Fragen an den Autopapst im Oktober 2015

Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette
Autopapst Andreas Kessler © AG

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Lada.

Frage von Albert Laschetzki:

Hallo Herr Keßler, bin ein oller Dussel. Habe mir nach einem Daewoo Matiz mit Gas nun nach 10 Jahren - vor drei Jahren - einen Lada Kalina 1,4 Kombi, 90 PS, Bj.12, mit Autogas gekauft. Läuft gut, Gasverbrauch 6,5 bis 7 Liter, tanke in Polen. Haben Sie Erfahrungen/Meinungen zu diesem Hersteller und Typ. Danke für ihre coolen Sendungen, voll i.O , Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Albert, der Lada Kalina ist ein Auto auf dem technischen Niveau der frühen 90er des letzten Jahrhunderts mit einer Qualität, die nochmals 10 Jahre früher herrschte..... Das Fahrwerk ist in meinen Augen geradezu gefährlich, eine Postkutsche fährt kaum schlechter. Das ist aber alles nicht so schlimm, ein Satz Stoßdämpfer eines Markenherstellers dürfte das kurieren. Immerhin ist die Technik überschaubar und die Defizite bei der Herstellung des Autos kann jede bessere Werkstatt beheben. Fahren wird der Wagen ewig; ob er das darf (Rost, Elektrikprobleme bei der HU....) wird die Zeit zeigen. Den Gasverbrauch finde ich super.... Gute Fahrt wünscht der Autopapst.

Frage von Lutz Solarek:

Sehr geehrter Herr Kessler, Riesenproblem! Ich habe mich am 04.10.2015 mit einem eigentlich unkaputtbaren VW Golf 3, 1,8 Liter, 75PS überschlagen, Fahrfehler. Niemand getroffen, ich auch heile... Da ich im Ausland arbeite und meinen Job nicht gefährden wollte, habe ich kurzfristig, übereilt einen VW Golf 4 gekauft.... TÜV bis 8/2017. Auf der Rückfahrt leichte Geräusche. Darum bin ich (was man eigentlich vorher macht) zu ATU gefahren und habe einen TÜV Check machen lassen. Ergebnis: Niederschmetternd... Rücknahme vom Verkäufer abgelehnt. Ich werde alles selbst reparieren lassen müssen. Problem, das Fahrzeug soll einen Austauschmotor bekommen haben. Es ist ein 1,6 Liter mit 105 PS, der bei ca. 100km/h unglaublich laut wird und bis auf 4000 U./min. hochdreht. Kann das sein? Und kann man einen Austauschmotor nachweisen. Es gibt keinerlei Unterlagen. Ich weiß, sehr geehrter Herr Kessler, man kauft so etwas nicht.... Hat mir die Polizei auch gesagt, aber es ist nun einmal passiert. Mit freundlichen Grüßen, Lutz Solarek.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Lutz, welches Ergebnis ergab den der Check bei ATU? Die relativ frische Hauptuntersuchung könnte bei Vorliegen schwerwiegender Mängel interessant für die interne Revision der zuständigen Prüforganisation sein (schwarze Schafe gibt es unter den Prüfern immer wieder....!). Das „hochdrehen“ des Motors könnte an einer rutschenden Kupplung liegen; wenn der Motor bei hoher Leistung laut wird, wäre das die Erklärung. Such Dir eine Werkstatt, die Dich mit diesem Thema betreut! Und: Es könnte besser sein, das Auto wieder zu verkaufen! Ein anderes, besseres Auto ist möglicherweise für weniger Geld zu bekommen als die Reparatur des Fehlkaufs kostet. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Sascha Nicolai:

Guten Tag, bei meinem Mercedes B180 ( BJ 2011, 32400Km) ist hinten links die Feder am Federteller gebrochen. Dies ist ein häufiges Problem bei dieser Baureihe und im Internet steht, dass Mercedes da recht kulant ist. Meine Vertragswerkstatt räumt mir diese Kulanz nicht ein. Sie sind der Meinung, dass die Feder durch einen Steinschlag beschädigt wurde und durch Rost an dieser beschädigten Stelle gebrochen ist. Trifft diese Aussage zu? Kann eine Feder dadurch brechen? Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Sascha, die Version der Werkstatt ist theoretisch möglich.... In der Regel kommt die Korrosion aber durch Schmutz in den Federtellern, der schmirgelnd wirkt und so die Beschichtung zerstört. Wenn dann Wasser an den Federstahl kommt, beginnt dort der Rost zu wüten. Und Rost = Kerbwirkung, früher oder später knackt die Feder dann dort weg. Das betrifft alle neueren Autos, Federbrüche sind aktuell so häufig wie durchgerostete Auspufftöpfe. Kulanz / Garantie / Gewährleistung kannst Du knicken (Dein Auto ist zu alt!). Ausnahme: Du hast das Auto erst vor kurzem von einem Händler gekauft: Dann solltest Du ein Gutachten machen lassen, aus welchem der Grund für den Federbruch hervorgeht. Wenn die Werkstattversion nicht auch im Gutachten steht, muss der Händler Gewährleistung einräumen. Trifft das hier gesagte nicht tu, würde ich mir zwei neue Federn aus dem Zubehör bestellen und beim nächsten Reifendienst einbauen lassen. Das geht schnell, spart Nerven und Du musst Dir nicht den Bullshit der Starverkäufer anhören....

Frage von Christina Große:

Hallo Herr Kessler, wir wollen uns ein anderes Auto zulegen (gebraucht). Man Mann möchte einen Diesel, ich einen Benziner. Wir haben bis jetzt immer Benzin gefahren. Wir fahren meistens Kurzstrecken (30 km und Stadtverkehr). Zu was würden Sie uns raten? Mit freundlichen Grüßen Christina Große

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Christina, nicht nur wegen der aktuellen Diskussion, sondern auch aus Kostengründen würde ich in Ihrem Fall deutlich zu einem Auto mit Benzinmotor raten! Werfen Sie doch mal einen Blick auf das Angebot aus Köln (Ford!). Die empfinde ich im Moment als stark unterschätzt und dadurch preiswert.... Grüße vom Autopapst

Frage von E. Müller:

Mein VW Touran 1,4 l, 140 PS, Baujahr 2006 mit 141.000 Km regelt sporadisch - meist bei Steigungen - im untertourigen Bereich von 2000 U/min ab, gleiches tritt gelegentlich bei 3200 U/min auf. Nach einigen Fahrkilometern ohne die Zündung ausgestellt zu haben, ist plötzlich alles normal, bis zum nächsten Mal. Ein angeschlossenes Diagnosegerät zeigte selbst bei Testfahrten keinerlei Fehler an. Der Austausch der Zündkerzen, der Zündspule und des Turboladers in der Vertragswerkstatt brachten keine Verbesserung. Was ist da los? Mit freundlichem Gruß E. Müller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Erhard, bei dem Baujahr würde ich unbedingt zunächst mal die Steuerkette und die Steuerkettenführung überprüfen lassen. Vielleicht ist die Kette bereits so gelängt, dass die daraus resultierende Steuerzeitenveränderung von der Motorelektronik nicht mehr "ausgeregelt" werden kann. Außerdem stünde dann ein kapitaler Motorschaden durch Steuerkettenriss unmittelbar bevor. Also: Handle! Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Bernd:

Guten Tag Herr Kessler, ich habe an meinem Chrysler Neon, Bj. 2000, einen neuen Endschalldämpfer angebaut und habe danach festgestellt, dass sich an der rechten Stirnseite Unterkannte keine Bohrung zum Ablaufen des Kondenswassers befindet, wo doch am Alten diese vorhanden war. Ist dies ebenfalls okay? Vielen Dank für Ihren Rat. Mit freundlichen Grüßen, Bernd Kästner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, wer hindert Dich, die Bohrung nachträglich anzubringen? In der Tat ist so eine kleine "Verbesserung" der Lebensdauer des Auspufftopfes dienlich, weil so das äußerst aggressive Kondensat nicht von innen das Blech des Schalldämpfers durchkorrodiert. Das gilt insbesondere dann, wenn das Ablaufloch serienmäßig bereits vorhanden war. Also: Frischauf! Akku laden, Bohrer in den Schrauber und losgebohrt..... Grüße vom Autopapst

Frage von Wolfgang:

Wenn ich bei meinem Neuwagen, wo ja Reifensensorpflicht besteht, Winterreifen ohne Sensor aufziehe, entstehen da technische Probleme?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Wolfgang, nehmen wir mal an, Du findest einen Reifenhändler, der die Winterreifen ohne die zu Deinem Auto passenden Sensoren aufzieht (was die in der Regel gar nicht machen!). Und nehmen wir weiter an, Du hast ein starkes Nervensystem (und kannst somit die dauernde Fehlermeldung im Display ignorieren....): Spätestens bei der nächsten HU würdest Du (sofern noch mit den Winterpellen ausgerüstet...) Schwierigkeiten bekommen. Das war aber auch schon alles! Das Auto fährt ohne die Sensoren genau so gut wie mit, darf es aber genaugenommen nicht! Einen rutschfreien Winter wünscht Der Autopapst

Frage von Folke:

Hallo aus Wattenscheid, ich habe einen Wartburg 1.3'er mit Anhängerkupplung, aber keinen Wohnwagen. Würde gerne den passenden Quek ziehen!? ;-)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Folke, dann tu das doch! Der Queck / Qek / Quek ist ein kleiner, sehr genial gebauter Wohnwagen auf der Basis der div. "Klau-Fix"-Anhänger, die in der DDR in großer Stückzahl gebaut wurden. Aktuell entwickelt sich der Qek zum Kultmobil mit steigenden Preisen. Dadurch gibt es aber auch immer mehr gut zurecht gemachte Exemplare, am häufigsten natürlich im Osten des Landes. Wenn Du etwas Zeit für die Suche investierst, solltest Du für max. 2000 Euro etwas vernünftiges bekommen. Achtung: Keine Mondpreise für ausgebeinte Gerippe bezahlen! Es ist immer preiswerter, den etwas (!) teureren, aber "getüvten" und mit allen Papieren ausstaffierten Qek zu kaufen. Viele Grüße vom ebenfalls Qek-suchenden Autopapst

Frage von A. Pagel:

Hallo. Ich habe folgendes Problem. Mein Freund war mit unserem Mercedes Benz, C 200 CDI, Baujahr 2005, heute tanken. Auf dem Rückweg fing auf einmal hinten rechts ein Fiepen an. Kann es sein, dass es an der Kraftstoffpumpe liegt? Muss der Tank ausgebaut werden oder kann es auch vom Innenraum hinten rechts gewechselt werden?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Anika, die Beschreibung des Geräusches ist leider nicht eindeutig (das ist immer so, mit den diversen Auto-Sounds: Der eine hört sie so, die andere so. Und der eine beschreibt es dann wieder anders als die andere....). Ich denke, dass das Geräusch eher ein Strömungsgeräusch ist, welches z.B. aus dem Bereich der Tankentlüftung kommt. Wenn hier ein Ventil undicht ist oder klemmt, kommt in der Tat einiges an Schrauberei auf Deinen Freund zu. Vor dem Werkzeugkoffer kommt aber immer zunächst eine verlässliche Diagnose! Und die kann nur jemand stellen, der das Geräusch selbst hört. Wahrscheinlich ist es dann aber schon wieder weg und Du solltest das Thema dann auch "auf Wiedervorlage" (wenn man wieder etwas hört!) legen. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Matthias Buck:

Guten Tag Herr Keßler, ich fahre einen Dacia Duster 125 TCe 4x2, Erstzulassung März 2015. Serienbereifung 215/65 R16 aus Woche 04 /2015. Ich habe festgestellt, dass sich die Reifenflanken zunehmend braun verfärben. Wenn ich das Fahrzeug gewaschen habe, sind die Reifenflanken wie gewohnt schwarz. Sind sie abgetrocknet, kommen diese braunen Flecken, die zunehmend großflächiger werden, wieder zum Vorschein. Selbst wenn die Reifenflanken schwarz aussehen und ich mit dem Finger oder einem Tuch über die Reifenflanken wische, werden sie an diesen Stellen sofort braun. Der Vertragshändler äußert sich dahingehend, dass es sich um Bremsstaub handeln könnte oder eben einfach nur Dreck. Ein Reifenfachhändler äußerte, das sei eine Art chemische Reaktion. Der Gummimischung werden bei Reifenherstellung Rußpartikel beigefügt. Der Reifen reagiert auf Wärme und Kälte und je nach Intensität der Sonneneinstrahlung können sich die Reifen blaugrau oder bräunlich verfärben. So wirklich kann und will ich das nicht glauben, denn mir ist das in 25 Jahren, die ich Auto fahre, noch nie passiert. Können Sie mir sagen, wo hier das Problem ist bzw. was die Ursache für das braune Verfärben ist? Wie kann ich hier Abhilfe schaffen? Vielen herzlichen Dank. Mit freundlichen Grüßen Matthias Buck

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Matthias, die Aussage des Reifenhändlers dürfte der Ursache am nächsten kommen! Ich habe solche Verfärbungen der Reifenflanke auch schon erlebt und bin bei der Bewertung schließlich im Fach „Schönheitsfehler" gelandet. Funktional und sicherheitstechnisch bedeutet diese Veränderung nichts. Man kann übrigens mit „Reifenschwarz" (das ist ein Mittelchen aus dem Zubehörregal, mit dem selbst uralte Pellen den fetten Neureifenlook bekommen....) dagegen anschminken. Aber (wie bei der Damenwelt auch!): Nothing is forever!! Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Stephan Blum:

Hallo, ich habe einen Mazda 323f BA aus dem Jahr 2001. Ich habe das Problem, dass der 5. Gang bei längerer Autobahnfahrt immer mal wieder sporadisch rausspringt. Es ist dabei egal, ob man beschleunigt oder konstante Geschwindigkeit fährt. Was könnte das sein? Getriebeschaden oder liegt das am Gestänge? Mit freundlichen Grüßen Stephan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stephan, wenn der 5. Gang immer mal wieder herausspringt, würde ich mal einen Getriebeölwechsel machen lassen (insbesondere, wenn die Schaltbox von außen ölfeucht ist: Vielleicht ist nichts mehr drin....?) Wenn im Öl Metallflitter (= Lagerabrieb) ist, dürfte das Getriebe einen Lagerschaden (=Getriebeschaden) haben. Dann hilft wahrscheinlich nur ein anders Auto (weil das billiger werden dürfte als ein AT-Getriebe!). Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Sadowski:

Ich fahre einen Skoda Fabia II, 60 PS, Bj. 07.2014. Die Tankanzeige (Balkenanzeige) zeigt nie richtig den wahren Tankinhalt an! Beispiel: Anzeige Tank 3/4 vollgetankt, bei gefahrenen 795 km und 44,3 Litern. Toller Spritverbrauch!! Diese Tankanzeige hat den tatsächlichen Tankinhalt noch nie richtig angezeigt. Laut der Werkstatt in Coesfeld sollte ich so lange fahren, bis die Reservelampe aufleuchtet. Meine Anwort: Sie sollten mir einen Reservekanister mit Benzin zur Verfügung stellen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Ulrich, die „Kraftstoffvorratsanzeige" in einem durchschnittlichen Auto ist kein Präzisions-Messgerät, sondern eher ein „Schätzeisen". Wenn die Anzeige funktioniert, muss man sich selbst darauf eichen und heraus finden, wo sie bei „voll" steht und wann der Tank „leer" ist. Das war bislang bei meinen sämtlichen Autos mehr oder weniger der Fall, und ich hatte schon einige.... Der Tipp der Werkstatt ist gar nicht schlecht; warum die Dir aber einen Reservekanister geben sollen, habe ich nicht verstanden.....

Frage von Petra Simmerkus:

Hallo Herr Kessler, mein Opel Corsa B quietscht beim Starten und springt nicht mehr an. Was könnte das sein? Ist das noch zu reparieren oder kann der Wagen auf den Schrott?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Petra, schwer zu sagen! Wenn das Auto auch mit Starthilfe nur quietscht, könnte der Anlasser eine Macke haben. Wenn Du den in einer Werkstatt tauschen lassen willst, dürfte der Zeitwert des Corsa erreicht bzw. überschritten sein. Wenn Dein Auto aber sonst noch gut ist und vielleicht gerade erfolgreich durch die HU gekommen ist, würde ich noch bis zu 500 Euro investieren. Für den Kurs gibt es nämlich kein besseres Auto, was sonst wirtschaftlicher wäre.

Frage von Manu:

Hallo, ich habe mir im Okt.'14 einen 2007er Toyota Avensis Kombi, nach Facelift, Diesel mit 177 PS bei einem Autohaus gekauft. Im Winter '14/'15 sprang der Motor ab einer Temperatur von -5 Grad nicht mehr an. Die Pannenhilfe startete den Wagen 2x mit "Benzinspray" welches in den Luftansaugstutzen - glaube ich - gesprüht wurde. Und beim ersten nicht anspringen war wohl zu wenig Diesel im Tank, so dass ich am Morgen erstmal zur Tanke musste und ein bisschen Treibstoff holte, was ich aufkippte und nach ca. 15min einen Motorstart probierte und es klappte. Woran kann es liegen? Ich habe diesen und andere Mängel meinem Autohaus wg. der Gewährleistung angegeben, aber helfen kann man oder möchte man mir dort nicht. Welchen Anwalt müsste ich denn kontaktieren, um so etwas klären zu lassen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Manu, das wird knapp! Die Gewährleistung des Händlers läuft in ein paar Tagen aus, und eine Mängelanzeige Deines Problems müsste jetzt eine genaue Beschreibung nebst Nachweis enthalten, dass der Mangel schon zum Zeitpunkt des Kaufes vorlag. Das könnte ein Gutachter machen, wenn er sich dazu in der Lage sieht. Ob das Gutachten darüber aber rechtzeitig fertig wird, damit ein Anwalt sich der Geschichte annehmen kann, wage ich zu bezweifeln. Wenn das Autohaus auf Zeit gespielt hat, dürfte es das Spiel gewonnen haben.....

Frage von Tobias Liebert:

Hallo, bei meinem Skoda Octavia RS (1Z), BJ 2012, 90.000 Km, 90 Prozent davon über Land, kein Anhängerbetrieb, geht an einem Berg im 4. oder 5. Gang bei 80 km/h und ich das Gaspedal voll durchtrete im Bereich des höchsten Drehmoment die Drehzahl kurz hoch, die Ganganzeige erlischt und der Kraftschluss lässt irgendwie nach und es scheint als würde die Kupplung durchrutschen. Nach kurzer Zeit fängt er sich wieder und zieht normal weiter. Das Phänomen tritt auch im 3. Gang auf. Kann die Kupplung schon verschlissen sein, oder kann es noch etwas anderes sein? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tobias, das ist höchstwahrscheinlich nicht die Kupplung, sondern das 2-Massen-Schwungrad! Das Elastomer dürfte gerissen sein und hat darum keine feste Verbindung zwischen den beiden Teilen des Schwungrades mehr. Das Ergebnis dieses Defektes ist ähnlich wie eine durchrutschende Kupplung. Wenn das ZMS erneuert wird, würde ich die Kupplung gleich mitmachen, damit 40.000 km später das Ganze nicht nochmal bezahlt werden muss! Cheers! A. K.

Frage von Norbert Borrack:

Hallo Herr Keßler, meine Warnleute in der Instrumententafel für die Batterie leuchtet beim Start nicht mehr auf, wie kann ich diese wechseln oder muss die Tafel erneuert werden? Danke für Ihre Bemühungen. Mit freundlichen Grüßen N. Borrack

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Norbert, die Ladekontroll-Leuchte ist in der Regel einzeln erneuerbar. Allerdings muss dazu das Kombiinstrument heraus gezogen werden, was aber für eine gute Werkstatt kein Hexenwerk ist. Ohne funktionierende Ladekontroll-Leuchte fehlt der Lichtmaschine die Vorerregung der Spule, was den Ladebeginn der Lichtmaschine um etwa 1000 U/min nach oben verschiebt.... Also: Lasse das vor dem Winter machen! Grüße vom Autopapst

Frage von Friedrich Traeger:

Sehr geehrter Herr Kessler,ich habe ein Problem mit den hinteren Scheibenbremsen meines VW Tiguan, 3 Jahre alt, 29.000km.Die Scheben sind im äußeren Bereich verrostet (2 cm) innen blank. Werkstatt sagt, ich soll stärker bremsen, sonst eventuell Problem beim ersten TÜV. Ist das eventuell ein Fehler von VW? Können Sie mir einen Rat geben? Vielen Dank und freundliche Grüße, Friedrich Traeger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Traeger, die Werkstatt hat grundsätzlich recht: An der Hinterachse Ihres Tiguan findet bremsentechnisch wenig statt. Das ist aber bei der großen Mehrzahl aller Autos so: Etwa 85Prozent der Bremskraft beim Bremsen erzeugen die Bremsen an der Vorderachse, hinten ist kaum Arbeit zu verrichten. Wenn Sie aber einmal in der Woche mit Schwung rückwärts fahren (z. B. Auf einem leeren Supermarktplatz am Wochenende....) und dabei kräftig abbremsen, kehren sich die Verhältnisse um und die Bremsscheiben sind wenigstens kurz blankgebremst. Ob das auf die Dauer die Lebensdauer der Bremsscheiben erhöht, wage ich nicht zu beurteilen. Grüße vom Autopapst.

Frage von Rico Rindermann:

Hallo Herr Keßler, ich habe ein Problem mit den Bremsen VA an meinem Peugeot 307 SW Break HDi 135, Bj. 2004.Ich habe den Löwen vor ziemlich genau einem Jahr mit neuen Bremsen VA und einer Laufleistung der Fahrzeugs bei 126 tkm gekauft. Da schlug das Lenkrad schon spürbar, nur beim Bremsen. Ich habe dann in einer Meisterwerkstatt die Bremsen vorn (Scheiben und Klötze von ATE) erneuern lassen und das Schlagen war weg. Doch nach ca. 2000 km fing es wieder an, nur beim Bremsen und wurde zunehmend schlimmer. Ich fahre jeden Tag 180 km, fast nur Autobahn. Nach weiteren 3000 km konnte ich das Lenkrad beim Bremsen nur mit roher Gewalt noch festhalten. Der Geschwindigkeitsbereich, in dem das Schlagen auftrat, wanderte von >100 auf <50 km/h in dieses Zeit. Weder Peugeot noch die Meisterwerkstatt konnten mir helfen. Eine Achsvermessung ergab nichts. Zwischenzeitlich habe ich auch beide Achsstümpfe gegen ebenfalls gebrauchte getauscht und es war für etwa 5 km weg und kam dann schnell wieder. Dann habe ich die kompl. Spurstangen und die Buchsen der Querlenker erneuern lassen, wieder in der Meisterwerkstatt und die Bremsen wieder erneuert (Scheiben und Klötze) mit den preiswertesten, die ich finden konnte, um zu testen, ob es was gebracht hat. Aber nach ca. 4000 km fing es wieder an und wir sind am Ende mit unserem Latein. Meine Frage: Ist der sonst noch top- in Schuss – Peugeot noch zu retten? Mit freundlichem Gruß, Rico Rindermann.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Rico, ich hatte auch mal so einen üblen Schüttler, bei jedem Bremsvorgang riss es einem fast das Lenkrad aus der Hand... Ursache waren völlig ausgeschlagene Achsgelenke (Achstraggelenke beidseits, Querlenkerlager links oben und rechts unten.....). Eine Vorderachsrevision sorgte für Ruhe, wobei wirklich alles (!) an der Vorderachse erneuert wurde (es war ein BMW E34, für den gibt es sehr preiswerte Rep-Kits, weil hier ein Schwachpunkt liegt! ) Für den 307 gibt es Rep-Kits für die Domlager / Federbeinstützlager, die (wenn ausgeschlagen....) sehr gut als Ursache des Lenkradschlagens in Frage kommen. Also: Rep-Kit bestellen, Federbeine `raus, Domlager wechseln und freuen..... Viel Spaß wünscht der Autopapst

Frage von Jens Neitzel:

Hallo, fahre einen Ford Focus 1.8l, 85 kW, Diesel, Bj.2002, Laufleistung 508.000 km. Habe nun ein Problem: Während der Fahrt geht der Motor aus, vorher Leistungsverlust und die Kontrollleuchte für Vorglühen leuchtet auf. Der Motor kann dann nach mehrmaligen Startversuchen erneut gestartet werden. Motor läuft dann wieder problemlos (600 km Vielfahrer). Die Ford-Werkstatt hat keinen Lösungsvorschlag (Neuwagen anschaffen). Haben Sie vielleicht eine Idee. Danke MfG Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn eine um Hilfe gebetene Vertragswerkstatt nichts anderes als den Tipp zum Neuwagenkauf anbietet, ist sie definitiv der falsche Ansprechpartner (und sollte ernsthaft überlegen, womit sie sich in fünf Jahren thematisch beschäftigen will...). Ich würde mir jemanden suchen, der nicht nur willens, sondern auch in der Lage ist, den Fehlerspeicher des Focus zu befragen. Wenn nämlich die Vorglühkontrolle während der Fahrt aufleuchtet, ist ein Fehler im Speicher hinterlegt. Ohne den Fehlercode kommt leider niemand dem eigentlichen Problem auf die Spur.... Viel Erfolg, die 600.000 km schaffst Du auch noch! Grüße vom Autopapst

Frage von Fritz Jochim:

Sehr geehrter Herr Kessler, hoffe von Ihnen eine aussagekräftige Antwort zu bekommen. Ich möchte meinen VW Golf TDI 1,9 Cabrio mit einem Rußpartikelfilter nachrüsten. Daten: 0603 / 373, ALE. Ist dies möglich, was muss dafür alles bedacht werden, und könnten Sie mir einen Lieferanten empfehlen? Herzlichen Dank für Ihre Mühe im Voraus. Mit freundlichem Gruß Fritz Jochim

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Fritz, es gibt mindestens einen Nachrüstfilter für Dein Auto, einer davon ist hier (http://www.partikelfilter-nachruesten.de/DB_Interface_User/PFilterSucheSchluesselNrRes.php) gelistet. Der kostet knapp 600 €, dazu kommen die Einbaukosten und der Zeitaufwand nebst Gebühren für die Eintragung. Wenn Du bis zum Jahresende nachrüstest, gibt es 260 € Fördergeld, also hopphopp! Viele Grüße vom Autopapst

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.