Fragen an den Autopapst im Mai 2016

Autopapst Andreas Kessler.
Autopapst Andreas Kessler. © AG/Flehmer

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Audi A3.

Frage von G. Margarete:

Hallo Herr Kessler, fahre einen Audi A3 Sportsback, Zulassung 7/2011, 1800, 160 PS. 71.000 km. Seit kurzem gibt es ein singendes, brummendes Geräusch beim Anfahren, aber nur manchmal. Die Werkstatt hat das Getriebe auseinander genommen. Kupplung sei in Ordnung. Geräusch ist wieder ab und zu da. Brauche dringend einen fachmännischen Rat. Danke im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Margarete, Geräusche kann ich aus der Ferne fast nie diagnostizieren, weil sie jeder anders hört und dann auch noch anders beschreibt. Da das Brummen aber nur manchmal auftritt, würde ich mal den Sitz der Abgasanlage und / oder den Zustand der Aufhängungen des Antriebs kontrollieren. Vielleicht verschiebt sich da etwas beim Anfahren und bekommt dadurch Kontakt mit dem Unterboden. Das hörst Du dann..... Ich weiß, eine schwache Diagnose! Aber: Geräusche kann der Autopapst aus der Ferne fast nie....... Cheers! A.K.

Frage von Klaus-Dieter Reddel:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe mir einen Alfa Mito 1.4 TB 16 V Multiair 125 kW/170 PS und Doppelkupplung zugelegt. Er hat jedoch keinen Tempomaten. Wäre Ihrer Meinung nach eine Nachrüstung möglich? Meine Werkstatt ist sich nicht sicher und im Internet habe ich noch keine auf mein Fahrzeug bezogene Antwort gefunden. Vielen Dank für Ihre Hilfe, mit freundlichem Gruß Klaus-Dieter Reddel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Klaus Dieter, die Nachrüstung eines Tempomaten ist technisch möglich (und beim Mito sogar recht einfach: Es reicht der Lenkerhebel und die Freischaltung durch einen Alfa-Händler), aber offenbar durch Fiat / Alfa nicht gewünscht. Oder wie soll man die ablehnende Haltung vieler Vertragshändler verstehen? Telefoniere mal etwas herum, irgendeine Werkstatt mit einem Fiat-Computer (zum Freischalten) wirst Du schon finden....

Frage von Uwe Dentel:

Hallo, bei meinem VW Polo 9n leuchtet seit kurzem die Öllampe gelb auf. Wenn ich aber mit dem Messstab nachschaue, ist genug Öl enthalten. Was könnte dort kaputt sein? Ich würde mich über eine Antwort freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Ölpeilstab nicht „dejustiert“ ist (hatte ich schon mal): Der Anschlag hatte sich gelöst und der Stab tauchte zu tief in die Ölwanne ein....) bleibt hier nur der Ölstandssensor in der Ölwanne übrig. Er zeigt einfach falsch an. Kann passieren, ist schnell repariert und kostet nicht die Welt. Gute Fahrt mit genügend Motoröl wünscht Der Autopapst

Frage von Heinz Gieseking:

Hallo Herr Keßler, ich habe ein Fiat Ducato Wohnmobil, Baujahr 1990, 52kW. Das Kraftfahrt-Bundesamt bietet Förderung bei der Umrüstung zur Partikelminderung an. Die Werkstatt kann keinen Partikelfilter zum Nachrüsten bekommen. Ich hätte es gerne gemacht, aber was nun? Mit freundlichen Grüßen Heinz Giseking

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heinz, ich glaube Dir gerne, dass Du einen Partikelfilter nachrüsten möchtest. Leider würde der (wenn es einen geben würde!) bei Deinem Auto nicht zu einer grünen Plakette und auch nicht zu einer besseren Schadstoffnorm führen. Deshalb gibt es auch keinen Anbieter, weil eine Nachrüstung fast sinnlos ist. Du wirst also weiter „Filterlos" bleiben müssen...... Grüße vom Autopapst

Frage von Sarah:

Wir fahren einen Ford Mondeo 2.0, Baujahr 1999, Automatik. Wir haben das Problem, dass er unter dem Fahren irgendwann anfängt in einen höheren Drehzahlbereich zu springen. Zudem ruckelt das Auto dann. Mein Lebensgefährte denkt, dass es am Getriebe liegt. Was könnte es sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Sarah, Dein Freund dürfte Recht haben! Offenbar springt der 4. Gang der Automatik heraus, was zu einem Drehzahlanstieg des Motors führt. Die Ursache liegt entweder an zu wenig ATF (Automatik-Transmission-Fluid = Automatiköl), an einer Fehlsteuerung der Automatik durch das Steuergerät / einen Kurzschluß / einen verstellten Kick-down-Schalter oder einfach an einem Getriebeschaden..... Das Auto ist nicht mehr neu, hat nur noch wenig Wert und wahrscheinlich einen hohen km-Stand. Vorsicht vor teuren Reparaturen: Alles über 500 € ist bei diesem Auto definitiv zu viel!

Frage von Franziska Irrgang:

Hallo Autopapst! Meine Freundin und ich reisen gerade durch Australien. Wir waren schon bei vielen Werkstätten und keiner konnte uns helfen- da dachte ich, ich versuch es mal beim Autopapst! Wir haben uns einen Jeep Grand Cherokee 1996 (Automatik) gekauft. Wir sind nun schon fast um ganz Australien damit gefahren. Es fehlt nur noch Broome bis Perth und nun spinnt das Auto ! Ein paar hundert Kilometer vor Darwin hat es angefangen: Ich bin ganz normal 100km/h gefahren und dann war es erst ganz sanft und dann hat es sich verschlimmert, weil ich versucht habe das Tempo zu halten- beim Gas geben hat der Wagen kurz gebremst; immer wieder, bis wir dann nur noch 20km/h gefahren sind, denn irgendwann hat er beim besten Willen nicht mehr gezogen, d.h. ich hab auf das Pedal gedrückt, die erste Sekunde hat er Gas gegeben und dann konnte ich es ganz durchdrücken, aber es ist nichts mehr passiert. Notgedrungen haben wir dann angehalten und den Motor ausgemacht und nach ein paar Minuten wieder an und er ist ganz normal gefahren ! Wir haben es dann bei 3 Werkstätten checken lassen: die ersten beiden konnten nichts finden; die 3. hat dann den Benzinfilter ausgewechselt. Wir dachten dann es ist alles gut und sind aus Darwin weiter Richtung Broome gefahren und 20 km vor Broome fing dasselbe von vorn an. Ich muss dazu sagen: bei beiden Malen sind wir den ganzen Tag fast durchgefahren und zu 2/3 Uhr kam das dann vor. Was kann das nur sein? BITTE HILF UNS AUTOPAPST. SONST FÄLLT UNSER LETZTER TRIP INS WASSER :((

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Franziska, sorry für das Delay mit der Antwort, aber Du / Ihr seid leider nicht die Einzigen mit einer Auto-Malaise..... Also: Das Auto geht faktisch während der Fahrt aus. Grundsätzlich kann das an der Zündung oder an der Spritzufuhr liegen. Wenn das Problem nach einer längeren / langen Fahrt immer wieder genau gleichartig auftritt, könnte ein Temperaturzusammenhang bestehen: Durch schlechte Kontakte / Isolierungen steigt die Zündung aus. Ursächlich wäre dann der Zünd-Anlaß-Schalter (engl.: Ignition-Switch), sitzt hinter dem Zündschloß (Ignition-Lock). Wahrscheinlicher ist aber das Relais der Kraftstoff-Pumpe (Relais = Relais!). Wenn die Kraftstoffpumpe schon älter ist (so alt wie der ganze Wagen....), wird sie schwergängig und zieht mehr Strom. Dieser Strom sorgt im KPR (Kraftstoffpumpen-Relais) für höhere Temperaturen und führt zur "Entlötung" / Verschmorung von Kontakten. Die Werkstatt sollte also das Relais prüfen und ggf. erneuern. Hilfsweise kann sie auch das Relais überbrücken, bis Ihr ein neues besorgt habt. Ob die Werkstatt das kann, weiß ich leider nicht. Und ob diese Ferndiagnose zutreffend ist, leider auch nicht. "Ausgeher" sind nämlich so herrlich multicausal, es könnte fast alles sein..... Weiter gute Reise, ich beneide Euch! Cheers vom Autopapst (der vor langer Zeit nur von Sydney nach Brisbane und wieder zurück gefahren ist. In einem Toyota Corolla....)

Frage von Alexandra Kraft:

Sehr geehrter Herr Kessler, mein Mann hat unbedachter Weise zu viel Öl in unseren VW Golf 3, Bj. 1995, geschüttet. Da zu Beginn der Fahrt nichts Auffälliges passierte, waren wir uns dessen nicht bewusst. Erst nach der Auffahrt auf die Autobahn und einer Beschleunigung auf über 100 km/h kam aus dem Auspuff dichter weißer Qualm. Natürlich sind wir wieder von der Autobahn runter und haben das Auto abgestellt. Der Verdacht lag nahe, dass zu viel Öl eingefüllt wurde. Ein Freund kam und hat uns geholfen. Das Öl wurde dann auch abgelassen. Der Wagen fuhr die erste Zeit ganz problemlos. Dann fing er an schlecht zu starten. Wir vermuteten die Zündspule, da dieses Problem schon einmal aufgetaucht war. Es brachte nichts. Das Auto orgelt und wenn der Schlüssel wieder zurückgedreht wird, scheint es, als wolle der Golf anspringen. Es klingt wie ein kurzes Schnurren. Nach mehrmaligen Versuchen springt er auch an. Seit neustem ruckelt er auch zu Beginn der Fahrt. Kurios ist, dass, solange es kalt ist, der Wagen sogar recht gut anspringt. Sobald die Sonne scheint, tauchen die Probleme schneller und intensiver auf. Da uns leider die finanziellen Mittel fehlen, um den Wagen einfach in eine Werkstatt zu bringen, frage ich Sie um Rat. Könnte der Kat Schaden genommen haben? Oder stehen wir sogar kurz vor ein Motorschaden? Ich danke Ihnen für jede Hilfe. Mit freundlichen Grüßen Alexandra Kraft

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das zu viel eingefüllte Öl ist wahrscheinlich durch die Kurbelgehäuse-Entlüftung in den Ansaugtrakt gedrückt worden und hat da alles „verölt“. Ich würde zunächst das ganze Ansaugsystem säubern, dann das Drosselklappenteil nochmals besonders mit einem speziellen Reiniger aus dem Zubehör reinigen und schließlich das Drosselklappenteil neu kalibrieren. Da in der Frage keine Details zum verbauten Motor standen, bin ich vom 1,6 l – Motor mit 75 PS ausgegangen....

Frage von Achim:

Hallo Andreas Kessler, mein Problemkind ist ein Dodge Caravan, Bj. 96, Automatik. Wenn ich die Zündung anmache, habe ich kurzzeitig Strom am Zündmodul anliegen. Wenn ich starte, ist der Zündstrom ca. 2-3 Sekunden da, dann wieder weg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schon mal an einen neuen Zünd-Anlass-Schalter gedacht? Ist oft die Ursache für solche Fehler.... Gruß vom Autopapst

Frage von Harald Meyer:

Hallo, ich fahre einen Chrysler Sebring JS, Baujahr 2009, 2,0l Diesel, 140 PS, Pumpe-Düse, ca. 90.000 km. Mir wurde gesagt, es sei eine VW-Maschine !??? Nun habe ich folgendes Problem: Wenn der Motor warm gefahren ist, fängt er an zu ruckeln, der Dieselverbrauch geht auf 10 Liter hoch und ich habe einen richtigen Leistungsverlust. In dieser Phase nimmt er auch kein richtiges Gas an. Nach kurzer Zeit geht alles wieder normal, und kurz darauf beginnt das dasselbe Spiel von vorn. In den Werkstätten, in denen ich bisher schon war, wurden irgendwelche Sensoren getauscht. Trotzdem kam der Fehler wieder. Ein Fehler wurde beim Auslesen nie gefunden. Können Sie mir helfen? Danke im Voraus. Mit freundlichem Gruß H. Meyer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Harald, da dürften sich ein oder mehrere Pumpe-Düse-Elemente verabschiedet haben! Ich würde mir eine Spezialwerkstatt suchen und die Dinger mal testen lassen! Dieses Problem ist häufig und deshalb gibt es Spezialisten mit Prüftechnik und Ersatzteilen. Gute Empfehlungen gibt es von Taxifahrern, die mit PD-Motoren ihr Geld verdienen..... Cheers ! A.K.

Frage von Gerhard Friedrich:

Sehr geehrter Herr Kessler! Bei meinem Opel Astra J, Baujahr 2011, riecht die Klimaanlage sehr heftig nach Pilzen. Ich habe nur noch Kopfschmerzen, eigentlich kann ich damit nicht mehr fahren. Die Opelwerkstatt hat zweimal nach Opel-Anweisung desinfiziert, ohne Erfolg. Weiterhin mit Ultraschall und Gas versucht. Nichts zu machen. Es war mal ein hoher Kühlwasserverlust im Neuzustand (2012)! Was da undicht war, haben mir die Kollegen der Opelwerkstatt nicht verraten! Bleibt nur noch die große Demontage des Armaturenbrettes, oder haben Sie noch eine einfachere und billigere Idee? Mit freundlichen Grüßen G. Friedrich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gerhard, die Geruchsquelle ist wahrscheinlich eine Humusschicht auf dem Verdampfer der Klimaanlage. Hier kondensiert Wasser. Diese Feuchtigkeit bildet einen idealen Nährboden für Pilze und Bakterien, die der Grund für den Mief aus den Lüftungsdüsen sind. In den allermeisten Fällen reicht zur „Desodorierung" ein Wechsel des Pollenfilters und eine Reinigung / Desinfektion des Verdampfers. In manchen Fällen ist dieser aber so schlecht zugänglich oder so stark „bemoost", dass ohne zeitraubende Demontagen nichts mehr zu machen ist. Und so ein Fall scheint hier vorzuliegen..... Sorry! Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Jörg Ehrhardt:

Werter Herr Kessler, ich habe einen Audi 80, Bj. 1990. Derzeitiger Km-Stand 45.000 (!). Das Fahrzeug springt schwer an. In kaltem Zustand läuft der Motor sehr unruhig. Tuckert wie ein Traktor und beim Fahren mit kaltem Motor hat man das Gefühl, dass er nicht auf allen Zylindern läuft. Er bockt dann irgendwie, als ob man mit Bremse fährt. Manchmal "verschluckt" er sich beim Anlassversuch und danach springt er gar nicht an und es fühlt sich an, als ob er keinen Sprit bekäme. Wenn er dann zehn Minuten gestanden hat, springt er mit langem Anlassen und Gaspedalpumpen wieder an. Könnten Sie mir bitte einen Tipp geben, wo der Fehler liegt. Mit freundlichen Grüßen Jörg Ehrhardt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jörg, leider hast Du keinerlei Details zum Motor geschrieben! Ich vermute, der Audi hat einen Vergasermotor mit dem 2EE-Vergaser, der heute technisch nicht mehr beherrschbar ist (weil sich fast niemand mehr auskennt und weil Audi für diese Autos keine Ersatzteile mehr vorhält....). Ich würde auf eine oder mehrere Undichtigkeiten in der Unterdrucksteuerung tippen; es gibt ein Ausgabe von „Jetzt helfe ich mir selbst“ für den Golf 2, in der eine sehr schöne Fehlersuche für diesen Motor / Vergaser enthalten ist. Damit würde ich mich zum Kern des Problems vortasten....

Frage von Sabine Mauer:

Habe ein Reparaturproblem. Werkstatt will mich "abziehen". Habe Aussicht auf eine andere vertrauenswürdigere Werkstatt, aber folgende Frage: Falls wirklich nach zwei Jahren eines sechs Jahre alten Hyundai i10 nach damals gründlicher Reparatur anlässlich des TÜV nun schon wieder hinten und vorn die Bremsen durch sein sollten (sind sie angeblich jedes Mal), was kosten die Ersatzteile. Ich will beim nächsten Werkstattgespräch besser vorbereitet sein. Schönen Dank vorab. Mit freundlichen Grüßen Sabine Mauer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabine, ob die Werkstatt Dich „abziehen“ will, kann ich leider nicht beurteilen. Was ich aber kenne, ist die Bremsen-Arie bei vielen Hyundai-Modellen. Meiner Ansicht nach sind die Bauteiltoleranzen unglücklich gewählt. Der "schwimmende" Bremssattel kann seine Arbeit nicht anständig verrichten, wenn die Bremsbeläge schon im Neuzustand klemmen. Das führt zu erhöhtem Bremsenverschleiß, erhöht den Kraftstoffverbrauch und sorgt letztlich für Fehlfunktionen beim Bremsentest. Selbst NEUE Bremsbeläge klemmen aufgrund der sehr schwergängigen Bremsbelagführungen, wodurch der Bremszangendruck nach Betätigen der Bremse nicht wieder komplett zurück geht. In der Praxis wird oft der Trick verwendet, die Führungskufen der Scheibenbremsbeläge leicht abzufeilen (zumindest die Lackschicht). Danach gibt es wunderbar in den Bremssattelführungen gleitende Bremsbeläge, kein Klemmen (wie sonst scheinbar serienmäßig) und kein Spiel / Klappern. Einfach ein spielfreies Gleiten..... Ich bezweifele, dass eine Vertrags-Werkstatt die Bremsbeläge so nachbearbeitet, dass Sie nicht mehr in den Führungen klemmen. Viel eher wird alles erneuert, denn neue Teile müssen ja o.k. sein, oder? Und spätestens hier vermutet man dann Abzocke.... Da inzwischen die Garantie Deines Autos abgelaufen ist, würde ich mich mit dieser Theorie mal an eine freie Werkstatt mit günstigeren Stundensätzen wenden und um eine „händische“ Überarbeitung der Bremsanlage bitten. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Steffen Igl:

Hallo, ich fahre einen Dacia Duster, der schon öfters bei einer Geschwindigkeit von ca. 80 km/h ruckelt. Wenn ich schneller fuhr, war das Ruckeln wieder weg. Daraufhin wurde in der Werkstatt eine Fehlerauslese gemacht, die eine defekte Steuereinheit zeigte. Also wurde diese gewechselt. Es hielt jedoch nicht lange an und das Problem tauchte wieder auf. Also wieder rein in die Werkstatt und wieder ein Wechsel. Das fand innerhalb eines halben Jahres statt. Nun wieder ein halbes Jahr später das gleiche Problem, nur noch extremer. Das Ruckeln ist jetzt bei fast jeder Geschwindigkeit, aber trotzdem nicht immer und alle Leuchten im Armaturenbrett einschließlich Motorkontrolllampe gehen an und die Leistung ist weg. Also wieder rein in die Werkstatt. Laut Fehleranalyse OT-Geber. Ausbau, Reinigung wieder Einbau. Angeblich sind keine Mängel während der Probefahrt aufgetreten. Ich fahre ca. sieben Kilometer nach Hause - alles o.k. Ich steige eine Stunde später wieder ins Auto, um auf die Arbeit zu fahren und nach ca. sieben Kilometern wieder das gleiche Problem. Nun weiß ich keinen Rat mehr und fühle mich von der Werkstatt total im Stich gelassen. Können Sie mir bitte helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Steffen, so ist das leider! Wenn der Fehlerspeicher nichts gespeichert hat bzw. wenn die Fehlercodes nichts hergeben (oder nicht richtig interpretiert werden!!), ist man als Fahrzeugbesitzer aufgeschmissen! Alternativ würde ich mir eine Zweitmeinung von einer anderen Werkstatt einholen oder (wenn das auch zu nichts führt....) den Gas-Poti wechseln (das elektronische Gaspedal!). Das ist zwar nur eine Autopapst-Eingebung, aber besser sind die Reparaturversuche mit Teileweitwurf der „Fachwerkstatt" ja offenbar auch nicht.... Viel Erfolg wünscht Andreas Keßler

Frage von Stefan Pohl:

Hallo und guten Tag, ich habe ein merkwürdiges Phänomen: ich besitze einen VW T5 aus 09/2005, die Lenkung geht sehr schwergängig. Es wurde bereits die Hydraulikpumpe, das Lenkgestänge gewechselt und es wurde auch mehrfach mit Hydrauliköl gespült. Aber das Problem der super schwergängigen Lenkung bleibt bestehen. Ich bin ratlos; haben Sie eine Idee, was es noch sein könnte? Mit besten Grüßen Stefan Pohl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stefan, die Ursache für die fehlende Servounterstützung dürfte in verklebten Umsteuerventilen im Lenkgetriebe liegen. In manchen Fällen hilft eine Reinigung mit einer Motorölspülung (die anstelle bzw. zusammen mit dem Servoöl in den Vorratsbehälter gefüllt wird). Habe ich schon mehrfach erfolgreich bei alten Volvos praktiziert..... Wenn das auch nicht hilft, wird wohl alles auf ein neues Lenkgetriebe hinaus laufen..... Grüße vom Autopapst

Frage von Leonard Werner :

Sehr geehrter Auto-Papst! Hier stellt sich gerade eine sehr wichtige Frage, wie man am besten die Handbremse anzieht. Entweder: 1. Anhalten, 2. Handbremsknopf drücken, 3. Handbremse an (bzw. hoch) ziehen, 4. Knopf loslassen, so stehen lassen Oder: 1. Anhalten, 2. Handbremshebel hochziehen, 2.1 dabei über die einzelnen Rasten ziehen ohne den Knopf zu drücken, 3. Fahrzeug so stehen lassen. Ist eine der beiden Varianten besser? Oder schädigt einer der Varianten gar die Handbremsanlage. In unserem Falle geht es um einen Mercedes Sprinter.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Beide Varianten sind möglich, weit verbreitet und auch konstruktiv vorgesehen. Allerdings ist das „rraaatsch“ nach dem Anhalten ein Geräusch, welches ich eher mit älteren Damen, die sehr nah am Lenkrad sitzen und lila Haare haben, assoziiere.... Uncool! Cheers, A.K.

Frage von Jana Böttger:

Lieber Autopapst, ich habe vor knapp drei Monaten einen Golf IV Variant 1,6, Erstzulassung 01/2000, Benziner, 153.000 Km, vom Händler gekauft. Seitdem musste ich schon zwei Mal Öl nachfüllen, nach meiner Schätzung kommt das Auto auf einen Verbrauch von einen Liter 5W30 auf 500 Km. Ich war bereits wieder beim Händler in der Werkstatt, ein Kompressionstest wurde gemacht, es befindet sich kein Öl im Kühlwasser, die Abgaswerte sind im Normbereich, kein blauer oder weißer Qualm kommt aus dem Auspuff und es ist kein Leck zu finden. Es befindet sich lediglich etwas gelblicher Schleim am Öldeckel. Ich habe den Tipp bekommen, auf ein anderes Öl umzusteigen, z.B. 10W40. Nun frage ich mich aber, ob ein "falsches" Öl zu so einem hohen Verbrauch führen kann? Gibt es noch andere Ursachen, die zu dem hohen Verbrauch führen könnten? Ich freue mich über Antwort, mit freundlichen Grüßen Jana Böttger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Jana, „zwei Mal Öl nachgefüllt" ist als Beurteilungskriterium leider ungenügend! Wichtig zu wissen wäre die zurück gelegte Fahrstrecke und die nachgefüllte Menge. Du schätzt den Ölverbrauch auf 2 l / 1000 km, was deutlich über der allgemein anerkannten Verschleißgrenze liegt. Die alten 1,6-Liter-Motoren von VW sind als Ölfresser bekannt, allerdings liegt der Ölverbrauch in der Mehrzahl der Fälle deutlich niedriger (0,5 l / 1000 km ist da schon viel!) als bei Deinem Golf. Das „Umölen" ist möglich und würde den Benzinverbrauch nicht / kaum beeinflussen. Den Ölverbrauch aber wahrscheinlich auch nicht.... Lange Rede, kurzer Sinn: Lasse mit Hilfe eines Gutachters / TÜV / DEKRA ein Ölverbrauchsgutachten erstellen, mit dem gehst Du zum Verkäufer und bittest um Nachbesserung. Das wird der nicht machen wollen / können. Dann musst Du mit Hilfe eines Anwaltes die Rückabwicklung des Kaufvertrages anstreben. Das ist alles mühsam, aber in Deinem Fall alternativlos (es sei denn, Du willst auf das für das Auto gezahlte Geld verzichten!). Viel Erfolg wünscht der Autopapst

Frage von Ulf Handtke:

Hallo, bei meinem Opel Omega B läßt sich der Kofferraum mit der Fernbedienung nicht öffnen. Können Sie helfen? Viele Grüße aus der Altmark

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Ulf, das liegt wahrscheinlich am Kabelbaum bzw. der Stromversorgung des Schlossservos. Oft brechen die Kabel an den Kofferraumscharnieren und legen dann die Stromversorgung des Schlosses lahm. Hoffentlich kriegst Du die Klappe wenigstens noch mit dem Schlüssel auf.... Es grüßt der Autopapst

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.