Fragen an den Autopapst im Oktober 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Alle Probleme aus dem Oktober 2009.

Frage Marcus Haufe:

Ich fahre einen Lancia Dedra 1,6 i.e., Baujahr 1991. Seit dem letzten Aufenthalt in der Werkstatt vor ein paar Wochen, bei dem Zahnriemen plus Spannrollen, Keilriemen und Bremsbeläge getauscht wurden sowie ein Ölwechsel durchgeführt wurde, gibt das Auto ab ca. 50 km/h von rechts vorne wahrscheinlich aus dem Radlauf ein klickendes Geräusch von sich. Im Innenraum hört man es nur, wenn man das Beifahrerfenster runterkurbelt. Man hört es weiterhin nur in leichten bis starken Linkskurven in Rechtskurven dagegen nicht. Was ist das Problem bzw. was könnte es sein? Danke schon im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist ein Geräusch vom Bremssattel rechts vorne! Versuchen Sie mal, zu bremsen, wenn das Geräusch hörbar ist. Es müsste verschwinde. Wenn das so ist, muss die Werkstatt noch mal ran, zur Nachbesserung. Andreas Kessler.

Frage von Heiko Roloff:

Ich habe mit meinem VW Golf III CL Variant, Bj. 11/93 folgendes Problem: Bei kurzen Fahrten im Stadtverkehr (insbesondere Stop and Go) geht die Temperatur ruckzuck auf 100 Grad und mehr. Bis vor zwei Monaten habe ich damit überhaupt keine Probleme gehabt. Der Wagen ist vorher im Stadtverkehr selten mal auf 90 Grad gekommen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich hat sich der Thermoschalter für den Kühlerventilator verabschiedet. Dadurch springt der Lüfter nicht mehr an und der Motor wird seine Hitzewallungen nicht mehr los. Das Ersatzteil kostet etwa 15 Euro und ist in 3 Minuten gewechselt. Dabei fließt etwas Kühlwasser auf die Straße, das anschließend wieder ergänzt werden muss. Das war´s schon. Andreas Kessler.


Frage von Stefan Ries :

Hallo, ich fahre einen Renault Twingo und der ging einfach während der Fahrt aus. Alle Lichter im Armaturenbrett gingen an. Er springt auch nicht mehr an. Die Zündkabel sind alle in Ordnung. Ich würde sagen, er bekommt keinen Sprit mehr. Wie kann ich das überprüfen? Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn alle Lichter im Armaturenbrett an gehen, wird es wohl kaum an der Batterie liegen. Wenn der Twingo eine elektrische Benzinpumpe hat, müsste diese beim Einschalten der Zündung kurz anlaufen. Das ist im Innern des Autos ganz gut zu hören. Sollte nichts zu hören sein, ist entweder die Pumpe selbst defekt oder das Relais für die Stromversorgung der Kraftstoffpumpe in der Zentralelektrik. Und mit einem Defekt eines der beiden Teile kann leider kein Sprit gepumpt werden. Andreas Kessler.

Frage von Robert Hoheisel:

Hallo, ich fahre einen Golf III, 75 PS, Baujahr 96. Vor zwei Tagen war ich beim TÜV und habe bestanden - der Prüfer meinte dann nur - der Motor pfeift - als wäre etwas mit dem Unterdruck nicht okay - er vermutete die Bremsleitungen. Ich bin zu ATU gefahren und fragte sie nach dem Grund - die kamen nicht auf die Bremsleitungen, sondern auf den Vergaserflansch. - Nach meinem Urteil klingt das für mich plausibel. Jetzt ist die Frage, ob ich den Vergaser wechseln lassen soll, denn ich habe keinen höheren Spritverbrauch noch ein unrundes Laufen des Motors feststellen können. Der Motor pfeift halt nur ein bisschen. - Kann es zu einem Motorschaden führen, wenn ich diesen Fehler nicht beheben lasse - also der Motor Luft zieht. - über den Vergaserflansch? - Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Vergaserflansch einen Riss hat, müsste der Motor schon deutlich stottern. Eventuell ist der Riss so klein, dass die Motorsteuerung die „Störung“ „wegrechnet“. Das führt aber zu einem höheren Verbrauch und schließlich irgendwann doch zu einer Gemischabmagerung und daraus resultierender Gefahr für den Motor. Ich würde den Flansch wechseln lassen. Kostet etwa 55 Euro plus Einbau.

Frage von Walter Baumgart:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Ford Mondeo Kombi Automatik, 1994, der, wenn ich rund 40 Minuten gefahren bin, ruckartige Stöße macht und der Drehzahlmesser hoch und runter geht. Ich kann da nicht mehr fahren, nur noch im zweiten Gang. Da kann ich aber höchstens 40 km/h fahren. Er macht das immer, nur wenn er heiß ist. Werkstatt kann nichts finden. Was könnte das Problem sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte am AGR-Ventil liegen (AGR = Abgasrückführung). Der Defekt führt wahrscheinlich bei heißem Motor zu viele Öldämpfe (zusätzlich zum zurückgeführten Abgas) in den Ansaugtrakt, die dann irgendwann das Leerlaufregelventil verkleben. Eine geregelte Leistungsabgabe ist mit dieser Gemischzusammensetzung kaum möglich. Oft hilft eine Reinigung des Systems, meistens müssen aber neue Teile eingebaut werden. Es hat auch schon Leute gegeben, die die Abgasrückführung abgeschaltet haben. Das ist aber nicht legal! Denken Sie an Ihre Betriebserlaubnis und die daran hängende Versicherung.

Frage von Peter Potens:

Unser neu erworbener 190 er W201, BJ 10/90, hat vor acht Monaten vom Vorbesitzer einen Kaltlaufregler eingebaut bekommen. ASU war danach i. O. und ist bis 01/09 erteilt. Leider etwas defekter Endtopf, zwei 2-Eurostück große Löcher. Ist das eventuell die Begründung für den sehr hohen Spritverbrauch von 12-13 Litern auf 100 Kilometern bei dezenter Fahrweise bis maximal 110 km/h? Vielen Danke für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Peter Potens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, der löchrige Auspufftopf kann sehr wohl für den hohen Verbrauch verantwortlich sein, weil der Sauerstoffgehalt im Abgas dadurch beeinflusst wird. Das bemerkt die Lambdasonde mit ihrer feinen Nase und regelt das Gemisch entsprechend anders (fetter) ein. Kleine Ursache, große und teure Wirkung. Hoffentlich haben Sie eine kompetente Werkstatt für den Baby-Benz, damit Ihnen nicht die Freude daran vergeht. Es wäre schade, es gibt im Augenblick nur wenige ernsthafte Autos, die mit so viel Spaß so preiswert (im Wortsinne!) bewegt werden können. Andreas Kessler.

Frage von Jürgen Kruschel:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Focus 1,8, Bj. 08/2000, Benziner mit Schaltgetriebe und einer Laufleistung von 75.000 km. Seit einiger Zeit habe ich Probleme mit dem Einlegen des 2. Ganges. Nach einer Fahrzeit von etwa 15 Kilometern ist der 2. Gang nur mit «Kratzgeräuschen» einzulegen. Ist die Ursache eine Getriebeproblem-Synchronringe-Problematik oder evtl. in der Kupplung/Luft in Kupplungsbetätigung zu suchen? Welches Getriebeöl kann hier verwendet werden? Vielen Dank im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist schwer zu sagen, Jürgen! Wenn es ein Kupplungsproblem ist, müssten auch die anderen Gänge schwer oder wenigstens schwerer einzulegen sein. Wenn der 2. Gang mit Zwischengas geräuschlos zu schalten ist, dürfte es in der Tat ein Problem mit der Synchronisation oder auch mit dem Getriebeöl sein. Welche Ölsorte in Ihr Getriebe gehört, kann am besten eine Fordwerkstatt sagen, wenn Sie dort den Fahrzeugschein vorlegen. Es gibt inzwischen zahllose Versionen bei den Getrieben, ähnlich weit gefächert ist das Angebot im Getriebeölbereich. Eine Wissenschaft für sich.

Frage von Thomas Kollin:

Hallo, habe vor kurzem für meine Frau einen Audi A4 Kombi, 1,8 Liter, 125 PS, Automatik gekauft mit einer Laufleistung von 225.000 Km. Der Wagen ist bis 210.000 Kilometer Scheckheft gewartet bei Audi. So, nun zu unserem Problem. Morgens wenn der Wagen das erste Mal gefahren wird schaltet die Automatik beim ersten Mal Hochschalten nicht richtig, das heißt er tourt erst hoch, beim Umschalten vom ersten in den zweiten und genau das gleiche in den dritten. Danach ist es normal für den ganzen Tag. Erst am nächsten Morgen nach längerer Standzeit das gleiche. Schaltet aber auch allgemein in den unteren Gängen recht ruppig. Der Wagen ist von einem Händler mit Vertrag. Muss der sich sonst über die Beseitigung des Fehlers kümmern? In der Regel mache ich schon ewig alles selber an meinen Fahrzeugen, da Audi einfach zu inkompetent ist (Fahre noch einen 4,2 Liter V8 Bj. 92, der hat noch keine Audi Werkstatt von innen gesehen:-). Bevor ich jetzt anfange, Getriebeöl und Sieb zu wechseln, würde ich mich über Tipps von Ihnen freuen. MfG Thomas

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, ich sehe das ähnlich wie Sie! Ich würde zunächst einmal zu einem Audi-Center fahren und dort eine Diagnose in Auftrag geben (die Sie ggf. bezahlen müssen). Wenn ein Ergebnis steht, gehen Sie damit zu Ihrem Verkäufer und bitten ihn um Nachbesserung. Theoretisch einfach, praktisch aber sehr unschön (ich möchte mich nicht mit diesem Problem herumschlagen). Es kann einfach nur zu altes Öl sein, das falsche Öl (Audi verwendet sehr spezielles Zeug) oder auch ein Getriebeschaden. Wenn es eine Multitronik ist, könnte es auch am Steuergerät bzw. der Sensorik der Automatik liegen. Wenn Sie sich selber um das Problem kümmern wollen, würde ich zuerst einen Ölwechsel mit dem genau (!!) richtigen Öl machen und dann das Getriebesteuergerät auslesen lassen. Empfehlenswert ist aber der Weg über die Gewährleistung, wozu haben wir die schließlich.

Frage von Benedict:

Hallo, ich fahre einen Audi 80 B4, 2,3 Liter, 190.000 km, Baujahr 1992, Limo, Schaltgetriebe, Benziner. Möchte den Wagen noch lange fahren und pflege ihn, wo ich kann. Mache auch alle 10.000 - 15.000 km einen Ölwechsel. Nun meine Frage: Habe gelesen, das vollsynthetisches Öl gut sein soll - habe aber auch gelesen das dieses öl eine reinigende Wirkung hat und wenn ich das bei mir reinkippe, das dann die Ablagerungen, welche sich über Jahre angesammelt haben, lösen würden und somit die Ölpumpe verstopfen könnte, oder das der Wagen dann mehr Öl verbraucht. Würde dann nicht dünner als 10 w 40 fahren. Was würden Sie mir raten für den Fünfzylinder?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Benedict, Sie liegen schon ziemlich richtig mit Ihrer Strategie. Wichtig ist der regelmäßige Ölwechsel, stets mit Filter. Ein gutes Mehrbereichsöl reicht auf jeden Fall, im Sommer z. B. ein 15W40 Öl eines Markenherstellers. Im Winter würde ich ein Leichlauföl mit einer 10W40-Viskosität nehmen, maximal teilsynthetisch. Die 5-Zylinder sind nicht sehr empfindlich, wollen aber gerade mit höherer Laufleistung altersgerecht geschmiert werden. Vollsynthetisches Motoröl ist meiner Meinung nach für Ihren Motor «too much» und auch technisch nicht nötig.

Frage von Mirko Pechmann :

Ich habe vor einigen Wochen das Blinkerrelais gewechselt, da die Blinker inklusive Warnblinker ausgefallen waren. Die Sicherung von der Warnblinkanlage war ebenfalls defekt. Das ganze hat ungefähr zwei Wochen funktioniert, danach fing aus heiterem Himmel das Blinkerrelais an zu summen. Sobald ich den Blinker betätige, hört das Summen auf und fängt danach wieder an. Woran kann das liegen? Habe ich einen Massekurzschluss, oder ist ein Schalter kaputt? (Warnblinkschalter)

AUTOPAPST Andreas Kessler antwortet:

Hi Mirko, und bei was für einem Auto ist das Problem aufgetreten? Bei meinem alten Mercedes zum Beispiel war es der Schalter, der von innen völlig verdreckt und verklebt war. Da reichte eine gründliche Reinigung und Schmierung. Beim Golf hingegen flog mir der Schalter beim Auseinanderbauen komplett um die Ohren. In beiden Fällen war es der Schalter. Ich würde also beim Autoverwerter nach einem Schalter fragen. Nimm´ bitte einen, der optisch wie neu aussieht, sonst ist der auch wieder verklebt und innerlich mit Kurzschlüssen gesegnet. Andreas Kessler.

Frage von Laura Schmitz:

Guten Tag Herr Kessler, im vergangenen Jahr habe ich mir einen gebrauchten Rover 216 mit Automatik , Baujahr 97 gekauft. Beim Fahren, tauchte bei längeren Strecken oder ab einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h ein, aus dem vorderen rechten Raum kommendes, Geräusch auf, dass klingt als ob Metall aufeinander reibt. Anfang des Jahres habe ich den Zahnriemen, nebst Wasserpumpe etc. auswechseln lassen. Das Geräusch war dann für eine Zeit lang nicht mehr zu hören, ist jetzt aber wieder da.
Was könnte hier das Problem sein?


AUTOPAPST Andreas Kessler antwortet:

Das könnte zum Beispiel ein sich auflösendes Lager der Lichtmaschine sein. Wenn Sie außerdem im Dunkeln ein „Pumpen“ der Beleuchtung bemerken (periodischer Wechsel hell-dunkel), liege ich richtig. Andreas Kessler.

Frage von Brigitte Häseker:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen VW Golf IV 1.4 16V, 75 PS, Baujahr 1998, Benziner mit Schaltgetriebe. Seit einiger Zeit ertönen in Linkskurven laut dröhnende/ brummende Geräusche aus dem rechten Motorraum/ Radkastenbereich, die sich beim Gasgeben im Kurvenauslauf verstärken. Zusätzlich ein Klackern, so als ob etwas Spiel hätte oder lose wäre, auch wenn ich über Unebenheiten fahre. Bei einer Probefahrt mit dem Meister von der VW-Werkstatt fuhren wir Linkskreisel. Schaltete er dann den Motor aus, war bemerkenswerterweise auch das Geräusch weg!! Sein Verdacht auf Schaden an der Hydraulikpumpe erhärtete sich aber in der anschließenden Reparatur bzw. Sichtprüfung aller möglichen Ursachen nicht. Auf Verdacht ließ ich das rechte Radlager wechseln, danach fuhr der Wagen auch wieder etwas leiser in Linkskurven, ist aber nach inzwischen gefahrenen 1000 Kilometern wieder da und noch stärker. Andere Reparaturen wollte der Meister auf Verdacht nicht vornehmen, da es sehr teuer werden könne, eine mögliche Ursache nach der anderen im Trial und Error Prinzip auszuschalten. Können Sie mit den beschriebenen Symptomen etwas anfangen und eine Ferndiagnose wagen? Der Golf hat inzwischen 125 000 Kilometer runter und ist regelmäßiger Inspektionsgast bei VW. Im Dez. 06 wurde zum 2. Mal Wasserpumpe und Zahnriemen gewechselt. Mit herzlichem Dank für eine Antwort und Grüßen, Brigitte Häseker.

AUTOPAPST Andreas Kessler antwortet:

Hallo Brigitte, nach der Beschreibung komme ich nur auf die Antriebswelle rechts! Nach 125.000 km kann schon mal ein Gleichlaufgelenk fällig sein. Ob nur das Gelenk (vielleicht sogar nur die Fettfüllung!) oder die ganze Welle gewechselt werden sollte, müssen Sie den Meister fragen. Wenn es mein Auto wäre, würde ich den Versuch wagen. Andreas Kessler.

Frage von Ruth Noack:

Werter Autopapst, folgendes Problem belastet mich: mein Passat, Baujahr 2003, 142 kW, 2771 ccm, frisst zu viel Öl!!! Nach ca. 1400 km muss ich ½ Liter nachfüllen. Es sind keine Ölspuren zu finden. Ich habe den Wagen aus zweiter Hand im Februar gekauft. Jetzt wurden insgesamt schon 50.000km damit gefahren. Die Verkaufswerkstatt meinte, dies wäre für solche Motoren normal. Das Auto ist außerdem sofort nach dem Kauf auf Autogas umgestellt worden, aber auch dort war man sich einig, dass dies nichts mit dem erhöhten Ölverbrauch zu tun hat. Stimmen diese Aussagen? Liegt es wirklich an diesen «neuartigen» Motoren? Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu. Vielen Dank! Ruth Noack

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ruth, wenn ich Sie richtig verstanden habe, braucht Ihr Auto 0,35 Liter Öl auf 1000 km Fahrstrecke. Wenn mein Auto diesen Ölverbrauch hätte, würde ich einfach nachgießen und die Sache auf sich beruhen lassen. Allerdings ist mein Auto 15 Jahre alt und hat schon 165.000 km auf der Uhr…. Wenn Sie mit dem Auto seit dem Kauf 50.000 km gefahren sind (wow…), wird das wohl in erster Linie auf der Autobahn mit relativ hohem Tempo passiert sein. Und da wird eben der eine oder andere Tropfen Motoröl verbrannt, speziell im Gasbetrieb (die Temperatur im Verbrennungsraum ist mit LPG höher als mit Benzin….). Sollte ich die 50.000 km missverstanden haben und es sich dabei um die Gesamtfahrleistung handeln, ist das für ein Auto dieser Klasse recht wenig (12.500 km / Jahr) und die Frage nach der Authentizität des km-Standes auf dem Tacho muss gestellt werden. Vielleicht fehlt ja eine „1“ vor den 50.000 km? Jedenfalls ist der Ölverbrauch noch nicht besorgniserregend hoch, sollte aber beobachtet werden! Wenn er weiter und kontinuierlich steigt, ist Handlungsbedarf gegeben (Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe…)

Frage von Dietmar Glieti:

Hallo Autopapst, nachdem Andere am Ende sind, wende ich mich als letzte Hoffnung an Sie. Mein Mitsubishi Charisma Dynamic 1.9 GDI, EZ.01, z. Zt. ca. 27.000 km gelaufen, macht Probleme weil er alle paar Kilometer zum Reinigen der Drosselklappe in die Werkstatt muss. Mitsubishi wurde dieses Problems auch noch nicht Herr. Nach Auskunft des Kfz-Meisters meiner Werkstatt hängt dies wohl mit der Abgasrückführung zusammen. Wäre es eine Möglichkeit die Abgasrückführung außer Gefecht zusetzen, oder treten dann andere Probleme auf? Ich wäre Ihnen für einen guten Rat äußerst dankbar. Mit freundlichen Grüßen Glieti

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie die Abgasrückführung «tot» legen, also die Beimischung von Abgas zur Verminderung der Stickoxide im Verbrennungsgas unterbrechen, verlieren Sie (rein rechtlich betrachtet…) die Betriebserlaubnis für das Auto und damit den Versicherungsschutz. Technisch möglich und in Ihrem Fall sinnvoll wäre dies Operation schon (sie wird auch häufig im Internet beschrieben…), aber eben leider nicht legal!

Frage von Manfred:

Hallo. ich fahre einen Mondeo II Automatik 2.0, Baujahr 1997. Nach TÜV Querlenkerwechsel. Im Anschluss Vibration des Vorderwagens. Zwei Motorlager gew. Reifen von vorn nach hinten, auswuchten, keine Lenkprobleme. Das Vibrieren bleibt. MfG Manfred

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte von den Antriebswellen kommen! Vielleicht wurden die Wellen beim Wechsel des Querlenkers “überdehnt”, also zu weit abgeknickt und haben jetzt ein paar “raue” Stellen in den Gleichlaufgelenken. Entweder hilft eine neue Fettpackung in den Manschetten oder ganz neue Antriebswellen. Bei einem Auto, das um die 150.000 km auf der Uhr hat, dürfte ein Wechsel ohnehin bald anstehen…

Frage von Frank Zölfl

Bei meinem Audi A4 Avant 1.9 TDI, Bj.03, geht ca. zehn Minuten nach Einschalten der Zündung die Airbaglampe dauerhaft an. Der Fehler lässt sich nicht löschen wegen eines angeblichen Software-Fehlers. Beim Auslesen zweier unabhängigen Werkstätten wurden die Fehler 00474 Steuergerät für Wegfahrsperre, kein Signal/Kommunikation Fehler 01794 Steuergerät falsche Fahrgestellnummer ermittelt. Desweiteren ist der Bordcomputer gestört, da die Funkuhr nicht mehr funktionstüchtig ist und nur noch manuell eingestellt werden kann. Der Tagesverbrauch lässt sich auch nicht mehr händeln (setzt sich nicht mehr Automatisch zurück). Zweite Frage: Gibt es ein Problem beim Nachrüsten eines Staubpartikelfilters incl. G Kat. mit der Funktionstüchtigkeit des Autos bei einer unabhängigen Firma z.B. ATU? Danke für die Info im Voraus Mit freundlichen Grüßen Frank Zoelfl P.S.: Der erste Fehler trat nach Abklemmen der Batterie auf.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, wenn Du für Deinen Audi einen Nachrüstfilter bekommst, kannst Du ihn gerne auch bei ATU einbauen lassen. Die Probleme der Seriensysteme (verstopfte Filter...) treten bei den offenen Nachrüstsystemen nicht auf. Und: Warte nicht mehr zu lange mit der Nachrüstung, die Fördermittel sind nur noch begrenzt vorhanden..... Die Ausleseprobleme wird wahrscheinlich nur ein Audi-Center in den Griff kriegen (vor allem die Kompatibilitätsfrage mit der VIN....). Lasse das Auto auslesen, die Reparatur kann dann (wenn sinnvoll) an anderer Stelle erledigt werden! Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Ulli Wehrmann:

Ich fahre einen Nissan Primera Kombi, Bj. 1995, neuerdings leuchtet die Kontrolllampe (!) weiter, wenn ich die Handbremse löse. Erst nach ca. 45 Minuten erlischt sie dann. Handelt es sich hierbei um etwas Gefährliches? Das Fahren ist nicht beeinträchtigt. Vielen Dank und liebe Grüße Ulli

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ulli, solange die Hinterräder nicht warm werden, ist das nur ein Schönheitsfehler und liegt wahrscheinlich am Schalter der Handbremskontrolle. Es gibt aber eine weitere Möglichkeit, die etwas riskanter ist: Die Kontrolle überwacht neben der Handbremse auch den Stand der Bremsflüssigkeit im Vorratbehälter unter der Motorhaube. Wenn der Stand dort zu weit absinkt (wodurch auch immer....), geht die Lampe an. Einfaches Nachfüllen behebt zwar das Symptom, aber nicht das Problem! Wenn der Bremsflüssigkeitsstand sinkt, muss unbedingt die Ursache ergründet werden.

Frage von Nicole:

Hallo Andreas, ich fahre einen Mercedes 190D, Baujahr 85. Beim vollen Linkseinschlag höre ich immer ein Knarren. Was könnte das sein? LG

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nicole, das dürfte zu altes Servoöl sein! Lasse das Zeug mal erneuern, und bei der Gelegenheit gleich den Filter im Vorratsbehälter austauschen! Das
erledigt jede Taxiwerkstatt; Kontakte kannst Du Dir an der Taxihalte holen. Und: Lasse Dich nicht entmutigen, fahr den 190er weiter, egal wie irre
die Plakettendiskussion noch wird! Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Detlef Gabel:

Hallo Andreas, mein Auto, ein A4 Avant 2.0, Bj.11/03,
Stoßdämpfer hinten, einer ölt leicht. Beim Räderwechseln festgestellt. Im Frühjahr war nix. Tachostand knapp 90000km. Ok, ölende Stoßdämpfer sind nicht gut, wechseln notwendig. Meine Frage: Kann das sein, dass die schon Schrott sind? Mit freundlichen Grüßen. Det.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Det, solange der Dämpfer nur ein bisschen ölfeucht ist, mag das noch gehen. Wichtig ist eigentlich nur die Dämpfungsfunktion, der A4 hat Gasdruckdämpfer. Da ist nur ganz wenig «Schmieröl» drin, zur Schmierung der Kolbenstange. Wenn das aber verbraucht ist, müssen die Dämpfer erneuert werden. Ein Dämpfertest bei TÜV oder Dekra bringt Klarheit. Herzliche Grüße vom AUTOPAPST.

Frage von Tim Weber:

Hallo Andreas, ich habe ein Problem mit meinem Passat 35i Facelift 1,8l 90PS. Der Motor geht immer mal wieder aus (auch während der Fahrt) und lässt sich nicht sofort wieder starten. Nachdem der Zündschlüssel abgezogen wurde und eine Weile Zeit verstrichen ist, kann man ihn wieder normal starten. Bisher wurde schon das Relais 167 (Benzinpumpe und Motorsteuerung) und der Zündanlassschalter getauscht. Gestern wurde das Relais gebrückt, um zu überprüfen, ob das Motorsteuergerät defekt ist. Leider alles ohne Ergebnis. Was könnte es sonst noch sein? Grüße, Tim

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tim, Deine Werkstatt ist gut! Genau damit hätte ich angefangen. Leider bleibt jetzt nicht mehr viel übrig. Es könnte an der Zündspule liegen (die schlägt gerne mal durch, ist aber nach Deiner Beschreibung eher unwahrscheinlich), an einem defekten Motortemperaturfühler (würde ich einfach mal wechseln) oder (auch in Kombination...) an einem undichten Ansaugtrakt (z.B. Gummimetallflansch zwischen Drosselklappe und Saugrohr). Möglich ist aber auch ein Marderbiss, z. B. in der Leitung zum Hallgeber im Verteiler. Ich hatte mal einen Golf, da war die Leitung durch den Bindedraht eines Ölwechselzettels durchgescheuert. Es grüßt DER AUTOPAPST.

Frage von Volker Habedank:

Hallo Herr Kessler, mein Problem ist folgenes. Mein Auto: Renault Trafic 1.9 TDi, Baujahr 2002. Seit einigen Tagen ( nach dem Wochenende, also 2 Tage das Fahrzeug nicht bewegt, Wetter nasskalt) habe ich nach dem Starten das Problem, dass der Motor zwar gut im Standgas läuft, aber dann beim Anfahren schnell dicke Backen macht und kein Gas mehr annimmt, also auch keine Kraft hat. Manchmal kommt er dann nach einiger Zeit etwas auf Touren doch nach dem Hochschalten immer wieder erst ein «Loch» bevor dann irgendwann etwas Leistung kommt. Sieht wohl nach einem Spritproblem aus. Nun habe ich schon von Kollegen gehört, dass die Einspritzpumpe bei Renault ein Schwachpunkt sein soll und im schlimmsten Fall ausgetauscht werden müsste. Was sollte man vorher auf jeden Fall prüfen lassen um sicherzustellen, dass wirklich keine andere Ursache vorliegt? Ich habe jetzt einen Termin zum Austausch des Kraftstofffilters und hoffe da eventuell schon eine Verbesserung bzw. Lösung zu erzielen. Für alle Hinweise diesbezüglich bin ich dankbar! Liebe Grüße Volker Habedank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Volker, in diesem Fall würde ich mal bei Renault vorbei fahren. Die Franzosen geben fast keine Daten der Motorelektronik frei, um freien Werkstätten die Diagnose unmöglich zu machen. Ich tippe auf ein klemmendes AGR (Abgasrückführung...), das erneuert werden müsste. Lass es aber nicht pauschal machen, erst eine belastbare Diagnose anfordern und den Auftrag dann mit der Problembeschreibung verknüpfen (Damit danach, wenn das Problem fortbesteht, die Gewährleistung greift!!). Herzliche Grüße vom AUTOPAPST.

Frage von Manfred Buczko:

Sehr geehrter Herr Keßler, bei meinem VW Polo (9N), Bauj. 2002, Kilometerstand 69 000, kommt in unregelmäßigen Abständen die (23)Bremsbelag-Verschleiß-Anzeige. Die Bremsscheiben &. Bremsklötze der Vorderräder sind okay. Bei den Trommelbremsen der Hinterräder konnte ich selbst keine Kontrolle durchführen und habe bei der jetzt durchgeführten Inspektion auf diese Fehlermeldung hingewiesen. Die Werkstatt hat beim Auslesen des Fehlerspeichers keine Fehlermeldung erkennen können und sagte mir, dass Vorder-&. Hinterbremsen I.O. wären. Die Anzeige kommt aber weiterhin. Was kann ich nun noch tun?! Mit freundlichen Grüßen. Manfred Buczko.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manfred, entweder ist der Fühler im Bremsbelag defekt, das Kabel dorthin oder das Kombiinstrument (leider sehr häufig!). Ursache: Stecker am KI (Kombiinstrument) lose / Wackelkontakt und Haarrisse auf der Leiterbahnfolie. Leider ist der Austausch des KI recht teuer, das Material kostet ca. 220,00€, dazu kommt der Arbeitslohn. Andreas Kessler.

Frage von Joachim Stumm:

Sehr geehrter Herr Keßler ! Ich fahre einen Toyota Corolla Verso, Baujahr 2006, 35.000 km. Ich habe den Eindruck gewonnen, einen Wagen gekauft zu haben, der lediglich für Langstrecken geeignet ist. Im Kurzstreckenverfahren ist er im Starvorgang für mich keine Hilfe. Zwei- bis Drei-Startversuche sind keine Seltenheit. Fehlerauslesen - mehrmalig - in der Vertragswerkstatt, nach Ablauf der Garantie Angebot einer neuen Batterie - ohne Erfolg -. Bitte helfen Sie mir! Mit freundlichen Grüssen. Joachim Stumm.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Stumm, was hat denn das Auslesen des Fehlerspeichers ergeben? Ohne nähere Eingrenzung ist es aus der Ferne fast unmöglich, eine Diagnose zu treffen! Ich würde (angesichts des jugendlichen Alters und der «Langstreckeneignung») fast auf ein Problem mit der Wegfahrsperre tippen. Versuchen Sie doch mal einen anderen Schlüssel! Vielleicht ist der Transponder eines Schlüssels gestört, oder die Lesespule hinter dem Zündschloss. Jetzt, da die Garantie abgelaufen ist, müssen Sie ja auch nicht mehr zu einer Vertragswerkstatt fahren; vielleicht hilft Ihnen ein anderer Spezialist ja viel besser weiter. Andreas Kessler

Frage von Tina Behnke:

Hallo Andreas! Mein Problemkind ist ein Mitsubishi Pajero 2,8 Turbodiesel, Baujahr 96. Ich weiß nicht, ob die Probleme vielleicht auch zusammen hängen könnten? 1) Warn./ Park-/ Handbremsenleuchte leuchtet während der Fahrt, obwohl die Handbremse natürlich nicht angezogen ist. Dieses Phänomen besteht allerdings nicht, wenn es draußen warm ist oder ich über Huckel fahre, dann hört es auch mal auf mit Leuchten. Bremsen vorne wurden 03/08 komplett erneuert (Sattel, Klötze, Scheiben und Schläuche) und dementsprechend wohl auch die Bremsflüssigkeit. Sonst wäre mein Gedanke gewesen, wie letztes Wochenende bei anderem Hörer, das evt. Wasser in der Bremsflüssigkeit ist. 2)Gestern und auch schon mal Anfang Juli, ging Motor einfach aus, so wie im Winter, wenn der Diesel «eingefroren» ist. Vorher wird er am Gas etwas «schwammig», zieht nicht und dann aus, aber nur so ca 2 Sekunden vorher, so dass man sich grade noch wundern kann und dann Stillstand auf Kreuzung etc. SUPER!!! Eventuell altes Auto, alter Tank- wasser/Dreck im Tank, dass er für kurze Zeit keinen Kraftstoff ziehen kann??? In Werkstatt wurde auch schon mal Dieselreiniger in Tank gekippt, Klimaanlage gewartet mit neuem Luftfilter, aber sonst nichts auffälliges! 3) Auto wird momentan leider ca. nur 1x die Woche bewegt, und manchmal quietscht er ganz furchtbar beim Losfahren, vor allem in Kurven, so als hätte er einen Platten oder die Bremsen wären fest, als würde etwas schleifen??? Allerdings nur ca. die ersten 2 Minuten, bis man mal bisschen schneller geworden ist. Durch mehrmaliges Betätigen des Bremspedals auch keine Änderung.Tja, ich glaub das wars erstmal. Viel spaß beim Rätseln. Vielen Dank und freundliche Grüße. Tina

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Tina, das sind ja gleich 3 Fragen auf eimal! Also: Bremskontrolle ist auch für den Bremsflüssigkeitsstand im Vorratsbehälter unter der Haube zuständig. Entweder ist da zu wenig drin oder der Geber ist verklebt/schwergängig/defekt. Der Check ist einfach und bezahlbar. Die schlechte Reaktion bei kaltem Motor könnte an Luft im Dieselsystem liegen (undichte Dichtung, poröse Schläuche) oder an einem zugesetzten Dieselfilter. Das ist leider aus der Ferne nicht so einfach zu diagnostizieren; wenn Du fachmännische Hilfe brauchst, kannst Du 030/787 99 20 anrufen (Autowerkstatt mit Pajero-Faible...) CARPARTS & PROMOTOR, Monumentenstr. 25, Berlin-Schöneberg. Grüß von mir. Das Quietschen / Kreischen ist wahrscheinlich nur ein rutschender Keilriemen. Erneuern oder spannen lassen. Viele Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Ludger Schlierkamp:

Hallo, ich fahre seit etwa einem Jahr einen Chevrolet Nubira 1.6, Baujahr 2006. Anlässlich der fälligen Jahresinspektion beim Vertragshändler habe ich den Auftrag gegeben, zu untersuchen, woran das Ruckeln des Autos im betriebswarmen Zustand liegen könnte. Wenn ich morgens losfahre, gibt es zunächst keine Probleme - nach einigen Kilometern ruckelt es - besonders beim Gas-Wegnehmen. Ich dachte, das wäre eine Kleinigkeit - verstopfter Benzinfilter o.ä., aber man sagte mir nun, dass sich in den Zylinderköpfen Ölkohle angesammelt hätte und das Beseitigen (Ausbau, Reinigen, Einbau) ca. 1700 Euro kosten würde. Ist das wirklich so eine teure Angelegenheit oder könnte es einen anderen Grund für das Ruckeln geben? Und: sollte es sich tatsächlich um diese Ölkohle in den Zylinderköpfen handeln - wie kommen diese zustande? Ich bin in dem einen Jahr, seit ich das Auto habe, nur 7000 km gefahren - zum größten Teil Stadtverkehr, aber auch zwei größere Urlaubsfahrten. Kann es sein, dass diese Ölreste schon vorher vorhanden waren und sich im letzten Jahr 'verstärkt' haben? Kann bzw. darf so etwas bereits bei einem Kilometerstand von 33.000 vorkommen? Können Sie mir Hinweise geben, wie ich mich verhalten soll? Ich bin halt nicht bereit, nach nur einem Jahr bereits eine teure Reparatur für ein nur drei Jahre altes Auto machen zu lassen. Vielen Dank im voraus und viele Grüße Ludger Schlierkamp

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Schlierkamp, ich fühle mit Ihnen und teile Ihre Meinung zu den Kosten. Offenbar hat man auch versucht, Ihnen einen Bären aufzubinden! Vor einer Demontage des Zylinderkopfes und einer Ölkohleentfernung würde ich das Drosselklappenteil reinigen lassen und dann eine längere flotte Fahrt unternehmen. Vielleicht reicht das «Freifahren» schon aus, die Ruckelei zu beseitigen. Der viele Stadtverkehr und die geringe Fahrleistung begünstigt zwar den Aufbau von Ablagerungen, aber eine wie die von der Werkstatt empfohlene Reparatur ist sicher überdimensioniert. Holen Sie sich unbedingt bei einer anderen Werkstatt eine Zweitmeinung und ein weiteres Angebot ein. Ich würde, wenn der Nubira mir gehören würde, einmal Hamburg und zurück «machen». Danach wüsste ich mehr...

Frage von Andreas Kaiser:

Sehr geehrter Herr Andreas Keßler, ich fahre zur Zeit einen Volvo 460, Bj. 1996 und aktuell 76.000 km auf der Uhr. Mein größtes Problem, was mir mein Auto bereitet ist, wenn ich los fahre bzw. auch schon eine Weile gefahren bin und dann schalten möchte, springt die Leerlaufdrehzahl nicht wie gewohnt auf ca. 1000 Umdrehungen zurück, sondern bleibt bei ca. 1600 Umdrehungen stehen. Dies geschieht aber nicht sehr lange, manchmal bleibt dieses Phänomen nur eine Sekunde oder dauert so lange an wie der Schaltvorgang. Manchmal tritt es auch gar nicht auf, dies aber nur, wenn ich grad losgefahren bin. Nach einer Fahrtstrecke von ca. 500 bis 700 Metern tritt dieses Problem auf. Ich hoffe, Sie können mir da weiter helfen, denn ich weiß so langsam nicht mehr, was ich machen soll. Mit freundlichen Grüßen A. Kaiser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Namensvetter, ich würde mich in diesem Zusammenhang mal mit dem Leerlaufregelventil, mit dem Drosselklappenteil und mit der Kurbelgehäuseentlüftung beschäftigen. Letztere pustet bei älteren Autos relativ viel öloge Dämpfe aus dem Motor in den Luftfilter und den Ansaugtrakt und sorgt dort für Verharzungen, die die Funktion des Leerlaufregelventils und ggf. auch der Drosselklappe behindern. Eine Reinigung wirkt oft Wunder; der Leerlauf ist danach oft deutlich «definierter». Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Heike Petrick:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe einen Renault Twingo, Baujahr 2001. Er geht ständig aus. Nach dem Auslesen des Fehlerspeichers letztens war es der Saugrohrdrucksensor. Ich habe das Teil wechseln lassen und mein Twingo lief genau einen Tag, danach ging er wieder an jeder Ampel aus. Bin einige Tage gefahren und plötzlich wurde er sehr unruhig und die Abgaskontrolllampe leuchtet und geht nicht mehr aus. Laut Handbuch soll man da auch nicht mehr fahren. Ich bin sehr ratlos und weiß nicht was ich noch machen soll. Denn die Reparaturen sind auch immer sehr kostenintensiv. Ich hoffe Sie haben einen Rat für mein Problem. Übrigens hab ich jetzt im Internet gelesen das Twingos dieses Problem dauerhaft haben und keiner hat eine Lösung, auch die Renaultwerkstätten nicht. Vielen Dank. Mit freundlichen Grüßen Heike Petrick

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Heike, das von Ihnen geschilderte Problem ist tatsächlich eine Twingo-Macke. Die Werkstätten verlassen sich dabei zu sehr auf die Diagnosecomputer und wechseln Teile aus, obwohl die gar nicht defekt sind. Bei Ihrem Twingo ist offenbar auch ein Signalweg gestört, deshalb fällt der Motor in den Notlauf (gelbe Lampe!) und bleibt in diesem Modus immerhin an! Ich würde noch einmal eine Fehlerspeicherauslesung machen lassen (wahrscheinlich wird wieder der Saugrohrdruckgeber oder der Nockenwellensensor angezeigt!) und nicht die angezeigten Sensoren erneuern, sondern deren Steckverbindungen sorgfältig säubern und vor dem erneuten Zusammenstecken mit Kontaktspray pflegen. Das ist nicht teuer und hilft in vielen Fällen, das Problem zu lösen. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Kathrin Hülsebus:

Ich habe einen Nissan Almera Magic, Baujahr 1999. Seit einem halben Jahr machen mein Kupplungs - und das Gaspedal beim Betätigen immer solche metallischen Geräusche, als wenn eine Metallfeder klickert. Vor ein paar Tagen aber kam noch ein quietschendes Geräusch dazu, ebenfalls beim Kupplungs - und Gaspedal. Das Geräusch hört sich so an, als wenn man eine Luftpumpe betätigt, aber dabei vorne das Loch zuhält. Ich bin also zur Werkstatt, um eine Antwort zu bekommen. Dazu muss ich sagen, als die Klickergeräusche auftraten, war ich damit das erste Mal in der Werkstatt. Da sagte man mir, wenn es anfängt zu quietschen, müssten die Pedale ausgewechselt werden. Nun quietscht es und ich bin zur Werkstatt. Nach einer Probe sagte man mir, dass es jetzt das Getriebe sei. Man hat die Pedale eingefettet und sagte mir, ich solle es weiter beobachten. Das Quietschgeräusch ist jetzt weg, aber das Klickern ist noch da. Ich bin sehr verunsichert, weil ich doch jeden Tag zwei kleine Kinder damit transportiere. Ich hoffe, Sie können mir helfen. Ich bedanke mich im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Kathrin Hülsebus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Kathrin, die Werkstatt hat recht! Die Geräusche stammen von der Lagerung der Pedalwellen im Pedalbock und von den Rückholfedern. Das Ganze ist normaler Verschleiß und zunächst noch ein Schönheitsfehler. Wenn Schmierung allein nicht mehr hilft, ist wohl tatsächlich ein neuer Pedalbock fällig. Vielleicht finden Sie aber auch ein Gebrauchtteil (immerhin sind die Schrottplätze seit der Abwrackorgie voll mit Ersatzteilen....). Lassen Sie sich doch mal ein Angebot machen: Eins von Nissan und eins von einer freien Werkstatt. Das hilft bei der
Entscheidungsfindung....

Frage von Rita und Herbert Kucher:

Mein Passat-Universal, Baujahr 2000 (ca. 110.000 km) hat seit zwei Jahren folgenden sporadisch auftretenden Fehler: Bei warmem Wetter und starker Sonneneinstrahlung springt er nur zögernd an, braucht mehrere Startversuche mit wesentlich mehr Gas als normal. Bei kühlem Wetter ist der Fehler nicht vorhanden. Das Auto hat im Juni problemlos TÜV bekommen. Erneuert wurde der Antrieb der Einlasskanalabschaltung (Betätigung gebrochen - ohne Funktion) und kürzlich die Lambdasonde (war als sporadischer Fehler ausgelesen worden). Der Fehler tritt jedoch weiterhin auf.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Kucher, aus der Ferne würde ich auf einen defekten Motortemperaturfühler tippen, der durch Alterung außerhalb der Toleranz arbeitet und der Motorsteuerung falsche Daten liefert. Die kann natürlich nur das verarbeiten, was ihr angeboten wird. Und an warmen Tagen ist das offenbar falsch und führt zu den geschilderten Problemen. Der Temperaturfühler ist nicht sehr teuer und kann deshalb (entgegen meiner sonstigen Vorgehensweise...) «auf Verdacht» gewechselt werden.

Frage von Karin Thiem:

Sehr geehrter Herr Kessler, wir haben an unserem Volvo S60 den Nachschalldämpfer wechseln lassen. Allerdings hatten wir einen falschen besorgt (für Dieselfahrzeug), den aber trotzdem einbauen lassen, da uns versichert wurde, dass das keine Auswirkungen hat. Jetzt haben wir aber bemerkt, dass der Motorraum ziemlich heiß wird. Ist das normal, oder müssen wir den Nachschalldämpfer wieder entfernen lassen? Oder gibt es noch eine andere Lösung? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Karin und Reinhard Thiem

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Thiem, lieber Herr Thiem, ich sehe keinen Zusammenhang zwischen dem nicht genau passenden Endtopf und der hohen Temperatur im Motorraum. Darf ich fragen, wie Sie auf die offenbar ungewöhnlich hohen Temperaturen im Motorraum gekommen sind? In aller Regel ist der Motorraum im Hochsommer zwischen 80 und 100°C warm (wenn man das messen würde, würden aber auch wesentlich «heißere» Ecken gefunden werden....). Man täuscht sich da sehr oft! Wesentlich für das Wohlbefinden der Maschine unter der Haube sind in erster Linie die Kühlmitteltemperatur (normal ist etwa 85 -- 90 °C) und die Öltemperatur (max. 130°C, Rennfahrzeuge erreichen auch mal 150°C). Solange also die Anzeigen im Tacho keine außergewöhnlichen Werte liefern, würde ich mich beruhigt zurück lehnen..... Temperaturen kann der Mensch nur sehr schlecht «fühlen» oder schätzen!

Henning fragt:

Hallo Andreas, wir haben einen Opel B-Corsa, Baujahr 1995, (ja in diesem hässlichen Türkis/Grün), ca. 140 000 km. Der Corsa geht nach einiger Fahrtzeit in der Stadt beim Stehen an Kreuzungen -einfach so - oder durch leichtes Berühren des Gaspedals aus. Aus dem Kalten läuft er problemlos - die Probleme tauchen eigentlich nur beim «warmen» Wiederstart auf. Wiederanlassen klappt nach dem Ausgehen nur mit Vollgas und Zündung leiern lassen. Dann kommt er wieder mit zischelndem (piff, piff piff) Geräuschen (das Verrecken klingt so ähnlich) - das Standgas läuft dann auch erstmal auf «voll Pulle» - also
wirklich mit ziemlich hoher Drehzahl. In der Werkstatt wurde nach Fehlerspeicherauslesen ein Motorwärmefühler getauscht, an den Zündkabeln wurde so etwas wie ein Marderbiss gefunden (hab ich auch gesehen) - das wurde also auch gewechselt. Der Fehler lässt sich in der Werkstatt nur schwer nachstellen. Es ist ihr bis dato nur einmal gelungen und da konnte sie nachweisen, das Kraftstoffförderung und Zündung i.O. sind; die Dichtheit der Kraftstoffanlage wurde ebenfalls gecheckt - ist dicht. Mhm....was machen? Vielen Dank für Deine Hilfe! Viele Grüße, Henning


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Henning, der Corsa hat m. E. nach noch die MULTEC-Einspritzung von Opel, und bei der passt zu der Beschreibung des Problems ein defektes Drosselklappenpotentiometer. Wenn das kaputt ist, wird meistens das ganze Drosselklappenteil fällig, Kostenpunkt etwa 400 Euro. Ich würde versuchen, mit einem Gebrauchtteil vom Autoverwerter glücklich zu werden. Die sind im Augenblick (durch die Abwrackprämie!) voll mit Corsa
B - Teilen .... Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Bernd Seiffert fragt:

Hallo Andreas, ich habe einen Opel Vectra c, Bj.2005 2,2 DTI Automatik. Seit gestern leuchtet im Display ein Zeichen, welches Glühlampendefekt anzeigt. Allerdings
funktionieren alle Leuchten. Kann es sein, dass der Kfz-Computer veränderte Stromverhältnisse misst, sonst weiß ich mir keinen Rat, warum dieses blöde Symbol leuchtet. Vielen Dank im Voraus. Bernd Seiffert


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, das «Lichtkontroll-Modul» misst eigentlich nur die Widerstände der Lichtstromkreise. Wenn eine Lampe defekt ist, steigt der Widerstand in dem betroffenen Stromkreis ins unendliche; wenn eine falsche Lampe (falsche Wattzahl??) eingebaut ist, fällt auch dort ein falscher Widerstand auf und das Display wirft eine Fehlermeldung aus. Ich würde zuerst überlegen, ob alle Bestückungen stimmen. Dann kommen die div.
Steckverbinder (Kontaktkorrosion) an die Reihe und ganz am Ende das Lichtkontroll-Modul. Soweit die Theorie... Ich hoffe, Du kriegst das Lämpchen aus! Es grüßt DER AUTOPAPST

Olaf Springborn fragt:

Sehr geehrter Auto-Papst, zwei Fragen habe ich an Sie. Ich fahre einen Mazda 121, Baujahr 1993, nicht mehr ganz jung, aber so ein Trabbi hat damals auch 30 Jahre gehalten und brachte danach noch den eineinhalbfachen Einkaufspreis. Das mit dem Einkaufspreis haut heutzutage nicht mehr ganz so hin, aber als mein «Westauto» wird mich mein Mazda ganz sicher bis zu meiner Rente in 17 Jahren fahren, da geh ich fest von
aus. Zwei Probleme bitte ich Sie, mir jedoch lösen zu helfen mit Ihrem Rat. Zum einen die Leerlaufsteuerung, die Probleme macht, sodass das Auto im Leerlauf mal auf 1500 Umdrehungen geht und dann mal wieder auf 200 abfällt, wobei es dann öfter ausgeht. Man kann das umgehen, indem man 300 Meter vor der Ampelkreuzung eine Fast Vollbremsung macht, auskuppelt, gleichzeitig Gas gibt, damit es nicht aus geht, langsam zur Kreuzung rollt und bei Ankunft dann mit der Handbremse bremst, wobei man gleichzeitig das Gas geben nicht vergessen darf, damit er, wie gesagt, nicht ausgeht.Eine Lösung wäre eine neue Leerlaufsteuerung, die funktioniert noch nicht elektronisch, sondern irgendwie mit heißem Wasser, was sich ausdehnt und so den Leerlauf steuert und die neu bei Mazda nur im Zusammenhang mit nem Vergaser für 650 Euro zu haben ist.Meine Frage, was sehen Sie da für eine Lösung? und die zweite Frage: Vorne im Armaturenbrett ist in der Mitte die Heizungs-und Lüftungssteuerung, ursprünglich von hinten beleuchtet mit 6 Birnchen, die inzwischen alle durchgebrannt sind.Wie wechselt man die aus? Würde mich sehr freuen, von Ihnen zu hören und grüße Sie freundlich olaf Springborn


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Olaf, ein ganz typisches der Problem der Monopoint-Einspritzung im 121er (einen Vergaser hat das «Ei» natürlich längst nicht mehr!) ist ein defekter Temperaturfühler. Das zeigt sich durch Standgasdrehzahlen, die irgendwo zwischen 1500 und 2000 und 500 hin- und herpendeln. Eine andere Ursache könnte auch zu wenig Wasser im Kühlkreislauf sein. Also:
Nach dem Check des Kühlwasserstandes würde ich versuchsweise einen neuen Motor-Temperaturfühler einbauen. Wo der sitzt, zeigt Ihnen der Teilemann von Mazda. Die Beleuchtung der Lüftungshebel hat ganz sicher nicht 6 Lämpchen! Ich tippe eher auf eine Lampe, die in einem Lichtleiter sitzt. Ist der Tacho
noch beleuchtet? Wenn nein, ist das Problem eher im Dimmer für die Regelung der Beleuchtung zu suchen. Wenn der Tacho noch beleuchtet ist, bleibt wohl außer einem Tausch der Lampen im Lüftungsbedienteil nichts übrig. Dazu muss man die Hebelchen und den Drehknopf abziehen und die Blende ausklipsen (ich hoffe, das geht so einfach....). Der Rest dürfte
selbst erklärend sein! Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Günther Frey:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe einen VW-Touran, Baujahr 11.2004, der sehr straff gefedert ist. Mir ist er einfach zu hart, jede Unebenheit kommt durch. Gibt es eine Möglichkeit, den auf Komfort zu
trimmen?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Frey,
das ist keine ganz leichte Aufgabe! Immerhin ist das ESP auf das vorhandene Fahrwerk abgestimmt. Es könnte aber eine Lösung geben: Ich würde mal bei VW fragen, ob nicht das Fahrwerk (Federn/Dämpfer und Fahrwerksbuchsen) einer anderen Version Abhilfe schaffen könnte. Zuvorsollten Sie allerdings (möglichst von unabhängiger Stelle wie TÜV oder DEKRA) den Zustand Ihres Fahrwerkes testen lassen. Vielleicht hat sich ja ein Defekt eingeschlichen, dessen Reparatur für mehr Komfort sorgt. Grundsätzlich kann eine Veränderung der Feder/Dämpfer-Abstimmung ein mehr an Komfort, aber auch ein weniger an Kurvenlage bewirken. Da
sämtliche Änderungen des Fahrwerks von einem Sachverständigen abgenommen werden müssen, würde ich zunächst mit einer «Recherche-Phase» starten. Fragen Sie ruhig auch mal bei den bekannten Fahrwerksspezialisten nach (Bilstein, Koni, Sachs etc.). Es grüßt ganz herzlich DER AUTOPAPST

Frage von Christa Richter:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich möchte mich mit folgendem Problem an Sie wenden. Ich habe heute meinen VW-Polo, Baujahr 2006, in meine VW-Werkstatt gebracht, da mir ein Abgasproblem angezeigt wurde. Dieser Fehler zeigte sich schon einmal bei der Abgasuntersuchung im Mai, die Plakette wurde aber dann zugeteilt. Der zuständige Mitarbeiter wies mich darauf hin, dass ich, wenn das Problem wieder auftritt, das Auto in die Werkstatt bringen solle. Es stellte sich heraus, dass es sich um einen Motorschaden handelt, ein neuer Motor erforderlich ist. Für mich ist nicht vorstellbar, dass ein derartiges Problem mit den daraus entstehenden hohen Kosten nach dieser kurzen Zeit auftritt. Das Auto ist in regelmäßiger Wartung in der VW-Werkstatt, möglicherweise können Sie mir einen Rat geben. Mit freundlichen Grüßen, Christa Richter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Richter,

wenn ein Auto einen Motorschaden hat, handelt es sich in der Regel um ein mechanisches Problem des Motors, welches sich in lauten Geräuschen, Ölwolken oder plötzlichem Stillstand des Motors äußert. Solange der Motor anspringt und bis auf ein blinkendes Licht im Tacho normal läuft, hat er auch keinen Motorschaden. Welches Problem zu der Warnung im Instrumentenblock führt, kann ich aus der Ferne nicht beurteilen. Eines ist aber sicher: Die Werkstatt, die Sie betreut, spielt nicht mit offenen Karten. Holen Sie sich unbedingt vor einer Beauftragung eine zweite Meinung von einer anderen Werkstatt ein. Sollte die auch der Meinung sein, dass es sich um einen Motorschaden handelt, können Sie sich immer noch mit einer VW-Vertragswerkstatt in Verbindung setzen und um Kulanz oder sogar Garantiereparatur bitten. Ich gehe von einem jungen Gebrauchtwagen mit wenig km und vollständigem Servicescheckheft aus. Solche Autos haben in der Regel noch keinen Motorschaden..... (Ausnahme: Die «Frostmotoren» von VW...). Herzliche Grüße Andreas Keßler

Frage von Rene Smoktun:

Hallo, auch wenn unser Auto bisher nie Probleme gemacht hat, finde ich Ihre Ferndiagnosen sehr interessant und beeindruckend. Heute habe ich jedoch mal eine Frage.... Am Dienstag habe ich mir neue Winterreifen montieren lassen - da das Auto max. noch zwei Winter gefahren werden soll und sicherlich in der Zeit auch nicht mehr als 5000 km zusammenkommen werden, habe ich mich für Runderneuerte entschieden - dachte lieber solche als abgefahrene. Donnerstag von Frankfurt/M nach Berlin unterwegs gewesen - gleich am Anfang fühlte sich die Fahrweise unrund an. Ich habe eine Sichtkontrolle durchgeführt und die Muttern nachgezogen und irgendwann fühlte sich das Fahren wieder normal an.
Bei km 300 fing das Auto stark zu vibrieren an - in der Werkstatt wurde
dann festgestellt, dass bei einem Reifen das Profil in der Mitte der Lauffläche eingerissen und sich auf einer Fläche von 5x5cm von der Karkasse (?) löst. Meinem laienhaften Verständnis nach wurde beim Runderneuerungsprozess geschlampt. Mit dem Ersatz(sommer)reifen sind wir die restlichen 300 km nach Berlin gefahren, weil der Pannendienst keine neuen Reifen hatte. Nun meine Fragen die ich gerne von einem unabhängigen Fachmann beantwortet hätte: - ist das jetzt wirklich ein Einzelfall - ich kann mir kaum vorstellen, dass die Reifen sonst eine Zulassung bekommen würden oder selbst wenn es ein Einzelfall wäre - die anderen drei Reifen sind sicherlich aus der gleichen Produktion - wie hoch ist die Gefahr, dass diese genauso «schlecht» sind? Sollte ich nur den einen Wechseln lassen oder alle vier? Wenn alle vier - erneut Runderneuerte oder lieber etwas mehr Geld in die Hand nehmen und Neureifen nehmen? Würden sie in der jetzigen Kombination den Weg zurück nach Frankfurt fahren (ich muss Sonntag zurück) um das dort mit der ursprünglichen Werkstatt zu klären? Vielen Dank im Voraus für ihre Zeit René Smoktun


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo René, abhängig von der Größe des Autos, seiner Motorleistung und seinem Einsatzgebiet ist der Einsatz von runderneuerten Reifen o.k. oder keinesfalls empfehlenswert. Wer mit einem Kleinwagen nur in der Stadt herum rutscht, kann damit glücklich werden (obwohl die Bremswege im Ernstfall sicher nicht an die Werte eines Premium-Neureifens heran reichen!). Der Langstrecken-Autobahnfahrer (nicht -raser!!) kann, muss aber nicht Glück haben (siehe Ihren geschilderten Fall!). Leute mit leistungsfähigen Autos, die diese auch ambitioniert bewegen,
sollten NIE Runderneuerte fahren!! In Ihrem Fall würde ich entweder zu gebraucht gekauften Winterreifen raten oder eben ganz neue (hier sind selbst chinesische Holzreifen besser als runderneuerte!). Wie lange und wie oft das Auto noch gefahren werden soll, sollte im Hintergrund bleiben. Ein Satz Winterreifen kostet verhältnismäßig wenig mehr als ein Satz runderneuerte (vor allem, wenn Sie den Ärger einkalkulieren, den der Riss im Reifen verursachte...). Ihre Runderneuerten würde ich beim Verkäufer reklamieren und im Idealfall das Geld zurück fordern. Herzliche Grüße vom AUTOPAPST.

Stefan fragt:

Hallo ! Ich habe einen Audi A4 quattro 2,5, 132 kW, Bj.: 2002. Habe jetzt bei 12.0000 KM Service Pickerl und Zahnriemen in einer Fachwerkstatt machen lasen. Meine Frage: Hätte die Werkstatt beim Zahnriementausch auch das Kühlwasserthermostat kontrollieren bzw .tauschen müssen? Da das vorhandene Thermostat bei warmem Motor schwankt von 70-90 Grad. Mit freundlichen Grüßen, Stefan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Thermostat ist in aller Regel kein Inspektionspunkt und wird nur gewechselt, wenn irgendetwas damit nicht stimmt. Die gerade ausgeführten Arbeiten haben mit dem Thermostat aber nichts zu tun gehabt, es wird also keine Arbeit «doppelt» ausgeführt.

Klaus Schulze fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, mein Auto ist ein Almera Tino Comfort 1.8, Baujahr 2001, KM-Stand 106 Tkm. Nach Angabe der Vertragswerkstatt muss die Steuerkette ersetzt werden. Ist in diesem Zusammenhang die Lambdasonde auch zu wechseln? Vielen Dank, mit freundlichen Grüßen. K.Schulze

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Schulze, das die Steuerkette nach nur 106.000 km schon gewechselt werden muss, erstaunt mich. Wenn die Steuerkettenschienen und -spanner bereits Verschleiß zeigen, wäre das verständlich. Will die Werkstatt die Kette im Verbund mit wechseln? Dann sollten Sie das akzeptieren, weil der Ersatzteilpreis nur einen Bruchteil der Arbeitskosten beträgt. Die Lambdasonde hat mit der Steuerkette und deren Verschleiß nichts zu tun und ist auch räumlich ganz woanders verbaut. Die Lambdasonde sollte also (sofern nicht defekt...) die alte bleiben. Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Katja Trautvetter:

Hallo! Ich habe einen Skoda Oktavia, Baujahr 1998 und habe folgendes Problem. Nach dem Gang einlegen und dann Gas geben stottert er am Anfang und dann nicht mehr! Drosselklappe gereinigt,Zündkabel getauscht, Zündkerzen neu Benzinpumpe neu ! Was nun? Danke. PS: Bei jedem Gang

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte an einem hängendem AGR (Abgas-Rückführungs-Ventil) liegen, wodurch zunächst zu viel Abgas ins Frischgas gerät. Lassen Sie das Teil mal prüfen und ggf. auswechseln. Viele Grüße, Andreas Keßler

Frage von Manfred Milz:

Guten Tag, mein Audi A4 Avant 1.8 T läuft nur noch auf drei Zylinder. Nachdem der Mechaniker von einer Zündspule den Stecker gezogen und wieder aufgesteckt hat, lief das Auto kurz auf allen 4 Zylindern. Dann aber gleich nicht mehr. Auf dem Stecker ist auch kein blinkendes Signal mit dem Prüfkabel zu sehen. Frage: liegt das am Steuergerät oder kann der Fehler woanders liegen?? Bitte Info, Manfred

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manfred, tausch doch mal die Zündspule mit einer anderen. Wenn dann der Zylinder nicht mehr will, ist es die besagte Zündspule. Ich hoffe, das war es dann...

Frage von Patrick Stolarek:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen VW Golf III, 1,8 L, 75 PS, AAM-Motor, Bj. 91, 150tkm. Folgendes Problem: Der Motor läuft eigentlich absolut super. Außer ich fahre bei geringeren Geschwindigkeiten ( so ca bis 60km/h) mit gleichmäßiger Geschwindigkeit, dann ruckelt der Motor bzw. das ganze Auto. Das passiert aber nur bei gleichmäßiger Fahrt, wenn ich Gas wegnehme oder mehr Gas gebe ist alles ok. Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Das könnte der Ansaugflansch sein, der mit den Jahren rissig und undicht wird. Das Ding sitzt zwischen Einspritzung und Saugrohr und kostet neu etwa 50 Euro. Der Wechsel dauert im Sommer (mit warmen Fingern...) etwa 30 Minuten. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage Pedro de Garcia:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre eine Honda Civic, Bj 87! Jetzt ist mir der Kabelbaum von der Lichtmaschine durchgebrannt. Suche nun ein Anschlussschema der Lichtmaschine, oder ein Website mit rep. Anleitung. Können Sie mir helfen?
Pedro.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Pedro, versuch doch mal hier, die nötigen Infos zu bekommen:
_http://www.manualsoft.com/product_info.php?&products_id=452. Das ist eine Reparatur-CD in spanischer Sprache (solltest Du verstehen können, bei dem Namen....). Kostenpunk: 39,-- Euro. Im Netz wirst Du von Honda keine Infos finden, die Jungs wachen recht eifersüchtig über Ihre Daten....

Frage von Ralf M:

Hallo, ich habe Wasser im Innenraum, Fußboden Beifahrerseite. Mein Kühlerwasser blubbert. Was könnte das sein? Es handelt sich um einen Astra Kombi 1.6, Baujahr 1998

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ralf, vielleicht ist der Wärmetauscher der Heizung undicht und kleckert das Kühlwasser in den Innenraum. Ist das Wasser im Fußraum schmierig? Dann liege ich richtig....

Frage von Johann Wagner:

Hallo Herr Kessler, von Ihnen hört man Wunderdinge. Vielleicht haben Sie auch in meinem Fall eine Idee. Mein Audi A6, Baujahr 1/97, zeigt folgenden Fehler. Z. Zeit noch sporadisch erlischt bei eingeschalteten Scheinwerfern die Armaturenbrett-Beleuchtung, sodass ich nachts die Armaturen z. T. schemenhaft, z. T. gar nicht, dann wieder voll erkennen kann!? Haben Sie eine Idee?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da ist es leider mit ein paar neuen Birnchen nicht getan, lieber Herr Wagner! Bei Audi wird man Ihnen einen neuen Armatureneinsatz verpassen wollen. Sie können aber Ihren Kombiinstrument-Einsatz auch zu _www.hitzpaetz.de schicken und dort prüfen / überholen lassen. Das spart etwa 600 Euro....

Frage von Gösta:

Hallo erstmal! Ich habe ein Problem mit meinem Scirocco. Er ist mittlerweile in der zweiten Werkstatt, aber die sind überfordert. Es handelt sich hier bei um ein GTX mit 95 PS und 1,8 l Einspritzer. Der Wagen geht sehr schlecht an, läuft auf allen Töpfen, geht aber, wenn man Gas gibt, wieder aus. Es sind neu: Leerlaufventil, Temperaturfühler, Luftmengenmischer, Einspritzdüsen, und Kerzen. Woran kann das nur liegen? Ich bin verzweifelt, da ich ihn noch nicht lange habe. Und nach meiner Anmeldung geht nichts mehr. Danke dir im Voraus für deine Antwort. Bye

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Gösta, das dürfte der JH-Motor mit der KA-Jetronic sein. Wenn die beiden Kraftstoffpumpen laufen (Sicherung? Relais?), bleibt eigentlich nur noch der Warmlaufregler als Problemquelle. Leider ist die KA-Jetronic so gar nicht für Ferndiagnosen geeignet, das System hat einfach zu viele «Bugs». Ich würde einen Bosch-Dienst aufsuchen, vielleicht arbeitet da einer der «alten Meister», der die mechanischen Einspritzungen aus dieser Zeit noch beherrscht....

Frage Stefan Rösch:

Hallo. Ich habe folgendes Problem: bei meinem Ford Mondeo, Bj. 1995, Benziner mit 90PS (170.000km) hat sich folgendes Verhalten eingeschlichen. Er startet ohne Probleme. Wenn ich dann fahre merke ich, dass er plötzlich ruckelt und kurzzeitig kein Gas annimmt oder kein Benzin bekommt. Im Stand im Leerlauf passiert es, dass die Drehzahl von knapp über 1.000 plötzlich runter geht auf 500. Entweder er pendelt dann ein bisschen hin und her zwischen 1.000 und 500 oder stirbt gleich ab. Das Ruckeln während der Fahrt trat schon mal auf, aber so selten, dass ich mir keine Gedanken machte. Zu diesem Zeitpunkt ruckelte es auch nur einmal und dann wars wieder vorbei. Momentan ist es aber bei der Fahrt mit gleichbleibender Geschwindigkeit sehr häufig bis konstant. Zur Vorgeschichte: Als ich ihn kaufte, hatte er eine zu hohe Leerlaufdrehzahl, diese wurde aber korrigiert und funktionierte auch. Angeblich hing dieses Problem mit der damals kaputten Klimaanlage zusammen, welche aber auch repariert wurde. Da ich momentan noch in Schweden bin, möchte ich mir, wenn möglich, einen Werkstattbesuch hier ersparen. Vielen Dank schon einmal für die Hilfe. Mit freundlichen Grüßen. Stefan Rösch.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die klassische Diagnose bei diesem Problem: Abgasrückführungs-Ventil und Leerlauf-Regelventil. Wenn dem Frischgas zu viel Abgas beigemischt wird, hat das doppelten Einfluss auf den Leerlauf: Zum einen fängt der an zu holpern, weil zu wenig Sauerstoff zum Verbrennen in die Brennräume gelangt, und zum andern verdreckt das Abgas bzw. dessen Bestandteile das Leerlaufregelventil. Dieses kann dann den Leerlauf nicht mehr vernünftig regeln. Alles klar? Am besten ist der Austausch beider Ventile, manchmal reicht auch eine Reinigung. Andreas Kessler.

Frage von Bassam:

Wie tauscht man die Wasserpumpe, den Zahnriemen und den Keilriemen vom Mazda Mx3, Bj. 1992. Bitte, schildern Sie die Reihenfolge möglichst mit Bildern. Dankeschön im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist an dieser Stelle wirklich etwas viel verlangt! Warum kaufst Du Dir nicht die Werkstatt-CD für 39 Euro? Da sind sämtliche Handgriffe perfekt beschrieben und bebildert. Und ich habe hier nicht so viel Schreibarbeit. Alles klar? Andreas Kessler.

Frage von Egon Wondracezk:

Hallo Herr Kessler, ich hätte gerne Ihre geschätzte Meinung gehört: Meine Eltern fahren einen 14 Jahre alten Honda Civic, und zwar die eher seltene «Shuttle»-Ausführung mit permanentem Allradantrieb und zusätzlichem Geländegang. Das Auto hat sich in der Landwirtschaft als völlig anspruchsloses Arbeitstier bewährt, wühlt sich munter durch die Feldwege, war trotz denkbar nachlässiger Wartung immer sehr zuverlässig und robust. Sogar den Riss des nicht gewechselten Zahnriemens bei 124.000 km hat der arme Civic überlebt. Jetzt hat er 150.000 km, fährt immer noch prima, beginnt aber zu schwächeln: Seit 1/2 Jahr in unregelmäßigen Abständen gelbe Motorwarnleuchte, die beim nächsten Startvorgang wieder erlischt, manchmal auch wochenlang ausbleibt. Ölverbrauch von nicht nennenswert auf über einen halben Liter pro 1.000 Kilometer angestiegen (ich tippe auf Kolbenringe). Das Auto hat noch 14 Monate TÜV und soll in 6 bis 8 Monaten sowieso ersetzt werden, so dass vorher nicht mehr viel investiert werden soll. Jetzt die Frage: Wird er das - im Hinblick auf den kräftigen Ölverbrauch - wohl noch durchhalten? Oder wäre es cleverer, ihn jetzt gleich (fahrbereit und mit TÜV) zu verscherbeln und zu ersetzen? Was würden Sie machen? Grüße, Egon

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Egon, ich würde den Wagen noch bis zum Frühjahr fahren und dann in einem günstigen Moment verkaufen. Diese Modelle erfreuen sich einer gewissen Nachfrage und das Auto Ihrer Eltern wird sicher ganz gut weg gehen. Der Ölverbrauch ist sicher hoch, aber noch nicht bedenklich. Immer schön nachfüllen, vorsichtig fahren und das Auto schön sauber fotografieren. Dann dürfte einer «Verwertung» im nächsten Frühling nichts mehr im Wege stehen. Den Grund für das Aufleuchten der Warnlampe kann nur eine Auslesung des Fehlerspeichers ergeben (wenn die Lampe nicht dauernd an ist, ist das aber sicher nichts gravierendes!)Andreas Kessler.

Frage von Erwin Lange:

Hallo, habe ein kleines Problem mit meinem Opel Sintra 2.2 16V GLS. Ich habe die Zylinderkopfdichtung gewechselt, natürlich wurde der Zylinderkopf komplett überholt, neue Ventile usw. .Als ich fertig mit dem Einbau war, sprang er auch wunderbar an, jedoch kommt ein Klackern aus dem Bereich der Wasserpumpe, also als würde irgendwie Metall aneinander schleifen, kein Dauerschleifen, sondern immer so im 2-3-Sekunden-Takt. Was kann das sein? Die Wasserpumpe oder die Ventile? Hört man, sollte es sich um die Ventile bzw. Hydro-Stößel handeln? Bitte hilf mir lieber Autopapst!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde sagen, das ist das Lager der Wasserpumpe! Vielleicht ist der Riemen nach der Reparatur etwas zu fest gespannt und hat dadurch das Lager der Pumpe gehimmelt. Wenn das Geräusch bei abgenommenem Riemen weg ist, dürfte die Sache klar sein: Eine neue Pumpw ist fällig. Andreas Kessler.

Frage von H. Hottenroth:

Hi. Mein BMW 525i, Bj.1989, versucht hin u. wieder während der Fahrt, im unteren bis mittleren Drehzahlbereich, abzusterben. Grad so, als ob ihm die Sprit- o. Zündzufuhr unterbrochen wird. Im Leerlauf, wenn ich in solchen Momenten anhalte, schwankt der Drehzahlbereich dann zwischen zu hoch und zu niedrig. Könnte dies am Leerlaufregelventil liegen? Vorab danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Prüfen Sie bitte mal die Kabel am LMM (Luftmassenmesser), die lösen sich gern mal im Stecker. Der LMM sitz direkt hinter dem Luftfilterkasten. Dort den runden Stecker abdrehen und schauen, ob alle Kontakte noch richtig drin stecken. Wenn nicht, müssen Sie an der Kabelführung des Steckers den Gummiring lösen und das Kabel wieder richtig in Position drücken. Das müsste schon reichen. Andreas Kessler

Frage von Udo Göbe:

Hallo Herr Kessler, bei meinem AudiA6 Avant 2,6 Benziner, von 1997, 4-Gang Autom. sind im kalten Zustand schleifende, rasselnde Geräusche im Automatikgetriebe zu hören. Nach einigen hundert Metern, bei zunehmender Temperatur hört das auf. Hält man auf der Hebebühne die freilaufenden Räder an hört es auf, sobald die Räder wieder drehen geht es wieder los. Ich habe mich umgehört und gelesen, die Meinungen gehen von Wandlerschaden über Ölpumpendefekt bis zum simplen Ölwechsel. Können Sie sich vorstellen was das ist, damit man gezielt nach dem Defekt schauen kann? Gruß, Udo.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Versuchen Sie es zuerst mit einem Wechsel des ATF (Automatic Transmission Fluid). Wenn es ein ernsthaftes Problem wäre, würde das Geräusch nicht bei warmem Getriebe verschwinden. Vielleicht ist nur ein Filter zu und die Schmierung ist nicht sicher gestellt. Zögern Sie daher nicht zu lange, um Folgeschäden zu vermeiden!

Frage von Walter Berchtold:

Sehr geehrter Herr Kessler, wir haben einen Mercedes C250 Diesel, Limousine, Baujahr 1993. Seit einiger Zeit hat er Startschwierigkeiten im Kaltzustand. Wenn er mal gelaufen ist, kann er problemlos abgestellt und wieder gestartet werden. Hat er aber über Nacht gestanden, dann brauche ich 4 und mehr Anläufe, bis der Motor dann endlich kommt. Woran könnte das liegen? Ihrer geschätzten Antwort sehen wir gerne entgegen. Mit freundlichen Grüssen Walter Berchtold.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Berchtold, ist das noch der 5-Zylinder-Vorkammermotor? Eigentlich ein Wunder der Technik, mit 20 Ventilen und 113 PS seinerzeit ein topmoderner Motor. Aber eben kein Direkt-Einspritzer und auch kein Common-Rail-Motor. Die Startprobleme deuten auf eine schwächelnde Vorglühanlage hin. Glühen denn noch alle Glühkerzen? Oder hat der Motor schon mehr als 200.000 km auf der Uhr und lässt langsam etwas an Kompression zu wünschen übrig? Lassen Sie mal eine Kompressionsmessung machen und dabei gleich die Glühkerzen wechseln. Eigentlich ist Verschleiß bei diesem Motor noch nie ein Problem gewesen (vernünftige Wartung voraus gesetzt). Ich bin gespannt, was es wirklich ist! Andreas Kessler


Frage von Sebastian Wenge:

Guten Abend Herr Kessler, ich habe einen BMW 325i von 1986. Der Wagen geht immer aus, wenn er warm ist. Der ADAC meinte, es könnte ein defekter OT-Geber sein, der sich ausdehnt und einen «Kurzen» verursacht, wenn er warm ist. Kann das sein? Wenn der Motor kalt ist, läuft er einwandfrei, erst wenn er Betriebstemperatur hat, tritt das Problem auf. Mitten in der Fahrt nimmt er kein Gas mehr an und der Motor geht aus. Dann hat der ADAC mich abgeschleppt. An jeder Ampel hab ich mal einen Startversuch gemacht, und da sprang er sofort an, aber sobald er wieder warm wurde, ging er aus...Ich bin ratlos. Vielen Dank für Ihre Bemühungen. Viele Grüße. Sebastian Wenige.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach dem DME-Relais an. Das DME-Relais ist lebenswichtig für den Motor und dessen Benzinzufuhr. Beim 2,5 befindet es sich auf der Fahrerseite, gleich neben dem Luftfilterkasten (kleiner Kasten mit 3 Relais, Das DME-Relais sitzt ganz vorn). Ein neues Relais kostet bei BMW etwa 10 Euro. Andreas Kessler.

Frage von Mirko Schmidt:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Renault Megane, Bj 97. Klima und Heizungsanlage funktionieren nur noch zu 50 Prozent - d.h. der Lüfter läuft, dann hört er wieder usw.. Das Einzige was immer funktioniert ist die maximale Stufe. Da gibt es keine Aussetzer. Hat der Megane eine elektronische Steuerung oder ist es der Drehschalter?! Einen schönen Tag noch. Mirko Schmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe eher auf den Vorwiderstand des Gebläsemotors. Entweder ist der kurz vor dem Durchbrennen, oder das Anschlusskabel hat einen Wackler. Der Vorwiderstand kann nur komplett getauscht werden. Andreas Kessler.


Frage von Izabela Winter:

Hallo, bei meinem Opel Corsa C, Baujahr 2002, Km-Stand 50.000, wurden Schäden an der Steuereinheit des Automatikgetriebes festegestellt. Die ganze Steuereinheit muss ausgetauscht werden, Kosten 1.350 Euro. Kommt das häufig vor, was ist die Ursache?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kommt nicht häufig vor, ist aber trotzdem ein Qualitätsproblem. Ich würde an Ihrer Stelle kein Neuteil einbauen lassen, sondern das angeblich defekte Steuergerät im Internet unter hitzpaetz.de überprüfen lassen. Das kostet nur wenig, außerdem kann das Steuergerät dort gleich repariert werden, wenn es wirklich defekt ist. Die Gesamtkosten bewegen sich dann ohne Einbau (der kostenmäßig wohl zu vernachlässigen ist...) bei etwa 350 Euro. Andreas Kessler.

Frage von Ulrich Rakowski:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Audi A4 Avant, Baujahr 1996 ist die Wasserpumpe undicht. Kann das die Dichtung sein, oder das Lager der Pumpe und muss ich die Pumpe wechseln oder kann man das Problem anders lösen. Mit freundlichen Grüßen. Ulrich Rakowski

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ulli, Wasserpumpen werden generell gewechselt, wenn sie undicht sind. Das liegt an der leichten und preiswerten Verfügbarkeit von Ersatzpumpen. Wenn man eine undichte Pumpe reparieren lassen wollte, würde das ein Vielfaches eines vergleichbaren Neuteils kosten und kommt deshalb nur für exotische Pumpen von längst nicht mehr gebauten Oldtimern in Frage.

Frage von Florian Schmitz:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Renault Clio DCI, Bj 2004. Aufgrund von Silikonrückständen in den Steckern am Motorsteuergerät hat das Gefährt leider Kontaktprobleme und interessante Elektronikeffekte. Leider gibt es die Steckeraufsätze nicht einzeln, sodass der komplette Kabelbaum getauscht werden müsste. Allerdings bin ich ein sparsamer Mensch und mag Verschwendung nicht. Warum den ganzen Kabelbaum tauschen, wenn nur die Stecker „merde“ sind? Nun die Frage an Sie: Kennen Sie eine Möglichkeit die Silikonreste zuverlässig aus den Steckerbuchsen zu entfernen? Die ganzen Pinsel sind leider so schmal und eng dass man selbst mit einem Nagel nicht rein kommt. Vielen Dank und viele Grüße.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Den Fall hatte ich noch nie! Versuchen Sie es doch einfach mit Silikonentferner aus dem Baumarkt! Über Nacht in das Zeug gelegt, dürfte sich das Silikon wohl aus dem Stecker verflüchtigt haben. Oder der Stecker löst sich gleich mit auf... Dann kommt Plan B: Der neue Kabelbaum. Andreas Kessler.

Frage von Ralf Alisch:

Hallo, ich fahre einen Punto 16V, Baujahr 98. Das Problem: Er geht nur an wenn man das Gaspedal nicht betätigt, des Weiteren läuft er sehr unrund und hat kaum Leistung.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Man soll ja beim Starten auch kein Gas geben, das steht so in der Bedienungsanleitung! Auf Deutsch bedeutet das aber, dass der Motor nur im Leerlauf ein definiertes Gemisch bekommt, darüber aber offenbar nicht. Und das könnte an einem defekten Drosselklappenpotentiometer liegen. Eine Befragung des Fehlerspeichers bringt da sicher Licht ins Dunkel. Andreas Kessler.

Frage von R. S.:

Hallo Herr Kessler, mein Clio I, EZ 07/91, 1171 ccm, 40PS, macht seit einiger Zeit Geräusche in Rechtskurven, diese aber auch nur beim Gas geben. Die Geräusche sind so eine Art Kratzen aber eher rhythmisch, fast schlagend, je nach Geschwindigkeit schneller und abhängig vom Kurvenradius stärker. Die linke Gelenkwelle wurde schon getauscht, brachte aber keine Problemlösung. Könnte es evtl. das Radlager sein, oder wo ist der Fehler zu suchen? Vielen Dank im Voraus. PS: Bremsscheiben/-klötzer und Stoßdämpfer sind neu.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es das Radlager wäre, müßte das Geräusch immer da sein, nicht nur beim Gas geben. Ich vermute eher ein Problem mit dem Differential / Getriebe. Ist denn noch genug Öl in der Schaltbox? Wenn sich zwischen Kegel- und Tellerrad im Differential Karies einstellt, kann es zu solchen Geräuschen kommen.

Frage von Lutz Senkel:

Ich fahre eine Yamaha XJR 1200, Typ 4PU, Bj. 1998, gekauft 2002 mit 2500 km Laufleistung (jetzt 16.000) von der Erstbesitzerin. Die Maschine war bei ihr als Einsteigerin gedrosselt. Die Drosselung wurde wieder entfernt und ist nach Prüfung durch eine Yamaha-Werkstatt auch nicht mehr vorhanden. Das Motorrad müsste 72 kW haben, fährt sich aber wie gedrosselt: im 2.Gang bei ca. 9000 U/min ca. 140 km/h, im 3. Gang bei ca. 9000 U/min ca. 170 km/h, fällt im 4. Gang sofort auf ca. 8000 U/min bei ca. 180 km/h (Vollgas), fällt im 5. Gang sofort auf 6500 U/min und ca. 170 km/h (Vollgas). Ölverbrauch ca. ein Liter auf 3000 km. Außer fehlender Leistung fiel der Werkstatt nichts auf? Was kann es sein? Mein Bruder meint, die Maschine hätte sich wohl kaputt gestanden. Ich hoffe auf eine erfreulichere Antwort. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Lutz, eigentlich müsste die XJR bei Vollgas fast die Erdkrümmung verlassen.... Die Drossel wird wahrscheinlich teilweise doch noch im Motor sein. Der Ausbau ist eigentlich kein Problem: Je nach Motor wurden Blenden im Ansaugtrakt, kleinere Hauptdüsen und/oder andere Nockenwellen eingebaut. Das ist wahrscheinlich alles nur auf der Rechnung der Erstbesitzerin aufgetaucht... Du brauchst also erst mal die Werte bzw. Ersatzteilnummern der Teile der «offenen» Version. Und dann heißt es: Schrauben! Ich würde mit den Hauptdüsen beginnen. Vielleicht sind die nur «zugewachsen».... Ein Satz Düsen ist nicht so teuer und verhältnismäßig schnell gewechselt. Ich hatte mal ein Motorrad, das mit neuen Düsen völlig verwandelt war (Leistung in allen Lebenslagen...).

Jörn Bekker fragt:

Hallo, ich habe ein Problem mit meinem Audi 80 1.8, Baujahr 1989. Der Wagen hat erst 90.000 km und fährt gewöhnlich wie eine «eins». In letzter Zeit entlädt sich allerdings über Nacht häufig die Batterie selbstständig und der Wagen sagt beim Anlassen keinen Ton. Sobald man ihn überbrückt, springt er sofort an und läuft gut wie immer. Seit dieses Problem aufgetaucht ist, funktioniert das Radio nicht mehr richtig. Die Belegung der Tasten hat sich über Nacht auf wundersame Weise vertauscht. So erfolgt beispielsweise die Suche der Sender neuerdings über den Equalizer. Kann hier ein Zusammenhang bestehen, oder ist womöglich die Batterie hinüber? In Hoffnung auf eine baldige Antwort und viele Grüße, Jörn Bekker.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Antwort auf diese Frage lässt sich am leichtesten finden, wenn Sie das Radio mal für einige Tage vom Netz nehmen. Wenn die Batterie dann wieder durch hält, dürfte die Therapie klar sein (Schalter einbauen!). Wenn die Batterie immer noch ständig leer ist, müssen Sie die «Ochsentour» mit Prüflampe oder Amperemeter und dem versuchsweisen herausziehen aller Sicherungen durchleiden. Dabei wird die Prüflampe bzw. das Amperemeter zwischen Minuspol und Massekabel geklemmt. Wenn die Prüflampe dabei hell leuchtet, fließt ein zu großer Strom, der die Batterie leer saugt. Wenn bei einer herausgezogenen Sicherung die Prüflampe aus geht, haben Sie den fehlerhaften Stromkreis gefunden und müssen dann dort nach dem Verbraucher suchen.

Gianni fragt:

Lieber Andreas, ich besitze einen Golf 3VR6, Bj.:92. Von Anfang an hatte ich das Problem, dass das Kupplungs- pedal entweder bei nächtlichen Ruhestand in der Garage oder aber während der Fahrt ein Stück nach unten gegangen ist (von selbst). Habe das Auto in die Werkstatt gebracht und dort wurden Nehmer, Geber, Pedal, Kupplung und Getriebe gewechselt. Auch alle Unterdruckschläuche. Das Problem ist geblieben. Darauf hin wurden Geber und Nehmer noch einmal gewechselt, aber das Problem ist geblieben. Man könnte unter Umständen mit dem Problem leben, aber wenn das Pedal nach unten geht, verändert sich auch das Schaltverhalten und die Gänge und gehen nicht richtig rein. Haben Sie einen Rat? Bitte helfen Sie mir, denn die Kosten gehen in unermässliche Höhen. Bitte schreiben Sie mir an meine E-Mail-Adresse, sonst finde ich Sie nicht mehr, denn ich bin nicht Computergewandt. Ich danke Ihnen im Voraus, Gianni.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ciao Gianni, die hydraulische Kupplung beim VR6 war immer schon eine Problemstelle. Wenn Du nicht geschrieben hättest, dass alle Teile teilweise sogar mehrfach getauscht worden sind, würde ich auf Luft im Kupplungssystem tippen. Bist Du wirklich ganz sicher, dass keine Luft mehr in der Kupplungshydraulik steckt? Wenn das klar ist, könnte noch die Betätigungsstange zwischen Nehmerzylinder und Ausrücklager für dieses Problem verantwortlich sein. Da Du aber nicht der Einzige bist, der mit schwer schaltbaren Getrieben und Kupplungsproblemen im VR6 kämpft, hat sich die Szene bereits vor Jahren mehrheitlich zum Umbau auf Seilzugkupplung entschlossen. Das solltest Du auch tun, dann ist endlich Ruhe....

Gossy fragt:

Nach Zahnriemenabriss alles erneuert. Aber er springt nicht mehr an. Fahre einen Renault Clio 1,2, Baujahr 90.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ingo, wirklich alles? Oder nur den Riemen und die Spannrolle? Die Folgeschäden des Riemenrisses müssen auch noch abgearbeitet werden: Alle krummen Ventile erneuern, ggf. Kolben- und Pleuelschäden suchen und abstellen, etc. Wenn sie durch ständig offene Ventile keine Kompression aufbaut, kann der Motor auch nicht anspringen!

Frage von Mikey Kirchner:

Hallo, ich fahre einen Ford Escort Kombi 16V, vor ein paar Tagen habe ich gemerkt, dass die Anzeige Batterie leicht aufgeleuchtet hat. Ich habe mir keine Gedanken gemacht, bis ich am Samstag von einem Bekannten zurückfahren wollte, da wurde die immer heller und die Scheibenwischer immer langsamer. Als ich bei mir angekommen bin, ging überhaupt nichts mehr. Keine Lichter als wäre kein Saft mehr da. Kann das an der Lichtmaschine liegen? Wenn ja wie baut man diese aus? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit die Lichtmaschine sein! Zu Ausbauen löst man erst den Spannbügel und die Halteschraube, schwenkt die Lima zurück und nimmt man den Keilriemen ab, danach wird der Stecker des Ladestromkabels auf der Rückseite abgezogen und die Lima vollends gelöst und aus dem Auto gehoben. So weit die Theorie.... Detaillierter ist das in einem der üblichen Selbst-Bastel-Bücher beschrieben, die es für den Escort in jedem Kaufhaus gibt. Andreas Kessler.

Frage von Ralf Theessen:

Hallo Herr Kessler, Kann ich mein WOMO FIAT-Diesel JTD, Typ 230, Bj 2002, 53000Km, Schaltgetriebe mit einen Rußpartikelfilter nachrüsten? Gruß, Ralf Theessen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es gibt von TwinTec einen Nachrüstfilter, der zum Ducato mit dem 2,3-Liter Motor mit 81 kW passt. Der Nachrüstsatz kostet 773,50 Euro. Bei Wohnmobilen kann die TSN gegenüber der Angabe im TwinTec-Prospekt abweichen. Wohnmobile sind dann nachrüstbar, wenn sie nach der Richtlinie 98/69/EG typgeprüft wurden und die Abgasanlage gegenüber dem Serienzustand unverändert ist. In der Praxis bedeutet dies also: Selbst mit allen verfügbaren Unterlagen recherchieren und mit dem Ergebnis bei TÜV oder DEKRA nachfragen, ob das dann auch eingetragen wird. Gerade bei Wohnmobilen ist die Gesetzeslage völlig unübersichtlich. Andreas Kessler

Frage von M. Thomys:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Volvo V70 Kombi, Bj. 1997, 2,5 l Benzin. Seit einem Jahr habe ich folgendes Problem: In unregelmäßigen Zeitabständen von ca. 1-3 Wochen will das Auto nicht starten. In der Volvo-Werkstatt konnte auch kein Fehlercode diesbezüglich ausgelesen werden. Beim Startversuch sind kleine «Explosionen» und laute Geräusche zu hören. Meistens startet das Auto dann nach eine Stunde ohne Probleme. Das Problem trifft nie beim ersten Startversuch am Tag auf. Wenn es bei der Fahrt «zugt», deuten es auf Probleme beim nächsten Startversuch hin. Es wurde bereits Kraftstoffpumpenrelais gewechselt und Kraftstoffdrucküberprüft. Vorab danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sind die kleinen Explosionen vielleicht Funkenüberschläge? Dann würde ich mal die Zündkabel überprüfen (am besten im Dunkeln, wenn es draußen schön feucht ist). Es könnte auch an Korrosion mit einhergehenden hohen Übergangswiderständen an den Kabeln zwischen Batterie und Anlasser / Masse liegen. Alles in allem ist die Diagnose eine anspruchsvolle Aufgabe. Andreas Kessler