Fragen an den Autopapst im Mai 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil funktioniert nicht wie gewünscht? Andreas Kessler löst die Probleme. Die Antworten des Autopapstes vom Mai 2009.

Frage von Stephan Trautner :

Hallo Herr Kessler, mein Citroen Berlingo zickt. Schlüsselnummer 010253 3001 799005 7, 55 kW, Benziner, Bj2004. Im Sommer 2008 verlor er ab und zu Leistung und man musste stehenbleiben, Motorkontrollanzeige leuchtet, nachdem ca. 3-5min die Zündung aus war, lief er wieder. Kontrollanzeige war dann auch wieder aus. Von Winter 2008 bis jetzt tauchte der Fehler leider nicht mehr auf. Wie der Fehler aktuell war, meinte die Werkstatt das Steuerteil sei defekt. Daraufhin legte ich mir so ein OBD Gerät (AGV4500) zu. Leider zeigte der keine Fehler an. Gerade aktuell treten folgende Fehler auf: Auto ist warm und geht man vom Gas, geht der Motor aus. Außerdem zeigt der Tachometer keine Geschwindigkeit mehr an. Das OBD Gerät zeigt auch keine Geschwindigkeit an und natürlich auch keinen Fehlercode. Motorkontrollanzeige ist auch aus. Habe den Sensor-Stecker des Tachogebers schon gereinigt, half aber nichts. Wie soll ich weiter vorgehen? Tacho-Sensor tauschen???? Leerlaufsteller tauschen??? Oder ist es doch das Steuergerät? Ist Ihnen in dieser Richtung etwas bekannt? Habe außerdem mit der Internetsuche nach den Ersatzteilen Probleme, den Tachosensor finde ich nicht (hab meinen schon mal ausgebaut). Wie komme ich an die richtige Teilenummer für das Ersatzteil? Jetzt kommt auch noch die ABS-Anzeige hinzu. So, das waren ganz schön viele Fragen. Für ihre Hilfe im Voraus vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Mit so vielen, sich ggf. sogar überlagernden Fehlern ist eine Diagnose fast unmöglich! Ich würde zunächst mal die Batterie testen (wenn die ABS-Kontrolle kommt, ist häufig Unterspannung ein Problem). Die Ersatzteil-Nummer müsste eigentlich irgendwo auf dem Tachosensor stehen; wenn nicht, hilft der freundliche Teilehöker von gegenüber sicher gerne weiter (der hat die Vergleichsnummern sicher in seinem Katalog, wenn das Teil im freien Handel erhältlich ist...). Ihre Werkstatt würde ich übrigens nicht mehr aufsuchen! Die Aussage «Steuerteil ist defekt» ohne genaue und stichhaltige Begründung disqualifiziert fast jede Werkstatt.
Steuerteile gehen nur sehr selten kaputt! Vielleicht ist der Weg in eine Vertragswerkstatt des Herstellers in diesem Fall der Königsweg....

Frage von Bernd Schmidt:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Opel Signum, 2,2 Liter, Benziner und habe in schönen, fast regelmäßigen Abständen Ärger mit der Hochdruckpumpe. Im Einzelnen: Kauf Wagen 10.10.2003, 28.10.05 Hochdruckpumpe erneuert und Steuerventil, Abgasrückführung /Kulanz bei 33.232 km, 19.6.07 Kraftstoffdrucksensor bei 57.755 erneuert (selbst bezahlt), 25.6.07 Funktionsprüfung weil im Display Anzeige: Werkstatt aufsuchen / kein Fehler gefunden, 12.7.07: Kraftstoffpumpe defekt + Regler erneuert: Garantie bei 59.000 km, 20.8.08 Einlasskrümmerdichtung für 564 Euro bei 79.900 km erneuert, am 8.4.2009: Hochdruckpumpe bei 86.830 km wieder erneuert (selbst bezahlt), einen Tag später (weil wieder Anzeige im Display) Kraftstoffdruckregler erneuert. Meine Frage an Sie: ist das normal?? Meine diesbezüglichen Fragen an Opel will/kann keiner beantworten, käme wohl nicht so oft vor, dass es auffällig wäre. Jetzt fahre ich mit der vierten Pumpe, habe aber das Gefühl, dass der eigentliche Grund für den Ausfall einen anderen Grund hat. Aber welchen? Können Sie mir weiterhelfen? Vorab vielen Dank. Ich würde mich über eine Antwort sehr freuen. Viele Grüße Bernd Schmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Bernd, darauf kann ich mir auch keinen Reim machen! Vier Hochdruckpumpen für knapp 90.000 km sind völlig indiskutabel. Leider ist das Problem der defekten Hochdruckpumpen nicht auf den Signum beschränkt; die Direkteinspritzer von Opel mit Benzin im Tank waren alle davon betroffen. Es gab viele Ausfälle und ewige Lieferprobleme. Kann eigentlich wieder nur so ein Qualitäts-/Preis-/Zulieferer-Krimi sein.

Frage von T. Loop:

Hallo, ich brauche einen Rat für einen Ford Escort Turnier (ANL), Bj.1997. Der Ford läuft auf drei Zylindern und geht mit der Drehzahl nicht über 4000U/min. Bei Ford haben die keinen Fehler im Diagnosesystem finden können. Ich habe die Zündkabel und den Verteiler gewechselt. Keine Besserung!! Bei Ford meinten diese, es handelt sich wohl um einen mechanischen Fehler. Ich habe auch im Internet recherchiert, wo dort ein eventueller defekter Kat das Problem sein könnte. Aber bevor ich diesen demontiere, wollte ich mir gern von Ihnen einen Rat holen oder eine andere Möglichkeit zum Testen einholen. Da ich das Auto dringend für meinen Beruf brauche, würde ich mich über einen Rat sehr freuen. Danke im Voraus. Mit freundlichen Grüßen T. Loop

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Loop, ich würde zunächst mal einen Kompressionstest machen lassen. Ich vermute ein verbranntes Auslassventil als Ursache für den Leistungsmangel, was einem wirtschaftlichen Totalschaden gleich kommt. Wenn ein Zylinder fast keine Kompression hat, ist das der Fall. Wenn die Kompression stimmt, würde ich mal die Einspritzdüsen tauschen und prüfen, ob der nicht mitlaufende Zylinder mit der Einspritzdüse wandert. Dann ist nämlich eine Einspritzdüse defekt; die Therapie ist dann klar....

Frage von Crissi:

Hallo, mein Seicento macht komische Geräusche aus dem Motorraum (vorne links). Es hört sich an wie ein Klopfen bzw. leichtes Klackern an. Dieses Geräusch tritt aber nur auf ab einer Geschwindigkeit von 50 km/h und nur beim Gas geben. Querlenker, Radlager, Spurstangenköpfe und Manschetten an der Antriebswelle sowie Bremsbeläge und Bremsbacken sind gewechselt worden, die Antriebswelle ist okay, die Stoßdämpfer ebenfalls. Reifen Ausgewuchtet und Spureinstellungen sind ebenfalls gemacht worden. Woran kann dies liegen, dass mein auto solche Geräusche von sich gibt? Über eine antwort würde ich mich freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Chrissi, Dein Auto «klingelt»! So nennt man die unkontrollierten Glühzündungen, die bei Verwendung von nicht genügend klopffestem Kraftstoff oder der falschen Zündkerzen (es gibt aber noch mehr Ursachen!) auftreten. Auf die Dauer geht der Motor davon kaputt. Ich würde zunächst mal Super-Plus tanken und neue Kerzen einbauen. Wenn es dann immer noch klingelt, könnte der Klopfsensor defekt sein....

Frage von Christian Kujawa:

Hallo Andreas, ich muss bei meinem Auto, einemAudi A4 B5, ADR-Motor) die Kopfdichtung wechseln. Da die Dichtung wieder eine Weile halten soll, würde ich gern wissen, ob die Ersatzteile bei VAG die gleichen sind, die ursprünglich verbaut werden oder anders gefragt von welchem Hersteller wäre es empfehlenswert, eine zu kaufen? Mit freundlichem Gruss Christian.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Christian, von seltenen Ausnahmen abgesehen, sind die Ersatzteile vom Vertragshändler qualitativ sehr gut. Das liegt an der Gewährleistung, die der Vertragshändler bei Werkstattaufträgen geben muss (Er will natürlich möglichst wenig Ärger haben....). Das gleiche gilt zwar auch für freie Werkstätten, die können aber preiswerte Angebote zum Ersatzteilkauf nutzen, die nicht immer den gleichen Qualitätsstandart haben, wie die Originalteile. Gut beleumundet im Bereich Dichtungen sind die Hersteller Elring oder Klinger. Es gibt aber auch noch mehr Hersteller sogenannter «Identteile», deren Qualität den hohen Anforderungen der Auto- und Motorenhersteller genügt.


Frage von Dirk Günther:

Hallo Herr Keßler,

ich habe einen Mercedes Vaneo, Diesel+Automatik , Bj. 2003, 105.000km gelaufen. März 2009: Nachdem einige Male ein «F» (Fehlermeldung der Automatik) kam, leuchtete die Motordiagnose und «EPC» (Dieseleinspritzung) auf. In der Werkstatt wurde der Fehlerspeicher ausgelesen und ein Defekt der elektronischen Steuereinheit im Getriebe diagnostiziert. Mit einem Getriebeölwechsel wurde das Problem aber behoben (auf Anraten des Meisters). 2.000 km später: Das gleiche Problem trat wieder auf, diesmal aber nur bei wärmerer Umgebungstemperatur. ca. 8 °C Außentemperatur = 20 km störungsfreie Fahrt; ca. 15°C Außentemperatur = ca. 5 km störungsfreie Fahrt bis zur ersten «F»- Meldung; bei 20°C = beim Einschalten der Zündung erscheint schon das «F». In der Werkstatt wurde der Speicher ausgelesen und ein Defekt in der elektronischen Steuereinheit oder in der Schaltbox festgestellt. Genauer konnte man es nicht sagen. Ich bin ziemlich ratlos, da mir bisher niemand weiterhelfen konnte. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen D. Günther

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dirk, vielleicht ist es nur der Getriebetemperaturfühler, der dem Steuergerät falsche Signale liefert (fiel mir spontan wegen der sehr offensichtlichen Temperaturabhängigkeit auf). Wende Dich mit dem Problem doch mal an einen der Automatik-Spezialisten (sind in Taxifahrerkreisen gut bekannt). Dort hat man sehr oft «alternative» Lösungsansätze. Ich hoffe, der Steuergerätewechsel (und die resultierenden Kosten) bleiben Dir erspart!

Frage von Martin Spieß:

Sehr geehrter Herr Keßler, mein Golf IV1.6 , Baujahr 1998, 101 PS, ca. 158.000 km benötigt ein neues Getriebe. Empfiehlt sich ein instandgesetztes Austauschgetriebe oder plädieren Sie für neues Teil? Kennen Sie Ansprechpartner für Austauschgetriebe in Sachsen-Anhalt? Herzlichen Dank für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Martin Spieß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Spieß, in Sachsen-Anhalt kenne ich leider keine Getriebespezialisten, es gibt aber sicher welche. Wahrscheinlich werden Sie aber in ganz Deutschland suchen müssen, um ein preiswertes Aggregat zu finden. Das ist auch kein Problem, weil das Getriebe ohnehin versendet werden muss (zu der Werkstatt, die das Getriebe dann in Ihr Auto einbaut....). Ich würde ein nachweislich überholtes Getriebe vorziehen, weil es billiger als ein Neuteil von VW ist. Die Gewährleistung ist dieselbe, Sie gehen also kaum ein größeres Risiko ein. Andreas Kessler.

Chris Löffler fragt:

Hallo Herr Keßler, ich hätte gern von Ihnen gewusst, wo und wie Tagfahrscheinwerfer angeschlossen werden? Vielen Dank! Chris Löffler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Chris, ich würde mich auf den in den Nachrüst-Kits liegenden Schaltplan verlassen. Hella bietet z.B. Komplettlösungen an, in denen neben den eigentlichen Tagfahrleuchten auch sämtl. Stecker, Kabel und Relais mit enthalten sind. Der Schaltplan natürlich auch... Die Sätze sind so konfiguriert, dass die gesetzlichen Bestimmungen eingehalten werden. Jede «Spezial-Erklärung» (ohne zu wissen, was Du für ein Auto fährst und welche Leuchten montiert werden sollen....) würden den Rahmen dieser Seite sprengen.

Tobias Knecht fragt:

Hallo Herr Kessler, ich habe mir einen 300TE-24 gekauft. Kurz darauf hat er im Kickdown-Betrieb einen Knall gelassen und eine schwarze Rauchwolke entlassen. Ab ca. 6000 U/min hat er auch Leistungsaussetzer. Die Elektrik und Steuergeräte wurden durchgemessen und sind i.O. Luftmengenmesser und OT-Geber auch i.O. Die Motorkompression hat aber nur ca. 6,5 bar! Welche Ursachen kann dies haben? Zylinderkopfdichtung und Hydrostößel wurden anscheinend auch schon getauscht. Ich bin verzweifelt! Bitte helfen Sie mir ! DANKE!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Tobias, was machst Du mit dem Auto? Wesentlich höher als 6000 / min dreht der Sechsender doch gar nicht! Vielleicht ist das schon der Drehzahlbegrenzer, der da eingreift? Schwarze Wolken aus dem Auspuff künden immer von zu fettem, also schlecht verbranntem Gemisch. Und die niedrige Kompression deutet auf schlecht schließende Ventile (zu viele
Ablagerungen?) hin. Aus der Ferne ist ohne Probefahrt da fast nichts zu diagnostizieren. Generell sind die 24V-Motoren dieser Generation nicht die Spitze des Motorenbaus bei Mercedes.... Hoffentlich hast Du nicht zu viel Geld für das Auto bezahlt.

Wolfgang Rackebrandt fragt:

Hallo Autopapst, beim 12 Jahre alten Ford Fiesta (150 000 km) klappert bzw. rattert der Endura-Motor, sowohl im Leerlauf als auch beim Gasgeben. Klingt ein bisschen wie eine Spielzeugdampfmaschine mit einem Zylinder. Diagnose war Ventilklappern, wobei alle außer einem Ventil in Ordnung waren. Das eine aber war sehr verstellt (0,5 anstatt 0,2 mm) und ließ sich nur sehr schwer auf 0,2 mm bringen, man musste mit extremem Kraftaufwand, aber sehr vorsichtig drehen. Dann nach ca. 80 km wieder Ventilklappern. Was bedeutet das? Ist die Nockenwelle hinüber? Da nur ein Ventil so verstellt war, kann es was anderes sein außer der Nockenwelle? Wenn es die Nockenwelle ist, wie lange wird das Auto noch durchhalten? Bringt ein nochmaliges Einstellen der Ventile etwas? Gibt es eine Möglichkeit, die Nockenwelle irgendwo billig wechseln zu lassen, falls unumgänglich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolfgang, deutlich hörbares Ventilklappern hängt in den seltensten Fällen mit zu großem Ventilspiel zusammen. Das Ventilspiel verkleinert sich nämlich im Laufe des Betriebes und wird eher leiser.... Wenn Du Dir die Nocken der Nockenwelle genauer betrachtest, wirst Du wahrscheinlich Abnutzungs-/Freßspuren erkennen, die aus überzogenen Ölwechseln bzw. Materialfehlern der Nockenwelle resultieren. Von hier aus tippe ich auf einen Nockenwellenschaden, dem mit bloßem Ventileinstellen nicht beizukommen. Eine neue Nockenwelle aus dem Zubehör kostet etwa 150 Euro, der Einbau noch einmal 250 Euro. Das ist wahrscheinlich schon ein wirtschaftlicher Totalschaden, sorry...

Frage von Manfred Feller:

Bei meinem Audi A4 B5, Baujahr 95, 110 000 Kilometer gelaufen stelle ich folgendes fest: Motordrehzahl-unabhängiges Brummgeräusch, welches mit langsamerer Fahrt abebbt. Getriebeölstand ist voll. Schaltvorgänge problemlos. Antriebswellen und Vorderräder laufen frei und ohne merkliche Geräusche. Vielleicht Differenzial oder auch Pilotlager defekt?! Ihre geschätzte Meinung, bitte. Mit freundlichen Grüßen. Ihr Manfred Feller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manfred, warum denn immer gleich das Schlimmste vermuten? Der Audi hat entweder defekte Radlager oder (und das ist gar nicht so selten!) durch defekte Querlenker verursachte «Sägezähne» an den Reifen, deren Geräusche während der Fahrt zu hören sind. Abhilfe schaffen hier entweder neue Radlager oder neue Querlenker nebst Achseinstellung und neuer Vorderreifen.

Frage von Steffen:

Hallo, bei meinem Renault Twingo, Bj. 97 treten ab einer Geschwindigkeit über 80 km/h und nur unter Last brummende Geräusche vorn (ähnlich einem defekten Radlager) auf. Irgendwelche Erfahrungen vorhanden ? Danke und Gruß, Steffen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Steffen, das könnte ein sich anbahnender Getriebeschaden sein! Lass mal das Getriebeöl ab und filtere die Brühe: Was liegt denn so im Filter? Goldstaub? Dann sind ein (oder mehrere) Lager verschlissen. Oder, es ist fast kein Öl mehr im Getriebe; dann ist die Ursache ohnehin klar!


Frage von Steffen Becker:

Moin Autopapst! Fahre einen VW Passat 35i,1.8 (ca 167000 km), Jetzt mein Problem, und zwar klappert der Motor ab 2500 Touren. Hatte beide Riemen schon ab, um zu prüfen, ob es die Wasserpumpe oder die Lichtmaschine ist. Das klappern war immer noch. Bei meinen VW-Händler wusste man auch keinen Rat. Können Sie mir weiterhelfen? Habe das Gefühl, dass es von unten, d.h. Ölwanne kommt und die Ölwanne ist eingedrückt, durch nen Aufsetzer. Mit freundlichen Grüßen, Steffen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Steffen, spontan habe ich an einen Kurbelwellenlagerschaden gedacht! Diese Vermutung hat sich gefestigt, als ich von dem Aufsetzer und der eingedellten Ölwanne las. Vielleicht ist dadurch die Ölpumpe nicht mehr in der Lage, genügend Öl zu fördern und das könnte den Lagerschaden verursacht haben. Lass doch mal die Ölwanne abnehmen und nach den Lagern sehen. Unter dem Strich wird wohl ein gebrauchter Motor her müssen! Andreas Kessler.

Frage von Gerhard Gutberlet:

Hallo Andreas, schön, dass Du immer noch Dein Know-how weitergibst! Mein Problem: mein gerade erstandener BMW 525i A (EZ 11/93; 147Tkm) hat sporadische Zugkraftunterbrechungen während der Fahrt in den unteren Gängen. Ich dachte erst, die Automatik legt den Leerlauf ein, aber ein ZF-Mann konnte bei einer Probefahrt keine Fehler feststellen. Fehlerspeicher hat nichts gespeichert außer: Ölsumpftemperatur Geber: Unterbrechung oder Kurzschluss? Kann es an der Benzinzufuhr liegen? Bin momentan ratlos. Würde mich sehr über Deine Meinung freuen. Alles Gute und beste Grüße, Gerhard

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gerhard, ich tippe doch eher auf ein Automatik-Problem (rutschende Kupplungen?). Leider haben die BMW-Automatikgetriebe im Alter Verschleißprobleme, die u.a. durch den angeblich nicht erforderlichen ATF-Wechsel verursacht werden. Was ich Ihnen rate, ist ein Wechsel des ATF. Das ganze am besten in einer Automatikwerkstatt, die von Taxis frequentiert wird. Die Jungs kennen sich gerade mit den BMW-Automatik-Problemen sehr gut aus (habe ich mir schon mal zeigen lassen). Herzliche Grüße vom AUTOPAPST.

Frage von Christine Hausmann:

Sehr geehrter Herr Keßler, wir haben einen Opel Meriva, Bj. 2003 mit ca. 95.000 Kilometern auf dem Tacho. Seit ca. 30.000km fällt ab und an der Tacho aus bzw. das Auto fährt zwar, aber so, als ob es im Leerlauf ist. Nachdem mehrmalige Vorstellung in unserer Opel-Werkstätte nichts gebracht hat, wandten wir uns direkt an den Opel-Service, was leider auch keine Neuigkeiten erbrachte. Der Opelhändler ist der Meinung, dass so ein Fehler bei ihm noch nie vorgekommen sei. Der Fehler sei zwar bei Opel Corsa bekannt, aber nicht beim Meriva. Wollte sich im August 2008 noch mal erkundigen, jedoch haben wir bis heute keine Rückmeldung. In der Zwischenzeit tritt der Fehler gehäufter auf. Unsere Frage: Kann irgendetwas bei diesem Fehler passieren? Ist das Auto noch verkehrstüchtig und haben Sie schon so etwas vernommen. Vielen Dank für Ihre Rückmeldung.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Hausmann, wechseln Sie die Werkstatt! Mit etwas Glück finden Sie einen Dienstleister, der Sie nicht nur versteht, sondern den Defekt auch löst! Warum die bisher konsultierte Werkstatt den Corsa-Fehler nicht auf den Meriva überträgt, verstehe ich nicht. Leider verstehe ich auch Ihre Fehlerbeschreibung nicht richtig: Der Tachoausfall kann eigentlich nur am Instrument oder am Geschwindigkeitsgeber im Getriebe liegen. Das sollte einigermaßen schnell und kostengünstig zu diagnostizieren sein. Das im «Leerlauf fahrende Auto» kann ich aber leider nicht zuordnen. Andreas Kessler.


Frage von Michael Hinz:

Sehr geehrte Damen und Herren, mir geht es primär um die Beseitigung des Fehlers an meinem Porsche 944 S2, Bj. 1991. Ich möchte Ihnen kurz mein Problem schildern, das auch schon in diversen Foren, jedoch ohne konkreten Lösungsansatz, diskutiert worden ist. Sobald das Fahrzeug warm gefahren worden ist, kommt es sowohl beim Vorwärts - als auch beim Rückwärtsanfahren zu heftigsten Vibrationen am ganzen Fahrzeug. Man hat Angst, dass das Fahrzeug in diesem Zustand auseinanderfallen würde. Die Kupplung bewegt sich im Schleifpunkt, die Drehzahl liegt irgendwo zwischen 1.200 und 1500 U/min. Der Wagen schüttelt sich heftig. Die Kupplung ist komplett gekommen, das Fahrzeug fährt und die Welt ist wieder in Ordnung. Störend ist dies also nur beim Anfahren (Stadt mit Stop-and-Go oder beim Rangieren in eine Parklücke). Darüber hinaus hat man die erstaunten Blicke der Passanten ganz sicher auf seiner Seite. Aber gut. Ist das eine Herausforderung für Sie? Wenn es nicht zum Auftritt im Fernsehen reicht, würde ich mich auf jeden Fall über einen technischen Rat sehr freuen. Ich verbleibe Mit freundlichen Grüßen Michael Hinz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Hinz, das Geräusch und die Schüttelei kommt meines Erachtens von einem defekten Transaxel-Lager. Das Ersatzteil ist nicht sehr teuer, der Einbauaufwand aber recht beachtlich. Generalüberholte Transaxle-Rohre gibt es ab 350 Euro (natürlich nicht von Porsche). Um die Reparatur werden Sie wohl nicht herum kommen. Andreas Kessler.

Frage von Annelore Oberndorfer:

Ich besitze einen Mercedes 190, Baujahr 1990 mit 4-Ganggetriebe und möchte dieses durch ein 5-Ganggetriebe vom Mercedes 190, 1,8ltr, Baujahr 1992 ersetzen. Ist dies technisch möglich, welche Baulänge -größe, gibt es da Unterschiede?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja, liebe Annelore, es gibt Unterschiede. Das 5-Ganggetriebe ist länger und benötigt deshalb eine andere (kürzere) Kardanwelle. Außerdem würde ich mir eine passende Kupplung bestellen und einbauen, damit diese Arbeit nicht zweimal fällig wird. Zur Bedienung des Getriebes wird ein passender 5-Gang-Schaltbock benötigt. Die passenden Aufhängungen sucht Dir der Teileonkel bei Daimlers heraus.....

Frage von Jürgen Springer:

Bei meinem Scoda Octavia 1.9 TDI, Bj. 03, tritt in unregelmäßigen Abständen folgendes Problem auf: Wenn ich den Zündschlüssel ins Zündschloss stecke, entsteht ein totaler Stromausfall. Dann ziehe und stecke ich den Schlüssel einige Male und irgendwann kann ich den Motor starten. Anschießend ist der Tageskilometerzähler, Durchschnittsverbrauch usw. im Bordcomputer gelöscht und die Uhr steht auf 0.00. Das Radio hat sich auch gelöscht. Ich war mit dem Wagen auch schon in mehreren Werkstätten, aber ohne Erfolg. Auch während der Fahrt gongt es manchmal, das Radio setzt aus, und die Motorleuchte, Handbremslampe blinkt kurz auf. Es passiert manchmal schon, wenn ich die Fußbremse kurz betätige. Auch die Zentralverriegelung lässt sich manchmal nicht mit der Fernbedienung schließen, so dass ich alle Türen per Hand abschließen muss. Manchmal ist tagelang alles in Ordnung, dann wieder gongt es alle paar K.M. Der Motor läuft immer rund und hat keinen Leistungsabfall. Bei Nachtfahrten flackert ab und zu die Instrumentenbeleuchtung. Haben Sie einen Rat für mich? Mit freundlichen Grüßen Jürgen Springer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jürgen, das ist vielleicht nur eine lockere Polklemme an der Batterie. Ich würde die Polklemmen beide lösen, die Pole säubern und die Polklemmen wieder fest schrauben. Anschließend die Pole mit Polfett einstreichen. Alternativ sollte der Anschluss des Massekabels an der Karosse und der Zustand des Kabels selbst kontrolliert werden.

Frage von Ralf D:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe ein Problem mit dem Rückwärtsgang beim Ford Escort Turnier 1,8. Bei Rückwärtsfahren blockiert das Fahrzeug, sobald ich die Kupplung wieder trenne. Den Rückwärtsgang kann ich einlegen und auch fahren. Wenn ich allerdings, um das Fahrzeug besser unter Kontrolle zu bringen, die Kupplung trete, blockiert das Fahrzeug. Sobald ich die Kupplung wieder
kommen lasse, rollt das Fahrzeug weiter. Seit einiger Zeit ist ein schleifendes Geräusch hörbar, das lauter geworden ist und sich auch etwas reibend anhört. Das Geräusch tritt, beim Beschleunigen auf.
Im Leerlauf im Stand ist davon nichts zu hören. Die vorderen Bremsscheiben und Beläge habe ich getauscht und die hinteren Bremsen scheinen auch korrekt zu funktionieren. Die Hinterräder sind in beide Richtungen leicht drehbar, wenn ich das Auto mit einem Wagenheber anhebe. Was kann das sein? Mit freundlichem Gruß Ralf D.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ralf, lasse den Getriebeölvorrat prüfen und ggf. einen Getriebeölwechsel machen. Dabei sollten die Werkstatt-Jungs das Öl durch einen Filter seihen und auf anormalen Abrieb achten. Wenn der im Übermaß auftritt, kannst Du schon mal nach einer neuen Schaltbox suchen. Das Blockieren liegt höchstwahrscheinlich an nicht völlig lüftenden Backen der hinteren Trommelbremse. Wenn die Backen zu dicht an der Trommel liegen, wenn die Bremse nicht betätigt wird, könnte sich die Bremse selbsttätig festziehen, wenn sich durch Rückwärtsfahrt die ablaufende in eine auflaufende Backe verwandelt. Ich würde die Bremstrommeln abmachen und die Hinterradbremse sorgfältig reinigen und neu einstellen lassen.

Frage von Norbert Steffan:

Hallo! In meiner Verzweiflung suche ich nach Antworten auf das Problem meines Polo 86c im Forum. Ich versuche es kurz zu machen. Kurze Anmerkung vorweg: er ist LPG ausgerüstet. 1)Ausfall des Hallgebers im Februar. 2)Reparatur durch VW-Werkstatt. 3) Am Tag darauf, schlechtes Anspringen; Benzinmodus ... ich überspringe hier die einzelnen Werkstattaufenthalte (5 oder 6). Fakt ist : Der Motor läuft im Benzinmodus und ausschließlich NUR im Benzinmodus des öfteren schlecht im Leerlauf und nimmt keine Leistung an. Einwandfreier Autogasbetrieb nach Zuschalten auf Gas!! VW hat alles mehrfach geprüft, findete den Fehler jedoch nicht. Auch die Rücksprache mit den Fachleuten dieser alten Technik (Monomotronic) und der Autogastechnik in Wolfsburg brachte nicht den gewünschten Effekt. Nach deren Messanweisung wurde der Motorrechner analysiert. Ein dann eingebauter GEBRAUCHTER- zeigte die gleiche Symptome. Alle zunächst angenommenen Ursachen Temperatursensoren, Massenmesser, Lambdasonde, Unterdruckschlauch, Anschlusskabel zur Lambdasonde und dann auch der vermutete Rechner waren die Ursache nicht. Und nun kommt der Knaller: Wenn ich den Zentralstecker vom Rechner abziehe ist der Fehler für einige Zeit weg (ca. 1 Woche; manchmal weniger) und stellt sich dann innerhalb eines Tages wieder ein. Können Sie helfen? Will meinen Polo nicht ABWRACKEN. Gruß N. Steffan

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Norbert, wenn Du den Stecker vom Rechner abziehst, «resettest» Du ihn und löschst damit wahrscheinlich den Speicher (sowohl den Fehlerspeicher als auch den für die Motorsteuerung!). Wenn Du den Stecker wieder aufsteckst, wird der Rechner wieder initialisiert, er lädt sich also sein Einspritzprogramm. Das geht einige Zeit gut (das Programm ist also sauber...), bis irgendein Fehler alles in Unordnung bringt. Ist das Steuergerät denn jemals ausgelesen (ausgeblinkt...) worden? Du schreibst nichts von Fehlercodes..... Allerdings ist das immer eine kitzlige Sache, sobald Autogas mit im Spiel ist. Durch die Verknüpfung von zwei völlig unterschiedlichen Gemischaufbereitungsanlagen am Schnittpunkt Lambdaregelung treten die wahnsinnigsten Probleme auf, die im Wege der Ferndiagnose völlig unbeherrschbar sind. Wenn die Jungs bei VW das Problem nicht lösen können, kann ich es von hier aus auch nicht....

Frage von Günter Weigand:

Guten Tag, ich habe mir eine Gasanlage (LPG) in meinen VW-Bora, BJ 2002 einbauen lassen. Die Anlage wurde wiederholt eingestellt und arbeitet an sich optimal. Ein Fehler lässt sich aber nicht beheben, die gelbe Motorlampe geht sehr häufig an und signalisiert «Heizung Lambdasonde defekt ». Seit geraumer Zeit geht sie überhaupt nicht mehr aus, Fehlerspeicher zeigt weiterhin den gleichen Fehler an. Daraufhin habe ich sie auswechseln lassen, doch der Fehler verschwindet nicht. Nun ist meine Sorge, wenn ich zum TÜV muss, dass man mir die Plakette verweigert. Was soll ich tun? kann es sich um einen Elektronikfehler handeln, wenn ja, was dann? Bitte helfen Sie mir, damit ich die Freude an meinem Auto nicht ganz verliere. Danke für Ihre Antwort Gruß, Günter Weigand

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Günter, Deine Sorge bezüglich der HU ist begründet! Wenn bei der Prüfung die Motorkontroll-Lampe nicht ausgeht, wird Dir (oder besser dem Auto...) keine neue Prüfplakette verliehen. Die Bedeutung des Fehlers «Heizung Lambdasonde defekt» ist eigentlich nur ein falscher
Widerstandswert: Wenn die Vorheizung der Lambdasonde mit ihrem typischen Widerstand nicht abgefragt werden kann, ist entweder die Sondenheizung defekt (scheidet aus, weil erneuert...) oder der Kabelweg unterbrochen. Dann kann auch nichts gemessen werden. Man könnte zu diesem Problem auch «Wackelkontakt» am Stecker der Lambdasonde sagen. Geh? mit dieser Vermutung mal zu einem Autoelektriker und lasse die Kabel zur Lambdasondenheizung überprüfen. Das müsste es eigentlich sein....

Frage von Peter Burghardt:

Hallo, ich habe ein altes Wohnmobil, Typ Peugeot J5, Baujahr 1985. Daran kommt ab Tempo 60 km/h ein Klopfen von der linken Vorderachse. Das Klopfen ist drehzahlabhängig und wird mit zunehmender Geschwindigkeit schneller. Bei Fahrten einer Rechtskurve wobei das linke Vorderrad belastet wird, nimmt das Klopfen ebenfalls zu. Es wurden schon vorn links die Radlager gewechselt, die Räder ausgewuchtet und jetzt noch das linke Antriebsgelenk ausgewechselt. Kein Erfolg. Was könnte das noch sein? Mit freundlichen Grüßen Peter Burghardt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, ich tippe sehr stark auf einen defekten Reifen. Wenn der Unterbau des linken Reifens gebrochen ist (Karkassenbruch), kann sich ab einer bestimmten Geschwindigkeit eine Beule bilden, die zu dem Geräusch führt. Tausche doch mal die Räder! Wenn das Geräusch dann wandert, müssen neue Pneus her....

Frage von Robert Mühlhofer:

Hallo! Ich besitze einen Mercedes 190, Benziner, 1.8l, 315.000 km u. bis jetzt keine Schwierigkeiten. Das Problem ist nun folgendes. Der Wagen startet sehr schlecht wenn er 3-4 Tage steht. War schon zwei Mal in der Werkstatt, und habe neue Zündkabel, Be- und Entlüftungsschläuche erneuert. Problem ist immer noch vorhanden. Wissen Sie vielleicht einen Rat. Mit besten Dank im Voraus Robert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Prüfen Sie mal, ob der Kraftstoffspeicher neben der Benzinpumpe noch o.k. Ist. Wenn der schlapp gemacht hat, muss die Pumpe erst einige Zeit arbeiten, bis der nötige Kraftstoffdruck im System aufgebaut ist, ohne den der Motor nicht anspringt.

Frage von Norbert Müller:

Hallo Herr Kessler, kann ich meine Klimaanlage (Verdampfer) vom Mazda 626 selbst desinfizieren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch ja! Wenn sie mit dem Desinfektionsspray bis an den Verdampfer heran kommen und den Schmodder von dessen Oberfläche weg «gesprayt» kriegen, sollte das funktionieren. Leider kommt man aber an diesen Teil der Lüftung fast nie gut heran....

Frage von Oliver Müller:

Hallo Herr Keßler, nachdem mein Fahrzeug mehr in der Werkstatt steht und der sporadische «Fehler» nicht gefunden wird, verzweifle ich langsam, da ich täglich mit meinem Auto in die Arbeit fahren muss. Da ich schon selber immer wieder im Internet versuche, durch Tipps den Fehler ausfindig zu machen und ich immer wieder auf Ihren Namen gestoßen bin, möchte ich mich persönlich an Sie wenden. Fahrzeug: VW Golf 3 GTI 1HXO (Motorkennbuchstabe 2E), 146.000 Kilometer, Scheckheftgepflegt. Seit geringer Zeit dreht mein Motor sporadisch schlecht, als hätte man das Gefühl, einen Wohnwagen zu ziehen. Drehzahl schwankt im Leerlauf leicht, aber auf Drehzahlmesser nicht zu erkennen. Fehler tritt nach ca. jeder vierten Zündung (Start) auf... dann gibt es wieder Tage, da ist alles o.k. und der Wagen läuft einwandfrei, hat Kraft und dreht willig nach oben, wenn die Betriebstemperatur erreicht ist. Kurze Zeit später aber kann das Problem schon wieder da sein. Bereits gewechselt wurden Lambdasonde, Luftmengenmesser. Schläuche seien alle o.k., Zündung auch, Zündzeitpunkt neu eingestellt, Fehler immer noch vorhanden. Steuergerät (anderes von bei Ebay geholt, Fehler vorhanden.) Wissen Sie, mir einen Rat? Vielen Dank für Ihr Bemühen. Finde es klasse, was man so alles über Sie liest bzw. wem sie nicht schon alles helfen konnten. Grüße aus dem Raum Augsburg Oliver Müller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Olli, ich habe den Hallgeber im Verteiler im Verdacht, für dieses Problem verantwortlich zu sein! Der Verteiler kann von einem Boschdienst getestet und ggf. repariert werden. Viel Glück wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Krause:

Bei einem Skoda Felicia, Bj. 2003, 1,3l habe ich folgendes Phänomen: Er springt an, und beim Gasgeben spürt man ab 2000 U/min eine Art «Turboloch», das bei ca. 3500 U/min wieder verschwindet. Dabei muss man aber voll das Gas durchdrücken. Man hat das Gefühl, als bekommt der Motor in diesem Drehzahlbereich keinen Sprit. Diagnosegeräte zeigen keine Fehler an, nachdem der Motor gespült wurde, lief er ca. 2000 km normal und das Problem trat wieder auf. Was kann das sein??? MfG Krause

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich fast wie ein defektes Drosselklappenpotentiometer an. Eigentlich sollte das aber über eine Diagnose des Fehlerspeichers auslesbar sein. Und welches Auto haben Sie nun wirklich? 2003 gab es keine Felicias mehr…

Frage von Günter Sweede:

Hallo, mein Bekannter fährt einen 190er Mercedes, 2 Liter Automatik. Kaltlaufregler und G-Kat nachgerüstet. Der Verbrauch ist sehr hoch und die AU-Werte sind sehr schlecht (CO). Was kann man tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde zunächst mal die Lambda-Sonde und den Kaltlaufregler abklemmen und dann den Verbrauch prüfen. Meistens ist eine defekte Lambdasonde für stark erhöhte Verbräuche zuständig.

Frage von Stefan Stubbe:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen VW Passat Variant, Baujahr 09.1989, 90 PS. Ich habe zwei Probleme, das erste Problem ist, dass ich Feuchtigkeit im Kofferraum in den seitlichen Ablagefächern habe, wenn es etwas doller regnet. Das zweite Problem: Der Wagen verbraucht zwischen elf und zwölf Liter. Obwohl schon fast alles erneuert wurde (Zündkerzen, Öl u. Ölfilter, Luftfilter, Kat, kompletter Auspuff und
Vergaserflansch). Können Sie mir bei den Problemen helfen?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Feuchtigkeit wird wahrscheinlich durch verhärtete Dichtungen der Heckleuchten ins Auto kommen. Und wenn der Verbrauch so weit über dem Normalmaß liegt, würde ich mal eine neue Lambdasonde probieren....

Frage von S. Weber:

Hallo Autopapst! Ich fahre einen VW Golf 2 mit Mono Jetronic MKB: RP, Bj. 1990, 1,8l. Jetzt habe ich folgendes Problem: Der so genannte Poti war defekt, nun hat mein Bekannter diesen ausgetauscht, dieser Poti ist noch in Ordnung laut VW, aber wir bekommen keinen richtigen Leerlauf mehr hin. Der Motor geht im Leerlauf auf ca. 500 U/min zurück und steigt dann wieder auf 750 U/min und ab und zu leuchtet die Batterieladekontrollleuchte auf, weil der Leerlauf auf unter 500 U/min fällt und dann wieder ansteigt . VW und Bosch rücken keine Einstelldaten heraus. Können Sie uns helfen? Vielen Dank Sonja

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sonja, prüfe doch mal, ob der Leerlaufkontakt des Drosselklappenstellers richtig funktioniert. Er signalisiert der Einspritzanlage, dass das Gaspedal nicht getreten wird. Der Drosselklappensteller besteht aus zwei Teilen: Zum einen aus einem Stellmotor, der den Anschlag für die Drosselklappe ein und aus fährt. Das ist ein normaler Gleichstrommotor, den man einer Batterie hin- und herfahren kann. Wenn alles o.k. ist, sollte das ruhig und ruckfrei gehen. Das andere Teil ist der Leerlaufkontakt. Der ist leider ein Schwachpunkt des Drosselklappenstellers. Der Kontakt gibt das Signal «Gas wird nicht betätigt -- Leerlaufmodus», ist aber recht klapperig ausgeführt... Man kann das alles auseinanderbauen (die meisten Laschen werden zwar abbrechen...), reinigen, ein wenig nachbiegen, Kontaktspray, das ganze Programm. Vor dem teuren Kauf eines neuen Drosselklappenstellers würde ich das mal probieren.

Frage von Rolf Gerhard:

Guten Tag, Herr Kessler. Ich fahre einen Volvo 850, Bj. 1996, Automatik. Das Auto hat eine Vollausstattung, also viel elektronischen Kram in seinem Blechkleid. Mit einem Schalter kann ich den Winterbetrieb einstellen. D.h., das Fahrzeug fährt im 3. Gang an. Entsprechend langsam ist die Beschleunigung. Die Entscheidung, ob ich im Winterbetrieb fahren möchte, nimmt mir das Fahrzeug in den letzten zwei Jahren ab. Im Klartext: Der Winterbetrieb schaltet sich selbsttätig ein. Alle Versuche, den Winterbetrieb wieder rauszunehmen, sind vergeblich. Irgendwann, wenn es dem Auto beliebt, schaltet sich der Winterbetrieb wieder aus (oder auch nicht). Wenn ich nach längerer Autobahnfahrt dann an der Ausfahrt anhalte oder langsam fahre, schaltet sich auch der Motor aus. Er startet dann aber sofort wieder. Hin und wieder bekomme ich dann die Meldung: Check Engine. Um beim Anfahren zügiger vorwärts zu kommen, schalte ich auf «L&» und - wenn das Fahrzeug in Schwung ist, wieder auf «D». In etlichen Fachwerkstätten (auch Volvo Werkstätten) kann man zwar feststellen, das eine Fehlermeldung da ist, aber nicht, welcher Fehler vorliegt. Das liegt nach Auskunft der Werkstatt daran, dass es sich um ein Re-Import aus Kanada handelt. Vor ein paar Tagen habe ich den Schalter (hier kann noch gewählt werden zwischen E = Economie und S =Sport) für den Winterbetrieb ausgebaut. Eine Besserung ist insoweit eingetreten, dass der Motor nicht mehr ausgeht und der Winterbetrieb nicht mehr solange eingeschaltet bleibt. Haben Sie einen Vorschlag, wie ich meinem Volvo wieder Manieren beibringe? Ich brauche das gute Stück zum Transport meines Elektrorollstuhles. Außerdem hänge ich an dem alten Schätzchen!! Mit freundlichem Gruß Rolf Gerhard

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rolf, das hört sich an wie eine Steuerung über den (oder einen...) Temperaturfühler im Getriebe. Ich würde mich nicht auf die Spezies mit ihrem Diagnose-Laptop verlassen, sondern einen Automatik-Spezialisten aufsuchen (Adressen kennen Taxifahrer...). Die sollten das Problem mit ein paar Handgriffen gelöst haben....

Frage von Frank Körner:

Ich habe einen Audi 80 B4, 10/94, 2.0, 90PS mit 150.000 km auf der Uhr. Eigentlich fehlt es an nichts außer Verschleißteilen. Lohnt eine Abwrackprämie eigentlich wirklich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein, Frank, die lohnt sich nicht!! Der Audi 80 dieser Generation ist ein Auto für die Ewigkeit und läuft locker weitere 150.000 km. Lasse Dir den Wagen auf keinen Fall madig machen; die Aufkäufer würden sich die Finger danach lecken.....

Frage von Volker Schröder:

Hallo Andreas, ich fahre einen Golf 3, 1.6, 101PS, Bj. 11/97. Der Wagen bleibt meist in den ersten 5 Kilometern plötzlich stehen und springt dann erst nach ca. 2 Minuten wieder an. Habe schon den Verteiler, Verteilergehäuse, Zündkerzen, Kabel, Zündspule, Benzinpumpe und Filter wechseln lassen. Das Problem habe ich seit letztem Winter. LG Volker

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Volker, versuch doch mal einen neuen Zünd-anlassschalter oder das Steuerrelais für die Spannungsversorgung der Einspritzung (Relais 109, hat aber nicht jeder Golf!). Theoretisch könnte es auch noch am Kraftstoffpumpenrelais liegen. Die Relais sind einfach zu tauschen, der Zündanlassschalter ist etwas tricky....

Frage Susanne Breuer:

Lieber Autopapst, vor knapp 2 Monaten war mein Auto, Polo, Bj.2003, in der Werkstatt. Beim Heckscheibenwischer hatte sich der Schlauch gelöst und ein Relais musste erneuert werden. Zudem musste der Querlenker ausgetauscht werden, da er durch eine Bodenwelle beschädigt war. Ein paar Tage danach bemerkte ich beim Säubern, dass die ganzen Sitzflächen der Rückbank sehr nass ist, die Lehnen nicht. Auch die mit einem Filzähnlichen Stoff bezogene Abdeckung über dem Ersatzrad im Kofferraum war durchnässt. In der Mulde, wo das Ersatzrad drin ist, hatten sich kleine Pfützen gebildet. Auf der Suche nach dem Ursprung, dachte wir diesen in der linken Seitenwand des Kofferraums gefunden zu haben, die rechte Seitenwand war nämlich nicht nass. In einer langwierigen Aktion, es war sehr kalt, haben wir das Auto getrocknet, der Gestank der sich gebildet hatte, verschwand allmählich wieder und ich war happy. Ich hatte zuvor noch die Werkstatt angerufen und nur die Fakten erklärt, also dass das Auto seitdem es in der Werkstatt war, feucht ist, doch diese reagierte mit Abwehr und es könne nichts mit ihnen zu tun haben. Den Scheibenwischer hatten mein Vater und ich auch ausgiebig getestet und es lief nichts daneben. Seitdem hatte ich Ruhe. Heute Nacht gab es jedoch ein Unwetter mit sehr starkem Regen und wieder war alles, wie oben beschrieben nass. Bin jetzt echt verzweifelt, da meine Theorie, dass die Feuchtigkeit durch Test-Wischversuche aufgrund des abgefallenen Schlauchs in der Werkstatt, nicht mehr hinhaut. Ich habe in den letzten Tagen kein Wischer betätigt. Rückblickend fällt mir auch ein, dass vor 2 Monaten, als das Auto in der Werkstatt war, es die ganze Nacht stark geregnet hat. Leichte bis normale Regengüsse scheinen nichts auszumachen. Bin echt frustriert, ich hoffe Sie können meine Zeilen entwirren und mir einen Tipp geben. Mit freundlichen Grüssen Susanne Breuer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Susanne, ich nehme an, die Werkstatt hat (um den abgerutschten Schlauch der Heckscheiben-Waschanlage wieder zu befestigen) die Heckklappe ausgebaut und beim Wiedereinbau die Dichtigkeit nicht richtig hinbekommen. Ich würde zu Testzwecken die gesamte Heckklappe mit Klebeband abkleben und das ganze dann kräftig wässern (Gartenschlauch!). Wenn danach alles trocken ist, geht der Wagen zurück in die Werkstatt, zur Neuausrichtung der Heckklappe bzw. Erneuerung der Heckklappendichtung. Andreas Kessler.


Frage Margit Kurth:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe folgendes Problem am Ford Focus, Bj. 1999, 55kW: Nach etwa 10 - 12 Kilometern ist im Leerlauf (alle Gänge ausgekoppelt) und eingeschaltetem Licht ein Motorgeräusch zu hören, dass sich wie ein Pumpen anhört. Dies ist auch an der Drehzahlanzeige zu sehen und die Beleuchtungsstärke der Instrumentenanzeige ändert sich im gleichen Rhythmus. Schaltet man den Motor aus und startet sofort wieder, ist dieses Geräusch nicht da, erst wieder nach der Fahrzeit von ca. 10 km. Das Auto wurde bereits in einer Ford-Werkstatt ausgelesen, aber weder die noch meine Werkstatt haben bisher einen Fehler gefunden. Es wurden auch alle Massepunkte kontrolliert. Das Auto steht in keiner Garage. Das Geräusch war übrigens für etwa 14 Tage verschwunden, ist aber in dieser Woche wieder aufgetreten. Was mir auch in letzter Zeit aufgefallen ist, dass beim Ausschalten ein Knack(Knister (?))-geräusch im Radio zu hören ist. Ich habe einen Interessenten, der dieses Auto kaufen möchte. Aber ich hätte ein schlechtes Gewissen, wenn ich ihm mein Auto mit diesem ungeklärten Problem verkaufen würde. Vielleicht können Sie mir und meiner Werkstatt einen Tipp geben, was wir noch machen könnten. Vielen Dank im Voraus für Ihre Bemühungen. MfG Margit Kurth


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Margit, das hört sich nach einem Problem mit der Lichtmaschine bzw. mit deren Antrieb an. Bei älteren Autos setzt hier Verschleiß ein; wenn z. B. Die Spannrolle des Antriebsriemens der Lichtmaschine defekt ist, kann ein Geräusch, wie das von Ihnen beschriebene, auftreten. Oder die Lagerung der Lichtmaschine ist am Ende. Ob es bei einer neuen Spannrolle bleibt oder die Lichtmaschine erneuert werden muss, sollte ein Fachmann beurteilen. Andreas Kessler.

Frage von Ingo Günther:

Hallo Herr Keßler, ich fahre seit 9.2006 einen Audi A3 TDI mit 140 PS und DPF. Von Zeit zu Zeit kommt es bei diesem Fahrzeug zu Aussetzern (ruckeln zwischen 1000 und 2500 Umdrehungen/ Minute). Dieses kann sogar zu einem Schlagen des Motors kommen, dass man der Annahme ist, der Motor fällt gleich heraus (Teillast 1400 U/Min). Trotz Auslesen des Fehlerspeichers und der Messwerteblöcke kann meine Werkstatt keinen Fehler feststellen. Es ist mir auch nicht möglich den Fehler vorzuführen. Mir ist dieser Fehler vom Golf 5 mit gleicher Maschine bekannt. Abhilfe brachte hier das Fahren mit höherer Drehzahl (oberhalb 2000 Umdrehungen). Dies ist aber nicht gerade die Drehzahl, mit der man Kraftstoff sparen kann. Mein Fahrzeug hat auch zeitweise schlechte Leistung und einen Kraftstoffverbrauch von fast 8,0 l auf 100 Km. Der Kraftstoffverbrauch bezieht sich auf 50 Prozent Stadt- und 50 Prozent Überlandverkehr. Vorgängerfahrzeug (16V) wurde von mir mit 5,5 l bei gleichen Einsatzbedingungen gefahren. Ich weiß nicht, was Audi (Volkswagen) da für einen Schrott entwickelt hat. Entweder Zylinderkopfschaden (schleichender Wasserverlust) oder dieses bescheidene Ruckeln. Meine Werkstatt ist mit ihrem Latein am Ende. Haben Sie eine Idee und können mir weiterhelfen? Mit freundlichen Grüßen Ingo Günther

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ingo, der Schlüssel zur Problemlösung liegt höchstwahrscheinlich beim DPF bzw. dessen Selbstreinigungsprozess. Erst gestern erzählte mir ein Kollege von seinen diesbezüglichen Problemen mit seinem Passat-Variant, die den Deinen sehr ähnlich sind. Bei ihm half die Aufspielung einer neueren Software-Version der Motorsteuer-Software. Generell stimme ich Dir mit der Einschätzung ... alles Schrott!.... zu, wenn man die Anzahl ähnlich gelagerter Fälle berücksichtigt, von denen mir berichtet wurde. Mache ruhig noch einen (letzten!) Versuch mit Deiner Werkstatt und erwähne den DPF als Ursache. Mal sehen, was dann kommt.....

Frage von Frederik:

Ich fahre einen VW Lupo, Baujahr 4/2000. Nun habe ich ein anderes Autoradio eingebaut. Das heißt: Das Radio versorgt den Vorverstärker im Antennenfuß nicht mit Phantomspannung. Es gibt Adapter für die Phantomspannung. Muss ich nun für den Lupo einen Adapter mit Schutzrelais (Zündlogik) kaufen oder reicht einer ohne. Ich bedanke mich im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frederik, der Antenne ist es herzlich egal, woher sie ihre Spannung bezieht. Erst wenn das Signal nicht zum Empfangsgerät durch dringen kann, muss die Phantomspannung korrigiert werden. Aber Vorsicht: Beim Anschluss der Phantomspannung ist auf Schutzkleinspannung bzw. auf Schutzkleidung für den Umgang mit unter Spannung stehenden Teilen zu achten (nette Verkleidung!!).

Frage von Sebastian Kupke:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen Skoda Superb 2.0 TDI DPF mit 6-Gang-Getriebe. Mein Problem ist folgendes: Ich habe das Auto vor knapp einen Jahr gekauft (Jahreswagen), im Januar musste ich ein nerviges Klicken im Leerlauf des Getriebes feststellen. Die Werkstatt meinte: Getriebeschaden! Sie haben es aber auf Kulanz ersetzt. Doch seit Ostern ist dies wieder zu hören. Und es hört sich, wenn man daneben steht, nicht gesund an. Was kann das sein und was kann man dagegen machen?? Mit freundlichen Grüße Sebastian Kupke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sebastian, wie viel Leistung (und vor allem welches Drehmoment) wohnen denn unter Haube Deines Autos? Und (fast noch wichtiger!): Hast Du Dein Auto gechippt? Es kann ohne weiteres sein, dass das Getriebe schon wieder ein Ding weg hat! Mal sehen, ob Skoda / VW noch einmal Kulanz walten lassen....

Frage von B. Bender

Guten Tag, ich habe eine Frage zu einer Reparatur an meinem Ford Probe 16V, Baujahr 1994. Beim TÜV wurde die Antriebswellen-Manschette rechts außen beanstandet (auswechseln). Wie muss ich da vorgehen, um die Reparatur auszuführen, meine Werkstatt hat in dieser Hinsicht leider keine Vorstellung welche Vorgehensweise nötig ist. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen B. Bender

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Bender, zur Reparatur würde ich zunächst die Welle ausbauen, die alte Manschette entfernen und das Gelenk mit Bremsenreiniger waschen / entfetten. In dem Reparatursatz, den Sie sich vorher besorgt haben sollten, ist neben der Manschette auch die nötige Fettpackung und die Schlauchschellen zur Befestigung der neuen Manschette enthalten. Eigentlich ist das ganze selbsterklärend, ein gutes Reparaturhandbuch (amazon!) erleichtert das erste Mal aber deutlich.... Die Werkstatt würde ich übrigens wechseln! Wenn die „Profis“ nicht wissen, wie man eine Antriebswellenmanschette wechselt, würde ich sie auch an den Rest meines Autos nicht heran lassen!

Frage von G. Scholzen

Guten Morgen, wir haben einen Renault Kangoo, Bj 2006, schon die 2. Garnitur, nachdem wir mit dem ersten Modell gute Erfahrungen gemacht haben. Nun haben wir uns zusätzlich zu unserer frisch installierten Campingeinrichtung auch noch ein Heckzelt gekauft, um den Aktionsradius zu erweitern. Die Generalprobe hat auch stattgefunden, alles war wunderbar (einschließlich Wetter), aber am nächsten Morgen war die Batterie leer. Das hat uns natürlich - milde gesagt - irritiert, da es ja inzwischen Heckzelte für alle möglichen Autotypen gibt. Der Verdacht liegt nahe, dass durch die geöffnete Heckklappe die Kofferraumbeleuchtung die ganze Nacht eingeschaltet war (sie schaltet sich nur ab, wenn alle Türen geschlossen sind, auch wenn sonst alle Innenlampen aus sind), aber ich kann mir nicht vorstellen, dass so ein Lämpchen die Batterie leersäuft. Wenn es das wäre, wäre der Fehler schnell behoben, indem man die Birne raus nimmt. Wenn allerdings noch irgendwo Strom angezapft wird - durch irgendwelche automatischen Funktionen, von denen wir nicht viel wissen - haben wir das Problem noch nicht aus der Welt. Das Risiko möchte ich nicht gern eingehen. Die Werkstatt hatte bisher auch keine Idee, hat sich aber bisher noch nicht so intensiv damit befasst. Vielleicht haben Sie aber einen Tip. Manchmal gibt es ja ganz einfache Lösungen, die nicht viel kosten. Sind dankbar für jeden Hinweis! Freundlichen Gruß G. Scholzen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Scholzen, eigentlich kann so ein 10 Watt-Lämpchen die Batterie nicht über Nacht leer saugen! Der Strom, den so ein Lampe zieht, dürfte eine volle Batterie erst nach ca. drei Tagen restlos entleert haben. Entweder ist die Batterie auf dem absteigenden Ast, oder die Lichtmaschine lädt den Akku nicht richtig auf. Die einfachste Lösung ist der Einbau eines Trennschalters, der das Bordnetz völlig von der Batterie trennt. Das sorgt für klare Verhältnisse, aber lässt den Radio-Code und div. andere Speicherinhalte verschwinden. Bringen Sie den Kangoo mal zu einem Autoelektriker und lassen Sie den Ruhestrom messen, der im Auto fließt. Allein diese Messung sollte die Frage nach der Ursache klären können.....

Frage von Axel Koal:

Hallo, Herr Autopapst. Folgendes Problem hab ich mit meinen Peugeot 206 S16, Baujahr 1999. Wenn ich den Motor starte, läuft er ganz normal, bisschen hochtouriger als sonst. Das ist ja auch soweit normal, aber wenn er dann warm ist, beruhigt sich das Standgas nicht. Er dreht dann immer zwischen 900 und 1200 Umdrehungen und während der Fahrt fängt er an zu stottern oder geht sogar an der Ampel aus. Dann springt er erst wieder nach ca. einer Minute an.... Er läuft dann normal bis er dann wieder rum springt nach ca. fünf MInuten. Bitte helfen Sie mir... mein Peugeot-Händler weiß auch nicht mehr weiter. Ich wäre Ihnen sehr verbunden.....Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Axel, wenn der Wagen nach dem Ausschalten der Zündung regelmäßig erst fast oder völlig normal läuft und erst nach einiger Zeit wieder spinnt, tippe ich auf den Luftmassenmesser! Ihre Beschreibung deutet sehr darauf hin.... Andererseits müsste das aber im Fehlerspeicher des Autos ablesbar sein. In Frage kommt auch noch das Abgasrückführungsventil (AGR) und / oder der Leerlaufregler. Sprechen Sie das mal an und lassen Sie beide Komponenten säubern. Wenn das Problem dann zunächst verschwindet, aber dann wieder kommt, wissen Sie, was es ist!

Frage von Karsten Bonk:

Ich habe einen VW-Bus T3, für den ich einen Motor neu zusammenbauen möchte. Bevor ich ihn einbaue, möchte ich ihn gern testen - gibt es (am besten im Umkreis Rosenheim/München) jemanden mit einem Motorenprüfstand, oder baut man den Motor einfach ein, und wenn er nicht richtig läuft, wieder aus, usw.? Herzlichen Dank für Ihre Bemühungen im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde den Motor einbauen und sofort testen! Die Werte eines Motorenprüfstandes sind nur mühsam auf den Fahrbetrieb zu übertragen. Überdies ist ein Prüfstandlauf superteuer (im Verhältnis zum schnell mal einhängen...) und gibt kein Feed-Back über die Performance des Autos mit dem Motor. Alles klar?


Frage von Margarete Trebbin:

Guten Tag, bin leider momentan ratlos. Mein Kia Sephia, Bj. 97, zeigt eigenartige Reaktionen. Wegen Marder wurden alle Zündkabel sowie die Verteilerkappe gewechselt. Seitdem stottert er ständig, Fahren fast unmöglich. Werksatt wechselte deswegen auch die Zündkerzen. Problem besteht aber weiter. Drosselklappenpoti i.O.. Fehlerspeicher zeigte auch keine Fehler. Beim Betätigen des Bremspedals brennt das Frontlicht, ohne dass Zündschlüssel steckt. Werkstatt kann angeblich keinen Fehler finden. Können Sie mir eventuelle Ursachen für diese Phänomene nennen. Ich würde mich sehr über eine Antwort freuen, bin derzeit ziemlich ratlos. Für heute freundliche Grüße Margarete Trebbin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Frau Trebbin, Das hört sich nach einem Problem der Fahrzeugelektrik an! Offenbar hat der Marder nicht nur die Zündkabel erwischt, sondern noch ein paar mehr. Wenden Sie sich damit an einen Autoelektriker, der den „Kupferwurm“ mit ein paar schnellen Messungen eingekreist haben wird. Und fragen Sie bei Ihrer Teilkasko-Versicherung nach, ob Marderschäden mit abgedeckt sind. Das dämpft die Kosten. Andreas Kessler.


Frage von Frank Kunkel:

Guten Tag, ich habe echt ein richtig nerviges Problem mit meinem Audi80 Cabrio2,0 ,Bj. 1994, und ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Und zwar habe ich seit einiger Zeit vorne auf der Beifahrerseite ein Poltern, wenn ich über Bodenwellen fahre. Nachdem das Poltern auftrat habe ich folgende Teile erneuert, ohne Erfolg: komplettes Gewindefahrwerk(fk), Stabistangen, Stabilager, beide Domlager, Spurstangenköpfe, Traggelenke, neue Dreieckslenker. Leider hat sich mit dem Poltergeräusch nichts verändert, und keiner kann mir, oder will mir weiterhelfen, jetzt eine frage an Sie: Haben sie noch eine Idee, womit das zusammenhängen kann??? Würde mich über eine antwort freuen. Übrigens, das Cabrio ist unfallfrei. Gruß aus Mainz Frank Kunkel.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Frank, eigentlich kann da gar nichts mehr klappern, es ist ja alles neu! In Frage kommen jetzt noch die oder der Bremssattel bzw. die Beläge in den Schächten, die Federn (ich hatte schon mal ein Federbein, bei dem die Federn zu kurz waren und sich klappernd in den Federtellern bewegten. Man konnte die Federn mit der Hand verdrehen, wenn der Wagen ausgefedert war!) oder die inneren Spurstangenköpfe (im Lenkgetriebe!) Wenn das der Fall ist, ist allerdings ein teures neues Lenkgetriebe fällig. Mehr fällt mir auch nicht ein. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST.