Fragen an den Autopapst im März 2009

Andreas Kessler © Foto: privat

Ihr Automobil funktioniert nicht wie gewünscht? Andreas Kessler löst die Probleme. Die Antworten des Autopapstes vom März 2009.

Frage von Thomas Fricke:

Hallo, ich habe einen VW T4 TDI, 75 kW, Baujahr 2003 mit 140.000 km. Wenn das Fahrzeug über Nacht gestanden hat, qualmt er morgens beim ersten Starten für einen ganz kurzen Moment blaugrau. Nur eine Stoßwolke, ist dann aber weg. Es kommt aber vor das er noch in der Warmfahrphase stark qualmt (und es stinkt nach Diesel) das geht aber nach kurzer Zeit wieder weg - ist mir aber bis jetzt nur drei Mal passiert. Auch berichtete mir ein anderer Autofahrer, er habe gesehen,
dass bei Autobahnfahrt für einen Moment aus meinem Auspuff Flammen
gekommen wären als nach schnellerer Fahrt ich das Gas zurück nehmen musste und dann im Schiebeverkehr gefahren bin. Ich habe neue Glühkerzen und alle Filter und Öle neu und auch schon den Förderbeginn einstellen lassen und der Fehlerspeicher zeigt keine Fehlermeldung. Die Symptome beunruhigen mich aber! Vielleicht haben Sie ja Rat. Gruß Thomas


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die aus dem Auspuff schlagenden Flammen sind sicher unverbrannter Kraftstoff, der sich an heißen Teilen des Auspuffs entzündet. Das könnte zum Beispiel an zu alten / undichten Einspritzdüsen liegen. Die Qualmerei würde ich aus Erfahrung dem Zuheizer anlasten. Zur Reparatur wendest Du dich am besten an einen Bosch-Dienst, der eine Webasto-/Eberbächer-Vertretung hat. Dort wird in der Regel der Zuheizer gegen ein Austauschgerät getauscht. Leider nicht ganz billig, das ganze....

Frage von Helge:

Hallo. Ich habe einen Ford Mondeo V6, BJ 95, mit gut 210.000 Kilometern auf der Uhr. Mein Problem ist, dass er zwar warm wird, aber bei starker Beschleunigung geht die Temperatur auf unter Normal. Wir sind erst langsam wieder im Normbereich. Im Stand geht die Heizung auf kalt, gebe ich etwas Gas, wird sie wie gewohnt warm. Thermostat ist neu Wasserpumpe auch. Bitte helfen sie mir. Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Für dieses Problem gibt es eigentlich nur zwei Erklärungen: Die eine ist relativ unwahrscheinlich, und die andere teuer.... Nr. 1 wäre ein defekter Kühlwassertemperatursensor (das würde die Schwankungen am Instrument erklären....) und Nr. 2 (die wahrscheinlichere Lösung) ist Luft im Kühlsystem. Wenn beides nicht zum Erfolg führt, bleibt schließlich nur noch der GAU: Zylinderkopfdichtung!

Frage von Sepp Griffaton:

Lieber Herr Keßler! Ich fahre eine E-Klasse E 200 Kompressor, Baujahr 2006 (W211). Wie kann ich die Serviceanzeige im Kombiinstrument zurücksetzen? Alle bisher bei Google/ Foren veröffentlichten Hinweise brachten leider nicht den gewünschten Erfolg. Ich habe eine Schlüsselnummer für das
Zurücksetzen der Serviceanzeige gefunden, die Ihnen vielleicht
weiterhelfen kann. (0042.2). Herzlichen Dank im Voraus Sepp Griffaton


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sepp, ich habe meine diesbezüglichen Weisheiten auch nur aus den Foren.... Es gibt aber eigentlich nur diese eine Methode: Du musst in Deinem Menü auf die Service-Anzeige und auf die «Assyst»-Ebene (...Assyst in xxxxx km) wechseln. Dann die Rückstelltaste mind. 4 sec.
gedrückt halten. Dann müsste die Anzeige «Anzeige zurücksetzen?» kommen. Das bestätigen, und dann ist alles zurück gesetzt. Die Mercedes-Werkstatt kann allerdings mit dem Diagnosecomputer immer noch den alten Stand sehen (schlecht, wenn man den Wagen bei Daimlers als «scheckheftgepflegt» in Zahlung geben will). Die Rückstellmöglichkeit ist eigentlich nur für den Service außer der Reihe (und nicht bei Mercedes...) gedacht. Normalerweise machen das die Jungs mit dem Stern auf der Bluse!

Frage von Jens Albrecht:

Ich fahre einen VW Passat 35i, Bj.1988, 107 PS, und sobald ich losfahre, ist ein lautes klackendes Geräusch zu hören, solange ich Gas gebe. Was könnte das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, das wird wahrscheinlich ein Antriebswellengelenk sein. Welches (es gibt zwei Antriebswellen mit je 2 Gelenken) kann nur ein Fachmann sagen, der das Auto mal um den Block fährt. Eine neue Antriebswelle kostet im Zubehör etwa 100 Euro, dazu kommt dann noch der Einbau (ca 1h). Ich hoffe, geholfen zu haben. Andreas Kessler.



Frage von Stefan Gollwitzer wrote:

Hallo Andreas, mein W123, Baujahr 1983 hat einen Tempomat (mit Schalter am Lenkrad), der manchmal funktioniert und manchmal nicht. Und wenn er funktioniert, dann fängt er nach einiger Zeit zu «stottern» an. D.h. er pulsiert, man sieht an der Economy-Anzeige, wie das Auto unregelmäßig Gas gibt. Ist einfach lästig, da es kein ruhiges Fahren ist und ich denke, der Treibstoffverbrauch ist damit auch höher. Irgendeine Idee? Wenn der Tempomat nicht anspricht, dann auch nicht nach mehrmaligem Betätigen, sondern erst wieder, wenn man neu startet. Herzlichen Dank und bis demnächst. Stefan Gollwitzer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stefan, da verabschiedet sich gerade das Steuergerät des Tempomaten. Ein Elektronik-Bastler könnte versuchen, die Elkos zu erneuern (Elk = Elektrolytkondensator), von denen einige im Steuergerät sitzen. Da das Teil schon recht alt ist, ist es noch übersichtlich aufgebaut und leicht zu reparieren. Oder Du kaufst Dir eine Nachrüst-Geschwindigkeitsregelanlage von (z.B.) Waeco und lässt die von einem Kfz-Elektriker einbauen. Der serienmäßige Hebel lässt sich mit etwas Geschick anpassen.....


Frage von Patrick Dierke:

Sehr geehrter Autopapst, ich fahre einen Honda Civic MB6, (V-tec 169PS). Bei mir ist das Axialgelenk der Spurstange ausgeschlagen, welches demnächst getauscht werden müsste. Ein bestelltes Teil aus dem Zubehör passte nicht, weil das Gewinde zur Befestigung M12 und nicht M14 ist! Laut Aussage von Honda bekommt man dieses Gelenk nicht als Einzelteil und muss eine komplette Lenkung kaufen für etwa 1.100 Euro. Ist dies zwingend notwendig, oder kann man das Gewinde mit einem «Helicoil» oder wie das auch immer heißt, vergrößern? Oder sollte man da lieber die Finger von lassen? Mein Werkstattmeister meinte, besser nicht, weil das Teil nicht um sonst verstärkt wäre und er will da keine Verantwortung für tragen! Vielleicht können Sie mir da helfen, bevor ich mich in Umkosten stürzen muss. Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Patrick Dierke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Patrick, der Meister hat recht! An den Spurstangen bzw. den Teilen der Lenkung sollte man nicht basteln, das ist lebensgefährlich. Eine andere Möglichkeit ist die Suche nach einer passenden Spurstange eines anderen Autos, bei der das Gewinde passt. Es gibt zahllose verschiedene Spurstangen auf dem Markt, da muss einfach irgend eine zu Deinem Auto passen. Du musst nur die passende Version finden! Andreas Kessler.

Frage von Stefan Nowack:

Hallo! Fahre ein Renault Laguna Grandtour Bj97. Muss ich beim Stoßdämpfer hinten den Tank ausbauen? Weil die obere Aufnahme mit ein Bolzen und Mutter versehen ist! Und man so schlecht von innen an den Holm rann kommt? Habe mal probiert den Bolzen von außen zu lösen. Also bewegen tut er sich. Habe bloß Angst, wenn ich ihn löse, dass mir die Mutter in den Holm fällt und ihn nicht mehr rausbekomme. danke schon mal in Voraus. MfG Stefan.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei Renault ist nichts unmöglich, Stefan! Manchmal fragt man sich, warum die Konstrukteure so unmögliche Einbauten vorgeben. Vielleicht soll das als «Profit-Center» für die Werkstätten dienen. Ich würde frisch ans Werk gehen! Zum einen passt Du ja jetzt auf die Mutter besonders gut auf, und zum zweiten hast Du ja sicher vor der Arbeit zwei Reservemuttern besorgt. Deshalb fällt die Mutter nun erst recht nicht in den Holm...

Frage von Axel Nikolaus:

Frage zu einem Mazda3 BK Bj 2004 Diesel. Habe im Moment Probleme mit meinem Fahrzeug. Er geht teilweise unterwegs während der Fahrt aus. Springt danach kurz wieder an und geht wieder aus. Nach mehreren Startversuchen springt er gar nicht mehr an, obwohl der Anlasser sehr gut durchdreht. Ein Wechsel des Kraftstofffilters brachte keinen Erfolg. Nach einer Fahrt von 130 Kilometer sprang er am nächsten Morgen an, ging nach 5 m Fahrt aus. Beim nächsten Start sprang er an, ging aber trotz Vollgas ebenfalls wieder aus und springt seitdem nicht mehr an. Batterie ist voll. Das Fahrzeug hat jetzt eine Laufleistung von ca. 218000 Kilometer.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Axel, das ist leider kompliziert: Der HDI-Motor (stammt von Peugeot!) ist eine super Maschine, aber wenn Sie nicht will, kommen sehr viele Stellen als Ursache in Frage. Ich würde zuerst mit der Wegfahrsperre anfangen. Entweder einen neuen Versuch mit dem Reserveschlüssel machen oder den Fehlerspeicher auslesen lassen. Wenn der auch die Wegfahrsperre als Problem erkennt, erst den Schlüssel neue anlernen, dann die Lesespule checken / tauschen und erst ganz zum Schluss das Steuergerät erneuern. Weiterhin könnten die Einspritzventile defekt sein, auch das diagnostiziert der Computer in der Werkstatt. Und, zum Schluss, die Vorförderpumpe unter der Rückbank. Fördert die? Summt sie? Kommt Diesel am Dieselfilter an? Ohne Fachleute ist dieser Fall sicher nicht lösbar. Andreas Kessler

Frage von Manuel:

Hallo. Ich habe ein ganz großes Problem. Und keine Werkstatt kann mir helfen. Ich hoffe sehr Sie haben einen Tipp für mich. Ich fahre einen VW Käfer, Baujahr 1985. Dieser hat das Problem, dass trotz neuer Reifen und einem neuen Lenkungsdämpfer sowie neue Stoßdämpfer das Lenkrad auf der Autobahn zu wackeln anfängt. Aber nach kurzer Zeit wieder ruhig ist und kurz darauf wieder anfängt. Dies tritt in unterschiedlichen Abständen auf. Haben Sie da eine Vermutung? Das Auto hat jetzt erst 8100 Kilometer. Ganz viele hoffnungsvolle Grüße. Manuel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manuel, dass ist mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit wieder der Lenkungsdämpfer! Wahrscheinlich ist der „neue“, erst vor kurzem eingebaute, überlagert gewesen. Das kann bei sehr alten Ersatzteilen schon mal passieren, speziell bei Stoßdämpfern und (ähnlich aufgebauten) Lenkungsdämpfern. Wenn diese Teile zu lange liegend gelagert werden, werden die Dichtungen undicht und das Dämpferöl verflüchtigt sich. Da der Lenkungsdämpfer nicht so teuer ist, würde ich es noch mal mit einem Neuteil (!) versuchen. Andreas Kessler.

Frage von Walter Buttinger:

Sehr geehrter Herr Kessler,ich bin ein Anhänger von ihnen und habe eine knifflige Frage. Habe gestern bei einem Golf II NZ die Kupplung gewechselt. Habe eine Sachskupplung eingebaut und wollte nach vollendeter Arbeit aus meiner Werkstatt fahren. Doch ein komisches Krachen kommt aus dem Getriebe. Obwohl das Seil ganz gespannt ist und ich die Kupplung ganz durchdrücke wird die Scheibe nicht freigegeben. Haben sie so etwas schon gehabt oder eine Idee. Habe natürlich alles wieder zerlegt und konnte nichts feststellen. Die Scheibe rutscht schon auf der Getriebewellle . Bin echt ratlos. Mit freundlichen Grüssen Buttinger Walter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Walter, VW hat 1987 bei den NZ-Motoren die Kupplung geändert. Es gibt also zwei verschiedene Ausführungen der Kupplung, die leider nicht kompatibel sind. Sachs hat in seinen Ersatzteillisten eine für die Motornummern bis 500 und eine für die Motoren danach. Ich nehme an, Du hast genau die falsche für Deinen Motor erwischt!

Frage von Erich Müller:

Lieber Autopapst, ich bin ratlos und brauche Ihre Hilfe. Ich habe einen Corrado G60, Baujahr 1990, mit allerdings erst 60.000 km. Vor einiger Zeit habe ich ihn auf 5-Loch Felgenaufnahme umgebaut. In diesem Kontext hat er gleich neue Stoßdämpfer, neue Traggelenke mit Kugelköpfen, neue Domlager und zwei neue Simmerringe am Getriebeausgang bekommen. Seit geraumer Zeit knackt die linke Vorderachse beim Rückwärtsfahren mit eingeschlagener Lenkung, ein bis zweimal. Ich habe nun gestern das linke homokinetische Gelenk gewechselt und dachte, der Fehler sei behoben. Beim Rangieren war das Geknacke wieder da. Ich hoffe nicht, dass es das Differential ist. Haben Sie einen Tipp? Ich habe auch schon an einen ausgeschlagenen Schwimmsattel gedacht, aber dafür klingt das Geräusch zu metallisch hart. Eine andere Möglichkeit wäre eine lose Schraube an der Getriebaufhängung, die bei Lastwechsel am Gewinde knackt. Diese Option habe ich aber schon geprüft und ausgeschlossen. Vielen Dank im Voraus - Erich Müller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine alte Krankheit, die Knackereien bei starkem Lenkeinschlag. Das hatten Passat, Audi 80, Golf und diverse weitere Autos aus dem VW-Konzern. Ursache waren immer ungünstige Toleranzlagen der Federn und der anderen Elemente der Vorderachse. Da Du an dem Corrado ziemlich weit vom Serienzustand entfernt bist, könnte das hier durch die Umbauten verstärkt oder erstmals aufgetreten sein. Man könnte das eventuell als Schönheitsfehler durchgehen lassen; leider kann ich das hier nicht empfehlen. Ich kann aber andererseits auch das Geräusch nicht hören, so dass eigentlich nur der Besuch beim Achsprüfstand übrig bleibt. Mehr fällt mir im Augenblick das zu auch nicht ein.

Frage von Mark H.:

Hallo Ich fahre seit ein paar Monaten den Fiat Brava 1.6 16VBj. 97. Seit es draußen kleines bisschen wärmer ist (jedoch nur 2 bis 10 Grad Celsius) springt stets der Wasserkühlerlüfter an (Fast an jede Ampel). Und noch ein Problem habe ich, das aber echt seltsam ist: Schaltung schaltet sich nach ca. 10-20 Schaltungen (beim kaltem Motor) plötzlich schwerer und hackeliger und der Rückwärtsgang kratzt als hätte ich keine Kupplung getreten (Kupplung habe ich neu machen lasen und hat noch keine 500KM). Danke für Ihre HILFE in voraus!!! Gruß Mark H., Berlin

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Mark, ich würde noch mal in die Werkstatt gehen, die die Kupplung eingebaut hat. Die hat die Kupplungshydraulik offenbar nicht vernünftig entlüftet. Das sollten die im Rahmen der Gewährleistung auf die geleistete und von Dir bezahlte Arbeit noch einmal machen. Und wenn Du schon da bist, lass das Kühlwasser auffüllen. Andreas Kessler.

Frage von P.-J.Hallmann:

In der Wiso-Sendung am 01.12.2008 habe ich einen Bericht gesehen, in dem eine Mutter, die einen VW Multivan fuhr, über Dieselgeruch im Innenraum klagte. Soweit ich mich noch erinnere, hatte dies etwas mit der Klimaanlage zu tun. Meine Tochter hat das gleiche Problem. Könnten Sie mir vielleicht mitteilen, was meine Tochter unternehmen muss? Vielen Dank im Voraus. G. Hallmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte an einer defekten Standheizung (bzw. dem Zuheizer) liegen. In der Heizung korrodiert die Brennkammer durch und lässt unvernebelten Kraftstoff auf heiße Teile tropfen. Das führt zu starker Rauchentwicklung unter dem vorderen Radkasten der Fahrerseite und entsprechenden Gerüchen. Abhilfe schafft nur der Totalersatz der Heizung (machen z.B. Boschdienste: Servicedienstleister für Webasto / Ebersbächer).

Frage von Lars Oliver Laschinsky:

Hallo Autopapst, bei unserem Seat Leon 1.9 TDI, Bj. 2001, ist bereits zum zweiten Mal die Magnetkupplung der Klimaanlage von der Welle des Kompressors abgefallen. Die Werkstatt schlug vor, die Mutter mit Loctite zu sichern oder einen neuen Kompressor zu kaufen. Kann man nicht auch einfach eine selbstsichernde Mutter verwenden? Was meinen Sie dazu? Muss man beim Einbau etwas Wichtiges beachten? Für Ihre Antwort bedanke ich mich bereits im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Lars Oliver Laschinsky

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Warum nicht der Werkstatt vertrauen? Die Schraubensicherungen von Loctite verdienen seit meiner Lehrzeit allergrößtes Vertrauen; und billig ist diese Lösung auch. Versuchen Sie es, den neuen Kompressor können Sie immer noch kaufen....

Frage von Ulf Strelow:

Hallo, ich habe einen Opel Astra, Bj. 97, seit kurzem leuchtet die ABS-Kontrolle permanent. Was kann das Problem sein??? Danke Ulf

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zum Beispiel ein defekter Sensor an einem der Räder oder nur eine korrodierte Steckverbindung am Kabel. Da das ABS aber nicht regelt, wenn die Kontrolle nicht aus geht, würde ich mir die kleine Mühe der Reparatur recht bald machen. Wahrscheinlich ist der Defekt auf die mangelhafte Qualität der Zulieferteile aus der Bauzeit des Autos zu
schieben: Der berühmte Lopez-Effekt hat zugeschlagen....

Frage von Herrn Meißner:

Ich fahre einen Mazda 323f, monströse 88 PS, EZ: 02/1997. Nach einer längeren Autobahnfahrt (ab 5 Min. bei 160 - 180 km/h)fehlt die Motorleistung. Das heißt, man gibt Gas, aber das Auto beschleunigt nicht, die Geschwindigkeit bleibt gleich; außer bei einer Steigung. Tritt man das Gaspedal voll durch, kommt die Leistung wieder, aber nur für einen kurzen Moment (7 Sek.) und verfliegt dann wieder (wie vom Winde verweht). Am nächsten Tag funktioniert alles wieder in gewohnter Mazdaperfektion, leider nur bis zur nächsten Porsche-Jagd. Ich habe schon den Kraftstofffilter wechseln lassen. Motor läuft zwar besser, das Problem besteht weiter. Das Auto wird regelmäßig in einer Mazda Vertragswerkstatt zur Inspektion vorgeführt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Spontan würde ich das auf ein defektes Drosselklappenpotentiometer schieben. In der Mazdawerkstatt müsste das eigentlich diagnostizierbar sein. Lassen Sie das Teil dort mal testen. Oft hilft aber nur ein Versuchsweiser Austausch: hoffentlich ist es das dann auch.

Frage von Willi Baethe:

Sehr geehrter Herr Keßler, empfehlen Sie Nanoprodukte für die Pflege eines sechs Monate alten Autos? Mit freundlichen Grüßen
W. Baethe


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja, das empfehle ich! Wenn Sie an ein seriöses Unternehmen geraten, wird man sich dem fast jungfräulichen Lack mit genau den richtigen Werkzeugen nähern und eine Nano-Schicht aufbringen, die den begehrten „Lotuseffekt“ erzielt. Sie können erfahrene Verarbeiter dieser Technologie erkennen, wenn dort auch Wohnmobile und Boote versiegelt werden. Autos alleine können in der Regel keinen genügend großen Umsatz und keine entsprechende Erfahrung generieren.

Frage von Otto Stefan:

Guten Tag Autopapst, ich weiß nicht, ob ich mit meiner Frage hier richtig bin, versuche es aber mal. Wir wollen uns einen neuen Gebrauchten kaufen, einen Ford Mondeo 2.0 TDCI, Bj. 2001- 2003. Ich würde gerne wissen ob der Wagen zu empfehlen ist oder nicht.
Mit freundlichen Grüßen Stefan Otto


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, der Mondeo aus dieser Zeit ist wahrscheinlich einer der am meisten unterschätzten Gebrauchtwagen überhaupt. Das gilt aber nur, wenn Du nicht eine der zahlreichen heruntergerittenen Vertreterkutschen erwischst. Wenn Du ein scheckheftgepflegtes Exemplar aus Privatbesitz ergattern kannst, wirst Du nichts falsch machen....

Frage von Wolfgang Ring:

Ich habe einen Nissan Note , Baujahr 2006. Bei Frost friert meine Frontscheibe auch von innen zu. Woran kann das liegen? Danke.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

In Ihrem Auto ist es zu feucht! Das kann an nassen Teppichen (z.B. durch einen großen, nassen Hund) liegen oder durch eine ständig geschlossene Umluftklappe am Armaturenbrett. Wenn die zu ist, kommt keine frische Luft von außen ins Auto und der Innenraum reichert sich mit verbrauchter, feuchter Luft an. Die Feuchtigkeit aus der Luft schlägt sich an den Scheiben nieder und gefriert anschließend. Abhilfe schafft Lüften, der Einsatz der Klimaanlage (bitte erst oberhalb von 4°C!) oder ein Trocknerwürfel aus dem Baumarkt. Andreas Kessler.

Frage von Ludwig Jürgen:

Mein Mazda Premacy Diesel , Baujahr 99, 90 PS, springt kalt mit abnehmender Außentemperatur schlecht an. Er hat im kalten Zustand ständig Aussetzer ohne sichtbares Abgas. Im warmen Zustand des Motors keine Beanstandung. Was könnte die Ursache sein? Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie mal die Glühkerzen prüfen. Vielleicht sind nicht mehr alle „auf der Höhe“. Dadurch werden unter Umständen nicht mehr alle Zylinder vorgeglüht, und der Motor humpelt beim Start nur auf 2 oder 3 Töpfen los. Die Prüfung macht jeder Autoelektriker.

Frage von Jörg Griep:

Seit knapp einem Jahr fahre ich einen Ford Focus Tunier Ghia Automatik , Baujahr 2001. Wenn der Motor kalt ist, springt er gut an. Nur im warmen Zustand nach zirka 30 Minuten muss ich ziemlich lange starten bis der Motor anspringt. Nicht einmal meine Fordwerkstatt vermag es den Fehler zu finden. Laut Aussage ist meine Werkstatt mit ihrem Latein am Ende. Woran kann das nur liegen, alle Aggregate wurden geprüft?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die lange „Nudelei“ führt zum „Notlauf“ des Motors. Ursache ist wahrscheinlich ein defekter Motortemperaturfühler, der der Elektronik einen kalten Motor vorgaukelt und zu falscher Gemischzusammensetzung führt. Im „Notlauf“ läuft der Motor zwar, hat aber keine vernünftige Leistung und verbraucht zu viel. Bei halbwarmem Motor müsste über die Diagnosebuchse eigentlich eine entsprechende Fehlermeldung auslesbar sein. Andreas Kessler

Frage von Alf Bachmann:

Hallo Autopapst, ich besitze einen Fiat Punto 1.3 Multijet-Diesel, Bj.2003. Nun kommt das Problem - er springt ab -6°C nicht mehr an. Die Werkstatt ist ratlos - Elektronik, Glühkerzen, Feuchtigkeit und Einspritzdüsen sind geprüft, alles i.O. Wenn er im Bereich ab -4 °C startet, dann erst nach mehreren Versuchen, der Motor startet rucklig und läuft im ersten Moment auch extrem unrund (als wenn ein Zylinder fehlt).Die Werkstatt vermutet jetzt die Mechanik, z.B. das ein Teil bei zähem, kalten Öl einfach nicht funktioniert wie es soll (irgendwelche Hydrostößel?). Das wird aber teuer zu prüfen. Herstellerkonformes Leichtlauföl ist natürlich verwendet. Haben Sie noch eine Idee? Vielen Dank im Voraus für eine Antwort. Alf Bachmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Alf, wenn das Wohl oder Wehe bei einer Temperaturdifferenz von 2°C liegt, ist wohl kein mechanisches Teil die Ursache. Selbst Motoröl der Viskosität 10W40 (das ist meistens in älteren Autos.) ist bei Temperaturen knapp unter 0°C noch recht dünnflüssig. Ich tippe eher auf eine Wasserlinse im Dieselfilter, die bei -6°C eben eine Eislinse ist und keinen Treibstoff mehr zur Einspritzung durch lässt. Bei -4°C ist gerade noch nicht alles gefroren.... Ein Wechsel des Diesel-Hauptfilters sollte diese Theorie bestätigen (oder entkräften....). Immerhin kostet das nicht die Welt. Andreas Kessler.

Frage von Maik Berg:

Hallo, mein Crysler PT Cruiser hat beim untertourigen Beschleunigen immer Fehlzündungen. Was könnte die Ursache sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das sind keine Fehl- sondern Glühzündungen. Ursache könnte zu niederoktaniger Sprit sein (also statt Super plus nur Super), was den Motor „klingeln“ lässt. Und ein klingelnder Motor ist im Nu ein defekter Motor. Also, was hast Du zuletzt getankt? War das der richtige Saft (den der Hersteller vorschreibt)? Andreas Kessler.