Fragen an den Autopapst im März 2010

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit dem Auto? Der Autopapst hilft. Ihre Anfragen aus dem Monat März 2010.

Frage von Mareike Schütze:

Hallo lieber Autopapst, ich fahre einen Renault Twingo, Baujahr 2000 und habe zwei Probleme, bei denen mir bisher keine Werkstatt helfen konnte. Zum Einen macht er zwar selten, aber dennoch schon seit mehreren Jahren eigenartige Geräusche. Diese klingen - anschaulich gesagt - wie ein lautes Vogelzwitschern, können bei jeder Geschwindigkeit auftreten und verschwinden oft während eines Lenk- oder Bremsvorgangs, um dann wieder aufzutreten. Bei längeren Fahrten verschwinden die Geräusche nach einer Weile auch wieder von allein. Es klingt, als würden sie aus dem Bereich des vorderen Radkastens stammen; ich kann sie jedoch nur schwer genau zuordnen. Das zweite mir noch wichtigere Problem ist, dass der Twingo bei manchen Autobahnfahrten phasenweise plötzlich nicht mehr zieht. Angenommen ich fahre 130 km/h, dann sinkt die Geschwindigkeit plötzlich trotz Gasgeben auf ca. 90-100km/h ab. Ich versuche dann zusätzlich vom Gas zu gehen und bei abfälliger Straße wieder Schwung zu bekommen. Bisher zog er dann nach 2-3 Minuten auch wieder an, aber ich habe Angst, dass er irgendwann ganz runterfährt und ich liegen bleibe. Ich hoffe sehr, Sie können mir helfen! Vielen Dank, Mareike Schütze


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mareike, das Geräusch rührt wahrscheinlich von nicht völlig freien Bremsen her. Die Bremsbelege schleifen ganz leicht an den Scheiben und werden von diesen während der Fahrt zu hochfrequenten Schwingungen angeregt. Das ist der Ton, den Du hörst. Ursache ist Verschmutzung der Bremssättel durch Bremsabrieb und vor allem (wahrscheinlich....) zu alte Bremsflüssigkeit und die sich dadurch nachziehende Korrosion in den Bremszylindern der Bremszangen. Wenn die Felgen der Vorderräder nach einer längeren Fahrt deutlich wärmer als handwarm sind, solltest Du den Wagen zum Bremsencheck in eine freie Werkstatt bringen und dort den Wechsel der Bremsflüssigkeit und eine Säuberung der Bremszangen der Vorderachse in Auftrag geben. Gegebenenfalls ist der Wechsel der Bremsklötze an der Vorderachse dann auch ratsam.... Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Torsten:

Hallo Autopapst, wenn das Automatikgetriebe meines Passat B4 warm ist, höre ich in der Konsole so ein Klicken unter dem Wahlhebel, wenn ich dann auf D schalte und die Bremse drücke, will der Wagen immer anrucken und losfahren. Schalten tut das Getriebe alle Gänge 1A. Grüße aus Berlin Torsten

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Torsten, so ganz genau habe ich Dein Problem nicht verstanden: Bei Automatikfahrzeugen gibt es immer eine gewisse "Kriechneigung", wenn ein Fahrbereich (D oder 3,2,L...) eingelegt ist. Darum muss man eben auf die Bremse treten..... Das Klicken unter dem Wählhebel könnte die Wählhebelsperre sein, die erst beim Tritt auf die Bremse (klickend) zurück fährt und den Wählhebel freigibt. Das ist eine Schutzfunktion gegen ungewolltes Beschleunigen und ist vom Hersteller so gewollt.

Frage von Peter:

Guten Tag, Herr Kessler! Die Klimaanlage meines Volvo XC90 (Baujahr 2008) verströmt seit November 2009 unangenehme Gerüche. Eine Desinfektion ist von der Volvo-Werkstatt bereits im Dezember 2009 durchgeführt worden und trotzdem stinkt es weiter. Der Meister meinte zu mir verwundert: "Ick hab dit Ding aber ne Stunde damit loofen lassen...". Eine andere Volvo-Werkstatt meinte, das Problem würde so lange weiter bestehen, solange wir keine zweistelligen Außentemperaturen haben. Ich bitte Sie um Ihre Einschätzung: Wird sich der schlechte Geruch geben? Gibt es einen Zusammenhang mit den Außentemperaturen? (In der Werkstatt, wo man die Desinfektion wohl durchgeführt hat, sind doch hoffentlich mehr als 15 Grad C, und es hat nicht geholfen...) Wie muss denn genau so eine Desinfektion durchgeführt werden? Was muss auf den Verdampfer gesprüht werden und was muss man da verlangen (immerhin gibt es noch Garantie auf den Wagen)? Ich wäe Ihnen unendlich dankbar, wenn Sie weiterhelfen können! Beste Grüße Peter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, neben der Temperatur spielt auch die Luftfeuchtigkeit eine große Rolle. Wenn der Wämetauscher der Klimaanlage schön kalt ist, kondensiert bei feuchter Außenluft einiges an Wasser auf der Oberfläche des Wämetauschers und "spült" Staub, Pollen, Keime, Humus und dergleichen ab. Die Desinfektion tötet zunächst nur die Microorganismen ab, die für den Moder-/Humus-/Kellergeruch sorgen. Reste bleiben aber immer auf der Oberfläche, wenn man sie nicht abputzt. Da kommt aber leider niemand ohne aufwendige Demontagearbeiten heran..... Wenn das Auto noch Garantie hat, würde ich den Verkäufer damit nerven! Immerhin hat er ja bei den Verkaufsgesprächen sehr vollmundig von der absoluten Kompetenz der angeschlossenen Werkstatt (Lochner?) geschwärmt, oder? Das ist doch jetzt ein idealer Moment für die Jungs, mal zu zeigen, was sie so `drauf haben.....

Frage von Christian:

Hi !!! Habe ein Problem mit meinem 99er Twingo. Bei sehr kaltem und nassem Wetter geht das ABS-Lämpchen an. Bei besserem Wetter geht sie wieder aus. Wird wohl mit der Feuchtigkeit zu tun haben, oder? Jetzt mein eigentliches Problem: Seit Kurzem springt das ABS an, wenn ich ganz langsam und ganz behutsam bremsend auf eine Ampel zufahre. Bei normalem Fahren und Bremsen passiert nichts, wirklich erst wenn ich fast stehe. Was kann das sein? Der Wagen ist 11 Jahre alt! Und aus Frankreich! Wahrscheinlich macht sich jetzt das Kontaktrheuma bemerkbar....

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich habe das im Augenblick bei meinem Golf3 so ähnlich: Bei bestimmten Temperaturen schaltet eins der Steuerelais unter dem Lenkrad nicht schnell genug, die ABS-Lampe bleibt dann an. Ich würde in Twingo-Fall die Stecker an der Hydraulik-Einheit und am Steuergerät mal abziehen, die Kontakte mit Kontaktspray fluten, ablüften lassen und alles wieder zusammen stecken. Das müsste es eigentlich gewesen sein.

Stefan Mayer fragt:

Hallo, ich fahre einen Golf 2. Leider hat er seit kurzer Zeit ein paar Macken. Er wird zu warm und hat Leistungsverlust! Es ist ein 1,3 mit 56 PS und hat den Motorkennbuchstaben NZ.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, das hört sich nach einer defekten Zylinderkopfdichtung an. Beim 2er Golf ist die aber wirklich schnell und preiswert zu wechseln. Warte nicht zu lange, damit es keine Folgeschäden gibt!

Martin fragt:

Hey Andreas, ich habe einen Nissan K11 (Salsa), Bj '99 und es wird nicht mehr gewarnt, wenn das Licht angeschaltet ist und ich aus dem Auto aussteige. Kann ich das selber reparieren und wenn ja, wie?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht ist der Summer defekt? Oder der Türkontaktschalter? Der Summer ist beim VFL-Modell (Vorfacelift...) unter dem Lenkrad, hinter dem Fach im Fußraum (auf der Rückseite) montiert. Einfach die 2 Schrauben von dem Fach im Fahrerfußraum rausschrauben, an der Rückseite sitzt das kleine schwarze Ding. Oder Du holst Dir im Baumarkt einen Lichtwarner-Bausatz und klemmst den an. Der ist wahrscheinlich billiger als das Ersatzteil bei Nissan!

Christoph L. fragt:

Hallo Euer Hochwürden! Ich habe folgendes Problem: Ich fahre einen Nissan Micra K12 80PS Benziner. BJ. 2003 58.000km - genau der Steuerkettenfluch: Ich starte das Auto nach dem Stehen (Motor ist noch kalt) und beim ersten Beschleunigen geht der Wagen aus. Motorkontrolllampe an - Nissan Händler kontaktieren. Ich war letztes WE bei meiner Werkstatt, die mir den Nockenwellensensor getauscht hat - 70,- Euro. Puh, dachte ich, da biste mit nem blauen Auge davon gekommen! Heute hatte ich allerdings das gleiche Problem und habe mich im Netz umgeschaut. Zum Entzetzen las ich von typischen Steuerkettenproblemen und den damit verbundenen Kosten. Allerdings möchte ich aufgrund der hohen Kosten, vorerst andere mögliche Problem ausschließen. Bei mir ist auch nur im kalten Motorzustand vorgekommen und nicht, wie oft beschrieben, bei voller Fahrt auf der Autobahn. Falls Sie dazu eine Idee hätten, wäe ich Ihnen sehr dankbar! Viele Grüße Christoph

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Alter des Autos (Erstserie des K12) und die Laufleistung passen perfekt zu den Steuerkettenschwächen des Micra. Die Kosten einer Steuerketten-Reparatur liegen bei Nissan bei ca. 1350 Euro, was für ein 7 Jahre altes Auto mit der Laufleistung schlicht eine Frechheit ist. Leider muss man in diesem Fall aber zu Nissan gehen und dort Original-Ersatzteile kaufen, weil diese Ausführung des K12 nur sehr kurz gebaut wurde und entsprechende Teile nicht am freien Markt erhältlich sind. Garantie und Kulanz ist bei Bj. 2003 kein Thema mehr. Ich würde sagen: A....karte!

Alexa Wien fragt:

Ich habe einen AUDI A2, Diesel mit Automatik, Bj.2003, 200TKM. Seit Beginn der langen Frostperiode bleibt die Automatik sporadisch in einem Gang hängen. Je kälter die Temperatur desto häufiger bleibt die Schaltung hängen. Nach dem Ausschalten und wieder Einschalten des Motors läuft die Automatik wieder. Die Fachwerkstatt (VW/Audi) möchte das gesamte Getriebe erneuern (sie haben die Batterie gewechselt und einen Reset der Elektronik durchgeführt) . Ein Freund rät mir zunächst nur die Steuereinheit wechseln zu lassen. Welchen Rat können Sie mir geben? Mit freundlichen Grüßen Alexa Wien

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Alexa, ist das der 3L-A2 oder der 1.4 TDI? Bei ersterem ist wahrscheinlich (wie beim 3L-Lupo) der Gangsteller defekt; leider ein teures Problem! Beim "großen" A2-TDI ist die "Automatik" eigentlich auch nur ein automatisiertes normales Schaltgetriebe, die über eine Steuerung und eine Hydraulikeinheit die Gänge wechselt. Es gibt Spezialisten, die das Getriebe auf Handschaltung umbauen können; ich würde mich zu einem freien Spezialisten begeben, weil die oft wesentlich mehr Ahnung von zeitwertgerechten Reparaturen haben als die "Austauscher" im Audi-Zentrum. Unter dem Strich wird das aber immer recht teuer.....

Isabel Kathe fragt:

Ich habe einen Golf4, der seit diesem Winter immer überkocht. Das Thermostat haben wir bereits dreimal gewechselt und sogar noch ein Loch rein gebohrt. Dadurch heizt er meistens erst nach einer Strecke von 20 km, heute ist er wieder übergekocht. Alles andere haben auch schon gewechselt, außer die Wasserpumpe, aber die wurde auch überprüft. Was könnte es denn noch sein? Ich freue mich auf Ihre Antwort Vielen Dank im voraus für Ihre Mühe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Isabel, am Ende ist es fast immer die Zylinderkopfdichtung! Lassen Sie mal in einer Werkstatt einen Test machen, mit dem der Abgasgehalt im Kühlwasser ermittelt wird. Wenn der zu hoch ist, muss der Kopf `runter und eine neue ZKD (Zylinderkopfdichtung) rein! Leider ist dieser Spaß kostenintensiv (ca. 500 Euro..). Es führt aber wahrscheinlich kein Weg daran vorbei.

Carolin fragt:

Lieber Autopapst, ein Freund von mir hat ein sehr seltsames Problem mit seinem Golf 4 und keiner weiß Rat - Sie sind seine letzte Hoffnung! Hier die Daten von dem Auto: Golf 4, BJ 2001, TDI, 120.000 km, 101 PS, Automatik, 1.9l, Typenbezeichnung Auto 1J1 Hier das Problem: Die Hydraulikflüssigkeit kocht im Ausgleichsbehäter. Jedenfalls ist es dort bemerkbar (Rauch, Hitze) und auch im Innenraum durch ein deutlich höbares Zischen. Wenn das Auto dann steht, hört man ganz deutlich ein Blubbern. Hintergrund & History: Beim Ausparken aus der Garage hat es einen Schlauch des Servosystems zerrissen und alles lief aus. Er brachte das Auto in die Werkstatt. Man stellte fest, dass alle Schläuche porös waren, tauschte sie aus und füllt Flüssigkeit nach. Bei der ersten Fahrt nach dem Austauschen fingen die Geräsche nach ca. 20km an und beim Nachgucken stellte er fest, dass in dem Ausgleichsbehälter zu viel Flüssigkeit war und entfernte die Menge bis zur Normalfüllmarke. Beim Weiterfahren stellte sich heraus, dass der hohe Druck auftritt, sowohl wenn stark/viel gelenkt wird, als auch bei normalen Autobahnstrecken (gerade Straße bei/mit ca. 130km/h) Bitte, bitte, wissen Sie Rat? Ich hoffe sehr auf eine positive Antwort! Wenn Sie weitere Fragen haben, schreiben Sie bitte ohne zu zöern, ich werde sofort antworten. Mit freundlichen Grüßen, Carolin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Carolin, das hört sich für mich nach vertauschten Schläuchen an! Wenn die falschen Schläuche gewechselt worden sind, kann ohne weiteres die Druck- mit der Saugseite verwechselt worden sein. Ich würde das Anschlussschema der (Servolenkungs- bzw. Hydraulikschläuche mal mit einem anderen Golf4 vergleichen. Dann wissen alle mehr!! Es grüßt Der Autopapst

Torsten Mandel fragt:

Mein Golf 4, 1.6 springt bei enormer Kälte, also Minusgraden nicht an. Wenn er denn erst einmal lief, springt er wieder an, nur bei längerem Stand in der Kälte über Nacht z.B.springt er morgens nicht mehr an, außer mit Starthilfe eines anderen Fahrzeugs! Bei Plusgraden funktioniert alles ohne Probleme., Dann startet er gleich beim ersten Mal. Die Batterie ist heil! Woran kann es denn liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nun, Torsten, was wird das sein? Ich tippe auf einen defekten Motor-Temperaturfühler. Genaueres bringt eine Befragung des Fehlerspeichers (der ggf. eine Fehlfunktion dieses Fehlers schnell erkennt). Wenn dieser Sensor wirklich defekt ist, ist die Reparatur mit 50 Euro bezahlt.

Klaus Hoffmann fragt:

Mein 18 Jahre alter Subaru SVX (Allrad, 230 PS, 1700 kg schwer) braucht nach d3 Nachrüstung weniger Sprit als die neuen Hybridmonster, die Sie vorgestellt haben. Wo ist da Fortschritt ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nur bei der Sicherheit! Airbags und ESP ist leider nicht nachrüstbar. Mein alter Käfer verbraucht auch nur 7 Liter auf 100 km. Der hat aber noch 4 Trommelbremsen und einen Bremsweg wie ein Supertanker. Die modernen Autos sind eierlegende Wollmilchsäue: Innen groß, außen klein, Airbags für alle Lebenslagen, Fahrwerke wie im Rennsport (verglichen mit dem Käfer!) und relativ geringe Verbräuche. Das ganze bei Abgaswerten, die die Autos eigentlich zu fahrenden Luftfiltern machen. Und, last but not least: Moderne Autos sind so gebaut, dass sie auch den Zulassungsnormen entsprechen. Der alte Subaru würde heute als Neufahrzeug nicht mehr zulassungsfähig sein. Das ist der Fortschritt

Heiko Richter fragt:

Hallo Herr Kessler! Verfolge immer die Autozeit beim MDR. Habe versucht durchzukommen, aber ohne Erfolg. Möchte Sie auf diesem Weg um eine eventuelle Lösung bitten. Wir haben uns im Januar 2009 einen neuen Skoda Fabia II Kombi gekauft. Seit Oktober tritt immer wieder ein Knackgeräusch aus dem Motorraum auf, besonders beim Fahren über Unebenheiten und beim Einlenken (nach links). Bei Temperaturen um oder unter null Grad ist dieses Geräsch aber weg! Es tritt nur bei milderer Witterung auf. In der Werkstatt wurden schon die Domlager ausgetauscht-brachte aber keinen Erfolg. Was kann dieses Klappern verursachen? Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich ein Gummiteil der Vorderachsführung. Ich tippe entweder auf die Führung des Stabilisators oder auf eine Koppelstange. Wenn das Geräusch reproduzierbar ist, würde ich mal einen externen Autofachmann im Auto mit nehmen. In aller Regel ist das Geräsch dann schnell erkannt und lokalisiert.

Martin fragt:

Hallo! Ich habe seit einiger Zeit Probleme mit meinem VW Polo BJ 92 (54 PS) 4 Gang Schaltung, Benziner. Im Stand und somit im Leerlauf beginnt das komplette Auto zu vibrieren und der Drehzahlmesser fühlt ab (500-750), so als ob er jeden Moment ausgehen will. Teilweise flackert auch die Batterieleuchte auf wenn der Drehzahlmesser soweit abf舁lt. Allerdings nur, wenn er erst mal warm ist. Weiterhin hängt das Gas ab und an. Wenn ich fahre und Gas gebe beschleunigt er erst ganz normal und dann von einem auf den anderen Moment kommt nichts mehr. Wenn ich dann in den 3ten Gang schalte, einmal voll durch trete und wieder in den 4ten Gang schalte geht es erst mal wieder. Bitte um Hilfe!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, der Wagen zieht irgendwo Nebenluft! Das kann ein abgerutschter Unterdruckschlauch oder ein gerissener Ansaugflansch sein. Die Werkstatt findet die Stelle, indem sie mit Spiritus oder Vergaserreiniger auf verdächtige Stellen sprüht. Wenn dann die Drehzahl des Motors ansteigt, ist das Leck entdeckt und kann beseitigt werden. Das kannst Du wahrscheinlich auch alleine, oder?

Angelika Blödorn fragt:

Ich fahre seit 1 Woche einen Mercedes B170 und habe festgestellt, daß sich die Gänge schwer einlegen lassen. Das ist kommt nur vor, wenn der Wagen länger gestanden hat, zum Beispiel über Nacht. Nach den ersten Metern ist das Problem verschwunden. Danke!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie die Schaltung (das ist die Übertragungsmimik zwischen Schalthebel und Getriebe) mal reinigen, neu schmieren und einstellen! Ggf. müssen auch einiger der PVC-Führungen erneuert werden. Das ist so eine Art "Auto-Rheuma" und kommt bei älteren A-Klassen öfter vor.

Hartwig Dittmar fragt:

Bei meinem Megane II 1.6 Baujahr April 2008 tritt ein kurzzeitiges Schnarren auf, wenn beim Beschleunigen die Drehzahl 2000 durchlaufen wird. Also vor und nach dieser Drehzahl ist das Schnarren nicht zu hören. Am Anfang war das deutlich zu hören bei Linkskurven im 3. Gang (z.B. Autobahnauffahrt), mittlerweile tritt es auch in anderen Gängen auf, wenn das Auto warmgefahren ist. Aber immer nur bei etwa 2000 U/min, wie wenn irgendetwas bei dieser Drehzahl zur Resonanz angeregt wird.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Diagnose-Vermutung ist fast richtig; das Geräusch kommt vermutlich von einem Hitze-Abschirmblech am Auspuff oder am Kat. Oder ein Prallblech innerhalb des Auspuffes ist schon lose (glaube ich aber nicht....). Lassen Sie das Hitzeblech bei Renault suchen und wieder befestigen, Sie haben ja noch Garantie / Gewährleistung!

Frage von Schmidt:

Bei meinem Nissan Primera Traveller (BJ 2000, 257000 km) brennt seit diesem Winter permament die Bremslichtsicherung durch. Drei kontaktierte Werkstätten konnten mir bisher nicht helfen. Zur Prüfung ist die Anhängerkupplung abgeklemmt worden. Effekt keiner. Die Leitung zur dritten Bremsleuchte ist repariert wurden. Effekt keiner. Die Kontakte weisen keine Korrosionen auf. Die Sicherung hält bei Stillstand und Wackeln an allen Kabeln, Lampen und Steckern. Letzte Aussage der Werkstatt heute: wir können nichts feststellen. Was kann ich noch tun? Mit freundlichen Grüßen Andreas Schmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Namensvetter, grundsätzlich muss man sich zunächst fragen, warum die Sicherung durchbrennt. Entweder ist die Stromstärke zu hoch, oder die eingebaute Sicherung ist zu schwach dimensioniert, Leider kann man nicht einfach eine stärkere Sicherung verwenden, weil diese dann die "Leitungsschutzfunktion" nicht mehr erfüllt. Ich würde zunächst mal messen, welcher Strom zwischen den Sicherungskontakten maximal fließt. Wenn der mit den in diesem Stromkreis verwendeten Kabelquerschnitten harmoniert (also für den Querschnitt nicht zu hoch ist), könnte eine entsprechend gewählte Sicherung das Problem lösen. Ist der Strom deutlich zu hoch (also wesentlich höher als der nach den Regeln der Technik zulässige Strom für den verbauten Kabelquerschnitt...), gibt es irgendwo einen Kurzschluss. Den müsste ein Autoelektriker suchen. Dazu muss bekannt sein, welche Verbraucher an der fraglichen Sicherung hängen (nur die drei Bremslichter?). Wenn es tatsächlich nur die Bremslichter sind, würde ich zunächst einen Versuch ohne Bremslampen (vulgo auch "Birnen" genannt) machen. Wenn die Sicherung dann "drin" bleibt, kommt eine Lampe in die Fassung. Wenn die Sicherung immer noch nicht fliegt, die zweite usw. Wenn die Sicherung z.B. bei der zweiten Lampe durchbrennt, ist der Stromkreis der mit dem Defekt. Wenn die Sicherung auch ohne Lampen durchbrennt, liegt der Kurze an einem Punkt vor der Verteilung zu den Lampen. Was ich hier recht kompliziert beschrieben habe, macht ein "echter" Kfz-Elektriker in wenigen Minuten, die Diagnose dürfte schnell klar sein. Ob die Reparatur genau so schnell möglich ist, weiß ich aber nicht.....

Frage von Hartmut Granzow:

Hallo Herr Kessler, was passiert, wenn man rückwärts an den Baum fährt, weiß ich nun schon. Ich hab aber noch eine Frage: Ich habe einen Stummel von BMW, einen 346 K, der hat 16" Alufelgen. Z. Zt. habe ich noch nutzbare Sommerreifen drauf. Da es in dieser Größe keine Allwetterreifen gibt und ich nur ein Reifensatz haben möchte, würde ich, wenn es ansteht, Winterreifen kaufen wollen. Es gibt ja sicher welche mit leisen .Laufeigenschaften. Was halten Sie davon? Mit freundlichem Gruß Hartmut Granzow

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Hartmut, leider haben Sie die Reifendimension nicht genannt. Ich vermute 205/55 R 16 ist die richtige. Und diese Dimension gibt es auch als Ganzjahresreifen. Sie haben die Wahl zwischen den chinesischen Holzreifen, die bei feuchter Straße sofort den Grip verlieren und den großen Marken, die gerade wieder das Prädikat "empfehlenswert" oder "vorbildlich" erhalten haben. Suchen Sie mal bei den großen Internet-Reifenportalen. Erst wenn da eine Größe nicht genannt ist, gibt es die Größe nicht....

Frage von Michael Wieland:

Ich fahre einen Van Chevrolet Venture (US-Modell) mit Automatikgetriebe. Dieser ist baugleich mit dem TransSport (Europäische Ausführung). Mein Problem ist nun, dass es bei der Fahrt so vorkommt, als stünde jemand auf der Bremse. Ich muss das Gaspedal weiter durchdrücken um zu Beschleunigen bzw. um das Tempo zu halten. Beim Gaswegnehmen bremst er sehr schnell ab. Im Stand bleibt er stehen und nicht wie üblich beim Automatik in Position "D", dass er rollt. Sind hier die Bremsen festgefahren? Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Michael, das könnte sehr gut möglich sein! Sind denn die Felgen sehr warm (Achtung, nicht die Finger verbrennen!)? Wenn ja, ist entweder die Bremsflüssigkeit so alt, dass sich in den Bremszylindern bereits Korrosion bemerkbar macht; oder die Bremsschläuche sind von innen zugequollen und lassen den Bremsdruck nicht aus dem System abfließen, wenn Sie den Fuß von der Bremse nehmen. In jedem Fall sollten Reparaturen in diesem Bereich von Profis erledigt werden. Bei den Bremsen hört der Spaß des Sparens nämlich sofort auf....

Frage von Mirco Weingartner:

Hallo, Ich fahre einen Renault Megane 1,6e Baujahr 1998. Seid einiger zeit habe ich das Problem, das er während der Fahrt einfach ausgeht. Kann dann sofort wieder starten. Es wurden bereits gewechselt: Zündkerzen, MAP Sensor, Kraftstofffilter und die Batterie. Die Lichtmaschine wurde überprüft und ist i. O. Das Leerlaufregelventil wurde ausgebaut und gereinigt Was kann ich noch machen, damit der Megane nicht mehr einfach ausgeht?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Endlich mal etwas Neues anschaffen..... Davor sollte das Problem aber gelöst sein, damit der Scherben noch verkauft werden kann! Als Ursache für das Absterben tippe ich auf die Zündspulen. Die faulen gerne von unten durch. Sehr schön sichtbar, wenn sie ausgebaut sind --> Rost. Eine weitere Problemquelle können die Masseverbindung zwischen Motor und Karosserie sein. Wenn dort Korrosion entsteht, spinnt der Motor, wenn er warm wird. Das ist aber leider nicht ohne weiteres zu sehen und erst zu beurteilen, wenn das Masseband abgeschraubt ist. Dann hilft nur vernünftig reinigen, Kontaktstellen am Motor und an der Karosse mit Kupferpaste bestreichen und alles wieder zusammen schrauben. Hoffentlich war es das dann.....

Frage von Ursula Kroeschel:

Mein Seat Ibiza SC Stylance 1,6 16V, 77KW, Automatik, Erstzulassung 02.04.2009 springt nach einer Standzeit von 3-5Tagen nicht an. Nun ist der Wagen zum dritten Mal in der Werkstatt. Ist dieser Fehler vielleicht bekannt. Da es sich um ein neues Fahrzeug handelt bin ich natürlich mit den Aussagen der Werkstatt (falsch gestartet usw.) nicht zufrieden. Wo kann der Fehler liegen? Mit freundlichen Grüßen U. Kröschel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Ursula, schicken Sie mal Ihren Mann mit dem Auto zu einer anderen Seat-Werkstatt. Frauen werden ja von den KFZ-Profis öfter mal nicht richtig ernst genommen (was mich regelmäßig aufregt...), so ist die Auto-Welt (noch!!) nun mal. Wenn das Auto das nächste Mal länger steht, sollte mal ein Außenstehender einen Startversuch machen (natürlich genau nach den Vorgaben der Bedienungsanleitung: Wählhebel auf P oder N, kein Gas....!). Wenn das Auto dann wieder nicht startet, haben Sie wenigstens einen Zeugen für die Probleme. Wenn der Wagen dabei anspringt, rate ich zu einem erneuten Studium der Bedienungsanleitung! Grundsätzlich sind Sie bei allen Defekten zunächst noch an die Seat-Vertragswerkstätten gebunden, um die Neuwagengarantie nicht zu gefährden. Ich habe bisher von keiner Häufung von Startproblemen bei diesem Typ gehört.

Frage von Wolfgang Kleinschmidt:

Mein Clio Initale, 1598 cm³, Erstzulassung 14.06.2000, zeigt im Display Außentemperaturwerte um die +20°C an, obwohl aktuell nur +- 0°C herrschen. Wo sitzt der Temperaturfühler und wie ist die Reparatur durchzuführen? Mit freundlichem Gruß W. Kleinschmidt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Fühler sitzt im rechten Außenspiegel an der Unterseite (kleiner schwarzer Knubbel...). Zum Ausbau muss der Spiegel komplett abgebaut und geöffnet werden. Ein neuer Fühler sollte etwa 3k Ohm Widerstand haben; Ihrer hat wahrscheinlich 0 Ohm.... Details dazu würde ich aber der Reparaturanleitung für den Clio entnehmen!

Frage von Thomas Wegener:

Ich fahre einen Golf 4 1.6, Bj: 2001. Km Stand: 125.000 km. Bei Autobahnfahrten kommt es ca. alle 500 km zu einem Motoraussetzer (ca. drei Sekunden) Ich schalte dann in den vierten Gang, danach läuft der Motor wieder normal. Die Werkstatt kann keinen Fehler finden, der Fehlerspeicher ist leer. Die vier Zündspulen wurden vor kurzem ausgewechselt. Die Abgasdrosselklappe und -Antrieb wurden letztes Jahr ausgewechselt. Das Auto wird selten benutzt, 70% Stadt 30% Landstraße/Autobahn. In der Stadt gab es bisher keine Probleme.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Thomas, nach 500 km ist der Tank des Autos wahrscheinlich schon ziemlich leer. Ich tippe darum auf ein Problem mit der Benzinpumpe. Wenn der Tank fast leer ist, muss die Pumpe etwas mehr leisten als bei vollem Tank (dann ist der Staudruck höher!). Bei höheren Geschwindigkeiten braucht der Motor mehr "Nachschub", den die Pumpe dann nicht immer liefern kann. Es könnte auch an einem zugesetzten Kraftstoff-Filter liegen. Details zum Prüfen und reparieren dieser Komponenten steht recht gut im "Jetzt helfe ich mir selbst" für den Golf 4.

Frage von Frank Hennig:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Golf IV 1.6 Automatik ,Baujahr 2003. Beim Fahren ab ca. 140 km/h ist der Ölverbrauch erheblich. Schätze mindestens 1l auf 1000 km. Ab 160 wahrscheinlich mehr. Der VW Händler (Kauf April 2009) sagt: Füllen, verplomben, 1000 km fahren und dann Öl wiegen. Dann weiß ich genau soviel und es kostet 300 Euro. Ob es ein Garantiefall ist oder was zu tun ist wird mir vorher nicht verraten. Was kann ich tun? Vielen Dank, Frank Hennig

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, der Ölverbrauch ist deutlich zu hoch! Ich würde mit diesem Problem lieber zu einer unabhängigen Stelle gehen (TÜV, DEKRA), die können den Motor auch verplomben und ein Öl-Verbrauchsgutachten erstellen. Das ist wahrscheinlich billiger und ggf. vor Gericht viel besser zu verwerten. Wenn der Ölverbrauch tatsächlich in der Größenordnung liegt, ist das zwar kein Garantie-, aber höchstwahrscheinlich ein Gewährleistungsfall. Allerdings müsstest Du ggf. dem Händler nachweisen, dass dieses Problem schon beim Kauf des Autos existierte (z. B. durch Ölquittungen oder Zeugenaussagen). Leider kenne ich die Laufleistung des Motors nicht; Ursache sind entweder verschlissene Ventilschaftdichtungen oder verschlissene Kolbenringe. Letzteres ist teuer (Motorüberholung!), ersteres kostet auch Geld, ist aber noch bezahlbar (etwa 450 Euro). Nachfüll-Öl ist vielleicht die preiswerteste Lösung....

Frage von Rainer Giese:

Hallo, es geht um das ABS unseres Passats, Baujahr 1998, 150 PS, Turbolader. Die Warnlampe sagt uns sehr häufig, dass das ABS nicht funktionieren würde. Wir konnten dies durch Bremstests auch bestätigen. Wenn die Warnlampe nicht leuchtet, dann funktioniert auch das ABS! (Ebenfalls durch Bremstests geprüft.) Wir würden uns über einen Tipp sehr freuen! Danke im Voraus! Mit freundichen Grüßen Rainer Giese

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Rainer, das einfachste ist das Auslesen des Fehlerspeichers! Da dürfte dann eine Code mit der Angabe der Lage des Defekten Drehzahlfühlers kommen. Und da muß dann gesucht werden.... Ein echtes Sicherheitsrisiko besteht erst mal nicht, das Auto bremst ggf. nur ohne ABS (was im Ernstfall natürlich doch wieder ein Problem werden kann!). Also: Bring mich in die Werkstatt!! Es grüßt Der Autopapst

Andrea Lack fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich hoffe, Sie können mir weiterhelfen. Ich besitze seit 4 Jahren einen BMW 316ti compact, BJ 2001, jetzt 59000 km Laufleistung. Die Geschichte zu diesem Auto gestaltet sich etwas länger. Ich werde mit dem Anfang allen Übels beginnen. Mit dem Auto war bis letztes Jahr Mai alles in Ordnung, dann war TÜV Termin. Nach AU und HU sprang der Wagen bei der Übergabe vor der Werkstatt nicht mehr an. Über Tage wurde ich von der Werkstatt mit Leihwagen bei Laune gehalten. Der Fehler war zunächst nicht auffindbar. Dann die Diagnose: Kettenspanner defekt. Nach langem hin und her in Hinblick auf anteilige Kostenübernahme ließ ich den Kettenspanner dann erneuern. Als das Auto dann wieder in meinem Besitz war fing dieser dann nach ein paar Wochen an in den Drehzahlen im Standgas zu schwanken. Richtig Zug hat er auch nicht mehr. Das Problem schilderte ich der Werkstatt. Die sagten, dass muss sich alles einpegeln. So fuhr ich nun ein dreiviertel Jahr herum. Anfang diesen Jahres kam ein größeres Problem dazu. Der Motor ging nach dem Start so ca. nach einem Km aus, zwar nicht immer aber manchmal. Ich fuhr wieder zu der Werkstatt. Die machten wieder eine Woche lang alle möglichen Test. Dabei kam nur raus, dass es eine kleine Laufunruhe im 4.Zylinder gibt. So richtig genau kann keiner was sagen. Sie empfahlen mir den Zylinderkopf mal einfach herunterbauen zu lassen um dann weiterzusehen. Reperaturkosten von 1000-3000 Euro wären möglich, obwohl es keine Diagnose gibt. Ich nahm das Auto erst mal wieder mit und ließ gar nichts machen. Von Freunden wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass so etwas auch mit dem Luftmassenmesser zusammenhängen kann. Der LMM wurde daraufhin abgeklemmt und siehe da - Auto fuhr im Notprogramm aber ging nicht aus. Auf eigene Faust kauften wir einen neuen LMM und bauten den ein. Alles super, Auto lief - aber das leider nur für 2 Wochen. Dann ging er das erste mal wieder aus. Mittlerweile geht er mit angeklemmtem neuen LMM so 5 mal auf einer Strecke von 5 km aus; mit abgeklemmtem LMM läuft er im Notprogramm und geht nicht aus. Drehzahlschwankungen sind enorm, allerdings jetzt nicht mehr im Stand, sondern nun, wenn man von großen Drehzahlen in den Leerlauf geht - da fällt der Motor auf 500, will fast ausgehen, fängt sich gerade so und geht dann auf 900 und bleibt dort. Ich vertraue keiner Werkstatt mehr. Keiner gibt sich Mühe einen elektronischen Fehler zu suchen. Bin mittlerweile sehr ratlos. Möchte das Auto eigentlich los werden, weil es nur Probleme, macht aber mit dem Fehler findet man auch keinen Käufer. Ich bitte Sie, Herr Keßler, um eine Einschätzung und ggf. um einen Tipp. Sollten Sie genauso ratlos sein, wie alle anderen, dann wäre ich über die Empfehlung einer Werkstatt im Raum Dresden sehr dankbar. Ich bedanke mich bei Ihnen schon im Voraus. MfG Lack

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Andrea, das hört sich für mich nach einem Steuerzeitenproblem an. Wahrscheinlich ist während der AU die Steuerkette um einen Zahn weiter gesprungen und sorgt seither für falsche Ventilöffnungen. Ich würde als erstes mit Hilfe eines Werkstatthandbuches die Stellung der Nockenwellen zueinander und zum Rest des Motors überprüfen. Wenn die nicht exakt so stehen wie vom Konstrukteur gewollt, kann die beste Elektronik keinen zufriedenstellenden Motorlauf erzeugen (obwohl sie sich ja offenbar redlich bemüht!). Wenn diese Idee zu nichts führt, sehe ich schwarz für die Zukunft des Autos: Irgendwann sind die Werkstattrechnungen höher als der Zeitwert, dann muß die Karre wirklich weg...

B.Schröder fragt:

Hallo,Ich habe einen Passat VR6,Bj 1993 der seit einem Jahr gestanden hat.Jetzt wurde er angemeldet allerdings kann man das Bremspedal jetzt nicht mehr normal betätigen nur mit Gewalt wird er etwas langsamer.Die ABS leuchtet auch auf einmal durchgehend. Woran kann das liegen? Gruß Schröder

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Denkbar ist z.B. ein defekter Bremskraftverstärker, dessen "Servowirkung" nicht mehr besteht und dem Bremsfuß mal richtig etwas abfordert. Vielleicht war in der Stilllegungszeit ja auch ein Marder unter der Haube und hat die Unterdruckleitung zum BKV durch genagt.

Kai Achilles fragt:

Ich habe einen Ford Focus MK2 Tunier 2.0 TDCi Baujahr 2006. Folgendes Problem: Ich befinde mich auf der Autobahn. Meine Geschwindigkeit beträgt ca. 130km/h. Motor nimmt auf einmal kein Gas mehr an. Ich muss das Auto ausrollen lassen. Nachdem man Tempo 0 erreicht hat, kann man wieder beschleunigen, ohne den Motor neu zu starten....Dieses Phänomen kommt ca. alle 1000-2000km vor. Ich war deswegen schon 2 mal in der Werkstatt. Ab Ende März läuft meine Garantie aus und sie finden einfach nicht den Fehler. Haben schon den kompletten Kabelbaum durchgemessen. Systemdaten ausgelesen, aber schaffen es nicht, diesen Fehler zu finden. Können Sie da vielleicht weiterhelfen??

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Kai, Ford empfiehlt in Fällen wie diesen die Rücklaufmenge der Injektoren zu messen (Sollwerte hat die Werkstatt!). Eine weitere denkbare Möglichkeit könnte das EGR (Abgasrückführungs)-Ventil sein, hier müsste im Defektfall ein Neuteil eingebaut werden. Mehr fällt mir aus der Ferne zu diesem Rätsel auch nicht ein.... Es grüßt Der Autopapst

Sylvia Bellmann fragt:

Hallo Herr Keßler, mein VW New Beatle TDI macht Probleme. Er ist Baujahr 1998 und hat 90 PS. Im kalten Zustand ruckelt er beim Fahren. Auch im Stand läuft der Motor unruhig, jault auf als würde man immer wieder kurz Gas geben. Ist er warm, fährt er ruhig. Wenn man ihn aber mit Vollgas beschleunigt, riegelt er bei 120 km/h ab. Es ruckt kurz und dann beschleunigt er nur noch sehr langsam. Schaltet man den Motor aus, startet neu und beschleunigt ohne Vollgas, ist alles normal. Verschiedene Werkstätten haben einiges versucht: der Luftmengenmesser und der Temperaturfilter sind neu ebenso Luft- und
Kraftstoff-Filter. Der Ladedrucksensor wurde ebenfalls erneuert. Ich hoffe sehr auf Ihre Hilfe! Vielen Dank und viele Grüße!, Sylvia Bellmann


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sylvia, das hört sich nach Luftmassenmesser bzw. Steuersoftware an. Ist der Fehlerspeicher mal befragt worden? Ist der ersetzte Luftmassenmesser ein originales Ersatzteil oder eins von Bosch? Es gibt nämlich auch "Nachbauten", die den Namen "Ersatzteil" nicht verdienen (oder kommt der Begriff "Ersatz" etwa daher...??). Vielleicht hilft auch ein Up-Date des Motorsteuergerätes. Eigentlich kann ich aber dazu aus der Ferne kaum etwas sagen. Manchmal möchte ich wirklich mal Probefahren..... ...wünscht sich der Autopapst

Wolf-Dietrich Molzow fragt:

Hallo Andreas, ist jemand da, der mir meine Frage vom 17. Februar beantworten möchte? Fahre Golf 4 TDI Variant Automatic mit 66 kW (190000km), EZ 7/2000; die Batterie ist drei Wochen alt. Bei den gerade aufgetretenen tiefen Temperaturen ist es mir schon mehrmals passiert, dass während der Fahrt auf der MuFu-Anzeige das rote "Heckklappe offen"-Symbol flackernd erschien (aber nicht mit voller Leuchtkraft, ohne das sonst übliche Piepen und auch ohne Erscheinen des schriftlichen Warnhinweises). Wenn ich nach Auftreten dieses Ereignisses das Auto mit eingeschaltetem Einbruchswarner (rote LED neben fahrerseitigem Verriegelungsknopf blinkt) zu Hause abgestellt hatte, wurde ich im schönsten Schlaf (gegen 2 Uhr morgens) vom "Hilfe, ich werde geklaut!"-Hupen des Autos geweckt. Abhilfe schuf nur das Deaktivieren der Alarmanlage, denn bei alleinigem Öffnen und Schließen per Fernbedienung begann das Tröten nach 15 Minuten erneut. Was kann die Ursache dieser Fehlfunktionen sein: Wasser im Steuergerät für die Alarmfunktion oder vielleicht Eisbildung im Heckklappenschalter? Freundliche Grüße, W.-D.M.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolf-Dietrich, ich bin leider nicht rund um die Uhr in der Redaktion (und das müßte ich, wenn ich alle eintreffenden Mails zeitnah beantworten wollte....); ich bitte daher um Entschuldigung für die lange Bearbeitungszeit. Eisbildung im Steuergerät scheidet nach meiner Meinung aus. Eher könnte das Steuergerät selbst defekt sein. Am wahrscheinlichsten ist aber der Schalter in der Heckklappe, bei dem es sich nach meiner Erinnerung um einen Quecksilberschalter (Neigungsschalter) handelt. Der Wechsel ist aber sehr fisselig, weil dazu die halbe Heckklappe abgerüstet werden muss. Ist dem Thema denn schon mal mit Hilfe einer Fehlerdiagnose zu Leibe gerückt worden? Ich würde zuallerst den Fehlerspeicher auslesen lassen! Es grüßt Der Autopapst

Lars Luther fragt:

Hallo Andreas, mein Autoproblem: VW Polo Baujahr 2001, gebraucht gekauft, vom Händler. Sporadisches Problem, das dann immer häufiger auftrat: er springt nicht an, wenn ich nach ca. 6 Km eine Pause mache, z.B. meinen Sohn von der Schule abhole. D.h.. die ersten dreimal springt der Motor für eine halbe Sekunde an, dann geht das auch nicht mehr ( manchmal hilft es, die Motorhaube aufzumachen und er springt an , das geht aber nur zweimal ). Muss dann bis zu nächsten Morgen warten, dann springt er wieder unschuldig an. Ich war jetzt achtmal ( meine Frau versteht meine Geduld mit dem Händler nicht, aber bezüglich der Rechte ist es nicht so einfach...) bei dem Händler, der jedes mal auf Garantiebasis irgendwie rumgefrickelt hat, aber nie wurde das Problem gelöst. Ursprünglich trat das Problem im Sommer bei sehr heißen Tagen auf, nach diversen Eingriffen aber auch im Winter. Was wurde angeblich gemacht: Drosselklappen gereinigt, Temperatursensor, OTC, Steuereinheit, Geber, neue Schlüssel angefertigt, der Händler meinte es wäre die Wegfahrsperre ( weil der Motor kurz anspringt aber gleich wieder erstirbt ). Ok, ich denke er wollte das Problem über die 1Jahr Garantie retten und das hat er auch geschafft. Meine Erlösung, dachte ich, wäre eine richtige VW-Werkstatt. Die haben auch wieder irgendwas ausgelesen, haben aber gesagt, nach dem sie ein paar Sachen gemacht haben (350 Euro) ich hätte jetzt erstmal eine Basis, aber garantieren können sie erstmal nichts. Es hat nichts genützt - der Schaden wurde nicht behoben. Jetzt steht der Wagen wieder bei VW aber meine Hoffnung wird immer kleiner. Wie soll ich weiterverfahren???? Wie soll ich mich der VW Werkstatt gegenbüber verhalten? Weiter investieren - ich bin jetzt einfach unsicher, weil es ja auch das letzte Mal nicht geklappt hat. Wenn Sie eine Idee hätten würde ich mich über eine email von Ihnen sehr freuen. Lieben Gruß, Lars Luther

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Lars, das Problem hat 2 Aspekte: Einen technischen und einen rechtlichen. Letzterer ist relativ einfach (theoretisch!): Du erteilst einer Werkstatt einen Auftrag mit einem möglichst genau beschriebenen Umfang (so wie mir auch beschrieben....). Die Werkstatt nimmt den Auftrag an und repariert. Anschließend erfüllst Du Deinen Teil des Vertrages und zahlst die Rechnung. Wenn das Problem anschließend nicht weg ist, hat die Werkstatt ihren Teil des Vertrages nicht erfüllt und darf noch mal (für Dich kostenlos!!) `ran. Und genau hier wird es problematisch: Entweder mogelt sich die Werkstatt mit Tricks aus ihrer Diagnose-/Reparaturinkompetenz heraus ("...was wir repariert / ausgetauscht habe, war aber auch defekt!...") oder bastelt ewig ohne Ergebnis weiter. Hier hilft eigentlich nur Nervenstärke und ein sehr deutliches Statement der Geschäftsleitung des Reparaturbetriebes gegenüber. Die vordergründig ursächlichen Teile des Autos sind offenbar alle erneuert / getauscht. Einzig die möglicherweise defekte Lesespule der Wegfahrsperre finde ich nicht in der Auflistung. Leider ist das Problem wirklich sauschwer zu diagnostizieren. Aber mit diesen "Spezialfällen" werben ja die Vertragswerkstätten ("...die ganze Hersteller-Kompetenz aus einer Hand..."). Nageln Sie die Jungs, die Sie bezahlen, fest!! Sie sollen ihren Job machen, dann kriegen sie auch Ihr Geld.. Es grüßt Der Autopapst

Oliver Schütz fragt

Hallo Andreas, ich habe einen Mercedes 190 Automatik Baujahr 1988 mit jetzt 207.000 km. Seit einiger Zeit schaltet die Automatik nach spätestens 10km vom 3ten zurück in den 2ten, wenn sie will auch mal gerne mal bis in den 1ten, und dananch nicht mehr hoch.. Das Einzige, was hilft, ist Drehzahl während der Fahrt mal über N runterregeln, und dann hoffen, dass er wenigstens in den 2ten springt. Werkstätten meinten, da tauschen sie nur gesamt Getriebe aus, das überstiege aber doch den Wert des Autos mittlerweile. Ansonsten fährt sich der Wagen noch einwandfrei (mit TÜV neu!), und es wäre schade ihn darüber verschrotten zu müssen. Hat auch KAT, wenn 4 Wochen in der Kälte steht würgt er auch mal gerne beim Gang einlegen ab, dann aber okay, wenn etwas gefahren (evtl. kein Zusammenhang zu oben,Zündverteiler?). Vielleicht haben sie eine Idee zum Automatikproblem? Mit freundlichen Grüßen, Oliver Schütz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Oliver, vor größeren Aktionen würde ich unbedingt zuerst einen Wechsel des Automatik-Öls vorschlagen. Wenn das Auto danach besser schaltet, ggf. sogar noch einen weiteren (als Spülgang, sozusagen!). Die deutliche Temperaturabhängigkeit und das Alter des Autos lassen eigentlich keine andere Diagnose zu. Die Laufleistung ist dabei noch kein Kriterium, die Automatiken halten bei guter Pflege (ATF_Wechsel) deutlich länger. Wenn sich mit dem neuen Öl allerdings keine Änderung im Schaltverhalten ergibt, ist die Prognose schlecht..... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Jürgen Richter:

Beim Hochschalten vom ersten in den zweiten Gang ruckt mein VW Golf V 1.6 Benzin, Bj. 2005 sporadisch.War drei Mal in der VW-Werkstatt, Update gemacht und angeblich Kupplungsautomat gewechselt in der Garantiezeit, Fehler immer noch zeitweise vorhanden. Ich fahre schon über 30 Jahre Auto ,dieser ist mein dritter neuer Golf, am fahren kann es nicht liegen,was kann es sein???


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Werkstatt hat alles so gemacht, wie ich es beim 5er auch gemacht hätte (Up-Date Steuersoftware, neue Kupplung). Wenn es jetzt immer noch ruckt, bleibt eigentlich nur noch das Zweimassen-Schwungrad als Übeltäter übrig. Da dieses aber recht teuer ist, würde ich mich an Ihrer Stelle mal mit dem Begriff Schönheitsfehler beschäftigen.....

Frage von Bernd Rose

Ich fahre einen Mitsubishi Colt, EZ Mai 2008. Seit vier Monaten klappert / vibriert etwas am Fz. Es klingt auch sehr blechern. Ich war bereits drei Mal in der Werkstatt. Es wurde zunächst das Wärmeblech am Motor nachgenietet, dann das gesamte Blech ausgetauscht. Die Geräusche gehen nicht weg. Sie tauchen immer beim Hochtouren oder Abtouren auf und sind doch recht laut. Ich selbst vermute, dass das im Zusammenhang mit der Auspuffanlage steht. Das Geräusch kommt auch nicht aus dem Motorraum. Die Werkstatt hört es zwar, findet aber nichts. Am Auspuff ist angeblich alles fest. Viele Grüße Bernd Rose

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Bernd, die Versuche der Werkstatt laufen schon in die richtige Richtung. So wäre ich auch vorgegangen. Die Ursache der Geräusche vermute ich (nach den Versuchen mit dem Abschirmblech....) jetzt in (!) der Auspuffanlage. Die schwirrend-klappernde Schwingung stammt wahrscheinlich von einem losen Prallblech in einem Auspufftopf oder vom Monoliten des Katalysators. Auf Deutsch heißt das: Austausch der betroffenen Teile (des Auspufftopfes und / oder des KATs)! Ob die Werkstatt dieser Strategie folgt, muss man sehen.....

Frage von Katharina Thielen:

Hallo, ich fahre einen Rover Mini Cooper Silverbullet von Ende 95. Seit etwa einer Woche macht er beim Anfahren sowie beim Kuppeln und Bremsen ruckelartige Geräusche, es hört sich an, als wäre irgendetwas locker, was durch das Anfahren bzw. Bremsen durchgerüttelt wird. Aber alles ist fest. Wenn ich das Auto jetzt ohne irgendwelches Wissen in die Werkstatt gebe, kostet es mich wieder ein Vermögen allein für das Durchchecken. Haben Sie eine Idee, was das sein könnte? PS: Wenn der Motor kalt ist, ist es noch extremer, bei höheren Geschwindigkeiten macht er gar keine Probleme! Lieben Dank Katharina

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katharina, das könnte eine der Motoraufhängungen sein (Motorstütze), die sich beim Mini gerne mal verabschiedet. Das lässt sich super schnell durch Rütteln am Motorblock prüfen. Wenn Du z.B. zur Minimanufaktur in Berlin fährst, ist das schnell und billig erledigt! (Ich kenne die Jungs, da und würde meinen Mini -wenn ich einen hätte!- da auch hin bringen...)

Frage von Jörg Gebauer:

Hallo, warum benötigen Dieselmotoren eine Unterdruckpumpe für die Bremse?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Weil ein Diesel im Gegensatz zum Benziner im Saugrohr kaum Unterdruck produziert! Ein Dieselmotor fährt (vereinfacht gesagt) mit ständig offener Drosselklappe, wodurch kaum Unterdruck im Saugrohr entsteht. Da der Bremskraftverstärker aber trotzdem Unterdruck braucht, muss die Pumpe ran! Unterdruck als technischer Begriff ist in diesem Zusammenhang übrigens nicht ganz richtig, Niederdruck währe besser....

Frage von Weidauer:

Ich und meine Jungs verzweifeln bei einem Peugeot 307 HDI. Er springt im kalten Zustand teilweise nur mit Starterspray an. Die Kraftstoffvorförderpumpe wurde von uns schon ersetzt weil sie maximal 1bar Druck brachte. Die neue bringt 2,5bar. Solange der Kraftstoff in ausreichender Menge gefördert wird, ist der Druck zweitrangig. Beim Commonrail-Diesel macht ja die Hochdruckpumpe Druck.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde bei Startproblemen, die nicht im Fehlerspeicher hinterlegt sind, immer zuerst die Steuerzeiten und dann den OT-Geber verdächtigen. Letzterer sollte bei einem Defekt aber als Fehler auslesbar sein. Ist vielleicht der Zahnriemen erneuert worden? Dann müssen die Steuerzeiten geprüft werden. Wenn die nicht stimmen, ist mit der normalen Motorsteuerung einfach kein zündfähiges Gemisch herstellbar (nur mit der Startpilotdose....). Ich hoffe, Sie finden den Bug!

Frage von Gisela Jaikow:

Guten Tag Herr Kessler, wir haben ein Problem mit der Temperaturanzeige an unserem 1,6 Ford Focus, Bj. 99 und Laufleistung 320.000 km (davon 200.000 km mit Autogas ). Ab der Geschwindigkeit 120 Km/h geht beim Abbremsen oder beim Gas zurück nehmen die Temperatur laut Anzeige, für einige Sekunden in den roten Bereich. Bei mehreren Testfahrten zeigt das Testgerät aber keinen Fehler an. Neu ist das die Warnleuchte Antriebsstrang auch gelegentlich für 3-5 Sekunden aufleuchtet. Herr Keßler, was empfehlen Sie uns, denn es ist doch ein unwohles Gefühl, was immer mit fährt. Danke für Ihre Hilfe. Gisela

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich würde fast auf ein Sensor-/Kabelproblem tippen! Vielleicht hat das Kabel am Kühlmittelsensor eine blanke Stelle und bekommt beim Abbremsen Kontakt zur Fahrzeugmasse! Das kann bei einem älteren Auto schon mal passieren! Die Antriebsstrang-Leuchte müsste einen Fehler im Fehlerspeicher produzieren, lassen Sie das mal auslesen. Generell ist bei rätselhaften Temperaturproblemen immer zunächst der Ist-Zustand zu prüfen. Wenn ein Kühlmittel-Thermometer in der roten Bereich steigt, kann das Kühlmittel zwar zu heiß sein, muss aber nicht. Ich würde immer zunächst mit einem geeigneten Thermometer direkt im Kühlmittel messen, um einen Fehlalarm ausschließen zu können. Die Kühlmittelthermometer im Armaturenbrett sind nämlich eher Schätzeisen als Messinstrumente.....

Frage von Uwe Wöhler:

Hallo! Im August 2009 habe ich meinen Ford Focus Turnier, 2,0 L/145 PS mit Hersteller-LPG-Autogasanlage bekommen. Schon bei der Übernahme hatte dieses Auto das Problem von Lenkradflattern und Vibrationen während der Fahrt. Das Montieren von Stahl-Winterkompletträdern brachte nicht den gewünschten Erfolg. Nachdem nun ca. 5mal die Reifen nachgewuchtet wurden und danach ein neuer Satz Reifen aufgezogen wurde, sind die Vibrationen und das leichte unangenehme Lenkradflattern immer noch vorhanden. Der Ford-Meister hat mir mitgeteilt, dass 2 andere probegefahrene Focus das gleiche Symptom hätten. Hierzu hat er auch noch keine Lösung. Wo könnte das Problem liegen? Serienfehler? Mfg Wöhler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Uwe, vielleicht ist es wirklich ein Serienfehler, den ich aber nicht hin nehmen würde. Die Ursache bei den Reifen zu vermuten ist zwar üblich, aber in Deinem Fall offenbar falsch. Ich würde mich mal mit den Antriebswellen bzw. deren Gelenken beschäftigen. Wenn das Auto noch neu ist (und in der Gewährleistungszeit!), sollte das zumindest kein Kostenproblem sein. Wenn die Gelenke der Antriebswellen defekt / verschlissen / schlecht geschmiert / aus der Toleranz / aus anderen Gründen schwergängig sind, tritt genau das von die beschriebene Lenkradflattern auf. Was genau die Ursache ist, muss aber die Werkstatt heraus finden.

Frage von Michael Schulz:

Hallo, nach dem Austausch der Lichtmaschine in meinem Opel Astra Caravan F (Baujahr 95) leuchtet beim Gasgeben die Batterielampe auf und der Drehzahlmesser spielt verrückt. Auch bilde ich mir ein dass manchmal das Licht dabei flackert. Was kann da los sein? Vielen Dank im Voraus für jede Hilfe. Grüße Michael

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Astra hat bestimmt einen Dieselmotor, oder? Beim Diesel wird der Drehzahlmesser oft von der Lima angesteuert, und wenn der Drehzahlmesser beim Gasgeben spinnt und die Ladung offenbar nicht ausreicht, würde ich als erstes an einen nicht richtig gespannten Antriebsriemen glauben. Vielleicht hat die Werkstatt, die die Lima eingebaut hat, da etwas geschlust....

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.