Fragen an den Autopapst im Januar 2016

Autopapst Andreas Kessler © Autogazette

Probleme mit dem Auto? Der Motor springt nicht an? Sie wissen nicht mehr weiter? Kein Problem! Autopapst Andreas Kessler hilft Ihnen weiter. Heute geht es um einen VW Passat 35i.

Frage von Björn Eiserbeck:

Hallo Autopapst, ich habe einen VW Passat 35i, Baujahr 7/96. Er ist vor vier Tagen nicht mehr angesprungen. Der Pannendienst meinte, es liege an der Zündspule. Die habe ich getauscht und er lief wieder. Einen Tag später wollte ich ihn starten und dann kam ein kratzendes Geräusch und dann nix mehr. Dann habe ich den Schlüssel erneut umgedreht und er sprang ganz normal an. Seitdem kommt das Geräusch ab und zu wieder, ganz sporadisch egal ob er kalt warm oder sonst was ist. Das Geräusch ist nur beim Start zu hören. Ich hoffe, Sie können mit weiter helfen. Mit freundlichen Grüßen Björn Eiserbeck

Autopapst Andreas Kessler antwortet:


Hallo Björn, nach 20 Jahren fängt wahrscheinlich der Anlasser (Freilauf, Magnetschalter....) an, zu schwächeln. Was zunächst als Schönheitsfehler durchgehen könnte, wird irgendwann in der Diagnose „Anlasser defekt" gipfeln. Du kannst ja schon mal in Ruhe nach Ersatz suchen und, wenn es wieder wärmer ist, den Brocken tauschen! Das ist alles. Abfaahht.... A.K.

Frage von Klaus Jonat:

Ich habe einen Renault Clio 2, Automatik. Die Wegfahrsperre ist aktiv, Renault-Niederlassungswerkstatt hat OT-Geber erneuert, jedoch ist die Wegfahrsperre weiterhin aktiv. Die Werkstatt meint, die Reparatur würde den Wert des Autos übersteigen; redet von 1000 Euro Steuergeräteerneuerung. Kennen Sie einen Spezialisten, der bezahlbar ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Klaus, Renault wird Dir (von der angebotenen Lösung abgesehen....) nicht helfen können / dürfen. Das ist eigentlich auch o.k., weil sonst das Thema Wegfahrsperre ad absurdum geführt würde. Es gibt aber Spezialisten, die die Wegfahrsperre aus dem Steuergerät „ausprogrammieren". Die musst Du im Netz selber finden und ggf. anschließend Deine Versicherung über die deaktivierte Wegfahrsperre unterrichten. Dann steigt die Teilkaskoprämie etwas an. Eine weitere Möglichkeit ist der Kauf eines kompletten Schlosssatzes incl. Steuergerät für Dein Auto und der Einbau im Do-it-yourself-Verfahren. Ist aber nicht jedermanns Sache..... Cheers! A.K.

Frage von Niklas:

Hallo Andreas Keßler, bestimmt können Sie mir behilflich sein. Ich habe mir vor 2 Jahren einen ziemlich schönen GMC Truck/Coach/Grumman Olson gekauft. Dieser bekam vorher einen neuen stärkeren Motor (V8 5,7l mit ca. 300Ps eingebaut. Auch das Getriebe(3 Gang Automatikgetriebe) wurde dann von mir erneuert. Bis ca. 300 km fuhr er dann auch ohne Probleme. Dann fing er bei einer Fahrt erst leicht zu stottern an und ging dann einmal aus. Bei der nächsten Fahrt von ca. 2 km ging er dann mehrere Male aus. Auch vor dem Getriebeneuumbau gab es diese leichten Aussetzer schon. Für eine Anregung bin ich gern zu haben. Grüße aus Berlin.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Niklas, wenn Du Getriebe selbst ein- und ausbauen kannst, kannst Du sicher auch den Grund für das ausgehen eingrenzen! Es gibt leider fast unendlich viele Ursachen dafür, die sich zwar theoretisch auf „entweder Kraftstoff oder Zündung" eingrenzen lassen, in der Praxis aber oft multicausal oder elektronisch bedingt sind. Ich klammere den „Ausgeher u. Ruckler-Bereich" (gefühlt 90% aller Anfragen haben diese Überschrift!) aus Zeitgründen daher fast immer aus. Ich bitte um Verständnis. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Yvonne:

Hallo, ich habe einen Ford Fiesta, Baujahr 2012. Bei diesem funktionieren die Gebläsestufen 1-3 nicht. Die Werkstatt hat bereits den Gebläsewiderstand erst geprüft und dann gewechselt. Aber der neue Widerstand ist wieder durchgeknallt und funktioniert nicht mehr. Die Werkstatt findet den Fehler leider nicht. Haben Sie einen Tipp für mich, Herr Keßler? Vielen Dank für Ihre Hilfe.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Yvonne, wahrscheinlich ist das Lager des Lüftermotors so schwergängig, dass der Motor zu viel Leistung "zieht". Das erhöht den Strom so stark, dass der Vorwiderstand "durchknallt" (schön ausgedrückt!!). Unter dem Strich hilft nur ein neuer Gebläsemotor, weil das Lager nicht wartbar / schmierbar ist. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von K.-H. Theuerkorn:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich möchte die Autobatterie meines Seat Altea XL, Benziner, mit einem Ladeerhaltungsgerät verbinden. Die Batterie ist drei Jahre alt, Stadtverkehr. Ich habe Probleme beim Starten gehabt. Kann ich ein Erhaltungsgerät ohne Abklemmen der Batterie einfach anschließen, um den Batteriezustand zu erhalten? Oder geht dabei die Elektronik defekt? Welches Ladeerhaltungsgerät könnten Sie mir vorschlagen? Ich danke für Ihre Bemühung und wünsche Ihnen ein gesundes Neues Jahr 2016 K.-H. Theuerkorn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Theuerkorn, im Augenblick gibt es gerade die Ladungserhaltungsgeräte bei den Discountern (17,99 €). Die tun ihren Job. Ungeschlagen und viel besser sind die Geräte von C-tec, die allerdings deutlich teurer sind. Sie können aber beide Geräte einfach an die Batterie anklemmen, ohne sie vorher vom Bordnetz zu trennen. Viele Grüße Andreas Keßler

Frage von Werner Jäger:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen VW Golf Variant aus dem Jahr 2001, 1600 ccm, 200.135 km. Die Abgaskontrollleuchte ist laufend im Betrieb, sie wird in der freien Werkstatt regelmäßig gelöscht, aber nach etwa 300 Meter Fahrt geht sie wieder an. Der Wagen fährt ganz normal, der Spritverbrauch ist auch normal. Der Fehler tritt nur sporadisch auf. Was kann das sein? Mit freundlichen Grüßen Werner Jäger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Jäger, den Grund für das Aufleuchten der Abgaskontroll-Leuchte könnte ich erahnen, wenn ich einen Fehlercode hätte..... Solange der Fehlerspeicher nur gelöscht wird, ist das leider unmöglich, weil es 3600 verschiedene Codes gibt, von denen jeder die Leuchte angehen lässt! Also: Diesmal habe ich nichts Hilfreiches für Sie. Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Heinrich Nöcker:

Meine Frage, was bedeutet Kampagne 15-p-109 Astra J-Bereich des Tankdeckels 12/31/2017 Innenblech Kraftstoffstutzen auf Karosserie Seite mit Wachs füllen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Heinrich, was ist denn das für ein Text? Ich würde das als interne Anweisung für die Werkstatt interpretieren. Gemeint sein könnte die Vorgehensweise nach einer Reparatur des genannten Bereichs. Oder es bezieht sich auf eine Serviceanweisung / Rückrufaktion. Jedenfalls soll offenbar Korrosion durch Korrosionsschutzwachs vermieden werden. Und zwar im Bereich des Kraftstoffstutzens. Mehr kann ich dazu leider nicht beitragen....

Frage von Heike Hirzinger:

Bei meinem Lancia Musa lässt sich der Gang bei kalten Temperaturen erst nach ca. zehn Minuten einlegen, was kann man tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heike, Schaltschwierigkeiten bei niedrigen Temperaturen können bei Autos aus der Fiat-Familie an einer dejustierten / ausgeschlagenen Seilzugschaltung liegen oder an zu altem / falschen Getriebeöl. Mit einer Neujustierung der Schaltung und frischem Getriebeöl sollten die Gänge wieder „flutschen" (auch wenn es kälter als in Napoli ist....). Cheers vom Autopapst

Frage von Jürgen Bätz:

Mein Audi A6 2,5 TDI läuft nicht richtig rund und macht weiße Abgase! Der Motor ruckelt beim Gas geben und macht Geräusche. Bitte um Antwort. Viele Grüße Jürgen Bätz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Jürgen, das kann alles mögliche sein: Zylinderkopfdichtung, Riss im Kopf, defekte Einspritzelemente, etc. etc. Du kommst um einen Besuch beim Fachmann nicht herum! Grüße vom Autopapst

Frage von Claudius Gierer:

Ich möchte bei meinem VW T4 Syncro TDI, Erstzulassung 04/2002, die Starterbatterie in AGM umtauschen, weil ich im März nach Lappland fahren will und mit teils höheren Minusgraden rechne. Macht dies Sinn? Reicht die Höhe des Ladestroms aus? Wie stark (Ampere) darf die AGM-Batterie sein? Herzlichen Dank

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Claudius, eine AGM-Batterie ist sicher keine schlechte Wahl, weil sie mechanisch robuster als ein „normaler" Akku ist. Sie ist also (unter günstigen Umstanden....) länger einsatzbereit, dabei aber nicht leistungsfähiger als eine gute normale Batterie. Die Größe der Batterie (also ihre Kapazität in Ah) sollte sich an der Stromstärke der Lichtmaschine orientieren und keinen höheren Ah-Wert haben (weil sonst die Lima überlastet werden könnte....). Wesentlich ist der Kaltstartstrom, der bei Batterien gleicher Größe erstaunlich differieren kann. Hier gilt: je mehr, desto besser! Und: Die „alte" Batterie wurde ich mit einem Trennrelais im Innenraum an das Bordnetz anschließen. Dann kannst Du Dir im Ernstfall selbst Starthilfe geben..... Gute Fahrt wünscht Der Autopapst

Frage von Heiko:

Hallo Herr Kessler, bei den ersten Minusgraden springt mein Seat Cordoba, 1595 ccm, Baujahr 1998, Benziner, nicht an. Gewechselt wurden Kerzen, Anlasser, Batterie. Bei Fremdhilfe (Starterkabel) springt er an und läuft nur weiter, weil ich einige Sekunden auf dem Gaspedal stehen bleibe. Danach läuft er ruhig weiter. Ich würde mich freuen von ihnen ein paar Zeilen lesen zu können. MfG Heiko

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heiko, wenn der Anlasser nicht so recht will, wird immer zuerst die Batterie verdächtigt. Wenn die neu ist und das Ding immer noch muckt, ist es bestimmt der Anlasser. Und wenn einem gar nichts mehr einfällt, müssen es neue Kerzen sein..... Haben Sie denn mal die Ladestromseite betrachtet? Wie fit ist die Lichtmaschine, wie hoch liegt die Ladespannung? Wenn es mit Starthilfe klappt, ist der Stromvorrat an Bord offenbar trotz neuer Batterie zu gering. Auf Deutsch: Die Batterie wird nicht richtig geladen! Wenn der Motor erst mal läuft, stimmt die Bordspannung fast wieder und alles ist tutti. Ein kurzer Check beim Autoelektriker dürfte diese Ferndiagnose bestätigen. Viele Grüße vom Autopapst

Frage von Jens Petzold:

Hallo! Bei meinem Audi A3, Bj, 2005, höre ich ständig ein knarrendes Geräusch vom Unterboden her. Es wird weniger, wenn ich längere Strecken fahre. Kann dies von Gummiaufhängungen (Auspuff) oder der Motoraufhängung kommen. Es tritt extrem beim Schalten und Anfahren auf. Danke, Jens Petzold

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Jens, das dürften in der Tat Aufhängungs- oder Fahrwerksgummis sein. Das Auto ist über zehn Jahre alt, da wird so ein Silentblock eben mal hart und ist dann nicht mehr „silent" (= ruhig!). Fahren Sie mit dem Auto auf eine Grube und lassen Sie einen Fachmann von unten zusehen, während Sie schalten und anfahren. Dann wissen Sie mehr..... Herzliche Grüße vom Autopapst

Frage von Michaela Wilke:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich wende mich an Sie, weil ich mit meinem Alfa Romeo Giulietta (1,6 Jtd, 105 PS, Baujahr 2010) seit Mai 2015 Probleme habe und zwei (freie) Werkstätten mir nicht weiterhelfen konnten. Die Motorleuchte leuchtet auf und es gibt eine SEHR starke Rußbildung, vor allem im hohen Drehzahlbereich (> 2500) bei der Beschleunigung, zudem eine deutlich verminderte Leistung. Beides sowohl während die Motorleuchte leuchtet und sich das Auto scheinbar in einem Notlaufprogramm befindet, als auch wenn sie NICHT mehr leuchtet; entweder weil der Fehler in der Werkstatt gelöscht wurde oder auch weil sie von selbst erlischt. Sonst zeigt das Auto keine Auffälligkeiten in den Fahreigenschaften. Kein Ruckeln oder sonstiges...nur eben der deutliche Leistungsverlust. Bisher wurde die Lambdasonde (Mai 2015) ausgetauscht, der Partikelfilter zwei Mal (einfache Reinigung, kein „ausbrennen") gereinigt sowie das AGR-Ventil ausgetauscht. Wenn der Fehler wieder aufleuchtet (wie momentan), wird als Fehler unter anderem wieder die Lambda Sonde angezeigt. Außerdem kam mal der Fehler „sporadischer Fehler Ladedrucksensor“. Dieser wurde aber nicht ausgetauscht. Alle Maßnahmen haben nichts gebracht und die zweite Werkstatt hat mir nun gesagt, dass er mit seinen Möglichkeiten nicht mehr weiter kommt. Bevor ich in eine Alfa Werkstatt fahre, möchte ich Sie um Rat bitten. Haben Sie eine Idee, wo der Fehler liegen könnte? Ich würde mich sehr über einen Rat freuen, da ich endlich wieder Freude an meinem Auto haben möchte. MFG Michaela Wilke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Michaela, ohne den Alfa-Diagnosecomputer ist da nichts Konkretes zu sagen. Nach Ihrer Schilderung würde ich auf ein Problem mit dem Ladedruck tippen. Das kann der Ladedrucksensor sein, aber auch der Ladedruckkühler, die Verrohrung zwischen Turbolader und Motor, der Turbo selbst oder Kombinationen davon. Ohne spezielle Kenntnis des Typs kommt da niemand weiter; Herrschaftswissen ist gefragt! Und das ist teuer.... Immerhin hält der Alfa ja nun schon fünf Jahre; gar nicht mal schlecht! Ein frohes Neues Jahr wünscht (trotzdem!) der Autopapst

Frage von Bernd Bayer:

Hallo, ich muss für meine 18-jährige Tochter ein Auto vermitteln. Ich lege größten Wert auf Sicherheit, sie will einen Kleinwagen! Wer kann mich beraten mit welchem Wagen der beste Kompromiss gefunden wird. Gibt es unabhängige vertrauenswürdige Beratung? Gruß und Dank B. Bayer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Bayer, ich habe auch so eine Tochter, die seit knapp 2 Jahren mit meinen div. Autos herumfahren darf / muss und sich wacker schlägt. Sie weint immer noch dem Golf VII aus der Fahrschule hinterher, der einen „Pieper" hatte, der beim Einparken so schön praktisch war. Der Rest war ihr wurscht.... Neue Autos findet sie fast alle hässlich, die wenigen „schönen" sind aber leider unbezahlbar.... Also: Am wichtigsten ist: Die Karre muss gefallen! Wenn es um Sicherheit geht, kann man sich die Euro-NCAP-Bewertung ansehen. Für Fahranfänger ist die Fahrzeugbeherrschung alles! Ein „sicherer" Dampfer á la Volvo oder Mercedes ist da suboptimal. Wenn ich ein Auto kaufen müsste, würde ich etwa 3500 – 4000 Euro auf den Tisch legen und dafür einen 1,4er Fiesta mit ESP kaufen, der gerne ein paar km mehr auf der Uhr haben darf, aber von einem seriösen Verkäufer stammen muss. Die Bambina darf natürlich die Farbe bestimmen, oder?? Unabhängige Beratung beim Händler gibt es leider nicht, weil jeder sein Auto loswerden will. Und wer sich externe Kompetenz einkaufen will, muss die erst mal finden! Viel Erfolg wünscht Der Autopapst

Frage von Rainer Mehlin:

In Publikationen und Vergleichstests wird der Ford Fiesta für sein sehr gutes Handling gelobt. Leider kann ich dies nicht nachvollziehen. Besonderer Kritikpunkt meinerseits ist die Versteifung im Geradeauslauf, die so ab etwa 50 bis 60 km/h spürbar wird. Diese Lösung schränkt mir das rein intuitive Fahrgefühl deutlich ein, was dann leider durch einen größeren Aufwand an Konzentration ersetzt werden muss. So ist es z. B. kaum möglich, bei leichtem Seitenwind oder seitlicher Fahrbahnneigung das Abdriften aus der Spur durch einen gefühlvollen Gegendruck am Lenkrad zu kompensieren. Dieser künstlich aufgebaute Widerstand im Geradeauslauf verhindert kleinste, bzw. minimalste Lenkkorrekturen, die bei mir eigentlich zu fast 100 Prozent automatisiert ablaufen, so dass ich, ohne irgendwelche Konzentration dafür zu beanspruchen, solche Zustände sehr spurtreu bewältige. Auch das Durch-/ Umfahren von Kreisverkehren/ Fußgängerinseln fühlt sich sehr unnatürlich an, so dass ich dort nicht mehr so flüssig "hindurchschlüpfen" kann, was wiederum teils von der Konzentration auf das gesamte Verkehrsgeschehen ablenkt. Meine Frage ist, ob es irgendwelche Möglichkeiten gibt, durch einen Softwareeingriff (von entsprechend qualifiziertem Personal) das Lenkverhalten für den Geradeauslauf so zu gestalten, dass es wieder ein sehr feinfühliges und somit angenehm intuitives Folgen des Straßenverlaufs zulässt? Der Werkstattmeister des Autohändlers hatte dies verneint. Aber letztendlich muss es ja eine Software sein, die diese Eigenarten der Lenkung steuert. Und somit sollte es doch auch möglich sein, dies etwas anders zu programmieren.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Rainer, diese Möglichkeit besteht in der Tat, allerdings nur in der Theorie! Die Abstimmung der elektrischen Lenkhilfe ist das Ergebnis zahlloser Tests, in die alle Parameter einfließen, die der Markt verlangt. Unter dem Strich kommt ein Kompromiss heraus, der aber Stand der Serienfertigung und vor allem der Betriebserlaubnis ist. Man könnte die Charakteristik der Lenkung verändern, nur wird das niemand tun! Der Hersteller nicht, weil er die aufwändige Nachprüfung scheut (die vor Gewährleistungs- u. Garantieansprüchen schützen soll und außerdem extrem teuer ist), die Werkstatt nicht, weil sie das buchstäblich nicht kann und alle anderen (z.B. Chiptuner) nicht, weil sie sich damit außerhalb der Legalität bewegen würden. Selbst Do-it-yourself empfiehlt sich nicht (solltest Du Programmierer aus dem Automotivbereich sein...), weil jede Veränderung des Serienzustandes sofort den Versicherungsschutz erlöschen ließe. Also: Entweder übst Du mit dem Fiesta noch etwas oder Du kaufst Dir ein anders Auto, bei dem die Lenkung besser gefällt (würde ich machen!). Es grüßt sehr herzlich Der Autopapst

Frage von Jens Schmidt:

Einen freundlichen guten Tach, ich habe einen VW T3, Bj 1988, Typ 253 DF-1, WBX Motor 1913ccm, 60 PS, Laufleistung ca. 350.000 – 400.000 km. Leider lässt er mich in letzter Zeit etwas im Stich. Problemloser Start, doch nach 20 - 30 km problemloser Fahrt fängt er an zu stottern und geht schließlich aus. Nach einer Wartezeit von ca. 15 Minuten problemloser Start und alles beginnt von Neuem. Temperaturanzeige keine Auffälligkeit, Benzinzufuhr ist ok, Vergaser gereinigt und eingestellt. Woran kann es noch liegen? Wo kann ich noch nachschauen? Könnten es vielleicht die Ein- und Auslassventile sein? Ich würde mich über eine Antwort von ihnen freuen und bedanke mich schon mal. Mit freundlichen Grüßen Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, schon mal mit offenem Tankdeckel gefahren? Nach Deiner Schilderung musste ich spontan an Unterdruck im Tank denken.....

Frage von Schneider:

Hallo, mein Opel Astra GTC, Bj. 2005, braucht auf 500 Kilometern einen halben Liter Öl. Wieviel Öl darf er verbrauchen? Ich habe Angst, dass ich den Motor kaputt fahre. MfG Schneider

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hey, Doc Schneider! Wieviel km hat der Astra denn bereits auf der Uhr? Opel spricht bei 1 L / 1000 km noch von „normalem Ölverbrauch" (was natürlich beim heutigen Stand der Technik deutlich zu viel ist....), weil man sich vor Garantieansprüchen schützen will. Wenn der Ölverbrauch bei einem Motor mit mehr als 150.000 km in dieser Größenordnung liegt, ist der Verschleiß eben bereits spürbar. Oft lässt sich der Ölverbrauch mit neuen Ventilschaftdichtungen deutlich senken, oft wird aber auch eine Motorüberholung fällig. Oder nur ein neues Sieb für die Kurbelgehäuseentlüftung.....

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.