Fragen an den Autopapst im Juni 2016

Autopapst Andreas Kessler
Autopapst Andreas Kessler © AG/Flehmer

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen Seat Ibiza.

Frage von Peggy Richter:

Ich habe im April 2016 einen Seat Ibiza gekauft (Baujahr März 2014). Wir haben festgestellt, dass die Klimaanlage nicht funktioniert. Haben erst einmal auf eigene Rechnung eine Klimaanlagen-Wartung bei einem Seat-Händler gemacht. Da wurde das Kältemittel kontrolliert. Es war zu wenig Kühlmittel in der Anlage. Das Kühlmittel wurde wieder aufgefüllt, die Klimaanlage funktionierte wieder. Dies wurde am 20.04.16 durchgeführt. Heute habe ich wiederum festgestellt, dass die Klimaanlage wieder nicht geht. Was kann da nicht in Ordnung sein? Das kann doch nicht normal sein! Können Sie mir da vielleicht weiterhelfen und mir eine Antwort darauf geben? Ich würde mich sehr darüber freuen. Wir müssen das Auto auf jeden Fall zum Händler wieder bringen, wegen Garantieanspruch! Mit freundlichen Grüßen Peggy Richter

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Peggy, ein glasklarer Fall für die Gewährleistung! Offenbar ist die Klimaanlage undicht, das Kältemittel verflüchtigt sich dadurch zu schnell und die Anlage arbeitet nicht mehr. Was genau undicht / defekt ist, muss eine genaue Untersuchung der in Frage kommenden Komponenten der Anlage ergeben. Der Händler, von dem Du das Auto gekauft hast, muss die Gelegenheit zur Nachbesserung bekommen, ggf. auch mehrfach (max. 3 x !!). Wenn dann keine Besserung erreicht werden kann, kannst Du den Vertrag rückabwickeln oder eine nachträgliche Minderung des Kaufpreises verlangen. Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Günter Hellfritsch:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich hatte in der Vergangenheit des Öfteren Probleme mit Mardern gemacht. Daher habe ich im Frühjahr während der Hochzeit der Marder eine Motorwäsche von zugelassenen Experten machen lassen. Mittlerweile wird es immer schwieriger eine Motorwäsche zu erhalten, wegen Startproblemen. Meine Frage ist an Herrn Keßler: Ist eine Motorwäsche sinnvoll und warum bieten diese Leistung die Autowerkstätten nicht an? Auf eine Antwort Ihrerseits freue ich mich. Mit freundlichen Grüßen Günter Hellfritsch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Hellfritsch, Theorie und Praxis.... In der Tat ist es (insbesondere nachdem bereits ein Marder im Auto war....) hilfreich und sinnvoll, den Motorraum gründlich zu reinigen, um die Mardermarkierungen von Marder 1 zu beseitigen. Nur diese Markierungen lassen ggf. Marder 2 in den Tollwut-Modus verfallen und dabei Schäden an der Motorperipherie verursachen. Allerdings ist durch die elektronische Ausrüstung moderner Autos die Gefahr sehr groß, bei der Motorwäsche mit einer Hochdrucklanze (und alles andere ist Quatsch!) Steckerdichtungen und Kontaktflächen zu fluten und unbrauchbar zu machen. Genau deshalb lehnen Autofirmen inzwischen Motorwäschen ab, weil sie für die entstehenden Schäden haften müssten. So ist das. Leider..... Es grüßt Der Autopapst

Frage von Daniel Pietzsch:

Beim neuen Renault Twingo ist der Motor hinten, macht das Sinn? Vielen Dank für Ihre Antwort Daniel Pietzsch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Daniel, in der Autogeschichte gab und gibt es sehr viele sehr erfolgreiche Fahrzeuge, bei denen der Motor hinten eingebaut ist (Käfer, Fiat 500, Porsche 911, Renault Alpine A110....). Bei diesen Autos fragt heute keiner mehr, ob das sinnvoll ist: Es muss einfach so sein, weil sie sonst nicht das wären, was sie sind! Man könnte auch sagen, der Heckmotor ist keine Einbauposition, sondern eine Weltanschauung..... Der aktuelle Renault Twingo ist ein Kooperationsauto mit Mercedes und dem Smart sehr ähnlich. Und der muss (?) ja auch einen Heckmotor haben. Unter dem Strich ist (und war) der Smart ein sehr agil zu fahrendes Auto; das liegt auf jeden Fall zu großen Teilen am Heckmotorkonzept (das konnte sogar das damals unsägliche automatisch schaltende Getriebe nicht kompensieren....!). Der (seit 2014) neue Smart / Twingo hat zum Glück ein normales 5-Gang-Getriebe, mit dem das Fahren wirklich Spaß macht. Man muss natürlich wissen, was man in welcher Situation mit dem Auto macht, sonst wird es schnell zum Brummkreisel..... Ich fahre den Twingo / Smart sehr gern!!

Frage von Jürgen Pohle:

Guten Tag Herr Keßler, am Skoda Octavia Ambiente Limousine 1,4 TSI/90 kW (im Mai 2009 hergestellt), Fahrzeugtyp: 1Z, Kilometerstand ca. 120.500 km leuchtet ständig die Kontrollleuchte „Abgaskontrollsystem“ auf. Es sind bei Kalt- und Warmstart keine Anlassgeräusche und während der Fahrt keine Geräusche am Motor zu vernehmen. Bei einer Fehlerspeicherauslese durch A.T.U wurde festgestellt: Es sind abgasrelevante Fehler vorhanden. Fehlerzahl: 1, Fehlercode: P0016. Fehlertext: Nocken-/ Kurbelwellenposition Bank 1 Se [Sensor ?]. A.T.U gab folgende Hinweise: ggf. verdreckter oder defekter Sensor bzw. Fehler Steuerkette. Da keine näheren Unterlagen von Skoda zur Verfügung stehen, bitte direkt an Skoda-Werkstatt wenden. Kontrollleuchte „Abgaskontrollsystem“ leuchtet nach dem zweiten Anlassen des Motors wieder auf. Skoda-Werkstatt: Nun erneute Fehlerspeicherauslese bei Skoda. Kontrollleuchte „Abgaskontrollsystem“ leuchtet nach zweitem Anlassen des Motors wieder auf. Anruf des Werkstattleiters am nächsten Tag: Angedacht ist Austausch Nockenwellenversteller + Ritzel + Kette, d. h. ca. 1.290 Euro (Versteller muss gewechselt werden). Reparatur nur Steuerkette: 800 Euro. Was würden Sie uns empfehlen? Wie könnte die Fehlerursache gefunden werden? Gibt es Prüfverfahren zur Lokalisierung und Sensorkontrolle? Im Internet findet man zum Thema „Steuerkette Skoda TSI“ auch wahre Gruselgeschichten. Wir sind misstrauisch. Bitte helfen Sie uns weiter. Mit freundlichen Grüßen Jürgen Pohle

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Jürgen, das ist mit hoher Wahrscheinlichkeit die Steuerkette! Die dürfte gelängt sein und sorgt deshalb für falsche Steuerzeiten, die auch die Elektronik nicht mehr „glatt gerechnet“ bekommt. Ich würde zunächst die Steuerkette austauschen (das machen inzwischen auch gute freie Werkstätten, weil es fast perfekte Reparaturkits von Skoda gibt....) und dann ggf. den Nockenwellensteller. Der muss nicht defekt sein, richtig beurteilen kann man das aber erst mit einer intakten Steuerkette. Leider kämen (wenn der Nockenwellensteller wirklich defekt ist....) nochmal 3-stellige Kosten auf Dich zu, aber das muss wie gesagt nicht sein. Viel Erfolg bei der Reparatur wünscht der Autopapst

Frage von Erik:

Hallo Herr Kessler, es geht um den Kauf einer Wasserpumpe für einen Wagen mit Stern. Für mein Mercedes 230er Coupé benötige ich eine solche Pumpe und die Auswahl ist groß, sprich geht von ca. 40 Euro bis 240 Euro bei Mercedes. Hätten Sie einen Tipp, welches Fabrikat/ Firma ich da kaufen kann? Gerne würde ich mit dem Wagen noch über den nächsten TÜV kommen, ihn evtl. noch 3-4 Jahre fahren. Viele Grüße und vielen Dank E. Heckens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Erik, für den M102 gibt es tatsächlich sehr viele Wasserpumpen-Angebote, die nicht alle empfehlenswert sind. Über den Preis allein lässt sich aber die Spreu nicht vom Weizen trennen. Mercedes bietet in der Regel (leider nicht immer!) hohe Qualität zu entsprechenden Preisen an, die man aber (gerade bei Wasserpumpen!) leicht durch den Kauf von Produkten der Original-Zulieferer umgehen kann. Der Trick ist dabei, den Zulieferer des jeweiligen Bauteils heraus zu finden. Wasserpumpen in OEM-Qualität liefern z.B. TE-Taxiteile.de, die in der Szene einen hervorragenden Ruf haben. Aktuell kostet da eine Wasserpumpe 70 Euro. Viel Spaß beim Schrauben (Details zum Wechseln stehen übrigens auch in der Data-Base des W123-Forums!) wünscht Der Autopapst

Frage von Daniel Biesenbach:

Sehr geehrter Autopapst, ich fahre einen Hyundai H-1. In der Werkstatt sagte man mir, dass die Leitungen der Klimaanlage korrodiert seien. Der Kühler des H-1 könne hierdurch Wasser verlieren. Die Motortemperatur könne hierdurch steigen. Das müsse unbedingt repariert werden. Meine Frage: Ist dies korrekt? Haben die Klimaanlage und der Motor den gleichen Kühlkreislauf? Vielen Dank und beste Grüße Daniel Biesenbach

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Daniel, Fragen über Fragen! Der Motor und die Klimaanlage haben nicht den gleichen Kühlkreislauf, nutzen aber (teilweise) den gleichen Kühler. Die Wärme, die die Klimaanlage aus dem Innenraum abführt (Achtung, populärwissenschaftliche Erklärung!), wird über den Kondensator an der Fahrzeugfront an die Umgebung abgegeben. Der liegt in unmittelbarer Nähe des Wasserkühlers und heizt diesen zusätzlich auf (darum gibt es dort auch noch einen zusätzlichen Lüfter). Wenn jetzt die Leitungen der Klimaanlage korrodiert sind, betrifft das nur den Kältemittelkreislauf der Klimaanlage, nicht den Kühlkreislauf des Motors. Wenn die Klimaanlage durch Undichtigkeiten Kältemittel verliert, fällt sie irgendwann aus (und der Kompressor geht bei Weiterbetrieb kaputt!!), bringt aber keine Wärme mehr in das Kühlsystems des Autos ein. Eine Reparatur ist also nur dann nötig, wenn es Dir in Deinem HummVee zu warm wird..... Cheers A.K.

Frage von Stefan Schulze :

Hallo, bei meinem MGB MK III tritt Am dritten Zylinder direkt an der Zündkerze Kühlwasser aus. Leichter Wasserverbrauch ist vorhanden. Das Öl am Ölstab selbst ist einwandfrei. Der Motor läuft auch einwandfrei. Keine Rauchentwicklung, oder dergleichen. Bin für jeden Hinweis dankbar. Beste Grüße Stefan Schulze

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Stefan, da dürfte entweder ein Spezialist helfen, der den Guss-Kopf schweißt (schwierig und wahrscheinlich unwirtschaftlich....) oder ein Ersatzkopf. Letzteren gibt es entweder bei Limora in neu oder gebraucht (billiger!) im Netz. Die Ursache des Ganzen (Korrosion von innen! ) ist bei US-Reimporten häufig. Die Amis fahren mit reinem Wasser, welches im Kühlwassermantel (überall! Es könnten also noch weitere Korrosionsherde aufbrechen....) für Kalk und / oder Rost sorgt. Im Frostschutzmittel sind ja neben den Frostschutzingredenzien auch noch Korrosionsschutzadditive, die auch die Ursache für den regelmäßigen Wechsel des Zeugs sind. Alles klar? Es grüßt der Autopapst

Frage von Uwe Dietrich:

Sehr geehrter Herr Keßler, wir haben im Dezember 2012 einen Hyundai i20 mit Automatik gekauft. Das Fahrzeug war regelmäßig bei allen Durchsichten, bei denen nie ein Fehler auftrat. Auch sonst trat nie ein Fehler auf, den wir bemerkt haben. Jetzt nach Ablauf der Garantie ist das Auto wieder zur Durchsicht und man hat uns erklärt, dass sich der Motor (wahrscheinlich durch Hitze?) verzogen hat und ausgetauscht werden muss. Ist es möglich, dass solch ein Schaden ohne bemerkt zu werden auftritt, oder ist es vielleicht ein Herstellungsmangel der durch die Werkstatt nicht bemerkt wurde? Mit freundlichen Grüßen Uwe Dietrich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Dietrich, wenn das Auto problemlos fährt, dürfte diese "Diagnose" wohl in den Bereich "Märchen" gehören..... Ich rate Ihnen, eine Zweitmeinung einzuholen (von einer guten (!!) freien Werkstatt). Wenn die zu dem gleichen Ergebnis kommt, würde ich den Jungs von Hyundai mal etwas auf die Füße treten und fragen, wie lange bei bester Pflege so ein Motor wohl deren Meinung nach halten soll? Ich glaube aber nicht an einen Defekt; wenn die Zweitmeinung keine Mängel ergibt, wechseln Sie einfach die Werkstatt und alles wird gut. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Calin Munteanu:

Hallo, mein Honda CR-V RD1, Bj. 1999, 128 PS, weist folgendes Problem auf: unmittelbar nach einer Fahrt bei höheren Drehzahlen (Landstraße, Autobahn) hört man ein Brummen im Differential/in der Hinterachse, wenn man im Retourgang oder im 2. Gang fahren will. Dieses Geräusch verschwindet nach ein paar Minuten. Woran könnte es liegen? MfG Calin Munteanu, Wien

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Calin, schon mal nach dem Öl im Diff gesehen? Das sickert gerne mal nach draußen. Oder es sickert Wasser rein, was dann zu Schaumbildung führt. Beide Fälle bilden höchste Gefahr für die Zahnräder!! Cheers vom Autopapst

Frage von Monika:

Guten Tag, wir lebten vor einigen Jahren in USA und ich kaufte den VW Rabbit 2007,Schaltwagen, 5 Zylinder, 2,5 Liter, 5 Gang, 151 CID Engine. Wir siedelten nach Berlin zurück und meine Tochter bekam den Wagen. Von Anfang an ist er in der VW-Werkstatt und bis jetzt immer auch dort versorgt. Seit der letzten Wartung ist die Schaltung unsauber. Beim Loslassen von Gang 1 und 2 rüttelt der Wagen. Wir werden vor dem nächsten Werkstattbesuch natürlich etwas wissen, worüber wir mit dem Mechaniker diskutieren können. Bin z. Z. dort zu Besuch. Vielen Dank im Voraus Monika

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Monika, ist das Auto in Berlin oder in den USA? Ist Deine Tochter gewöhnt, ein Auto mit "Standard Transmission" zu fahren? Wenn das Problem nur nach dem Einkuppeln von Gang 1. und 2. auftritt (hier werden die höchsten Drehmomente übertragen!), könnte entweder die Aufhängung von Motor u. Getriebe defekt / gerissen sein, oder das 2-Massen-Schwungrad (Multi-Mass-Flywheel) hat ein Ding weg. Warum das erst nach der letzten Wartung auftrat, kann ich leider nicht erklären. Cheers, good luck with "shooting the troubles" A.K

Frage von Jan König:

Hallo Andreas Keßler, bis vor zwei Wochen ist mein Audi A3 TFSI, Bj. 2008, Km-Stand 78.000, ohne Probleme gelaufen. Beim Anlassen des Motors vor zwei Wochen lief dieser im Leerlauf sehr unruhig. Bei höheren Drehzahlen im Fahrbetrieb jedoch ohne Probleme (zu keiner Zeit war die Motor-Kontrollleuchte an). Ich bin sofort zu einer Werkstatt gefahren (nächste mir bekannte war eine freie Werkstatt). Bei Ankunft auf dem Gelände der Werkstatt hörte sich ein Mitarbeiter den Motor sofort im noch laufenden Zustand an und meinte, dass er dazu nicht direkt etwas sagen könne. Ich ließ das Kfz entsprechend vor Ort und bat im Laufe des Folgetages um Rückmeldung. Man machte eine Diagnose und sagte mir, dass das Fahrzeug beim Fahren in der Werkstatt sehr seltsame Geräusche gemacht hätte. Das Fazit: Fehlerprotokoll Nockenspätverstellung mit der Folge Motorschaden, da Zylinder auf Kolben geschlagen. Die Werkstatt hatte noch auf Verdacht die Zündkerzen gewechselt und in Folge die Kompression gemessen (kein Ausschlag). Nun meine Fragen und mein dringender Rat um Hilfe: Hätte die Werkstatt den kompletten Motorschaden vermeiden können/müssen, in dem das Kfz nicht noch einmal angelassen wird? Habe ich rechtliche Handhabe bei Audi, da das KFZ zwar acht Jahre, jedoch keine 80.000 km gelaufen ist? Zur Info: Die letzte Inspektion wurde nicht bei Audi gemacht. Ich bin ratlos, da ich nun vor Reparaturen in astronomischer Höhe stehe (ggf. sogar neuer Motor, die genaue Kostenschätzung erhalte ich kommende Woche). Ich wäre Ihnen mehr als dankbar, wenn Sie mir helfen könnten! Viele Grüße, Jan König

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr König, um es kurz zu machen: Ich kann Ihnen nicht helfen! Sie haben Pech gehabt bzw. das falsche Auto gekauft! Sie haben nicht erwähnt, welcher Motor in Ihrem A3 verbaut ist; ich tippe auf den V6, der öfter mal spontan die Hufe hochreißt. So plötzlich wie in Ihrem Fall ist das zwar selten, aber auch in meinem Bekanntenkreis schon passiert. Gewährleistungs- oder Garantieansprüche sehe ich nicht: Weder ggü. der Werkstatt, die die "Todesdiagnose" gemacht hat (der Schaden lag bei der Ankunft auf dem Werkstattgelände schon vor! Der erneute Start hat ihn nur deutlich gemacht....) noch ggü. dem Hersteller Audi, der auf entsprechende Anfrage ganz sicher "zu alt, kein Interesse" antwortet. Oder: "Wären Sie mal zu uns zur Inspektion gekommen, wir hätten das erkannt und verhindert!" (was ich sogar für möglich halte!). Das ist sicher eine bittere Diagnose, aber leider Realität. Für den Audi bekommen Sie jetzt vielleicht noch 1000 Euro vom Aufkäufer. Mitfühlende Grüße vom Autopapst

Frage von Martin Weise:

Meine Frage: lch habe den Zündschlüssel ins Zündschloss gesteckt und auf Zündung gestellt und plötzlich springt das Auto an und fährt los, da ich noch einen Gang drin hatte. Das ist jetzt das zweite Mal passiert. Was kann das sein, oder was kann ich dagegen tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Martin, wenn ich jetzt noch wüsste, was das für ein Auto ist und wie alt der Scherben ist, könnte ich vielleicht in die Nähe einer Diagnose kommen. Aber so? Vielleicht ein Schmorer hinter der Lenkschloss? Es grüßt der Autopapst

Frage von Klaus Schüler:

Mein VW Scirocco GT 2, Bj. 1993, 95 PS, ruckelt, als ob man für einen Bruchteil von Sekunden die Zündung ausschaltet. Habe den Eindruck, dass das nicht passiert, wenn ich Vollgas gebe. Dieses tritt im kalten und warmen Zustand und unabhängig der Geschwindigkeit auf. Am Motor keine Wackler, Kabel von Zündspule zum Verteiler auch ausgetauscht, leider keine Besserung. Ich finde den Fehler einfach nicht. MfG Klaus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Klaus, eine typische Macke bei den alten VW ist der Zünd-Anlassschalter hinter dem Schließzylinder des Lenkschlosses. Den kann man eigentlich blind kaufen und ausprobieren, irgendwann geht der immer kaputt! Und er ist nicht teuer..... Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Silvia Krebs-Rühl:

Bei meinem Opel Corsa C 1,4 Liter läuft der Lüfter im Motorraum, sobald ich den Motor starte (Kalt). Kann ich damit noch fahren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Silvia, Du kannst natürlich damit fahren! Ursache ist wahrscheinlich ein defekter Temperaturfühler (oder, speziell bei Opel: Ein defektes Motorsteuergerät.....!). Gute Fahrt, A.K.

Frage vom Margarete G:

Hallo Herr Kessler, fahre einen Audi A 3 Sportback, Zulassung 7/2011, 1800, 160 PS. 71.000 km. Seit Kurzem gibt es ein singendes, brummendes Geräusch beim Anfahren, aber nur manchmal. Werkstatt hat Getriebe auseinander genommen. Kupplung sei in Ordnung. Geräusch ist wieder ab und zu da. Brauche dringend einen fachmännischen Rat. Danke im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Margarete, Geräusche kann ich aus der Ferne fast nie diagnostizieren, weil sie jeder anders hört und dann auch noch anders beschreibt. Da das Brummen aber nur manchmal auftritt, würde ich mal den Sitz der Abgasanlage und / oder den Zustand der Aufhängungen des Antriebs kontrollieren. Vielleicht verschiebt sich da etwas beim Anfahren und bekommt dadurch Kontakt mit dem Unterboden. Das hörst Du dann..... Ich weiß, eine schwache Diagnose! Aber: Geräusche kann der Autopapst aus der Ferne fast nie....... Cheers! A.K.

Frage von Jann Seel:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich habe ein Problem mit meinem Mercedes S 124-Schatz: Es ist ein 300D, Bj. 1991. Hat jetzt 275.000 km runter, Zustand ist aber super und er wurde bis vor 15.000 km bei MB lückenlos gepflegt. Nun endlich das Problem: Die normale Leerlaufdrehzahl liegt bei etwa 750. Seit ein paar Monaten hat diese -nach unten- zu schwanken begonnen. Jetzt liegt die Drehzahl dauerhaft bei etwa 450 und es riecht auch etwas nach Diesel, wenn man aussteigt. Im Übrigen läuft der Motor gut. Was kann es sein? Hoffentlich ist die Einspritzpumpe nicht kaputt. Herzlichen Dank und beste Grüße aus dem Hohem Norden Jann Seel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey Jann, da wird irgendwo ein Leck in der Dieselleitung sein, durch das Diesel heraus- und Luft in die Kraftstoffleitung hinein gelangt. Das musst Du finden, abdichten und ggf. die Leerlaufdrehzahl wieder richtig stellen. Ist eigentlich ganz einfach......

Frage von M. Kürschner:

Hallo, ich fahre seit kurzem einen BMW Z4 Roadster (E85), Bj. 2006. Nun hakt die Lenkung ab und an, stellt teilweise nicht mehr in den Geradeauslauf zurück, weil die Rückstellkräfte zu schwach sind (bei jeder Geschwindigkeit bis ca. 120Km/h getestet). Im Stand lässt sie sich ohne ´hakeln´ von einer Seite zur anderen einschlagen. Vielleicht taucht das Problem ab und an auch bei anderen Marken und Typen auf. Ich suche nach einer Lösung, ohne Einbau einer neuen Lenksäule, wie es in manchen Foren beschrieben wird. Vielen Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Tjaaaa, lieber Herr Kürschner, da muss ich Sie enttäuschen! Und etwas spät dran sind Sie offenbar auch..... Sie haben ja sicher die div. Diskussionen im Netz gelesen, Auto-Bild hat sich vor einiger Zeit auch mal mit dem Thema beschäftigt: Es gibt in der Tat Probleme mit der Lenkung (Wärmedehnung einzelner Komponenten führt zu erhöhten Lenkkräften bzw. fehlendem Rückstellmoment), BMW verneint aber ein Sicherheitsrisiko. Deshalb gab es auch keinen Rückruf, obwohl in den USA deswegen angeblich sogar ein Mensch ums Leben gekommen ist. Wenn das Scheckheft Ihres Autos immer schön gestempelt wurde und das Auto noch nicht zu viel gefahren ist, könnte eine Frage nach der „PUMA Maßnahme Nr. 4515500-05" bei der nächsten Niederlassung lohnend sein. Sonst kostet der Spaß deutlich über 2000 Euro. Mitfühlende Grüße vom Autopapst

Vorheriger ArtikelHarley-Davidson Low Rider S: Eine Macht beim Ampelstart
Nächster ArtikelWissmann bleibt VDA-Präsident
Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.