit Silikonspray einsprühen und dann (wenn die Quietscherei nach einiger Zeit wieder los geht…) das entsprechende Lager gezielt austauschen.

Frage von Lutz N. Senf:

Sehr geehrter Herr Kessler, seit geraumer Zeit leuchtet bei unserem Opel Astra, Baujahr 03.11.1997, Schlüssel-Nr. 1) 010230, 2)0035, 3)304003-4, schadstoffarm D3, Otto/GKAT 51, Leistung K74/6200, Hubraum 1598, bei Geschwindigkeiten über 140 km/h die Motorkontrollleuchte. Es entsteht aber kein Leistungsverlust und wir können 180-190 km/h fahren. Sie geht aus, wenn man wieder nur 120-130 km/h fährt. Bei ATU und bei einer Opel-Fachwerkstatt wurde die Lambdasonde, das Abgasventil, gewechselt. Der Fehlerspeicher hat jedes Mal keinen Fehler angezeigt. Auch nach 30 Minuten Autobahnfahrt bei 150 km/h. Jetzt sollen wir - laut Opel - den Krümmer wechseln oder einfach so weiterfahren. Wo liegt der Fehler? Was kostet eine Fehlerbeseitigung? Oder können wir wirklich bedenkenlos mit aufleuchtender Motorkontrollleuchte fahren. Für ihre Rückantwort bedanken wir uns schon im Voraus recht herzlich bei ihnen.
Mit freundlichen Grüßen Familie Lutz N. Senf


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie müssen sich nicht von der Kontroll-Leuchte verrückt machen lassen! Die Leuchte gibt in erster Linie Auskunft über einen Fehler, der gerade im Fehlerspeicher abgelegt wurde. Wenn Sie zeitnah nach dem Aufleuchten den Fehlerspeicher auslesen lassen, müsste eigentlich eine verwertbare Information dabei heraus kommen. Ob ein sorgloses Weiterfahren gefährlich für den Motor ist oder nicht, kann ich leider nicht sagen. Wenn tatsächlich ein Riss im Abgaskrümmer ist, durch den Sauerstoff ins Abgas sickert (das ist wahrscheinlich die Vermutung der Werkstatt), dürfte Weiterfahren kein Problem sein. Es könnte aber auch eine Undichtigkeit im Ansaugtrakt sein, der zu einer Gemischabmagerung und zu einer Überhitzung des Motors führt. Also: Gar nicht so einfach, wenn man kein kompetentes Personal in der Werkstatt hat….

Frage von Manfred:

Welcher Unterschied besteht bei Gelenkwellen, Mondeo II, Bj.97, von Schalt- und Automatikgetrieben? MfG Manfred

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Wellen sind bei Automatik-Fahrzeugen jeweils etwa 20 mm kürzer und haben nur entweder einen ABS-Ring oder nicht (je nach Ausstattung). Beim V6 sind die Antriebswellen bei Schaltung und Automatik gleich.

Frage von Mike Hörmann:

Mein Skoda Felicia 1,6 l geht beim Treten der Kupplung an einer Ampel sofort aus. Wenn ich neu zünde, springt das Fahrzeug sofort wieder an. Was könnte das sein??? Während der Fahrt läuft das Auto ohne ruckeln fehlerfrei.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich hatte mal ein ähnliches Problem mit dem Polo meiner Schwester (gleicher Motor!). Ich habe damals nur die Drosselklappe und Ansaugkanal gereinigt und dann war wieder alles OK. Zur Reinigung habe ich die Drosselklappe mit Bremsenreiniger eingeweicht und die reichlich vorhandenen Rückstände danach einfach weggewischt. Danach ließ sich die Klappe wieder leicht bewegen und die Drehzahl wurde wieder perfekt geregelt. Probier dass doch einfach mal. Dauert ungefähr 20Min…..

Frage von Rene Golze:

Hallo Herr Kessler. Sie konnten mir schon mal mit einer kompetenten Antwort weiter helfen, daher nun wieder eine. Bei meinem Daewoo Nubira wurden vor 2 Monaten die Querlenker getauscht, neue Reifen aufgezogen und die Spur habe ich jetzt 2-mal ausmessen lassen. Alles in Ordnung. Wenn ich nun aber richtig beschleunigen will, dann zieht mir der Wagen richtig nach rechts weg, auf 30-50 m etwa eine Fahrzeugbreite, sobald ich dann aber wieder vom Gas gehe, zieht er leicht nach links und hält die Spur. Bei normaler, gleichmäßiger Beschleunigung gibt es keine Probleme, der Luftdruck ist auch gleichmäßig. Können Sie mir weiterhelfen? Denn die Raterei in den Werkstätten ist auch nicht das Gelbe vom Ei. Haben Sie vielen Dank für die Mühe. Mit freundlichen Grüßen, Rene

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rene, da wechselt die Werkstatt die Querlenker und vergisst die Stabilisatorlager (oder schraubt sie nicht richtig fest….). Lassen Sie das unbedingt nachholen oder wenigstens nachbessern, denn bei nasser Straße kann das einen schönen Abflug verursachen….

Frage von Igor:

Bei meinem VW Passat 3b, Bj.: 2001 ist seit kurzer Zeit die Kühlwasseranzeige so zwischen 10°- 20°Grad, (bisher war sie immer auf 90°) , die Anzeige steigt nicht mehr darüber, Probleme sonstiger Art habe ich ansonsten keine. Muss ich was beachten oder sind die paar Grad nicht so schlimm? Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Wenn gleichzeitig die Heizung nicht mal ein laues Lüftchen von sich gibt, ist wahrscheinlich das Thermostat im Kühlsystem in Stellung „offen“ hängen geblieben. Dann hilft eigentlich nur ein Wechsel des Thermostates (und der gleichzeitige Wechsel des Kühlwassers, das alte dürfte ordentlich kalkig sein….). Wenn die Heizung Wärme liefert, ist entweder der Thermofühler am Zylinderkopf defekt oder das Anzeigeinstrument selbst.

Frage von Ines Baumann:

Hallo, mein Volvo V40 TD springt nicht mehr an. Werkstatt hat bereits dreimal die Dieseleinspritzpumpe ausgetauscht. Diagnose der Werkstatt, ich hätte schlechten Diesel getankt, und die dadurch entstandenen Ablagerungen würden die Einspritzpumpen zerstören. Habe die Reparatur bereits nach dem ersten Pumpeneinbau bezahlt. Ich hätte nach fünf Wochen gerne mein Auto wieder. Ich glaube, die Werkstatt will mich über den Tisch ziehen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie die Reparatur bereits bezahlt haben und die Werkstatt immer noch verzweifelt versucht, den Auftrag zu erfüllen, würde ich zunächst mal eine Frist setzen. Wenn die Werkstatt dann auch nach einer kurzen (!!) Nachfrist mit der Reparatur immer noch nicht erfolgreich fertig geworden ist, wird die Sache ein Fall für einen Anwalt (ich bin leider kein Jurist und kann Ihnen keine verlässlichen Tipps für diese Phase des Problems geben.).

Frage von Oliver Menssen:

wir fahren einen Mercedes 300 GD, Baujahr 1996. Im kalten Zustand funktioniert das Automatikgetriebe einwandfrei. Im warmen Zustand macht nur der Rückwärtsgang Probleme. Er schaltet zwar, aber der Wagen kommt kaum rückwärts. Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte die Kupplung des Rückwärtsganges bzw. deren Bremsbänder sein! Lassen Sie mal einen Wechsel des Automatik-Öls durchführen und das Alt-Öl genau untersuchen. Wenn sich darin schon Bruchstücke eines Bremsbandes befinden, ist das Getriebe defekt. Wenn das Öl nur recht dunkel ist und verbrannt riecht, könnte ein Spannen des Bremsbandes und neues ATF das Problem lindern. Ein «Ding weg» hat die Automatik aber auf jeden Fall….

Frage von Viko:

Ich fahre einen Opel Astra und habe ein mächtiges Problem. Wenn ich Gas gebe, fängt es ab und zu vorne rechts an zu klopfen. Bleibt meine Geschwindigkeit gleich, hört es auf. Gebe ich wieder Gas, höre ich das Klopfen wieder. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann leider einiges sein! In Frage kommen die Stoßdämpfer, die Antriebswellengelenke oder die Aufnahmen des vorderen Querstabilisators. Genaueres wird nur ein Fachmann sagen können, der im Auto mit fährt …

Frage von Roland Wider:

Ich habe einen Ford Focus Turnier 115 PS, Benziner. Immer wenn feuchter und kühler wird, fängt das Standgas an zu spinnen. Es geht hoch und runter und bleibt mitunter sogar hängen. Es ist grauenvoll: niemand kann helfen. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Typisch für Ford ist bei solchen und ähnlichen Wehwehchen das Leerlaufregelventil. Gerade bei Feuchtigkeit hat das gerne mal Kontaktprobleme. Vielleicht ist auch nur der Kabelanschluss locker/oxidiert.

Frage von Stephan Krukowska:

Ich fahre einen Opel Astra Caravan, Baujahr 1993. Er hat rund 52.000 km runter. Nach meinem Urlaub war ich in der Waschanlage. Und seitdem habe ich nach kurzer Strecke beim Fahren oft ein Pfeifen, das offenbar aus der Auspuffanlage kommt. Dort ist beim Topf der äußere Kern schon zum Teil ab, aber der innere Kern noch absolut in Ordnung. Kann das Pfeifen, das vor allem bei Feuchtigkeit auftritt, aus dem Bereich kommen? Einen schönen Gruß aus Kiel ...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stephan, ich kann mir das nur mit einem undichten Auspuff erklären! Versuchen Sie doch mal, den Auspuff bei laufendem Motor hinten richtig dicht zu machen. Wenn der Motor dann nach kurzer Zeit aus geht, ist der Auspuff o.k. Wenn es kurz nach dem zuhalten allerdings unter dem Auto laut und vernehmlich pfeift, habe ich recht. Mehr fällt mir im Augenblick nicht ein … Grüße nach Kiel vom AUTOPAPST (der mal am Exer gewohnt hat!)

Frage von Franz Sujer:

Nach einem Zahnriemenwechsel bei meinem Mitsubishi Galant Kombi 2.0 treten nun Klopfgeräusche auf. Der Wagen hört sich nun nach Traktor an. Ansonsten läuft der Motor rund und bringt auch die volle Leistung. Habe gehört, dass das eventuell die Hydrostößel sein können. Kann da etwas kaputtgehen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnten die Hydros sein! Wenn Bekannte der Meinung sind, werden die vielleicht schon Erfahrungen mit derartigen Problemen gemacht haben (sind leider inzwischen recht häufig …). Sofort kaputt geht nichts, auf die Dauer bekommt das aber dem Ventiltrieb, der Nockenwelle und last but not least der Motorleistung schlecht. Eigentlich hätten die Hydros schon im Verbund mit dem Zahnriemenwechsel erneuert werden müssen, jetzt geht das ganze noch mal von vorne los ...

Frage von Günter Hotte:

Ich fahre einen Laguna Grandtour 2.2 dci, Baujahr 2003, bei dem die Klimaanlage defekt ist. Laut Renaultwerkstatt ist die Elektronik in Ordnung, es liege also ein «mechanisches» Problem vor. Die Klimaanlage «wärmt» erst ab einer eingestellten Temperatur von 26 Grad, darunter kühlt sie so stark und immer gleichmäßig, dass man sich erkältet, wenn man länger fährt!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

«Mechanisch» ist das Problem mit Sicherheit nicht, sonst würde die Klimaanlage nämlich nicht kühlen und auch nie heizen. Die Ursache liegt eigentlich auf der Hand: wenn die Heizung nur in Stellung «max» heizt, ist entweder das Thermostat oder das thermostatisch geregelte Ventil der Heizung defekt (ich tippe auf letzteres …). Das ist weder elektronisch noch mechanisch, eher hydraulisch … Fragen Sie die Jungs noch mal, ob das Ventil in Frage kommt …

Frage von Helmut Steib:

Mein Audi A4 Diesel, Baujahr 1997, ohne Klima, heizt nicht mehr. Bei Stadtverkehr kommt er nur noch auf 80 Grad Betriebstemperatur.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Generell heizen die TDIs recht schlecht, weil kaum Abwärme für die Heizung entsteht (dafür verbrauchen die Autos aber schön wenig …). Die schlechte Heizleistung kann durch ein in Stellung «offen» hängendes Thermostat oder an einem defekten Zuheizer (hat Ihr Auto so etwas?) hängen. Besorgen Sie sich mal ein Einkochthermometer und messen Sie die Temperatur des Kühlwassers. Es müsste in betriebswarmen Zustand etwa 85°C warm sein.

Frage von Michael Koch:

Ich habe mir vor zwei Jahren einen Audi A6 Avant 2,5 TDI mit MKB:AEL zugelegt. Er läuft echt gut, machte allerdings von Anfang an Pfeifgeräusche. Ich habe alle Schläuche vom Turbolader geprüft und konnte nichts entdecken. Seit kurzem fängt er, wenn er Betriebstemperatur hat, an, an der Ampel aus dem Auspuff zu qualmen. Dies wird immer schlimmer. Er hat aber kein Leistungsverlust oder ähnliches. Ich vermute mal, dass der Turbolader langsam aber sicher den Geist aufgibt. Oder kann es die Abgasrückführung sein? Dies würde sich doch aber unter Last bemerkbar machen oder? Ich wäre dankbar für einen Tipp.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Micha, welche Farbe hat der Rauch? Weiß? Dann ist es wahrscheinlich die Zylinderkopfdichtung. Oder ist der Rauch blau-grau? Dann dürfte es tatsächlich der Turbolader sein. Wieviel hat das Auto denn auf der Uhr? Ich würde mal einen Fachmann ins Auto setzen, der dies mal während der Fahrt betrachtet. Dann wissen alle Beteiligten mehr …

Frage von Helmuth Krengel:

Ich will bei meinem Audi A4 Avant (Bj 2004) die Bremsbeläge vorne wechseln. Was ist zu beachten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz wichtig ist der Kauf der richtigen Bremsbeläge! Der Preis allein ist nicht entscheidend, viel wichtiger ist die Qualität und vor allem die KBA-Nummer (wenn es kein Audi-Original-Teil ist…). Mit den richtigen Teilen haben Sie schon halb gewonnen! Die Praxis sollten Sie sich am besten aus einem der einschlägigen Bücher á la «Jetzt helfe ich mir selbst …» anlesen. Generell gilt: Wer nicht ganz genau weiß, was er tut, darf nicht an der Bremsanlage herumschrauben! Bei den Bremsen hört der Spaß auf …!

Frage von Andre G.:

Ich habe einen Ford Focus Turnier, Baujahr 2003. Seit kurzem leuchtet die Bremswarnleuchte schwach auf und geht nicht mehr aus. Wenn ich die Handbremse ziehe oder z.B. den Stecker vom Bremsflüssigkeitsbehälter abmache, leuchtet die Lampe kräftig, so wie es sein soll. Die Ford-Werkstatt ist der Meinung, mein Kombiinstrument sei defekt. Ein neues Teil kostet 400 Euro. Jetzt kommt noch dazu, dass meine ABS-Warnleuchte manchmal leuchtet und dann wieder ausgeht, meistens wenn ich das Auto gestartet habe. Dann flackert sie auch manchmal nur und geht dann wieder aus. Was kann das denn nur sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die ABS-Kontrolle nach dem Motorstart an geht, dürfte die Batterie bald fällig sein (spätestens beim nächsten Nachtfrost!). Bei Unterspannung regelt das ABS nicht und reagiert entsprechend. Das Problem mit der Bremswarnleuchte würde ich mit einem neuen Schwimmer für den Deckel des Bremsflüssigkeits-Vorratsbehälters zu kurieren versuchen. Wenn das nichts bringt, könnte tatsächlich das Kombi-Instrument eine Macke haben (das ist bei den Focussen leider häufig der Fall, allerdings früher als Bj. 2003); ich glaube aber nicht daran …

Frage von Robert:

Ist es sinnvoll, einen Grand Voyager, Baujahr 2000, mit ca. 200.000 km um 6000,-- Euro zu kaufen? Welche Probleme könnten auftreten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es eine Automatik-Version ist, sollte die Automatik schon (nachweislich) erneuert worden sein. Wenn das nicht der Fall ist: Finger weg! Der Preis ist o.k., es gibt allerdings auch Angebote mit 50.000 km weniger auf der Uhr, die nur unwesentlich teurer sind. Generell sollte das Auto frisch durch den TÜV sein (also ein frisches Pickerl haben …), damit Sie einigermaßen sicher vor «strukturellen» Problemen seien können. Wenn ich entscheiden müsste, würde ich das Auto nicht nehmen (zu viel gelaufen….).

Frage von Klaus Dürk:

An meinem Mercedes E 220 CDI, Baujahr 2003, quietscht das Bremspedal. Die Werkstatt hat das Pedal eingesprüht, allerdings nur mit kurzfristigem Erfolg. Nach einer Woche war das Quietschen wieder da. Was kann das sein.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Lagerung des Pedals dreht sich in einer PVC-Buchse, und die ist wahrscheinlich trocken/verschmutzt/verschlissen. Wissen Sie, womit die Werkstatt geschmiert hat? Wenn das «Feld-, Wald & Wiesen» - Spray war, ist alles nur noch schlimmer geworden. Endgültig Ruhe wird es erst mit einer neuen Buchse geben, vorübergehend leiser könnte der Quietscher mit Silikonspray werden …

Frage von Boris Rapp:

Wir haben da ein massives Problem mit einem Fiat Seicento. Seit gestern springt er nicht mehr an. Es gibt nur noch ein leises Klicken nähe des Steuergerätes. Wir haben es auch schon mit Überbrücken versucht, aber das war wohl nichts. Vielleicht haben sie da einen Tipp für mich.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem Problem des Magnetschalters am Anlasser an oder nach einem Defekt des Zündschlosses. Versuchen Sie es mal mit ein paar leichten Hammerschlägen auf den Magnetschalter, vielleicht hängt der nur ein bisschen. Im Zweifel kann man den Magnetschalter direkt mit dem Pluspol der Batterie verbinden: Wenn er dann anzieht und der Anlasser einspurt, ist es das Zündschloss. Wenn nicht, der Magnetschalter selbst …

Frage von Nicole Oberding:

Wir fahren einen Ford Galaxy, Baujahr 2001. Seit diesem Frühjahr qualmt es aus dem kleinen Zusatzauspuff oder aus der Heizung unter dem Auto wie erbärmlich, allerdings nur bei kühler Witterung unter 15 Grad Celsius. Selbst Ford konnte mir keine Auskunft geben. Die Werkstatt behielt das Auto zwei Wochen da, doch es kam kein kalter Tag mehr, und so konnte Ford mir nicht helfen. Jetzt wird es wieder kühler und er fängt wieder an zu qualmen, aber erheblich!!! Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Qualm entstammt offenbart dem «Zuheizer» des Galaxy mit TDI-Dieselmotor (stimmt das?). Das ist eine Art Standheizung, der wegen der geringen Heizleistung der modernen Diesel bei niedrigen Temperaturen die Heizung unterstützt. Wenn nun während des Betriebes dicker Qualm entsteht, läuft die Verbrennung schlecht, es wird zu viel Kraftstoff zugeführt oder die Temperatur in der Brennkammer reicht nicht aus, um den Kraftstoff vollständig zu verbrennen. Spezialisten für diese Probleme sind die Servicestationen von Eberspächer oder Bosch-Dienste.

Frage von Rajko Jeremic:

Hallo, ich habe mir kürzlich einen VW Passat TDI, Baujahr 1997, mit 140.000 km gekauft. Ich weiß allerdings nicht, ob der Zahnriemen getauscht worden ist. In der Betriebsanleitung finde ich leider keine Seite, auf der erläutert wird, nach welcher Laufleistung der Zahnriemen getauscht werden muss. Außerdem wüsste ich gerne, ob Zahnriemen und Keilrippenriemen das selbe bedeuten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei unsicherer Vorgeschichte sollte der Zahnriemen zur Sicherheit gewechselt werden! Der Wechsel ist beim Passat TDI nach VW-Auskunft alle 90.000 km oder alle sechs Jahre fällig, whatever comes first.

Frage von Andy Schöneberg:

Ich habe einen VW Golf IV, 1,4 l mit 75 PS, Baujahr 1999. Wenn ich den Motor im kalten Zustand starte, geht er kurz an und dann gleich wieder aus. Ich muss die Prozedur zwei bis drei Mal wiederholen, bis er endlich läuft. Im waremen Zustand gibt es keine Probleme. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte an einer gestörten Kaltlaufregelung liegen! In der Mehrzahl der Fälle ist dafür ein defekter Motortemperaturfühler verantwortlich, der aber schnell und kostengünstig zu wechseln ist. Probieren Sie es aus!

Frage von Armin Dohr:

Ich fahre einen Mercedes 200 (W124), Baujahr 1987, Automatik. Leider fängt er an, ein lautes Brummen und ein sehr unangenehmes Vibrieren von sich zu geben, sobald ich eine Fahrstufe einlege. Das wird noch stärker, sobald ich Gas gebe. Nehme ich das Gas wieder weg, wird er leiser. Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Armin, das sind mit hoher Wahrscheinlichkeit die Motorlager! Irgendwann gehen die auch bei einem 124er mal kaputt. Glücklicherweise sind die Teile nicht teuer und (wenn man etwas mehr als das Bordwerkzeug hat ...) auch von einem Selberschrauber einbaubar.

Frage von Torsten Petersen:

Ich fahre einem Audi A3 8P 2.0 TDI, Baujahr 2003. Das Fahrzeug hat einen Kilometerstand von 50.000 Kilometer. Seit geraumer Zeit macht das Fahrzeug auf schlechten Straßen und in Kurvengeräusche an der Vorderachse. Auf gerader Strecke ist nichts zu hören. Das Geräusch hört sich an wie «wup wup wup». Domlager und Traggelenke habe ich bereits getauscht, was aber keine Besserung brachte. Vielleicht haben Sie noch eine Idee was es sein könnte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mir fallen gerade spontan die Stoßdämpfer ein! Lassen Sie doch mal einen Stoßdämpfertest machen (beim ADAC oder bei TÜV/DEKRA). Das Geräusch könnte von einem trampelnden Reifen kommen, obwohl ich bei 50.000 Kilometer eigentlich noch keinen Stoßdämpferdefekt erwarten würde ...

Frage von Maik Morgalla:

Hallo, ich fahre einen Ford Fiesta mit Erdgassystem. Hatte von Anfang an Probleme. Habe niedrige Drehzahl im Erdgasbetrieb bis zum Ausgehen. Auskuppeln im oberen Drehzahlbereich ist generell im Erdgasbetrieb nicht möglich, da die Drehzahl sofort bis auf 0 fällt. Nun kommt nun noch dazu dass beim Kuppeln im Benzinbetrieb das Auto für etwa eine halbe Minute auftourt und das durch Bremsen noch verstärkt wird. Es war nun auch schon oft in der Werkstatt und man fand das letzte Mal raus, dass es am Unterdrucksystem lag. Wie kann ich mir nun selbst helfen? Denn mit Rückgabe ist nichts, da der Händler von den Problemen nichts wissen will. Der meint, es seien normale Reparaturen. Zylinderdichtungen musste ich auch schon wechseln (hatte der Händler noch gezahlt).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maik, das hört such nach einem jüngeren Auto an, das ab Werk (bzw. ab Händler) mit CNG-Anlage verkauft wurde. Wenn das Auto noch in der Gewährleistungszeit ist, sind alle geschilderten Probleme selbstverständlich Gewährleistungsfälle, die der Händler übernehmen muss. Das kann nach dem Ablauf der Gewährleistungsfrist (meistens nach 2 Jahren) anders sein, kommt aber auf den Zeitpunkt an. In der Tat ist die Beherrschung der von Ihnen beschriebenen Mängel nicht ganz leicht, weil sich zwei voneinander eigentlich unabhängige Kraftstoffsysteme in der Motorsteuerung letztlich doch immer irgendwie stören. Der Händler ist damit wahrscheinlich überfordert. Wenn das Auto noch in der Gewährleistung ist, muss er trotzdem dafür sorgen, dass der Wagen so läuft, wie es zum Zeitpunkt des Kaufs versprochen wurde. Ggf. muss er kompetenteres Personal des Hersteller hinzu ziehen und dafür auch die Kosten tragen. Wenn es Schwierigkeiten in diesem Kunde-Händler-Verhältnis gibt, kann auch die Beauftragung eines Rechtsanwaltes nötig werden.

Frage von Bettina Esser:

Ich habe seit Juli letzten Jahres einen Volvo V40 in der Garage stehen. Was muss ich alles beachten, wenn ich den Wagen wieder in Betrieb nehmen will? Außer die Batterie vorher aufzuladen..

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bettina, ein gutes Jahr ist eigentlich für ein gut gepflegtes Auto kein Problem. Ich würde den Wagen nach der Kontrolle der Flüssigkeiten (Öl, Kühlwasser, Bremsflüssigkeit) mit einer neuen Batterie starten und vorsichtig warm fahren. Dann würde ich alle Flüssigkeiten erneuern: Öl routinemäßig, und die Bremsflüssigkeit und das Kühlmittel, weil diese Fluide alle zwei Jahre erneuert werden sollten. Oder sind die vielleicht kurz vor der Stilllegung gewechselt worden? Dann bleibt es natürlich beim Öl ...

Frage von Lars Kaiser:

Nach einem Werkstattbesuch (Inspektion einschl. Ölwechsel) hat mein VW Polo während der Fahrt den neuen Ölfilter verloren. Die Werkstatt hat den Fehler zugegeben und ihn damit begründet, dass es ein zusätzliches Gewinde zur Aufnahme des Ölfilters im Motorblock gibt und dieses wohl versehentlich und unbemerkt herausgedreht wurde und beim Einschrauben des neuen Filters dann nicht wieder richtig eingeschraubt wurde. Gibt es solch ein Gewinde? Nach den Angaben der Werkstatt gibt es ein zusätzliches Ventil, welches in diesem Fall verhindert, dass das komplette Öl durch die Ölfilteröffnung entweichen kann bzw. ermöglicht, dass der Motor trotz fehlendem Ölfilter noch kurz läuft, ohne dass ein Motorschaden entsteht. Ist dieses tatsächlich so? Oder kann durch diesen Werkstattfehler zukünftig noch ein Motorschaden entstehen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann ich ohne Kenntnis der genauen Umstände leider nicht sagen! Es gibt in der Tat Motoren, bei denen im Ölfilterträger noch weitere Öldrucksteuerelemente sitzen. Die Überdruck- und Bypass-Ventile sitzen jedoch standardmäßig im Ölfilter. Wenn jetzt durch Werkstatt-Schlampereien der Ölfilter mit dem Ölfilterträger komplett abgefallen ist, könnte die Aussage der Werkstatt stimmen. In aller Regel schraubt aber niemand am Ölfilterträger herum (auch ein Lehrling nicht, weil der oft den ganzen Tag nichts anderes macht, als das Öl zu wechseln. Der weiß, was er tut!). Ich hoffe mit Ihnen, dass der Ölverlust keine Spätfolgen hat, genaues kann eigentlich nur eine Motordemontage durch einen Sachverständigen ergeben (teurer als Gebrauchtmotor!).

Frage von Sebastian Moder:

Ich fahre einen Audi A6 2,8 Avant Quattro, Baujahr 1993, mit Automatikgetriebe. Ich stand neulich an einer Ampel, als plötzlich der Motor ausging. Ich startete den Wagen wieder und fuhr normal weiter. Als ich dann von 60 km/h auf 30 bis 40 km/h abbremste, begann der Wagen zu vibrieren und ging wieder aus. Ich vermute, das er nicht mehr runterschaltet.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie sind natürlich am nächsten am Problem `dran! Wenn der Motor regelrecht abgewürgt wird, liegt der Verdacht eines Getriebeproblems nahe. Schaltet die Automatik denn hoch? Immerhin kann das Getriebe nicht hoch schalten, wenn es vorher nicht herunter geschaltet hat. Diese Frage übersteigt meine seherischen Gaben leider etwas, deshalb möchte ich Sie lieber in die Hand von kompetenten (!!) Kollegen (das muss nicht immer der Markenhändler sein ...) überweisen. Oft hilft schon ein Wechsel des Automatik-Öls, hoffentlich bei Ihnen auch!

Frage von Ingo:

Habe einen VW Passat 3BG, 2.0 mit 115 PS. Der Wagen springt morgens beim Starten erst beim zweiten Versuch an. Außerdem nimmt er das Gas schlecht an. Der LMM wurde getauscht; danach wurde nur minimal besser. Der Motor geht zudem beim Bremsen einfach mal aus. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie wäre es denn jetzt mal mit der 3-K-Lösung? Vielleicht schafft ein schwächlicher Zündfunke es nicht, das Kraftstoff-Luft-Gemisch im Zylinder zu entflammen. Und ohne neue Kerzen, Kabel und Kappe ist eine sinnvolle Diagnose weder möglich noch ergebnisorientiert.

Frage von Daniel:

Bei meinem Volvo 850 GLT funktioniert das Gebläse nicht richtig. Besonders bei feuchter Witterung (so scheint es) lässt es sich nicht einschalten. Gelegentlich geht es dann für einige Sekunden an, um gleich wieder Ruhe zu geben. Bei Trockenheit funktioniert es besser, fällt aber auch manchmal aus. Haben Sie eine Idee?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Daniel, ich würde als erstes den Schalter verdächtigen! Bau den mal aus und behandle die Kontakte mit Kontaktspray. Eigentlich sollte das Gebläse dann wieder funktionieren ...

Frage von Gila Schmid:

Ich habe einen Renault Twingo, Baujahr 1999 mit 60.000 km. Dauernd geht die Motorleuchte an. Die Lambdasonde wurde schon ausgetauscht. Nun wir der Kat als Ursache vermutet. Was kann es denn noch alles sein? Der Wagen läuft eigentlich ohne Probleme.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vorab eins: Wechseln Sie die Werkstatt! Wenn die Motorkontroll-Leuchte an ist, müsste auch eine typenoffene Werkstatt den Fehlerspeicher auslesen können und sich nicht auf wage Vermutungen verlassen. Warum die Motorkontroll-Leuchte an geht, steht im Fehlerspeicher. Mit Ferndiagnosen ist es in diesem Fall leider Essig, sorry …

Frage von Frank Rauen:

Meine Freundin fährt einen Mitsubishi Lancer Station Wagon 1,6 GLXi 16V mit Automatikgetriebe. Und eben dieses Automatikgetriebe spinnt. Während der Fahrt hörte die Schaltung auf zu schalten. Dann hielten wir an und fuhren immer ein wenig an, hörten dann ein Schleifen. Dann hat es geknattert und der Gang sprang raus. Wenn man jetzt zwischen den ganzen Stufen hin und her schaltet, schaltet das Getriebe nur noch nach Belieben, beim Anfahren schaltet es gar nicht mehr hoch oder es springt raus. Der Rückwärtsgang lässt sich gar nicht mehr einlegen. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, das hört sich leider sehr stark nach der finalen Phase der Automatik an! Vielleicht hilft noch ein Wechsel des ATF, wahrscheinlich muss aber ein neues/gebrauchtes Getriebe her. Wenden Sie sich mit diesem Problem am besten an einen auf Automatiken spezialisierten Betrieb. Einschlägige Adressen kann Ihnen jeder Taxifahrer geben, weil die Jungs fast immer Automatik fahren …

Frage von Sabine:

Mein Renault Twingo, Baujahr 1997, 50.000 km läuft beim Starten manchmal nicht richtig. Erst wenn ich Gas im Leerlauf gebe, geht es wieder vorwärts. Und beim Fahren zuckelt er manchmal als ob er kein Gas annimmt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nach zehn Jahren und 50.000 km würde ich dem guten Clio mal eine Motorinspektion gönnen (neue Luftfilter, Kerzen, Zündkabel, Verteilerkappe). Zur Abrundung vielleicht noch ein Kanisterchen mit Öl und einen Ölfilter. Wenn das alles nichts bringt, würde ich das Drosselklappenpotentiometer verdächtigen …

Frage von U. Borszcz:

Ich habe einen VW Passat 1,9 TDI mit 130 PS (AWX). Beim Beschleunigen fängt es aus dem Motorraum an zu quietschen, etwa bei Drehzahl 1900 bis 2200 - und das bei jedem Gangwechsel. Im Stand (ohne gang) tritt das Quietschen nicht auf! Ist der Turbo defekt oder ist nur etwas undicht bzw. locker? Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein etwas schlapper Antriebsriemen der div. Nebenaggregate sein. Oder es ist das Lager einer Spannrolle des Antriebs- oder Zahnriemens. Oder es ist das Lager der Lichtmaschine, das bei den genannten Drehzahlen mal wieder richtig Druck hat. Oder es ist eine Resonanzdrehzahl ... Leider aus der Ferne kaum zu beurteilen!

Frage von Sarah Kuppinger:

Mein Freund fährt einen Skoda Oktavia 1,9 TDI und hat seit einiger Zeit Probleme mit dem Kühlwasser. Innerhalb von zwei bis drei Wochen musste er sechs Mal das Kühlwasser nachfüllen, weil jedes Mal die Kühlwasseranzeige aufgeleuchtet war. Wir waren dann bei einer freien Kfz-Werkstatt. D haben die erst einmal die Wasserpumpe gewechselt, weil sie etwas undicht war. Nach einer Woche ist das gleiche Problem wieder aufgetreten. Vor ein paar Monaten war schon mal das gleiche, nur nicht so häufig und da wurde gar nichts festgestellt, obwohl das Auto in einem Autohaus war. Können Sie uns helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sarah, füllt Dein Freund Kühlwasser nach, weil die Lampe blinkt oder weil tatsächlich Kühlwasser fehlt? Manchmal spinnt nur der Schwimmer im Vorratsbehälter und lässt das Lämpchen blinken. Dann füllt man nach, obwohl alles voll ist (überfüllt also…), was dann sofort wieder über den Überlauf auf die Straße gedrückt wird. Die Lampe blinkt wieder und so weiter. Ich würde erst mal den Schwimmer erneuern (natürlich nur, wenn eigentlich kein Kühlwasser fehlt…). Fehlt wirklich etwas, tropft es entweder an einer undichten Stelle aus dem System (Marderbiss, lockere Schlauchschelle, undichter Kühler, etc.) oder die Zylinderkopfdichtung lässt Kühlmittel in die Verbrennungsräume, wo es zu Dampf vernebelt und durch den Auspuff geblasen wird (das die teurere Variante: neue Zylinderkopfdichtung!). Die Kunst liegt in der richtigen (!!) Diagnose …

Frage von Karl Lindtke:

Gerade habe ich mir einen gebrauchten Renault Kangoo, Baujahr 2000, gekauft. Leider konnte mir der Autohändler dazu keine Betriebsanleitung mitgeben. Wo kann ich mir solch eine besorgen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Karl, lenke Deinen Schritt zum nächsten Renault-Händler und kaufe dort am Ersatzteiltresen eine Bedienungsanleitung für Dein Auto. Alternativ lohnt auch die Frage danach bei einem größeren Autoverwerter. Die haben oft ganze Schränke mit «Autoliteratur» gefüllt …

Frage von Frank Dietrich:

Ich fahre einen VW Passat 3b und habe mit der Lenkung Probleme. Die hat irgendwo Spiel. Wenn ich bei laufendem Motor das Lenkrad schnell nach links und rechts bewege, wie es bei einem Ausweichvorgang der Fall wäre, habe ich ein Geräusch, als hätte ich irgendwo Spiel. Die Spurstangenköpfe sind in Ordnung. Kann es das Lenkgetriebe sein? Die Querlenker sind neu.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es könnten auch die inneren Spurstangengelenke sein. In Frage kommt aber auch (und damit hast Du recht …!) das Lenkgetriebe. Ist denn noch genügend Öl im Servosystem? Vielleicht fehlt es ja am nötigen (dämpfenden!) Druckpolster, um den eckigen Bewegungen des mit Hebeärmchen am Lenkrad zerrenden «Chauffeurs» etwas die Spitze zu nehmen. Eine Austausch-Servolenkung bestellt übrigens ATU aus dem Katalog. Das spart einiges gegenüber einem «Originalteil», das auch nur von einem Zulieferer hergestellt wir. Und der liefert nicht nur an VW (und wird dort geknebelt, was die Preise anbelangt …), sondern auch an freie Zubehörhändler. Ich drücke Ihnen die Daumen, dass die alte Lenkung drin bleiben kann!

Frage von Lothar Briesenick:

Ich haben einen Mercedes C 320, Baujahr 1993, 120. 000 km. Der Zeiger des Tankanzeigers springt und zappelt hin und her, wenn der Tank halb voll ist. Soll wohl entweder am Tankgeber oder am Kombiinstrument liegen. Was mich nur wundert ist der Umstand, dass der Zeiger nicht zappelt, wenn das Auto steht und ich hinten am Kofferraum wippe. Auch wenn ich auf das Armaturenbrett klopfe, zappelt nichts. Was kann die Ursache des Zappelns sein? Wo würden Sie als erstes anfangen zu reparieren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das deutet auf ein Masseproblem am Kombiinstrument hin. Möglich ist der Stecker zum Kombiinstrument mit seinen Kontaktfähnchen (unwahrscheinlich) oder eine «kalte» Lötstelle (wahrscheinlicher). Wo Sie genau suchen müssen, kann ich aus der Ferne auch nicht sagen, zu vielfältig sind die Varianten.

Frage von Niko:

Meine Freundin hat ein Problem mit ihrem VW Polo mit Kat, 1,3 l, Baujahr 1991 und 171. 000 km (Motor NZ)! Der Wagen geht während der fahrt einfach aus und springt dann erst nach etwa ein bis fünf Stunden wieder an. Das ist aber auch nicht immer so. Nur etwa ein bis zwei Mal in zwei Wochen geht er bei normaler Fahrt aus. Wenn er läuft, dann ohne Probleme im kalten wie im warmen Zustand!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Niko, das könnten zwei hässliche Probleme sein, die sich ungünstig überlagern. Zum einen habe ich den Motortemperaturfühler im Verdacht, der die Heißstartprobleme verursacht. Das Ausgehen würde ich dem Schalter im Zündschloss anlasten, der bei fast allen älteren VWs irgend wann einmal auf gibt. Beide Teile sind recht preiswert (je ca. 30 Euro), aber der Zündschalter erfordert recht viel Einbauaufwand. Vielleicht kannst Du das ja machen, dann bist Du mal wieder für ein paar Tage der Held ...

Frage von Josef Heffels:

Habe mir einen Fiat Stilo 1.6 16V Benziner gekauft, Baujahr 2003 mit 58.000 km. Wenn ich den Motor starte, nagelt er 30 Sekunden lang wie ein Diesel. Danach läuft der Motor normal. Das macht er aber nur wenn er länger gestanden hat. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das sind die «Hydros» (Hydrostößel = hydraulischer Ventilspielausgleich). 16 Stück sind im Motor, einer oder mehrere sind nicht mehr völlig in Ordnung. Du kannst im Sommer etwas dickeres Öl verwenden, oder das «Hydro-Additiv aus dem Zubehör. Das ist aber alles Frickelei, letztendlich hilft nur der Austausch aller 16 Hydros (weil man leider nie weiß, welcher Stößel defekt ist). Die Stößel sind nicht sehr teuer, da macht es die Menge. Dazu kommt der Einbau, ca. 500 Euro wird der Spaß schon kosten …

Frage von Regina Fromm:

Ich würde doch gern noch wissen, wie das Wechselintervall bei der Steuerkette beim Opel Corsa 1.0 ist? Woran merkt man, wenn das Teil seinen Geist aufgibt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Regina, ein Wechselintervall für die Steuerkette ist mir gar nicht bekannt! Eigentlich müssen Steuerketten erst nach astronomischen Laufleistungen getauscht werden (ca. 160.000 km), vorher kann allerdings der Steuerkettenspanner erlahmen und für Handlungsbedarf sorgen. Wenn Du deutlich schlagende Geräusche aus dem Steuerkettenschacht hörst, wenn der Motor im Leerlauf läuft, ist es jedenfalls Zeit für den Wechsel …

Frage von Martin Dettling:

Mein Renault Kangoo 1.9 dti von 2002 (140.000 km) hat seit kurzer Zeit massiven Leistungsverlust in allen Drehzahlbereichen. Das Motoröl sieht normal aus. Den Turbo höre ich zumindest noch pfeifen wie üblich. Ich ziehe auch keine sichtbare Abgaswolke hinter mir her. Im Internet habe ich etwas von verrußtem Abgasrückführventil gelesen. Allerdings wurde auch erwähnt, das dies nur die sichtbare Auswirkung für das Problem sei und nicht die eigentliche Ursache für schlechtes Gemisch. Das Auto hatte kürzlich einen großen Service, bei dem u. a. Diesel und Luftfilter ersetzt wurde. Können Sie etwas zu dem Problem sagen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, wenn der Leistungsmangel mit dem großen Service im Zusammenhang steht, würde ich noch einmal in die Werkstatt fahren und um Nachbesserung bitten. Wenn z. B. auch der Zahnriemen gewechselt worden ist, ist auch die Einstellung der Einspritzpumpe berührt gewesen. Und wenn die verändert wurde, muss auch das Potenziometer für die Einspritzsteuerung neu kalibriert werden (da gab es in Deutschland mal eine technische Info an die Werkstätten von Renault …). Ich glaube jedenfalls, dass es nur eine Kleinigkeit / Einstellungssache ist!

Frage von Cihan Güneyli:

Hallo Herr Kessler, wie so viele hier bitte ich Sie um Rat. Mein VW Passat 1,9 TDi mit 90PS, Baujahr 2000, hatte vor drei Wochen einen Motorschaden: Ventilabbruch auf der Autobahn. Der obere und der untere Motorblock wurden gewechselt, die Aggregate wurden wieder eingebaut. Nun geht der Wagen fast immer aus wenn ich den Fuß vom Gaspedal nehme. Sporadisch läuft er eine Stunde durch im Stand. Sehr oft aber geht er einfach aus, lässt sich aber wieder Anmachen. Auch ich bitte Sie um Hilfe, und danke Ihnen für diesen gelungenen Webauftritt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Cihan, wenn der Motor beim Gasgeben normal reagiert und der Verbrauch im üblichen Rahmen bleibt, ist wahrscheinlich nur eine Kleinigkeit an der Gasbetätigung nicht richtig fest oder nicht richtig eingestellt. Wenn das Problem reproduzierbar ist, würde ich zu der Werkstatt fahren, die den Motor repariert hat, und um Nachbesserung bitten. Solange die Vorglühkontrolle nicht während der Fahrt aufleuchtet, ist es kein elektronisches Problem. Machen Sie sich keine Sorgen, nach so einer «großen» Reparatur muss der Motor fast immer erst ein paar hundert Kilometer bewegt werden, bis alles «sitzt» und sich alles aufeinander eingespielt hat. Erst dann ist eine endgültige Feinabstimmung sinnvoll.

V. Bauer-Kotselidis:

Bei meinem Toyota Carina, Baujahr 1996, ist die Lambdasonde defekt. Unsere «Hauswerkstatt» (keine Toyota-Werkstatt), mit der wir eigentlich seit Jahren zufrieden sind hat sich bemüht, eine gebrauchte Lambdasonde aufzustöbern (neue kostet 490 Euro), was sich als sehr schwierig herausgestellt hat, weil es sich um eine sehr seltene Ausführung handelt (Magermixmotor). Nun habe ich in einer Toyota-Werkstatt nachgefragt, ob die zufällig eine haben und dem Meister dort auch die Symptome, die das Auto seit Wochen hat, näher beschrieben: nach einiger Zeit, kann auf der Autobahn auch erst nach 200 Kilometer sein, fängt der Motor an zu stottern, er nimmt das Gas nicht mehr an und wird langsamer. Das kann plötzlich auch wieder aufhören, ist aber ziemlich lästig, wenn die Lkws am Berg hinter einem am Hupen sind. Der Toyota-Meister sagte, mit einer defekten Lambdasonde könne ich noch zwei Mal die Welt umkreisen, das Problem liegt gewiss nicht daran. Könnten Sie mir vielleicht genau sagen, was für Symptome auftauchen, wenn diese Sonde defekt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Lambdasonde ist quasi die Nase im Auspuffrohr und erschnüffelt dort den Sauerstoffanteil im Abgasstrom. Wenn der nicht ideal ist (und Lambda ungleich eins ist …), gibt sie ein Signal an das Motormanagement, damit das Kraftstoff-Luft-Gemisch verändert wird (Ziel ist ja bekanntlich die schadstofffreie Verbrennung ...). Wenn das wegen einer defekten Lambdasonde nicht mehr klappt, müssten erstens die Abgaswerte sehr schlecht werden und zweitens der Verbrauch in die Höhe schießen. Die Schilderung Ihres Problems lässt mich auch eher an den Luftmassenmesser oder das Drosselklappenpotentiometer denken als an die Lambdasonde. Holen Sie sich doch noch eine Zweitmeinung ein, z.B. von einem AU-Spezialisten von TÜV oder DEKRA. Übrigens: die Lambdasonde für die Magermix-Motoren gibt es leider wirklich nicht im freien Ersatzteilhandel! Wenn die Sonde tatsächlich defekt ist, wird es leider teuer …

Frage von Fritz:

Sehr geehrter Herr Kessler, jetzt bin ich auch am Ende meines Wissens. Seit einiger Zeit leuchtet die Motorsystemanzeige meines Ford Focus Turnier. Die Lambdasonden wurden ausgewechselt. Umsonst! Im April 2007 musste eine Zündspule erneuert werden. Danach lief das Auto ohne o. g. Anzeige. Nun soll ich einen neuen Kat versuchen. Preis etwa 1100 Euro! Das Diagnosegerät zeigt an: Lambdasonde und Spritverbrauchsanzeige. Immer wieder wurde der Fehler gelöscht. Und nun brennt die Lampe wieder. Ich denke nicht, dass es der Kat ist. Können auch andere Geber die Ursache sein? Oder die Zündkerzen? Die Abgaswerte sind o.k. Ich wäre Ihnen sehr dankbar wenn sie mir einen Tipp geben könnten.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Fritz, wenn die Abgaswerte o.k. sind, ist der Kat auch nicht defekt! Leider wird beim Aufleuchten der Motorkontrolle und unklaren Ergebnissen aus der Fehlerspeicherauslesung erst die Lambdasonde, dann der Kat und schließlich das Steuergerät gewechselt, und zwar auf Verdacht. Die Spritverbrauchsanzeige ist eigentlich nur ein Chip, der aus div. Signalen der div. Geber den aktuellen und den Durchschnittsverbrauch errechnet und anzeigt. Ist der Verbrauch denn auch o.k.? Wenn er zu hoch ist, würde ich die Lambdasonden noch einmal in Augenschein nehmen. Wenn der Verbrauch stimmt, bleibt nur noch die Suche unter den Gebern, die Signale an den Verbrauchsrechner schicken (Geschwindigkeit, Drehzahl, Drosselklappenpoti etc.). Nicht ganz einfach, da kann die so hoch gelobte Ford-Vertragswerkstatt und der Backup aus Köln mal zeigen, was sie so `drauf haben ...

Frage von Christian Weber:

Ich fahre einen Opel Vectra B mit Xenon-Scheinwerfern. Da die Lichtausbeute subjektiv sehr gering war, habe ich eine Fachwerkstatt aufgesucht und die Leuchtmittel auswechseln lassen. Dies ergab jedoch kein positives Ergebnis. So habe ich die Leuchtmittel für das Fernlicht ausgebaut, habe mit einem Wattebausch an der Innenseite des Scheinwerfers gewischt und festgestellt, dass diese von innen total verschmutzt ist. Gleiches gilt für die Linsen. Ist dies «normal» oder liegt hier ein Sachmangel vor. Kann man diese Verschmutzungen selbst beseitigen oder ...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist natürlich nicht normal! Auf dem Reflektor und im Scheinwerferinnern hat Schmutz und Feuchtigkeit nichts zu suchen! Wenn der Scheinwerfer verschmutzt, ist irgendwo eine Dichtung defekt und lässt Fremdkörper in das Scheinwerferinnere. Ich würde nicht zögern und neue Scheinwerfer einbauen, weil sonst das schöne teure Xenon-Licht für die Katz ist. Im Vergleich zu den Xenon-Brennern ist der Rest der Leuchte ja fast geschenkt ...

Frage von Gilberto:

Wie wechsle ich bei einem VW Polo, 1,4 l, Baujahr 2001, den Luftfilter? Habe Angst an den ganzen Kasten etwas fester zu ziehen, um ja nichts kaputt zu machen. Würde mich über ihre Hilfe sehr freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

VW hätte es wohl am liebsten, wenn man selbst zum Wechsel des Luftfilters in die VW-Vertragswerkstatt führe … Die Vorgehensweise ist folgende:
1. Den ganzen Luftfilterkasten (auf dem die Motorbezeichnungsteht, z.B. 1.4 16V) abziehen (dabei nicht übertreiben, daran hängt noch ein Schlauch…)
2. Den ganzen Kasten um 90° kippen (die Unterseite zeigt zu Dir!)
3. Jetzt müsstest du unten am Kasten 4 Schrauben sehen.
4. Schrauben heraus drehen und den Deckel des Luftfilterkastens ab ziehen.
Der Rest ist selbsterklärend, der Zusammenbau erfolgt genau umgekehrt wie oben beschrieben …

Frage von Anne Siepmann:

Ich fahre einen elf Jahre alten Seat Toledo, der seit einiger Zeit merkwürdige Geräusche beim Bremsen macht. Die Bremsen selbst sind neu gemacht u. nicht das Problem (habe ich schon abklären lassen). Die Geräusche treten auch nicht regelmäßig auf. Aber wenn, hört es sich an, als ob Metall auf Metall schrabbt. Bremsen tut der Toledo trotzdem, wenn man sich von diesem Geräusch nicht abschrecken lässt. Fährt ihn ein Mechaniker, macht er es natürlich nicht. Wenn es anfängt, merke ich es, sobald ich das Pedal antippe. Es ist rauh und es fühlt sich an, als müsste sich da erst etwas entwirren. Das Geräusch ist einfach nur abschreckend, so dass man wirklich erst mal den Fuß von der Bremse nimmt. Zudem ist es total laut; jeder kann es hören. Langsam aber sicher macht es mir Angst. Vielleicht sollte ich noch erwähnen, dass der Wagen tiefer gelegt ist.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Anne, wenn das mein Auto wäre, würde ich damit mal ein paar Runden Nordschleife fahren, danach ist das Geräusch sicher weg… Ich tippe auf teilweise verglaste Bremsbeläge, alternativ kann es sich auch um Korrosion nach längerem Stehen handeln. Ich glaube an keinen Defekt, sondern eher an Schmutz/Rost/Abrieb zwischen den Belägen und der Scheibe. Wenn Du aus höherer Geschwindigkeit mehrmals bis fast zum Stillstand herunter bremst, müsste das Problem weg sein. Jedenfalls kein Grund für teure Reparaturen …

Frage von Uwe Schukat:

Mein Seat Toledo, 88 PS, Baujahr 1992, qualmt aus dem Auspuff beim Starten, wenn er etwas länger gestanden hat.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wieviel hat der Spanier denn schon auf der Uhr? Ist der Qualm eher weiß oder eher blau? Wenn er weiß ist, dürfte es sich um Wasserdampf handeln, der in Maßen normal ist. Sollte allerdings der Kühlwasserstand fallen, ist das oft die Zylinderkopfdichtung oder ein Riss im Kopf (beim Toledo unwahrscheinlich …). Wenn der Rauch blau ist, verbrennt während der ersten Motorumdrehungen Motoröl. Das kann durch undichte Ventilschaftdichtungen in den Brennraum gesickert oder durch verschlissene Ölabstreifringe in den Kolben nicht von der Zylinderwand abgestreift worden sein. Ich tippe auf die Ventilabstreifringe. Die Reparatur kostet etwa 350 Euro.

Frage von Michael Poweska:

Ich habe einen Renault Clio 2. Der TÜV bemängelte Spurstangen und Spurstangengelenke. Nun habe ich mir die neuen Teile im Zubehör besorgt. Bekomme die alten Spurstangen aber nicht heraus. Was gibt es für eine Möglichkeit sie ohne Beschädigung heraus zu schrauben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Für die Demontage benötigt man einen sogenannten Kugelbolzenabdrücker. Bitte beim Kauf nicht sparen, die besseren Werkzeuge kosten immer etwas mehr. Wenn Sie die Spurstangengelenke bzw. die Spurstangen erneuert haben, muss die Vorderachse neu eingestellt werden (Achsvermessung), sonst zieht das Auto beim Fahren in alle möglichen Richtungen und radiert die Vorderreifen in 250 Kilometer auf 0mm Profiltiefe (Übertreibung macht anschaulich …

Frage von Katrin T.:

Hallo Herr Kessler, ich fahre seit einem Jahr einen Renault 19, Baujahr 1995. Bisher gab es keine Probleme. Vor einer Woche habe ich das erste mal festgestellt, dass der Wagen bei feuchtem, kühlen Wetter (Morgennebel) nicht anspringt. Tagsüber gab es keine Probleme mehr, auch nicht bei starkem Regenwetter. Nun musste ich wieder nachts bei kühlem Nebelwetter starten und das gleiche Problem trat wieder auf. Alle elektrischen Funktionen sind in Ordnung, nur starten kann ich nicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Katrin, wende die 3-K-Lösung an! Die Ks sind in Zündkerzen, Zündkabeln und Verteilerkappe enthalten. Diese Teile müssen erneuert werden, dann funkt es auch unter Wasser wieder perfekt ...

Frage von Gerit:

Ich fahre einen Ford Fiesta, Baujahr 1993 mit 50 PS. Beim Fahren - egal in welchem Gang - ruckelt er in regelmäßigen Abständen. Als wenn man kurz voll auf die Bremse gehen würde. Der Benzinverbrauch ist im normalen Bereich, aber die Leistung hat stark nachgelassen. Kann im fünften Gang maximal noch 120 fahren. Bei steilen Bergstraßen muss sich bis in den zweiten runter. Ein Kumpel von mir hat gesagt es könnten die Zündkerzen sein oder der Zündverteiler, da ich die seit 100.000 Kilometer nicht gewechselt habe. Stimmt das? Können Sie mir helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das nennt man «Wartungsstau», lieber Gerit! Eigentlich müsste man dem Fiesta gratulieren, dass er in diesem Zustand überhaupt noch zu einer Leistungsabgabe in der Lage ist. Der Kent-Motor ist aber auch einer der genügsamsten, da kann man schon mal eine Inspektion auslassen (was ich natürlich keineswegs empfehle….). Also: Besorg´ Dir einen Satz Zündkabel, einen Satz Zündkerzen, eine neue Verteilerkappe, einen passenden Verteilerläufer und ein Selbsthilfe-Buch. Darin steht, wie die Teile gewechselt/eingebaut werden. Als Krönung und Sahnehäubchen würde ich dann noch die Ventile einstellen; das bringt noch mal 10 km/h Spitze zusätzlich ...

Frage von Stephan Werner:

Wollte mir ein Chevrolet Nubira (Baujahr 1998) kaufen. Der Wagen hat aber einen gerissenen Zahnriemen. Können Sie mir sagen ob der Wagen ein Freiläufer ist und der Kauf sich lohnen würde?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stephan, normalerweise ist das immer ein wirtschaftlicher Totalschaden, den man geschenkt bekommen müsste. Wenn Du die Reparatur selbst machen willst, solltest Du aber wissen, wie man einen Motor wechselt. Die Reparatur von Ventiltrieb, Kolben etc. lohnt auf keinen Fall (kostet in der Werkstatt 2000 Euro!). Sinnvoller ist ein Austausch des ganzen Motors. Der Motor ist übrigens kein Freiläufer!

Frage von Peter Kordes:

Ich fahre einen Ford Focus, Baujahr 2000, 75.000 km gelaufen. Seit die Sommerreifen montiert sind hören sich die Reifen so laut an.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein subjektiver Eindruck sein! Man täuscht sich gerade bei Geräuschen gerne mal…. Vielleicht liegt das Problem auch an ungleichmäßig festgezogenen Radschrauben, die zu Verzug der Flansche und damit zu Verzug der Bremse geführt haben. Das ist aber nur eine schwache Vermutung; lösen Sie die Radschrauben noch einmal und ziehen Sie diese mit dem in der Bedienungsanleitung genannten Moment wieder fest (Drehmomentschlüssel verwenden!!)

Frage von Georg Fabian:

Hallo, wie finde ich die Zündkerzen bei meinem Opel Corsa C, Baujahr 2001?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unter der vorderen Haube im Zylinderkopf! Im Zweifelsfall würde ich die Zündkabel verfolgen: An deren Ende sitzt jeweils ein Kerzenstecker, der abgezogen werden muss. Darunter werden dann die Isolatoren der Zündkerzen sichtbar. Wenn die Zündkerzen aus dem Motor heraus geschraubt werden sollen, empfiehlt sich die Verwendung eines speziellen Werkzeuges. Der Fachmann sagt dazu passenderweise „Zündkerzenschlüssel“. Viel Erfolg bei der Suche wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Rainer Maurer:

Hi Andreas. Ich habe meinen Zweitwagen verborgt und der Fahrer wurde innerhalb einer geschlossenen Ortschaft mit einer um 31km/h zu hohen Geschwindigkeit geblitzt. Mir wurde als Fahrzeughalter ein Bild vom Fahrer zugesandt. Darauf ist jedoch nicht nur mein Auto zu sehen, sondern auch ein entgegenkommendes. Des weiteren ist die Bildqualität so schlecht, dass ich den Fahrer nicht mit Sicherheit erkennen kann und ich auch nicht mehr weiß, wem ich das Auto geliehen habe. Was kann ich nun machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rainer, da ich kein Anwalt bin, empfehle ich die Weiterleitung des amtlichen Schriftverkehrs (innerhalb der gesetzlichen Fristen!!) an einen entsprechenden Vertreter der Jurisprudenz. Aus Erfahrung weiß ich, dass bei schlecht erkennbaren Fotos und weiteren Autos auf dem Blitzerfoto oft ohne weiteres das Verfahren eingestellt wird. Allerdings nur, wenn ein Rechtsanwalt an die Behörde schreibt. Schreibst Du, nerven die Dich so lange, bis Du zahlst ... Da es hier aber um Punkte in Flensburg und sogar ein Fahrverbot geht, würde ich den Weg zum Anwalt nicht scheuen (vielleicht zahlt das ja dann Dein Freund, der die Punkte schließlich auch bekommen würde!). Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Andreas König:

Unser Golf I Cabrio macht Stress und ich finde die Ursache nicht. Wenn er läuft, dann läuft er prima. Nur manchmal springt er nicht an, dann heißt es ein bisschen warten und er springt an, oder er geht während der Fahrt aus. Jetzt heißt es wieder warten, und dann geht er wieder an. Ist ein 2H, habe Zündendstufe, Kerzen, Kabel, Zündspule, Kappe, Finger etc. schon getauscht. Ich weiß nicht weiter. Was könnte das noch sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tja, Andreas, was kann das sein? Ich würde an Deiner Stelle einen neuen Lenk-Anlass-Schalter einbauen (oder wenigstens kaufen und im Ausfall-Fall anstecken und testen….). Das ist immer meine letzte Rettung, die aber schon oft des Rätsels Lösung war. Ich hoffe auch bei Dir….

Frage von Werner Richter:

Ich habe einen Opel Omega B MV6, Baujahr 1998, 125.000 km.Wenn der Motor kalt ist, ist ein metallisches Klappern zu hören, dass ich durch Gasgeben verändern kann. Es klirrt bisweilen, als wäre eine lose Schraube im Motor. Nach etwa einem Kilometer flacht das Geräusch ab und verschwindet. Die Abgaskrümmer habe ich planen und wechseln lassen. Danach war das Klappern für eine Woche verschwunden, doch jetzt ist es wieder da.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach einem Leck am oder im Abgaskrümmer an (Riss!). Dieses Leck verschwindet dann irgendwann mit zunehmender Erwärmung / Dehnung des Krümmers. Abhilfe schafft nur ein neuer, rissfreier Krümmer. Oder ein Spezialist, der den Riss findet und zuschweißen kann (das ist bei Gusskrümmern schwierig, aber nicht unmöglich …).

Frage von Sascha Richter:

Bei meinem Opel Vectra GTS, Bj. 02, bleibt während der Fahrt ab und zu die Tachoanzeige stehen. Dann - wie aus dem Nix - funktioniert es wieder. War jetzt schon in drei Werkstätten und keiner kann mir weiter helfen, ich hoffe doch Sie. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach einem defekten (Kurzschluss) Geschwindigkeitsgeber im Getriebe an. Vielleicht sitzt der «Kurze» auch im Kabel zwischen Geber und Tacho. Sollte die Überprüfung dieser beiden Möglichkeiten nichts bringen, einfach mal Kontakt zum Spezialisten aufnehmen: www.fett-electronic.de

Frage von Michael Braun:

Moin Herr Kessler, habe einen Seat Terra 1.4 D (Polo-Maschine), bei dem ich jetzt zum dritten Mal den Anlasser getauscht habe. Immer wieder ist der Magnetschalter defekt. Kann es vielleicht das Start-Relais sein? Wenn ja welche Bezeichnung hat es oder Klemmen-Bezeichnung konnte es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Micha, das Relais für den Anlasser ist der Magnetschalter! Der kann aber sehr wohl ständig defekt sein (verschmoren…), wenn etwas mit dem Ritzel und der Verzahnung im Schwungrad nicht stimmt. Ich hatte mal so einen Fall, bei dem innerhalb von vier Monaten drei neue Anlasser kaputt gingen. Nach einem prüfenden Blick auf die Verzahnung des Schwungrades, also da, wo das Ritzel greift, konnten man sehen, dass die Zähne angefressen waren. Durch das zu große Spiel und die ständig zu hohe Last floss durch den Magnetschalter ein zu hoher Strom. Ein neues Schwungrad schaffte Abhilfe. Leider war das ganze sehr, sehr teuer.

Frage von Susan Ostwald:

Ich fahre einen Audi A3, Baujahr 1997! Der ist momentan in der Werkstatt, weil nach einem Austausch des ABS-Sensors ständig eine Warnmeldung im Cockpit angeht (gleichzeitig mit der ABS Leuchte) und dann auch die km/h Anzeige nicht mehr funktioniert und keine gefahrenen Kilometer mehr gezählt werden! Die Werkstatt sagt, es wäre das ABS-Steuergerät defekt! Kann das sein? Und kann es sein, dass das Gerät allein 550,- € kostet? Danke im Voraus für die Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Susan, das kann ohne weiteres die Folge einer Montagepanne sein! Wenn der Tacho weder die Geschwindigkeit noch die Wegstrecke anzeigt, bekommt er wahrscheinlich kein Geschwindigkeitssignal. Vielleicht ist nur der Stecker vom Geber am Getriebe abgerutscht? Und ohne dieses Signal kann der ABS-Rechner auch keine sinnvolle Berechnung anstellen und gibt eine Fehlermeldung heraus…. Ich würde mich keinesfalls bereit erklären, ein so ein sau-teures ABS-Modul zu bezahlen, weil es dann u. U. noch die gleichen Probleme gibt. Als erstes würde ich mir in einer anderen Werkstatt eine Zweitmeinung einholen, dann wissen alle Beteiligten mehr…

Frage von Legrand:

Mein Mazda MX 5, Baujahr 1996, 66 kW hat keinen Zündfunken mehr.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dann ist ja alles o.k.! Mehr Zündfunken kann der Motor ohnehin nicht verarbeiten…. Sollte es allerdings gar keinen Zündfunken mehr geben, würde ich zuerst einmal die Zündspule wechseln. Wenn das nichts bringt, wird es teuer: Die Diagnose muss dann nämlich ein Fachmann durchführen, und bei der Vielzahl der Möglichkeiten kann das länger dauern….