Fragen an den Autopapst im Januar 2008

Andreas Kessler © Foto: privat

Probleme mit dem Auto? Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette. Ihre Fragen vom Januar 2008:

Frage von André Niesenhaus:

Meine Freundin fährt einen VW Polo Kombi, KV6, EZ 99. Da mittlerweile nur noch ein Schlüssel vorhanden ist, hatten wir einen zweiten in einer VW-Fachwerkstatt in Auftrag gegeben. In der Fachwerkstatt sagte man uns, dass man es vergeblich versucht habe einen zweiten Schlüssel zu codieren. Angeblich sei das Steuergerät kaputt. Wir nahmen also unser Auto ohne zweiten Schlüssel wieder mit nach Hause, um uns nach Vorliegen eines Kostenvoranschlags wieder zu melden. Nunmehr liegt uns ein Kostenvoranschlag über 245 Euro vor. Wir finden dies ist ein bisschen viel für einen Zweitschlüssel. Was können wir tun? Kann der Schlüssel wirklich nur von VW angefertigt werden? Gibt es andere Anbieter? Ist das Steuergerät wirklich kaputt? Warum merken wir davon nichts und können trotzdem noch fahren? Gruß André Niesenhaus PS: Zwischenzeitlich haben wir, bedingt durch eine kleine Reparatur (ABS Lampe hatte sporadisch geleuchtet) das Steuergerät von jemand anderen auslesen lassen: Steuergeräte Diagnose VW ABS Teves MK20 Fehlerspeicher: Fehleranzahl 2: 011B Drehzahlgeber vorne links fehlerhaft und mechanischer Fehler. Sonst nichts.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Oft wird Ahnungslosigkeit der Werkstatt mit dem GAU bemäntelt: Das Steuergerät ist defekt! Wenn das Gerät dann getauscht wird und sich nichts ändert, muss der Kunde aber trotzdem bezahlen! Steuergeräte sind wirklich sehr selten defekt, in der Regel liegt das Problem an ganz anderen Stellen! Sie haben sich völlig richtig verhalten, solange der vorhandene Schlüssel den Wagen startet, ist nichts defekt. Ich würde mit meinem Problem zu einem anderen VW-Händler gehen und erneut um die Anfertigung eines neuen Schlüssels bitten. Vielleicht kommen die Jungs mit der komplizierten Technik besser klar.... Es gibt übrigens eine Low-Budget-Lösung: Ich habe mir bei einem ähnlich gelagerten Fall mal einen geeigneten Schlüssel vom Autoverwerter geben lassen (die liegen da auf großen Haufen...) und mir im Schlüsseldienst einen Rohling passend zum Auto kopieren lassen. Den «Elektronik-Teil» des Schrott-Schlüssels habe ich dann auf den frisch gefrästen Bart montiert (da war etwas Anpassungsarbeit nötig...) und habe diesen Schlüssel bei VW passend zu meinem Auto codieren lassen. Kostete zusammen 25 Euro....

Frage von Christian:

Hallo Herr Kessler, mein Golf 2, Baujahr 1991, 72 PS, 1,6 l Hubraum, geregelter Vergaser, springt morgens sehr schlecht an. Mehrmaliges Orgeln, dann läuft er sehr unruhig und geht, wenn man Gas gibt, sofort aus. Ich habe ihn dann noch mehrmals orgeln müssen, habe ihn dann unruhig laufen lassen bis er ruhig lief und dann konnte ich mit ihm fahren als ob nie etwas gewesen wäre. Können Sie mir bitte sagen, was defekt ist? Vielen Dank Christian

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der 2EE-Vergaser, mein Angstgegner!! Deine Schilderung erinnert mich an einen Fall aus meiner Golf 2 -Zeit, als bei einem dieser Klassiker die Membran der Pull-Down-Dose defekt war. Die Pull-Down-Einrichtung hat die Aufgabe, die Starterklappe unmittelbar nach dem Anspringen aufzuziehen, um eine Überfettung des Startgemisches zu vermeiden. Das scheint bei Dir nicht zu klappen. Ich würde die Pull-Down-Dose wechseln und mein Glück versuchen....

Frage von Sascha Zimmermann:

Mein Opel Astra G, 1,6 Liter, Baujahr 1998, Gangschaltung, 70.000 km runter, Inspektion vor rund sieben Monaten, Endtopf vom Auspuff neu, pfeift aus dem Motorraum, wenn ich eine Zeit lang gefahren bin. Im ersten Gang passiert das nicht, nur beim Gasgeben und nur von Gang 2 - 5. Was mir die Tage auffiel ist, dass es erst auftritt, sobald meine Temperatur über 80 Grad geht (weiß nicht ob das jetzt Zufall ist!?!). Im Leerlauf pfeift es nicht und wenn ich die Kupplung trete (und Gas gebe) auch nicht. Auch tritt das nicht auf, wenn ich das Gaspedal nur ganz leicht betätige.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Sascha, das kann eigentlich nur eine undichte Krümmerdichtung bzw. eine undichte Verbindung der Auspuffanlage sein. Ich würde mir das Auspuffrohr von vorne bis hinten mal ganz genau betrachten und nach Rußspuren suchen. An dieser Stelle bläst eine kleine Menge Abgas ins Freie, die das Geräusch verursacht. Abhilfe schafft nachziehen oder Erneuerung der Klemmschelle.

Frage von Roland Raps:

Hallo, wir fahren einen BMW 525 i, 24 V, 192 PS. Diesen PKW haben wir seit 2004 und waren bisher sehr zufrieden mit ihm. Nur dieses Jahr machen uns die vorderen Bremsen Sorgen. Es sind schon zwei Mal die Bremsscheiben sowie -klötze ausgetauscht worden und immer wieder fängt das Lenkrad zwischen 80 und 100 km/h zu zittern an. Wenn ich mit dem Fahrzeug abbremse, ist dies verstärkt zu spüren. So von 100 km/h abwärts bis 50km/h wackelt das Lenkrad so stark, dass man meinen könnte, die Räder wären locker. Dies ist aber nicht der Fall.
Ich nahm wieder erneut Kontakt mit der Werkstatt auf und dieser sagte mir jetzt zum zweiten Mal, dass es ein Materialfehler der Bremsscheiben sei. Kann dies denn sein?? Bitte helfen Sie mir, da es mit den Bremsen ja es wirklich gefährlich werden kann. Herzlichst Roland Raps


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eine typische Schwäche der BMWs aus dieser Generation sind die Bremssättel bzw. deren Führung. Im Laufe der Jahre schlagen die Führungen aus (bekommen Spiel) und vibrieren bei starken Bremsungen recht deutlich spürbar. Diese Vibrationen werden sehr häufig auf wellige Bremsscheiben geschoben, die ein ähnliches Verhalten an den Tag legen. Allerdings treten hier die Schütteleien erst in einem höheren Geschwindigkeitsbereich auf. Flankierend würde ich in diesem Zusammenhang neben dem Austausch der Bremssättel die Achsgelenke und die Spurstangengelenke prüfen und ggf. erneuern lassen, die durch erhöhtes Spiel auch zu «Schütteleien» der Vorderachse führen können.

Frage von Robert:

Hallo, habe einen Opel Vectra A C18nz, Baujahr 1995, ca. 250.000 km auf der Uhr und folgendes Problem: Der Motor läuft sehr unrund im kalten wie im warmen Zustand. Beim Gasgeben geht die Drehzahl kurz runter und dann klettert sie ruckelnd erst wieder nach oben. Manchmal, wenn ich das Auto untertourig fahre und zu langsam werde, geht es ohne Ruckeln aus. Hin und wieder passiert es mir auch, wenn ich das Auto so 30-60 Minuten hab stehen lassen und starte es wieder, dass es erst beim zweiten Starten anspringt. Na und nun steigt auch noch der Benzinverbrauch und ich kann max. 140 fahren. Leider meldet sich auch die Motorkontrollleuchte nicht. Ich habe mittlerweile Zündkerzen, Kabel, Verteilerkappe und -finger gewechselt. Des Weiteren habe ich die Ansaugbrücke gereinigt, Kompression und Benzindruck gemessen, Steuergerät getauscht, Lambdasonde überprüft und hab keine Ahnung mehr wo der Fehler noch liegen könnte! Würde mich sehr freuen wenn sie mir weiterhelfen könnten, mit freundlichen Grüßen Robert

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Robert, wie hast Du denn die Lambdasonde geprüft? Ein einfacher Test ist das Öffnen des Öleinfülldeckels bei laufendem und warmem Motor. Wenn die Drehzahl dabei kurz absackt, ist die Sonde wahrscheinlich o.k. Wenn sich nichts verändert, muss genauer gemessen werden. Mit einem Voltmeter müsste man die Regelstöße ablesen können. Dabei schwankt die Spannung an den Kabeln von und zur Sonde zwischen 0,4 und 0,8 Volt. Wenn der Verbrauch steigt, ist das nach meiner Erfahrung ein typisches Lambda-Sonden-Signal. Wenn eine neue Sonde nichts bringt (bzw. die alte auch den Test mit dem Voltmeter überlebt), würde ich es mal mit einem anderen (gebrauchten!) Steuergerät versuchen. Die Nummern darauf müssen exakt gleich sein

Frage von Helmut Lachausse

Hallo Herr Kessler, ich habe seit elf Jahren einen Chrysler Grand Voyager SE Plymouth (USA), Import, Baujahr 1993, 3,3 Liter, 110 KW / 150 PS, Benziner. Ich würde gerne weiter meinen Wagen fahren. Gibt es eine Möglichkeit, auf EURO 2 zu kommen. Mit freundlichen Grüßen Helmut Lachausse

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Helmut, wenn Chrysler dafür nichts im Programm hat (Kaltlaufregler, Aufrüstkat, Umschlüsselung…), sehe ich schwarz! In Deutschland braucht man für derartige Veränderungen der Schadstoffklasse immer entsprechende Gutachten, die bei nur selten zugelassenen Baumustern einfach zu teuer wären. Du könntest Dir zwar einen besseren Kat oder einen Kaltlaufregler einbauen. Das Auto würde aber trotz des Maiglöckchenduftes, der dann aus dem Auto quillt, keine andere Schlüsselnummer erhalten. Und deshalb weiter über 500 Euro Kfz-Steuer / Jahr kosten. Sorry, aber so ist das hierzulande nun einmal….

Frage von Peter

Sehr geehrter Herr Kessler, der Kilometerzähler leuchtet nicht mehr,
muss immer mit der Taschenlampe nachschauen. Gestern leuchtete
die Anzeige Datum (Uhr) und Temperatur nicht mehr. Gruß Peter


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hast Du schon die Sicherung kontrolliert? Wenn das nichts bringt, bleibt wohl nur noch ein Wechsel der Beleuchtungskörper im Tachogehäuse. Manchmal sind auch nur die Kontakte der Lämpchen korrodiert. In beiden Fällen ist das (abhängig vom Auto) häufig eine extreme Fummelei und deshalb auch sehr teuer. Wer es sich zutraut, sollte das unbedingt selbst erledigen….

Frage von Martin:

Guten Tag, Herr «Papst»! Immer nur im Winter, wenn es unter 15 Grad ist, fängt mein Opel Frontera (20NE) an zu klappern. Nach dem Start ist er ganz ruhig. Wenn aber die Temperaturnadel ins «Warme» kommt, fängt er an: «Tack-Tack-Tack» ! Nimmt man Gas weg hört es sofort auf. Gibt man mehr Gas ist es auch weg. Wird er wärmer hört es oft auf, meist aber ist es nur sehr viel leiser. Stellt man den Wagen ab und wartet 15-20 Min ist es meistens weg. Eine genaue Lokalisierung ist schwierig, weil, wenn man am Motor Gas gibt, macht er es so gut wie nie. Hört sich aber an, als ob es von Oben kommt.
Verteiler? Hydros? Sind aber sonst leise. WaPu? Spannrollen? Falscher Zündzeitpunkt? Vielen Dank Grüße Martin


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Du einen Temperaturzusammenhang siehst, könnte es auch nur eine durchblasende Auspuffkrümmerdichtung sein! Das zwischen Kopf und Krümmer herausschießende Auspuffgas macht ordentlich Krach, und das Leck öffnet oder schließt sich in Abhängigkeit von der Wärmedehnung des Materials. Ich hatte so einen Fall mal bei meinem Mercedes W123 (M102), da brauchte es erst noch 1000 km Autobahn, bevor das Leck richtig schön deutlich zu hören war. Mehr fällt mir im Augenblick zu dieser Beschreibung nicht ein….

Frage von Sylvio Seidel:

Lieber Autopapst, habe seit 1992 einen Golf III 1.8, 75 PS. Er hat mich 296.000 km nicht im Stich gelassen. Jetzt ist folgendes Problem aufgetaucht: Etwa 6-7 Minuten nach dem Start kocht die Kühlflüssigkeit und spritzt aus dem Auffangbehälter. Es dauert nicht lange und der Behälter ist leer. Ich war in der Werkstatt. Die Zylinderkopfdichtung ist gewechselt, das Thermostat auch. Es hat nichts genützt. Der Fehler tritt in gleicher Weise wieder auf. Der Werkstattmeister ist ratlos. Ich auch.
Der Schlauch zum Kühler (oben) ist heiß, der untern aus dem Kühler wegführende Schlauch bleibt kalt. Der Kühler selbst läuft nicht aus. Die Wasserpumpe gibt keine eigenartigen Geräusche ab. In kaltem Zustand tropft nichts. Vielen Dank! Mit besten Grüßen Sylvio Seidel


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na, was bleibt da noch? Ich sehe eigentlich nur noch den Kühler! Der könnte nach all´ den Jahren und den vielen Kilometern verkalkt sein und lässt nichts mehr durch. Ist denn mal versucht worden, Wasser durch den Kühler zu gießen? Eigentlich müsste das Wasser, was man oben hinein gießt, unten wieder heraus laufen (wenn die Schläuche ab sind…). Vielleicht reicht schon eine Entkalkung mit Zitronensäure…

Frage von Helmut:

Hallo, Mein Passat Variant 1.9 TDIhat beim Beschleunigen setzt der Motor manchmal aus. Wenn man langsam beschleunigt, spürt man es nicht. Das Auto läuft nur noch 130-140 km/h. Höher kann man nicht mehr beschleunigen, dann fängt es an zu ruckeln. Ich war schon in der Werkstatt, da wurden die Daten ausgelesen, aber es waren keine Fehler vorhanden. Mir wurde gesagt, ich soll das Auto länger dort lassen, sie müssen ausprobieren und etliche Teile wechseln, denn sie wissen nicht, woran es liegt. Was soll ich am besten machen? Erbitte Antwort! Danke und viele Grüße Helmut

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Helmut, mir fallen zu dieser Beschreibung spontan zwei Lösungsmöglichkeiten ein: Eine wäre ein neuer Diesel-Hauptfilter, der gerne mal so „zu“ ist, dass bei höheren Drehzahlen der Kraftstoff-Nachschub ins Stocken gerät. Die zweite Möglichkeit ist der „Running-Gag“ aller VW-Diesel aus dieser Zeit: Der Luftmassenmesser! Das Teil ist schnell gewechselt, kostet aber ca. 80 Euro. Ich bin gespannt, ob eine der beiden Möglichkeiten zur Lösung führt!

Frage von Merten:

Hallo Autopapst, ich habe bei meinem Polo 6N, Viertürer mit ZV, folgendes Problem: sobald es draußen gefriert, geht meine Fahrertür nicht mehr auf, erst wenn der Wagen innen richtig warm ist.
Beifahrertür absolut null Problem. Im Detail: die Dichtungen sind eingefettet. Auch geht dreht der Schlüssel, der Pinökel geht hoch, das Schloss ist es auch nicht. Das Problem haben wir in unserem Golf 3, Baujahr 1997, auch. Bei Frost und nur Fahrertür, die gleichen Symptome. Es ist zum Verzweifeln. Solltest Du praktikable Abhilfe wissen, bitte gern. Es kann ja auch unmöglich nur an meinen beiden Fahrzeugen liegen. Vielen Dank im Voraus und Gruß aus dem Norden
Merten


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Merten, es ist doch das Schloss! Man muss bei der „Zuhaltung“ einer Autotür zwischen Schloss, Schließzylinder und Verriegelung unterscheiden. Der Schließzylinder ist es nicht, weil der ja offenbar die Verriegelung des Schlosses betätigt. Man müsste also nach der Entriegelung die Sperrklinke des Schlosses betätigen können, um die Tür zu öffnen. Das geht nach Deiner Schilderung weder von außen noch von innen. Ursache ist wahrscheinlich Wasser im Schloss, das bei Kälte gefriert und die Sperrklinke blockiert. Abhilfe schafft nur die Eliminierung des Wassers aus dem Schloss, am besten mit einem Föhn. Anschließen muss das Schloss großzügig mit Silikon-Sprühfett gegen erneutes «Voll-Laufen» mit Wasser geschützt werden. Und wenn Du jetzt noch wissen willst, warum das nur auf der Fahrerseite passiert, möchte ich Dich an die Kollegen von www.lieber-gott.com verweisen….

Frage von Anonymus:

Hallo, bei meinem Renault Laguna wurde kürzlich die Nockenwelle getauscht. Seitdem funktioniert die Ölstandsanzeige im Cockpit nicht mehr. Sie schaltet zwar 30 Sekunden ein, bleibt aber auf «0», obwohl Öl auf max. eingefüllt ist. Wurde einfach nur ein Stecker vergessen aufzuklemmen? Oder einfach ein schlechter Service, denn vorher funktionierte das noch. Vielen Dank für Ihre Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das erscheint mir die naheliegenste Lösung des Problems. So ein Stecker ist schnell abgerutscht und fällt im allgemeinen Wirr-Warr unter der Haube auch nicht ohne weiteres auf. Die «behandelnde» Werkstatt bekommt das sicher mit einigen Handgriffen wieder in den Griff…

Frage von Th. Klotzbücher:

Sehr geehrter Herr Kessler, fahre seit Dezember 1989 einen Mercedes 300 SE, W 126, Automatikgetriebe. Jetzt liegt folgendes Problem an: der Motor dreht hoch, aber der Wagen fährt fast nicht... Es ist, als wenn die alles «durchschleift» Gibt es hier eine Antwort? Danke schon heute!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn Sie seit 19 Jahren mit diesem Auto zufrieden sind, könnte ich Sie fast beneiden! Der 126er ist einer meiner stillen Favoriten…. Mercedes schreibt merkwürdigerweise keinen Wechsel des ATF vor, darum wird wahrscheinlich in der Automatik noch das Öl von 1989 sein. Lassen Sie in einer Taxi-Werkstatt oder in einer auf Automatiken spezialisierten Werkstatt alle Filter und das ATF der Automatik erneuern und bei der Gelegenheit den Modulationsdruck einstellen. In aller Regel war es das dann, mit den Schaltproblemen….

Frage von Jörg Wadewitz:

Hallo, wir haben einen Nissan Micra K11 mit 75 PS. Vor Kurzem habe ich die Keilriemen erneuert, Ölwechsel gemacht und Zündkerzen und Luftfilter erneuert. Schon davor zog er manchmal nicht so gut, was jetzt immer noch so ist. Des weiteren ist der Verbrauch jetzt höher. Das Kerzenbild sah gut aus, alle gleichmäßige Färbung. Was kann denn da die Ursache sein? Mit freundlichen grüßen Jörg Wadewitz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie mal eine AU außer der Reihe machen. Ich tippe auf eine defekte Lambdasonde, die sowohl den Verbrauch als auch die Leistung negativ beeinflusst. Der Mann am Abgascomputer dürfte schon während der Messung erkennen, was die Ursache ist… Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Marek Jäger:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Mondeo 2 1.8 Liter, Baujahr 1998. Im kalten Zustand schwirrt die Drehzahl zwischen 1050 bis manchmal 2500 u/min hoch und runter, ohne dass ich Gaspedal betätige. Zudem geht die Drehzahl nicht unter 1050 Umdrehungen.
Wenn ich beschleunigen will, habe das Gefühl, als ob die Kupplung rutscht. Sind zwar 170.000 Kilometer runter, aber die Kupplung ist i.o. Kann das Problem am LMM liegen? Habe das LMM abgeklemmt gefahren und wieder angeklemmt Habe keinerlei Unterschied bemerkt beim Fahren so wie im kalten Zustand. Dritten funktioniert die Klimaanlage auch nach Lust und Laune. Mal springt sie an, dann wieder nicht. Kann es am Fühler liegen, wo kann ich den finden? Bitte um Hilfe und grüße Sie. Mit freundlichen Grüßen Marek


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Marek, Problem 1. wird höchstwahrscheinlich von einem verschmutzten Leerlauf-Regelventil verursacht. Reinigen oder erneuern!
Problem 2 ist doch die Kupplung! Wenn die Drehzahl schneller ansteigt als die Geschwindigkeit, bleibt nichts übrig, als eine defekte Kupplung! Alternativ könnte es ein Getriebeschaden sein, aber der wäre zweifelsfrei zu hören…
Problem 3. würde ich durch einen Klima-Check beheben lassen. Sicher ist im Laufe der Zeit einiges vom Kältemittel aus dem System verschwunden und bringt die Steuerung durcheinander. Da der letzte Trocknerwechsel wahrscheinlich schon etwas her ist, solltest Du das als Investition in einen „coolen“ Sommer betrachten. In Berlin gibt es ein paar Dienstleister, die einen „mobilen Klimaservice“ anbieten. Das sind echte Profis und kommen mit allen Teilen zu Dir ans Auto. Vielleicht gibt es so etwas auch in Deiner Gegend….

Frage von Sandra Reichelt:

Hallo, ich habe folgendes Problem mit meinem Renault Twingo Easy, Bj. 1996. Ich habe mir kürzlich das Auto gebraucht zugelegt und immer wieder Probleme mit der Wegfahrsperre. Letztes Wochenende ging es dann soweit, dass ich den Motor überhaupt nicht mehr starten konnte. Man musste das Auto mit einem Überbrückungskabel überbrücken. Danach ging der Motor wieder an. Es war nämlich so, dass die Türen längere Zeit nicht abgeschlossen waren, weil man im Auto gesessen und Musik gehört hat. Als ich den Motor dann starten wollte, ging nichts mehr. In der Symbolleiste im Auto hat ein rotes Viereck aufgeleuchtet, was innen eine Frequenz hat. Ich habe dieses Symbol nicht in der Bedienungsanweisung vom Twingo gefunden und auch nichts über die Wegfahrsperre. Daher weiß ich auch nicht was es bedeutet. Vielleicht können sie es mit sagen? Und auch, was man tun kann, wenn die Wegfahrsperre aktiv ist? Auf und zu schließen hat nichts geholfen. Vielen Dank im Voraus für Ihre Antwort! Sandra Reichelt

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sandra, das hört sich eher nach Stromproblemen an! Ich würde die Batterie abklemmen, aufladen und dann wieder anklemmen. Wenn die voll geladene Batterie die div. Steuergeräte dann wieder hoch gefahren hat, müsste die Wegfahrsperre den Schlüssel mit seinem Transponder und die Lesespule auch wieder auf eine Reihe bekommen. Wenn das nichts hilft, muss das Auto ohnehin in eine Werkstatt, die sich mit diesem Kram auskennt. Billig wird die Problemlösung (wenn es tatsächlich die Wegfahrsperre ist…) nicht. Hast Du das Auto von einem Händler gekauft? Dann könnte es sich um einen Gewährleistungsfall handeln, der für Dich kostenlos ist….

Frage von Klaus Hammacher:

Ich habe einen VW Golf II mit 1,6 Liter-Motor. Nachdem man mir den Tankdeckel auf brach und Sprit abzapfte, läuft der Motor nicht mehr richtig. Wenn ich nach einem Bremsvorgang stehe, geht die Maschine aus und springt danach nicht mehr an. Gestern war ich in der Werkstatt und dort hat der Mechaniker nichts festgestellt. Ich fuhr dann gut drei Kilometer und prompt ging der Motor wieder aus und sprang nicht mehr an. Kann es an der Benzinpumpe liegen oder ist es ein Vergaserfehler? Manchmal hat er auch in der Anhaltefunktion so hoch gedreht, dass ich den Motor erst einmal abstellen musste. Danach sprang er aber wieder an. Ich bin am Verzweifeln, denn ich weiß nicht, was ich noch tun kann, um wieder normal fahren zu können. Auch weiß ich nicht ob es sich noch lohnt, ihn zu reparieren.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nur die Ruhe, lieber Klaus! Wenn tatsächlich nur der Tankdeckel geknackt und dann der Sprit abgesaugt wurde, bleibt eigentlich nur eine Erklärung übrig: Der Dieb war mit dem Sprit weg. Sie haben zunächst nichts gemerkt und sind wie immer losgefahren. Nach kurzer Zeit blieb das Auto stehen, weil eben kein Benzin mehr im Tank war. Durch das «Trockenlaufen» ist wahrscheinlich sehr viel von dem «Tanksumpf» (das sind Schmutzpartikel und Ablagerungen vom Boden des Tanks, die normalerweise nie angesaugt werden…) erst in die Benzinleitung und dann in die Benzinpumpe gelangt, wo sie für Verstopfungsprobleme sorgten. Ich würde den Wagen zunächst mal voll tanken, dann erst die Vor- und dann die Rücklaufleitung mit Pressluft durchblasen und zwischen die Benzinpumpe und den Vergaser einen Benzinfilter setzen. Wenn der Deckel der Benzinpumpe noch demontierbar ist, würde ich ihn abschrauben und den Pumpenfilter kontrollieren und gegebenenfalls säubern. Schließlich hilft ein Blick in die Schwimmerkammer des Vergasers: Vielleicht ist da so viel von dem Tankschmodder gelandet, dass die Düsen völlig zu sind. Ernstere Probleme sehe ich im Augenblick nicht (falls alle Fakten in der Beschreibung gestanden haben…).

Frage von Frank Becker:

Ich fahre einen Opel Corsa, Dreizylinder-Ecotec, Baujahr 2000. Seit einiger Zeit muss ich laufend Kühlwasser nachkippen. Der Motor ist aber dicht. Aber die Zylinderkopfdichtung ist wohl hin. In den letzten Tagen habe ich wieder Wasser nachgefüllt. Ich fahre um die Ecke, dann kann ein komisches Geräusch und der wagen ging aus. Nun springt er nicht mehr an. Was könnte defekt sein? Kurbelwellensensor oder vielleicht der Nockenwellensensor?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwer zu sagen, so aus der Ferne … Offenbar läuft das Kühlwasser nicht aus dem Kühler auf die Straße, sondern wird vom Motor zu Wasserdampf verwandelt. Das bedeutet, dass die Zylinderkopfdichtung Kühlwasser in die Zylinder dringen lässt. Wenn das «Leck» so groß wird, dass viel Wasser in den Zylinder sickert, kann es zum gefürchteten «Wasserschlag» kommen: Der aufwärts strebende Kolben auf seinem Kompressionshub müsste dann dieses Wasser «verdichten», was physikalisch fast unmöglich ist. Der Kolben und mit ihm der gesamte Motor wird vielmehr ruckartig abgebremst und dabei in der Regel völlig zerstört. Eine schlechte Prognose für den Corsa, tut mir leid!

Frage von Ronnie Fürst:

Ich habe ein Mercedes Benz C 200 CDI Automatik, Baujahr 2005. Obwohl HU und AU gerade erst gemacht wurden, stelle ich beim Bremsen und beim Runtergehen von der Bremse so ein komisches Geräusch fest. Ein Freund sagte mir, dass das vielleicht am ABS liegt. Da das Auto jedoch frisch vom TÜV kommt, kann ich mir das nicht vorstellen. Was kann ich in diesem Fall am besten machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht sind die Führungen der Bremssättel ausgeschlagen und lassen die Bremssättel klappern. Das ist bei einem drei Jahre alten Auto ungewöhnlich, aber nicht auszuschließen. Generell könnte das Geräusch durch Lagerluft verursacht werden, die sich durch die Lastwechsel beim und nach dem Bremsen durch Geräusche bemerkbar macht. Das hieße aber, dass die Bremsvorgänge recht ruckartig statt finden. Am besten fahren Sie mit dem Auto mal zu einem Fachmann, der sich das ganze mal während der Fahrt an hört. Mit den Bremsen spaßt man nicht, jede Unregelmäßigkeit muss sofort analysiert und eventuell repariert werden….

Frage von Klaus Burghardt:

Bei meinem VW Passat, Baujahr 1996, springt das ABS ohne Grund an. Vor allem morgens, wenn es kalt oder nass ist. Dann springt das ABS auf den letzten Metern vor der Ampel ohne Grund an. Nach drei bis vier Bremsungen ist dann alles wieder normal. Allerdings funktioniert das ABS nicht wenn es wirklich gebraucht wird. Dann blockieren die Räder. Können sie mir helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie mal den Fehlerspeicher des ABS-Steuergerätes auslesen. Wahrscheinlich steht dann auf dem Display ein Hinweis auf einen fehlerhaften Raddrehzahl-Sensor. Ober der verdreckt, korrodiert oder defekt ist, wird dann die Prüfung unter dem Auto ergeben. Das Steuergerät würde ich zunächst mal nicht ersetzen lassen (was ja immer als erstes angeboten wird…), weil viel zu teuer. Sollte es schließlich doch zu diesem GAU kommen, erst mal nach gebrauchten Steuergeräten vom seriösen Alt-Teile-Handel suchen ...

Frage von Stefan Querüber:

Ich fahre einen Mercedes-Benz 230 TE (W124), Baujahr 1988. Sämtliche Kontrolllämpchen im Armaturenbrett gehen, wenn ich die Zündung einschalte, nur zeitweise an. Einzig die ABS- Kontrolllampe, die extra angesteuert wird, geht immer an. Wenn alle Lampen leuchten und ich die Kupplung trete oder aber das Auto minimalen Bewegungen aussetze, gehen alle Lampen aus oder flackern. Ich habe bereits alle zugänglichen Kontakte nachgelötet, aber leider ohne Erfolg in der Sache. Ich tippe auf einen Massefehler. Haben sie eine Idee, welche Steckverbindung, welches Kabel für diese Fehlfunktion verantwortlich sein könnte? Anscheinend haben die Lampen, wenn der Motor läuft, regelmäßig Kontakt, da die Tankleuchte, wenn der Tankinhalt sich dem Ende neigt, funktioniert … diese wird meines Erachtens nach mit den anderen Lämpchen angesteuert. Ich würde gerne mit ihrer Hilfe das Problem lösen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stefan, die ganze Kontrollen-Light-Show ist eigentlich eher eine Prüfeinrichtung für die Lämpchen im Kombiinstrument. Schaltet man die Zündung bei stehendem Motor ein, liegt an den Kontrolllämpchen eine Prüfspannung von +12V an. Der Stromrückfluss geschieht über Entkopplungsdioden zum «D+»-Anschluss der Lichtmaschine, welche in diesem Moment eine Spannung von rund +3V hat. Wird der Motor gestartet, steigt das Potential an «D+» auf etwas über 14V und damit auf Höhere Werte als am Eingang der Lämpchen. Man könnte auch sagen, die Lämpchen verlöschen (und nur dann -im Normalfall!-), sobald die Limaspannung über der Batteriespannung liegt. Funktioniert die Lämpchen-Prüfeinrichtung vor dem Start nicht oder nur manchmal, ist entweder das Verbindungskabel vom Kombiinstrument zum «D+»-Anschluss der Lichtmaschine unterbrochen / Wackelkontakt, der «D+»-Anschluss der Lichtmaschine führt einen falschen Spannungspegel (Regler OK?), oder die Lämpchen im Kombiinstrument erhalten keine Spannung von Sicherung Nr. 5.

Frage von Jörg:

Letztens war ich auf der Autobahn unterwegs und fuhr durch eine Baustelle. Vor mir fuhr ein Mercedes E-Klasse-Modell, 2006er Baujahr. Nach der Baustelle beschleunigten natürlich alle Fahrzeuge. Plötzlich löste sich, etwa 500 Meter hinter der Baustelle, aus dem Auspuff des Mercedes ein dicker Rußpfropf und wurde auf die Fahrbahn geschleudert. Es war, wie wenn der normale Ruß eines ungefilterten Diesels von mehreren Tausend Kilometern auf einen Schlag herausgekommen wäre. Auf der Fahrbahn entstand ein dicker Fleck und es gab eine schwarze Nebelwand, so dass man kurz kaum etwas sehen konnte. Der Wagen fuhr danach aber ganz normal weiter und rußte auch nicht mehr.

Ist da jemandem der geschlossene Filter «durchgebrochen»? Oder kann es sich um ein offenes Filtersystem gehandelt haben, das seine Rußladung - statt sie abzubrennen - kurzerhand «rausgerotzt» hat? Das ist doch nicht der Sinn und Zweck eines Rußfilters - erst sammeln und dann alles auf einmal raus? Bei näherem Hinsehen habe ich solche schwarzen Flecken jetzt häufiger bemerkt.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Du hast es so gewollt, Jörg! Wir geraten jetzt ins philosophieren (und die Kommentare werden politisieren!) Aber, sei es drum! Also: Bei einem geschlossenen Partikelfiltersystem wird der Ruß nicht gesammelt und dann als Block in die Gegend gepustet (wozu dann der Filter?), sondern (durch die Motorelektronik gesteuert) durch ein Additiv bzw. durch speziell eingespritzten Kraftstoff (zur Temperaturerhöhung im Filter) zu CO2 verbrannt. Neben dem klimaschädlichen Gas entstehen dabei dann noch Aschen, die im Filter verbleiben und diesen letztlich unbrauchbar machen.

Soweit die Theorie, viele Fahrer von Filter-Autos (nicht nur!) aus dem VW-Konzern können da sehr kurzweilige Geschichten erzählen ...
Offene Systemen werden im Gegensatz zu den meist serienmäßig eingebauten geschlossenen Systemen nicht sensorisch überwacht und auch nicht durch die Motorsteuerung regeneriert. Aus diesem Grund muss der Abgasgegendruck konstruktiv begrenzt werden, da ein «voller Filter» durch zu hohen Gegendruck die Motoreigenschaften verschlechtern würde (bis hin zum Absterben). Der Abgasstrom kann also immer (auch bei vollem Filter) durch den Filter strömen. Dieser «Bypass» arbeitet dynamisch, um bei steigender Filterbeladung zunehmend den Abgasdurchfluss aufrecht zu erhalten. Das führt bei steigender Beladung und Abgasgegendruck zunehmend zum «Ausblasen» von Ruß. Dabei muss die Partikelzahl nicht zwangsläufig ansteigen, weil es sich hier in der Regel um «dicke Brocken» handelt, die nicht als Feinstaub definiert sind.

Du siehst als, lieber Jörg, Dieselruß lässt sich in guten und bösen Ruß einteilen, je nach Korngröße. Und Partikelfilter werden auch nach guten und besseren unterschieden, auch nach Korngröße. Allerdings diesmal genau anders herum … Es grüßt DER AUTOPAPST

Frage von Thomas Colditz:

Ich habe sehr günstig einen alten VW Golf III erstanden. Einziges Problem: Wenn Motor und Getriebe warm gefahren sind, lässt sich der zweite Gang nicht einlegen und man muss vom ersten Gang in den drittenGang schalten. Dieses Problem tritt öfter auf, aber nicht ständig. Könnten Sie mir einen Tipp geben, woran das liegen könnte???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ich jetzt wüsste, was für ein Motor in Deinem Golf steckt, könnte ich auch mehr über das Getriebe sagen … Ich würde zunächst mal einen Wechsel des Getriebeöls durchführen und dann das Schaltgestänge auf ausgeschlagene Gelenke und verschlissene Buchsen hin überprüfen. In aller Regel sind die Probleme nämlich der Schaltung und nicht dem Getriebe anzulasten …

Frage von Claudia Heidemüller:

Ich fahre einen Renault 19, Baujahr 1993. Ich habe, wenn der Wagen kalt ist, das Problem, das er nur auf drei Pötten fährt. Wenn er warm ist, fährt er einwandfrei. Allerdings erscheint immer öfter ein Ausrufezeichen (laut Handbuch verweist es auf die Elektrik) in der Anzeige.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Claudia, ich würde zunächst einmal den Fehlerspeicher auslesen lassen (den müsste Dein Modell schon haben…). Aus eigenen Erfahrungen könnte das auch fehlende Kompression auf einem Zylinder sein, die sich erst mit zunehmender Erwärmung des Motors wieder einstellt. Das wäre dann leider das Todesurteil für Dein Auto (weil ein besser erhaltener R19 billiger ist als die Reparatur…)

Frage von Nicole Klimmek:

Bei meinem Peugeot 206 CC wurde vorgestern die Beifahrertür aufgebohrt und der Fahrerairbag geklaut (wie bei zwei weiteren Peugeots in der Straße auch). Als der Wagen nun von der Vertragswerkstatt der Versicherung abgeholt wurde, röhrte er und sprotzte er nur so, «was das Zeug hielt». Ist der Motor oder die Batterie durch den «Ausbau» (sprich: Klau) des Airbags in Mitleidenschaft gezogen worden? Läuft er deshalb nicht mehr «rund»? Hängen Motor und Airbag so dicht beisammen, dass ersterer jetzt so komisch klingt? Das Auto wird ja jetzt fachgerecht instant gesetzt, aber mir ist halt Angst und Bange bei den Start- und Fahrgeräuschen geworden.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nicole, beim Diebstahl des Airbags haben die Diebe ja sicher auch elektrische Verbindungen getrennt, um sich den Airbag nicht selbst ins Gesicht zu «poppen». Ich könnte mir in diesem Zusammenhang entweder eine Beschädigung des Steuergerätes für die Motorsteuerung vorstellen, oder eine nicht fachgerechte Reparatur (z.B. Fehlerspeicher nicht zurück gesetzt...). Wenn sich die «Spotzerei» nicht von allein gibt, muss das Auto wieder in die Werkstatt. die den Schaden behoben hat und dort zu Ende repariert werden. Sollte es Diagnoseprobleme geben («...ich kann nichts feststellen, junge Frau...»), lohnt ein Besuch bei einem Sachverständigen von TÜV, DEKRA oder GTÜ, der sicher gerne etwas schriftliches für die Herren im blauen Kittel anfertigen werden. Die entstehenden Kosten gehören dann mit zum Versicherungsfall.... Ich hoffe, Du kriegst das Problem ohne viel Bürokratie und Nerverei über die Bühne! Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Anke Rachner:

Hallo Herr Kessler. Vor 2,5 Jahren hatten Sie uns empfohlen einen Fiat Doblo zu kaufen. Diesen Rat haben wir befolgt und sind damit auch zufrieden. Aber unsere Familie erhält Zuwachs und somit reichen die Sitzplätze nicht mehr aus. Außerdem brauchen wir mehr Kofferraum, denn immer mit Anhänger zu fahren, ist nicht so schön. Wir brachen also ein größeres Fahrzeug mit 9 Sitzplätzen. Der Mercedes Vito vielleicht oder ein VW-Bus? Oder welches Vehikel (Neuwagen) würden Sie empfehlen??? Vielen Dank!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Anke, bei 9-Sitzern bleibt aus langjähriger Erfahrung eigentlich nur ein Auto zur Empfehlung übrig: Der VW-Bus! Leider ist dieses Auto mit weitem Abstand das teuerste Modell im Segment, aber gutes hatte schon immer seinen Preis. Man kann mit Luxusextras fast in 6-stellige Preisbereiche vordringen, man kann aber auch mit streng nach praktischen Gesichtspunkten ausgestatten Autos preiswert (im Wortsinne...) seine Transportaufgaben in den Griff kriegen. Nicht umsonst fahren so viele Unternehmen den Bus von Volkswagen, und die müssen auch hart rechnen.

Schwierig ist im Augenblick die Motorenfrage zu beantworten. Ich würde einen Diesel ohne (!!) Partikelfilter empfehlen, weil die serienmäßig verbauten geschlossenen Systeme immer wieder verstopfen. Ein neues Auto mit Dieselmotor hat auch ohne Filter die Abgasnorm Euro 4 und bekommt damit die grüne Feinstaubplakette. Wenn sich der Feinstaub-Hype weiter beschleunigt, können Sie ja immer noch einen Partikelfilter nachrüsten lassen. Das ist dann ein offenes System und macht im Fahrbetrieb weniger Ärger. Steuerlich und aus Behördensicht ist ein offenes System mit einem geschlossenen Rußpartikelfilter gleichwertig.

Wenn Sie jetzt nach einem Auto suchen, werden Sie vielleicht Glück haben und einen preiswerten «jungen Gebrauchten» finden, den VW zur Statistikschönung aud sich oder einen Händler zugelassen hat. Das macht auch bei Autos mit 0 km gerne mal 20 Prozent Preisnachlass aus (bezogen auf den Listenpreis!). Andererseits gehen VW-Busse eigentlich immer.... Und das hält die Preise hoch!

Frage von Cinny Minni:

Ich habe Probleme mit meinem Renault Twingo, Baujahr 1993. Der Wagen hat oft Startprobleme. Und ist er dann mal an, ruckelt er beim Anfahren und geht wieder aus. Ich habe neue Zündkerzen, die Verteilerkappe ist gereinigt. Kann es möglicherweise auch an meinem Radio (mit kleiner Endstufe) liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Radio dürfte es nicht sein, sonst würde der Anlasser keinen Ton von sich geben. Ich würde die Verteilerkappe, den Verteilerfinger und die Zündkabel auch noch erneuern. Dann ist die 3-K-Lösung komplett und man wird sehen. Wenn das alles nichts bringt, kommt in der nächsten Stufe der Thermofühler (man kann auch damit anfangen, der ist nicht so teuer) für die Motortemperatur. Das ist eigentlich immer eine sichere Bank bei solchen Problemchen …

Frage von Silke Huber:

Hallo, wir fahren einen Hyundai Getz1.3l, Baujahr 2004, EU-Fahrzeug, Benziner, 63 kW. Bis unser Auto bei einer bekannten Werkstatt-Kette beim Kundendienst war, lief es reibungslos ohne Fehler. Beim Kundendienst wurde unter anderem die Bremsflüssigkeit sowie die Bremsbeläge (vorne) erneuert. Ein paar Tage nach dem Kundendienst hing das vordere linke Rad fest (das Auto stank fürchterlich). Diagnose der Werkstatt: Bremssattel defekt. Es wurde etwas geschmiert, Sattel bestellt und wir durften weiterfahren. Das Rad hing dann wieder fest und wir ließen das Auto in der Garage. Als der Sattel dann da war, hing auf der Fahrt zur Werkstatt das vordere rechte Rad fest. Diagnose doch nicht Bremssattel kaputt sondern Bremsschläuche. Eine Stunde später die Diagnose: der ABS-Block. Wir nahmen unser Fahrzeug und fuhren ohne jegliche Bremskraft zu einer Hyundai Vertragswerkstatt. Hier wurde nun festgestellt, daß das ABS Hyraulik Steuergerät defekt ist. Kostenunkt rund 1200 €. Die Garantie ist im Dezember 07 abgelaufen. Die ehemalige Werkstatt leugnet etwaiige Fehler beim Kundendienst Laut Hyundai-Werkstatt könnte jedoch der Kundendienst eventuell schon etwas damit zu tun haben. Können Sie mir einen Rat geben? Laut Gutachter ist so etwas ziemlich schwer anhand des defekten Teils nachzuweisen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vertrackte Situation, liebe Silke! Ich glaube auch an einen Werkstattfehler, der sich aber nicht mehr nachweisen lässt. Um das teure Neuteil wirst Du kaum herum kommen, weil es vom Getz nur wenig Unfallfahrzeuge gibt, die geschlachtet wurden. Es gibt eine vage Chance auf ein Gebrauchtteil, wenn Du mit Hilfe einer Hyundai-Werkstatt recherchiert bekommst, ob die ABS-Einheit beim Getz z.B. baugleich mit der des Accent ist. Dieser frühe Hyundai ist häufig geschlachtet worden und entsprechende Gebrauchtteile kosten dann im seriösen Teilehandel nur 100 bis 200 Euro. Das funktioniert natürlich nur, wenn Ihr das Auto nicht sofort wieder braucht …

Frage von Klaus Angermann

Sehr geehrter Herr Kessler! Bei meinem Misubishi Space Runner, Baujahr 1992, Automatikgetriebe, Laufleistung 150.000 km, schaltet das Getriebe nicht mehr richtig. Das Fahrzeug fährt in Fahrstufe «D» normal an und schaltet aus dem 1. in den 2. und in den 3. Gang. Beim Erreichen einer Geschwindigkeit von ca. 50 km/h schaltet sich der Leerlauf ein. Die Werkstatt hat auf Grund der Kilometerleistung einen Verschleiß der Kupplung als Ursache vermutet. Es folgte eine Instandsetzung der Baugruppe A im Juli 2007. Es wurden neue Kupplungsscheiben eingebaut. Das Problem war beseitigt, aber nur für eine kurze Zeit. Dann trat es wieder sporadisch auf. Im Dezember fuhr ich wieder mal auf die Autobahn. Beim zügigen Beschleunigen in der Beschleunigungsspur schaltete das Getriebe in einen niedrigeren Gang und nach erreichen einer Geschwindigkeit von ca. 100 km/h schaltete das Getriebe wieder hoch. Im fast gleichen Moment war der Leerlauf drin. Durch Drücken eines Knopfes am Schalthebel, genannt Over Drive, welcher den Leerlauf des Getriebes sperrt konnte die Fahrt fortgesetzt werden. Bei gedrücktem Knopf ist das Getriebe aber auch für den 4. Gang gesperrt, so dass ich bis zur nächsten Ausfahrt, ca. 12 km im 3. Gang mit 100 km/h gefahren bin. Kurz vor der Ausfahrt habe ich die Sperre aufgehoben, das Getriebe schaltete in den 4. Gang und das Auto fuhr die weitere Strecke von 150 km ohne Probleme, egal ob Autobahn, Landstraße oder im Ort. Aber ab diesem Zeitpunkt tritt bei jeder Fahrt der oben geschilderte Sachverhalt, also schalten in den Leerlauf bei 50 km/h, ein. Eine Nachfrage in der Werkstatt brachte kein Ergebnis, außer den Hinweis auf das im Juli 2007 geführte Gespräch, dass der Austausch der Kupplungsteile das Problem nicht beheben muss. Die Empfehlung der Werkstatt: Einbau eines neuen (regenerierten) Getriebes.

Sehr geehrter Herr Kessler, haben Sie einen Rat für mich oder können Sie die Aussage der Werkstatt bestätigen. Besteht bei diesem Fahrzeug die Möglichkeit, dass der Fehler in der Elektronik zu suchen ist? Oder gibt es noch andere Ursachen. Ich bin mit dem Fahrzeug sehr zufrieden und möchte für die nächste zwei oder drei Jahre noch nicht von dem Fahrzeug trennen. Freundliche Grüße aus Dresden Klaus Angermann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Angermann, die klassischen Automatikgetriebe sind generell auf eine Lauleistung von etwa 100.000 Meilen ausgelegt (das ist ein Richtwert, der sich am US-Markt orientiert, für den die japanischen Autobauer in erster Linie fertigen). 100.000 Meilen entsprechen etwa 160.000 km, die Sie mit Ihrem Space Runner fast erreicht haben. Diesen Erfahrungswert im Hinterkopf würde ich der Werkstatt beipflichten und ein generell verschlissenes Automatikgetriebe vermuten (das zwar teilweise noch funktioniert, aber an anderen Teilen schon Störungen zeigt). Bei einem neueren Auto würde ich zu einer Überholung des Getriebes raten, die in einer spezialisierten Werkstatt etwa 1800 Euro kostet. Ein Austauschgetriebe von Mitsubishi kostet wahrscheinlich 50 Prozent mehr, womit der Zeitwert des Space Runner bei weitem überschritten wäre. Unter wirtschaftlichen Aspekten ist der Getriebeschaden ein Totalschaden, weil die Reparaturkosten den Zeitwert übersteigen. Ich an Ihrer Stelle würde mich von dem Auto trennen...

Frage von H. Maltz:

Mein Toyota Carina, Bauj.1989, schlägt vorn links bei Schlaglöchern durch. Habe die Stossdämpfer gewechselt trotzdem keine Änderung, können die Federn müde sein? Der Wagen wird nur von zwei Personen benutzt. Für diesen Wagen bekomme ich keine Feinstaubplakette, trotz geregeltem Katalysator G-Kat 51 und Schadstoffarm E. Was kann ich machen? Mit freundlichem Gruß H. Maltz

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Maltz, Entweder ist die Stelle, bei der Sie nach der Plakette für die Umweltzone gefragt haben, schlecht informiert, oder Ihre Carina gehört zu den sehr seltenen Autos mit einem G-Kat und der Schadstoffklasse Euro 1, die die Schlüsselnummer 03 haben. Dann ist der G-Kat vielleicht nachgerüstet worden oder der Wagen wurde seinerzeit mit einer Einzelzulassung erstmals in Verkehr gebracht, wer weiß?
Generell gilt seit dem 8.12.07 der Grundsatz, dass alle Autos mit Benzin-Motor und G-KAT bzw. US-KAT mit den Schlüsselnummern 01, 02, 77 und natürlich 14, 25, 30 etc. die grüne Plakette bekommen. Wesentlich für die Erteilung der Feinstaubplakette ist übrigens nur (!!) die Schlüsselnummer, nicht die Höhe der Kfz-Steuer oder das physische Vorhandensein eines geregelten Katalysators.

Die Poltergeräusche aus dem Bereich der Vorderachse würde ich den Stabilisatoraufhängungen anlasten. Das sind Gummilager, die im Laufe der Jahre verschleißen. Nach der Erneuerung dieser Lager dürfte wieder Ruhe herrschen.

Ich hoffe, ich konnte Ihre Fragen beantworten. Herzliche Grüße vom
AUTOPAPST

Frage von Friedrich:

Werter Herr Kessler, in einer der letzten Sendungen sagten Sie, eine wartungsfreie Autobatterie gäbe es nicht. Ich habe eine Batterie «Bosch Silver» 4C 44 Ah 360 A (EH) und ewig langer DIN. Ein angebrachtes Schild besagt nun, diese Batterie sei «absolut Wartungsfrei». Was soll ich davon halten? Vielen Dank im Voraus Friedrich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Friedrich, wenn ich das wirklich gesagt habe, meinte ich sicher die Tatsache, dass alle Batterien der Wartung bedürfen. Bei manchen kann man aber keine Wartung durchführen (das sind die «wartungsfreien»). Die könnten eigentlich viel länger halten, wenn sie denn wartbar wären. Aber dann würden Sie ja nicht regelmäßig eine neue Batterie kaufen (und kein Alt-Blei der Verwertung zuführen...). Ich hoffe, Sie verstehen, was ich meine! Herzliche Grüße Andreas Kessler

Frage von Nadja Henkelmann:

Sehr verehrter Autopapst, eigentlich traue ich mich kaum zu fragen! Ich habe aber keine Ahnung von Autos und wahrscheinlich eine total einfache und lächerliche Frage. Ich fahre eine A-Klasse, mein erstes eigenes Auto, ca. 8/9 Jahre alt, hab ich aber nicht genau kontrolliert. Das Problem liegt darin, dass ich beim Fahren der ersten Kilometer ein intensives schleifendes Geräusch beim Bremsen höre, welches dann immer stiller wird um so länger ich fahre. Muss ich das dringend von einer Werkstatt kontrollieren lassen. Gefährde ich mich selber und andere, wenn ich weiterfahre oder ist das normal in der kalten Jahreszeit. Mir wurde schon geraten, dass ich die Handbremse nicht mehr anziehen soll. Meist lass ich den Wagen in der Woche stehen und fahr nur am Wochenenden einkaufen und zum Sport. Früher hab ich so etwas nie beim Fahren wahrgenommen. Zwei Möglichkeiten: Entweder es war nicht vorhanden oder mein Radio war einfach zu laut aufgedreht …Ich hoffe, Sie können mir helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Nadja,

das hört sich sehr nach einem Schönheitsfehler an! Ich vermute, dass Du nur sehr wenig Auto fährst und das Auto recht oft ein paar Tage steht. In dieser Zeit (und gerade in der feuchten Jahreszeit...) beginnen die Bremsscheiben leicht zu korrodieren (rosten..) und dieser Rost wird dann bei den ersten Bremsungen von den Bremsklötzern wieder abgeschmirgelt. Generell kein Problem, leider kann das Geräusch aber auch mit völlig abgenutzten Bremsbelägen verwechselt werden. Ich würde also bei Gelegenheit mal die Bremsbelagstärke an der Vorderachse kontrollieren lassen (hinten dann auch gleich, wenn der Wagen schon mal auf der Bühne ist...). Dazu empfehle ich nicht die Mercedes-Werkstätten (für die dort geltenden Stundensätze ist das Auto schon zu alt) und auch nicht die ganzen anderen Auto-Aldis, sondern eine gut beleumundete freie Werkstatt. Bremsenreparaturen sind kein Hexenwerk! Und noch eins: Es gibt bekanntlich keine dummen Fragen….!

Es grüßt DER AUTOPAPST

Frage von Christian Jens:

Ich habe ein Problem mit meine Ford Mondeo, Baujahr 2001, mit 110 PS. Jedes Mal nach dem Neustart habe ich ein Schleif-/Ruckel-/Brummgeräusch beim Anfahren aus dem Motorraum. Fehler tritt nur beim ersten Anfahren auf. Es fühlt sich so an als ob man gegen eine Last anfährt. Der Fehler ist aber nur ganz kurz und danach läuft der Motor super. Kann es sein das sich nach dem Losfahren etwas zuschaltet (Servo, etc)?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich sehr nach einem nicht ausspurenden Anlasser an. Das Geräusch, das Sie hören, ist der Anlasserfreilauf (der Anlasser wird während der ersten Motorumdrehungen vom Schwungrad mitgenommen, bis er endlich „ausspurt“). Wahrscheinlich heißt das das: Neuer Anlasser!

Frage von Ferdi:

Mein Renault Twingo Automatik, Baujahr 1997, fährt nicht mehr. Der Wagen springt an, die Gänge lassen sich auch einlegen, aber er will einfach nicht mehr fahren. Dich hatte das vor einem Monat schon einmal. Bei kaltem Wetter fuhr der Twingo nicht mehr rückwärts, aber vorwärts. Nach gut 30 Sekunden lief er wieder normal. Jetzt, bei kalten Wetter, geht gar nichts mehr. Was kann das sein? Ein Getriebeschaden? Das Getriebe wird gerade in der Werkstatt zerlegt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn ein Automatik-Auto plötzlich bei niedrigen Außentemperaturen nicht mehr so recht will, würde ich als erstes den Ölstand im Automatikgetriebe prüfen. Die Automatik hat einen eigenen Ölpeilstab, der bei laufendem Motor und in Wählhebelstellung „N“ oder „P“ gezogen werden muss. Oft reicht schon eine Ergänzung des ATF aus, um das Auto wieder wie gewohnt nutzen zu können. Das Öl wird übrigens durch die Peilstaböffnung ergänzt. Wenn der Ölstand in der Automatik stimmt, würde ich zu einem Wechsel des ATF raten. Die Autohersteller schreiben oft keinen Wechsel des ATF mehr vor, ich empfehle alle 80.000 km einen ATF-Wechsel. Das war es oft schon! Reparaturen an Automatikgetrieben würde ich nie in der Vertragswerkstatt durchführen lassen (Ausnahme: Das Auto ist noch in der Gewährleistung / Garantie), weil hier fast ausschließlich neue Aggregate verkauft werden. Besser sind die auf Automatikgetriebe spezialisierten freien Werkstätten, die es in allen großen Städten mit vielen Taxis gibt.

H. Reichardt fragt:

Ich habe mir im Juli 07 einen neuen Chevrolet Epica 2,5 LT mit Tiptronic gekauft. Das Auto ist ein EU-Import. Das Fahrzeug wurde direkt vom Händler aus Autogas umgebaut. Nun habe ich ca. 10.000 km auf dem Tacho und der Verbrauch liegt bei Superbenzin bei etwa zwölf Litern und mit Autogas (LPG) bei ca. 13,5 Litern. Laut Hersteller und ADAC-Test soll der Verbrauch bei ca. 8,5 Litern im Benzinverbrauch liegen (Autogas + 10%). Trotz Streichelgasfuß ist der Verbrauch nicht zu senken. Chevrolet-Deutschland zickt wegen der Garantie, da das Fahrzeug als Reimport aus Dänemark kam. Eine ausgiebige Fehlerdiagnose soll ich hier beim ortansässigen Opel- und Chevrolethändler selbst bezahlen. Wie kann ich mich dagegen wehren? Es gilt doch die Garantie EU-weit! Ferner, was könnte die Ursache für den hohen Verbrauch sein. Die Gasanlage ist die, die Chevrolet auch über seine Händler anbietet und der Einbau erfolgte durch einen solchen Betrieb.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Reichardt, der Verbrauch Ihres Epica ist wahrscheinlich völlig in Ordnung (sowohl im Benzin- als auch Gasbetrieb!). Die Herstellerangaben basieren auf den vorgeschriebenen Messverfahren (RL 80/1268/EWG in der gegenwärtig geltenden Fassung). Die Angaben beziehen sich nicht auf ein einzelnes Fahrzeug, sondern dienen allein Vergleichszwecken zwischen den verschiedenen Fahrzeugtypen. In der Praxis, wenn also nicht so gefahren wird wie im genormten Fahrzyklus, entstehen teilweise völlig andere Verbräuche. Die von Ihnen genannten Werte decken sich mit meinen eigenen Erfahrungen mit dem Epica. Ich sehe also keinen Garantieschaden, der zu reparieren wäre. Eine andere Sache ist der grundsätzliche Gewährleistungsanspruch nach dem Kauf, der EU-weit gilt. Wenn Sie für Ihr Fahrzeug ein Wartungsscheckheft haben, das vom ausliefernden Chevrolethändler in einem EU-Mitgliedsland abgestempelt ist und wenn Sie weiter alle bislang fälligen Wartungsarbeiten und Reparaturen nur bei Chevrolet-Vertragspartnern durchführen ließen, haben Sie selbstverständlich ein Recht auf die gesetzliche Gewährleistung. Das ließe sich zur Not auch gerichtlich durch setzen, hierzu würde ich aber einen Anwalt mit der Wahrnehmung meiner Interessen beauftragen. Da bislang allerdings noch kein Gewährleistungsfall eingetreten ist (das Verbrauchsproblem ist eigentlich gar keins…), wird also auch keine Werkstatt auf Gewährleistungsbasis für Sie tätig werden. So ist das, leider …

Frage von Thorsten Krienke:

Ich habe einen Alfa Spider,Typ 11, 5,2 l, Baujahr 1984. Beim Rückwärtsfahren springt ständig der Gang raus, und das mit einen sehr lauten Geräusch (Schlag). Was kann ich dagegen tun außer den Schalthebel festzuhalten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nichts! Das ist ein Lagerschaden im Getriebe, den nur eine Überholung der Schaltbox beseitigt. Du kannst also entweder ein gebrauchtes Getriebe suchen, das dann überholen lassen und anschließend gegen Dein Getriebe austauschen. Oder Du baust Dein Getriebe aus (legst das Auto damit aber still!) und lässt es überholen. Im Augenblick haben die Spezialisten noch Zeit, in drei Monaten ist wieder die Hölle los und kein Termin frei …

Frage von Martin Drewniok:

Ich fahre einen Opel Vectra 1,8i, Baujahr 1993. Seit einem Monat geht das Auto bei Fahrten, die länger sind als zehn Kilometer, aus. Ohne Ankündigung wird der Gasimpuls nicht mehr übertragen, der Motor ruckelt, würgt und stirbt ab. Danach gehen alle Leuchten an. Nach einer kurzen Wartezeit und nach mehrmaligen Versuchen geht er dann wieder an. Je wärmer der Wagen desto höher die Wiederholungsquote.
Das Pumpenrelais wurde getauscht. Die Werkstatt ist ein wenig ratlos.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist entweder das Steuergerät oder der Zündanlassschalter. Besorge Dir am besten ein gebrauchtes Steuerteil (gibt’s für ein paar Euro bei Ebay) und versuche Dein Glück. Wenn es das nicht bringt, muss ein neuer Zündanlassschalter in den Zündschlossblock gebaut werden. Auch hier kann man vorab mit dem neuen Schalter, der dann nur provisorisch auf den Kabelbaum am Zündschloss gesteckt wird, testen. Vergiss dann aber nicht, das Lenkschloss zu entriegeln …

Frage von Nikolaus G.:

Ich habe einen Audi 80 mit 66 kW, Baujahr 1988 mit 220.000 km. In der letzten Zeit läuft die Benzinpumpe so laut, wie eine Turbine. Soll ich sie erneuern?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ja. Ich würde mir jedenfalls eine neue kaufen und im Auto mitführen. Sollte die alte Pumpe vor dem Eintritt des Frühlings «fratze» machen, hast Du immerhin schon mal das richtige Ersatzteil für die Reparatur und musst «nur» die Arbeitszeit in der Werkstatt bezahlen. Oder Du holst Dir kalte Finger und wechselst sofort …

Frage von Werner:

Hallo, bei meinen VW Golf TDI mit 81 kW, Baujahr 2000, geht während der Fahrt der Motor aus. Nach einer zehnminütigen Pause spingt er wieder normal an. Woran kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das könnte am Zündschalter hinter dem Lenkschloss liegen. Das war und ist bei diversen VW-Baureihen immer mal wieder defekt …

Frage von Peter Kabut:

Ich fahre einen 1998er VW Passat 1.6 mit Motorkennbuchstabe AHL und Getriebe DCN. Jetzt gibt es aus dem Getriebe Vibrationsgeräusche, wenn ich die Gänge zwei bis vier eingelegt habe und bei etwa 3000 Umdrehungen vom Gas gehen. Zeitweise riecht die Kupplung. Die Vibration ist dann auch am Kupplungspedal zu Spüren. Liegt das eventuell an der Kupplung oder am Getriebe?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das liegt am Zweimassenschwungrad! Eine lästige Krankheit der Autos aus dem VW-Konzern (und leider teuer, weil für Ihre «alte Karre» keine Kulanz mehr gewährt wird ...)

Frage von Michael Heitmann:

Mein VW Golf IV 1.6 l mit 100 PS, Baujahr 1999, verbraucht zuviel. Außerdem gibt es Startprobleme bei warmem Motor.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Waren Sie schon mal am Diagnosecomputer? Wahrscheinlich regelt die Lambdasonde nicht mehr richtig. Einfacher Test: Öffnen Sie bei warmem und laufendem Motor die Öleinfüllkappe. Wenn dann die Drehzahl kurz absackt und sich gleich wieder fängt, ist die Lambdasonde o.k. Wenn die Drehzahl dabei konstant bleibt, ist die Sonde (oder etwas anderes..) wahrscheinlich defekt.

Frage von Horst Kalis:

Kann ich bei meinem Mercedes-Benz C 180 Kompressor (Benziner) den Motorölwechsel selbst machen? Montagegrube ist vorhanden! Und wie wird die Ölwechsel-Intervallmeldung zurückgestellt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Horst, warum solltest Du das nicht können? Mit dem richtigen Ölfilter und einem frei gegebenen Motoröl ist das eine Aufgabe für Azubis im ersten Halbjahr … Über umweltgerechte Entsorgung des Altöls muss ich Dir ja hoffentlich nichts erzählen. Die Ölwechsel-Intervall-Anzeige wird so zurück gestellt (bei Autos ohne Multifunktionslenkrad, Bj. ca. 1995!)
• Zündung einschalten und den unteren von 3 Knöpfen links am Kombiinstrument sofort zweimal drücken.
• Zündung ausschalten.
• Knopf erneut drücken und gedrückt halten, dabei Zündung einschalten.
Nach 10 Sekunden erscheint im Anzeigefeld das neue Intervall begleitet von einem Signalton.
• Knopf loslassen.
• Zündung ausschalten.

Thomas Opitz fragt:

Ich habe ein Problem mit meinem VW Golf II, Baujahr 1991 bzw. mit dem von mir durchgeführten Radioeinbau. Vor einem Jahr wurde mir das Autoradio geklaut und auch der autoseitige ISO-Stecker abgekniffen. Ich kaufte mir einen neuen ISO-Stecker und klemmte ihn mit einer Lüsternklemme an. Das rote Dauerstromkabel vom Auto verband ich mit dem Dauerplus vom Radio (rot) und auch mit dem gelben Anschluss vom Radio (Memorybackup) und Masse auf Masse. So muss ich zwar das Radio immer ausschalten, aber das störte mich nicht und das Radio funktionierte einwandfrei. Seit etwa zehn Wochen ist die Autobatterie ständig leer. Diese wurde vor sechs Wochen ausgetauscht (keine Markenware von Tip-Autoteile), daran lag es nicht. Nun war ich mit dem Wagen in der Werkstatt. Dort stellte man fest, dass das Radio der «stille Verbraucher» ist. Nun frage ich mich, was ist die Ursache, da das Radio ja fast acht Monate ohne Beanstandung funktionierte. Woran kann es liegen? Hat das Radio einen Defekt oder ist meine Verdrahtung nicht richtig?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, das Problem dürfte nicht an Deiner Verdrahtung, sondern an der des Radioherstellers liegen! Trotz ISO-Stecker gibt es seit einiger Zeit Hersteller, die die Belegung verändern. Ich hatte letztens auch so einen Fall, bei dem Dauerplus auf dem «Slave» für die Automatische Antenne lag. Das fiel erst gar nicht auf, bis ich mich fragte, warum bei ausgeschaltetem Radio eine Leuchtdiode im Radio ständig an blieb. Bei genauerem Hinhören stellte ich fest, dass das Gerät dauernd an war und dabei natürlich auch Strom verbrauchte. Du müsstest Dir also den Schaltplan des Radios etwas genauer ansehen. Vielleicht reicht es ja, das Memory-Plus mit dem Dauer-Plus zu vertauschen … Generell habe ich aber die Erfahrung gemacht, mit Car-Audio-Problemen ruhig vertrauensvoll einen Auto-Radio-Händler zu belästigen (nicht Mega-Media-Saturn-Satelit…). Die sind oft erstaunlich fit. Selbst CAN-Bus-Fragen lösen die mit guten Ideen und dem Laptop im Handumdrehen. Es grüßt DER AUTOPAPST …

Frage von Claudia Dey:

Wir haben einen Opel Astra CC (Baujahr 1996) mit 55 kW. Dieser hat inzwischen mehrere Macken. Beim Ausrollen im Leerlauf beginnt der Motor plötzlich entweder hochtourig zu drehen oder so weit abzufallen, dass er ausgeht. Man hat uns gesagt, schuld wäre ein elektronisches Bauteil, dessen Magnetschieber die Benzinzufuhr reguliert und das zeitweise klemmt. Seit einigen Tagen aber fährt sich der Wagen wie ein Traktor. Er ruckelt und es hört sich an, als ob er nur auf drei Zylindern laufen würde. Die Zündkerzen waren total verrußt und sind gewechselt worden, leider ohne Erfolg! Wir überlegen, inwieweit sich eine Reparatur noch lohnt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zwei Probleme, eine Ursache: Das Leerlaufregelventil! Lassen Sie das Ding zunächst mal reinigen (das ist preiswerter als ein Neues!) und beobachten Sie die Entwicklung. Wenn zunächst alles fast wieder gut ist, aber langsam wieder schlimmer wird, ist die Ursache klar. Das Leerlaufregelventil ist die Ursache und muss erneuert werden. Wenn das neue Ventil auch wieder zu spinnen beginnt, ist die Abgasrückführung die eigentliche Ursache: Sie verdreckt das Ventil mit Abgasbestandteilen.

Frage von Christian:

Ich habe einen Ford Scorpio II 2,9 l Cosworth, Baujahr 1995, jedoch ein Motor von 1998 drin. Der Wagen springt beim Starten zwischen 500 und 1500 Touren hin und her. Es stabilisiert sich aber beim Einlegen der Fahrstufe (Automatik). Beim Bremsen kann es jedoch dazu kommen, dass er ganz ausgeht. Sofortiges Starten ist dann leider nicht möglich. Man muss gut fünf Minuten warten bevor er wieder anspringt. Luftmengenmesser und Leerlaufdüse wurden ausgetauscht. Dann lief der Wagen gut ein Jahr wieder. Jetzt ist das Problem wieder aufgetreten. Der Luftmengenmesser (an dem es damals gelegen haben soll) wurde erneut ausgetauscht. Das hat aber nichts gebracht. Was soll ich nun machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist immer tricky, wenn Motor und Auto verschiedenen Modelljahren entstammen. Ich nehme an, die Motorsteuerung des 95er versteht sich mit dem 98er Motor nicht so ganz. Bevor eine Diagnose möglich ist, muss die gesamte Antriebselektronik völlig dem Stand des 98er Modells entsprechen. Mit Neuteilen ist das nicht zu realisieren, weil viel zu teuer. Vielleicht hilft ein Software-Update bei Ford (wenn die Steuergeräte kompatibel sind…). Ich glaube an eine Softwareinkompatibilität ... (eine schwache Diagnose, ich weiß!).

Kraft fragt:

Ich fahre einen VW Golf II 1,6 l mit 75 PS, Baujahr 1985. Nun habe ich Probleme bei der AU. D.h., der CO-Wert ist zu hoch und lässt sich nicht in den Sollbereich stellen. Da der Vergaser bewegt werden konnte und dabei auch der Motor aus ging, sagte man mir, dass der Ventilflansch defekt ist, dadurch falsche Luft gezogen wird und deshalb die Werte nicht stimmen. Ich habe anschließend den Vergaser selbst überprüft und festgestellt, dass die drei Schrauben, die den Vergaser halten, ziemlich locker waren. Nachdem ich die angezogen habe ist der Vergaser wieder fest. Kann dies schon der Fehler gewesen sein oder gibt es noch andere Möglichkeiten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann sehr wohl schon alles gewesen sein, Herr Kraft. Eine endgültige Antwort gibt ein erneuter Versuch am Abgascomputer. Sollten sich die Werte dann immer noch im «roten» Bereich bewegen, wird es haarig. Der 2E2-Vergaser ihres Autos ist gemischtechnisch bzw. was seine Wartbarkeit betrifft so ziemlich das letzte, was ich reparieren möchte …

Frage von Hans-Josef Wagner:

Ich habe einen Ford Escort. Bei mir leuchtet die ABS-Lampe dauernd. Eine Messung in der Werkstatt ergab: 12V Spannung am Regler zu niedrig. Hängt das Problem am Sicherungskasten und kann ich das eventuell selbst reparieren?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kann entweder an einer zu schwachen Batterie liegen oder an einem defekten Regler an der Lichtmaschine. Wenn die Batterie das Auto nur gerade so eben anwirft, ist die Bordspannung danach «im Keller». Das ABS braucht aber eine Mindestspannung, unter der «nichts geht». Normalerweise müsste sich das Problem bei warmem Motor und Neustart geben. Wenn die Lichtmaschine allerdings auch nur zu wenig Spannung ins Netz lässt, liegt die Ursache entweder an der Lima selbst oder am Regler (einfache Spannungsmessungen sollten das Problem einkreisen können …).

Frage von Klaus:

Ich will bei meinem Kia Joice (wie Mitsubishi Eclipse), 16 V, 2.0 l mit 139 PS die Zahnriemen wechseln. Jetzt kriegen wir die Schraube des Kurbelwellenzahnrads ab. Handelt es sich hier um ein Rechts- oder doch um ein Linksgewinde? Wie kann man effektiv die Kurbelwelle dafür festsetzen? Leider haben wir auch schon den kleinen Zahnriemen entfernt, der Motor läuft daher nicht. Haben Sie einen Tipp parat? Oder soll ich den Wagen direkt in die Werkstatt schleppen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Es gibt ein Spezialwerkzeug, mit dem man das Schwungrad blockieren kann. Die Schraube in der Kurbelwelle, welche die Riemenscheiben hält, ist immer gegenläufig zum Drehsinn der Kurbelwelle eingeschraubt (wenn die Kurbelwelle links herum dreht, ist es ein Rechtsgewinde und umgekehrt). Mit einer Reparaturanleitung müsste das lösbar sein, aber die muss man erst einmal haben ...

Frage von Michael Stammen:

Bei meinem VW Polo, 1.0 l, Baujahr 1988, dreht der Motor hoch, ohne dass es Vortrieb gibt. Habe die Kupplung bereits getauscht, das «Durchrutschen» ist geblieben. Was kann defekt sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Getriebe? Haben Sie mal geprüft, ob der gewählte Gang überhaut eingerückt ist? Es sind schon Getriebe gewechselt worden, weil das Schaltgestänge ausgehängt oder dejustiert war …

Frage von Daniel:

Hallo, ich fahre einen Seat Ibiza 1.4 l (EU-Import). Vor zwei Tagen gingen Scheibenwischanlage und Spritzwasserdüse «kaputt». Jetzt würde ich gern wissen, ob dies an einer defekten Sicherung liegen kann oder doch eher am Antrieb bei der Wischanlage?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Daniel, schon mal in den Sicherungskasten geguckt? Die Sicherungsfrage dürfte sich so am einfachsten lösen lassen…. Da nicht nur die Wischer, sondern auch die Waschanlage nicht funktioniert, bleibt neben der Sicherung sonst nur noch der Wischerschalter bzw. die Verkabelung als Ursache übrig.

Frage von Claudia Preiß:

Habe einen Proton 413 GLSI, bei dem wohl die Wegfahrsperre defekt ist. Deshalb funktioniert wohl der Anlasser beim Starten nicht. Was kann ich tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es eine nachträglich installierte Wegfahrsperre ist (wovon ich bei diesem Auto ausgehe …), müsste ein Autoelektriker die Wegfahrsperre ausbauen. Das ist leider recht aufwändig und damit teuer. Wenn die Anlage ausgebaut ist, muss die Teilkaskoversicherung darüber informiert werden.

Frage von K. Kuppler:

Hallo, ich habe Kühlwasserverlust bei meinem BMW 740, Baujahr 1998. Alles ist von einer Werkstatt geprüft und der Verlust ist nicht erklärbar. Der Kühler und das Schlauchsystem sind relativ neu, ein Jahr alt. Ein Spezialdichtmittel hat auch nichts bewirkt. Der Verlust ist beim kalten Motor besonders feststellbar, im warmen Zustand läuft es eher über durch einen überhöhten?? Druck.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hört sich nach defekten Zylinderkopfdichtungen an (der V8 hat ja zwei…). Ich würde die Werkstatt bitten, den CO-Anteil im Kühlwasser zu messen. Wenn der einen bestimmten Prozentsatz übersteigt, liege ich richtig und die Reparatur wird teuer….

Frage von Bruno Bock:

Ich fahre eine C-Klasse, Baujahr 1997 und mein hinteres linkes Fenster lässt sich nicht mehr öffnen, alle anderen sind ok. Die Scheibe klemmt auch nicht. Frage: E-Motor kaputt oder nur ein Wackelkontakt? Mit freundlichem Gruß B. Bock

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Motor ist erst ganz zum Schluss verdächtig. Ich würde mit dem Schalter anfangen (einfach mal mit dem Schalter hinten rechts vertauschen…) und dann das Kabel an der Knickstelle zwischen Tür und B-Säule auf Brüche untersuchen. Und dann bleibt ja noch die Sicherung…. Wenn das alles nichts bringt, ist der Motor fällig!

Frage von René:

Bei meinem Audi A6 2,5 TDI, 110kW, 200.000 Kilometer, habe ich die Glühkerzen gewechselt. Alle drei Glühkerzen auf der Fahrerseite waren voller Öl. Das Auto läuft sonst ganz normal und springt auch wieder gut an. Raucht ein bisschen im kaltem Zustand, aber sonst alles o.k. Was kann die Ursache sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwer zu sagen ! Denkbar ist z.B. ein beginnender Defekt der Zylinderkopfdichtung, der Motoröl in den Brennraum sickern lässt. Das erklärt auch das „Rauchen“ nach dem Start. Das merkwürdige daran ist, dass der Defekt zwar die drei Zylinder auf der Fahrerseite betrifft, aber die drei auf der anderen nicht. Allgemeiner Verschleiß scheidet also aus. Prüfen Sie mal den Kühlmittelstand und -verbrauch. Wenn da häufiger nachgefüllt werden muss, ist es die Kopfdichtung….

Frage von M. Döring:

Hallo, habe eine echt drängende Frage. Weiß nicht, ob ich noch weiterfahren sollte. Nach einer Motorwäsche zieht mein Ford Sierra nicht mehr und es kommt schwarzer Rauch aus dem Auspuff. Habe leider im Netz keinen solchen Fall gefunden, der mir Auskunft geben kann...Vielen Dank für eine Antwort...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Typischer Fall von „ersoffener“ Zündelektronik! Ein Teil der Zündanlage funktioniert nicht oder nur eingeschränkt, deshalb wird das Benzin nur schlecht verbrannt (schwarzer Rauch!). In den meisten Fällen hilft einfaches Abwarten, bis die überfluteten Teile wieder trocken sind. Flankierend kann man Steckverbindungen mit Kontaktspray wieder zur Mitarbeit überreden. Es gab aber auch schon Fälle, die nach einer Motorwäsche einen technischen Totalschaden darstellten (wenn ein neues Steuergerät fällig wurde…). Das kommt heute nur bei ganz neuen Autos vor, für die es keine Gebrauchtteile im Internet gibt.

Frage von Sylvia Funccius:

Hallo, ich habe einen Opel Corsa, Bj 2000, Kilometerstand 137.500. Er springt im warmen Zustand schlecht an, im kalten Zustand einwandfrei. Könnte es an den Zündkerzen liegen, die sind 2006 Oktober ausgetauscht worden. Ein Warnlicht leuchtet nicht auf. Danke Sylvia

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sylvia, das ist höchstwahrscheinlich nur der Motortemperaturfühler. Lassen Sie den wechseln (ruhig ohne Diagnose, die macht die Sache nur teuer!) und dann tut es der Wagen auch wieder in rotglühendem Zustand….

Frage von Viktor Ruf:

Herr Kessler, habe einen Opel Corsa 1,0, bei dem der Motor stark beim Starten und Losfahren vibriert. Kann das an den Zündkerzen liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Theoretisch ja. Ich tippe allerdings eher auf Feuchtigkeitsprobleme der ganzen Zündung und empfehle die Anwendung der 3-K-Lösung. Die beinhaltet neben neuen Kerzen auch noch neue Zündkabel und eine neue Verteilerkappe nebst Verteilerfinger. Mit diesen Neuteilen an Bord läuft der Motor auch beim Start wieder auf allen Zylindern. Wenn Sie den 3-Zylinder „Eco“-Corsa haben, gilt das Gesagte allerdings nur eingeschränkt, weil hier eine andere Zündanlage eingebaut ist.

Frage von Katja Gambrin:

Hallo, ich fahre einen Alfa 156 1.9 JTD, BJ.2003. Sporadisch nimmt der Wagen kein Gas an. Bleibt dann trotz Vollgas unter 2000 Umdrehungen, und kommt plötzlich mit vollem Schub wieder. Passiert in jeden Gang und bei jeder Geschwindigkeit. Fahrdauer spielt auch keine Rolle. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Höchstverdächtig ist der LMM (Luftmassenmesser) im Ansaugtrakt. Da dieses Bauteil zwar sehr häufig die Ursache für solche oder ähnliche Probleme bildet, aber leider nicht immer, würde ich zunächst mal den Fehlerspeicher auslesen lassen…

Frage von Marcel Rudolph:

Hallo, bei meinen Ford Ka funktioniert die Heizung bloß noch auf Stufe 4. Wenn ich 1, 2 oder 3 einstelle, passiert gar nichts. Woran kann das liegen? Mit freundlichen Grüßen Marcel

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da ist höchstwahrscheinlich die Thermosicherung des Gebläsevorwiderstandes durchgebrannt. Um das zu reparieren, kann man die Thermosicherung leider nicht einzeln wechseln, sondern braucht den ganzen Vorwiderstand. Der kostet ca. 100 Euro und „killt“ seine Thermosicherung wieder, wenn der Gebläsemotor schon schwergängig ist und darum zu viel Strom zieht. Wenn Du selbst basteln kannst, würde ich den Gebläsemotor sauber machen und mit Silikonfett schmieren und die Thermosichrung irgendwie durch eine von einer Kaffeemaschine ersetzen (kostet etwa 50 Cent im Elektronik-Bastelbedarf).

Frage von Michael:

Ich fahre einen Ford Focus, Bj. 1/2001. Der Kofferraumdeckel beginnt an der unteren Kante zu rosten. Frage: Habe ich noch Garantie auf Durchrostung? Gruß, Michael.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Garantie gegen Durchrostung betrug beim alten Focus zehn Jahre. Voraussetzung für die Durchsetzung von Ansprüchen aus dieser Garantie war erstens ein perfekt geführtes Wartungsscheckheft (wer hat das schon noch nach sieben Jahren?) und eine Durch(!!)rostung von innen nach außen (so stand es im Kleingedruckten!). Dein Fall hört sich eher nach einem Fall für die Lackgarantie an, die aber nur zwei Jahre lang gilt (gleiche Voraussetzungen…). Zusammenfassend heißt das: Es gibt nichts! Ford wird nur milde lächeln und sagen: „Na hören Sie mal, sieben Jahre! Da können Sie von Glück reden, dass der Wagen noch aus eigener Kraft zu uns auf den Hof gefahren ist…“

Frage von Andreas Lange:

Moin Moin, bei meinem Renault Scenic 2 Phase1, 99 kW, Automatik, BJ 2004, 49.000 km, tritt unregelmäßig die Fehlermeldung «Abgassystem defekt» auf. Der Fehlercode verweist auf die Lambdasonde, bei Überprüfung in der Werkstatt konnte jedoch kein Fehler an der Sonde gefunden werden. Der Fehler tritt bei betriebswarmen Motor beim Wiederbeschleunigen z.B. auf der Autobahnabfahrt auf, oder nach Abbiegen aus Kreisverkehr und anschließendem beschleunigen. Insoweit ist der Fehler wiederholbar, aber nicht jedes Mal. Was könnte die Ursache sein? Andreas Lange

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie hat die Werkstatt die Sonde denn überprüft? In aller Regel wird die Sonde einfach gewechselt, wenn diese Fehlermeldung auftritt. Eine Überprüfung der Lambdasonde ist zu aufwändig und damit zu teuer. Und eine oberflächliche optische Prüfung bringt leider gar nichts. Der Werkstatt muss man zugute halten, dass Sie nicht wild drauflos getauscht, sondern erst mal weitere Überlegungen angestellt hat. In diesem Fall hätte ich die Sonde aber sofort erneuert….

Frage von Holger Gumm:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Opel Omega Kombi, Baujahr 95. Er hat eine 2,5 Liter große Maschine mit 170 PS. Seit ich gestern Abend am Kiosk angehalten habe, ist der Wurm drin. Wenn ich das Auto ausmache, leuchtet das Standlicht und alle vier Blinker. Wenn er an ist, leuchten die vier Blinker. Ich kann das Problem nur lösen, wenn ich die Batterie abklemme. Wenn ich sie wieder anschließe, ist das gleiche Problem wieder da. Ich hoffe sie können mir weiter helfen, danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lassen Sie mal die Batterie angeschlossen, klemmen Sie lieber mal den Lenkstockschalter ab! Das ist der Blinkerhebel, mit dem man auch das Standlicht schaltet. Entweder ist dieser Schalter defekt, oder die Verkabelung zum Schalter. Oder es ist etwas anderes…..;-)

Frage von T. Krebs:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Lancia Phedra 2.0 mit 136 PS. Zusätzlich habe ich den PKW mit einer Prins Autogasanlage ausrüsten lassen. Seit einem Jahr, im November 2006, unmittelbar nach einer Inspektion, es war morgens feucht und kalt, sprang der Motor an, lief aber auf den ersten 200-300 m schlecht. Dann ging die EOBD Leuchte an und das Fahrzeug lief wohl in einem Notprogramm. Nach einem Wechsel der Zündkerzen lief der Wagen wieder für ein halbes Jahr gut. Im Frühjahr bei nasser und kühler Witterung tauchte das Phänomen wieder auf. Die Fehlermeldung lautet Abgasreinigungssystem defekt. TÜV/ASU aber anschließend bestanden.

Das Problem taucht jetzt in kürzeren Abständen auf, obwohl Drücke geprüft wurden, Wassertemperaturfühler getauscht, andere Zündspule ausprobiert und auch die Einspritzdüsen auf andere Ventile getauscht wurden. Sobald der Motor warm ist, läuft er nach meinem Eindruck auch super. Ist es ein Software-Problem oder muss doch wegen evtl. verbrannter Ventile (wegen Autogas) die Zylinderkopfdichtung runter, weil die Fehlermeldung beim Auslesen des Speichers Zündaussetzer nennt. Haben Sie eine Idee, der Kfz-Betrieb hat jedenfalls derzeit keine mehr mit Ausnahme der Zylinderkopfdichtung? Vielen Dank für Ihre Mühe Ihr T. Krebs


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn das EOBD Zündaussetzer detektiert, würde ich (zumal es speziell bei nasser und kühler Witterung passiert) immer erst mal die Peripherie der Zündanlage checken und ggf. erneuern (also die 3-K-Lösung: Kerzen - sind schon neu - , Zündkabel, Verteilerkappe- und läufer). Das müsste es eigentlich sein (ein Altersgebrechen!).

Frage von Tino Jochen:

Ich fahre einen BMW 523, Baujahr 1999. Nach gut 30 Kilometern geht die ABS-Leuchte an. Was kann die Ursache sein? Auch das noch: Die Lenkung gibt im kalten Zustand ziemlich laute Geräusche von sich. Was ist hier die Ursache?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Geräusch aus der Lenkung ist ziemlich sicher zu wenig Öl im Servo-System. Einfaches Nachfüllen (ATF!) reicht wahrscheinlich aus. Wenn das Öl allerdings gleich wieder verschwindet, muss das Lenkgetriebe auf Undichtigkeiten überprüft werden. Die aufleuchtende ABS-Leuchte wird vermutlich ein defekter ABS- bzw. Drehzahlsensor sein. Dazu muss man aber den Fehlerspeicher auslesen lassen um zu klären, welcher genau defekt ist. Das kostet bei BMW ca. 180 Euro inklusive Einbau des neuen Sensors.

Jörgen Schroeder fragt:

Ich haben einen VW Passat mit E2-Motor, Baujahr 1994. Während der Fahrt bzw. ím Leerlauf geht der Motor aus. Nach kurzer Wartezeit kann er aber wieder gestartet werden. WFS wurde ausgebaut. Benzinpumpenrelais, Zündtrafo wurden gewechselt. Die Werkstatt hat angeblich die Leiterplatte der DWA repariert (Wärmeschäden sichtbar). Unterbricht ein Relaiskontakt ggf. den Zündstromkreis? Der Fehler tritt nur manchmal auf. Wissen Sie Rat?

Autopapst Andreas Kessler staunt über den Fortgang:

Hallo, der genannte Fehler ist in Eigeninitiative gefunden - die Benzinpumpe wurde ausgeschaltet! Bzw. das Relais (67). Ursache war die Unterbrechung durch die einkanalige «Wegfahrsperre» der Diebstahlwarnanlage (DWA). Gefunden wurde das erstens durch Prüflampe an der Pumpe direkt. Zweitens durch Überprüfung des Betätigungsstromkreises des Relais, welches durch das Steuergerät Digifant an Minus gelegt wird. Der zweipolige Steckverbinder wurde direkt (ohne DWA) verbunden - alles in Ordnung. Zwischenzeitlich wurde der Kontakt des Relais (67) per Schalter bedient, um nach dem Auftreten des Fehlers sofort wieder starten zu können.

Frage von Paul Witt:

Ich habe einen Mercedes 190 E, Baujahr 1994. Seit einigen Tagen verliert der Motor Kühlwasser. Und zwar befindet sich dort an der Wasserpumpe ein Schlauch, der nach unten offen ist. Früher ist dort nicht rausgekommen. Aber jetzt tropft da immer Kühlwasser raus, wenn ich den Motor anschalte. Könnten sie mir vielleicht sagen woran es liegen kann, da ich im Internet nichts finden konnte.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist schnell diagnostiziert: Die Wasserpumpe ist hin! Ersatz gibt es im Zubehörhandel für etwa 85 Euro, der Einbau dauert etwa 1,5 Stunden

Frage von Vinzenz Gertler:

Ich interessiere mich für einen Saab 900. Kann man dieses Modell auf Euro4-Norm nachrüsten? Und was kostet ein guter Gebrauchter. Ich habe gehört, der alte Schwede ist recht teuer in Sachen Reparaturkosten? Und gibt es im Raum Berlin einen Saabfreak, der diese Modelle auch anbietet und günstig repariert?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Vinzenz, an welches Baujahr dachtest Du denn so? Vor oder nach 1993/94? Die Klassiker mit den alten Zweiliter-Motoren erreichen als 16V maximal Euro 2, oft (ohne Kat!) nur Euro 0. Alle G-Kat-Versionen sind «plakettentauglich», bekommen also die grüne Plakette. Diese «Trolle» sind markentypisch skuril und deshalb natürlich sehr attraktiv. Aber: Sie sind immer mindestens 15 Jahre alt und mehrere 100.000 km gescheucht worden. Das schlägt irgendwann auf die Substanz. Wenn man einen guten alten Saab fahren will, muss man etwa so viel Geld wie für einen fünfjährigen Wagen locker machen (Anschaffung und Erhaltung beim alten gegen Anschaffung und weitere Wertverlust beim neuen). Neuere 900er (aus der GM-Ära) sind je nach Baujahr schadstoffärmer, aber auch nur grün plakettiert. Diesel-Modelle gibt es vom 900 nicht, das war dann schon der 9-3. Generell würde ich Dir zu einem Saab 900 des Baujahres 1997/1998 raten, die sind bezahlbar (rund um 2000 Euro) und relativ ausgereift. In Berlin gibt es einen Saab-Spezi in Reinickendorf, der nicht billig, aber preiswert ist. Und das ist sehr weit weg von dem, was die Händlerorganisation verlangt …

Frage von Norbert Schmale:

Mein VW Polo TDI, Baujahr 2000, hat sporadisch folgenden Fehler: Während der Fahrt fallen das Fahrlicht, der Blinker, der Scheibenwischer und die Lüftung gleichzeitig aus. Die Innenraumbeleuchtung, das Standlicht und das Radio laufen aber. Betätige ich die Lichthupe, laufen der Wischer und der Blinker. Lasse ich die Lichthupe los, geht wieder nichts mehr. Alle anderen Funktionen (Motor, ABS) zeigen keine Ausfälle. Kabelverbinder und Sicherungen habe ich schon kontrolliert. Der Fehler tritt wirklich selten, dann aber ohne Vorwarnung auf. Tja, und die Werkstatt weiß auch nicht weiter ... Haben Sie eine Idee?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Entlastungsrelais (X-Relais) sorgt gerne mal für Ärger. Dieses Relais schaltet beim Start alle unnützen Verbraucher ab, um möglichst viel Saft für den Anlasser zur Verfügung zu haben. Generell können lose sitzende Relais für einen hohen Übergangswiderstand und schmorende Steckkontakte sorgen. Das sieht man dann sehr schön am verschmurgelten Plastik, was schließlich zu unschönen Wackelkontakten führt. Bei den jetzigen Witterungsbedingungen würde ich das Auto zu einem Kfz-Elektriker bringen. Der findet den Kupferwurm schnell …

Frage von Holger Sattelberg:

Ich fahre einen VW-Bus T3 TD 1,6 l, Baujahr 1986. Ich habe einen Austauschmotor, der vom Fachmann generalüberholt worden war, eingebaut. Jetzt nach 7000 gefahrenen Kilometern musste die Einspritzpumpe getauscht werden. Nun verbläst der Motor Unmengen an Öl (das heißt, wenn ich den Motor hoch drehe, etwas mehr, und wenn der warm ist, dann in Unmengen). Der Qualm ist normal nicht blau oder schwarz, so dass man sagen würde, dass er es verbrennt. Tatsächlich tropft es direkt aus dem Auspuff heraus. Nach längerem Stehen hab ich eine Ölpfütze darunter. Und nach einer Fahrt ist das ganze Heck verklebt mit Öl. Wo kann man nach der Ursache suchen und wie das Problem beheben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist ganz typisch für die Diesel im alten Bus - das Öl wird durch einen undichten Kurbelwellensimmerring aus dem Kurbelgehäuse gedrückt und dann durch den Sog unter und hinter dem Wagen am Heck des Autos hochgerissen. Das sorgt für die Ölspritzer. Warum der Simmerring bei dem vom Fachmann überholten Motor schon wieder undicht ist, kann ich leider nicht sagen …

Frage von Weiss:

Mein Ford Focus 1,8 TDCI startet schlecht. Was könnte der Grund sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich Luft im Kraftstoffsystem! Irgendwo ist eine Leitungsverbindung undicht, durch die Luft ins System dringt. Oder der Motor muxx mal wieder gewartet werden (Kraftstoff-Filter, Glühkerzen, Einspritzdüsen etc. erneuern).

Frage von Ilka Vetter:

Ich habe mir vor Kurzem einen Hyundai Lantra, Baujahr 1995, von privat gekauft. Nach einem Tag merkte ich, dass etwas mit dem Getriebe nicht in Ordnung ist. Dann stand der Wagen zwei Tage. Am dritten Tag wollte ich wieder losfahren, aber der Wagen sprang nicht mehr an. Eigentlich ging gar nichts mehr ,außer der Zentralverriegelung . Kann das mit dem Getriebe zusammen hängen oder ist da einfach nur die Batterie leer?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Ilka, das dürfte wirklich nur die Batterie sein! Lass' Dir Starthilfe geben, dann läuft der Motor wieder. Das Getriebeproblem würde ich von einem Profi begutachten lassen. Wenn der 'ne Runde dreht, wisst Ihr mehr …

Frage von Reiner Kiermeier:

Meine Frau fährt seit November einen neuen Fiat Panda, Benziner mit 60 PS, Baujahr 2007, mit jetzt 1200 km. Seit Anfang an fällt der rechte Scheinwerfer immer wieder mal aus bzw. die rechte Blinkerbirne geht mit an. Hatte das Auto schon zweimal in der Werkstatt. Mir wurde gesagt, man habe das Massekabel ausgetauscht. Dann war alles eine Weile gut, doch jetzt fängt das schon wieder an. Woran könnte es noch liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich kann mir keine andere Möglichkeit als ein Masseproblem vorstellen! Ich würde mir an Ihrer Stelle aber auch keine zu großen Sorgen machen, sondern die Problemlösung mit ruhigem Gewissen den «Spezialisten» Ihres Autoverkäufers überlassen. Beim Verkaufsgespräch ist Ihnen doch sicher nur das Allerbeste über die Kompetenz und Diagnosesicherheit der Werkstatt erzählt worden, oder? Jetzt bietet sich die Gelegenheit, den schönen Worten Taten folgen zu lassen …

Frage von Sven Teuchert:

Ich habe mir im November einen Ford Mondeo mit 90 PS, Baujahr 1993 mit 146.000 km gekauft. Ich musste allerdings feststellen, dass der Wagen ab etwa 80 km/h im Geradeauslauf unruhig fährt. Er fühlt sich schwammig an, so als ob es auf der Straße glatt ist. Auf schlechten Straßen hört man auch ein Klappern von vorn bzw. in der Mitte des Fahrzeugs. Die Stoßdämpfer scheinen aber in Ordnung zu sein. Woran kann es liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na an den Stoßdämpfern! Die kann man nur mit einem speziellen Stoßdämpferprüfstand beurteilen, eine Sicht- oder Wipp-Prüfung führt leider zu keinem Ergebnis! Zusätzlich können natürlich Querlenkerbuchsen und Achsgelenke ausgeschlagen sein. Die Laufleistung erscheint mir für einen Mondeo auch verdächtig niedrig. Lassen Sie mal einen Achs-Check machen, am besten bei TÜV oder Dekra (oder bei einem Automobilklub), die verkaufen keine Ersatzteile …

Frage von Michael Gervasoni:

Ich habe vor einigen Tagen meinen VW-Bus T3 (Wasserboxer) in die Werkstatt gebracht. Dort sollten nur die Ventile eingestellt werden. Einen Tag später sagte der Meister mir, die Hydrostößel wären kaputt. Ich gab den Auftrag zur Reparatur. Dann hieß es plötzlich, auch zwei Kolbenringe seien defekt - kein Problem, sagte ich, auch die sagte ich das können sie auch erledigen, auch die Erneuerung der Zylinderkopfdichtung. Kurz und gut, nachdem der Wagen fertig war, bringt er bei Vollgas nicht mehr die volle Leistung. Ich war noch drei Mal in der Werkstatt zur Nacharbeit. Doch am Ende rappelte es beim Losfahren im Motor und ich konnte nur im ersten Gang zehn Kilometer fahren! Was soll ich machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Wasserboxer sind nicht ganz einfach zu beherrschen: Wer sich damit nicht aus kennt, macht gerne Fehler, die katastrophal enden können! Ist die Werkstatt ein Innungsbetrieb? Dann würde ich mit dem Auto die Schlichtungsstelle der zuständigen Kfz-Innung aufsuchen und dort eine Beurteilung des Problems und einen Schiedsspruch erwirken. Was genau an dem Motor defekt ist, kann leider nur ein Fachmann vor Ort beurteilen; von hier aus befürchte ich aber nichts Gutes! Hoffentlich ist der Werkstatt-Mann kein Freund von Dir, er wird nämlich Ärger bekommen!

Frage von Enrico Stahnke:

Ich habe einen Opel Vectra, Baujahr 2000. Ich muss einmal die Woche Kühlwasser auffüllen. Aber unter dem Auto ist keine Pfütze zu sehen. Kann es seien das das Kühlwasser in den Motor läuft, und wie kann ich das nachweisen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das können Sie bestenfalls fühlen, wenn der Motor morgens schlecht startet und nur mühsam humpelnd in Schwung kommt. Wenn dann noch auffällig viel Wasserdampf aus dem Auspuff kommt, könnte das Kühlwasser durch eine defekte Zylinderkopfdichtung «verdampft» und dadurch immer weniger werden.

Frage von Achim Tschada:

Habe einen VW Polo mit 45 PS, Baujahr 1994. Beim Beschleunigen ab ca. 50km/h zieht der Wagen nach links. Beim schnellen Gaswegnehmen zieht er dann auffällig nach rechts. Radlager vorne sind schon erneuert worden. Was kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürften verschlissene Gummilager der Vorderachse sein! In Frage kommen Querlenkerbuchsen oder die Kunststoffführungen des Frontstabilisators. Kleine Ursache, große Wirkung …

Frage von Claus Seiller:

Bei meinem VW Golf II, Benziner, Baujahr 1994, kommt das Kühlwasser nicht mehr auf Temperatur. Ich vermute mal, dass Thermostat nicht mehr schließt. Wo sitzt es und kann man es selbst austauschen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Was ist denn für ein Motor unter der Haube? Ich vermute einen 1,8-Liter mit 90 PS, bei dem sitzt das Thermostat unter der Wasserpumpe. Am besten kommt man von unten an die beiden Schrauben des Thermostat-Gehäuses. Vorher das Kühlwasser ablassen (auffangen und entsorgen bzw. später wieder verwenden ...). Das neue Thermostat muss in seinen Werten zum Thermoschalter des Kühlerventilators passen!

Frage von Klaus Müller:

Muss am Mercedes-Benz E 230 Automatik (W210), Baujahr 1996, 120.000 km, das Öl der Getriebeautomatik gewechselt werden? Mercedes macht dazu unterschiedliche Angaben.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offiziell kommt von Mercedes die Aussage: Lebensdauerfüllung. Jahrzehntelange Erfahrung mit den DB-Automatiken lässt mich folgende Empfehlung aussprechen: Wechsel des ATF mit allen (!!) Filtern alle 60.000 km. Damit kann die Lebensdauer der Mercedes-Automatik sehr deutlich verlängert werden …

Frage von Georg Streller:

Hallo, ich fahre einen Mercedes 230 TE (W124), Baujahr 1989, 97 kW, 220.000 km. Wenn das Auto einige Stunden gestanden hat springt es nur sehr schlecht wieder an. Ich muss dann immer minutenlang orgeln. Wenn er dann startet nimmt er das Gas ganz schlecht an. Nach fünf Minuten warmlaufen geht es dann. Beim Fahren (Beschleunigen) ruckelt er leicht. Wenn er warm ist springt er ohne Probleme an. Zündkerzen, Zündverteiler wurden bereits gewechselt. Vielleicht können Sie mir einen Tipp geben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte an einem der beiden Temperaturfühler der KE-Jetronic liegen! Einer ist am Lüfter und der andere oben am Zylinderkopf eingebaut. Im Laufe der Jahre verändern die Dinger ihre Kennlinie durch Alterung und müssen getauscht werden.

Frage von Karl-Heinz Pazdernik:

Ich fahre einen VW Passat 35i 1,8 l mit 90 PS, Baujahr 1990. Seit Kurzem blinkt und piepst die Ölkontrollampe. Ich habe schon beide Öldruckschalter erneuert, das Kombiinstrument nachgelötet und die Kabelverbindungen auf Bruch durchgemessen. Alles ohne Erfolg. Nun weiß ich keinen Rat mehr.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Auch so eine Geißel der Auto fahrenden Menschheit: die dynamische Öldruckkontrolle vieler VW-Modelle aus dieser Zeit. Wie ist denn der Öldruck, wenn man im Leerlauf (unter 2000: mindestens 0,3 bar) und bei höheren Drehzahlen (über 2000: mindestens 1,8 bar) misst? Wenn diese Werte eingehalten werden, bleibt bei weiteren «Alarmtönen» eigentlich nur noch ein Problem mit dem Drehzahlsignal zum Steuergerät der dynamischen Öldruckkontrolle oder mit dem Steuergerät selbst. Die Königslösung bei vernünftigen Öldruckwerten: Legen Sie die dynamische Öldruckkontrolle (Steuergerät und Pieper) einfach still … Die «ganz normale» Öldruckkontrolle tut es bei einem fast 18 Jahre altem Auto meines Erachtens nach auch!

Frage von W. Holzapfel:

Hallo Herr Kessler. Ich habe mir einen Chrysler/Dodge Grand Voyager gekauft. Das Auto hat vor 30.000 Kilometer einen komplett überholten Motor bekommen, er hat neu AU und TÜV. Nun habe ich das Auto abgeholt und beim Anfahren wackelt es vorne richtig. Ab 60 km/h ist das aber weg. Kann das mit der Antriebswelle zu tun haben, die sie nicht richtig eingesetzt haben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Deutliche Vibrationen während der Fahrt bei niedrigen Geschwindigkeiten können vom Straßenbelag, von den Reifen oder vom Antrieb (Antriebswellen, Differenzial) her rühren. Denkbar wäre z.B. ein «Standplatter» an den Winterreifen, die Sie sich aufziehen ließen (wenn Sie das gemacht haben, ist nur eine Vermutung …). Sonst fällt mir keine stichhalte Ursache ein, die mit der HU/AU im Zusammenhang stehen könnte.

Frage von Sven Laue:

Ich fahre einen VW Golf IV 1,4 Liter mit 75 PS. Ich habe das Gefühl, dass der Wagen abgebremst wird. Er läuft eigentlich ganz normal, die Bremsen sind auch in Ordnung. Trotzdem stinken die Bremsen, wenn ich daran schnuppere. Sie sind auch total heiß - ein Problem mit dem ABS?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Bremsen «lüften» nicht, nach dem Sie den Druck auf das Bremspedal verringern bzw. den Fuß ganz weg nehmen. Als Ursache kommen korrodierten Kolben in den Bremssätteln (z. B. durch überalterte Bremsflüssigkeit) oder von innen zu gequollene Bremsschläuche in Frage. Sie sollten umgehend zu einem Fachmann fahren, weil sich durch diesen Defekt die Bremsflüssigkeit so stark erhitzen kann, dass sich Dampfblasen bilden. In diesem Moment sinkt die Bremskraft auf Null …

Frage von Michael:

Ich fahre einen Opel Omega MV 6, Baujahr 1994. Letztens fuhr ich los und wunderte mich zuerst, dass die Heizung gar nicht mehr warm wurde. Als ich an einer Ampel anhalten musste, kam schon weißer Qualm unter der Motorhaube hervor. Ich öffnete die Haube und sah wie sich die kochende Kühlflüssigkeit aus dem Ausgleichsbehälter drückte. Der Kühler selbst war eiskalt sowie die Heizung auch. Könnten Sie mir einen Tipp geben was die Ursache sein könnte?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie hoch ist denn die Konzentration des Frostschutzes im Kühlmittel? Könnte es sein, dass das Kühlwasser im System (teilweise) gefroren war und nur rund um den Motorblock erst taute und dann kochte? Der Kühler wäre dann der letzte Punkt im System, der wieder auftaut. Die Wasserpumpe pumpt dann gegen diesen «Korken» an und drückt das Wasser über den Ausgleichsbehälter nach außen (das gleiche passiert mit siedendem Kühlwasser!). Einen ähnlichen Effekt erzielt man, wenn zu wenig Kühlmittel im System zirkuliert (das erklärt dann auch gleich die fehlende Heizwirkung!).

Frage von Manuel Dönges:

Ich fahre einen Renault Twingo, Baujahr 1997, mit mittlerweile 127.000 km. Vor etwa vier Monaten wurde die Kupplung gewechselt und das Getriebe neu abgedichtet, da es undicht war. Seitdem tritt beim Auskuppeln sowie beim Motorbremsen besonders im zweiten und dritten Gang ein lautes Schleifen bzw. Kratzen auf. Die Werkstatt ist ratlos. Können sie weiterhelfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manuel, das hört sich nach einem Problem mit der Aufhängung des Motor-/Getriebeblocks an. Ich würde den Meister mal bitten, auf dem Beifahrersitz Platz zu nehmen und mit ihm eine Probefahrt machen. Wenn die Lastwechsel, die Du beschrieben hast, das Geräusch reproduzieren, müsste dem guten Mann eigentlich ein Licht aufgehen. Wahrscheinlich bewegt sich der ganze Antriebsblock zu sehr in seinen Lagern und hat dabei mit einem drehenden Teil Kontakt zur Karosserie.

Frage von Manuel Piringer:

Ich fahre einen Audi A6 2,5 TDI V6. Seit einiger Zeit fühlt sich beim Bremsen das Pedal hart an. Es gibt dann auch keine Bremsleistung. Außerdem fehlt dem Wagen dann auch beim Beschleunigen die Leistung! Die Vakuumpumpe habe ich schon getauscht. Vielleicht können Sie mir helfen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die einfachste Lösung ist ein defekter Bremskraftverstärker. Die Verbindung zu dem Leistungsverlust könnte ein defekter Unterdruckschlauch oder ein defektes Rückschlagventil in der Unterdruckleitung herstellen, wodurch ein Teil des Ladedrucks «abpfeift». Ohne den Blick unter die Haube ist das aber kaum näher zu diagnostizieren.

Frage von Lutz Winkler:

Wir fahren einen Renault Kangoo, Baujahr 2001. Seit kurzem läuft unsere Lüftung nicht mehr (keine Klimaanlage). Heizluft kommt noch ganz wenig durch, lässt sich auch nicht mehr regulieren. Die Sicherungen sind es auch nicht. Woran könnte es liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Lüftung gar nicht mehr läuft (also auch nicht auf der höchsten Stufe!), ist entweder der Schalter oder Motor des Lüfters defekt. Sie können den Schalter ja mal ausbauen und an dem dahinter steckenden Kabelstecker die jeweiligen Kabel überbrücken (Schaltplan!). Wenn der Lüfter dann (Zündung an) los braust, ist es der Schalter. Wenn sich nichts rührt, ist es der Motor. Und das wird teuer …

Frage von Olaf:

Ich habe einen Opel Omega TD, Baujahr 1997. Der Motor startet im Winter sehr schlecht. Batterie und Glühkerzen sind neu. Welchen Grund könnte es noch haben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Als Grund kommt da vielerlei in Frage. Hier eine kleine Auswahl:
- zu geringe Kompression durch Motorverschleiß
- zu geringe Kompression durch undichte Ventile
- ein zugesetzter Kraftstoff-Filter
- Wasser im Kraftstoff-Filter, das gefriert
- Verbrauchte Einspritzdüsen
- Verstellte Zündung
- Etc.

Frage von Fabian Sachmeier:

Hallo, Herr Autopapst. Ich fahre einen Mercedes E 200 (W210) mit Schaltgetriebe, Baujahr 1996, mit ca. 145.000 km. Zwischen 1000 bis 2000 Umdrehungen in jedem Gang nimmt er nicht richtig Gas an. D.h., er nimmt es an, aber schlagartig - untermalt mit einem Schlag, den man hört und spürt, so ähnlich als würde ein Turbo einsetzen o.ä. im Leerlauf - gebe ich Vollgas und er riegelt bei 4000 Umdrehungen ab. Aber wenn ich fahre, geht er bis zum Ende der Drehzahl, und ich höre ein Knattern vom Auspuff, obwohl dieser kein Loch hat.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Fabian, am besten lässt Du vorab den Fehlerspeicher auslesen, das vereinfacht die Diagnose schon deutlich. Möglich wären z.B. die Zündkerzen, Zündspule, Einspritzventile, Motorsteuergerät ... einfach zu viele Sachen für den zielführenden Tipp!

Frage von Renè Schoschies:

Folgendes Problem gibt es bei meinem Ford Mondeo, Baujahr 2004, mit dem Xenonlicht. Beim Anschalten blitzt der rechte Scheinwerfer kurz rötlich auf, brennt dann aber ganz normal erst grün und dann blau bis weiß wie der rechte weiter. Wie gesagt nur beim Start ganz kurz. Kann das normal sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist noch normal, wird aber wahrscheinlich bald ganz aufhören: Dann ist der Xenonbrenner nämlich hin! Irgendwann zündet der Lichtbogen nicht mehr, und ein neuer Brenner muss her. Die Dinger sind schön teuer, etwas sparen kann man beim Kauf eines der unseriösen Nachrüst-Xenonsätze im Internet. Von denen sind die Brenner oft völlig normale Ersatzteile, den Rest wirft man weg. So ein Nachrüstsatz kostet nämlich oft weniger als ein Ersatzbrenner …

Frage von Markus Petz:

Ich fahre einen VW Lupo 1,4 16 V. Beim Starten läuft schon der Lüftermotor mit. Nachdem ich den Wagen ausgeschaltet habe, läuft der Lüftermotor noch zehn Minuten weiter und leert meine Batterie. Woran kann das liegen? Der Temperaturgeber ist in Ordnung. Ich weiß nicht woran es liegen könnte.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Zwei Ursachen kommen in Frage, entweder ist der Temperaturgeber defekt oder das Relais für die Lüftersteuerung «klebt» zusammen. Da der Lüfter im Lupo aber nicht «nur» per Relais mit Strom versorgt wird, kann es natürlich auch ein defektes Lüfter-Steuergerät sein. So etwas kann im Verbund mit neuer Batterie und neuen Lüftern (die sind meistens in der zweiten Stufe defekt) etwa 800 Euro kosten.

Frage von Maik Springer:

Ich fahre einen Lancia Dedra 1,8i, Baujahr 1995. Ich war rund 500 Meter gefahren, als es einen dumpfen Knall im mittleren Bereich des Autos gab. Dabei ging der Motor aus. Jetzt geht er nicht mehr an. Anlasser dreht, Zahnriemen ist auch in Ordnung. Was könnte das noch sein ?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dreht nur der Anlasser, oder dreht sich der Motor auch mit? Wenn der Motor nicht dreht, ist vielleicht das Schwungrad von der Kurbelwelle abgeschert und nimmt den Motor beim starten nicht mit (das ist zwar skurril, mir aber schon mal passiert: Citroen GSX!). Denkbar ist auch ein verstopfter Kat, der das Abgas nicht mehr nach hinten entlässt. Alles in allem: Sehr gute Frage …!