Fragen an den Autopapst im Oktober 2008

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto. Autopapst Andreas Kessler löst in der Autogazette Ihre Probleme. Die Fragen vom Oktober 2008.

Frage von Stefanie Sahrawi:

Ich fahre einen Ford Mondeo Turnier mit Viergang-Automatik, 2.0l Duratec HE, Benzin, EZ 0606. Auf der Autobahn fing bei Tempo 170 bis 180 nach längerer Zeit die Overdriveanzeige zu blinken an. Nach Reduzierung des Tempos auf ca. 70 - 80 km/h hörte das Blinken auf und trat auch bei hohem Tempo nicht mehr auf. Das Fahrverhalten war zu jeder Zeit normal. Was kann die Ursache sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann z.B. eine zu hohe Temperatur des Getriebeöls gewesen sein. Oder ein defekter Temperaturfühler im Getriebe. Ich würde mal den Fehlerspeicher des Getriebesteuergerätes auslesen lassen. Vielleicht ist der Fehler noch abgelegt. Dann könnte daraus ein Gewährleistungsfall werden, das Auto ist ja erst etwas über ein Jahr alt....

Frage von Didi:

Hallo, bei unserem Golf Variant 1,9 TDI, Baujahr 94, 90 PS, geht der Motor immer wieder mal für wenige Sekunden bis viele Minuten aus (es ist keine besondere Bedingung erkennbar, die hierzu führt; evtl.
vorzugsweise bei niedrigen Drehzahlen); mal tagelang nicht, dann mehrmals täglich. Motor springt (trotzdem der Anlasser orgelt) nicht an, solange Vorglüh-Lämpchen (etwas schwächer als normal?) leuchtet (außerdem ist in dieser Zeit das Öl-Lämpchen an und das Relais 109 ist recht warm). Wir haben das Relais 109 getauscht - eine Zeit lang war es besser, dann wieder das alte Lied. Jetzt habe ich die Kontakte des 109er-Relais mit einem Schalter überbrückt, mit dem ich im Notfall (Liegenbleiben auf AB-Baustelle - auweia!) den Motor prima starten konnte. Mittlerweile funktioniert aber auch das nicht mehr - die Vorglüh-Anzeige blinkt (manchmal) schnell ... nix sonst tut sich.
Mittlerweile habe ich herausgefunden, dass der Wackelkontakt (wenn's einer ist) bei deftigen Schlägen aufs Armaturenbrett hinterm Lenkrad bzw. durch heftiges Hoch-und-Runter-Verstellen der Lenkrads wieder verschwindet - oder auch nicht ...Jetzt weiß ich nicht mehr weiter - aber vielleicht der Auto-Papst?! Mit bestem Dank und Gruß Didi


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tja, Didi, was kann das sein? Ich würde an Deiner Stelle einen neuen Lenk-Anlass-Schalter einbauen (oder wenigstens kaufen und im Ausfall-Fall anstecken und testen....). Das ist immer meine letzte Rettung, die aber schon oft des Rätsels Lösung war. Ich hoffe auch bei Dir....

Frage von Harry Klähn:

Hallo Herr Kessler. Ich habe ein großes Problem mit meinem Ford Focus Diesel 1,8 Liter 90 PS.Bj. 99. Die Reifen auf der Hinterachse sind bereits nach 20.000 Kilometern innen so weit abgefahren, dass sie ausgetauscht werden müssen. Bei Nachfrage in verschiedenen Werkstätten hat man mir gesagt, dass ein Einstellen der Hinterachse nicht möglich ist. Jetzt in der kommenden Wintersaison werden die Winterreifen wohl die 15.000 km-Grenze gerade erreichen. Gibt es wirklich keine Möglichkeit den Sturz an der Hinterachse einzustellen? Oder sollte ich mich besser von diesem Auto trennen. Harry

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Harry, die Schwertlenkerhinterachse ist in der Tat nicht einstellbar! Wenn sich die Achsgeometrie dieser Achse verändert, muss sie ausgetauscht werden. Oder die Gummilager der Achse sind so verschlissen, dass der beschriebene Defekt entsteht. Die Reparatur dürfte teuer werden; ich würde das Auto abstoßen.....

Frage von Frank Schmidt:

Hallo, bei unserem Mazda 626 ist ein Fehler in der Sitzbelegungserkennung des Beifahrersitzes aufgetreten, welcher sich durch viermaliges langes und achtmaliges kurzes Blinken der Warnlampe identifiziert. Die Werkstatt meint, dass die Sensormatte im Sitz defekt ist und ca. 600 Euro kostet. Kann man nicht einfach den Stecker vom Anschlusskabel abziehen?? M.f.G. Frank Schmidt

Autopapst Andreas Kessler:

Man kann, aber der Rechner würde den Unterschied nicht bemerken: Die Funktion «Sitzbelegungserkennung» immer noch defekt.... Versuchen Sie doch mal, die Sensormatte einzeln zu bekommen (Preisvergleich bei verschiedenen Mazda-Händlern, die E-Teil-Preise sind nicht überall gleich!!) und den Einbau bei einem Sattler / Polsterer erledigen zu lassen. Den Sitz müssten Sie dazu allerdings selbst aus- und wieder einbauen, und eine Gewährleistung gibt es für die Gesamtlösung auch nicht. Die Elektronik ist ansonsten aber eine feine Sache, nicht wahr?

Frage von Marco Kunkel:

Hi lieber Autopapst, ich fahre einen Golf 1 Cabrio bzw. baue ihn gerade neu auf. Nun spinnt der Motor, da ich drei Unterdruckschläuche nicht angeklemmt habe, da ich die Gegenstücke nicht finden kann. Es ist ein 1,8 Liter Motor mit 83kW verbaut. Ich hoffe, Sie können mir helfen eventuell mit Bildern! Mfg Marco

Autopapst Andreas Kessler:

Hallo Marco, das hört sich ja sehr nach dem DX-Motor aus dem letzten 1er GTI an! Da gab es eigentlich kaum Unterdruckschläuche: Die Verbindung zum Bremskraftverstärker, zum Verteiler, zum MFA-Anzeiger auf dem Getriebe und am Tacho (Schaltanzeige) und schließlich noch Druckausgleichschläuche zwischen Stauklappe und Saugrohr (abhängig vom Motor / Typ). Ohne genauere Details kann ich aber leider nicht weiter helfen. Wenn Du die Schläuche erst einmal alle verschließt, müsste der Motor aber wenigstens anspringen....

Frage von Robert:

Ich habe einen Golf III GTI, Baujahr 1998, 85 kW, Benziner. Im Stand ist nichts zu hören außer dem Schnurren des Motors. Beschleunige ich den Wagen auf 30 km/h und höher, so kommt ein Brummen. In Linkskurven ist es weg bei Geradeausfahrt ist es da und bei Rechtskurven wird es leicht lauter. Radspiel ist auf beiden Seiten in Ordnung. Vorn links wurden Radlager und Antriebswellengelenk (radseitig) gewechselt. Ich bin am verzweifeln und will mir einen weiteren teuren Werkstattbesuch ersparen. Mit freundlichen Grüßen Robert

Autopapst Andreas Kessler:

Das verstehe ich, lieber Robert! Versuch doch zunächst einmal zu ergründen, wie viel Öl noch im Getriebe ist. Wenn aus der Einfüllöffnung nicht sofort Öl heraus fließt, wenn Du den Stopfen heraus schraubst, ist zu wenig Öl im Gehäuse. Dann würde ich einen Getriebeölwechsel empfehlen, und das aufgefangene Öl sehr sorgfältig untersuchen. Wenn sich «Goldstaub» darin befindet, ist das Getriebe wahrscheinlich durch zu wenig Öl kurz vor einem Lagerschaden, den Du im Innern des Autos als Brummen hörst.

Frage von Stefan Ries:

Hallo ich fahre einen Twingo und der ging einfach während der Fahrt aus, alle Lichter im Armaturenbrett gingen an. Er springt auch nicht mehr an. Die Zündkabel sind alle in Ordnung. Ich würde sagen, er bekommt keinen Sprit mehr. Wie kann ich das überprüfen? Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn alle Lichter im Armaturenbrett an gehen, wird es wohl kaum an der Batterie liegen. Wenn der Twingo eine elektrische Benzinpumpe hat, müsste diese beim Einschalten der Zündung kurz anlaufen. Das ist im Innern des Autos ganz gut zu hören. Sollte nichts zu hören sein, ist entweder die Pumpe selbst defekt oder das Relais für die Stromversorgung der Kraftstoffpumpe in der Zentralelektrik. Und mit einem Defekt eines der beiden Teile kann leider kein Sprit gepumpt werden. Andreas Kessler

Frage von Matthias Klein:


Hallo Herr Keßler, bei meinem Ford Fiesta 1.25, Bj. 2000 sind brummende Geräusche (ab ca. 10-20 km/h) zu hören, die mit zunehmender Geschwindigkeit lauter und in der Frequenz auch höher werden egal ob der Motor mitläuft oder nicht, d. h. auch in ausgekuppeltem Zustand. Bei Linkskurven ist das Geräusch weg, bei Rechtskurven und Geradeauslauf wieder da. Habe die Reifen gewechselt, keine Besserung. Es ist nichts zu hören wenn die Räder bei hochgebocktem Auto gedreht werden. Es wäre schön, wenn Sie mir weiterhelfen könnten. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist das Radlager vorne links, Matthias! Ich würde aber zur Sicherheit beide Radlager wechseln lassen, wenn das wenig belastete linke Lager schon brummt, kommt das rechte sicher auch bald. Die Teilekosten liegen bei etwa 60 -- 100 Euro (je nach Hersteller), dazu kommt der Einbau in der Werkstatt (ca. 200 Euro). Andreas Kessler.

Frage von Michaela:

Hallo, ich hoffe, Sie können mir helfen. Seit ein paar Tagen spinnt mein MAZDA 323 F, 65 kW, Baujahr 1996. Er fährt nicht richtig an, geschweige denn er beschleunigt. Bis ich auf Tempo 100 beschleunigt habe, vergeht eine Ewigkeit. Er fährt auch nicht mehr schneller al 140Kmh (sonst bin ich immer 190 gefahren). Bitte hilf mir. Was kann das sein? Zündkabel? Vielen Dank. Lieben Gruß Michi.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michi, warum fragst Du nach einem Zündkabel? Es könnte sein, dass der Motor nur auf 3 Zylindern läuft (z. B. nach einem Marderbiss = Zündkabel?). Das hört ein Fachmann sofort, und das ist in der Regel auch schnell repariert. Wenn es wirklich so ist, dann solltest Du nicht lange warten, weil die Herumgurkerei mit 3 Zylindern den Motor restlos ruinieren kann. Andreas Kessler.

Frage von Tilo Behrens:

Mein Skoda Octavia 1,6 Liter, Bj. 2000, 90.000km, Automatik, lässt sich manchmal nicht aus der P-bzw.N-Stellung schalten. Wenn ich den Druck auf das Bremspedal stark erhöhe, reagiert es mal ja mal nein. Hilft ein Ölwechsel im Getriebe? Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thilo, das hört sich nach einem Problem des Sperrbolzens unter dem Automatik-Wählhebel bzw. dessen Schalter am Bremspedal an. Aus Sicherheitsgründen haben Automatikautos seit einiger Zeit eine elektromagnetisch betätigte Sperre am Wählhebel, die verhindern soll, dass bei Vollgas in einen Fahrbereich geschaltet wird. Der Wählhebel kann darum nur dann aus N oder P in einen Fahrbereich geschoben werden, wenn auf die Bremse getreten wird. Das Signal des dort eingebauten Schalters (Bremslichtschalters!) löst den Sperrbolzen, der daraufhin den Wählhebel frei gibt. Also: Prüfen und ggf. Austauschen des Schalters ist die richtige Therapie.

Frage von Gerhard:

Hallo Herr Kessler, mein Ford Mondeo, Baujahr 1997 springt nicht mehr an. Anlasser läuft. Wenn ich die Zündung anmache, läuft der Kühler. Nach15 Minuten geht der Kühlventilator aus und dann springt der Motor an. Der ADAC meinte , ich soll die Temperaturfühler wechseln, dann ist alles ok. Habe ich gemacht, aber es ist immer noch das gleiche Problem. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gerhard, das ist zu schwierig für eine Ferndiagnose! Wahrscheinlich liegt ein Elektrik/Elektronik-Problem vor, das nur direkt am Auto (Fehlerspeicherauslesung, Massekur) diagnostiziert und repariert werden kann. Ich tippe auf ein Problem im Steuergerät; hoffentlich finden die Jungs das Problem schnell, es ist auch so teuer genug!

Frage von Jan Stucke:

Hallo Herr Kessler. Ich besitze einen Golf 3, Baujahr 1994, ABS, Automatik, mit 90 PS. Vor kurzem wurde das Kühlmittelthermostat gewechselt, da die Kühlmitteltemperatur unter 70 Grad sank. Nun ist es besser geworden, die Anzeige steigt nun auf knappe 80 Grad, jedoch sollte doch die Temperatur etwas höher steigen, oder? Im Stau erreicht sie auch über 90 Grad, sinkt aber wieder, wenn ich auf gerader Strecke fahre, auf ca. 80 Grad. Nun habe ich zwei Vermutungen. Die Werkstatt hat ein defektes Teil eingebaut oder der Geber der Kühlmittelanzeige muss ausgetauscht werden...Hätten Sie da einen Tip? Danke und Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde die tatsächliche Temperatur messen, um den Wert im Kühlwasserthermometer besser beurteilen zu können. Bei VW sind die Kühlwasserthermostate und die Thermofühler immer Sets, müssen also zueinander passen. Wenn man direkt bei VW kauft, kann der Ersatzteilspezi das genau passende Teil heraus suchen. Das klappt aber nur, wenn noch die originalen Teile eingebaut sind. Normalerweise liegt die Betriebstemperatur des Kühlwassers in Bereich zwischen 82 und 87°C.

Frage von Holger Kühnel:

Hallo, es geht um einen VW Passat 1,9 TDI 3BG. Beim Einlenken quietscht der Wagen. Von der Werkstatt wurde mitlerweile der Keilriemen gewechselt., die Spannrolle, die Riemenscheibe und die Servopumpe. Das Quietschen kommt erst, nach dem der Motor warm ist (so nach 30- 50 km).
Danke für Ihre schnelle Antwort H. Kühnel


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Holger, ich vermute ein Problem im Servolenkgetriebe, das zu erhöhten Widerständen für die Servopumpe führt. Das tritt bei Autos mit sehr hoher Laufleistung auf, die vorrangig im Stadtverkehr bewegt werden. Am Ende wirst Du wohl nicht um ein neues Lenkgetriebe herum kommen....

Frage von Karlheinz G.:

Guten Tag, ich fahre einen W124 300E, Bj.7/87 und möchte ein Navi von Blaupunkt E1 einbauen. Mein Fahrzeug hat keine Außentemperatur-Anzeige, kann ich trotzdem irgendwo ein Tachosignal abgreifen? Vielen Dank für ihre Mühe Gruß Kalli

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Kalli, die Außentemperatur spielt bei der GPS-Navigation keine Rolle (da oben bei den Satelliten ist es immer gleich kalt.....). Die Außentemperaturanzeige arbeitet ohne Tachosignal, nur mit einem Temperaturfühler unter der Stoßstange. Das Tachosignal liegt beim W124 am Tacho an; da kann es auch abgegriffen werden. Ich würde mir die Mühe allerdings nicht machen, die normalen Saugnapf-Navis arbeiten auch ohne Tachosignal sehr schön genau....

Frage von Klaus:

Guten Morgen Herr Kessler, ich fahre ein Megane Cabrio, Bj. 2006, bei dem der Tacho öfters ausfällt. Kann das ein Sicherungsproblem sein? Wenn ja, wo sitzt die Sicherung und wie hoch muss die abgesichert sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist ein Kontaktproblem! Entweder zwischen Stecker und Tacho oder direkt auf der Tachoplatine. Leider ist das ein häufiges Problem, das Renault nur durch den Austausch des ganzen Instrumentes beheben kann. Alternativ kann man das ganze Teil zu www.hitzpaetz.de schicken und dort testen/überholen lassen. Kostet etwa die Hälfte des Renault-Preises...

Peter Potens fragt:

Unser neu erworbener Mercedes 190 er W201, BJ. 10/90 hat vor 8 Monaten vom Vorbesitzer einen Kaltlaufregler eingebaut bekommen. ASU war danach i.O. und ist bis 01/09 erteilt. Leider etwas defekter Endtopf/2 Eurostück große Löcher. Ist das eventuell die Begründung für sehr hohen Spritverbrauch 12-13 l bei 100 Km bei dezenter Fahrweise bis max 110 Km/h. Für eine schnelle Antwort wäre ich sehr dankbar, da nächste Woche Donnerstags ein Werkstatttermin stattfinden soll. Bei diesem sollen mehrere Reparaturen vorgenommen werden : wie Endtopf erneuern, Spurgelenk wechseln, Bremsflüssigkeit erneuern und leichten Oelverlust an Motor oder Differential und event. Flüssigkeitsaustritt an Lenkung klären. Damit ich mir da keine «Saufnase» komplett repariere und sie danach wegen viel zu hohem Spritverbrauch wieder verkaufen muss. Vielen Danke für Ihrer Antwort, Mit freundlichen Grüßen Peter Potens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, der löchrige Auspufftopf kann sehr wohl für den hohen Verbrauch verantwortlich sein, weil der Sauerstoffgehalt im Abgas dadurch beeinflusst wird. Das bemerkt die Lambdasonde mit ihrer feinen Nase und regelt das Gemisch entsprechend anders (fetter) ein. Kleine Ursache, große und teure Wirkung. Hoffentlich haben Sie eine kompetente Werkstatt für den Baby-Benz, damit Ihnen nicht die Freude daran vergeht.
Es wäre schade, es gibt im Augenblick nur wenige ernsthafte Autos, die mit so viel Spaß so preiswert (im Wortsinne!) bewegt werden können....

Marcus Haufe fragt

Ich fahre einen Lancia Dedra 1,6 i.e. Baujahr 1991. Seit dem letzten Aufenthalt in der Werkstatt vor ein paar Wochen, bei dem Zahnriemen plus Spannrollen, Keilriemen und Bremsbeläge getauscht wurden sowie ein Ölwechsel durchgeführt wurde, gibt das Auto ab ca. 50 km/h von rechts vorne wahrscheinlich aus dem Radlauf ein klickendes Geräusch von sich. Im Innenraum hört man es nur, wenn man das Beifahrerfenster runterkurbelt. Man hört es weiterhin nur in leichten bis starken Linkskurven, in Rechtskurven dagegen nicht. Was ist das Problem bzw. was könnte es sein? Danke schon im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist ein Geräusch vom Bremssattel rechts vorne! Versuchen Sie mal, zu bremsen, wenn das Geräusch hörbar ist. Es müsste verschwinden.... Wenn das so ist, muss die Werkstatt noch mal `ran, zur Nachbesserung.


Heiko Roloff fragt:

Ich habe mit meinem Golf III, CL Variant, Bj.: 11/93 folgendes Problem: bei kurzen Fahrten im Stadtverkehr (insbesondere Stop and Go) geht die Temperatur ruckzuck auf 100 Grad und mehr. Bis vor 2 Monaten habe ich damit überhaupt keine Probleme gehabt. Der Wagen ist vorher im Stadtverkehr selten mal auf 90 Grad gekommen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:
Wahrscheinlich hat sich der Thermoschalter für den Kühlerventilator verabschiedet. Dadurch springt der Lüfter nicht mehr an und der Motor wird seine Hitzewallungen nicht mehr los. Das Ersatzteil kostet etwa 15 Euro und ist in 3 Minuten gewechselt. Dabei fließt etwas Kühlwasser auf die Straße, das anschließend wieder ergänzt werden muss. Das war?s schon.

Frage von Benedict:

Hallo, ich fahre einen Audi 80 B4, 2,3 Liter, 190.000 km, Baujahr 1992, Limo, Schaltgetriebe, Benziner. Ich möchte den Wagen noch lange fahren und pflege ihn wo ich kann. Mache auch alle 10 - 15 tkm einen Ölwechsel. Nun meine Frage: Habe gelesen, das vollsynthetisches Öl gut sein soll - habe aber auch gelesen das dieses Öl eine reinigende Wirkung hat und wenn ich das bei mir reinkippe, das dann die Ablagerungen, welche sich über Jahre angesammelt haben, lösen würden und somit die Ölpumpe verstopfen könnte, oder dass der Wagen dann mehr Öl verbraucht. Würde dann nicht dünner als 10W40 fahren. Was würden Sie mir raten für den Fünfzylinder?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Benedict, Sie liegen schon ziemlich richtig mit Ihrer Strategie.
Wichtig ist der regelmäßige Ölwechsel, stets mit Filter. Ein gutes Mehrbereichsöl reicht auf jeden Fall, im Sommer z. B. ein 15W40 Öl eines Markenherstellers. Im Winter würde ich ein Leichlauföl mit einer 10W40-Viskosität nehmen, maximal teilsynthetisch. Die 5-Zylinder sind nicht sehr empfindlich, wollen aber gerade mit höherer Laufleistung altersgerecht geschmiert werden. Vollsynthetisches Motoröl ist meiner Meinung nach für Ihren Motor «too much» und auch technisch nicht nötig.

Frage von Robert Hoheisel:

Hallo, ich fahre einen Dreier-Golf mit 75 PS, Baujahr 96. Vor zwei Tagen war ich beim TÜV und habe bestanden. Der Prüfer meinte dann nur, der Motor pfeift - als wäre etwas mit dem Unterdruck nicht okay, er vermutete die Bremsleitungen. Ich bin zu ATU gefahren und fragte sie nach dem Grund - die kamen nicht auf die Bremsleitungen sondern auf den Vergaserflansch. Nach meinem Urteil klingt das für mich plausibel. Jetzt ist die Frage, ob ich den Vergaser wechseln lassen soll, denn ich habe keinen höheren Spritverbrauch noch ein unrundes Laufen des Motors feststellen können. Der Motor pfeift halt nur ein bisschen. Kann es zu einem Motorschaden führen, wenn ich diesen Fehler nicht beheben lasse, also der Motor Luft zieht über den Vergaserflansch? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Vergaserflansch einen Riss hat, müsste der Motor schon deutlich stottern. Eventuell ist der Riss so klein, dass die Motorsteuerung die «Störung» «wegrechnet». Das führt aber zu einem höheren Verbrauch und schließlich irgendwann doch zu einer Gemischabmagerung und daraus resultierender Gefahr für den Motor. Ich würde den Flansch wechseln lassen. Kostet etwa 55 Euro plus Einbau....

Frage von Walter Baumgart:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Ford Mondeo Kombi
Automatik von 1994. Wenn ich ca. 40 Minuten gefahren bin, macht der Mondeo ruckartige Stöße und der Drehzahlmesser geht hoch und runter. Ich kann da nicht mehr fahren, nur noch im zweiten Gang, aber höchstens 40 km/h. Er macht das immer nur, wenn er heiß ist. Werkstatt kann nichts finden. Was könnte das Problem sein??


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte am AGR-Ventil liegen (AGR = Abgasrückführung). Der Defekt führt wahrscheinlich bei heißem Motor zu viele Öldämpfe (zusätzlich zum rückgeführten Abgas) in den Ansaugtrakt, die dann irgendwann das Leerlaufregelventil verkleben. Eine geregelte Leistungsabgabe ist mit dieser Gemischzusammensetzung kaum möglich. Oft hilft eine Reinigung des Systems, meistens müssen aber neue Teile eingebaut werden. Es hat auch schon Leute gegeben, die die Abgasrückfügung abgeschaltet haben. Das ist aber nicht legal und daher verboten! Denken Sie an Ihre Betriebserlaubnis und die daran hängende Versicherung.

Frage von Brigitte Häseker:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen VW Golf IV, 1.4 16V, 75 PS, Baujahr 1998, Benziner mit Schaltgetriebe. Seit einiger Zeit ertönen in Linkskurven laut dröhnende und brummende Geräusche aus dem rechten Motorraum im Radkastenbereich, die sich beim Gasgeben im Kurvenauslauf verstärken. Zusätzlich ein Klackern, so als ob etwas Spiel hätte oder lose wäre, auch wenn ich über Unebenheiten fahre. Bei einer Probefahrt mit dem Meister von der VW-Werkstatt fuhren wir Linkskreisel. Schaltete er dann den Motor aus, war bemerkenswerterweise auch das Geräusch weg!! Sein Verdacht auf Schaden an der Hydraulikpumpe erhärtete sich aber in der anschließenden Reparatur bzw. Sichtprüfung aller möglichen Ursachen nicht. Auf Verdacht ließ ich das rechte Radlager wechseln, danach fuhr der Wagen auch wieder etwas leiser in Linkskurven, ist aber nach inzwischen gefahrenen 1000 km wieder da und noch stärker. Andere Reparaturen wollte der Meister auf Verdacht nicht vornehmen, da es sehr teuer werden könne, eine mögliche Ursache nach der anderen im Trial und Error Prinzip auszuschalten. Können sie mit den beschriebenen Symptomen etwas anfangen und eine Ferndiagnose wagen? Der Golf hat inzwischen 125.000 km runter und ist regelmäßiger Inspektionsgast bei VW. Im Dez. 06 wurden zum 2. Mal Wasserpumpe und Zahnriemen gewechselt. Mit herzlichem Dank für eine Antwort und Grüßen, Brigitte Häseker

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Brigitte, nach der Beschreibung komme ich nur auf die Antriebswelle rechts! Nach 125.000 km kann schon mal ein Gleichlaufgelenk fällig sein. Ob nur das Gelenk (vielleicht sogar nur die Fettfüllung!) oder die ganze Welle gewechselt werden sollte, müssen Sie den Meister fragen. Wenn es mein Auto wäre, würde ich den Versuch wagen....

Frage von Jürgen Kruschel:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Focus 1,8, Bj.
08/2000, Benziner mit Schaltgetriebe und einer Laufleistung von 75.000 km. Seit einiger Zeit habe ich Probleme mit dem Einlegen des 2. Ganges.
Nach einer Fahrzeit von etwa 15 Kilometern geht der 2. Gang nur mit «Kratzgeräuschen» einzulegen. Ist die Ursache eine Getriebeproblem-Synchronringe- Problematik oder evtl. in der Kupplung/Luft in Kupplungsbetätigung zu suchen? Welches Getriebeöl kann hier verwendet werden? Vielen Dank im Voraus


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist schwer zu sagen, Jürgen! Wenn es ein Kupplungsproblem ist, müssten auch die anderen Gänge schwer oder wenigstens schwerer einzulegen sein. Wenn der 2. Gang mit Zwischengas geräuschlos zu schalten ist, dürfte es in der Tat ein Problem mit der Synchronisation oder auch mit dem Getriebeöl sein. Welche Ölsorte in Ihr Getriebe gehört, kann am besten eine Fordwerkstatt sagen, wenn Sie dort den Fahrzeugschein vorlegen. Es gibt inzwischen zahllose Versionen bei den Getrieben, ähnlich weit gefächert ist das Angebot im Getriebeölbereich. Eine Wissenschaft für sich....

Frage von Thomas Kollin:

Hallo, habe vor kurzem für meine Frau einen Audi A4 Kombi, 1,8 Liter, 125 PS, Automatik gekauft mit einer Laufleistung von 225.000 Km. Der Wagen ist bis KM 210.000 Scheckheft gewartet bei Audi. So, nun zu unserem Problem. Morgens, wenn der Wagen das erste Mal gefahren wird, schaltet die Automatik beim ersten Mal Hochschalten nicht richtig, das heißt er tourt erst hoch beim Umschalten vom ersten in den zweiten und genau das gleiche in den dritten. Danach ist es normal für den ganzen Tag. Erst am nächsten Morgen nach längerer Standzeit das gleiche. Schaltet aber auch allgemein in den unteren Gängen recht ruppig. Der Wagen ist von einem Händler mit Vertrag. Muss der sich sonst über die Beseitigung des Fehlers kümmern?
In der Regel mache ich schon ewig alles selber an meinen Fahrzeugen, da Audi einfach zu inkompetent ist (Fahre noch einen 4,2 Liter V8 Bj. 92, der hat noch keine Audi Werkstatt von innen gesehen:-) Bevor ich jetzt anfange, Getriebeöl und Sieb zu wechseln, würde ich mich über Tipps von Ihnen Freuen. MfG Thomas


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, ich sehe das ähnlich wie Sie! Ich würde zunächst einmal zu einem Audi-Center fahren und dort eine Diagnose in Auftrag geben (die Sie ggf. bezahlen müssen....). Wenn ein Ergebnis steht, gehen Sie damit zu Ihrem Verkäufer und bitten ihn um Nachbesserung. Theoretisch einfach, praktisch aber sehr unschön (ich möchte mich nicht mit diesem Problem herumschlagen...). Es kann einfach nur zu altes Öl sein, das falsche Öl (Audi verwendet sehr spezielles Zeug...) oder auch ein Getriebeschaden.
Wenn es eine Multitronik ist, könnte es auch am Steuergerät bzw. der Sensorik der Automatik liegen. Wenn Sie sich selber um das Problem kümmern wollen, würde ich zuerst einen Ölwechsel mit dem genau (!!) richtigen Öl machen und dann das Getriebesteuergerät auslesen lassen.
Empfehlenswert ist aber der Weg über die Gewährleistung, wozu haben wir die schließlich....

Frage von Manfred:

Hallo, ich fahre einen Mondeo II, Automatik 2.0, 1997. Nach TÜV Querlenkerwechsel. Im Anschluss Vibration des Vorderwagens. Zwei Motorlager gew. Reifen von vorn nach hinten, auswuchten keine Lenkprobleme. Das Vibrieren bleibt. MfG Manfred

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte von den Antriebswellen kommen! Vielleicht wurden die Wellen beim Wechsel des Querlenkers «überdehnt», also zu weit abgeknickt und haben jetzt ein paar «raue» Stellen in den Gleichlaufgelenken. Entweder hilft eine neue Fettpackung in den Manschetten oder ganz neue Antriebswellen. Bei einem Auto, das um die 150.000 km auf der Uhr hat, dürfte ein Wechsel ohnehin bald anstehen.....

Frage von Mirko Pechmann:

Ich habe vor einigen Wochen das Blinkerrelais gewechselt, da die Blinker incl. Warnblinker ausgefallen waren. Die Sicherung von der Warnblinkanlage war ebenfalls defekt. Das Ganze hat ungefähr zwei Wochen funktioniert, danach fing aus heiterem Himmel das Blinkerrelais an zu summen. Sobald ich den Blinker betätige, hört das Summen auf und fängt danach wieder an. Woran kann das liegen? Habe ich einen Massekurzschluss oder ist ein Schalter kaputt?(Warnblinkschalter)

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Mirko, und bei was für einem Auto ist das Problem aufgetreten? Bei meinem alten Mercedes zum Beispiel war es der Schalter, der von innen völlig verdreckt und verklebt war. Da reichte eine gründliche Reinigung und Schmierung. Beim Golf hingegen flog mir der Schalter beim Auseinanderbauen komplett um die Ohren... In beiden Fällen war es der Schalter. Ich würde also beim Autoverwerter nach einem Schalter fragen. Nimm bitte einen, der optisch wie neu aussieht, sonst ist der auch wieder verklebt und innerlich mit Kurzschlüssen gesegnet....

Frage von Laura Schmitz:

Guten Tag Herr Kessler, im vergangenen Jahr habe ich mir einen gebrauchten Rover 216, Baujahr 97, mit Automatik gekauft. Beim Fahren, tauchte bei längeren Strecken oder ab einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h ein aus dem vorderen rechten Raum kommendes Geräusch auf, das klingt, als ob Metall aufeinander reibt. Anfang des Jahres habe ich den Zahnriemen, nebst Wasserpumpe etc. auswechseln lassen. Das Geräusch war dann für eine Zeit lang nicht mehr zu hören, ist jetzt aber wieder da.
Was könnte hier das Problem sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte zum Beispiel ein sich auflösendes Lager der Lichtmaschine sein. Wenn Sie außerdem im Dunkeln ein «Pumpen» der Beleuchtung bemerken (periodischer Wechsel hell-dunkel), liege ich richtig.....

Frage von F. Schultze:

Ich habe bei meinem Golf 3 1.6 seit kurzem Überdruck im Kühlsystem. Der Motor läuft im Standgas normal, Lüfter geht an, Heizung funktioniert. Sobald ich aber fahre, entsteht innerhalb von 30 Sekunden ein Überdruck im Kühlsystem, das das Wasser dann über den Ausgleichbehälter durch das Überdruckventil rauswirft. CO2 ist nicht im Wasser, hab ich schon testen lassen. Liegt es nur an der Wapo oder könnte es ein Riss im Kopf sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In Frage kommt wirklich nur ein Defekt der Zylinderkopfdichtung oder ein Riss im Zylinderkopf. Letzterer ist beim Golf aber sehr selten; ich würde die Kopfdichtung erneuern lassen....

Frage von Ruth Noack:

Werter Autopapst, folgendes Problem belastet mich: mein Passat, Baujahr 03, 142 kW, 2771 ccm frisst zu viel Öl!!! Nach ca. 1400 km muss ich 1/2 Liter nachfüllen. Es sind keine Ölspuren zu finden. Ich habe den Wagen aus zweiter Hand im Februar gekauft. Jetzt wurden insgesamt schon 50.000km damit gefahren. Die Verkaufswerkstatt meinte, dies wäre für solche Motoren normal. Das Auto ist außerdem sofort nach dem Kauf auf Autogas umgestellt worden, aber auch dort war man sich einig, dass dies nichts mit dem erhöhten Ölverbrauch zu tun hat. Stimmen diese Aussagen? Liegt es wirklich an diesen «neuartigen» Motoren? Bitte schreiben Sie mir Ihre Meinung dazu.
Vielen Dank! Ruth Noack


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ruth, wenn ich Sie richtig verstanden habe, braucht Ihr Auto 0,35 Liter Öl auf 1000 km Fahrstrecke. Wenn mein Auto diesen Ölverbrauch hätte, würde ich einfach nachgießen und die Sache auf sich beruhen lassen. Allerdings ist mein Auto 15 Jahre alt und hat schon 165.000 km auf der Uhr.... Wenn Sie mit dem Auto seit dem Kauf 50.000 km gefahren sind (wow...), wird das wohl in erster Linie auf der Autobahn mit relativ hohem Tempo passiert sein. Und da wird eben der eine oder andere Tropfen Motoröl verbrannt, speziell im Gasbetrieb (die Temperatur im Verbrennungsraum ist mit LPG höher als mit Benzin....). Sollte ich die 50.000 km missverstanden haben und es sich dabei um die Gesamtfahrleistung handeln, ist das für ein Auto dieser Klasse recht wenig (12.500 km / Jahr) und die Frage nach der Authentizität des km-Standes auf dem Tacho muss gestellt werden. Vielleicht fehlt ja eine «1» vor den 50.000 km? Jedenfalls ist der Ölverbrauch noch nicht besorgniserregend hoch, sollte aber beobachtet werden! Wenn er weiter und kontinuierlich steigt, ist Handlungsbedarf gegeben (Ventilschaftdichtungen, Kolbenringe...)

Frage von Dietmar Glieti:

Hallo Autopapst, nachdem Andere am Ende sind, wende ich mich als letzte Hoffnung an Sie. Mein Mitsubishi Charisma Dynamic, 1,9 l GDI, EZ. 01, z. Zt. ca. 27.000 km gelaufen, macht Probleme weil er alle paar Kilometer zum Reinigen der Drosselklappe in die Werkstatt muss. Mitsubishi wurde dieses Problems auch noch nicht Herr. Nach Auskunft des Kfz-Meisters meiner Werkstatt hängt dies wohl mit der Abgasrückführung zusammen. Wäre es eine Möglichkeit, die Abgasrückführung außer Gefecht zusetzen, oder treten dann andere Probleme auf? Ich wäre Ihnen für einen guten Rat äußerst dankbar...MfG...Glieti

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie die Abgasrückführung «tot» legen, also die Beimischung von Abgas zur Verminderung der Stickoxide im Verbrennungsgas unterbrechen, verlieren Sie (rein rechtlich betrachtet...) die Betriebserlaubnis für das Auto und damit den Versicherungsschutz. Technisch möglich und in Ihrem Fall sinnvoll wäre dies Operation schon (sie wird auch häufig im Internet beschrieben...), aber eben leider nicht legal!

Frage von Daniel 81:

Habe einen Golf3, Bj.92 1.8, 75 PS und Schwierigkeiten, egal ob im kalten oder warmen Zustand den 1.Gang reinzukriegen. Manchmal geht er ganz gut rein und ein anderes Mal muss ich 2-3 mal versuchen und ihn dann richtig reindrücken. Beim Fahren gehen die Gänge ab dem 2. zwar immer rein, aber irgendwie nicht mehr so leicht wie vorher in einem Rutsch. Was kann das sein? Ich gehe mal von der Kupplung aus, da der Schleifpunkt ziemlich weit oben ist. Hatte es jetzt auch schon drei Mal, dass der Wagen beim Stehen an der Ampel einfach ausgegangen ist. Einmal mit eingelegtem Gang und einmal ohne.....Ist es die Kupplung- und oder Getriebeöl? Oder ganz was anderes?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde mal die PVC-Lager der Schaltung erneuern! Die verschleißen gerne und machen dann aus der ehemals leidlich exakten Schaltung eine Art «Schlingpflanzen-Gangwechselanlage». Es könnte natürlich auch an der Kupplung liegen, die offenbar schon recht weit verschlissen ist (Beläge gebrochen? Trennt die Kupplung noch?) Versuch doch mal bei stehendem Motor zu schalten: Wenn die Gänge dann wieder flutschen, ist es die Kupplung. Wenn nicht, eher die Schaltung...

Frage von Alexander:

Mein Ford Fiesta XR2i, BJ 89, 119.000 Kilometer hat ein Quietschen auf dem Stabi, obwohl ich alle Gummi im Querlenker ausgetauscht und den Stabigummi auch. Die Dämpfer sind okay, die Federn auch. Dann das Beste: wenn ich fahre und nur die kleinste Spurrille da ist oder Unebenheit, zieht das Auto nach links oder nach rechts. Wenn ich überhole ist das geil, das ist voll extrem. Zu meinem Problem 2: Wenn das Auto kalt ist und ich den weißen Stecker rechts neben der Drosselklappe ausstecke, geht es so halbwegs zu fahren. Der Filter ist neu. Wenn er warm ist ohne Stecker könnte man so halbwegs fahren - mit Stecker ist es, als wenn kein Sprit vorhanden ist, er zudem Luft bekommt, beim Gas geben stockert, dann gehrt er nach etwa drei Kilometern mit stecker drin, wieder scheiße. Im unteren Drehzahlbereich zuckert er sehr, mit Stecker ohne geht es so halbwegs. Auslesen des Motor sagt Lambdasonde, die habe ich vom Bekannten.
Habe nun einen Ölwechsel mit Filter gemacht und eine Flasche Reiniger rein für Motor und Stößel und Ölschlamm zu lösen, war auch ohne Erfolg.
Zündkerzen gereinigt und 1mm einstellen lassen ohne Erfolg. Was sagen sie dazu? Thx Alexander


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Alex,

hier die Expertenmeinung zu Problem 1: Ist die Vorderachsgeometrie überprüft worden? Wenn Du alle Gummis gewechselt hast, sind die Werte für Spur und Sturz ganz sicher anders als vor dem Wechsel und die Vorderachse führt ein fahrdynamisches Eigenleben. Fahr mal zum Achsprüfstand, dann weißt Du mehr....

Problem 2: Ich tippe auf den Luftmassenmesser (falls der 1989 bei Ford schon so hieß...). Dabei handelt es sich um einen beheizten Draht, an dem die Ansaugluft vorbei strömt. Dadurch wird der Draht abgekühlt und so indirekt die Temperatur der Ansaugluft gemessen. Wenn der Draht verschmutzt oder defekt ist, bekommt das Steuergerät falsche Werte und regelt die Einspritzung falsch. Der LMM sitzt wahrscheinlich da, wo Du das Kabel abziehst....

Frage von Wilhelm Berndt:

Die Kompressionsprüfung an meinem BMW 520i, Bj. 1989, 300.000 km, ergab folgende Werte: Zyl. 2,3,5,6: 7 bar; Zyl. 1, 4: 8bar. Sind diese Werte noch okay oder gibt es hinsichtlich der Druck-Differenzen einen Zusammenhang mit der Ventileinstellung?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Hallo Wilhelm, die Kompressionswerte liegen an der unteren Toleranzgrenze! Wenn Verbrauch und Leistung okay sind, können Sie noch weiter fahren. Das Ventilspiel wird über Hydrostößel reguliert, da ist leider nichts einstellbar. Überhaupt würde ich keine größeren Motorreparaturen mehr in Auftrag geben, sondern lieber nach einem gebrauchten Motor Ausschau halten. Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Andreas:

Hallo, ich habe im April diesen Jahres einen neuen Skoda Fabia Combi 1.4 16V mit 80 PS und Schaltgetriebe gekauft. Schon auf den ersten Fahrten gab es Schaltprobleme, d.h. der 1. Gang ließ sich bei Fahrzeugstillstand trotz vollständig durchgetretener Kupplung in unregelmäßigen Abständen nicht einlegen. Dies war mitunter auch nach nochmaligem Treten der Kupplung immer noch nicht möglich, so dass ich erst in andere Gänge schalten musste, um letztendlich in den 1. Gang zu kommen. Daraufhin wurde die Schaltung von meiner Fachwerkstatt 2x neu eingestellt - jedoch ohne das Problem zu beheben. Mittlerweile wurde schon das Getriebe ausgetauscht. Die Schaltung hakelt jedoch noch immer, und auch der 1. Gang lässt sich immer mal wieder nicht einlegen (sondern erst nach beschriebener Prozedur). Aufgrund des Getriebeaustauschs dürfte die Fehlerquelle dort ja nicht mehr zu finden sein. Aber woher kommt dieses nervige Problem dann, und wie lässt es sich abstellen??? Obendrein ist während der Fahrt beim Beschleunigen ein Tickern/Nageln zu hören, welches beim Gasgeben im Stand nicht auftritt. Die Fachwerkstatt meinte, dass dies noch normale Fahrgeräusche des Motors wären, weil auch eine Fehlerauslese kein Ergebnis brachte. Da im Verwandten- und Bekanntenkreis mehrere Personen das gleiche Fahrzeugmodell fahren, konnte ich feststellen, dass derartige Geräusche dort nicht auftreten (und auch keine Schaltprobleme). Es würde mich freuen, wenn Sie mir weiterhelfen könnten.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Schaltprobleme würde ich auf eine nicht richtig trennende Kupplung schieben! Geht der Gang im Stand rein? Dann muss die Kupplungshydraulik entlüftet bzw. Repariert werden (Garantiefall!!). Die Ticker-/Nagelgeräusche könnten auch Motorklingeln sein. Tanken Sie mal
Superplus: Wenn die Geräusche dann weg sind, ist der Klopfsensor defekt (das währe jedenfalls eine schnelle Lösung für das Problem...)

Frage von Heino Brenner:

Bei meinem Renault Scenic 2.0 16v, Benziner, ist nach jedem Betätigen des Bremspedals ein Luftgeräusch (pfeifen, zischen) zu hören.
Es ist schlimmer, wenn das Auto warm wird. Kommt das vom Bremskraftverstärker oder was könnte es sonst sein? Gibt es irgendein Ventil oder eine Membran, die man tauschen sollte? Vielen Dank für ihre Hilfe.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es kommt in jedem Fall aus der Ansauganlage, die ja durch einen dicken Schlauch mit dem Bremskraftverstärker verbunden ist. In diesem Schlauch sitzt ein Rückschlagventil, das ich probeweise tauschen würde. Wenn das nichts bringt, dürfte der BKV fällig sein. Bitte sparen Sie nicht am falschen Ende! Wenn der BKV plötzlich ausfällt, ist der Schreck vielleicht so groß, dass es zum Unfall kommt.....

Frage von Thomas Dorn:

Hallo, ich besitze einen Golf 3 GTI, Umbau auf VR6, Baujahr 92. Alles funktioniert nach Umbau bis auf die Geschwindigkeitsanzeige und die damit verbundenen Anzeigen MFA im Tacho. Die geht nur ab und zu mal. Der Drehzahlmesser geht i.O. und die damit verbunden Anzeigen im MFA auch.
Habe schon den Geschwindigkeitsgeber im Getriebe Was könnte das sein??????? Vielen Dank Mit freundlichen Grüßen Thomas Dorn


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich kann mir nur Inkompatibilitäten der Geber und Instrumente vorstellen! Ist der Geber vom VR6, sollte der Tacho auch aus einem VR6-Golf stammen. Sonst sucht man sich tot.... Wenn der Umbau wirklich komplett war, könnte das Problem ein schlichter Wackler im Kabel für das Geschwindigkeitssignal sein. Einfach mal durch ein parallel verlegtes Hilfskabel ersetzen!

Frage von M. Peter:

Guten Tag Herr Kessler, alle Welt spricht vom Sprit sparen. Auch heißt es, mit möglichst niedriger Drehzahl fahren oder gleiten. Ab welchem Baujahr kann man mit niedriger Drehzahl fahren, als das was in der Bedienungsanleitung steht? Zählt mein VW 75 PS-Benziner, Bj. 1997, noch zu den «neueren» oder zu den alten, wo man mit geringer Drehzahl fahren dürfte. Und was heißt geringe Drehzahl? Normaldrehzahl soll bei 2300 U/min sein. Auf wie viel darf ich hinunter, dass kein Schaden eintritt. Eine andere Frage. Was halten Sie vom «Trabold-Filter» (Zusatzölfilter)?
Nicht wegen dem Anschaffungspreises, sondern von der Qualität des Öles, welches ja doch erheblich länger im Motorkreislauf verbleibt als, das ohne «Trabold-Filter». Mit freundlichen Grüssen M. Peter


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Peter, Ihr Auto würde ich schon zu den «neueren» Modellen zählen. Grundsätzlich können Sie im größten Gang mit Drehzahlen fahren, die nur knapp über der Leerlaufdrehzahl liegen, ohne den Motor zu schädigen. Das hängt natürlich immer vom Einzelfall und vom Motor ab. Ich selbst fahre beispielsweise im Stadtverkehr im 5. Gang mit etwa 1200 U/min. und verbrauche erfreulich wenig Benzin. Es gibt immer noch viele Leute, die sich einfach nicht trauen, im 5. Gang im Stadtverkehr zu fahren, weil Sie Angst vor «untertourigem» Fahren haben. «Untertourig» heißt unterhalb der Leerlaufdrehzahl unterwegs zu sein! Das wären dann 750 U/min., und da bockt das Auto schon sehr deutlich.

Der Trabold-Filter taucht immer mal wieder auf. Die Idee des Herrn Trabold wendete sich wohl ursprünglich an Fuhrparkmanager großer LKW-Flotten, für deren Bedarf der «Dauerfilter» auch konstruiert worden ist. Durch die sehr große Ölmenge bei Lkws und die analog dazu recht große Nachfüllmenge spielt die chemische Veränderung des Öls nach langer Laufzeit eine geringere Rolle als im Pkw-Bereich. Das Trabold-System ist durch seinen hohen Preis einfach unwirtschaftlich, wenn man es in einen PKW einbaut. Für die Anschaffungskosten des Systems könnte man wahrscheinlich während 300.000 km Ölwechsel machen.....Viele Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Gisela Rietzschel:

Wir haben einen Opel Vectra 1,6, 16 Ventiler, Baujahr 1999. Vor einem Jahr haben wir den Opel beim Fachhändler gekauft, Kmstd. 70.500, jetziger Kilometerstand ca. 82.100. Wir mussten in dem einem Jahr schon vier Liter Öl nachfüllen. Ich bin der Meinung, es wäre etwas viel, beim Astra war das nicht der Fall. Nun möchte ich gern wissen ist dieser Verlust normal? Was mir der Fachhändler sagte: das es normaler Verlust wäre. Ich aber bin mit der Auskunft nicht so richtig zufrieden. Was sagt der Autoexperte dazu? Ich wäre dankbar über eine Antwort. Mit freundlichen Grüßen Gisela Rietzschel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gisela,

große Sorgen würde ich mir nicht machen; der Ölverbrauch Ihres Autos liegt rein rechnerisch bei etwa 0,3 Liter/1000 km. Opel schreibt in seinen technischen Informationen, dass erst bei einem Ölverbrauch von mehr als einem Liter/1000 km Handlungsbedarf gegeben ist. Das ist vielleicht für ein Auto aus den frühen 70ern noch o.k., heute ist selbst ein Ölverbrauch von 0,3 Litern/1000 km schon nicht mehr zeitgemäß. Andererseits ist eine Reparatur des Motors (um den Ölverbrauch zu senken...) relativ teuer: selbst das Erneuern der Ventilschaftdichtungen (die bei Ihrem Auto wahrscheinlich für den leicht erhöhten Ölverbrauch verantwortlich sind!) kostet schon etwa 400 Euro. Wie viel Motoröl können Sie dafür kaufen? Halten Sie also den Ölstand immer schön zwischen «min.» und «max.»! Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Matthias Klasen:

Ich fahre einen Golf III, Bj 91. Ich hatte eine defekte Benzinpumpe und habe diese ausgetauscht, allerdings kommt es mir seitdem so vor, als ob das Gaspedal viel zu wenig Spiel hat. Also der Weg bis zum Anschlag ist viel zu kurz. Wenn ich zum Beispiel einen etwas steileren Berg fahre, muss ich Vollgas geben um nicht im Schneckentempo oben anzukommen. Außerdem fühlt es sich so an als ob er viel weniger PS als vorher hat, normal hat er 75 PS und 1,8 Liter Hubraum. Mir kommt es aber so vor, als ob ich schlagartig einen kleineren Motor habe. An was kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Haben Sie vielleicht eine dicke Fußmatte, die unter das Gaspedal gerutscht ist? Wenn nicht, muss der Gaszug neu eingestellt werden. Wahrscheinlich hängt der Hebel der Drosselklappe nach der Reparatur irgendwie bei Halbgas.... Warum am Gaszug gedreht wurde, um die Benzinpumpe zu erneuern, erschließt sich mir aber nicht....

Wolfgang Kissner fragt:

Mein BMW 320 Coupe, BJ.: 92, 6 Zyl.) frisst seit Neuestem ca. 3Liter mehr Sprit, stottert zeitweise beim Anfahren und stinkt die ersten Fahrkilometer nach Benzin. Abhilfe?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bauen Sie eine neue Lambda-Sonde ein! Zur Bestätigung der Diagnose können Sie vorher ja noch eine AU außer der Reihe machen: Wenn die CO-Werte im roten Bereich sind, liege ich richtig.....

Heimo Bosse fragt:

Hi,Herr Kessler! Ich habe einen Renault Espace 2l, 84 kW. Der Verbrauch liegt bei 10-12 Liter Super, wenn ich einen Twintec KLR einbaue, sinkt dann der Verbrauch? Was kann ich sonst noch tun? Mit freundlichen Grüßen, H.Bosse

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heimo, schön wär es! Das einzige, was einem der TwinTec-KLAR erspart, ist der eine oder andere Euro beim Finanzamt. Den Verbrauch kann man nur durch konsequentes Entrümpeln des Autos und ggf. durch die Teilnahme an einem Sprit-Spar-Training (ist wirklich sehr zu empfehlen!!) kleinbekommen.

M. Däubert fragt:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Ford Mondeo Turnier, Bj.: 1995. Mein Problem mit diesem Auto ist, dass nach einer Standzeit von über 12 Stunden die Batterie leer ist. Der Anlasser ist schon gewechselt worden auf den Verdacht hin, dass dieser unerlaubt Strom nimmt. Es hat sich auch gebessert, die Batterie ist jetzt nur noch nach ca. 18 Stunden leer. Der Anlasser war defenitiv kaputt. Ich habe auch schon viele Batterien im Auto gehabt, also könnte es auch daran nicht liegen. Haben Sie eine Idee, wo der Strom genommen wird bzw. hingeht? Mit freundlichem Gruß, M. Däubert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Däubert, das kann kein Mensch aus der Ferne diagnostizieren! Bewaffnen Sie sich mit einem Multimeter und einer Prüflampe und messen Sie den Ruhestrom zwischen der Minusklemme und dem Minuspol. Wenn da mehr als ein paar hunderstel Ampere fließen, müssen Sie eine Sicherung nach der anderen abziehen, bis der Strom nicht mehr fließt. Wenn das der Fall ist, müssen Sie sich den entsprechenden Stromkreis genauer ansehen.Das kann aber trotzdem eine abendfüllende Beschäftigung werden.....

Frage von Jürgen Heuser

Ich habe mir im Oktober 2006 einen Citroen Xsara Picasso 1.6 Benziner als Neuwagen gekauft. Als ich bei 1500 km den Ölstand kontrollierte, war dieser knapp unter Minimum und ich musste 0,5 Liter 5w40 nachfüllen, um bis zur ersten 2000er Inspektion fahren zu können. Dort ließ ich, obwohl vom Hersteller nicht mehr vorgeschrieben das Öl wechseln und sprach den Werkstattmeister auf den erhöhten Ölverbrauch an. Der erwiderte nur, dass das bei einem Citroen durchaus normal sei. Da ich noch Hoffnung hatte, dass vielleicht bei der Auslieferung des Neuwagens zuwenig Öl eingefüllt worden war, hoffte ich, dass der Verbrauch zukünftig besser wird. Nun bin ich wieder 2000 km gefahren und der Ölstand ist erneut bei Minimum, so dass ich bis Maximum einen Liter Öl nachfüllen musste. Ein Bekannter fährt auch einen Picasso, der inzwischen 5 Jahre alt ist und hat bisher zwischen den Ölwechselintervallen kein, bzw. nicht messbar Öl verbraucht. Ich selbst fahre überwiegend Kurzstrecken in gemäßigtem Tempo und habe das Fahrzeug wie vorgeschrieben behutsam eingefahren. Bei meinen bisherigen Gebrauchtfahrzeugen, die ich meist bis weit über 100.000 km fuhr, hatte ich noch nie einen so hohen Ölverbrauch. Andererseits habe ich gehört, die Hersteller hätten sich abgesichert und würden einen Verbrauch bis zu einem Liter auf 1000 km als normal ansehen. Was kann ich tun? Ich habe Angst, dass bei meiner geringen Fahrleistung der Motor, falls er schon einen Schaden hat, erst nach Ablauf der zwei jährigen Garantie endgültig kaputt geht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo. Da haben Sie wohl ein Montagsauto erwischt! In der Tat ist der Ölverbrauch (0,5 Liter / 1000 km) deutlich zu hoch. Das gilt natürlich auch, obwohl Citroen noch an den Ölverbrauchsvorgaben aus den 60ern fest hält. Aus Umweltschutzgründen und natürlich auch in folge des technischen Fortschrittes ist so ein Ölverbrauch nicht zu tolerieren, jedenfalls nicht bei einem Neuwagen. Ich würde mich an einen Gutachter wenden, den um eine Beurteilung des Ölverbrauchs bitten und mit diesem Gutachten (das ist etwas Schriftliches, was man dem Händler auf den Tisch legen kann.) um Mängelbeseitigung bitten. Es wird nicht leicht, Herr Heuser, aber mit Hilfe eines Anwaltes sollten Sie das Ding durchgezogen bekommen. Andreas Kessler.

Frage von Michael Gerhardy:

Hallo Herr Kessler! Ich habe einen 89'er Ford Sierra Kombi, 100 PS, G-Kat, vier Zylinder, Handschaltung. Bei diesem hatte ich das Problem, dass er zwischendurch einfach ausging, ein Kumpel meinte, so wie das klingt, das könnten die Zündkerzen sein, die waren auch sehr angegriffen, diese habe ich getauscht und dann war alles prima.. :-). Jetzt (ca. halbes Jahr später) fing er wieder an zu spinnen. Nun habe ich den Verteilerkopf (weiß die genaue Bezeichnung leider nicht), also so ein Kunststoffgehäuse, an dem die Zündkabel zusammengeführt werden, gegen einen neuen getauscht und jetzt klingt mein angehender Oldtimer, als liefe er nur auf drei Pötten. Können Sie mir vielleicht einen Rat geben, was ich falsch gemacht haben könnte oder wie ich das Problem beheben könnte? P.S.: Ich habe große Acht darauf gelegt, die Kabel nicht zu vertauschen, habe dies auch überprüft und bin mir sehr sicher, dass sie alle richtig sitzen... Ich danke ihnen für ihre Mühen und würde mal sagen: Respekt! Die Ferndiagnose mit der Trefferquote, das find ich gut :-) Danke!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie schon die Verteilerkappe wechseln, sollten Sie auch den Verteilerfinger erneuern, der mit der neuen Kappe sicher nur halbherzig zusammen arbeitet. Die eigentliche Ursache für das plötzliche Ausgehen dürfte aber im Transistor-Schaltgerät liegen. Die Dinger geben relativ plötzlich auf und müssen dann erneuert werden. Das Ersatzteil gibt es im Zubehör und kostet nicht viel, weil es in zahllosen anderen Autos auch eingebaut wird. Legen Sie sich so ein Teil ins Handschuhfach, dann haben Sie Ersatz, falls der Ernstfall eintritt...

Frage von Andree Scheffler:

Hi und Moin. Ich fahre einen Audi 100 Typ44, Bj. 1989. Als aus heiterem Himmel die Motordrehzahl bei Betriebstemperatur ins Unermessliche ging und mein Audi auf drei Pötten lief, baute ich zunächst einen neuen Vergaserflansch ein (der alte war eingerissen und brüchig). Keine Änderung ! Dann probierte ich alle drei Temperaturfühler aus. Keine Änderung! Jetzt sagte mir ein Bekannter, dass es wohl der Leerlausteller sei. Liegt er da richtig und was kostet solch ein Teil? Kann ich auch Gebrauchte nehmen und gibt es so etwas verhältnismäßig günstig? Vielen Dank und lg Andree

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es der Leerlaufsteller ist, könnte eine simple Reinigung für Besserung sorgen. Ich tippe aber eher auf das Leerlauf-Regelventil, das eher ausgetauscht werden muss als nur gereinigt. Es ist fast immer völlig verdreckt (von der Abgasrückführung...) und kann dann nicht mehr regeln. Versuchen Sie eine Reinigung, aber stellen Sie sich schon mal auf ein Neuteil ein (gibt es aber auch preiswerter im Zubehör!)

Frage von Christian Bach

Hallo Herr Kessler, ich besitze einen Audi A4 Avant B6, Baujahr 2000, Benziner. Ab und zu lässt sich mein Auto nur mit Mühe starten, der Anlasser dreht, der Motor kommt aber nicht. Abhilfe schafft jeweils, wenn ich das Gaspedal während eines erfolglosen Versuchs, zweimal kräftig durchdrücke und nochmals versuche meine Auto zu starten. Meine Audi-Werkstatt hat die Elektronik ausgelesen, keine Fehler gefunden und mich wieder nach Hause geschickt. Nach langem Stehen (4-5 Tage), habe ich das Problem nie. Es scheint nur nach kurzem Stand (weniger als 2 Stunden) zu passieren. Ich wäre echt froh, wenn sie mir weiterhelfen könnten. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Bach. Es ist schon komisch: Wenn sich im Fehlerspeicher nichts findet, kann das Auto ja auch nicht defekt sein! Logisch, nicht? Dass die Elektronik etwas andere Gesetze als die Mechanik hat, hat sich offenbar noch nicht herum gesprochen. In Ihrem Fall würde ich den Motortemperaturfühler verdächtigen, der bei warmgefahrenem und laufendem Motor natürlich völlig unauffällig ist. Das Problem tritt erst bei abkühlendem Motor auf. Da das Teil nicht so teuer ist, lohnt der versuchsweise Einbau. Immerhin erspart man sich damit zeitaufwendiges und damit teures Herumsuchen. Andreas Kessler

Frage von Andreas Berndt

Hallo Herr Kessler, habe ein Problem mit meinem Ford EscortBaujahr 98, 211 Tsd km. Als ich aus dem Urlaub zurück gekommen bin, besser gesagt, gefahren bin, stellte ich fest, dass mein Escort im Stand ein seltsames Geräusch macht. Als wäre etwas locker. Das Geräusch ist auch da, wenn ich im 2. Gang das Gas wegnehme .Es hört sich wie ein lautes Dröhnen an, würde sagen, entspringt unter der Fahrzeugmitte. Dieses Geräusch ist nur im Stand und im 2. Gang beim Wegnehmen des Gaspedals zu hören. Beim Beschleunigen, und sonst überhaupt, macht der Escort keine Probleme. Woher könnte dieses Geräusch kommen und was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo. Vielleicht das Wärmeabschirmblech über dem Katalysator? Die Dinger reißen manchmal ein und beginnen dann zu vibrieren, abhängig von Temperatur und Motordrehzahl (Resonanz). Wenn das Auto auf einer Hebebühne steht, müsste das ziemlich deutlich zu hören, und sogar zu
sehen, sein. Andreas Kessler

Frage von Sylvia Papik

Bei meinen Golf 3 Rabbit 97er Baujahr, 70 PS, Benziner habe ich jetzt schon zum dritten Mal, dass er sich beim Starten wie ein Traktor anhört und auch anfühlt. Hauptsächlich am Morgen, wenn ich ihn das erste Mal am Tag benutze. Wenn er warmläuft, hört es auf! Ölwechsel habe ich schon machen lassen. Kann es sein, weil ich an einer Diskount-Tankstelle getankt habe? Bitte um einen Rat! Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Silvia, das sind «nur» die Hydrostößel des Ventiltriebs. Solange das Tackern noch von alleine auf hört, ist das ein Schönheitsfehler.
Wenn das Geräusch allerdings ständig hörbar ist, müssen neue Hydrostößel eingebaut werden, Das ist nicht ganz billig, aber dann nicht zu vermeiden. Andreas Kessler.

Frage von Antony Feit:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen acht Jahre alten Passat Variant B3 TDI V5, Kilometerstand 110.000. Seit kurzer Zeit beschleunigt der Motor nicht mehr richtig, sobald ich über 80 km/h fahre. Ab und zu geht es dann wieder. Was müsste ich der Reihenfolge nach überprüfen? Vielen Dank für Ihre Antwort im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Das hört sich nach dem TDI-Dauerbrenner LMM (Luftmassenmesser) an. Der ist für 75 Euro zu haben und schnell getauscht. Sollte das wider Erwarten nicht der Fall sein, kommt die Ladedruckdose mit ihrem Gestänge in Frage, oder das Drosselklappenteil, oder das AGR (Abgasrückführung), oder, oder, oder.... Am besten zum Ziel führt ein Auslesen des Fehlerspeichers, auch wenn das etwas Geld kostet. Lasse Dir den Ausdruck aus dem Diagnoserechner in die Hand geben!

Frage von Heiko Schulz:

Fahre einen Polo 6n, 60 PS, Baujahr 1997. Wo befindet sich im Sicherungskasten das Pumpenrelais? Dort sind mehrere Relais und ich will nicht das falsche wechseln...

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Nach meiner Erinnerung müsste das KPR den Steckplatz unten rechts bewohnen und eine 67 auf dem Gehäuse haben. Im Zweifel hilft ein Blick in eines der Bastelbücher im Buchladen....

Frage von Rocco Pagliara:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Golf V TDI, Bj. 05, der Kilometerstand meines Golf ist 68.900 Km. Wenn ich 40 - 50 km/h schnell fahre und vom Gas gehe, ist ein mahlendes Geräusch vom Getriebe zu hören. Bei VW sagte man mir, dass es vielleicht von der Kupplung oder so kommen könnte, was ich aber nicht glaube. Ich denke, es sind eingelaufene Lager. Das Getriebe selbst lässt sich normal schalten. Könnten sie mir einen Tipp geben, was dieses Geräusch verursachen könnte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Ich schließe mich Ihrer Meinung an! Die TDI-Getriebe sind dem enormen Drehmoment der Diesel oft nicht lange gewachsen (insbesondere bei «gechippten» Autos...). Wenn Ihr Auto noch in der Gewährleistung ist, würde ich mal einen Getriebeölwechsel machen und das Öl auffangen. Wenn sich darin Späne finden, kann ein Spezialist Rückschlüsse auf das Material ziehen, das da zerrieben wird. So könnte aus dem sich anbahnenden Getriebeschaden ein Garantiefall werden.

Frage von Markus Gehringer:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein Problem mit meinem Audi A6 2.5 TDI Avant 4b, Baujahr 2003, 163 PS, Tiptronic. Der Motor schaltet plötzlich bei getretener Fußbremse und Betätigen des Wahlhebels ab. Dies geschieht sowohl in der Dauer als auch in der Rückwertsstellung. Ein Anfahren ist fast nicht möglich. Eine Fehlerspeicherauslese war bisher erfolglos.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da hilft wirklich nur der Besuch beim Audi-Zentrum! Das Getriebesteuergerät hat m. W. einen extra Fehlerspeicher, der separat ausgelesen werden kann. Wenn da auch nichts zu finden ist, würde ich mir mal die Verkabelung von der Wählhebelsperre bzw. deren Sperr-Relais ansehen. Vielleicht ist das nur ein simpler Kurzschluss....

Frage von Frank Frenzel:

Bei meinem Golf 3 GT, 90PS, Baujahr 1993, 149.000 Km war vor dem Ölwechsel alles normal, danach blinkt oder brennt die Öllampe. Was kann der Fehler sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht ist eines der Kabel an einem der beiden (!!) Öldruckschalter abgerutscht. Das sorgt beim Steuergerät der „dynamischen Öldruckkontrolle“ für Verwirrung....

Frage von Stefan:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Renault Laguna II Phase 1. Ich habe jetzt das Problem, dass bei eingeschalteter Klimaanlage ab ca. 2000 U/min ein Rattern zu hören ist. Gehe ich vom Gas, hört es auf, beim Ausschalten der Klima hört es ebenfalls auf. Ist das der Klimakompressor, oder kann es auch etwas günstigeres sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte wirklich der Kompressor sein, vielleicht aber auch nur zu wenig Kühlmittel im System. Oder ein Ventil, das (durch zu wenig Druck im System??) hektisch hin und her schaltet. Jedenfalls ist das ein Fall für einen Klimaanlagenspezialisten, der sich um diese Jahreszeit über jeden Kunden freut (und viel mehr Muße für die Fehlersuche hat als im Hochsommer...).

Frage von Sandra B.:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Renault Clio RN, Baujahr 1992, 186.000 km. Wahrscheinlich ist die Spannrolle vom Zahnriemen defekt (quietschende Geräusche im Kaltzustand), die Lenkmanschetten und der Lüfter im Motor. Was darf eine solche Reparatur ungefähr kosten und lohnt sich das noch? TÜV hat er fast keinen mehr. Vielen Dank im Voraus für die Antwort.
Viele Grüße Sandra


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, selbst bei der Verwendung von gebrauchten Teilen (soweit das sinnvoll ist...) schätze ich die Reparaturkosten auf etwa 600 bis 700 Euro. Für diesen Betrag bekommst Du mit etwas Suchen einen anderen (hoffentlich besseren...) Clio mit fast neuem TÜV. Für Dein Auto solltest Du beim freundlichen Autoaufkäufer mit Migrationshintergrund (ersatzweise bei Autoverwertung um die Ecke) etwa 100 Euro bekommen. Fahre das gute Stück bis zum bitteren Ende und kaufe Dir dann vom Weihnachtsgeld einen anderen. Oder Du gibst das Ding kurz vor dem Jahreswechsel als Leasingsonderzahlung beim Händler ab (falls Du ein Auto leasen willst...).

Frage von Nicole Eicke:

Hallo Hr.Kessler, wir fahren einen Seat Toldeo SE, Limousine. Die Scheibenwischer gehen oft nicht mehr aus und beim Anfahren zieht der Motor nicht mehr so richtig und er ruckelt manchmal so. Kann es vielleicht auch das R30 sein? Vielen Dank für Ihre Hilfe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich sehe zwischen beiden Problemen keinen Zusammenhang! Wenn der Scheibenwischer nicht mehr aus geht, kann der Schalter oder der Wischermotor defekt sein. Ein ruckelnder Motor, der nicht richtig zieht, hört sich für mich ungepflegt an! Vielleicht hilft die 3-K-Lösung (neue Zündkerzen, neue Zündkabel, neue Verteilerkappe nebst -finger). Gute Fahrt wünscht der Autopapst....

Frage von Thomas:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Renault R19, 1,8 Liter, 90 PS, Benzin und LPG, und habe auf einmal ein Problem im Benzinbetrieb! Unter LPG läuft er ganz normal! Das Problem sieht wie folgt aus: Er hat Ladungslöcher und Probleme beim Beschleunigen und unruhigen Leerlauf, er schwankt rhythmisch zwischen 900 und 500 Touren und wenn er sich mal fängt und kurz bei 900 Touren bleibt, hört es sich so an, als würde er trotzdem gleich absaufen. Was könnte das sein? Zündkerzen und Luftfilter habe ich erst getauscht und unter LPG läuft er ja auch normal! Mit freundlichen Grüßen und Vielen Dank Thomas H.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da der LPG-Renault ja nur im kalten Zustand mit Benzin läuft, tippe ich auf ein Problem der Kaltleerlaufregelung. Vielleicht ist es nur ein Thermofühler; Genaueres dürfte das Auslesen des Fehlerspeichers ergeben. Lassen Sie sich bitte nicht zum probeweisen Austauschen diverser Bauteile überreden! Der Fehlerspeicher ist immer die bessere Diagnosequelle....

Frage von Wiebke Kreye:

Hallo lieber Autopapst, ich fahre einen Mazda B-Series, Bj. 2002, 110 PS, Dieselmotor, 96.000 km gelaufen. Ich habe folgendes Problem: im Kaltstart ruppelt der Motor sehr stark die Glühkerzen sind erneuert worden, leider keine Besserung. Im Standgas läuft der Motor nach wie vor ruppelig. Könnte das an den Einspritzdüsen liegen? Vielen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Du sagst es, liebe Wiebke! Nach knapp 100.000 km sollten die Düsen eigentlich noch nicht hin sein, aber der Motor ist ja aus thailändischer Produktion (nichts gegen die Thais...;-) ). Bei ähnlichen Motoren aus meinem Fuhrpark sind die Düsen erst 50.000 km später fällig. Immerhin lohnt der Besuch bei einem Landmaschinen-Werkstatt, die können die alten «low-pressure-engines» noch ganz konventionell warten. Der Auftragsumfang sollte wie folgt lauten: Prüfen der Einspritzdüsen (Abspritzdruck, Einspritzbild), ggf. erneuern/einstellen. Anschließend Prüfung des Förderbeginns der Dieseleinspritzpumpe, anschl. ggf. korrigieren. Das dürfte es dann gewesen sein....

Frage von Merter:

Lieber Autopapst. Ich fahre einen VW Passat 3 Variant TDI,131 PS, Baujahr 2003 mit 140.000 km. Ich habe Probleme beim Gangwechsel, besonders vom 2. in den 3. vernehme ich ein schwer definierbares Geräusch, eine Art schleifen. Auch scheint mir der Schaltknüppel im Leerlauf beim Wechsel zu stark zu vibrieren und ein summendes brummen ist zu vernehmen! Hinzu kommt ein lautes Heulen aus dem Motorraum im leerlauf so ab ca. 1000 U/min. Man sagte mir, das Geräusch kommt aus dem Nebenaggregat des Motors! Auch der Lüfter der Klimaanlage läuft nicht. Ein meister meinte, der linke Lüfter müsste auf jeden fall beim max. Klimabetrieb mitlaufen! Wie Euro muss ich investieren für die Reparatur?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich tippe auf ein defektes Zweimassenschwungrad, eine VW-Konzernkrankheit! Leider ist die Reparatur recht aufwändig und dadurch teuer: Allein das Ersatzteil kostet die Werkstatt im Einkauf schon etwa 400 Euro, dazu kommt dann noch der Aus- und Einbau des Getriebes. Unter 800 Euro wird die Reparatur also nicht kosten, bei VW etwa 50 Prozent mehr.

Frage von Conny Hoffmann:

Hallo Herr Autopapst. Ich fahre einen Golf3 TD, Bj. 92. Jetzt sind auf einmal alle vier Glühkerzen durchgebrannt, obwohl sie erst ca. ein Jahr alt waren. Nach welchem Fehler müsste ich jetzt suchen, denn ich glaube, das ist nicht normal, das sie nur 15.000 km halten, da sollte doch wenigstens eine Null noch dranzuhängen sein. MFG, Ihr Herr Hoffmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich stimme Ihnen zu! Die Lebensdauer der Glühkerzen ist normalerweise deutlich länger als in Ihrem Fall. Ursächlich ist wahrscheinlich der Motorverschleiß. Der Wechsel der Glühkerzen hätte von neuen Einspritzdüsen und einer Einstellung der Dieseleinspritzung flankiert werden müssen. Wenn all´ das jetzt nach geholt wird, dürfte der Golf wieder schnurren (so weit das bei dem Motor möglich ist...;-) )

Frage von Mario Kuhn:

Sehr geehrter Heer Kessler, ich fahre ein Wohnmobil Dethelfs Citröen 2,5 l Diesel, 73 PS, Bj. 1991, km 280.000. Seit dem letzten Urlaub springt das Womo nur noch nach langem Betätigen des Anlassers an und vernebelt nach erfolgreichem Starten die Gegend. Wenn er einmal läuft, dann ganz normal und auch rund. Komischerweise springt er auch nach wiederholtem Start wieder ganz normal an ohne zu rußen, jedoch am nächsten Morgen die selbe Situation. Könnten Sie mir da weiterhelfen, im Winter hab ich da wohl ein größeres Problem. Vielen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Qualm ist unverbrannter Dieselkraftstoff, der in den zu kalten Brennraum gespritzt wurde. Ob die Glühkerzen, das Vorglührelais oder die Verkabelung der Vorglühanlage ursächlich sind, muss ein Kfz-Elektriker klären. Der Motor an sich dürfte aber o.k. Sein, sonst würde er im warmen Zustand nicht so gut laufen. Lassen Sie die Vorglühanlage checken, dann springt der Diesel auch im Winter an....