Fragen an den Autopapst im Mai 2007

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil läuft nicht wie gewünscht? «Autopapst» Andreas Kessler findet in der Autogazette Lösungen für die Probleme. Ihre Fragen an den Autopapst im Mai 2007.

Sie haben Schwierigkeiten beim Anfahren, Ihr Auto macht laute Geräusche beim Bremsen oder die Kupplung schleift - unser «Autopapst» Andreas Kessler beantwortet ihre Fragen in der Autogazette. Ihre Anfragen im Mai 2007:

Frage von Ingrid Possnin:

Hallo Herr Kessler. Ich habe einen Ford Fiesta 1.4 mit Teileeinspritzer. Er geht beim Bremsen aus. Auch schwankt der Leerlauf immer zwischen 500 und 1000. was könnte die Ursache sein? Und kann man den Leerlauf selbst einstellen, oder muss man dieses machen lassen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ingrid, die Leerlaufdrehzahl Ihres Fiesta ist leider nicht einstellbar (jedenfalls nicht durch das Drehen einer Einstellschraube...). Wenn die Drehzahl des Leerlaufs stark schwankt, ist speziell bei Ford-Fahrzeugen gerne der Leerlaufregler verschmutzt. Eine Reinigung hilft zunächst, in den meisten Fällen muss das Ding aber gewechselt werden.

Frage von Walo Germann:

Wie muss ich vorgehen beim Wechseln der Kupplung beim VW Golf 3 Variant 66 kw / BJ 1996?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Walter, für Sie auch den Tipp, den hier alle anderen mit dem Wunsch nach einer „Online-Reparaturanleitung“ kriegen: Besorgen Sie sich eins der einschlägigen Bastelbücher für den Golf. Die sind gerade bei Standard-Reparaturen wie die der Kupplung perfekt bebildert. Ich spare mir also viel Mühe und vergesse auch keine Details.....

Frage von Petra Schilf:

Hallo, Herr Kessler, ich fahre einen Opel Astra G, BJ 1998. Seit einigen Tagen steht der Tacho still, kurze Zeit später geht die Motorleuchte an. Nach ca. 1 - 4 km läuft der Tacho wieder und die Lampe geht sofort aus. Manchmal läuft aber auch alles sofort ohne Probleme. Beim Fahren merkt man nichts, alles scheinbar? OK. Vielen Dank im Voraus für die Antwort.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Motorkontroll-Leuchte will Ihnen wahrscheinlich sagen, dass der Geschwindigkeitsgeber im Getriebe defekt ist. Wenn dieses Teil dann plötzlich wieder „einspringt“, geht die Lampe natürlich wieder aus. Lassen Sie also den Geschwindigkeitsgeber überprüfen und ggf. erneuern. Zur Sicherheit können Sie vorher dessen Fehlerspeicher abfragen lassen (das macht die Werkstatt aber wahrscheinlich sowieso....)

Frage von Gossen:

Hallo, ich fahre einen VW Polo Baujahr 10/2005 Benziner. Ist der Motor circa 2 Stunden aus, steht das Bremspedal ganz oben also kein Unterdruck vorhanden. Beim starten des Motors geht das Pedal ca. 3 cm runter. In der Werkstat sind schon Ruckschlagventil und Bremskraftverstärker umgetauscht worden. Hat nichts geholfen. Bremswirkung sehr gut, wie lange muss denn der Unterdruck stand halten ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Im Normalfall bleibt der Unterdruck wochenlang konstant! Ich würde mir an Ihrer Stelle aber keine Gedanken machen, sondern VW mit der Lösung des Problems beauftragen. Immerhin ist das Auto noch in der Gewährleistungszeit.....

Frage von Heinrich Rankel:

Ist es notwendig, beim Tausch eines Kondensators der Klimaanlage vom BMW 525 i, Baujahr 1990 den Trockner zu erneuern? Vielen Dank!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch nicht, aber da die Anlage ohnehin geöffnet wird und anschließend neu befüllt werden muss, lohnt die Ersparnis nicht. Außerdem ist der Trockner ein Verschleißteil; irgendwann muss der doch `raus, wahrscheinlich dann kurz nach dem Tausch des Kondensators. Also: Lassen Sie den Trockner wechseln!

Frage von Alexander Röding:

Hallo Herr Kessler, an meinem Citroen Berlingo Mult, Baujahr 05/2000, musste in den letzten drei Jahren beim KM Stand 49.163, 56.944 und 65.739 die Ventildeckeldichtung erneuert werden, weil Öl in den Wintermonaten in größerem Umfang austrat. Ich denke, derartiger Verschleiß ist nicht normal. Sind Fabrikations-/ Konstruktionsmängel (evtl. bei großer Kälteeinwirkung) bekannt? Mit freundlichem Gruß R. Röding

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In diesem Zusammenhang würde ich nicht von Verschleiß sprechen, eher von einem verzogenen Ventildeckel oder mangelhaft ausgeführter Arbeit. Wenn die Dichtung immer wieder leckt, würde ich sie mit einem Flüssigdichtmittel zusätzlich eindichten, auch wenn der Hersteller davon nichts sagt. Vielleicht lohnt auch der Wechsel der Werkstatt.....

Frage von Ralf Bauer:

Mein Golf 4, Baujahr 2000, 1.4 Benziner, hat ziemlich neue Bremsbeläge und die Bremsscheiben sind auch ziemlich gut. Bremsleistung ist auch in Ordnung, doch beim Bremsen kommt es leider fast immer vor, dass er so laut quietscht, dass es schon peinlich ist. War bereits bei einer VW Werkstatt; man hat mir dann versichert das es normal ist. Aber das Quietschen ist schon richtig unangenehm.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Grundsätzlich ist die Quietscherei beim Bremsen eher ein Schönheitsfehler als ein Mangel. Immerhin gibt es aber Bremsanlagen, die beim Betätigen des Bremspedals völlig ruhig bleiben.... Die Geräusche sind eigentlich nichts weiter als hochfrequente Schwingungen eines Teils der Bremsanlage, die es zu dämpfen gilt. Der Werkstattmann wird die Bremsbeläge aus den Sätteln ausbauen, alles sorgfältig von Bremsabrieb und Schmutz befreien und die selben Beläge wieder einbauen. Vorher wird er aber die Rückseite und die Flanken der Bremsbelagträgerplatte dünn mit Kupferpaste oder «Brake-Lube» einreiben, das sorgt für endgültige Ruhe....

Frage von Tom:

Hallo, habe ein Problem mit meinem Audi A4, Bj. Mitte 2000. Technische Daten: 116 PS TDI Pumpe Düse 130.000. Fahrzeug hat einen Leistungsverlust im oberen Drehzahlbereich ab ca.2800 Umdrehungen. Fahrzeug kommt auf der Autobahn gerade noch auf 180 km/h mit einer langen Beschleunigungszeit, bei Ansteigung fällt die Geschwindigkeit um 10-15 km/h. Fahrzeug hatte ich in der Werkstadt, Diagnosegerät zeigt keine Fehler. Abgasregelventil wurde letztes Jahr ausgetauscht. Ich hoffe Sie können mir weiter helfen. Habe schon viel gutes von Ihnen gehört. Mit freundlichen Grüßen

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Tom, haben Sie schon mal einen «Re-Set» versucht? Das ist ein Begriff aus der Computerwelt und bedeutet «Neustart». Wenn nach dem Auftreten des Problems und einem anschließenden Neustart alles für einige Zeit wieder o.k. ist, liegt es mit hoher Wahrscheinlichkeit am Luftmassenmesser. Das ist eine Krankheit der Autos des VW-Konzerns aus dieser Zeit. Das Ersatzteil kostet etwa 75 Euro und ist schnell gewechselt (wird nur eingeclipst..). Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Dana Schmidt:

Hallo Herr Kessler, unser Renault Kangoo, Baujahr 2000, macht seit einiger Zeit Probleme. Die Temperaturanzeige funktioniert nicht mehr richtig. Wir waren damit auch bereits in der Renault-Werkstatt und da hat man uns gesagt, wir bräuchten ein neues Armaturenbrett für 350,00 Euro. Nach dem Starten und nach kurzer Strecke geht der Temperaturfühler auf normale Betriebstemperatur und zeigt einen normalen Stand an. Wird das Auto für ein paar Minuten zwecks Einkaufen oder Tanken abgestellt und danach wieder gestartet, rührt sich der Temperaturfühler für den Rest der Fahrt überhaupt nicht mehr bzw. er steigt nur auf den untersten Strich an. Aber auch nach 90 Grad-Kurven fällt der Temperaturzeiger aus bzw. steigt auf normal an, wenn er sich vorher nicht aufgehängt hat.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Dana, das könnte am Thermofühler im Motorblock liegen oder an einem «Kupferwurm» in der Verdrahtung. Den Thermofühler würde ich noch wechseln lassen, die «große» Lösung mit langer Suche unter dem Armaturenbrett ist ganz sicher zu teuer. Ersatzweise können Sie sich ja ein Kühlwasserthermometer aus dem Zubehör auf das Armaturenbrett bauen lassen. Das kostet etwa 30 Euro zuzüglich Einbau und funktioniert immer ... die Dinger sind gerade wieder verstärkt nachgefragt, weil viele Hersteller das Anzeigeinstrument ganz einsparen. Die meisten Leute möchten aber trotzdem wissen, wie heiß das Kühlwasser gerade ist ...

Frage von Thomas Bachmann:

Der Zwischenflansch bei meinem VW Golf III, Baujahr 1994, Motorkennung AAM, Automatikgetriebe, ist defekt. Ich möchte diesen gerne selber tauschen, weiß aber nicht, ob die Einspritzeinheit sich dabei verstellt, wenn ich sie abbaue. Könnten Sie mir verraten, was ich eventuell beim Aus- und Einbau beachten muss und ob die Reparatur von einen verständigen Laien gemacht werden kann. Ich traue mir diese Reparatur durchaus zu und würde mich freuen, wenn Sie mir ein paar Tipps geben könnten.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, der Wechsel des Ansaugflanschs ist wirklich selbsterklärend! Einfach die 4 Muttern lösen (2 am Saugrohr, 2 an der Einspritzung), die Einspritzung hoch nehmen (ggf. ein paar Schläuche abziehen, um mehr Bewegungsraum zu bekommen...), den neuen Flansch einsetzen, alles wieder festschrauben und anstecken, fertig!

Frage von Christoph Mackenthun:

Habe mir im Wald die Ölwanne meines Opel Omega 3,0, Baujahr 1989, aufgeschlagen. Nun bin ich dabei sie abzubauen habe sie auch losbekommen. Jetzt mein Problem: ich bekomme sie nicht runter, weil die Radaufhängung im Wege ist. Muss ich jetzt wirklich die Radaufhängung abbauen oder geht das auch anders?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unter Umständen reicht auch das Lösen der Motoraufhängung und ein leichtes Anheben des Motors (am besten mit einem mit einem Kran/Flaschenzug, weil die Ölwanne als Ansatzpunkt von unten ja nicht zur Verfügung steht ...). Fragen Sie doch mal einen alten Meister in einer Opelwerkstatt, welchen Trick der anwendet. Ich selbst bin hier leider überfragt, weil ich diese Operation noch nie durchgeführt habe ...

Frage von Gernot Lange:

Ich hatte vor zwei Tagen ein Problem. Die Kühltemperatur stieg auf 110 Grad. Zuerst dachte ich, dass das Thermostat defekt sei, da ein Schlauch zum Kühler warm war und der andere kalt. Nun musste ich feststellen, dass ich keine Kühlflüssigkeit mehr hatte im Ausgleichsbehälter. Ich habe sie wieder aufgefüllt. Doch nach dem Starten des Motors war unter dem Fahrzeug eine großer Wasserfleck. Nach näheren Untersuchungen musste ich feststellen, dass Kühlflüssigkeit aus der Ölwanne austritt. Kann es sein, das zudem auch die Wasserpumpe defekt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz sicher sogar! Wenn die Wasserpumpe defekt ist, ist nicht etwa das Pumpenrad oder die Welle gebrochen, sondern nur die Wellendichtung undicht. Durch dieses Leck rinnt das Kühlwasser auf die Straße und steht dann nicht mehr für thermodynamische Zwecke zur Verfügung ... eine neue Wasserpumpe löst das Problem!

Frage von Mathias:

Ich fahre einen VW Golf IV, 1,6 l Benziner, 74 kW, Baujahr 1999. Das Auto springt manchmal schlecht an. Es kommt dann eine Rauchwolke hinten raus und es riecht leicht nach Sprit. Wenn ich dann losfahre, kommt keine Leistung. Ich denke, er läuft dann nur im Notlaufprogramm. Wenn ich nun einige Meter fahre, den Golf abstelle und wieder neu starte, läuft er wie geschmiert. Der Fehler kommt nicht immer, mal habe ich wochenlang keine Probleme, dann wieder ständig. LMM ist neu. Der Tausch hat aber nichts gebracht. Man sagte mir, dass unter dem Zahnriemenschutz noch ein OT-Geber sein müsste, die Reparatur aber sehr teuer wird. Vielleicht können Sie mir helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz sicher ist das ein Problem mit der Steuerung! Ob es lediglich ein Software-Bug ist, oder ob ein Sensor defekt ist, kann man leider erst in der Werkstatt heraus finden. Wenn das Auto das nächste Mal im «Notlaufmodus» läuft, sollten Sie so bald wie möglich (also am besten sofort!) zum Auslesen des Fehlerspeichers in eine Werkstatt fahren. Mit hoher Wahrscheinlichkeit lässt sich das Problem dann mit dem ausgelesenen Fehlercode eingrenzen. Es kann natürlich trotzdem der OT-Geber sein.....

Frage von Siegfried Dietrich:

Ich habe bei meinem Renault 19 die hinteren Dämpfer gewechselt. Nun tritt ab ca.60 - 80 km/h ein lautes Reifengeräusch auf. Das klingt etwa so, als ob beim Fahrrad der Dynamo mit läuft. Was ist das? Komischerweise ist das Geräusch in Linkskurven ganz weg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Irgend etwas im linken Radkasten schleift am Reifen! Durch die Entlastung des kurveninneren Rades federt der R19 hinten links etwas aus, der Kontakt zum Rad reißt ab und das Geräusch ist weg! Ich würde das Rad hinten links noch mal abmontieren und alles ganz genau nach Schleifspuren absuchen. Es sollte doch mit dem dem Teufel zu gehen, wenn sich der «Brummer» nicht lokalisieren ließe ...

Frage von Bernd Joos:

Hallo Herr Kessler, sie scheinen ja eine rech große Ahnung von Autos zu haben. Hoffentlich können sie mir auch helfen. Ich fahre einen VW Golf III VR6, Baujahr 1993 mit 130.000 Kilometern. Eigentlich bin ich mit diesem Auto sehr zufrieden. Aber als ich das letzte Mal auf der Autobahn gefahren bin, ist mir aufgefallen, dass die Lenkung irgendwie schwimmt. Fahrwerk und Reifen sind fast neu und auch richtig eingestellt. Aber ich hatte trotzdem das Gefühl, dass irgend etwas seltsam ist. Als ich die Lenkung dann mit einem anderen Golf III verglichen habe ist mir aufgefallen, dass an der Lenkung irgendetwas nicht stimmen kann. Es ist als würde die Lenkung gar nicht richtig ansprechen. Als wären die Lenkbewegungen gar nicht direkt. Daraufhin füllte ich ein komplett neues Servoöl ein (original von VW), aber es hat sich nichts getan. Könnten sie mir helfen? Ich weiß wirklich nicht wo ich anfangen soll.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, ich würde zunächst mall alle Querlenker- und Stabi-Gummis prüfen und ggf. erneuern. Was ist denn für ein Fahrwerk verbaut? Serie oder Sport (tief?)? Vielleicht ist der Einsatz einer Domstrebe und einer Querlenkerabstützung sinnvoll ... Oder Du musst Dich nur noch etwas an das Auto gewöhnen!

Frage von Ulrich Dellbrügge:

Bei meinem VW Golf III, 1.6 l, 75 PS, Baujahr 1993, fängt die Ölkontrollleuchte ab 2000 Umdrehungen an zu blinken und zu tönen, wenn der Motor die 70-Grad-Marke erreicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Golf III hat eine sogenannte «dynamische Öldruckkontrolle» mit zwei Öldruckschaltern, die den Öldruck im Leerlauf und bei höheren Drehzahlen überwachen. Wenn er z. B. oberhalb von 2000 Umdrehungen nicht mindestens 1,8 bar beträgt, piepst der Pieper und leuchtet die Leuchte. Als Ursache kommen zu geringer Ölstand, eine elektrische Störung (Schalter, Kabel, Steuerung), eine defekte Ölpumpe oder ein Lagerschaden in Betracht. Häufig ist es einfach nur ein defekter Öldruckschalter.

Frage von Birgit Schellroth:

Habe gestern meine Klimaanlage eingeschaltet, nach einer Weile bemerkte ich, dass diese nicht mehr kühlt. Heute will ich losfahren und es macht schleifende kratzende Geräusche im Motorraum. Schalte ich die Klima wieder ein, sind die Geräusche weg. Klima aus, sind die Geräusche wieder da. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach einem Problem mit der Magnetkupplung des Kompressors an. Lassen Sie die mal checken. Hoffentlich ist die Kupplung einzeln erhältlich, bei manchen Autos ist bei diesen Defekten immer gleich der ganze Kompressor (teuer!) fällig.

Frage von Michaela:

Ich habe ein Problem mit meinem VW Golf I Cabriolet nach meinen letzten Werkstattbesuch (es wurde der Krümmer und der Topf ausgetauscht, der Zahnriemen und alle Keilriemen sowie die Zündkerzen gewechselt und die Wasserpumpe ersetzt). Seitdem ist mein Auto nur noch am Ruckeln, wenn er längere Zeit auf der Autobahn im fünften Gang über 120 km/h fährt. Wenn ich dann vom Gas gehe und im vierten Gang 80 km/h fahre, ist das Ruckeln weg. Die Leute in der Werkstatt konnten nichts feststellen. Der Motor hat keinen Zündaussetzer und normale CO2-Wwerte! Was kann das sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michaela, das hört sich nach Kraftstoff-Problemen an! Vielleicht reicht der Nachschub durch die Benzinpumpe nicht aus, um den Kraftstoffbedarf für höhere Tempi sicher zu stellen. Entweder ist der Kraftstoff-Filter zugesetzt, oder die Benzinpumpe selbst schwächelt. Leider haben Sie nicht gesagt, was für ein Motor im Auto sitzt, dadurch kann ich nicht genauer sagen, was los ist ...

Frage von Jan Hoffmann:

Habe mir gerade einen Skoda Oktavia 1,6l XLS i gekauft. Ist auch alles super. Aber beim Fahren sind sehr laute Rollgeräusche zu hören, die nichts mit dem Motor zu tun haben. Sind die normal bei Skoda oder kann es an den Reifen liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann sehr wohl mit den Reifen zusammen hängen, es können aber auch defekte Radlager sein. Ob die defekt sind, muss ein erfahrener Mensch beurteilen; aus der Ferne kann ich das (zumal ohne km-Laufleistungsangabe!) leider nicht abschätzen. Grundsätzlich sind die Oktavias ganz ruhig laufende Autos.

Frage von Meho:

Lieber Herr Kessler, ich besitze einen Mazda 626 2,2 l, 90er Baujahr. Die linke hintere Schlussleuchte funktioniert nicht mehr, aber die rechte funktioniert noch immer einwandfrei. Die Sicherungen sind beide alle in Ordnung. Die Glühbirnen sind auch in Ordnung. Was kann das Problem hier sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Kabelbruch sein, oder eine korrodierte Lampenfassung. Ich habe bei ähnlichen Fällen früher einfach eine Leitung von rechts nach links gezogen, von einer zur anderen Schlussleuchte. Funktioniert immer, und die Sicherung hält das auch gerade noch aus. Einfach, schnell und billig ...

Frage von Theo:

Ich habe einen Opel Omega aus dem Jahr 1996. Können Sie mir sagen, wo sich der Sensor für die Außentemperatur befindet. Kann ich diesen Sensor auch auswechseln?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Außentemperatursensor ist hinter der Frontschürze nur eingeklipst und ohne Werkzeug ausbaubar. Mit ein bisschen Glück findest Du ein billiges Ersatzteil im Elektronik-Bastlerbedarf (in Deutschland Conrad). Viel Spaß und ein netter Gruß nach Holland vom AUTOPAPST

Frage von Swen Wiesenthal:

Hallo, ich fahre einen Renault Megane Grandtour mit 88 kW, Baujahr 05/2005, Diesel. Beim Bremsen, kurz bevor der Wagen steht, ist ein ratterndes Geräusch zu hören. Die Beläge sind 12/2005 wegen Quietschgeräuschen ausgetauscht worden. Meine Werkstatt meint, die Geräusche kommen von den neuen, härteren Belägen und es sei alles OK. Kann es noch eine andere Ursache geben? Mit freundlichen Grüßen Swen Wiesenthal

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Swen, das Geräusch würde ich fast als Schönheitsfehler abtun, wenn es nicht von den Bremsen käme.... Wenn die Bremswerte o.k. sind (absolute Bremskraft, Abstufbarkeit und Bremskraftverteilung) und die Bremsscheiben keine Riefen haben (z.B. von Steinchen, die sich im Bremsbelag festgeklemmt haben..), würde ich das ignorieren. Wenn es aber zu sehr stört, hilft in der Tat der Wechsel auf eine andere (besser zum Auto passende...) Belagqualität (am besten Renault-Originalteile).

Frage von Harald:

Hallo! Ich habe einen Audi A6, Baujahr 96; ich muss die beiden Stoßdämpfer vorne austauschen. Muss ich danach die Spur wieder einstellen? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nicht, wenn Du das Federbein mit dem Achsschenkel vom Kugelbolzen am Querlenker trennst. Die Spurstangen bleiben ja ohnehin unverstellt. In der Praxis lässt man aber den Achsschenkel drin und schraubt das Federbein dort ab, wo der Sturz eingestellt wird. Nach dem Wiedereinbau ist der Sturz neu einzustellen: eine Überprüfung der Achsgeometrie bietet sich also an.

Frage von Sven Scheibner:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein ganz blödes Problem. Wenn es draußen warm ist, dann steigt die Drehzahl von meinem Ford Fiesta Ghia, Baujahr 1997 im Leerlauf sehr stark an, als ob ich im Leerlauf das Gaspedal gedrückt halte oder beim Schalten (auch wenn ich im Leerlauf bremse). Erst wenn der Wagen im Leerlauf wieder steht, ist wieder alles ok. Aber ich habe das Auto jetzt ca. zehn Monate und im Winter wo es unter zehn Grad war, hat er keine Probleme mehr gemacht (September bis Februar). Jetzt ist es wieder warm (über zehn Grad) und meine Drehzahl steigt wieder an. Ich habe schon das Drehzahlregelventil gewechselt den Ölfilter gesäubert. An meiner Klimaanlage kann es auch nicht liegen, dass habe ich auch schon ausprobiert (habe ich im Sommer nicht laufen lassen). Es muss irgend was mit der Wärme zu tun haben. Ich bitte um Hilfe. Über Antworten würde ich mich sehr freuen. MFG Nevs

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Meinen Sie mit «Drehzahlregelventil» das «Leerlaufregelventil»? Das ist nämlich in aller Regel bei Ford der Auslöser des Problems (nicht die Ursache, das ist die Abgasrückführung...). Wenn Sie das also schon geregelt haben, bleibt als weitere Möglichkeit noch das Drosselklappenpotentiometer. Wie bei jedem elektrische Widerstand kann auch hier Wärme zu einer Veränderung der Ohm-Werte und damit zu einer «Fehlinformation» des Motorsteuergerätes führen. Lassen Sie das Drosselklappenpotentiometer einfach durchmessen, dann wissen Sie mehr ...

Frage von Edwin Dembiany:

Bei meinem VW Passat, Benziner 90 PS, Bj. 90, 400.000km, kommen Ölkontroll-Lampe und Piepser während der Fahrt. Was soll ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

1. Ölstand kontrollieren, ggf. nachfüllen
2. Öldruck kontrollieren (lassen, mit Manometer - Werkstattsache!), ggf. reparieren lassen (Ölpumpe?)
Wenn 1. und 2. o.k. sind,
3. beide (!!) Öldruckschalter wechseln lassen
4. Instrumenteneinsatz wechseln, weil Riss in der Leiterplatte.

All´ diese Möglichkeiten bieten sich nach 400.000 eigentlich nur noch dem Hobby-Schrauber an, eingekaufte Dienstleistungen kosten fast immer mehr Geld als ein Verkauf des Autos noch einbringt. Man spricht hier von einem wirtschaftlichen Totalschaden.....

Frage von Jens Bonk:

Hallo, es geht hier mal nicht um ein Auto, sondern um eine Kawasaki GPX 750 R. Seit einiger Zeit quietscht der Motor beim Gasgeben, ob kalt oder warm, wobei das Quietschen bei warmem Motor wesentlich besser hörbar ist, aber durch die doch recht hohen Nebengeräusche der Kawasaki-Motoren kann ich das Quietschen nicht genau zuordnen. Ich würde jedoch sagen, dass es von der rechten Motorseite ausgeht. Habt ihr dafür eine Lösung. Ich wäre euch sehr verbunden. Danke Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Erstaunlicherweise haben die Japaner Ihrem Motorrad eine Lichtmaschine mitgegeben, die durch einen Keilriemen angetrieben wird. Es kann vor kommen, dass sich diese Dinger längen. Da führt zum Rutschen auf den Riemenscheiben und damit zum Quietschen. Zur Überprüfung und zum Spannen des Keilriemens würde ich die linke Verkleidung runternehmen, die Imbussschrauben der Lichtmaschine lösen, auf der rechten Seite der Lima einen Hebel ansetzen und vorsichtig nach oben drücken. Vor dem Lösen der Schrauben die Stellung der Lima markieren und dann ein wenig darüberhinaus spannen, dann sollte das Quietschen weg sein. Aber vorsichtig, nicht zu viel spannen, sonst geht das Lager der Limawelle kaputt.

Frage von Dirk:

Hallo, ich fahre einen Golf Variant 1,6 Liter, 16V, Baujahr 01, Motorkennbuchstaben atn. Nun spinnt mein Motorsteuergerät ab und zu und ich wollte mir ein anderes zulegen. Passt das vom 1,4l 16v auch?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Steuergerät sieht äußerlich identisch aus und lässt sich wahrscheinlich sogar anstecken. Leider ist die Programmierung komplett anders! Das Teil würde also nicht passen....

Frage von Brandt Steffen:

Hallo! Ich fahre einen Astra G und habe Schimmelgeruch in der Lüftung/Klimaanlage. Den Innenraumfilter habe ich schon getauscht. Gibt es da zwei Filter, oder ist der Schimmel schon in der Lüftung? Was kann man da machen? Mit freundlichen Grüßen Steffen Brandt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Steffen, das liegt mit hoher Wahrscheinlichkeit an der «Humusbildung» auf dem Kondensator der Klimaanlage! Dort herrscht während des Betriebs immer eine gewisse Feuchtigkeit, an der Staub, Pollen und eben auch Sporen «festkleben» und dann dort vermodern. Abhilfe schaffen spezielle Reinigungs- und Desinfektionssprays (z. B. von Waeco), die den Schmodder erst abspülen und anschließend die Wiederansiedlung erschweren. Das Problem ist immer die Erreichbarkeit der betroffenen Stelle.....

Frage von Robert Ludwig:

Nachdem in meinem -VW Passat, Baujahr 1997, die ABS-Lampe seit längerer Zeit nicht mehr erloschen war, fuhr ich zur VW-Werkstatt. Dort wurde ein Drehzahlfühler als defekt diagnostiziert. Ich gab die Reparatur in Auftrag. Als ich den Wagen abholen wollte, wurde mir eröffnet, dass die Kontrollampe noch immer brenne, weil das Steuergerät defekt ist. Kosten für das Steuergerät: 730 Euro plus Arbeitsaufwand. Das habe ich noch nicht machen lassen. Allerdings wurden mir für «Fehlersuche Elektrische Anlage» 131 Euro in Rechnung gestellt. Das soll wohl für die Diagnose des defekten Steuergerätes sein. Meine Fragen hierzu sind: 1. ist der Preis für eine solche Fehlersuche gerechtfertigt? 2. eigentlich habe ich eine solche Fehlersuche nicht direkt in Auftrag gegeben. Nachdem die Werkstatt den Fehlerspeicher ausgelesen hatte und den defekten Drehzahlfühler feststellte, habe ich eine Reparatur für diesen beauftragt. Nachdem dies aber wohl nicht (allein) die Ursache war, haben die wohl weitergesucht und sind dann auf das defekte Steuergerät gekommen. 3. sollte ich das Steuergerät dort wechseln lassen und es stellt sich im Nachhinein heraus, dass es doch nicht defekt war, müsste mir dann die Werkstatt nicht auch die Kosten für die falsche Diagnose zurückerstatten? 4. ist es möglich, dass der Drehzahlfühler gar nicht defekt war, sondern nur das Steuergerät, und jetzt ist was repariert worden, was ich unnötigerweise bezahlen muss?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist leider ein Stochern im Nebel! Durch zahlreiche ähnlich komplexe Fälle wird keine Werkstatt mehr eine Garantie für die Richtigkeit ihrer Diagnose übernehmen (was eigentlich bei den dafür aufgerufenen Preisen eine Frechheit ist ...). Das heißt auf deutsch: wenn es nicht am Steuergerät, sondern an etwas anderem, noch nicht gefundenen liegt, bleiben Sie auf dem neuen Steuergerät sitzen, weil das alte meistens schon als AT-Rückläufer wieder beim Hersteller ist. Ob Sie die Fehlersuche direkt bezahlen müssen, ist reines BGB-Recht: Wie lautete der Auftrag genau? Wurde er schriftlich fixiert? Wenn ja und wenn dabei keine weitere Fehlersuche beauftragt wurde, handelte die Werkstatt eigenmächtig und kann eigentlich kein Geld dafür verlangen, wenn Sie nicht vorher um Ihr Einverständnis gebeten worden sind. Das ist übrigens keine Rechtsberatung, obwohl die hier fast nötig wäre. ABS-Steuergeräte gehen zwar selten, aber manchmal eben doch kaputt. Um einen Austausch kommt man dann nicht herum. Es gibt inzwischen allerdings auch Firmen, die sich auf die Reparatur von ABS-Steuergeräten spezialisiert haben. Die verlangen dafür etwa 50 % der Kosten eines AT-Steuerteils vom Hersteller.

Frage von Sabine:

Ich fahre eine VW Golf III Variant, Baujahr 1996, 2.0 l, 115 PS, ca. 232.000 km. Keine Werkstatt in meinem Umkreis ist in der Lage, mein Auto wieder fahrtüchtig zu machen. Also, das Problem ist folgendes: sobald der Wagen richtig warm ist, will er einfach nicht mehr. Merkmale: Rucken egal bei welcher Geschwindigkeit, Tourenabfall auf 0, Öllampe erscheint ... Ab- und zu fängt er sich dann wieder nach ein paar Sekunden, aber zwischenzeitlich passiert das nicht mehr sehr oft, sondern er geht einfach aus und lässt sich dann auch erst mal nicht mehr starten. Dauert meistens so rund zehn Minuten, dann kann man wieder ein paar Meter fahren. HILFE...!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sabine, wenn ich jetzt wüsste, was die Werkstätten alles schon probiert haben ... Ich hatte letztens bei meinem Auto fast die gleichen Symptome, da war es dann schließlich das Drosselklappenpotentiometer. Zunächst hatte ich den Thermofühler im Verdacht, den ich auch einfach schnell gewechselt habe. Das brachte leider nichts. Der Fehlerspeicher warf schließlich einen Fehlercode aus, der zum Drosselklappenpoti passte. Leider gab es das Teil nicht einzeln und ich musste das ganze Oberteil der Einspritzung ersetzen. Das ist beim Golf aber nicht so, da gibt es den Poti einzeln.... Viel Erfolg wünscht der AUTOPAPST

Frage von Peter Korn:

Hallo Herr Kessler! Meine Mutter fährt einen VW Golf II Automatik mit 90 PS. Seit kurzem, wenn es sehr warm ist, gibt das Auto von ganz allein Vollgas. Vieleicht können Sie mir weiterhelfen, da man das Problem bei VW anscheinend nicht kennt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was ist denn für eine Motorversion eingebaut? Einspritzer oder Vergaser? Als Ursache kommt Falschluft aus Undichtigkeiten im Ansaugtrakt in Frage, welche die Motorsteuerung völlig durcheinander bringen kann. Eine andere Möglichkeit ist ein defekter Leerlaufschalter, ein defekter Drosselklappensteller oder ein defekter Thermofühler. Alle Teile sind leicht selbst zu wechseln, allerdings sollte man als Anfänger einen erfahrenen Schrauber als «back-up» haben ...

Frage von Bernhard:

Ich fahre einen Ford Escort, Baujahr 1990. Ich habe mir das Auto privat vor wenigen Wochen gekauft. Schon nach drei Tagen musste ich feststellen, dass Öl in den Motorraum läuft. Darauf bin ich zur Werkstatt gefahren und die meinten, es sei die Ventildeckelabdichtung. Diese habe ich auch austauschen lassen, doch bestand das Problem immer noch. Nach meiner Analyse dringt das Öl über den Luftfilter in den Motorraum. Ich habe den Luftfilter aufgemacht und festgestellt, dass dieser total verölt ist. Aus welchen gründen kann das Öl in den Luftfilter gelangen und wie lange kann ich damit noch fahren, wenn ich das Auto erst wieder in zwei Wochen zur Werkstatt bringen kann? Auch habe ich bemerkt, dass das Auto bei feuchtem Wetter Probleme beim Anfahren hat (der Motor seine Leistung nicht bringt). Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernhard, wenn Öl im Luftfilter ist, liegt das fast immer an der Kurbelgehäuseentlüftung. Bei älteren Motoren herrscht durch fortgeschrittenen Verschleiß ein so hoher Druck im Kurbelgehäuse, dass ein Teil des Motoröls über die Entlüftung in den Luftfilter geblasen wird. Das wird noch begünstigt, wenn zu viel Öl in der Ölwanne ist (wie viel Öl ist im Motor? Ölstand über der Max-Marke?). Ich würde zunächst mal einen neuen Luftfilter spendieren und die Kurbelgehäuseentlüftung vom Luftfilter abklemmen. Statt dessen kommt der Schlauch dann an einen Ölabscheider, der verhindert, dass alles in die Umgebung gepustet wird. Vielleicht reicht das schon, um auch die Anfahrschwäche zu kurieren ...

Frage von Basti:

Ich fahre einen Ford Fiesta mit Baujahr 1994. Was für ein Öl muss ich für das Auto kaufen? 10W-40?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das reicht völlig aus! 1994 hatte der Fiesta noch den unzerstörbaren Kentmotor unter der Haube, der wahrscheinlich auch ohne Öl weiterlaufen würde (kleiner Scherz ...). Für die Sommermonate reicht auch 15-W40, allerdings sollten Sie dann besonders pünktlich das Öl wechseln und unbedingt jedes Mal einen neuen Ölfilter einbauen.

Frage von Christian Jordan:

Lieber Herr Kessler, ich habe vor kurzem einen VW Golf II, Baujahr 1986, geschenkt bekommen. Habe ihn jetzt ohne größere Probleme durch den TÜV gekriegt. Doch bei näherem Hinsehen habe ich bemerkt, dass mein Unterboden an vielen Stellen geschweißt worden ist und der Rost jetzt wieder durchkommt. Was soll ich tun? Die alten Bleche herausschneiden und neue als Reparaturblech einsetzen oder gibt es komplette Bodenbleche als Reparatursatz zum einschweißen? Mein VW Händler sagte mir, dass komplette Bodenbleche für das Baujahr 1986 nicht mehr lieferbar sind. Was gibt es für Möglichkeiten, meinen Unterboden in Stand zu setzen? Es wäre schade, wenn sich mein Golf deswegen auflöst. Ansonsten ist er nämlich topp in Schuss.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Chris, dass VW keine Bleche für den Golf II mehr verkaufen will, glaube ich gerne (dafür aber einen neuen Golf 5 ;-) ). Reparaturbleche gibt es bei jedem mittelmäßig sortierten Autozubehörhändler. Gerade der Golf II ist da immer gut bedient, weil es immer noch 100.000e dieser Autos auf unseren Straßen gibt. Allerdings lohnt so eine Sanierung des alten Bleches nur dann, wenn Du das alles selbst machen kannst! Ein Werkstattauftrag würde ein mehrfaches eines gut erhaltenen, rostfreien Golf II des Baujahres 1991 kosten.

Frage von H.Sawinski:

Bei meinem W Bus T4 ist der Kupplungszug gerissen! Ersatzteil habe ich mir gesorgt. Nun will ich es nun alleine einbauen. Hier nun das Problem: ich finde keine Beschreibung/Anleitung, wo sich der Kupplungszug befindet und wie ich ihn wechseln kann (ich habe übrigend Erfahrungen im Autoschrauben).

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte eigentlich nicht so schwer sein! Sie können ja mal am Kupplungspedal anfangen: Oben, noch über der Welle des Pedalbocks, ist der Kupplungszug befestig. Wenn das Seil gerissen ist, müsste man den Zug dort problemlos aushaken können. Dann muss dar ganze Zug zum Motorraum hin durch gezogen werden. Man findet den Kupplungszug am besten, wenn man vom Ausrückhebel des Getriebes aus geht (da ist das andere Ende des Zuges eingehängt!). Viel Spaß wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Jozef Bloemen:

An meinem Ford Fiesta, Baujahr 1994, bricht in unregelmäßigen Abständen die Leistung zusammen. Der Motor geht dann aus, springt dann ganz schlecht wieder an, läuft dann aber ganz normal, bis dieser Fehler wieder auftritt. Was kann das sein, was ist zu tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach der Transistor-Steuerung der Zündung an. Das Teil altert und wird dann temperaturempfindlich. Glücklicherweise kostet ein Ersatzteil nur etwa 40 Euro und ist schnell eingebaut. Es sitzt in der Nähe des Zündverteilers (sieht aus wie eine kleine Black-Box!). Ich hatte mal einen Fiesta, der mich damit fast um den Verstand gebracht hat ...

Frage von Niko Jonathan:

Ich fahre einen Mercedes 208er Kastenwagen, Baujahr 1994. Die Temperaturanzeige springt immer wieder während der Fahrt in den roten Bereich. Wenn man dann mit dem Finger draufklopft, geht sie wieder zurück in den normalen Bereich. Die meisten meinen, wenn etwas mit der Temperaturanzeige nicht stimmt, liege es in den seltensten Fällen am Instrument. Aber kann es in diesem Fall nicht wirklich sein? Ich habe schon überlegt, das Teil mit ein bisschen Kontaktspray oder einer Ultraschallreinigung wieder fit zu bekommen. Hat das Aussicht auf Erfolg oder muss ich in die Werkstatt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde es in diesem Fall auch genau so versuchen, wie Sie vorschlagen! Beim alten 208er ist die Technik noch in einem beherrsch- und vor allem reparierbaren Umfang, der nicht in jedem Fall einen teuren Werkstattbesuch nötig macht.

Frage von Niko:

Fahre ein VW Golf II, Baujahr 1991, 1,3l, mit ca. 165.000 Kilometern. Dier Motor läuft nach ihrer letzten Diagnose wieder top. Tausend Dank nochmals. Nun das: Das Getriebe macht besonders beim Anfahren (schleifende) Geräuse. In den höheren Gängen ist das nicht so schlimm, auch nicht bei der Schubabschaltung. Die Bosch-Leute tippen auf die äußeren Lager als Ursache. Bei VW sagten sie nein, das würde ein polterndes Geräusch sein, wenn es so wäre. Ein Werkstattbesuch wäre hier unbedingt nötig. Das Getriebeöl wurde erst vor 1000 Kilometer gewechselt. Vielleicht wissen Sie ja, was es sein könnte. Habe an die Synchroneinheiten gedacht! Helfen vielleicht Sägespäne?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Niko, die Getriebe des Dauerläufers Golf II sind seine Achillesferse! Ich würde mir jetzt nicht zuviele Gedanken über das woher und wohin machen und mir lieber ein gebrauchtes Getriebe suchen. Die 4-Gang-Boxen sind sehr zahlreich auf dem Markt und kosten in aller Regel (online ersteigert ...) unter 100 Euro. Der ganze Aufwand (Reparatur oder Getriebewechsel) lohnt allerdings nur bei einem wirklich guten Auto mit frischem TÜV-Stempel und Umweltzoneneignung. Alles andere würde einen zu geringen Zeitwert haben ...

Frage von Walter:

Kann ich mit einem Sportauspuff auch die «Power» steigern? Mein Wagen, ein Toyota Corolla 1,4 Diesel, leidet an «Anfahrschwäche». Was könnte ich da alles tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei diesem Auto hilft eigentlich nur «Gewicht machen» (also alles `rausschmeißen, was nicht unbedingt zum Fahren nötig ist), eine Motorinspektion oder der Eintausch gegen ein etwas «potenteres» Modell. Saugdiesel sind eher weniger «tuninggeeignet» ...

Frage von Mandy:

Ich bin heute mit 80 km/h normal in einer Kolonne gefahren. Ich habe normal Gas gegeben, aber mein Auto hat nicht reagiert und es ist dann einfach aus gegangen. Alle Leuchten waren an und ich bin dann auch zur Seite gefahren. Aber ein erneutes Anlassen war nicht mehr möglich. Benzin war drin und die Batterie ist es auch nicht. Woran hat es gelegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Oh Mandy, verrätst Du mir auch, was für ein Auto da ausgegangen ist? Ohne Details ist jede Vermutung sinnlos ...

Frage von Horst Behrschmidt:

Hallo Herr Kessler, habe ein Problem mit meinem Audi A4 1.8T. In das Auto wurde ein größerer Turbolader eingebaut. Danach ist das Auto einen Tag lang sehr gut gelaufen! Plötzlich hatte der Motor «Aussetzer». Daraufhin wurde alles im Motorraum ausgetauscht, was sich nur finden ließ (von Luftmassenmesser über Zündspulen, Hochspannungsendstufe, Kabelbaum, Zündkerzen, Steuergerät usw.). Nach einiger Zeit wurde auch noch die Kraftstoffpumpe gewechselt. Diese Maßnahme behob den Fehler.

Jetzt ist allerdings ein anderer Fehler aufgetreten! Das Auto läuft nur noch im Notprogramm!! Das Notprogramm lässt sich nicht mehr zurückstellen!! Der Fehlerspeicher zeigt Fehler: Hallgeber Spannung zu gering!! Die Spannung wurde jedoch gemessen und ist korrekt!! Der Hallgeber wurde im übrigen auch schon gewechselt!!! Als das Steuergerät aufgrund des ersten Fehlers getauscht wurde, hat der so genannte Spezialist lange in der Steuerung «rumprogrammiert» (auch bei der Wegfahrsperre!!). Danach waren nämlich die «Aussetzer» immer noch nicht behoben und zudem fehlte Leistung, d.h. das Steuergerät ist also seither im Notlauf!!!! Also zusammenfassend gesagt: Die «Aussetzer sind jetzt weg, aber der Notlauf ist noch aktiv!!! Kann dieser Sachverhalt an einer Fehlprogrammierung liegen, oder ist das ein anderes Problem?(ES WURDE ALLES AUSGETAUSCHT!!) Oder wüssten Sie einen guten Ansprechpartner für dieses Problem bzw. Elektronik?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Als Gebrauchtwagenkäufer würde Ihr Auto wahrscheinlich das Attribut »verbastelt« verdienen! Wer soll sich durch diesen Wust von veränderten Parametern durchfinden? Wovon kann ein Spezialist ausgehen, um eine Diagnose zu stellen? Ohne einen definierten Ausgangszustand ist einfach keine Diagnose möglich, weil die Größe der Abweichung nicht definiert werden kann. Um das Auto wieder zum Laufen zu bringen, würde ich zunächst den Serienzustand wieder herstellen und dann ganz kontrolliert ein Tuning-Teil nach dem anderen ins Auto einbauen. Sollte es nach dem Einbau eines Teils wieder Probleme geben, wissen Sie immerhin, welches Teil der Verursacher ist ...

Frage von Pascal Dondelinger:

Hallo, ich brauche ein Schaltgetriebe für einen VW Golf II 16 V, Baujahr 1988. Haben Sie zufälligerweise ein Austauschgetriebe auf Lager?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Pascal, ich bin leider keine Teilehändler! Wenn ich spezielle Teile suche, bin ich häufig bei www.motoso.de , www.renet.de oder natürlich bei www.ebaymotors.de fündig geworden. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Erik Hörnchen:

Der Ford Fiesta 1.3 meiner Freundin, Baujahr 2003, wird nach langer Autobahnfahrt (etwa 2-3 Stunden, hauptsächlich Berg und Talfahrten) immer langsamer. Was könnte die Ursache sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Trivial könnte der Kraftstofffilter zugesetzt sein und den Spritnachschub behindern. Ein ähnlicher Effekt entsteht, wenn die Benzinpumpe im warmen Zustand zu schwächeln beginnt (Fördermenge und -druck prüfen!). Denkbar sind auch durch zugequollene Bremsschläuche nicht völlig öffnende Bremsen (werden die Bremsen heiß?).

Frage von Reinhard Steigerwald:

Bei meinem Renault Kangoo, Baujahr 1999, 1,4 Liter, ist der Zahnriemen nach 42.000 Kilometern gerissen. Der Zahnriemen ist bei 92.000 km in einer Werkstatt erneuert worden. Meine Frage ist nun wie es mit Kulanz ausschaut. Gibt es Kulanz? Ist eine Garantie auf diesem Ersatzteil? Und wie lange muss der neue Zahnriemen normalerweise halten bei normaler Fahrweise und 90 Prozent Autobahnfahrt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch gibt es die gesetzliche Sachmängelhaftung auf das Material von zwei Jahren bei neuen Teilen. Ich gehe davon aus, dass der eingebaute Zahnriemen neu war. Wenn der Werkstattauftrag noch keine zwei Jahre zurück liegt, könnte die Werkstatt den gerissenen Riemen bei ihrem Lieferanten gegen einen neuen Riemen umtauschen. Das hilft Ihnen aber nur wenig weiter, weil die »Folgekosten« des Zahnriemenrisses erheblich höher liegen als die Riemenkosten. Bislang sieht die geltende Rechtsprechung den Kostenersatz durch den Zahnriemenlieferanten nur in Ausnahmefällen (und nach einem Rechtsstreit) vor. Wenn bereits mehr als zwei Jahre seit dem Zahnriemenwechsel vergangen sind, haben Sie in jedem Fall schlechte Karten ... Grundsätzlich sollte ein Zahnriemen mind. 6 Jahre oder 80.000 km halten (das sind Erfahrungswerte, die je nach Hersteller variieren können!). Generell empfehle ich bei solchen teuren Gewährleistungsproblem juristischen Rat, den ich als Nicht-Jurist nämlich nicht anbieten kann (und darf...!!).

Frage von Alexander Bollerhoff:

Hallo Herr Kessler Vor kurzem habe ich mir einen Golf 4 gekauft 1.6 16V Wenn ich so mit 50 Km/h fahre, tritt ein Brummgeräusch auf. Und wenn ich dann vom Gas gehe, fängt es an zu rattern. Was könnte das sein. Mit freundlichen Grüßen Alex

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein Getriebeschaden sein(Zahnausfall zwischen Kegel- und Tellerrad im Getriebe...). Vielleicht ist es aber auch nur eine defekte Antriebswelle (Gleichlaufgelenk).

Frage von Christoph:

Guten Tag, mein Auto zieht beim starken Beschleunigen nach rechts und beim starken Bremsen nach links. Dieser Effekt macht sich auch im Lenkrad bemerkbar (sprich es wandert nach links oder rechts mit relativ starkem Druck ). Ich muss hinzufügen, dass ich seit gestern neue Reifen habe ( Vredenstein Sportrac 3) und erst seit diesem Reifentausch ist mir das mit dem Ziehen richtig aufgefallen ( Wagen hat vorher schon leicht verzogen aber noch nie in der Stärke). Danke für ihre Mühe Mfg Christoph

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dieses Phänomen könnte mit verschlissenen Lagern des Stabilisators zusammen hängen. Auffällig wird es jetzt durch den besseren Grip der Sommerreifen, die den Stabilisator mehr beanspruchen und für eine größere Verwindung der Vorderachse sorgt.

Frage von Eckhard Schmidt:

Hallo, plötzlich läuft mein Mercedes E 420 T, Baujahr 1996, Laufleistung 230.000 Kilometer mit Automatikgetriebe nur noch im 2., 3., und Rückwärtsgang. Das Getriebe wurde im Jahr 2003 bei Daimler Benz ausgetauscht. Kann es am Steuergerät liegen oder ist wieder ein neues Getriebe fällig? Viele Grüße aus der Eifel, Eckhard Schmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde diese Frage einem in Ihrer Nähe ansässigen Getriebespezialisten stellen (Adresse gibt es beim nächsten Taxistand....), weil bei Automatikproblemen eine Ferndiagnose einfach nichts bringt: Man muss dazu immer sehen, riechen und vor allem fahren können.....

Frage von Markus Meyer:

Hallo, ich besitze seit drei Jahren einen Mitsubishi Lancer, Baujahr ´91. Er ist 115.808 Kilometer gelaufen. Wann müsste ich denn mal den Zahnriemen wechseln lassen? LG Markus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Jetzt, Markus! Da Du nicht weißt, ob der Riemen schon mal gewechselt worden ist, bleibt leider keine andere Wahl ...

Frage von K.-D. Schwoche:

Guten Tag, ich fahre einen Seat Ibiza, Bj. 94, 123.000 km Laufleistung. Das Auto läuft beim Starten völlig unrund und nimmt beim ruckelnden Anfahren kaum Tempo auf. An was könnte es liegen? Mit freundlichen Grüßen K.-D. Schwoche

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Fangen wir doch erst mal klein an: Wie wäre es mit der 3 - K - Lösung? Nach diesem pauschalen Wechsel von Kerzen, Kabeln und Kappen der Zündanlage dürfte das Auto schon viel besser laufen....

Frage von Martin Stöckl:

Guten Tag Herr Kessler! Ich fahre einen Mitsubishi Colt Gl 1300, Baujahr 97, und seit kurzem nimmt er kein Vollgas an, bei Halbgas geht alles blendend aber wenn ich voll reinsteige beschleunigt er überhaupt nicht mehr! Hoffe Sie können mir vielleicht helfen! Mit freundlichen Grüßen Martin Stöckl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da denke ich zuerst an einen fast völlig zugesetzten Kraftstoff-Filter. Wenn ein Wechsel keine Besserung bringt, müsste die Förderleistung (Menge und Druck) der Kraftstoffpumpe überprüft werden. Vielleicht ist auch nur ein Schlauch der Zündverstellung abgerutscht.....

Frage von Walter Widmayer:

Habe 52.000 km auf meinem Renault Scenic (5 Jahre alt). Ist es erforderlich, Zahnriemen und Wasserpumpe zu erneuern . Danke für Ihre Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde noch ein Jahr oder 28.000 km mit dem Wechsel warten.

Frage von Reiner Rink:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Golf 3, Bj.96, Variant, schaltet der Front- und Heckscheibenwischer immer wieder ein, ohne dass ich den Schalter betätige. Relais wurde bereits schon ausgetauscht. Gruß R. Rink

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte am Wischerschalter bzw. an dessen Kabelbaum liegen. Wenn der Golf mir gehören würde, würde ich den Wischerschalter ausbauen und versuchsweise gegen einen neuen ersetzen. Wenn Sie sich das Ersatzteil aus dem Zubehör oder gebraucht besorgen und etwas basteln können, wäre das auch die Lösung für Sie. Sonst muss das die Werkstatt machen.....

Frage von Benny:

Habe in meinen Opel Omega, Baujahr 1995, ein neues Zündschloss einbauen müssen. Das alte war defekt! Nun ist das ein Fahrzeug mit Wegfahrsperre und das Auto ist direkt nach dem Einbau normal gelaufen. Dann habe ich den Omega zuhause abgestellt und abgeschlossen! Nun geht weder die Infrarotfernbedienung für die Zentralverriegelung noch bekomme ich den Motor angelassen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Benny, das hört sich nach einer defekten Batterie/defekten Fernbedienung an. Mit der Fernbedienung wird auch die Wegfahrsperre deaktiviert, und ohne die «Entsperrfunktion» des Handsenders bleibt das Auto eben stehen. Das gute an der Geschichte ist folgendes: Die Wegfahrsperre ist nachgerüstet und kann deshalb auch wieder ausgebaut werden. Das ist aber ein Fall für den Autoelektriker ...

Frage von Jürgen:

Hallo Herr Kessler, was kostet der Einbau einer Lambdasonde bei einem VW Golf IV, Baujahr 2002, 75 PS, in einer VW Werkstatt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zwischen 130 und 160 Euro, je nach Einbauort (es gibt zwei Lambdasonden im Golf 4!). Hinzu kommt der Einbau, mind. 1/2 Stunde á 95 Euro. Sie sind also etwa mit 250 Euro dabei ...

Frage von Klaus Bartzik:

Bei meinem Mercedes C 180, Baujahr 1994, sind der Tacho und der Drehzahlmesser zur gleichen Zeit ausgefallen. Die Kilometeranzeige funktioniert. Was kann die Ursache sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich «kleben» die Nadeln am Anschlagstift fest! Bei DC baut man das Kombiinstrument aus, reinigt die Nadeln und schiebt über den Anschlag ein kleines Kunststoffröhrchen (zur «Entklebung»). Natürlich kleben die Nadeln nicht richtig fest, sondern haften irgendwie an den Anschlägen (elektrostatisches Feld??). Die Aktion kann man in der Werkstatt für ca. 40 Euro erledigen lassen ...

Frage von Gregor Aigner:

Ich fahren einen Suzuki Baleno Stufenheck. Dieser hat keinen Heckwischer! Ich möchte jedoch einen haben! Mir ist der Einbau eines Motors für den Wischer usw. klar. Jedoch bleibt eine Frage: Wie schaffe ich es, dass die Wasserpumpe danm Wasser aufs Fenster spritzt? Weil das Auto keinen Heckwischer hat, ist auch kein Hebel im Fahrerraum vorhanden, um diesen zu bedienen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Gregor, natürlich ist ein Heckwischer nachrüstbar (entweder ein gebrauchtes Teil oder ein Nachrüstset aus dem Zubehör). Neben der rein mechanischen Montage des Motors und des Wischergestänges müsste dann noch die Verkabelung der Stromversorgung für den Motor und die Pumpe der Spritzwasserversorgung verlegt werden. Als Wassertank eignet sich beispielsweise derjenige des Golf II, der mit Pumpe quasi im Kofferraum steht. Alles in allem ist das keine anspruchsvolle, aber recht mühsame und zeitaufwändige Geschichte. Ich empfehle das nur, wenn Sie selbst basteln können. Ein Werkstattauftrag könnte schnell höhere dreistellige Dimensionen erreichen ...

Frage von Roland Raps:

Wir fahren seit 2004 einen BMW 525i. Bislang waren wir sehr zufrieden. Doch nun machen uns die vorderen Bremsen ein wenig Sorgen. Bremsscheiben sowie -klötze wurden schon zwei Mal ausgetauscht. Doch immer wieder fängt das Lenkrad zwischen 80 und 100 km/h an zu zittern. Wenn ich mit dem Fahrzeug abbremse, ist dies verstärkt zu spüren. So von 100 km/h abwärts bis 50km/h wackelt das Lenkrad so stark, dass man meinen könnte, die Räder wären locker. Ich nahm wieder erneut Kontakt mit der Werkstatt auf. Da sagte man mir jetzt zum zweiten Mal, dass es ein Materialfehler der Bremsscheiben ist. Kann dies denn sein??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine typische Schwäche der BMWs aus dieser Generation sind die Bremssättel bzw. deren Führung. Im Laufe der Jahre schlagen die Führungen aus (bekommen Spiel) und vibrieren bei starken Bremsungen recht deutlich spürbar. Diese Vibrationen werden sehr häufig auf wellige Bremsscheiben geschoben, die ein ähnliches Verhalten an den Tag legen. Allerdings treten hier die Schütteleien erst in einem höheren Geschwindigkeitsbereich auf. Flankierend würde ich in diesem Zusammenhang neben dem Austausch der Bremssättel die Achsgelenke und die Spurstangengelenke prüfen und ggf. erneuern lassen, die durch erhöhtes Spiel auch zu «Schütteleien» der Vorderachse führen können.

Frage von Christian:

Mein VW Passat Variant aus dem Jahre 1994 hat eine 1,8 l-Maschine mit 66 kW. Wenn er kalt ist, springt der Passat relativ gut an. Aber sobald er warm ist, muss ich bestimmt 15 Minuten drehen, Gaswechsel vornehmen usw., damit er dann mit Glück und Segen anspringt. Aber Benzin bekommt er eingespritzt. Und auch wenn man ihn direkt füttert, wird es nicht besser. Was kann dass sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach einem defekten Motortemperaturfühler an. Der gauckelt dem Rechner wahrscheinlich ständig klirrende Kälte vor, weshalb das Benzin/Luftgemisch ständig viel zu fett ist. Der Wechsel ist Minutensache und nicht teuer. Alles klar?

Frage von Thomas Roth:

Ich habe einen Opel Omega 2.0 16V, Baujahr 1998 als Zweitwagen. Diese Kiste bereitet mir momentan Kopfzerbrechen. Seit letzter Woche stellte ich fest, dass der Kühlwasserbehälter in relativ kurzer Zeit leer ist. Das Wasser tropft unten heraus. Ich stellte den Wagen auf einen Lift und konnte sehen, dass das Wasser aus dem Schlauch für die Kondenswasserableitung der Klimaanlage tropft. Was stimmt hier nicht? Wenn ich den Deckel des Kühlwasserbehälters öffne, läuft das Wasser regelrecht aus dem Schlauch heraus. Ich fürchte, dass das eine teure Sache werden könnte.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, das ist ein Opel-Klassiker! Das unten in hellen Strömen herauslaufende Wasser strömt durch eine undichte Wasserpumpe ins Freie. Das ist bei Opel-Fahrzeugen traditionell schon immer so gewesen, alles andere würde mich verunsichern. Lassen Sie eine neue Wasserpumpe einbauen, dann ist alles wieder gut. Das aus der Kondenswasserableitung tropfende Wasser ist Kondensat aus der Klimaanlage und hat mit dem Kühlwasser nichts zu tun. Woher wissen Sie eigentlich von der Kondenswasserableitung, ohne von der Wasserpumpe gehört zu haben? Merkwürdige Dinge gibt es ...

Frage von Toprak:

Wie kann man bei einem Ford Mondeo TD mit 90 PS selber den Zahnriemen erneuern. Wie stellt man die diversen Teile dann wieder richtig ein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Toprak, um Missverständisse zu vermeiden, rate ich Ihnen zum Kauf eines der üblichen Reparaturbücher. Die gibt es für den Mondeo problemlos in jedem Kaufhaus. Die vielen Bilder und Tabellen speziell zum Zahnriemenwechsel helfen Ihnen viel besser weiter als ich mit meinen dürren Worten ...

Frage von André Niesenhaus:

Meine Freundin fährt einen VW Polo Kombi, Baujahr 1999. Da mittlerweile nur noch ein Schlüssel vorhanden ist, hatten wir einen zweiten in einer VW-Fachwerkstatt in Auftrag gegeben. In der Fachwerkstatt sagte man uns, dass man es vergeblich versucht habe einen zweiten Schlüssel zu codieren. Angeblich sei das Steuergerät kaputt. Wir nahmen also unser Auto ohne zweiten Schlüssel wieder mit nach Hause, um uns nach Vorliegen eines Kostenvoranschlags wieder zu melden.

Nunmehr liegt uns ein Kostenvoranschlag über 245 Euro vor. Wir finden, dies ist ein bisschen viel für einen Zweitschlüssel. Was können wir tun? Kann der Schlüssel wirklich nur von VW angefertigt werden? Gibt es andere Anbieter? Ist das Steuergerät wirklich kaputt? Warum merken wir davon nichts und können trotzdem noch fahren? Zwischenzeitlich haben wir, bedingt durch eine kleine Reparatur (ABS Lampe hatte sporadisch geleuchtet) das Steuergerät von jemand anderen auslesen lassen: Steuergeräte Diagnose VW ABS Teves MK20 Fehlerspeicher: Fehleranzahl 2: 011B Drehzahlgeber vorne links fehlerhaft und mechanischer Fehler. Sonst nichts.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Oft wird Ahnungslosigkeit der Werkstatt mit dem GAU bemäntelt: Das Steuergerät ist defekt! Wenn das Gerät dann getauscht wird und sich nichts ändert, muss der Kunde aber trotzdem bezahlen! Steuergeräte sind wirklich sehr selten defekt, in der Regel liegt das Problem an ganz anderen Stellen! Sie haben sich völlig richtig verhalten, solange der vorhandene Schlüssel den Wagen startet, ist nichts defekt. Ich würde mit meinem Problem zu einem anderen VW-Händler gehen und erneut um die Anfertigung eines neuen Schlüssels bitten. Vielleicht kommen die Jungs mit der komplizierten Technik besser klar ... Es gibt übrigens eine Low-Budget-Lösung: Ich habe mir bei einem ähnlich gelagerten Fall mal einen geeigneten Schlüssel vom Autoverwerter geben lassen (die liegen da auf großen Haufen ...) und mir im Schlüsseldienst einen Rohling passend zum Auto kopieren lassen. Den «Elektronik-Teil» des Schrott-Schlüssels habe ich dann auf den frisch gefrästen Bart montiert (da war etwas Anpassungsarbeit nötig...) und habe diesen Schlüssel bei VW passend zu meinem Auto codieren lassen. Kostete zusammen 25 Euro ...

Frage von Sascha Zimmermann:

Mein Opel Astra 1,6, Baujahr 1998, Gangschaltung, 70.000km runter, Endtopf vom Auspuff neu, pfeift aus dem Motorraum. Wenn ich etwas gefahren bin, fängt mein Auto beim Gasgeben an zu pfeifen. Das tritt aber nur beim Gasgeben und nur im 2. bis in den 5. Gang auf. Im ersten Gang passiert das nicht. Was mir die Tage noch auffiel ist, dass das erst auftritt, sobald die Temperatur über 80 Grad geht. Im Leerlauf pfeift es nicht und wenn ich die Kupplung trete auch nicht.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Sascha, das kann eigentlich nur eine undichte Krümmerdichtung bzw. eine undichte Verbindung der Auspuffanlage sein. Ich würde mir das Auspuffrohr von vorne bis hinten mal ganz genau betrachten und nach Rußspuren suchen. An dieser Stelle bläst eine kleine Menge Abgas ins Freie, die das Geräusch verursacht. Abhilfe schafft nachziehen oder Erneuerung der Klemmschelle.

Frage von Anna:

Hallo, ich fahre einen VW Golf III, Baujahr 1993. In letzter Zeit gibt er brummende/röhrende Geräusche von sich, die manchmal total laut sind, manchmal fast weg. Zwei Mal ist er auch nicht angesprungen. An was könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ganz typisch sind beim Golf III gerissene Ansaugflansche zwischen dem Saugrohr und der Einspritzung. Oft ist das Ding fast völlig durch, man könnte die Einspritzung fast ohne Werkzeug aus dem Auto nehmen ...

Frage von Helmut Meyer:

Bei meinem Chrysler Voyager GS 2,5TD steigt die Temperatur stark an - auch unter geringer Last. Sie erreicht trotz ausreichender Kühlflüssigkeit bei etwa 3000 Umdrehungen fast den roten Bereich, fällt dann aber wieder ab, um dann erneut anzusteigen. Was ist zu tun wenn Sommer kommt - wird das teuer?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es könnte teuer werden, wenn der Zylinderkopf einen Riss hat oder (nicht ganz so teuer) die Zylinderkopfdichtung durch ist. Vielleicht reicht aber auch zunächst ein neues Kühlwasserthermostat (würde ich als erstes wechseln, man sollte immer mit dem billigsten anfangen). Oder Sie entlüften das System und füllen neues Kühlmittel nach ...

Frage von Mustafa Sen:

Ich fahre einen BMW 318i, Baujahr 1989. Hatte kürzlich wieder Benzin im Motoröl. Habe aber erst 1000 Kilometer Öl, Ölfilter und Zündkerzen gewechselt ...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Mustafa, check´ mal das Kaltstartventil. Wenn das nicht unmittelbar nach dem Kaltstart abschaltet, pumpt es Dir die ganze Ölwanne mit Sprit voll. Das ist aber leider nur eine Möglichkeit! Es könnte auch am Warmlaufregler liegen, oder am Zusatzluftschieber. Am besten, Du lässt das ganze mal bei einem Bosch-Dienst durchmessen. Die finden das Problem am schnellsten

Frage von Regina:

Hallo, hier eine dringende Anfrage von mir. Meine Schwester hat in ihrem Auto eine Klimaanlage die sie aber nicht verwendet, da sie ständig defekt ist. Trotzdem hat sie mir heute einen abgeschmolzenen Klumpen (sieht aus wie verbranntes Gummi von den Schläuchen) gezeigt, der in den Vorderraum des Beifahrersitzes gefallen ist. Wenn man unter dem Armaturenbrett des Beifahrersitzes schaut, sieht man einen verschmurgelten Kabelsalat. Sie sagt, dass auch das beim Fahren komische zischende Geräusche zu hören sind. Wir sind allein stehende Frauen und wissen nicht, ob dieses gefährlich werden kann? Geschweige denn woran das liegen könnte denn die Klima ist nicht eingeschaltet.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Regina, da ich noch keine Hausbesuche machen kann, bleibt nur eine ganz wage Vermutung: Wahrscheinlich ist der Kabelbaum zur Magnetkupplung durch Kurzschluss völlig verschmort und Ihre Schwester ist haarscharf an einem Kabelbrand vorbei geschrammt. Lassen Sie das ganze mal von einem Profi betrachten. Wenn Ihre Schwester den Wagen teilkaskoversichert hat, könnte das ein Versicherungsfall und damit nicht ganz so teuer werden. Bitte zögern Sie nicht mit dem Werkstattbesuch, ein Kabelbrand ist schnell auf den Rest des Autos übergesprungen ...

Frage von Thomas Retterath:

Kann ich den Trockner der Klimaanlage selber wechseln? D.h., an die drei Schlauchanschlüsse eine Schlauchquetschklemme setzen, Trockner raus, neuen rein und fertig?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Grundsätzlich geht das so, wie Sie beschrieben haben. Leider würde dabei aber das ganze Kältemittel entfleuchen und Sie müssten doch zum Spezialisten. Darum können Sie den Trockner auch gleich dort wechseln lassen ...

Frage von Cenk:

Ich fahre einen VW Golf III, Baujahr 1994. Während der Fahrt geht mir der Motor öfters aus. Ich habe die Zündspule gewechselt, die Verteilerkappe und die Batterie. Ich weiß nicht, was ich machen soll ...
helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Cenk, wechsle das Relais 109 auf Steckplatz 20 aus! Wenn das nichts hilft, kommt noch der Zünd-Anlassschalter in Frage, der nach all´ den Jahren einfach verbrannt sein dürfte ...

Frage von Christian:

Mein VW Golf II, Baujahr 1991, 72 PS, 1,6 l Hubraum, geregelter Vergaser, springt morgens sehr schlecht an. Es ist ein mehrmaliges orgeln nötig, bis er anspringt. Danach läuft er sehr unruhig und geht, wenn man Gas gibt, sofort aus. Ich habe ihn dann noch mehrmals orgeln lassen müssen, habe ihn dann unruhig laufen lassen bis er ruhig lief und dann konnte ich mit ihm fahren, als ob nie etwas gewesen wäre. Können Sie mir bitte sagen, was defekt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der 2EE-Vergaser, mein Angstgegner!! Deine Schilderung erinnert mich an einen Fall aus meiner Golf II-Zeit, als bei einem dieser Klassiker die Membran der Pull-Down-Dose defekt war. Die Pull-Down-Einrichtung hat die Aufgabe, die Starterklappe unmittelbar nach dem Anspringen aufzuziehen, um eine Überfettung des Startgemisches zu vermeiden. Das scheint bei Dir nicht zu klappen. Ich würde die Pull-Down-Dose wechseln und mein Glück versuchen ...

Frage von Stefan Funke:

Was kosten eigentlich TÜV und Abgasuntersuchung?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Je nach Auto etwa 75 bis 85 Euro (abhängig von der Prüforganisation und vom eingebauten Motor).

Frage von Martin:

Ich fahre einen VW Golf III Tdi, 90 PS, Baujahr 1995. Kürzlich hat es mir auf der Autobahn den Turbolader zerlegt. Meine Frage: im Internet liest man von Inspektionen für Turbolader und den Einbau eines Austausch-TLs. Ist das sinnvoll? Oder doch einen neuen? Gibt es da günstige Adressen? Vielen Dank für Infos!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, bei einem zwölf Jahre alten Auto würde ich in jedem Fall einen AT-Lader empfehlen, der u.U. sogar besser als ein ganz neuer ist (weil er seinen «Hitzetest» schon hinter sich hat...). Eine mögliche Quelle ist pamot.it. Hier kostet ein AT-Turbo für den TDI z.B. 390 Euro.

Frage von Donaubauer:

Bei meinem Opel Astra geht die Temperaturanzeige immer bis 100 Grad hoch und der Lüfter springt nicht an! Aber der Temperaturregler ist in Ordnung. Nun vermute ich, dass es der Temperaturschalter sein könnte!! Kann das sein?? Wenn ja, wo ist denn der Schalter beim Astra??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Thermoschalter sitzt im Kühler! Er sieht aus wie eine große Schraube und hat zwei oder drei Steckerfahnen zum Anschluss der Leitungen zum Ventilator. Das Ding ist als Ersatzteil im Zubehör für etwa 15 Euro zu haben ...

Frage von Klaus Hirth:

Ich fahren einen VW Bus luftgekühlt, Doppelvergaser, Baujahr 1981. Kann man den Doppelvergaser durch eine Jetronic ersetzen? Reduziert sich dadurch der Benzinverbrauch? Erhöht sich dadurch die Motorleistung und die Endgeschwindigkeit und die Beschleunigung. Schadet das der Lebensdauer des Motors. Wenn das gehe nsollte, wie macht man so etwas und was kostet das?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Klaus, der Typ4 - Motor ist geradezu ideal für die K-Jetronic geeignet! Im Prinzip müsste der Verbrauch dieses «Schluckers» etwas nach unten gehen, weil die spezifische Leistung des Motors mit der Einspritzung höher liegt als mit Vergaser. Generell müssen alle Veränderungen am Gemischaufbereitungssystem vom TÜV abgenommen und in die Papiere eingetragen werden. Bei einem Auto des Baujahres 1981 dürfte das aber kein Problem sein. Ich würde das Projekt von vornherein mit einem Gutachter besprechen, dann gibt es später keine Probleme. Im Netz gibt es eine Seite mit Bildern und Tipps für diesen Umbau: xpower.de/mainframe_kjetvw.php

Der Bus wird mit dieser Einspritzung auf etwa 75 kW kommen und entsprechend schneller fahren. Die Motorlebensdauer wird natürlich tangiert; wenn ich das Projekt umsetzen dürfte, würde ich einen Ölkühler einbauen oder sogar auf Trockensumpfschmierung umrüsten (also die Schmierung «porschesieren»). Im Porsche 914 war der Typ4 mit Einspritzung ein echter Kämpfer!!

Frage von Volker Leske:

Hallo Andreas. Wir haben uns unter anderem aus Platzgründen vor zwei Wochen nach einem Ford Fiesta 1.1 nun einen Ford Focus 1.8 TDCI zugelegt. Jetzt ist es so, das wir beide, meine Frau und ich, uns erst mal an die starke Durchzugskraft des TDCI gewöhnen müssen. Will sagen, er wird schon mal, wenn die Maschine noch kalt ist, abgewürgt. Schadet das Abwürgen in irgendeiner Weise dem Motor oder den elektronischen Einstellungen im Motormanagement, da ich gelesen habe, dass der Focus TDCI sogar einen Klopfsensor hat und bei soviel Technik?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Volker, wenn Du diese Zeilen liest, werdet Ihr Euch wahrscheinlich schon mit dem TDCI angefreundet haben! Wenn man ein neues Auto hat (egal ob ganz neu vom Händler oder gebraucht..) gibt es immer einige Umgewöhnungsschwierigkeiten. Das gilt umso mehr, wenn man mit dem «Neuen» gleich drei Autogenerationen überspringt. Zu Deinen Fragen: Dauerndes Abwürgen geht auf die Dauer auf die Motor-/Getriebeaufhängung und auf das Differential. Allerdings müsste man schon über Monate täglich drei bis vier Mal abwürgen. Das schafft niemand, nicht mal Sponge Bob. Also: Üben, üben, üben und nicht so viel an die Kosten denken!!

Frage von Albrecht Rex:

Mein Opel Kadett aus dem Baujahr 1988 besitzt eine elektronische Wegfahrsperre vom Typ Tec-Tus 1. Ich vermute, dass diese nicht mehr richtig funktioniert. Während der Autofahrt ging plötzlich das Auto aus, und sprang nicht mehr an. Es fehlt der Zündfunke an den Kerzen. Benzin wird eingespritzt. Nach einigen Startversuchen sind diese immer wieder nass. Die Zündspule und der Zündverteiler wurden schon gewechselt. Wie kann ich feststellen, ob die Wegfahrsperre richtig funktioniert? Dort sind 15 Kabel angeschlossen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bringen Sie den Bock zu einem Autoelektriker und bitten Sie den, die Wegfahrsperre lahm zu legen. Bei den nachträglich eingebauten Wegfahrsperren wird meistens die Benzinpumpe, die Zündung und der Magnetschalter des Anlassers blockiert, wenn die Sperre scharf ist. Die «Trennstellen» zu diesen Komponenten findet ein Fachmann in der Werkstatt in ein paar Minuten. Der Ausbau der Wegfahrsperre ist dann nur noch Formsache. Gute Fahrt wünscht der AUTOPAPST ...

Frage von Mario Treskow:

Ist es möglich, einen VW Golf II, Baujahr 1989, mit Automatikgetriebe ( mit elektronischen Pierburg-Vergaser ) auf Euro 2 zu bringen? Mir droht sonst in Berlin das Fahrverbot, weil ich keine «grüne Plakette» bekomme. Ich habe leider keinen Kaltlaufregler für einen Automatik Golf gefunden. Bei Twin Tec,Gat Kat usw gibt es die KLR-Systeme nur für Schaltwagen. Können Sie mir da weiter helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mario, der Golf II mit dem 2EE-Vergaser hat Euro 1, und dabei bleibt es! Diese Technik war eine Sackgasse, wer heute mit diesen Dingern Probleme hat, wird sein Auto in der Mehrzahl der Fälle in den Export geben und sich einen anderen Wagen ohne dieses «Highlight» kaufen. Wenn Dein Golf aber noch vernünftig fährt, würde ich die Ruhe bewahren: Nicht nur in Berlin hat man erkannt, dass die mit der Umweltzone nötige Bürokratie alles bisher dagewesene auf diesem Gebiet in den Schatten stellt (der ADAC spricht von volkswirtschaftlichen Kosten in Höhe von 780 Mio. Euro allein für Berlin!!). Der ganze Spuk wird vielleicht gar nicht in Kraft treten. Jedenfalls wird es aber eine erweiterte Liste vom Umweltministerium geben, nach der auch Dein Auto die grüne Plakette bekommen dürfte. Wenn das nicht klappt, bleibt Dir ja immer noch der Tausch Deines Golfs gegen einen Golf II GT mit 66 kW. Den würde ich nehmen, da gibt es Nachrüstsätze auf D3 (TwinTec) ...

Frage von Nico Krone:

Ich fahre einen Fiat Bravo und möchte die Klimaanlagenflüssigkeit austauschen. Ist dies ohne weiteres möglich?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja! Allerdings nicht für Sie, da Sie wahrscheinlich weder das entsprechende Werkzeug mit den Adaptern für den Kältemittelkreislauf noch das Kältemittel haben. Der Bravo ist jedoch m. W. schon ab Werk mit dem «neuen» Kältemittel R134 ausgerüstet. Ein Auffüllen dürfte also ausreichen, um wieder «gut gekühlt» unterwegs zu sein.

Frage von H. Ebenhöch:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Peugeot 206cc, der jetzt zwei Jahre wird. Nach dem Umrüsten von Winter- auf Sommerreifen zieht der Wagen beim Beschleunigen und beim Gaswegnehmen leicht nach links. Bei konstanter Geschwindigkeit und beim Bremsen ist alles ok. Hatte keinen Kontakt mit Bordsteine etc. Mein Händler meint, es könnte daran liegen, dass ich die Sommerreifen getauscht habe. (also der hinten links ist jetzt vorne links...wie üblich). Mein zweites Problem ist, wenn ich langgezogene Autobahnausfahrten oder in Verkehrskreisel einfahre, die Warnleuchte für die Handbremse und die Stop-Leuchte kurz aufleuchtet und einmal ein kurzes Signal ertönt. Beläge und Flüssigkeiten sind laut Werkstatt ok., dieser Fehler ist übrigens bei beiden Reifentypen. Was könnte die Fehler auslösen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte ein etwas zu sensibler Schwimmerschalter des Warnkontaktes im Bremsflüssigkeitsbehälter sein. Austauschen! Das «ziehen» des Autos beim Beschleunigen liegt in der Tat an den Reifen, Ihr Händler hat recht! Fahren Sie noch ein bisschen, bis sich die Reifen an ihre neue Position «gewöhnt» haben (eingefahren sind). Das Problem dürfte dann fast oder sogar völlig verschwunden sein.

Frage von Carsten Baeker:

Hallo, bei meinem 2001er Skoda Octavia habe ich im Oktober 2006 neue Scheibenwischerblätter bekommen. Nun habe ich seit ca. drei Wochen das Problem, dass die Gummis über die Frontscheibe «rattern». Auch habe ich das Gefühl, dass der Wischermotor langsamer arbeitet als normal. Die Scheibe habe ich bereits mit Spiritus gereinigt, aber es hat nichts geholfen. Kann es sein, dass der Wischermotor «altersschwach» ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ein typisches Problem aller Fahrzeuge auf Golf IV-Basis! Das Wischergestänge rostet. Dies kann bis zum Blockieren des Gestänges und in der Folge zum Durchbrennen des Wischermotors führen. Abhilfe: Wischergestänge gangbar machen oder ggf. austauschen.

Frage von Ute Böttcher:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Passat, Bj. 92. Bei schnellerer Fahrt steigt die Temperatur auf 110. Ist das bedenklich?? Grüße von der Nordsee

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist schon nicht normal, liebe Ute! Wenn dieses Problem vor allem im Stop-and-go - Betrieb vorkommt, liegt es meistens am Thermoschalter des Kühlerventilators oder am Ventilator selbst. Wenn es aber bei flotter Landstraßenfahrt zu warm wird, tippe ich auf ein verkalktes Kühlsystem. Versuchen Sie mal, mit 2-3 Geschirrspüler-Tabs eine Reinigung des Kühlsystems durchzuführen. Lassen Sie die Dinger ein paar Tage `drin (eine Woche ist zu lang!!) und wechseln Sie dann das Kühlmittel. Höchstwahrscheinlich war es das dann, die Temperaturen im Kühlwasser sind dann wieder so, wie es üblich ist (85° - 90°C).