Fragen an den Autopapst im Mai 2008

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto. Autopapst Andreas Kessler löst in der Autogazette Ihre Probleme. Die Fragen vom Mai 2008.

Frage von Dieter W.:

Meine Nerven brennen langsam mit meinen Wagen. Nachdem ich ein gebrauchtes Getriebe eingebaut hatte, lief es erst brilliant !!! Jetzt zickt es ganz gehörig. Auf der Rückfahrt von Holland wollte es nicht mehr in der D-Stelllung im ersten Gang anfahren. Ich musste immer erst in N und dann wieder nach D zurück und alles war in Butter. Zu Hause angekommen habe ich erneuten Öl- und Filterwechsel gemacht und es waren keine Auffälligkeiten in der Ölwanne zu entdecken von ein paar Dreckkrümeln (keine Späne!!) mal abgesehen. Danach fing die Sache an, richtig spannend zu werden : Im kalten Zustand schaltet er nur widerwillig. Soll heißen: ich fahre an und die Drehzahl geht auch bei sanfter Beschleunigung unverhältnismäßig (3000 rpm) hoch bis er schaltet. Wenn das Getriebeöl anfängt warm zu werden, ist Schluss mit Lustig. Nachdem er fast normal nach dem Hochschalten vor sich hinfährt, geht wie von Geisterhand mit einmal die Drehzahl hoch und der Gang ist raus. Dann rechts heran, warten (Motor aus), irgendwann schaltet er wieder (mehr schlecht als recht ). Das einzig Positive - wenn er denn schaltet - schaltet er weich. Was auffällig ist , ist, wenn das Getriebeöl warm ist, ist ein deutliches Heulgeräusch zu hören, was für mich völlig fremd ist , und ich fahre diesen Dodge Caravan nun schon seit 16 Jahren. Ich möchte ja sehr gerne meinen Dodge weiterhin fahrbereit halten. Bodymäßig ist er in einen exzellenten Zustand. Trotzdem widerspricht es jeden menschlichen Verstands in einen fast 20 Jahre alten Dodge 2 bis 3 Tausend Euron reinzustecken. Zu allem Überfluss muss ich diesen Monat noch zum Tüv. Wenn es kommt, kommt alles passend!!!! Viele Grüße aus Detmold. Dieter W.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Dieter, ich leide mit Dir! Die Dodge «Caravan» / Chrysler «Voyager» sterben langsam, aber sicher alle am Getriebe-Tod! Die Jungs in Auburn Hill haben bei der Konstruktion einfach die bei uns übliche Nutzung nicht mit einkonstruiert (das Autobahntempo ist deutlich höher als das High-Way-Tempo...). Dein Fehler war die Verwendung eines gebrauchten Getriebes! Das hatte wahrscheinlich auch schon «ein Ding weg» und zerlegt sich jetzt langsam. Um das Ding noch in den Griff zu bekommen, bleibt eigentlich nur noch der Besuch bei einer Automatik-Spezialwerkstatt (Adressen gibt es bei jedem Taxistand). Die Jungs da können immerhin sagen, ob es mit einer Einstellung des Modulierdrucks und / oder dem Tausch der Bremsbänder getan ist (das ist eigentlich schon eine Getriebeüberholung) oder ob die «große Lösung» fällig wird. Du musst nur noch entscheiden, ob Du das alles bezahlen willst....

Frage von Sandra:

Hallo Herr Kessler, wir haben uns ein Renault Scenic mit Automatik gekauft. Sind vorher noch nie Automatik gefahren. Wenn ich das Auto starten will, dann springt er nicht gleich an. Woran kann es liegen? Muss man beim Starten immer etwas Gas geben? Freue mich auf Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, eigentlich unterscheidet sich das Startverhalten eines Automatik-Fahrzeuges nicht von dem eines Autos mit Handschaltung. Bei letzterem tritt man beim Starten auf die Kupplung, um dem Anlasser seine Arbeit zu erleichtern. Beim Automatikauto muss vor dem Anlassvorgang der Automatik-Wählhebel entweder auf «P» oder auf «N» stehen, damit der Magnetschalter des Anlassers angesteuert wird. Der Wechsel des Fahrbereichs muss bei stehendem Fahrzeug geschehen und geht nur, wenn die Bremse getreten ist. Wenn ein Auto nicht «sofort» anspringt, heißt das noch gar nichts. «Sofort» bedeutet nämlich bei Auto-Spezialisten nicht « beim Klappern mit dem Zündschlüssel », sondern innerhalb der ersten 2-3 Sekunden nach dem Drehen des Schlüssels im Zündschloss. Grundsätzlich unterscheide ich nur Autos, die anspringen und Autos, die nicht anspringen. Dabei spielt es fast keine Rolle, was man tun muss, um sie anspringen zu lassen, solange man dazu nicht den Fahrersitz verlassen muss.....

Frage von Maik:

Wo ist das Bypassventil bei einem VW Sharan 1.9 TDI eingebaut und wie groß ist der Aufwand das Ventil zu wechseln?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Teil sitzt zwischen Turbolader und Luftmassenmesser. Der Aufwand zum Wechseln ist minimal (ca. 5 min.).

Frage von Wilhelm Pfeffer:

Hallo Andreas, vor ca. 3 Monaten habe ich im Internet eine neue Antriebswelle rechts für meinen Ford Galaxy, Bj. 97 gekauft und bei ATU einbauen lassen.
Seither ruckelt es beim Bremsen in der Kurve. Beim ersten Mal Bremsen mehr und danach etwas weniger, beim erneuten Bremsen in kurzen Abständen.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was war das denn für eine Antriebswelle? Ein dem Originalteil entsprechendes Stück oder aus undefinierter Quelle? War ein Tilgergewicht montiert (sofern eins nötig ist..)? Wenn nicht, hat der ATU-Mann das Tilgergewicht von der alten an die neue Welle geschraubt? Fragen über Fragen.... Ich würde das Geräusch von einem Fachmann überprüfen lassen. Entweder ist die Antriebswelle defekt, dann könntest Du Sie beim Verkäufer umtauschen (und bekommst eine neue, mängelfreie Welle zurück. Die Ein- und Ausbaukosten musst Du selbst tragen!). Oder ATU hat einen Einbaufehler gemacht (relativ unwahrscheinlich..), dann müssten die Jungs die Folgen dieses Fehlers beheben (erneut montieren, ggf. die durch den Fehler beschädigte Welle ersetzen....). Das ist aber zunächst alles graue Theorie, solange die Ursache des Ruckelns nicht ergründet ist..... Ich tippe auf einen Materialfehler!

Frage von Franziska Bannert:

Hallo Herr Kessler, unser Opel Vivaro macht Probleme. Beim Gasgeben zieht er nicht mehr und er stößt besorgniserregend große Rußwolken aus. Ab einem bestimmten Punkt beim Gasgeben gibt er ein seltsames Zischen von sich. Die Werkstatt will uns weiß machen, das Ganze wäre ganz normal - ein Diesel rußt nun mal ein bisschen. Nur hat er das früher nicht gemacht! Wissen Sie Rat?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwarze Wolken beim Diesel sind nie normal! Jedenfalls keine sichtbaren.... Wenn ein Motor schwarz rußt, wird der eingespritzte Kraftstoff nur unvollständig verbrannt. Das deutet auf zu viel Kraftstoff im Verhältnis zur Verfügung stehenden Verbrennungsluft hin. Triviale Lösungen sind verdreckte Luftfilter oder zusammen gedrückte Ansaugschläuche. In Ihrem Fall wird wahrscheinlich ein Schlauch zwischen Turbolader und Ansaugrohr undicht oder abgerutscht sein. Ich rate Ihnen, die Werkstatt zu wechseln. Die Aussage «ist beim Diesel normal» disqualifiziert die bisherige völlig.....

Frage von Martin Quendler:

Ich habe einen Opel Vectra, Bj. 2000, die Klima funktioniert nicht mehr, was kann denn kaputt sein.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nach der «Winterpause» ist sicher nur das Kältemittel aus dem System verdunstet. Im Augenblick gibt es häufig «Klimachecks» für kleines Geld bei den Auto-Aldis. Warten Sie einfach so eine Aktion ab und lassen Sie sich dann die Anlage wieder füllen. Vielleicht hält die Füllung ja den Sommer über vor....

Frage von Evi:

Hallo Herr Kessler! Seit längerer Zeit habe ich Probleme mit meinem Hyundai Accent. Immer wieder bei feuchtem Wetter und wenn der Motor kalt ist verliert er an Kraft und das Licht flackert immer wieder dabei. Dieser Zustand dauert etwa 3-4 km. lang und hört von alleine wieder auf. Ich habe Angst ,dass die Motorsteuerung dadurch wieder kaputt wird. Gewechselt wurde Zündmodul, Zündkerzen, Zündkabel. Ich bitte um einen Hinweis auf eine Fehlerquelle.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Sie brauchen sich nicht um die Motorsteuerung zu sorgen, Evi! Die Dinger sind robuster, als einem so manche Werkstatt glauben machen will! Ich würde jetzt noch eine neue Verteilerkappe spendieren, die Keilriemenspannung auf das richtige Maß bringen und die Leistung der Lichtmaschine checken lassen. Vielleicht muß nur ein neuer Regler `rein..... Gute Fahrt und einen schönen warmen Sommer wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Sabine Jaeschke:

Hallo Herr Kessler, wir haben ein großes Problem mit unserem Opel Vectra Caravan 1.8Benziner, Baujahr 2001. Nachdem das Zündschloss in der Opelwerkstatt ausgetauscht wurde, sprang der Wagen noch zweimal an. Das Steuergerät wurde bereits getestet und zeigt keinen Fehler an. Wenn die Batterie längere Zeit abgeklemmt wurde, springt er wieder an. Kurz darauf das alte Problem, der Anlasser läuft, aber der Motor springt nicht an. Wir wissen nicht mehr weiter, stehen aber einem empfohlenen Tausch des Steuergerätes skeptisch gegenüber, da ja kein Fehler erkannt wurde. Was könnte es sein? Vielen Dank! Ihre Sabine Jaeschke. PS. Wir wollen demnächst das Auto in Zahlung geben und einen VW kaufen. Ob er uns das übel nimmt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja, so ein Auto ist schließlich auch nur ein Mensch.... Ich tippe nicht auf das Steuergerät (das funktioniert ja wunderbar: Es fährt nach dem «Reset» vorschrifttsmäßig hoch und erkennt offenbar auch die Codes der Wegfahrsperre...), sondern eher auf die Lesespule im Zündschloss bzw. die Fähigkeit derselben, den Transponder im Schlüssel zu erkennen. Entweder ist die Lesespule defekt (ist da noch die alte drin?) oder sie ist nicht richtig «angelernt» (auf das Magnetfeld des Transponders abgestimmt). Vor einem neuen Steuergerät würde ich lieber noch ein Zündschloss versuchen (gemeint ist vor allem die Lesespule!!).

Frage von Gossen:

Hallo. Ich fahre VW Polo, Baujahr 10.2005 Benziner. Nach ca. zwei Stunden bei abgeschaltetem Motor steht das Bremspedal ganz oben, also kein Unterdruck vorhanden. Den Motor starten geht. In der Werkstat sind schon Rückschlagventil und Bremskraftverstärker umgetauscht worden, hat aber nicht geholfen. Die Bremswirkung sehr gut. Wie lange muss unterdruck stand halten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Im Normalfall bleibt der Unterdruck wochenlang konstant! Ich würde mir an Ihrer Stelle aber keine Gedanken machen, sondern VW mit der Lösung des Problems beauftragen. Immerhin ist das Auto noch in der Gewährleistungszeit. Andreas Kesler

Frage von Dirk:

Ich habe einen Opel Vectra A 2,0 mit 100 kW /136 PS, Bj. 1995. Beim Schalten habe ich ein Ruckgeräusch und wenn ich Gas gebe, geht der Schalthebel vor und zurück. Das ist alles. Lieg das am Spiel im Getriebe?


Sie liegen gar nicht schlecht mit Ihrer Vermutung! Das Spiel ist nicht direkt im Getriebe, sondern in der Getriebeaufhängung! Da dürfte etwas gerissen sein; ein Blick unter das Auto klärt, wo und was. Andreas Kessler.


Frage von Fritz Gawela:

Hallo Herr Kessler!

Ich fahre einen Opel Omega 2.2Combi , Bauj. 2003. Seit kurzem habe ich folgendes Problem: Wenn ich das Fahrzeug aus einer Geschwindigkeit von ca. 110 km/h schieben lasse, also vom Gas gehe, tritt eine sehr starke Vibration auf, ähnlich, als wenn man über kleines Kopfsteinpflaster fährt. Diese Vibration ist zu spüren bis herunter auf ca. 50 km/h. Ich habe auch den Eindruck, als wenn sich diese Vibration verstärkt. wenn ich auskupple. Über 110 km/h verschwindet das Zittern wieder. Neue Reifen brachten auch keine Abhilfe. Haben Sie vielleicht einen Tipp für mich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na klar! Ich würde mich mal mit dem Zustand der Hardyscheiben der Kardanwelle beschäftigen! Und wenn Sie das Auto schon mal auf der Bühne haben, können Sie sich auch gleich das Kreuzgelenk und das Kardanwellenmittellager ansehen. Nach 4 Jahren dürfte da eigentlich noch nichts sein, aber ich kenne die Laufleistung des Autos nicht: 150.000 km können schnell zusammen kommen (schaffe ich locker in 4 Jahren!). Und das ist eine km-Leistung, nach der sich schon Verschleiß zeigen kann! Andreas Kessler.


Frage von Kerstin Fischer:

Ich fahre einen VW Bora, Baujahr 2001, Diesel, Gangschaltung. Wir haben gesagt bekommen, dass der Zahnriemen gewechselt werden muss. Seitdem fahre ich nicht mehr so viel mit dem Auto. Was passiert genau, wenn der Zahnriemen reißt, merkt man es vielleicht vorher, bevor ein großer Schaden entsteht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unabhängig von der Laufleistung sollte ein TDI-Zahnriemen nach spätestens 6 Jahren gewechselt werden! Das ist so wichtig, weil der Zahnriemen u. a. die Nockenwelle antreibt. Wenn der Zahnriemen reißt, bleibt die Nockenwelle ruckartig stehen. Mit ihr stellen die Ventile ihre Bewegung ein und ragen zum Teil voll geöffnet weit in den Brennraum hinein. Wenn der Zahnriemen nun bei 3500 / min auf der Autobahn reißt, hämmern die Kolben alle Ventile kurz und klein. Die Ventile könnten dabei abreißen und im Motor «herumschroten». Was dann von der High-Tech-TDI-Maschine übrig bleibt, ist Kernschrott..... Ich hoffe, das war deutlich genug!

Frage von Hermann Linnebach:

Hallo Herr Kessler, mein Astra F, Bj. 97, 1,8 16V läuft eigentlich prima. Seit kurzem geht er jedoch gelegentlich abrupt aus. Kurios - immer nach engen Rechts-Kurven , oftmals an der gleichen Stelle. Die Kontrollleuchten gehen nicht gleich aus. Im Ebenen startet er sofort wieder, am Berg muss ich einige Minuten warten. Der Fehlerspeicher zeigt keinen Defekt. In der Werkstatt glaubt man, die Zwangsentlüftung sei verstopft, festlegen will sich aber keiner. Besten Dank im Voraus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

So einen Fall hatte ich vor Jahren auch einmal, allerdings mit einem Motorrad. Immer bei vollem Lenkeinschlag nach links starb der 500er-Einzylinder ab und musste mühsam mit einem gezielten Tritt auf den Kickstarter wieder zum Leben erweckt werden. Das war extrem anstrengend, weil das Ding heiß nie anspringen wollte. Als Ursache habe ich schließlich einen Kabelbruch vom Zündschloss ermittelt, bei dem das Kabel zur Zündspule immer beim Einschlagen gegen Masse einen Kurzschluss produzierte. Vielleicht ist das auch der Grund bei Ihrem Astra (ist jedenfalls möglich!). Checken Sie mal den Kabelbaum vom Zündschloss zum Anlasser zur Zündung zum Steuergerät. Ich bin gespannt.....

Frage von Dominik:

Hallo, ich habe einen VW Passat, Baujahr 91 mit ungefähr 200.000 km. Das Problem ist immer, wenn er längere Zeit im Regen stand, gibt es Probleme mit dem Starten. Dauert dann meistens so ein paar Sekunden bis er anspringt, was ja noch nicht so schlimm wäre, nur sobald ich das erste Mal stehen bleiben muss, nimmt er kein Gas mehr an. Ich steh häufig an der Ampel, bin komplet runter von der Kupplung, Gas voll durchgedrückt und fahre trotzdem nur mit fünf km/h . Das geht dann kurze Zeit so und auf einmal zieht er voll an. Ab und zu nimmt er auch dann das Gas im zweiten und dritten Gang auch nicht an. Was schon zu einigen Hubkonzerten geführt hat. Das Problem hört auch erst wieder auf, wenn es lange Zeit im Trockenen oder in der Sonne gestanden hat. Im Winter lief es auch perfekt, ohne dass es Probleme gab, nur wenn's regnet zickt er rum. Vielleicht könnt Ihr mir helfen. Danke schon mal im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Domi, bevor Du lange herumprobiertst: Wende die 3-Lösung an! Bei einem 16 Jahre alten Passi ist mit Sicherheit einiges wegschmeißreif.... Oder hast Du etwa vor kurzem neue Kerzen und eine neue Verteilerkappe spendiert? Dann fehlen jetzt nur noch die Zündkabel (alle 5!).

Frage von Thomas Auer:

Hallo, mein Nissan Primera P10, Bauj. 95, hat ein Problem und zwar bockt beim Gasgeben. Bergauf ist es so krass, dass es sich anfühlt, als ob sich der Motor verschluckt und tief Luft holen würde. Im Flachen bei Vollgas (Bleifuss) werde ich langsamer. Bereits gewechselt: Zündkerzen, Luftfilter, Treibstofffilter. Werde heute noch die Zündschläuche wechseln. Die Diagnose bei Nissan hat keinen Fehler ergeben. Der Kat arbeitet gut, die Abgaswerte könnten nicht besser sein. Das letzte, was mir jetzt noch einfallen würde, wäre der Luftmassenmesser, aber das Teil kostet ja ein Vermögen. Können Sie mir vielleicht weiter helfen? Vielen dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nicht ganz so teuer ist das Drosselklappenpotentiometer, den ich hier spontan als Verursacher des Leistungslochs im Verdacht habe. Der LMM ist bei den alten Primeras eigentlich nicht so häufig defekt... Viel Erfolg beim Basteln wünscht der AUTOPAPST

Frage von Maja Dircks:

Hallo, woher bekomme ich Schaltpläne für den Lancia Lybra?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offiziell nirgends! Die Hersteller sind in Fragen der technischen Dokumentation eifersüchtig darauf bedacht, nichts außerhalb der Vertragswerkstätten zu publizieren. Weil die ihnen sonst die Hölle heiß machen. Es gibt ab und zu im Internet Reste aus ehemaligen Vertragswerkstätten. Aber da braucht man Glück. Außerdem kann man natürlich immer am Ersatzteiltresen nach einem Schaltplan fragen. Oft sind die Dinger zwar als Ersatzteilposition gelistet, aber nicht lieferbar. Eine weitere Möglichkeit gibt es unter http://www.manualsoft.com/product_info.php?&products_id=820 , vielleicht ist auf der CD ein Schaltplan mit drauf…Andreas Kessler.

Frage von Tom:

Hallo, habe ein Problem mit meinem Audi A4 Bj. Mitte 2000. Technische Daten 116PS TDI Pumpe Düse 130tkm . Das Fahrzeug hat einen Leistungsverlust im oberen Drehzahlbereich, ab ca. 2800 Umdrehungen. Fahrzeug kommt auf der Autobahn gerade noch auf 180km/h mit einer langen Beschleunigungszeit, bei Ansteigungen fällt die Geschwindigkeit um 10-15 km/h. Fahrzeug hatte ich in der Werkstadt, Diagnosegerät zeigt keine Fehler an. Abgasregelventil wurde letztes Jahr ausgetauscht. Ich hoffe, Sie können mir weiter helfen. Habe schon viel Gutes von Ihnen gehört. Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tom, haben Sie schon mal einen «Res-Set» versucht? Das ist ein Begriff aus der Computerwelt und bedeutet «Neustart». Wenn nach dem Auftreten des Problems und einem anschließenden Neustart alles für einige Zeit wieder o.k. ist, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit am Luftmassenmesser. Das ist eine Krankheit der Autos des VW-Konzerns aus dieser Zeit. Das Ersatzteil kostet etwa 75 Euro und ist schnell gewechselt (wird nur eingeclipst.). Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST.

Frage von Ralf Bauer:

Hallo, Mein Golf 4 ,1.4 Benziner, Bj. 2000 hat ziemlich neue Bremsbeläge und die Bremsscheiben. Zumindest sehen sie noch ziemlich gut aus (von außen betrachtet). Die Bremsleistung ist auch in Ordnung. Doch beim Bremsen kommt es leider sehr oft vor(fast immer), dass es anfängt zu quietschen, dass es schon peinlich wird. War bereits bei einer VW Werkstatt. Man hat mir dann versichert, dass es normal ist. Aber das Quietschen ist schon richtig unangenehm.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Grundsätzlich ist die Quietscherei beim Bremsen eher ein Schönheitsfehler als ein Mangel. Immerhin gibt es aber Bremsanlagen, die beim Betätigen des Bremspedals völlig ruhig bleiben. Die Geräusche sind eigentlich nichts weiter als hochfrequente Schwingungen eines Teils der Bremsanlage, die es zu dämpfen gilt. Der Werkstattmann wird die Bremsbeläge aus den Sätteln ausbauen, alles sorgfältig von Bremsabrieb und Schmutz befreien und dieselben Beläge wieder einbauen. Vorher wird er aber die Rückseite und die Flanken der Bremsbelagträgerplatte dünn mit Kupferpaste oder «Brake-Lube» einreiben, das sorgt für endgültige Ruhe...Andreas Kessler.


Frage von Alexander Hartmann:

Ich habe einen Golf 3 tdi. Als ich einen Bildschirm anschließen wollte, gab es einen Kurzen irgendwo im Auto. Jetzt, wenn ich mein Auto starten will, springt es an und geht dann gleich wieder aus. Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte der „Absteller“ der Einspritzpumpe sein! Testen Sie doch mal, ob das Ding den Dieselnachschub frei gibt, wenn der Zündschlüssel auf „an“ steht einfach das Kabel abziehen und an den Kontakt halten: Wenn es klickt, ist alles o.k. Wenn nicht, nicht....) Andreas Kessler.

Frage von Jan Hoffmann:

Hallo, habe mir gerade einen Skoda Oktavia 1,6l XLS i gekauft. Ist auch alles super, aber beim Fahren sind sehr laute Rollgeräusche zu hören, die nichts mit dem Motor zu tun haben. Sind die normal bei Skoda oder kann es an den Reifen liegen? Danke im Vorraus. Jan Hoffmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann sehr wohl mit den Reifen zusammenhängen. Es können aber auch defekte Radlager sein. Ob die defekt sind, muss ein erfahrener Mensch beurteilen. Aus der Ferne kann ich das, zumal ohne km-Laufleistungsangabe leider nicht abschätzen. Grundsätzlich sind die Oktavias ganz ruhig laufende Autos. Andreas Kessler.

Frage von Meho:

Lieber Herr Kessler, ich besitze einen Mazda 626 2.2, 90er Bj., Km:83 000. Die linke hintere Schlussleuchte funktioniert nicht mehr, aber das rechte funktioniert noch immer einwandfrei. Die Sicherungen sind beide in Ordnung. Die Glühbirnen sind auch ok. Was kann das Problem hier sein? Danke. Mit freundlichen Grüßen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Kabelbruch sein, oder eine korrodierte Lampenfassung. Ich habe bei ähnlichen Fällen früher einfach eine Leitung von rechts nach links gezogen, von einer zur anderen Schlussleuchte. Funktioniert immer, und die Sicherung hält das auch gerade noch aus. Einfach, schnell und billig...Andreas Kessler.

Frage von Heinrich Rankel:

Guten Tag! Ist es notwendig, beim Tausch eines Kondensators der Klimaanlage beim BMW 525 i Bj. 1990 den Trockner zu erneuern? Vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch nicht, aber da die Anlage ohnehin geöffnet wird und anschließend neu befüllt werden muß, lohnt die Ersparnis nicht. Außerdem ist der Trockner ein Verschleißteil; irgendwann muß der doch `raus, wahrscheinlich dann kurz nach dem Tausch des Kondensators. Also: Lassen Sie den Trockner wechseln!

Frage von Alexander Röding:

Hallo Herr Kessler, an meinem Citroen Berlingo Bauj. 05.2000 musste in den letzten drei Jahren beim KM Stand 49.163, 56.944 und 65.739 die Ventildeckeldichtungen erneuert werden, weil Öl in den Wintermonaten in größerem Umfang austrat.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich denke derartiger Verschleiß ist nicht normal. Das sind Fabrikations-/ Konstruktionsmängel die evtl. bei großer Kälteeinwirkung auftreten. Andreas Kessler.

Frage von Christoph Mackenthun:

Hallo! Habe mir im Wald die Ölwanne meines Opel Omega A 3,0 Bj. 89 aufgeschlagen. Nun bin ich dabei sie abzubauen, habe sie auch losbekommen. jetzt mein Problem, ich bekomme sie nicht runter, weil die Radaufhängung im Wege ist. Muss ich jetzt wirklich die Radaufhängung abbauen oder geht das auch anders? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unter Umständen reicht auch das Lösen der Motoraufhängung und ein leichtes Anheben des Motors (am besten mit einem mit einem Kran / Flaschenzug, weil die Ölwanne als Ansatzpunkt von unten ja nicht zur Verfügung steht). Fragen Sie doch mal einen alten Meister in einer Opelwerkstatt, welchen Trick der anwendet. Ich selbst bin hier leider überfragt, weil ich diese Operation noch nie durchgeführt habe...Andreas Kessler.

Frage von Gernot Lange:

Hallo erstmal, ich hatte vor 2 Tagen ein Problem, meine Kühltemperatur stieg auf 110. Zuerst dachte ich, dass das Thermostat defekt sei, da ein Schlauch zum Kühler warm war und der andere kalt. Nun musste ich feststellen, dass ich keine Kühlflüssigkeit im Ausgleichsbehälter mehr hatte. Ich füllte diese wieder auf. Nach dem Starten des Motors war unter dem Fahrzeug eine großer Wasserfleck nach näheren Untersuchungen musste ich feststellen, dass Kühlflüssigkeit aus der Ölwanne austritt. Kann es sein, dass zudem auch die Wasserpumpe defekt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz sicher sogar! Wenn die Wasserpumpe defekt ist, ist nicht etwa das Pumpenrad oder die Welle gebrochen, sondern nur die Wellendichtung undicht. Durch dieses Leck rinnt das Kühlwasser auf die Straße und steht dann nicht mehr für thermodynamische Zwecke zur Verfügung... Eine neue Wasserpumpe löst das Problem! Andreas Kessler

Frage von Bernd Joos:

Hallo Herr Kessler, Sie scheinen ja eine rech große Ahnung von Autos zu haben. Hoffentlich können sie mir auch helfen. Ich fahre seit kurzem einen Golf 3 VR6 Baujahr 93 mit 130.000 Kilometern. Eigentlich bin ich mit diesem Auto sehr zufrieden, aber als ich das letzte Mal auf der Autobahn gefahren bin, ist mir aufgefallen, dass die Lenkung irgendwie schwimmt. Fahrwerk und Reifen sind fast neu und auch richtig eingestellt. Aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass irgendetwas seltsam ist. Als ich die Lenkung dann mit einem anderen Golf 3 verglichen habe, ist mir aufgefallen, dass an der Lenkung irgendetwas nicht stimmen kann. Es ist, als würde die Lenkung gar nicht richtig ansprechen. Als wären die Lenkbewegungen gar nicht direkt. Daraufhin füllte ich ein komplett neues Servo-Öl ein (original von VW), aber es hat sich trotzdem nichts getan. Könnten Sie mir helfen? Ich weiß wirklich nicht, wo ich anfangen soll. Vielen Dank im Voraus. Bernd Joos

Autopapst Andreas Kessler antwortete:

Hallo Bernd, ich würde zunächst mall alle Querlenker- und Stabilisatorgummis prüfen und gegebenenfalls erneuern. Was ist denn für ein Fahrwerk verbaut? Serie oder Sport (tief)? Vielleicht ist der Einsatz einer Domstrebe und einer Querlenkerabstützung sinnvoll.... Oder Du musst Dich nur noch etwas an das Auto gewöhnen! Andreas Kessler.

Frage von Ulrich Dellbruegg:

Hallo, fahre einen VW Golf 3 1,6 mit 75 PS Bj. 1993 .Ab 2000 Umdrehungen fängt die Ölkontrollleuchte zu blinken und zu tönen an, wenn der Motor die 70 Grad erreicht hat?

Autopapst Andreas Kessler antwortete:

Der Golf 3 hat eine sogenannte «dynamische Öldruckkontrolle» mit 2 Öldruckschaltern, die den Öldruck im Leerlauf und bei höheren Drehzahlen überwachen. Wenn er z. B. oberhalb von 2000 / min nicht mindestens 1,8 bar beträgt, piepst der Pieper und leuchtet die Leuchte. Als Ursache kommt zu geringer Ölstand, eine elektrische Störung (Schalter, Kabel, Steuerung), eine defekte Ölpumpe oder ein Lagerschaden in Betracht. Häufig ist es einfach nur ein defekter Öldruckschalter...Andreas Kessler.

Frage von Birgit Schellroth:

Habe gestern meine Klimaanlage eingeschaltet, nach einer Weile bemerkte ich, dass diese nicht mehr kühlt. Heute will ich los fahren und es macht schleifende und kratzende Geräusche im Motorraum. Schalte ich die Klima wieder ein, sind die Geräusche weg. Klima aus Geräusche wieder da.
Was kann das sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortete:

Das hört sich sehr nach einem Problem mit der Magnetkupplung des Kompressors an. Lassen Sie die mal checken. Hoffentlich ist die Kupplung einzeln erhältlich, bei manchen Autos ist bei diesen Defekten immer gleich der ganze Kompressor (teuer!) fällig. Andreas Kessler.

Frage von Michaela:

Hallo Herr Kessler
Ich habe ein Problem mit meinen Golf 1 Cabriolet nach meinen letzten Werkstattbesuch (Es wurde der Krümmer und der Topf ausgetauscht, der Zahnriemen, alle Keilriemen gewechselt und die Zündkerzen ausgetauscht sowie die Wasserpumpe ersetzt) ist mein Auto am Ruckeln, und zwar, wenn er längere Zeit auf im fünften Gang fährt. Das heißt, wenn er warm ist und das bei einer Geschwindigkeit von ca. 120 km/h. Wenn ich dann vom Gas gehe und im 4. Gang 80 km/h fahre, ist das Ruckeln weg. Sobald ich wieder mehr Gas gebe, ist es wieder da. Ich war noch mal in der Werkstatt. Die konnten nichts feststellen. Er hatte keine Zündaussetzer, normale CO2 Werte. Im Stadtverkehr läuft er einwandfrei auch im warmen Zustand. Was kann das sein? Vielen Dank


Autopapst Andreas Kessler antwortete:

Hallo Michaela, das hört sich nach Kraftstoff-Problemen an! Vielleicht reicht der Nachschub durch die Benzinpumpe nicht aus, um den Kraftstoffbedarf bei höheren Geschwindigkeiten sicher zu stellen. Entweder ist der Kraftstoff-Filter zugesetzt, oder die Benzinpumpe selbst schwächelt. Leider haben Sie nicht gesagt, was für ein Motor im Auto sitzt, dadurch kann ich nicht genauer sagen, was los ist...Andreas Kessler.

Frage von Harald:

Hallo! Ich habe einen Audi A6, Baujahr 96; ich muss die beiden Stoßdämpfer vorne austauschen. Muss ich danach die Spur wieder einstellen? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nicht, wenn Du das Federbein mit dem Achsschenkel vom Kugelbolzen am Querlenker trennst. Die Spurstangen bleiben ja ohnehin unverstellt. In der Praxis lässt man aber den Achsschenkel drin und schraubt das Federbein dort ab, wo der Sturz eingestellt wird. Nach dem Wiedereinbau ist der Sturz neu einzustellen: eine Überprüfung der Achsgeometrie bietet sich also an.

Frage von Sven Scheibner:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein ganz blödes Problem. Wenn es draußen warm ist, dann steigt die Drehzahl von meinem Ford Fiesta Ghia, Baujahr 1997, im Leerlauf sehr stark an, als ob ich im Leerlauf das Gaspedal gedrückt halte oder beim Schalten (auch wenn ich im Leerlauf bremse). Erst wenn der Wagen im Leerlauf ist, steht ist wieder alles ok. Aber ich habe das Auto jetzt ca. zehn Monate und im Winter, wo es unter 10 Grad war, hat er keine Probleme mehr gemacht (September bis Februar). Jetzt ist es wieder warm (über zehn Grad) und meine Drehzahl steigt wieder an. Ich habe schon das Drehzahlregelventil gewechselt den Ölfilter gesäubert. An meiner Klimaanlage kann es auch nicht liegen, dass habe ich auch schon ausprobiert (habe ich im Sommer nicht laufen lassen). Es muss irgend was mit der Wärme zu tun haben. Ich bitte um Hilfe. Über Antworten würde ich mich sehr freuen. MFG Nevs

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Meinen Sie mit «Drehzahlregelventil» das «Leerlaufregelventil»? Das ist nämlich in aller Regel bei Ford der Auslöser des Problems (nicht die Ursache, das ist die Abgasrückführung...). Wenn Sie das also schon geregelt haben, bleibt als weitere Möglichkeit noch das Drosselklappenpotentiometer. Wie bei jedem elektrischen Widerstand kann auch hier Wärme zu einer Veränderung der Ohm-Werte und damit zu einer «Fehlinformation» des Motorsteuergerätes führen. Lassen Sie das Drosselklappenpotentiometer einfach durchmessen, dann wissen Sie mehr...

Frage von Mathias:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf 4, 1,6l Benziner, Bj. 6/99 ,74 kW. Ich habe folgendes Problem: Das Auto springt manchmal schlecht an, es kommt dann eine Rauchwolke hinten raus, riecht leicht nach Sprit. Wenn ich dann losfahre, habe ich keine Leistung, denke er läuft dann nur im Notlaufprogramm, wenn ich nun einige Meter fahre, den Wagen abstelle und wieder neu starte, läuft er wie geschmiert. Der Fehler kommt nicht immer, mal habe ich wochenlang keine Probleme, dann wieder ständig. LMM wurde schon erneuert und ein OT-Geber auch, hat nichts gebracht. Man sagte mir, dass unter dem Zahnriemenschutz noch ein OT-Geber sein müsste, und die Rep. würde kostspielig, nun habe ich Bedenken, ob der Fehler dann auch wirklich weg ist. Vielleicht können Sie mir helfen. MFG.......

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz sicher ist das ein Problem mit der Steuerung! Ob es lediglich ein Software-Bug ist, oder ob ein Sensor defekt ist, kann man leider erst in der Werkstatt heraus finden. Wenn das Auto das nächste Mal im «Notlaufmodus» läuft, sollten Sie so bald wie möglich (also am besten sofort!) zum Auslesen des Fehlerspeichers in eine Werkstatt fahren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich das Problem dann mit dem ausgelesenen Fehlercode eingrenzen. Es kann natürlich trotzdem der der OT-Geber sein.....

Frage von Siegfried Dietrich:

Hallo, ich habe bei meinem Renault 19 die hinteren Dämpfer gewechselt und habe seit dem ab ca. 60-80 km/h ein lautes Reifengeräusch, so als ob beim Fahrrad der Dynamo mit läuft. Was ist das? Das Komische ist auch noch, dass das Geräusch in Linkskurven ganz weg ist. Sind neue Monroe-Dämpfer und bei Renault hinten mit Drehstabfedern.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Irgendetwas im linken Radkasten schleift am Reifen! Durch die Entlastung des kurveninneren Rades federt der R19 hinten links etwas aus, der Kontakt zum Rad reißt ab und das Geräusch ist weg! Ich würde das Rad hinten links noch mal abmontieren und alles ganz genau nach Schleifspuren absuchen. Es sollte doch mit dem Teufel zu gehen, wenn sich der «Brummer» nicht lokalisieren ließe....

Frage von Edwin Dembiany:

Hallo! VW Passat Benziner 90 PS Bj 90 400000km Oelkontroll-Lampe und Piepser kommen während der Fahrt. Was soll ich tun? Autopapst Andreas Kessler antwortet: 1. Ölstand kontrollieren, ggf. nachfüllen 2. Öldruck kontrollieren lassen, mit Manometer (Werkstattsache!), unter Umständen reparieren lassen (Ölpumpe?) Wenn es das nicht ist:
3. Beide (!!) Öldruckschalter wechseln lassen.
4. Instrumenteneinsatz wechseln, weil Riss in der Leiterplatte.
Alle diese Möglichkeiten bieten sich nach 400.000km eigentlich nur noch dem Hobby-Schrauber an, eingekaufte Dienstleistungen kosten fast immer mehr Geld, als ein Verkauf des Autos noch einbringt. Man spricht hier von einem wirtschaftlichen Totalschaden...Andreas Kessler.

Frage von Jens Bonk:

Hallo! Es geht hier mal nicht um ein Auto, sondern um eine Kawasaki GPX 750 R.
Seit einiger Zeit quietscht der Motor beim Gasgeben. Ob kalt oder warm, wobei das Quietschen bei warmem Motor wesentlich besser hörbar ist. Aber durch die doch recht hohen Nebengeräusche der Kawasaki Motoren kann ich das Quietschen nicht genau zuordnen. Ich würde jedoch sagen, dass es von der rechten Motorseite ausgeht. Habt ihr dafür eine Lösung. Ich wäre euch sehr verbunden.
Danke Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet: Hallo Jens! Erstaunlicherweise haben die Japaner Ihrem Motorrad eine Lichtmaschine mitgegeben, die durch einen Keilriemen angetrieben wird. Es kann vor kommen, dass sich diese Dinger längen. Da führt zum Rutschen auf den Riemenscheiben und damit zum Quietschen. Zur Überprüfung und zum Spannen des Keilriemens würde ich die linke Verkleidung herrunternehmen, die Imbusschrauben der Lichtmaschine lösen, auf der rechten Seite der Lichtmaschine einen Hebel ansetzen und vorsichtig nach oben drücken. Vor dem Lösen der Schrauben die Stellung der Lichtmaschine markieren und dann ein wenig darüber hinaus spannen. Dann sollte das Quietschen weg sein. Aber vorsichtig, nicht zu viel spannen, sonst geht das Lager der Lichtmaschinenwelle kaputt. ...Andreas Kessler

Frage von Theo:

Ich habe ein Opel Omega aus 1996. Können sie mir auch sagen, wo sich der Sensor für die Außentemperatur sich befindet. Und kann ich diesen Sensor auch auswechseln? Ich entschuldige mich für mein schlechte Deutschsprache, denn ich bin aus Holland

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Theo, wenn ich so gut Holländisch könnte, wäre ich glücklich...! Der Außentemperatursensor ist hinter der Frontschürze nur eingeklipst und ohne Werkzeug ausbaubar. Mit ein bisschen Glück findest Du ein billiges Ersatzteil im Elektronik-Bastlerbedarf (in Deutschland Conrad). Viel Spaß und ein netter Gruß nach Holland vom AUTOPAPST.

Frage von Swen Wiesenthal:

Hallo,ich fahre einen Renault Megane Grandtour mit 88 kW, Baujahr 05/2005, Diesel. Beim Bremsen, kurz bevor der Wagen steht, ist ein ratterndes Geräusch zu hören. Die Beläge sind 12/2005 wegen Quietschgeräuschen ausgetauscht worden. Meine Werkstatt meint die Geräusche kommen von den neuen, härteren Belägen und es sei alles OK. Kann es noch eine andere Ursache geben? Mit freundlichen Grüßen Swen Wiesenthal

Autopapst Andreas Kessler antwortet: Hallo Swen, das Geräusch würde ich fast als Schönheitsfehler abtun, wenn es nicht von den Bremsen käme. Wenn die Bremswerte o.k. sind (absolute Bremskraft, Abstufbarkeit und Bremskraftverteilung) und die Bremsscheiben keine Riefen haben (z.B. von Steinchen, die sich im Bremsbelag festgeklemmt haben..), würde ich das ignorieren. Wenn es aber zu sehr stört, hilft in der Tat der Wechsel auf eine andere (besser zum Auto passende...) Belagqualität (am besten Renault-Originalteile). Andreas Kessler.

Frage von Tobias Scholze:

Guten Tag, Herr Kessler. Ich fahre einen Seat Toledo Bj. 2001 mit 100PS Benzinmotor. Als ich nun nach dem Tanken ca. 2 Kilometer gefahren bin, begann die Motorwarnlampe im Armaturenbrett dauerhaft gelb zu leuchten. Ich bin daraufhin zu meiner Vertragswerkstatt gefahren, diese hat eine Fehlerauslese gemacht und mir gesagt, dass die Ursache eine defekte Lambdasonde ist. Nun meine Frage: Kann es noch einen anderen Grund geben, dass die Sonde eventuell ein falsches Signal sendet etc.? Vielen Dank für Ihre Hilfe Tobias Scholze Autopapst Andreas Kessler antwortet

Hallo Tobias, es gibt theoretisch noch sehr viele andere Möglichkeiten für das Aufleuchten der Kontroll-Leuchte. Wenn im Fehlerspeicher die Lambda-Regelung auftritt, könnte es neben der Sonde selbst natürlich auch an den Steckverbindern zwischen Sonde und Steuergerät liegen (selten!!). Oder die falsche Sonde wird gewechselt, falls es mehrere gibt. Ich würde mich aber auf die Kompetenz der Werkstatt verlassen, die auf ihre Arbeit Gewährleistung geben muss. Und lassen Sie sich nicht mit «...aber die Sonde war auch defekt....» abspeisen, wenn nach der Reparatur die Leuchte erneut aufflammt. Viele Grüße vom AUTOPAPST.

Frage von Wolfgang Pauscher:

Ich habe eine Kfz- Frage: Bei meinem Opel Vectra, Baujahr 2005, fiel vorn rechts die Blinklampe aus. Das Auswechseln ist sehr aufwendig (Demontage der Stoßstange usw.). Die Werkstatt stellte fest, dass die Fassung der Lampe (Lampe war nicht defekt) verschmort ist und die Wiederherstellung der Funktion der Blinklampe nur durch Austausch der kompletten Scheinwerferbaugruppe möglich ist. Die Kosten würden ca. 1300 Euro betragen. Gibt es kostengünstigere Alternativen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Hallo Herr Pauscher, im freien Zubehörhandel kostet ein kompletter Scheinwerfer für den Vectra C etwa 170 Euro. Wenn jetzt geschätzt noch 3 Stunden Einbauaufwand dazu kommen (was völlig überzogen wäre...), liegt Ihr Rechnungsbetrag bei etwa 500 Euro. Mein Tipp an Sie: Wechseln Sie die Werkstatt. Die Garantie ist ohnehin abgelaufen, es muss also keine Vertragswerkstatt mehr sein. Freie Kfz-Elektriker haben vielleicht sogar eine Reparatur-Idee. Viele Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Dirk:

Hallo, Fahre einen Golf Variant 1,6l 16V Bj.01 Motorkennbuchstaben atn. Nun spinnt mein Motorsteuergerät ab und zu, und ich wollte mir ein anderes zulegen. Passt das vom 1,4l 16L auch?

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Das Steuergerät sieht äußerlich identisch aus und lässt sich wahrscheinlich sogar anstecken. Leider ist die Programmierung komplett anders! Das Teil würde also nicht passen.Andreas Kessler.

Frage von Brandt Steffen:

Hallo! Ich fahre einen Tatra G und habe Schimmelgeruch in der Lüftung/Klimaanlage. Den Innenraumfilter habe ich schon getauscht. Gibt es da zwei Filter, oder ist der Schimmel schon in der Lüftung? Was kann man da machen? Mfg Steffen Brandt

Autopapst Andreas Kessler antwortet

Hi Steffen, das liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit an der «Humusbildung» auf dem Kondensator der Klimaanlage! Dort herrscht während des Betriebs immer eine gewisse Feuchtigkeit, an der Staub, Pollen und eben auch Sporen festkleben und dann dort vermodern. Abhilfe schaffen spezielle Reinigungs- und Desinfektionssprays (z. B. von Waeco), die den Schmadder erst abspülen und anschließend die Wiederansiedlung erschweren. Das Problem ist immer die Erreichbarkeit der betroffenen Stelle. Andreas Kessler.

Frage von Maik aus Seegrehna:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Seat Toledo TDI mit 110 PS. Das Problem: Wenn das Auto kalt gestartet wird, funktioniert alles so wie in der Betriebsanleitung beschrieben. Starte ich das Auto warm, dann braucht es einige Zeit, bis es anspringt. Was könnte die Ursache dafür sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Maik, ist der Toledo „gechipt“? Wenn ja, werden über einen zusätzlichen Widerstand diverse Motorsensorsignale verfälscht. Wenn Du eine Diagnose haben willst, muss der Tuning-Chip wieder `raus! Erst dann kann der Fehlerspeicher ausgelesen werden.
Mögliche Ursache für das Warmstartproblem kann ein defekter Kurbelwellensensor sein oder (ganz wichtig!): Schlechter Kraftstoff. Der ist erstaunlich oft der Grund für schlechtes Warmstartverhalten der Diesel. Andreas Kessler!

Frage von Jens aus Chemnitz:

Ich bin stolzer Erst-Besitzer eines Nissan Pathfinder. Leider ist die Garantie jetzt abgelaufen (vor 3 Monaten), und prompt steigt der CD-Wechsler aus. Die Nissan-Vertragswerkstatt kann ihn nicht reparieren und will auf meine Kosten einen ganz neuen Wechsler einbauen. Das ist mir aber zu teuer. Was kann ich noch machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Jens, das verstehe ich! Ich würde den Jungs bei Nissan mal etwas enger auf die Pelle rücken und einen Kulanzantrag stellen. Wenn das auch nichts bringt, ist der Gang zum nächsten Autoradioladen wahrscheinlich die letzte (und preiswertere!) Lösung. Da Nissan den Wechsler nicht selbst herstellt, sondern sich solche Sachen zuliefern lässt, müsste man nur den Hersteller des Wechslers heraus finden. Dann lässt sich leicht ein kompatibles Gerät finden und einbauen. Zum Selberreparieren ist dieses Thema nichts, es sei denn, Du bist Radio- u. Fernsehtechniker. Andreas Kessler.

Frage von Katja aus Hoyerswerda:

Ich fahre seit 3 Jahren einen Opel Corsa von 2000. Wenn ich die Scheinwerfer anmache, geht im Innenraum die Beleuchtung aus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katja, wenn Du damit die Beleuchtung der Instrumente und Mittelkonsole meinst, dürfte das ein Problem des Lichtschalters sein (Austauschen!). Wenn tatsächlich die Beleuchtung des Innenraumes gemeint ist, kann das eine normale Schaltung sein, um Blendungen bei Nachtfahrten zu vermeiden. Dazu mal einen Blick in die Bedienungsanleitung werfen. Viele Grüße.

Frage von Marco Richter aus Gellersdorf:

Hallo! Bei meinem Seat Ibiza 1.4 geht der Tacho nicht, die Kilometeranzeige auch nicht und die Tankanzeige spinnt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marco, ich vermute einen Wackler in der Stromversorgung. Du wirst wohl das Kombi-Instrument zur Diagnose ausbauen müssen, meistens liegt es dann an Leiterbahnunterbrechungen. Vorsicht beim Ausbau, der Stecker hinter den Sicherungsklemmen bricht schnell weg. Details zum Ausbau gibt es in einer der handelsüblichen Reparaturanleitungen. Andreas Kessler.


Frage von Basti:

Ich fahre einen Ford Fiesta, Baujahr 1994. Was für ein Öl muss ich für das Auto kaufen? 10W-40?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das reicht völlig aus! 1994 hatte der Fiesta noch den unzerstörbaren Kentmotor unter der Haube, der wahrscheinlich auch ohne Öl weiterlaufen würde (kleiner Scherz....). Für die Sommermonate reicht auch 15-W40, allerdings sollten Sie dann besonders pünktlich das Öl wechseln und unbedingt jedes Mal einen neuen Ölfilter einbauen.

Frage von Robert Ludwig:

Hallo, nachdem in meinem Passat, Baujahr 97, die ABS- Lampe seit längerer Zeit nicht mehr erlosch, fuhr ich zur VW-Werkstatt. Dort wurde ein Drehzahlfühler als defekt diagnostiziert. Ich gab die Reparatur in Auftrag. Als ich den Wagen abholen wollte, wurde mir eröffnet, dass die Kontrolllampe noch immer brenne, weil das Steuergerät defekt ist. Kosten für das Steuergerät: 730,-? plus Arbeitsaufwand. Das habe ich noch nicht machen lassen. Allerdings wurden mir für «Fehlersuche Elektrische Anlage» 131,- ? in Rechnung gestellt. Das soll wohl für die Diagnose des defekten Steuergerätes sein. Meine Fragen hierzu sind: 1. ist der Preis für eine solche Fehlersuche gerechtfertigt? 2. Eigentlich habe ich eine solche Fehlersuche nicht direkt in Auftrag gegeben. Nachdem die Werkstatt den Fehlerspeicher ausgelesen hatte und den defekten Drehzahlfühler feststellte, habe ich eine Reparatur für diesen beauftragt. Nachdem dies aber wohl nicht (allein) die Ursache war haben die wohl weitergesucht und sind dann auf das defekte Steuergerät gekommen. 3. Sollte ich das Steuergerät dort wechseln lassen und es stellt sich im Nachhinein heraus, dass es doch nicht defekt war, müsste mir dann die Werkstatt nicht auch die Kosten für die falsche Diagnose zurückerstatten? 4. Ist es möglich, dass der Drehzahlfühler gar nicht defekt war, sondern nur das Steuergerät, und jetzt ist was repariert worden, was ich unnötiger weise bezahlen muss?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist leider ein Stochern im Nebel! Durch zahlreiche ähnlich komplexe Fälle wird keine Werkstatt mehr eine Garantie für die Richtigkeit ihrer Diagnose übernehmen (was eigentlich bei den dafür aufgerufenen Preisen eine Frechheit ist...). Das heißt auf Deutsch: Wenn es nicht am Steuergerät, sondern an etwas anderem, noch nicht gefundenen liegt, bleiben Sie auf dem neuen Steuergerät sitzen, weil das alte meistens schon als AT-Rückläufer wieder beim Hersteller ist. Ob Sie die Fehlersuche direkt bezahlen müssen, ist reines BGB-Recht: Wie lautete der Auftrag genau? Wurde er schriftlich fixiert? Wenn ja und wenn dabei keine weitere Fehlersuche beauftragt wurde, handelte die Werkstatt eigenmächtig und kann eigentlich kein Geld dafür verlangen, wenn Sie nicht vorher um Ihr Einverständnis gebeten worden sind. Das ist übrigens keine Rechtsberatung, obwohl die hier fast nötig wäre. ABS-Steuergeräte gehen zwar selten, aber manchmal eben doch kaputt. Um einen Austausch kommt man dann nicht herum. Es gibt inzwischen allerdings auch Firmen, die sich auf die Reparatur von ABS-Steuergeräten spezialisiert haben. Die verlangen dafür etwa 50 % der Kosten eines AT-Steuerteils vom Hersteller.

Frage von Sabine:

Hallo, ich fahre einen Golf III Variant, Baujahr 96, 2,0 l, 115 PS, ca. 232.000 km und keine Werkstatt in meinem Umkreis ist in der Lage mein Auto wieder fahrtüchtig zu machen. Sobald der Wagen richtig warm ist, will er einfach nicht mehr. Merkmale: Rucken, egal bei welcher Geschwindigkeit, Tourenabfall auf 0, Öllampe erscheint...ab und zu fängt er sich dann wieder nach ein paar Sek., aber zwischenzeitlich passiert das nicht mehr sehr oft, sondern er geht einfach aus und lässt sich dann auch erst mal nicht mehr starten. Dauert meistens so ca. 10 Min. dann kann man wieder ein paar Meter fahren oder wenn man ganz viel Glück hat läuft er weiter. HILFE...!!! Gruß Sabine aus Westf.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabine, wenn ich jetzt wüsste, was die Werkstätten alles schon probiert haben.... Ich hatte letztens bei meinem Auto fast die gleichen Symptome, da war es dann schließlich das Drosselklappenpotentiometer. Zunächst hatte ich den Thermofühler im Verdacht, den ich auch einfach schnell gewechselt habe. Das brachte leider nichts. Der Fehlerspeicher warf schließlich einn Fehlercode aus, der zum Drosselklappenpoti passte. Leider gab es das Teil nicht einzeln und ich mußte das ganze Oberteil der Einspritzung ersetzen. Das ist beim Golf aber nicht so, da gibt es den Poti einzeln.... Viel Erfolg wünscht der AUTOPAPST

Frage von Christian Jordan:

Lieber Herr Kessler, ich habe vor kurzem einen Golf 2, Bj. 86 geschenkt bekommen. Habe ihn jetzt ohne größere Probleme durch den TÜV bekommen. Doch bei näherem Hinsehen habe ich bemerkt, das mein Unterboden an vielen Stellen geschweißt worden ist und der Rost wieder durchkommt. Was soll ich tun? Die alten Bleche raus schneiden und neue aus Reparaturblech einsetzen oder gibt es komplette Bodenbleche als Reparatursatz zum einschweißen? Mein VW Händler sagte mir, dass komplette Bodenbleche für das Baujahr 1986 nicht mehr lieferbar sind. Was gibt es für Möglichkeiten meinen Unterboden in Stand zu setzen? Es wäre schade wenn sich mein Golf deswegen auflöst. Ansonsten ist er nämlich top in Schuss. Danke Christian

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Chris, das VW keine Bleche für den Golf 2 mehr verkaufen will, glaube ich gerne (dafür aber einen neuen Golf 5 ;-) ). Reparaturbleche gibt es bei jedem mittelmäßig sortierten Autozubehörhändler. Gerade der Golf 2 ist da immer gut bedient, weil es immer noch 100.000ende dieser Autos auf unseren Straßen gibt. Allerdings lohnt so eine Sanierung des alten Bleches nur dann, wenn Du das alles selbst machen kannst! Ein Werkstattauftrag würde ein Mehrfaches eines gut erhaltenen, rostfreien Golf 2 des Baujahres 1991 kosten.

Frage von Jozef Bloemen:

An meinem Ford Fiesta 1300, Baujahr 1994, bricht in unregelmäßigen Abständen die Leistung zusammen. Der Motor geht dann aus, springt dann ganz schlecht wieder an, läuft dann ganz normal, bis dieser Fehler wieder auftritt. Was kann das sein, was ist zu tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach der Transistor-Steuerung der Zündung an. Das Teil altert und wird dann temperaturempfindlich. Glücklicherweise kostet ein Ersatzteil nur etwa 40 Euro und ist schnell eingebaut. Es sitzt in der Nähe des Zündverteilers (sieht aus wie eine kleine Black-Box!). Ich hatte mal einen Fiesta, der mich damit fast um den Verstand gebracht hat....

Frage von H. Sawinski:

Hey, VW Bus T4, ist der Kupplungszug gerissen! Ersatzteil habe ich mir gesorgt, und wollte es nun alleine einbauen. Hier nun das Problem. Finde keine Beschreibung oder Anleitung, wo sich der Kupplungszug befindet und wie ich ihn wechseln kann (habe Erfahrungen im Autoschrauben).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte eigentlich nicht so schwer sein! Sie können ja mal am Kupplungspedal anfangen: Oben, noch über der Welle des Pedalbocks, ist der Kupplungszug befestig. Wenn das Seil gerissen ist, müsste man den Zug dort problemlos aushaken können. Dann muss der ganze Zug zum Motorraum hin durch gezogen werden. Man findet den Kupplungszug am besten, wenn man vom Ausrückhebel des Getriebes aus geht (da ist das andere Ende des Zuges eingehängt!) Viel Spaß wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Korn Peter:

Hallo Hr.Kessler! Meine Mutter fährt einen Golf 2 Automatik mit 90 PS. Seit kurzem, wenn es sehr Warm ist, gibt das Auto von ganz allein Vollgas. Vielleicht können Sie mir weiterhelfen, da man das Problem bei VW anscheinend nicht kennt. Vielen Dank und schöne Woche

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was ist denn für eine Motorversion eingebaut? Einspritzer oder Vergaser? Als Ursache kommt Falschluft aus Undichtigkeiten im Ansaugtrakt in Frage, die die Motorsteuerung völlig durcheinander bringen kann. Eine andere Möglichkeit ist ein defekter Leerlaufschalter, ein defekter Drosselklappensteller oder ein defekter Thermofühler. Alle Teile sind leicht selbst zu wechseln, allerdings sollte man als Anfänger einen erfahrenen Schrauber als «back-up» haben....

Frage von Bernhard:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Ford Escort, Baujahr 1990. Ich habe mir das Auto privat vor rund drei Wochen gekauft. Schon nach drei Tagen stellte ich fest, dass Öl in den Motorraum läuft. Darauf bin ich zur Werkstatt gefahren und die meinten, es sei die Ventildeckelabdichtung. Diese habe ich austauschen lassen, jedoch das Problem bestand immer noch. Nach meiner Analyse dringt das Öl über den Luftfilter in den Motoraum. Ich habe den Luftfilter aufgemacht und festgestellt, dass dieser total verölt ist. Aus welchen Gründen kann das Öl in den Luftfilter gelangen und wie lange kann ich damit noch fahren, wenn ich das Auto erst wieder in zwei Wochen zur Werkstatt bringen kann? Auch habe ich bemerkt, dass das Auto bei feuchtem Wetter Probleme mit dem Anfahren hat (der Motor seine Leistung nicht bringt). Woran könnte das liegen, oder hängt es mit dem Öl im Luftfilter zusammen? Im Voraus schon einmal besten Dank für eine Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernhard, wenn Öl im Luftfilter ist, liegt das fast immer an der Kurbelgehäuseentlüftung. Bei älteren Motoren herrscht durch fortgeschrittenen Verschleiß ein so hoher Druck im Kurbelgehäuse, dass ein Teil des Motoröls über die Entlüftung in den Luftfilter geblasen wird. Das wird noch begünstigt, wenn zu viel Öl in der Ölwanne ist (wie viel Öl ist im Motor? Ölstand über der max.-Marke?). Ich würde zunächst mal einen neuen Luftfilter spendieren und die Kurbelgehäuseentlüftung vom Luftfilter abklemmen. Stattdessen kommt der Schlauch dann an einen Ölabscheider, der verhindert, dass alles in die Umgebung gepustet wird. Vielleicht reicht das schon, um auch die Anfahrschwäche zu kurieren....

Frage von Niko Jonathan:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Mercedes 208er Kastenwagen, Baujahr 94. Meine Temperaturanzeige springt immer wieder während der Fahrt in den roten Bereich. Wenn man dann mit dem Finger draufklopft, geht sie wieder zurück in den normalen Bereich... Die meisten meinen, wenn was mit der Temperaturanzeige nicht stimmt liegt es in den seltensten Fällen am Instrument. Aber kann es in diesem Fall nicht wirklich sein? Ich habe mal überlegt das Teil mit ein bisschen Kontaktspray oder einer Ultraschallreinigung wieder fit zu bekommen. Hat das Aussicht auf Erfolg oder muss ich in die Werkstatt? Vielen Dank und freundliche Grüße!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde es in diesem Fall auch genau so versuchen, wie Sie vorschlagen! Beim alten 208er ist die Technik noch in einem beherrsch- und vor allem reparierbaren Umfang, der nicht in jedem Fall einen teuren Werkstattbesuch nötig macht.

Frage von Niko:

Hallo, ich fahre ein Golf 2, Baujahr 1991, 1,3 Liter, vier Gänge mit ca. 165.000. Motor läuft top nach ihrer letzten Diagnose. Danke noch einmal! Mein folgendes Problem betrifft mein Getriebe, das schleifende Geräusche macht, besonders beim Anfahren im ersten und zweiten Gang, aber auch beim Runterschalten nicht so doll. Bosch meinte, es wären die äußeren Lager, bei VW sagten sie nein, das würde ein polterndes Geräusch sein, wenn es die wären. Es wurde ein Getriebe-Ölwechsel vorgenommen vor ca. 1000 km und es wurde immer schlimmer. Öl ist genug drin 75W90! Vielleicht wissen sie ja, was es sein könnte. Habe an die Synchroneinheiten gedacht! Helfen vielleicht Sägespäne! Mit freundlichen Grüßen Niko

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Niko, die Getriebe des Dauerläufers Golf 2 sind seine Achillesferse! Ich würde mir jetzt nicht zu viele Gedanken über das woher und wohin machen und mir lieber ein gebrauchtes Getriebe suchen. Die 4-Gang-Boxen sind sehr zahlreich auf dem Markt und kosten in aller Regel (online ersteigert....) unter 100 Euro. Der ganze Aufwand (Reparatur oder Getriebewechsel) lohnt allerdings nur bei einem wirklich guten Auto mit frischem TÜV-Stempel und Umweltzoneneignung. Alles andere würde einen zu geringen Zeitwert haben.....

Frage von Walter:

Kann ich mit einem Sportauspuff auch die «Power» steigern? Mein Wagen, ein Corolla 1,4 Diesel kämpft mit «Anfahrschwäche», was könnte ich da alles tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei diesem Auto hilft eigentlich nur «Gewicht machen» (also alles `rausschmeißen, was nicht unbedingt zum Fahren nötig ist...), eine Motorinspektion oder der Eintausch gegen ein etwas «potenteres» Modell. Saugdiesel sind eher weniger «Tuninggeeignet»......

Frage von Reiner Rink:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Golf 3 Variant, Bj.96, schaltet der Front- und Heckscheibenwischer immer wieder ein, ohne das ich den Schalter betätige. Relais wurde bereits schon ausgetauscht. Gruß R. Rink

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte am Wischerschalter bzw. an dessen Kabelbaum liegen. Wenn der Golf mir gehören würde, würde ich den Wischerschalter ausbauen und versuchsweise gegen einen neuen ersetzen. Wenn Sie sich das Ersatzteil aus dem Zubehör oder gebraucht besorgen und etwas basteln können, wäre das auch die Lösung für Sie. Sonst muss das die Werkstatt machen.....

Frage von Alexander Bollerhoff:

Hallo Herr Kessler, vor Kurzem habe ich mir einen Golf 4 1.6 16V gekauft. Wenn ich so mit 50 km/h fahre, tritt ein Brummgeräusch auf und wenn ich dann vom Gas gehe, fängt es an zu rattern. Was könnte das sein? Mit freundlichen Grüßen Alex

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Getriebeschaden (Zahnausfall zwischen Kegel- und Tellerrad im Getriebe...). Vielleicht ist es aber auch nur eine defekte Antriebswelle (Gleichlaufgelenk).

Frage von Christoph:

Guten Tag, mein Auto verzieht beim starken Beschleunigen nach rechts und beim starken Bremsen nach links. Dieser Effekt macht sich auch im Lenkrad bemerkbar (sprich: es wandert nach links oder rechts mit relativ starkem Druck). Ich muss hinzufügen, dass ich seit gestern neue Reifen habe (Vredenstein Sportrac 3) und erst seit diesem Reifentausch ist mir das mit dem Verziehen richtig aufgefallen (Wagen hat vorher schon leicht verzogen aber noch nie in der Stärke). Danke für ihre Mühe Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dieses Phänomen könnte mit verschlissenen Lagern des Stabilisators zusammen hängen. Auffällig wird es jetzt durch den besseren Grip der Sommerreifen, die den Stabilisator mehr beanspruchen und für eine größere Verwindung der Vorderachse sorgt.

Clairchen fragt:

Hallo Ihr Lieben, lese immer gespannt den Autopapst. Nun meine Frage: ich habe einen 4 Jahre alten Peugot Partner, bei welchem ich letztens die Wischer wechseln ließ. Nun klacken diese beim Wischen und machen keine tollen Geräusche: klack, klack… Was mach ich nun? Liebe Grüße Clairchen.

Autopapst Andreas Kessler fragt:

Hallo Clairchen, da hat man Dir wahrscheinlich ungeeignete Wischer verpasst, die zu laut «umklappen». Las Dir Markenwischerblätter einbauen (Bosch, SWF) und keinesfalls Billigkram aus dem Zubehör. Wischerblätter sind nichts, an dem man sparen sollte. Tipp vom Autopapst: Bosch «Aerotwin»-Blätter. Die sind zwar teuer, aber superleise und halten ewig.

K.-D. Schwoche fragt:

Guten Tag, ich fahre einen Seat Ibiza, Bj. 94, 123.000 km Laufleistung. Das Auto läuft plötzlich beim Starten völlig unrund und nimmt beim ruckelnden Anfahren kaum Tempo auf. An was könnte es liegen? Mit freundlichen Grüßen K.-D. Schwoche

Autopapst Andreas Kessler fragt:

Fangen wir doch erst mal klein an: Wie wäre es mit der 3 - K - Lösung? Nach diesem pauschalen Wechsel von Kerzen, Kabeln und Kappen der Zündanlage dürfte das Auto schon viel besser laufen....

Martin Stöckl fragt:

Guten Tag Herr Kessler! Ich fahre einen Mitsubishi Colt Gl 1300, Bj.: 97und seit Kurzem nimmt er kein Vollgas an, bei Halbgas geht alles blendend, aber wenn ich voll Reinsteige, beschleunigt er überhaupt nicht mehr! Hoffe, Sie können mir vielleicht helfen! Mit freundlichen Grüßen, Martin Stöckl

Autopapst Andreas Kessler fragt:

Da denke ich zuerst an einen fast völlig zugesetzten Kraftstoff-Filter. Wenn ein Wechsel keine Besserung bringt, müsste die Förderleistung (Menge und Druck) der Kraftstoffpumpe überprüft werden. Vielleicht ist auch nur ein Schlauch der Zündverstellung abgerutscht.....

Walter Widmayer fragt:

Habe 52.000km auf meinem Renault Scenic ( 5 Jahre alt). Ist es erforderlich, Zahnriemen und Wasserpumpe zu erneuern . Danke für Ihre Antwort!

Autopapst Andreas Kessler fragt:

Ich würde noch ein Jahr oder 28.000 km mit dem Wechsel warten.

Monika Slabon fragt:

Kann durch wenig fahren die Bremsanlage so abgenutzt sein, dass sogar die Bremsscheiben ausgebaut werden müssen? Das Auto (Peugeot 307) hat ca. 20.000 km runter, wurde 2004 zugelassen. Es handelt sich um einen Vorführwagen.
Dankeschön.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Monika, in der Tat können wenig benutzte Bremsen / Bremsscheiben korrodieren (rosten) und so auch verschleißen. Ich habe vor kurzem einen Gebrauchtwagen gekauft, bei dem das auch der Fall war. 5000 flotte Autobahn-Kilometer haben die Bremsen wieder blank gekriegt.... Wer nicht so viel fahren will, muss u.U. die Bremsscheiben erneuern... Viele Grüße vom AUTOPAPST.

Micha fragt:

Hallo Autopapst! Ich habe mal eine Frage zu meinem Ford KA 1.3, 60 PS. Seit neuestem riecht es im Innenraum nach Benzin, aber nur wenn er vorher gestanden hat, also nicht während der Fahrt. Vor kurzem ist der Tank bzw. die Benzinpumpeneinheit ausgetauscht worden. Ich war schon mehrfach in der Werkstatt, die sagen im Moment erst mal beobachten. Das ist ziemlich nervig, kannst du mir helfen? Der Ford hat auch noch eine Standheizung. Vielen Dank für deine Antwort! Micha. PS: Ich möchte noch mal eine Anmerkung machen mit der ich selber schon gute Erfahrung gemacht habe .Vor kurzem war mal ein Beitrag zum Thema Klimaanlage und Nässe im Innenraum des Auto.
Nachdem die Werkstatt den Dreck immer wieder mit Druckluft über den Klimaanlagenschlauch in den Überlauf zurückgedrückt hat und es immer wieder Probleme mit Nässe gab, hab ich einfach den Staubsauger genommen und den ganzen Süff mit dem Staubsauger rausgezogen, seit dem ist Ruhe. Also schönes Wochenende, Micha


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Micha, wahrscheinlich hat der kleine aus Köln schon ein paar Jährchen auf dem Buckel (Bj. 2000?). Im Laufe der Jahre werden die Kraftstoffschläuche erst porös und dann undicht. Dabei saugt sich die Textilummantelung der Schläuche mit Sprit voll; das ergibt eine schön große Oberfläche, von der aus der Kraftstoff wunderbar verdunsten kann. Das Ergebnis riechst Du…. Das Problem ist wahrscheinlich nach dem Wechsel der Benzinpumpe noch verstärkt worden, weil erstens die porösen Schläuche bewegt wurden und zweitens die neue Pumpe mehr Druck als die alte macht. Also: Kraftstoffschläuche erneuern!!
P.S.: Der Staubsaugertipp ist klasse. Schon gespeichert….

Ute Fragt:

Mein Reifen vorne links ist an der Innenseite an einer Stelle abgefahren, wie kann das passieren Muss da etwas unternommen werden?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Ute, der Gesetzgeber schreibt 1,6 mm Mindestprofiltiefe an jeder(!!) Stelle des Reifenprofils vor. Wenn Du in eine Mausefalle kommst und die Straßenförster Deine Reifen kontrollieren, wird es teuer (und es gibt Punkte….). Also: Neue Pellen aufziehen lassen, und dann die Achse (Vorderachsgeometrie) vermessen und ggf. einstellen lassen. Wenn Du nur neue Reifen aufziehst, sind die auch bald wieder abradiert…. Neben dem ungleichmäßigen Verschleiß ist eine verstellte Achsgeometrie immer ein Sicherheitsrisiko, weil das ABS nicht ideal arbeiten kann und das ganze Auto beim Bremsen ruckartig aus der Spur brechen kann.

Yvonne Lehmann fragt:

Hallo! Ich fahre einen Smart Fortwo, Benziner, EZ 04.01 und muss ca. alle 1000 km einen Liter Öl auffüllen. Nun wollte ich fragen, ob das normal ist? Auto fährt und zieht wie immer. Fahre das Auto schon seit knapp vier Jahren und das Problem habe ich eigentlich schon immer. Außerdem ich habe schon einmal gehört, dass das wohl für den Smart normal sein soll. Aber ich finde das doch schon ganz schön viel. Dass Öl fehlt macht sich bemerkbar, indem die Öllampe bzw. Öldrucklampe kurz aufleuchtet, wenn ich eine Kurve zu schnell fahre oder die Kurve zu kurvig ist. Leuchtet also nie konstant. Doch wenn ich dann den Ölstand überprüfe, ist laut Messstab kein Öl mehr vorhanden. Kann ich damit leben bzw. mein Smart oder muss ich etwas tun Wie z.B. neuer Motor. Mit freundlichen Grüßen, Yvonne

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Yvonne, die Smart-Motörchen sind eigentlich immer am Leistungslimit, also ständig überfordert. Das treibt den Ölverbrauch in die Höhe, wobei Daimler die von Dir genannten Werte wahrscheinlich als „völlig normal“ bezeichnen wird (was sie natürlich nicht sind!!). Ich glaube nicht an einen Motorschaden, sondern an das alte Smart-Problem mit der Kurbelgehäuseentlüftung. Sofortmassnahmen: Teillastentlüftungsschlauch runter und evtl. freiräumen/ersetzen. Ventildeckelentlüftung vom Ansaugrohr abziehen, Ansaugrohr verschließen, Ventildeckelentlüftungsschlauch verlängern und in ne Coladose o.ä. führen. Zündkerzen wechseln, LLK entölen. Das eigentliche Problem ist meist die Volllastentlüftung oder auch Ventildeckelentlüftung. Die Öldämpfe und Ölspritzer, die unterm Deckel landen werden durch ein kleines Labyrinth geleitet und sollen dann durch ein kleines Röhrchen am Ende des Labyrinths wieder zurück in den Motor tropfen. Soweit zur Theorie, denn mit der Zeit (durch mineralisches Öl ((5W, 10W, 15W ... ))beschleunigt), setzt sich dies Röhrchen zu und das, was in den Motor zurücklaufen soll, läuft in den Entlüftungsschlauch und weil der Motor hinten schräg drinsitzt, rinnt die Soße in das Ansaugrohr... der weitere Weg ist dann der Turbolader, die Ansaugbrücke und schließlich wird es in den Motor geblasen/gesaugt. Dort setzt sich das Öl auf die Ventile und verkokt diese und die Zündkerzen, in erster Linie die in der unteren Reihe, liegt wohl an der Strömung... die heissen Auslassventile können sich nicht mehr richtig frei brennen und ein unkontrollierter Zündfunken der Kerze erodiert dann quasi eine Ecke aus dem Ventil raus. Undichtes Ventil bedeutet natürlich keine Kompression und keine Motorleistung mehr. Abhilfe schafft ein Ölabscheider oder eine regelmäßig gereinigte Ventildeckelentlüftung (kompliziert). Ein weiteres Problem ist die angesprochene Teillastentlüftung oder auch Kurbelwellengehäuseentlüftung, deren Rückschlagventil am Gummischlauch hinter der Drosselklappe oft gern den Geist aufgibt... Folge ist, dass der Ladedruck ins Kurbelgehäuse gelangt und das Öl rausdrückt.

Frage von Horst Behrschmidt:

Hallo Herr Kessler, habe ein Problem mit meinem Audi A4 1.8T. In das Auto wurde ein größerer Turbolader eingebaut. Danach ist das Auto einen Tag lang sehr gut gelaufen! Plötzlich hatte der Motor Aussetzer. Daraufhin wurde alles im Motorraum ausgetauscht, was sich nur finden ließ!! (Von Luftmassenmesser über Zündspulen, Hochspannungsendstufe, Kabelbaum, Zündkerzen, Steuergerät usw.). Nach einiger Zeit wurde auch noch die Kraftstoffpumpe gewechselt. Diese Maßnahme behob den Fehler. Jetzt ist allerdings ein anderer Fehler aufgetreten! Das Auto läuft nur noch im Notprogramm!! Das Notprogramm lässt sich nicht mehr zurückstellen!! Der Fehlerspeicher zeigt Fehler: Hallgeber Spannung zu gering!! Die Spannung wurde jedoch gemessen und ist korrekt!! Der Hallgeber wurde im Übrigen auch schon gewechselt!!! Als das Steuergerät aufgrund des ersten Fehlers getauscht wurde, hat der sogenannte Spezialist lange in der Steuerung rumprogrammiert (auch bei der Wegfahrsperre!!). Danach waren nämlich die Aussetzer immer noch nicht behoben und zudem fehlte Leistung, d.h. das Steuergerät ist also seither im Notlauf!!!! Also zusammenfassend gesagt: Die Aussetzer sind jetzt weg, aber der Notlauf ist noch aktiv!!!
Kann dieser Sachverhalt an einer Fehlprogrammierung liegen, oder ist das ein anderes Problem? (ES WURDE A L L E S AUSGETAUSCHT!!) Oder wüssten Sie einen guten Ansprechpartner für dieses Problem bzw. Elektronik? Mit freundlichen Grüßen Horst Behrschmidt


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Als Gebrauchtwagenkäufer würde ich Ihrem Auto wahrscheinlich das Attribut «verbastelt» verpassen! Wer soll sich durch diesen Wust von veränderten Parametern durchfinden? Wovon kann ein Spezialist ausgehen, um eine Diagnose zu stellen? Ohne einen definierten Ausgangszustand ist einfach keine Diagnose möglich, weil die Größe der Abweichung nicht definiert werden kann. Um das Auto wieder zum Laufen zu bringen, würde ich zunächst den Serienzustand wieder herstellen und dann ganz kontrolliert ein Tuning-Teil nach dem anderen ins Auto einbauen. Sollte es nach dem Einbau eines Teils wieder Probleme geben, wissen Sie immerhin, welches Teil der Verursacher ist....

Frage von Reinhard Steigerwald:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Renault (F), Typ. KC, Kangoo, Bj.05.1999, 1,4 Liter, ist der Zahnriemen nach 42.000km gerissen. Der Zahnriemen ist bei 92.000 km in einer Werkstatt erneuert worden. Meine Frage ist nun wie es mit Kulanz ausschaut. Gib es Kulanz? Ist eine Garantie auf dieses Ersatzteil? Wie lange oder KM? Wie lange muss der Neue Zahnriemen normalerweise halten bei normaler Fahrweise 90 Prozent Autobahn? (Frauenauto). Würde mich über eine aussagefähige Antwort von Ihnen freuen. M.f.G. R. Steigerwald

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch gibt es die gesetzliche Sachmängelhaftung auf das Material von zwei Jahren bei neuen Teilen. Ich gehe davon aus, dass der eingebaute Zahnriemen neu war. Wenn der Werkstattauftrag noch keine 2 Jahre zurück liegt, könnte die Werkstatt den gerissenen Riemen bei ihrem Lieferanten gegen einen neuen Riemen umtauschen. Das hilft Ihnen aber nur wenig weiter, weil die «Folgekosten» des Zahnriemenrisses erheblich höher liegen als die Riemenkosten. Bislang sieht die geltende Rechtsprechung den Kostenersatz durch den Zahnriemenlieferanten nur in Ausnahmefällen (und nach einem Rechtsstreit) vor. Wenn bereits mehr als 2 Jahre seit dem Zahnriemenwechsel vergangen sind, haben Sie in jedem Fall schlechte Karten.... Grundsätzlich sollte ein Zahnriemen mind. 6 Jahre oder 80.000 km halten (das sind erfahrungswerte, die je nach Hersteller variieren können!). Generell empfehle ich bei solchen teuren Gewährleistungsproblem juristischen Rat, den ich als Nicht-Jurist nämlich nicht anbieten kann (und darf...!!).