Fragen an den Autopapst im Dezember 2007

Andreas Kessler © Foto: privat

Probleme mit dem Auto? Autopapst Andreas Kessler hilft in der Autogazette. Ihre Fragen vom Dezember 2007:

Frage von Jean Birkhahn:

Mein Golf 2, Bj.1991, 1.6 geht neuerdings fast aus beim Runterbremsen und Schalten. Jetzt hat er eine erhöhte Drehzahl hat. Lief vorher mit 1000 U/min und jetzt, wo es kalt ist, sind es 1500U/min.
Und es fühlt sich so an als wenn das Gaspedal klebt bevor es zurückkommt. Was kann ich tun?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wieder der unsägliche 2EE-Vergaser, der heute faktisch nicht mehr wartbar ist (es kennt sich einfach niemand mehr damit aus!). Ich würde aus Ihrer Schilderung auf den Ansaugflansch zwischen Vergaser und Saugrohr als Schuldigen tippen. Der ist häufig undicht und sorgt dann für Nebenluft, die die Lambdaregelung aber wieder ausregelt. Prüfbar ist das am besten durch kräftiges Wackeln am Vergaser: Wenn der Motor dann rüttelt oder aus geht, liege ich richtig!

Frage von Frank Buers:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Ford Scorpio, BJ.11/96, 2,3 Ltr. Ich habe ein Problem mit meiner Klimaanlage Der Gebläseschalter setzt manchmal aus, da sind dann nur Striche in der Anzeige. Und die Klimaanlage schaltet sich selber aus. Dann muss ich am Einstellrad für die Klimaanlage eine neue Stellung suchen, damit die Klimaanlage sich wieder einschaltet. Und obwohl ich den Wärmefühler gewechselt habe, geht der Zeiger der Motortemperatur runter. Somit ist auch die Luft kalt, genauso ist es andersrum, wenn der Zeiger hochgeht, ist es auch wieder Warm. Kann das alles mit der Klimaanlage zu tun haben. Danke jetzt schon für die Antwort Herr Kessler und einen guten Rutsch ins neue Jahr 2008

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, vielleicht ist es ja mit einem neuen Thermostat für das Kühlsystem des Motors erledigt! Während der Fahrt wird durch einen wahrscheinlich ständig in Stellung „offen“ klemmenden Thermostat zu viel kaltes Wasser zur Kühlung um den Motor herum gepumpt, das sich dann erst wieder im nächsten Stau (ohne kühlenden Luftstrom von vorn…) wieder erwärmt und dann Wärme an die Heizung abgeben kann. Das hängt zunächst einmal nicht mit der Klimaanlage zusammen. Das Problem mit dem Gebläse kann auch zum Abschalten der Klimaanlage führen. Wenn nämlich kein Luftstrom die „Kälte“ am Wärmetauscher der Klimaanlage abführt, könnte der Wärmetauscher vereisen. Dafür gibt es eine Sicherheitsschaltung. Versuchen Sie Ihr Glück doch zunächst mal mit einem neuen Gebläseschalter…

Frage von Werner Contes:

Hallo, ich möchte bei einem Golf 3er Cabrio, BJ 1994 die hinteren Stossdämpfer wechseln, was muss ich besonders beachten? Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Heck-Federbeine ausbauen, Stoßdämpfer `raus, neue Stoßdämpfer `rein, Federbeine wieder einbauen, fahren… Hört sich trivial an, ist es auch! Die Details stehen im „Jetzt helfe ich mir selbst“ für den Golf III…. Bei den Federbeinen der Hinterachse ist zum Zerlegen kein Federspanner erforderlich, das vereinfacht das Basteln recht erheblich.

Frage von Mario:

Ich fahre einen Alfa Romeo 156, 2.5 Liter V6 24V, 192PS (LIMOUSINE). Mein Problem ist, dass der Motor im Winter nicht wärmer als 65-70 Grad wird. Ist das normal? Was kann man dagegen tun?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mario, normal ist das nicht. Die Betriebstemperatur sollte bei etwa 85 - 90°C liegen. Allerdings ist das nicht in jedem Fall an dem Instrument im Armaturenbrett ablesbar, weil es sich hier um kein Präzisionsinstrument handelt (eher um ein Schätzeisen). Vielleicht ist es ja mit einem neuen Thermostat für das Kühlsystem des Motors erledigt! Während der Fahrt wird durch einen wahrscheinlich ständig in Stellung „offen“ klemmenden Thermostat zu viel kaltes Wasser zur Kühlung um den Motor herum gepumpt, das sich dann erst wieder im nächsten Stau (ohne kühlenden Luftstrom von vorn…) wieder erwärmt und dann Wärme an die Heizung abgeben kann.

Frage von Christel Nießen:

Haben einen Renault Twingo. Nachdem eine Kontrollleuchte aufleuchtete, bin ich sofort in die Werkstatt. Dort wurde dann die Lambdasonde ausgetauscht, obwohl es keine Probleme mit dem Wagen gab. Anschließend habe ich den Wagen wieder vollgetankt und nun fällt auf, dass der Spritverbrauch aufs doppelte angestiegen ist. Kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei einer Fehlfunktion der Lambdasonde ist diese Erscheinung ganz typisch. Da die Lambdasonde aber neu ist, scheint ein „Kunstfehler“ der Werkstatt vorzuliegen. Für Sie gilt also: Zurück zu den Spezialisten und auf Abhilfe drängen. Entweder war die Diagnose nebst Reparatur völlig falsch oder die Lambdasonde defekt. In beiden Fällen haben Sie einen Anspruch (Gewährleistung) auf kostenlose Nachbesserung….

Frage von Ulf Pagel:

Mein DB W210 230E, Baujahr 1996, Automatik, schaltet zu spät in den nächsten G. Ölstand geprüft vor vier Wochen, 3,5 Liter fehlten, unten alles trocken, kein Ölaustritt, Öl aufgefüllt, alles o.k. Jetzt schaltet er wieder zu spät, drei Liter fehlen, Motoröl ist weit über max. DB sagt, ein neues Getriebe müsste her, ohne den Fehler zu konkretisieren. Was ist defekt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Offenbar wandert das ATF aus der Automatik in die Ölwanne zum Motoröl des Motors. Die einzig denkbare Verbindungsstelle zwischen beiden Ölkreisläufen ist meines Erachtens der Kühler! Vielleicht ist an einer Stelle eine Lötverbindung undicht geworden und lässt Getriebeöl aus dem Automatik-Kühlernetz in das Netz des Ölkühlers „überwechseln“. Da der Öldruck in der Automatik höher als der Öldruck des Motors ist, fließt das Öl in Richtung des geringeren Drucks. Ich bin gespannt, ob diese Erklärung das Problem trifft. Die Automatik ist wahrscheinlich nicht defekt, weil sie mit genügend Öl ja funktioniert….

Frage von Sven Wulf:

Hallo Autopapst, ich habe mit meinem VW T4 TDI, 75 kW, Erstzulassung 1996 folgendes Problem: Völlig sporadisch geht der Motor während der Fahrt aus, meistens wenn ich schon eine längere Strecke gefahren bin. Danach springt der Motor nicht mehr an. Doch nach ca. 10 - 30 Min. Wartezeit springt der Motor plötzlich wieder an und läuft wieder problemlos. Es kann sein, dass dieser Fehler dann wieder einige Tage nicht mehr auftritt oder es passiert auch mehrmals am Tag. Da ist absolut keine Logik drin. Immer wenn ich in die Werkstatt fahre, trat dieses Problem bisher nicht auf, im Fehlerspeicher des Motorsteuergerätes sind auch keine Fehler gespeichert. Meine Werkstatt weiß nicht weiter. Haben Sie eine Lösung?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sven, das dürfte das Relais 109 sein, ein recht typisches Problem beim T4. VW nennt das Ding „Zentralrelais“. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Dietmar Rudigkeit:

Hallo, ich habe ein Problem mit einem Opel Corsa. Seit einiger Zeit geht das Bremslicht nach Betätigung des Bremspedals nicht
mehr aus. Man muss ständig mit dem Fuß unter das Pedal, um das Bremslicht zu löschen. Es wurde schon das Pedal eingestellt und der Bremslichtschalter erneuert - leider ohne Erfolg. Vielleicht könnt ihr Abhilfe schaffen. Danke Dietmar Rudigkeit


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich eine schwergängige Lagerung des Bremspedals auf der Welle des Pedalbocks. Die Rückholfeder kommt gegen diesen Widerstand nicht an und das Regal bleibt in einer Position hängen, in der es noch den Bremslichtschalter schaltet. Abhilfe schafft wahrscheinlich nur ein kompletter neuer Pedalbock, eine Schmierung der Lagerung dürfte fruchtlos bleiben, weil das Lager aus PVC besteht und sich aufgelöst haben dürfte.

Frage von Frank Dresen:

Guten Abend, Herr Kessler, ich fahre einen Opel Corsa B, Automatik, Baujahr 93, seit einigen Wochen kommen vom Motorraum komische Geräusche so ein Klackern. Ich schätze Ventile und zwar nachdem der Wagen warm gelaufen ist und sich anstrengen muss, zum Beispiel bergauf hört man das Klackern sehr deutlich. Haben Sie eine Idee, was das sein könnte? Danke im voraus und mit freundlichem Gruß
Frank Dresen


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, das dürfte Motorklingeln sein! Das tritt bei älteren Motoren gerne auf, wenn sie viel in der Stadt gefahren wurden und sich im Brennraum Ablagerungen gebildet haben. Diese Ablagerungen beginnen bei höherer Motorlast zu glühen und zünden dadurch das Kraftstoff-Luft-Gemisch schon vor der Zündkerze. Entweder gibt sich das nach einer längeren Tour mit höherer Geschwindigkeit (dabei unbedingt Super-Kraftstoff tanken!) oder durch die Verwendung von höheroktanigem Sprit (vielleicht muss es sogar mal -zum Testen- Super-Plus sein…)

Frage von Christian Vogel:

Hallo, ich habe mir einen gebrauchten Peugeot Partner 1.4, Bj. 2004 gekauft. Jetzt muss ich feststellen, dass es bei Regenwetter an der Leselampe in der Mitte oben reintropft. Ein Blick aufs Dach zeigt weder ein Loch noch sind die Windschutzscheibendichtungen kaputt. Ich habe keine Ahnung, wo das Wasser herkommt. Wir haben keine Dachreling, die Vorrichtung dazu schon. Kann es da rein regnen?
Gruß an alle!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Christian, das ist ein altes Peugeot-Leiden! Ursache ist die Dachantenne, deren Dichtung schnell mal inkontinent wird… Du musst die Antenne abschrauben (vorher Lampe ausbauen, die Schraube liegt darunter…) und die Dichtung entweder erneuern oder mit Dichtungsmasse „eindichten“. Das war es dann schon!

Frage von Wolfgang Kirchhoff:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Mazda 626, Baujahr 13. Oktober 1997 und möchte die Zündkerzen aus Kostengründen selber wechseln. Habe originale Zündkerzen von einem Unfallwagen (fast neu). Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Kirchhoff.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na denn man tau, Wolfgang! Sind es auch die richtigen? Vor dem Einbauen bitte unbedingt mit den „alten“ vergleichen. Bei Abweichungen lieber noch mal bei Mazda fragen, damit Du Dir kein Loch in den Kolben brennst….

Frage von Jan Sauerborn:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Renault Twingo, BJ. '94, C-Motor, ist ein Kupplungswechsel nötig. Meine Frage: ist der Aufwand ähnlich groß wie beim 3-er Golf (hat mich vor kurzem doch einigen Schweiß gekostet), oder ist dies relativ unkompleziert wie beim Käfer...Schon mal besten Dank und schönen Gruß, Jan Sauerborn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Jan, das ist schon mit dem Aufwand beim Golf zu vergleichen: Frontantrieb und die zahlreichen Kabel nebst Kühlerschläuchen machen die Sache komplex. Die seligen Käferzeiten sind offenbar für immer vorbei…..

Frage von Hans Ohm:

Bei meinem Fiat Seicento, 40 kW, Baujahr 1999, leuchtet öfters die gelbe Lampe für die Motorsteuerung. Die Werkstatt kann nichts finden. Vermutet wird ein Defekt im Steuergerät. Ein neues Gerät kostet 384 Euro. Ich nehme an, dass eventuell Feuchtigkeit eingedrungen ist. Der Motor läuft eigentlich normal. Nur nach dem Start ruckelt er kurz. Das Steuergerät gibt an eine Zündspule eine Fehlinformation. Sollte ich das Teil mal ausbauen, öffnen, reinigen und trocknen und dann neu abdichten?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Hans, das kannst Du gerne machen (Alkoholbad soll helfen…). Ich würde mir ein gebrauchtes Steuergerät bei Ebay holen, die gibt es da ab 10 Euro … Bei den Kursen lohnt sich jede andere Aktion einfach nicht…

Frage von Birgit Gryszka:

Mein Mercedes C 180 ruckelt so komisch, wenn ich anfahre. Es ist, als käme ich von Glatteis auf festen Untergrund!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Haben Sie ein Automatikgetriebe? Vielleicht bahnt sich hier ein Getriebeschaden an, oder es fehlt ATF (Automatik-Öl). Prüfen Sie den Ölstand in der Automatik (warmes Getriebe, Wählhebel in Stellung P, dann Peilstab ziehen…). Grundsätzlich kann ein Wechsel des ATF mit sämtlichen Filtern nicht schaden. Mercedes schreibt das zwar nicht vor, ich würde aber alle 60.000 km einen Wechsel empfehlen. Erst mit neuem Öl ist der Defekt richtig diagnostizierbar.

Frage von Uwe Keuscher:

Ich fahre einen Ford Mondeo, Baujahr 1997. Die Heizung bringt keine warme Luft mehr hervor. Das Kühlwasserthermometer bleibt während der Fahrt einen Millimeter dem Normalbereich, läuft aber im Stand in den Normalbereich hinein. Dann schaltet dann auch den Ventilator. Doch die Heizung bleibt trotzdem kalt. Hilfe!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist wahrscheinlich eine Kombination aus zu wenig Kühlwasser und einem defekten Thermostat. Das Thermostat steht immer auf «offen» und «überkühlt. Der Motor wird also nie richtig warm. Da der Heizungskühler der höchste Punkt im Kühlsystem des Autos ist, kommt da wahrscheinlich gar kein Wasser mehr hin. Ich würde also das Thermostat erneuern und bei der Gelegenheit neues Kühlwasser einfüllen. Danach ist wieder Hochsommer im Auto …

Frage von Alex:

Ich fahre einen Seat Toledo 1.9 TDI. Auf der Fahrerseite wird der Boden nass. Die Ablaufrinne vom Dach ist aber gar nicht verstopft. Wo kann das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Da gibt es leider sehr viele Möglichkeiten: Die Frontscheibendichtung in Verbindung mit Korrosion des Scheibenrahmens, eine fehlende Kunststoff-Folie hinter der Türverkleidung, verstopfte Wasserabläufe im Windfang unter der Motorhaube (Windfang läuft erst voll und dann via Lüftungskanal in das Auto wieder leer) oder Korrosion an der Spritzwand. Am wahrscheinlichsten sind es die Abläufe im Wasserkasten (Windfang). Vielleicht reicht also Saubermachen …

Frage von Marion Heumann:

Wir haben einen Peugeot Partner, Baujahr 2005. Hinten rechts hinter der Abdeckung - dort, wo der Wagenheber ist - gab es einen Wassereinbruch. Was kann das sein?????

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wahrscheinlich eine undichte Heckleuchtendichtung! Versuchen Sie das mal dem Händler aufzudrücken, das Auto ist ja gerade noch in der Gewährleistung ...

Frage von Denise:

Wir besitzen einen Opel Omega 2.o, und der macht uns Sorgen. Mein Freund bemerkt seit geraumer Zeit ein Klappern im Motorraum. Nun steht uns eine lange Reise von Schweden nach Deutschland bevor. Könnte es der Nockenwellensensor sein? PLEASE HELP ME!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Denise, der Nockenwellensensor klopft nicht! Das ist ein elektronisches Bauteil, welches den Rechner der Motorelektronik lediglich über den Stand der Nockenwelle informiert. Wenn der Sensor defekt wäre, würde der Motor nicht laufen. Klopf- und Klappergeräusche können von der Vorderachse kommen, von Wärmeabschirmblechen oder natürlich auch von Fehl- und Frühzündungen (dann würde der Nockenwellensensor eher eine Rolle spielen…). Vielleicht ist es auch der Zahnriemen, der kurz vor der Auflösung steht…. Leider ist eine Ferndiagnose bei Geräuschen fast unmöglich. Trotzdem wünscht der AUTOPAPST gute Fahrt und ein schönes Weihnachtsfest in Deutschland (mit dem Omega!)

Frage von Duc Hoang:

Bei meinem Peugeot 205 Roland Garros, 1.4 Liter mit 75 PS, bekommt der Motor ab und zu nicht die fürs Starten erforderliche Drehzahl. Zündung, Lichtmaschine, Benzinpumpe sowie die Batterie sind in Ordnung. Wenn der Wagen dann in Schlepptau genommen wird, springt die Maschine gleich an.
Was könnte das sein?


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Duc, das hört sich nach Anlasser an! Wenn der Motor zum anspringen nicht den nötigen Schwung bekommt, kann es eigentlich nur am Anlasser (oder an der Batterie …) liegen. Am besten testet man das mit Starthilfe: wenn der Anlasser dann lustig jubelt und der Motor anspringt, ist es die Batterie. Wenn der Motor lustig jubelt und nicht anspringt, ist es etwas anderes. Und wenn der Motor auch mit Starthilfe nicht lustig jubelt, bekommt der Anlasser keinen Strom (schlechte Kabelverbindung, defekter Magnetschalter, abgenutzte Anlasserkohlen) bzw. gibt keine Leistung ab. Sollte sich das heraus stellen, ist die preiswerteste Variante ein neuer Anlasser, selbst eingebaut ...

Frage von Manuel:

Ich fahre einen Ford Orion, Baujahr 1991. Der Motor läuft heiß, obwohl Kühlwasser drin ist. An was könnte das liegen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die einfachste Lösung ist ein defekter Thermoschalter für den Ventilator. Teurer ist ein defekter Ventilator, noch teurer beides zusammen. Nicht ganz so teuer, aber etwas dreckig beim Einbau, ist ein neuer Kühler. Ich würde erst mal den Thermoschalter erneuern und den Ventilator zum Laufen bringen. Wenn der arbeitet und die Temperatur trotzdem zu hoch ist, hilft vielleicht eine «Anti-Kalk-Kur» á la Kaffeemaschine: Zitronensäure in den Kühler kippen, zwei Tage damit fahren und dann das Kühlmittel erneuern. Meistens kühlt der Kühler dann wieder …

Frage von Johannes Köhler:

Hallo, ich habe eine neue Kupplung in meinen Opel Astra Caravan 1.6, BJ. 97 einbauen lassen. Nun steht die Kupplung sehr weit oben und man muss sie sehr lange kommen lassen. Ich habe die Anfahrt im zweiten Gang ohne Probleme durchgeführt und auch mit angezogener Handbremse. Es ist aber ein sehr komisches Gefühl und beim Kommen lassen der Kupplung ein sehr langer Weg bis sich das Fahrzeug bewegt. Ist dies normal, legt sich dies nach ein paar Kilometern wieder? Vielen Dank und Gruß Johannes Köhler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist sicher nur eine Einstellungsfrage. Fahren Sie noch einmal in die Werkstatt, die Ihnen die Kupplung gewechselt hat und lassen Sie dort am Kupplungszug das Kupplungsspiel einstellen. Sie können sich dort den Schleifpunkt nach Wunsch justieren lassen…

Frage von Detlef Dargel:

Hallo Herr Kessler. Ich fahre einen Mercedes 190D, 2,5 Liter, Bj. 92 mit Automatikgetriebe. Seit kurzem fährt mein Wagen kaum noch rückwärts, kleine Steigungen oder Bordsteine sind mit normalen Gasgeben nicht machbar, gerade Strecken gehen soeben. Wenn ich normal Gas gebe, nimmt er es kaum an. Im Prinzip geht dann nur die Drehzahl hoch, gebe ich aber Vollgas merkt man deutlich, dass der Gang richtig reingeht und der Wagen fährt mit durchdrehenden Reifen rückwärts. Was könnte defekt sein? Vielen Dank im voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht fehlt nur ATF (Automatik Transmission Fluid)? Haben Sie schon mal den Ölstand im Getriebe geprüft (warmes Getriebe, Wählhebel in Stellung P, dann Peilstab ziehen…). Grundsätzlich kann ein Wechsel des ATF mit sämtlichen Filtern nicht schaden. Mercedes schreibt das zwar nicht vor, ich würde aber alle 60.000 km einen Wechsel empfehlen. Erst mit neuem Öl ist der Defekt richtig diagnostizierbar.

Frage von W. Siedhoff:

Hallo, Herr Kessler! Bei meinem Mercedes C180 Sport, Baujahr 95, lässt sich die Motorhaube nicht mehr öffnen. Der Fehler muss im Schließmechanismus liegen. Ich habe den Bowdenzug ausgehängt und schaffe es nicht, ihn mit der Zange auch nur einen mm. zu ziehen. Meine Frage: Wie kann ich durch den Kühlergrill die Haube mechanisch öffnen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wie ja vielen W202lern bekannt ist, sitzt die Haube nicht besonders stabil und ist bei hohen Geschwindigkeiten schon mal ordentlich in Bewegung. Wenn der Haubenzug mal reißt, ist das von Vorteil: Man braucht die Haube nur ein wenig horizontal, speziell in Richtung Fahrerseite zu drücken, dadurch wird der Haltestift des Haubenschlosses zur Seite gedrückt (wie beim Ziehen an der Haubenentriegelung) und die Haube öffnet... Voodoo!

Frage von Uwe Sinnreich:

Hallo Herr Kessler, mein BMW 320i touring, Bj.2001, macht beim Starten mit kaltem Motor ein kreischendes Geräusch, besonders bei nasskaltem Wetter. Meine Werkstatt findet die Ursache nicht. MfG Uwe

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Uwe, wenn Du in die Werkstatt kommst, ist der Motor natürlich warm und alles läuft leise und geschmeidig. Morgens sieht das anders aus…. Ich tippe fast auf den Keilriemen (der heute Mehrrippenriemen heißt). Wie alt ist der denn? Ein Wechsel kann nicht schaden und wird dich nicht ruinieren. Wenn es dann immer noch kreischt, kann es nur noch das Lager der Lichtmaschine sein. Die muss dann erneuert werden. Du kannst übrigens ganz in Ruhe ein Ersatzteil besorgen: Ich bin mal mit einer kreischenden Lichtmaschine 10.000 km gefahren, bevor die sich dann (natürlich nachts im Regen…) verabschiedet hat…

Frage von Wolfgang Kirchhoff:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Mazda 626, Baujahr 13. Oktober 1997 und möchte die Zündkerzen aus Kostengründen selber wechseln. Habe originale Zündkerzen von einem Unfallwagen (fast neu). Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Wolfgang Kirchhoff.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Na denn man tau, Wolfgang! Sind es auch die richtigen? Vor dem Einbauen bitte unbedingt mit den «alten» vergleichen. Bei Abweichungen lieber noch mal bei Mazda fragen, damit Du Dir kein Loch in den Kolben brennst….

Frage von Jan Sauerborn:

Hallo Herr Kessler, bei meinem Renault Twingo, BJ. '94, C-Motor, ist ein Kupplungswechsel nötig. Meine Frage: ist der Aufwand ähnlich groß wie beim 3-er Golf (hat mich vor kurzem doch einigen Schweiß gekostet), oder ist dies relativ unkompleziert wie beim Käfer...Schon mal besten Dank und schönen Gruß, Jan Sauerborn

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Jan, das ist schon mit dem Aufwand beim Golf zu vergleichen: Frontantrieb und die zahlreichen Kabel nebst Kühlerschläuchen machen die Sache komplex. Die seligen Käferzeiten sind offenbar für immer vorbei…..

Frage von Christel Nießen:

Haben einen Renault Twingo. Nachdem eine Kontrollleuchte aufleuchtete, bin ich sofort in die Werkstatt. Dort wurde dann die Lambdasonde ausgetauscht, obwohl es keine Probleme mit dem Wagen gab. Anschließend habe ich den Wagen wieder vollgetankt und nun fällt auf, dass der Spritverbrauch aufs doppelte angestiegen ist. Kann das sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Bei einer Fehlfunktion der Lambdasonde ist diese Erscheinung ganz typisch. Da die Lambdasonde aber neu ist, scheint ein «Kunstfehler» der Werkstatt vorzuliegen. Für Sie gilt also: Zurück zu den Spezialisten und auf Abhilfe drängen. Entweder war die Diagnose nebst Reparatur völlig falsch oder die Lambdasonde defekt. In beiden Fällen haben Sie einen Anspruch (Gewährleistung) auf kostenlose Nachbesserung….

Frage von Lars:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Golf 3, 2.0 GTI, das 20 Jahre alte Jubiläums- Modell. Folgendes Problem habe ich! Angefangen hat es damit, dass er morgens, wenn ich an einem Berg anhalten musste, der Motor ausging und die Batterieleuchte aufleuchtete. Habe ich dann die Bremse losgelassen und etwas Gas gegeben, ging der Motor nicht aus... Inzwischen geht der Wagen auch sporadisch während der Fahrt aus und die Batterieleuchte leuchtet auf. Meistens beim aus Kuppeln. Kuppel ich aber gleich wieder ein, fängt er wieder an zu laufen...

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das, mein lieber Lars, hört sich nach einem Benzinpumpendefekt an! Der GTI hat ja zwei Pumpen, eine davon dürfte ausgefallen sein. Speziell am Berg und bei Verzögerungen kommt nicht genug Sprit nach vorne. Das ist eine auf Erfahrungen fußende Theorie, die durch eine Messung des Förderdrucks und der Fördermenge leicht untermauert oder entkräftet werden kann. Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Maik Mangold:

Hallo, ich fahre einen Renault Laguna, Bj. 97, 1,8, 90 PS, Benziner. Unter 2500 U/min. ruckelt der Motor ab dem 3.Gang. Zündkerzen sind schwarz.. Fehlerspeicher auslesen hat nichts ergeben. Zündkerzen+kabel+Stecker sind neu. Kompresion ist auch okay. Gruß Maik

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Guten Tag Herr Mangold, wenn die Zündkerzen schwarz sind, läuft der Motor zu fett (bekommt zu viel Sprit oder zu wenig Luft). Erste Amtshandlung nach dieser Diagnose ist ein Luftfilter-Check. Wenn der o.k. ist, würde ich mal eine AU außer der Reihe machen lassen und den Spezialisten am Computer um eine Einschätzung der Werte bitten. Von hier aus würde ich das Drosselklappenpotentiometer verdächtigen, das ist aber zu vage, um es als Diagnose durch gehen zu lassen….

Frage von Jens Schmiedeke:

Hallo Andreas, ich habe aufgrund der Hilflosigkeit meiner VW-Werkstatt eine Frage zu einem Golf 3 Variant, Baujahr 1997, 217.000 km-Tachostand. Der Motor hat 1800 ccm, 66 kW und läuft eigentlich super. Bin allerdings vor ca. 10 Tagen liegengeblieben, Motor nahm kein Gas mehr an und ging nach 25 Minuten Fahrt einfach aus, Zündungslampen leuchteten und nix ging mehr. Als der ADAC kam, war alles wieder schön. Vermutung des Monteurs war Benzinpumpe oder Endstufe. In meiner Werkstatt wurde die Endstufe gewechselt und an der Pumpe nichts negatives gefunden. Diverse Testfahrten dort verliefen ohne Probleme. Als ich losfahren wollte, ging das Auto im Stand nach ca. 1 Minute aus und nicht mehr an. Erneut in Werkstatt, nichts neues gefunden. Als ich 2 Tage später erneut losfahren wollte, bin ich wieder ca. 8 km gefahren und Ende. Der letzte Mucks war diesmal mit dem Gefühl verbunden, als ob die Benzinzufuhr abstirbt. Bevor ganz Ende war, nahm das Gas noch minimal an und ich rollte so über die Kreuzung. Erneut ADAC (nach 1,5h sprang das Auto natürlich wieder an und lief auch ca. 2Km bis nach Haus), der hat nun im Sicherungskasten die Benzinpumpenstromleistung gemessen. Sein Ergebnis: Nach Messung unter Last (Gaspedal getreten), die Pumpe zieht 8 Ampere und das ist zuviel, defekt. Mit diesen Info 's in die Werkstatt schleppen lassen und das erzählt. Die meinen, die Pumpe ist i.O (Druck gemessen), jetzt ist die Zentraleinspritzung defekt, aber ganz genau wissen sie es eben auch noch nicht. Ich bin nun völlig ratlos, Einspritzanlage wird teuer und lohnt sich wohl nicht mehr. Hast du einen Tip im Angebot?? Ein Stammhörer von Radio1 am Sonntag sagt schon mal danke. Jens

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jens, ich bin mir bei den Golf3-Modellen nie so ganz sicher.... Hat der Wagen nun, oder hat er nicht? Ein Relais 109! Die sind oft defekt, das Bj. 1997 hat aber wahrscheinlich keins mehr....(zu jung ;- ) ). Mein bester Freund hat auch einen 97er Golf3-Kombi, der hatte letztes Jahr das gleiche Problem. Bei ihm war es die Zündspule (von außen nicht zu sehen, aber meßbar: Der Autopapst hat gemessen, nicht geglaubt, ausgebaut und siehe da: Brandspuren! Totalschaden!). Die neue Spule von Beru gab es beim Teile-Höcker für 75 Euro. Vielleicht hilft das. Die Werkstatt ist übrigens manchmal ganz dankbar, wenn eine weitere Möglichkeit auf die Tagesordnung kommt: Sprich ruhig über meine Vermutung! Bleib uns gewogen, Frau Pantel freut sich auch immer, wenn es den Hörern gefällt! Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Stefanie Möger:

Hallo, ich fahre einen alten Ford Escort Cabrio XR3i, Bj. 89. Mein Problem, der Wagen kann einen Monat stehen, doch springt er direkt an, fährt dann ca. zwei Kilometer ohne Probleme, doch dann ist es so, als ob er kein Gas mehr annimmt. Er stottert, geht aus und man bekommt ihn nur noch mit viel Glück an. Ich habe schon neue Zündkerzen, Zündkappe, Zündfinger und einen neuen Satz Leitungen einbauen lassen. Es ist so, als ob er Feuchtigkeit zieht oder Luft. Auch hat man mir mal geraten, wenn das Problem auftritt, den Tankdeckel zu öffnen, weil evtl ein Unterdruck entsteht. Auch habe ich die Lichtmaschine prüfen lassen, alle Werte sind im super Bereich. Doch das Problem ist immer noch da. Um nicht Hunderte von Euros auszugeben, um endlich den Fehler zufinden, wende ich mich an Sie und hoffe auf Hilfe, vielen Dank im voraus. LG Steffi

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Steffi, der Escort fährt also im Kaltlauf zufriedenstellend, aber mit zunehmender Erwärmung beginnt er zu stottern und geht schließlich aus. Das hört sich für mich nach einer Überfettung und damit nach einem defekten Motortemperaturfühler an. Der ist recht billig und schnell zu wechseln. Wenn das nichts bringt, würde ich das Drosselklappenpoti verdächtigen. Lassen Sie das mal durchmessen! Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Knut Reimann:

Hello aus California Herr Kessler...ich habe einen 92er Honda Accord...ich habe am linken hinteren Blinker die Glühbirne gewechselt, anschließend die Funktionstüchtigkeit überprüft. Für einen Moment war auch alles i.O. Dann plötzlich sind alle Blinker ausgefallen. Ich habe dann den Alarmknopf gedrückt, um zu sehen ob der blinkgeber noch arbeitet, was der Fall ist. Das bedeutet, dass alle vier Blinkerbirnen arbeiten, wenn ich die Alarmanlage einschalte, aber nichts passiert beim Blinken. Ich habe die Sicherungen kontrolliert, alle waren ok. Wo kann ich noch schauen? Thank You very much Knut Reimann, Riverside

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Knut, what´s up? Du bist ja schon recht weit mit der Diagnose! In der Tat sind alle Lampen und die Verkabelung offenbar o.k. Was noch bleibt, ist das Blink-Relais und der Schalter am Lenkrad. Das Blink-Relais ist billiger und schneller zu wechseln als der Schalter, also fang´ damit an. Wenn der Blinker auch mit einem neuen Relais nur in der Warnblink-Funktion blinkt, ist es mit hoher Wahrscheinlichkeit der Lenkstockschalter…. That´s all for now, just give it a try…. Grüße nach Riverside vom AUTOPAPST

Frage von Stanko Terkes:

Hallo, habe da mal eine Frage zu meinem Fiesta 1.1, Baujahr 1993. Er ist kurz angegangen und nach drei Minuten aus und springt nicht mehr an, stinkt nach Benzin. Kerzen habe ich erneuert und er springt nicht an. Was kann das sein, ich bitte um Hilfe, weil ich das Auto zur Arbeit brauche. Danke

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Stanko, was es genau ist, weiß ich auch nicht. Typisch für die alten «Fiaskos» sind aber plötzlich versagende Zündspulen und Zündsteuergeräte. Beide Teile sind nicht so teuer und schnell gewechselt! Viel Erfolg wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Lars Berger:

Hallo, lieber Papst! Ich überlege, im teuren Dänemark einen 99er Skoda Felicia, 1,6 Liter mit 74.000 km zu kaufen. Leider schnellt die Drehzahl im dritten Gang beim beherzten Gasgeben von 2500 Umdrehungen kurzfristig auf 3.000 hoch - jedoch ohne dass der Wagen dazu passend beschleunigt. Nach kurzer Zeit (1 Sekunde) fällt die Drehzahl wieder auf ca. 2.600 Umdrehungen und die Drehzahl steigt passend zur Beschleunigung. Meine Frage ist, ob dies normal ist und am Motor liegt - oder ob dies ein Problem aufzeigt, was schleunigst repariert werden muss/wenn ja, welches. Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe! Mit freundlichen Grüßen aus dem Norden Dänemarks, Lars Berger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Lars, da rutscht die Kupplung! Vor dem Kauf würde ich also dringend noch einen Kupplungswechsel machen lassen. In Deutschland kostet der beim Felicia etwa 400 Euro. Wenn Du den Preis wegen der rutschenden Kupplung um mehr als die Reparaturkosten drücken kannst, kann das natürlich auch so bleiben. Dann müsstest Du Dich aber selbst um die Reparatur kümmern….

Frage von Wolfgang Kirchhoff:

Hallo Herr Kessler, habe einen Mazda 626, Baujahr 1997 und möchte nun den Pollenfilter aus Kostengründen selber wechseln. Bekomme ich das hin und sollte ich auch die Luftkanäle reinigen bzw. desinfizieren? Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen
Wolfgang Kirchhoff


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Wolfgang, wenn Du weißt, wo der Pollenfilter sitzt, dürfte das kein Problem sein! Meistens steht der Einbauort mit im Katalog des Auto-Teile-Händlers, bei dem Du den Ersatzfilter kaufen solltest. Beim Filterkauf bitte auf Markenqualität achten (Knecht, Purolator, Hengst nehmen!).

Frage von Anne:

Hallo, ich habe einen Golf II, Baujahr 1989. Seit kurzem schleift die Gangschaltung im ersten und zweiten Gang. Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Anne, was meinst Du mit «schleifen»? Wenn es eher ein «Mahlen» aus dem Getriebe ist, tippe ich auf einen Lagerschaden wegen Ölmangel. Ein Blick unter das Auto kann diese Vermutung bestätigen: Wenn der Antrieb und das Getriebe ölverschmiert sind, ist wahrscheinlich über einen längeren Zeitraum das Getriebeöl aus der Schaltbox gelaufen und hat diesen Getriebeschaden verursacht. Abhilfe schafft hier nur ein anderes, intaktes Getriebe. Eine andere Interpretation von «schleifen» könnte das beliebte «Zähneknirschen» beim Schaltvorgang sein. Das kann an einer nicht völlig trennenden Kupplung liegen, was entweder durch einen neuen Kupplungszug oder durch einfaches Nachstellen zu beheben ist.

Frage von Richter Stephanie:

Hallo, wir haben einen Hyundai Accent, Bj. 97. Er hat jetzt einige Tage draußen gestanden und springt jetzt nicht mehr an. Batterie geht, alle Kontrolllampen leuchten, Licht geht, elektrische Fensterheber gehen auch. Was kann das denn sein????

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Vielleicht einfach zu viel Feuchtigkeit auf einmal? Wenn die Zündung wieder trocken ist, springt das Auto sicher wieder an! Ursache ist eine überalterte, ungepflegte Zündanlage. Die 3-K-Lösung dürfte für dauerhafte Abhilfe sorgen (3-K = (Zünd-)Kerzen, (Zünd-)Kabel, (Verteiler-)Kappe erneuern).

Frage von Yvonne:

Mein Ford Ka, aus dem Jahr 1998 dröhnt im warmen Zustand, wenn ich vom dritten Gang runter schalte und bremse, bis ich stehen bleibe, solange ich die Kupplung drücke. Vor allem im zweiten Gang hört er sich an, als ob ich Gas geben würde und dabei kupple, oder zu hochtourig fahren. Help

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Yvonne, ich höre aus dieser Beschreibung eine defekte Kupplung heraus! Die rutscht im 2. Gang offenbar haltlos durch und löst sich dabei vollends in Rauch und Gestank auf… Um eine recht teure (400 Euro) Reparatur wirst Du also kaum herum kommen…..

Frage von Daniela Schwarz:

Ich fahre einen sehr alten Ford Fiesta, den ich gerade gekauft habe. Nun habe ich Angst mit dem Wagen zu fahren. Warum? Die Lenkung reagiert sehr merkwürdig, beim bremsen zieht er stark bis sehr stark nach links und kleine Unebenheiten bringen den Wagen auch aus der Spur. Das Lenkrad steht nicht gerade, sondern um 45° versetzt. Was kann mit dem Wagen sein? Ich würde mich sehr über eine Antwort von Ihnen freuen!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Entweder hat der Fiesta mal etwas an den Spurstangen gehabt und die wurden ohne Achsvermessung gewechselt. Oder die kleine Hardy-Scheibe in der Lenksäule ist kurz vor dem Abfallen (was typisch und recht gefährlich ist .). Vielleicht liegt es auch an den Stabilisatoraufnahmen (ausgeschlagen…). Die Diagnose ist auf einer Hebebühne recht einfach. Bitte zögere nicht zu lange, das kann schnell ins Auge gehen!

Frage von Achim Hansen:

Ich fahre einen Opel Astra, Baujahr 1997. Bei dem Fahrzeug bewegt sich der Kühlmittel-Temperaturanzeiger bei jeder Fahrt nur ein wenig nach oben, bleibt aber noch im blauen Feld stehen (auch wenn der Motor warm ist). Liegt es am Fühler ...???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn die Heizung den Innenraum erwärmt, dürfte es am Fühler liegen. Wenn es aber nicht warm wird, ist wahrscheinlich das Kühlwasserthermostat die Ursache. Das müsste dann gewechselt werden ...

Frage von Gernot Pensch:

Mein Chrysler Voyager 3,3 l V6, Baujahr 1992, schaltet nach einem Batteriewechsel nicht mehr hoch. Vorher ging alles einwandfrei. Kann es sein, dass eine Sicherung oder ein Relais kaputt ist?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Gernot, wahrscheinlich spinnt das Steuergerät der Automatik! Ich hoffe nicht, dass es durch Funkenüberschläge/Spannungsspitzen den finalen Stoß bekommen hat. Wenn ein Re-Set (Batterie ab- und wieder anklemmen) nichts bringt, wirst Du wohl bei Ebay ein anderes Getriebesteuergerät suchen müssen ...

Frage von Hildebrandt:

Guten Tag, ich habe einen Ford Escort, Baujahr 1996, Benziner. Mir ist aufgefallen, dass bei der Temperaturanzeige für das Kühlwasser der Zeiger zwar in den «normal»-en Bereich kommt, aber geradeso zwischen kalt und «n». Bei den anderen Autos, die ich gesehen habe, steht der Zeiger immer so in Mittelstellung. Ist das beim Escort normal oder ist da vielleicht das Thermostat kaputt. Ich fahre zur Arbeit etwa 30 Kilometer, hauptsächlich Autobahn und Landstraße und es wäre schön, wenn es mal warm werden würde.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Auch hier würde ich zuerst mal ein neues Kühlwasserthermostat einbauen lassen. Wenn danach aus den Lüftungsdüsen wieder warme Luft kommt, war´s das …

Frage von Philipp Wolter:

Bei meinem 92er VW Golf III mit 44 kW blinkt die Öllampe und der Warnsummer ertönt - aber nur in ganz bestimmten Situationen - nämlich wenn die Geschwindigkeit nach längerer Autobahnfahrt unter ca. 80 km/h sinkt. Sobald ich in den vierten Gang zurückschalte, ist wieder Ruhe. Im Stadtverkehr und auf Landstraßen gibt es keine Probleme. Laut Werkstatt ist der Öldruck in Ordnung (2 bar bei 2000 U/min). Inzwischen sind beide Öldruckschalter ausgetauscht und die Kabel überprüft worden - ohne Erfolg. Ein Ölwechsel (15W40) hat auch nichts gebracht. Soll ich es mit einer neuen Ölpumpe versuchen? Oder könnte es doch ein Problem der Anzeige sein: liegt die Drehzahl bei 80 km/h im fünften Gang überhaupt über den 2150 Touren, ab denen der zweite Öldruckschalter ins Spiel kommt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Diese dynamische Öldruckkontrolle kann einem den letzten Nerv rauben! Ich würde den Pieper und das Steuergerät einfach still legen. Der Öldruck stimmt ja offenbar, und große Fehlersuchaktionen und womöglich der Austausch des Steuergerätes für die dynamische Öldruckkontrolle sprengt jede sinnvolle Kalkulation (wirtschaftlicher Totalschaden …).

Frage von Martin:

Habe einen Ford Focus 1.4 Benziner, Baujahr 1999, Kilometerstand 120.000. Mir ist gesagt worden, dass der Keilriemen erst bei 1500.00 Kilometer gewechselt werden muss. Stimmt das oder sollte ich schleunigst wechseln?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Leider ändern sich die Herstellervorgaben zum Zahnriemenwechsel dauernd (Sie meinen doch den Zahnriemen, oder? Der Keilriemen kann ewig im Auto bleiben .). Da das Auto aber schon acht Jahre alt ist, würde ich den Zahnriemen sofort wechseln!

Frage von Karl Hellmann:

Hallo! Ich fahre einen Opel B-Corsa (Bj. 1995, 45PS, Benzin, 60.000km, Schaltgetriebe) und habe mittlerweile zwei Mal folgendes Problem gehabt: Bei starkem (sehr starkem) Regen auf der Autobahn fängt der Wagen an sehr laut zu quietschen bzw. zu pfeifen. Ist nicht ganz einfach zu beschreiben. Des Weiteren fängt die Armaturenbeleuchtung an zu flattern und die Kontrolllampen für die Batterie und die Handbremse gehen an. Der Zustand hält nur wenige Sekunden an. Außerdem klappert bzw. raschelt der Wagen bei höheren Geschwindigkeiten (110km/h und 130 km/h) Geschwindigkeiten darüber und darunter sind grundsätzlich kein Problem, es sei denn der Wagen fährt in hohen Drehzahlen! Im Voraus danke für die Antwort! Gruß

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Quietschen ist ein durchrutschender Keilriemen. Entweder reicht nachspannen oder der Riemen muss erneuert werden. Das Klappern oder Rascheln könnten Glühzündungen des Motors sein. Glühzündungen werden auch als «Klopfen» oder «Klingeln» bezeichnet und entstehen bei der Verwendung von nicht genügend klopffestem Kraftstoff. Tanken Sie mal Super, das ist seit einiger Zeit nicht mal teurer als «Normal»….

Frage von Tobias Lüders:

Guten Tag, mein Problem ist ein VW T4 Transporter 2,5i Diesel. Als ich den heute morgen starten wollte, habe ich den Motor nicht zum Laufen bekommen. Er hat nur schwarzen Qualm ausgeblasen und nichts ist Passiert. Dann habe ich den mit meinen PKW angezogen und siehe da, er sprang an und lief. Woran kann das gelegen haben? Ich traue mich nicht mit den Fahrzeug jetzt zu fahren aus Angst irgendwo stehen zu bleiben !!! Könnten sie mir ein guten Tip geben MFG Lüders Tobias

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Schwarzer Qualm bedeutet: Der eingespritzte Kraftstoff wird nicht verbrannt, weil es im Brennraum nicht warm genug ist. Beim Anschleppen entsteht schnell durch die Kompression eine hohe Temperatur im Brennraum, die der Anlasser mit seiner geringen Drehzahl nicht zustande bringt. Deshalb gibt es eine Vorglühanlage, die offenbar nicht arbeitet. Prüfe zuerst die Hauptsicherung der Glühanlage, dann das Vorglührelais (auch Glüh-Steuergerät genannt) und schließlich die Glühkerzen. Wenn das alles o.k. ist, müsste der Motor wieder mit dem Anlasser zu starten sein.

Frage von Max Bilfinger:

Guten Tag, ich fahre einen VW Passat GT, Bj. 87. Aus ungeklärten Gründen funktioniert das Abblendlicht nicht immer. Obwohl der Schalter in der richtigen Position ist, leuchtet nur das Standlicht. Gleichzeitig lässt sich das Fernlicht nur einschalten, wenn man den Hebel am Lenkrad gezogen hält. Die Glühbirnen, Sicherungen und der Schalter sind in Ordnung. Mit Freundlichen Grüßen, Max Bilfinger

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es ganz sicher nicht der Schalter ist (der ist es nämlich ganz schön oft!) bleibt eigentlich nur noch ein hängendes Fernlicht-Relais. Da dieses billiger als der Schalter ist, würde ich hier mit dem Wechseln anfangen…

Frage von Ahamer:

Wir haben vor ca. zwei Monaten einen gebrauchten Peugeot 307 (Erstzulassung 9.2004) gekauft. Wenn ich die Zündung abschalte, kommt es öfter (aber nicht nach jeder Fahrt) vor, dass der Motor «gelüftet» wird. Das dauert dann ca. 5 Minuten und ist ziemlich laut. Dabei kommt es aber nicht auf die Fahrtstrecke an, es kommt auch vor, wenn ich nur mal fünf Minuten mit dem Auto fahre. Der Händler meint, dass sei ganz normal, wenn eine bestimmte Anzahl von Kilometern zurückgelegt werden. Das Geräusch ist aber recht laut und ich bin auch schon öfter darauf angesprochen worden. Ich habe es auch noch nie bei einem anderen Auto gehört. Ist diese sogenannte «Entlüftung des Motors» normal? Vielen Dank für Ihre Antwort! Maria

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Maria, das ist der nachlaufende Kühlerventilator, der eventuell vorhandene Stauwärme abführen soll. Dieser Effekt wird durch einen Thermofühler gesteuert, der vielleicht etwas sensibel ist. Bitte den Händler doch einfach, diesen Thermofühler auf Kulanz zu erneuern. Das Teil ist nicht teuer und schnell gewechselt ….

Frage von Nicole Kaiser:

Guten Abend Herr Kessler! Ich habe ein Problem mit meinem Opel Corsa C, Bj. 2003, 60 PS. Nachdem ich zum fünften Mal, innerhalb von drei Monaten in einer Opelwerkstatt war und immer wieder irgendetwas angeblich kaputt war, weiß ich einfach nicht mehr weiter. Z. Zt. besteht folgendes Problem. Mein Pkw verlor Flüssigkeit. Unter die Motorhaube geschaut und den Übeltäter gefunden??? Mal wieder ab in die Werkstatt. Meister und Mitarbeiter schauen ohne mein Beisein nach und tratschen und tratschen. Kommt wieder und sagt es wird nicht billig. Motoraufhängung sei gerissen, drum läuft das Öl raus. Häh??? So,so! Wie soll dass denn bitteschön passiert sein. Naja! Auto wieder mitgenommen und Bekannten, der bei Opel im Werk arbeitet, nachschauen lassen. Er gab mir die Auskunft, dass die Motoraufhängung gar kein Öl beinhaltet, evtl. ein Schlauch angerissen ist. Nun meine Frage, ob die Aussage meines Bekannten korrekt ist und ich gefahrlos weiterfahren kann und weiterhin das Geschehen unter der Motorhaube beobachten soll?? Ach ja, Inspektion wurde letzten Monat durchgeführt und Laufleistung beträgt 31.000 km. Bin Ihnen für Ihre Hilfe sehr dankbar, und verbleibe mit freundlichen Grüßen Nicole Kaiser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Nicole, wenn ich jetzt noch wüsste, was für eine Flüssigkeit ausläuft, könnte ich mehr zu diesem Problem sagen. Aus einer Motoraufhängung kann übrigens sehr wohl eine ölähnliche Flüssigkeit auslaufen: Seit einiger Zeit werden Motoren zur besseren Abkopplung von Körperschall in sog. «Hydrolagern» aufgehängt. Wenn so ein Lager reißt, läuft das Dämpfungsmedium aus und kann fälschlich für Öl gehalten werden. Ich rate zu einem Wechsel der Werkstatt…. Oder Sie fahren mal zum TÜV oder zur DEKRA und lassen einen Sachverständigen unter das Blech schauen. Die Jungs erkennen mit einem Blick, was los ist und haben dabei keine finanziellen Absichten (wenn man von der «Dienstleistungsgebühr» mal absieht… Aber die ist im Vergleich zu den Stundensätzen einer Vertragswerkstatt fast ein Trinkgeld!).

Frage von Gabor Bohner:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen Chrysler PT Cruiser 2.2 CRD, EZ 12/02, 90.000 km. Vor etwa einem Jahr bin ich bei hoher Geschwindigkeit auf das Alarmsignal für die Wassertemperatur aufmerksam geworden. Es wurde Wasserverlust festgestellt. Zuerst wurden angeblich undichte Schläuche ausgetauscht. Später war die Wasserpumpe dran, die beim laufenden Motor leckte. Nun verliere ich immer noch Kühlwasser und der Kühler ist ständig voll mit Luft. In der Stadt kann ich fahren soviel ich will, aber nach längeren Fahrten blubbert das Auto, wenn ich den Motor ausschalte. Auf der Autobahn über 120 km/h geht der Thermometer rapide nach oben und innerhalb von einer Minute habe ich das Alarmsignal für kochendes Wasser. Angeblich ist die Zylinderkopfdichtung Schuld an der Misere und soll für etwa 2000 Euro ausgetauscht werden. Ihre Meinung? Danke, Gabor Bohner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Gabor, das ist die Zylinderkopfdichtung! Die Reparatur sollte aber für die Hälfte zu erledigen sein. Versuchen Sie es mal in einer gut beleumundeten Taxiwerkstatt: Der CRD-Motor stammt ja von Mercedes und ist auch im W211 und W 203 eingebaut.

Frage von Melanie Nemec:

Sehr geehrter Herr Kessler! Ich fahre einen Fiat Marea Weekend, der bis vor kurzem (d.h. bis vor dem Zahnriemenwechsel) noch einwandfrei gelaufen ist. Seit der Reparatur schwankt die Drehzahl (im Leerlauf zw. knapp unter 1000 bis 1500). Bei einer Drehzahl unter 1000 fängt der Motor an unrund zu laufen und man hat das Gefühl, dass er gleich ausgeht. Ab und zu hat er auch während der Fahrt eigenartig geruckt. In der Werkstatt hat man gemeint, dass das nicht mit dem Zahnriemenwechsel zu tun haben kann und man hat die Zündkabel gewechselt. Vor der Reparatur wurde noch ein Service gemacht und das Auto war (abgesehen vom Zahnriemen) in Ordnung. Was könnte der Grund für das dzt. Problem sein? Ich hoffe, Sie haben eine Idee! DANKE im voraus. Melanie Nemec

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Melanie, die Werkstatt hat wahrscheinlich den Zahnriemen nicht korrekt aufgelegt und dadurch die Steuerzeiten verstellt. Ihnen als Frau erzählt man jetzt etwas vom Pferd, um die Mühsal der (kostenlosen!) Nachbesserung nicht zu erleiden. Bleiben Sie hart, bestehen Sie auf einer Überprüfung der Steuerzeiten….

Frage von Franz Wohlmuth:

Hallo, ich besitze einen Ford Escort 1,4 CLX,55 kW, Benzinmotor, Bj. 1996. Beim Stehen pendelt die Drehzahl oft unter die 840 Umdrehungen, manchmal bis auf 400, 300 Umdrehungen, dann stirbt er ab. Angeblich muss die Unterdruckdose erneuert werden, bzw. das Leerlaufventil gereinigt. Was soll ich machen und wo finde ich diese Teile im Motorraum?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Unterdruckdose sitzt am Verteiler und das Leerlaufregelventil im Ansaugkanal. Details unter http://www.ford-escort.de/

Frage von Jenny:

Hallo Herr Kessler, ich fahre einen Fiat Bravo 1,6, 16v Baujahr 1998, Model 1996, 210 000 km. Seit geraumer Zeit beschlagen innen die Scheiben sehr doll, nun habe ich mich schon mal bei dem einen und anderen netten Mitarbeiter div. Werkstätten erkundigt, woran das liegen könnte, die Scheiben sind auch schmierig und es wird immer schlimmer, je mehr ich das Gebläse anstelle. Man sagte mir, es würde wohl das Kühlerwasser mit durch das Gebläse pusten und der Wärmetauscher wäre dafür verantwortlich. Ich habe nun ziemlich viele Beiträge hier auf Ihrer Fragen/ Antwort Seite gelesen und glaube, es könnte wirklich daran liegen. Zusätzlich zu dem Problem scheint wohl auch mit der Lichtmaschine etwas nicht zu stimmen, da mir vor ein paar Tagen mitten beim Fahren mit Licht und Gebläse außen das Licht einfach für einen Augenblick plötzlich aus ging und dass, wo ich mit meinen 2 Kindern allein im Dunklen eine Landstrasse entlang bin (ich fuhr dann nur noch mit 30 km/h), vorher flackerte es etwas, was ich aber nur ungläubig glauben konnte - dann ging alles wieder wie gewohnt ohne weitere Probleme. Nun bin ich mir nicht sicher, lasse ich das alles in reparieren - habe eine zuverlässige Werkstatt, die mein volles Vertrauen hat, oder sollte ich doch besser ein anderes Auto besorgen, da ich kaum Geld für ein Auto ausgeben kann und schon hier gelesen habe, dass sie auch mal zu einen älteren Golf geraten haben. Ich wüsste so gern Rat, denn alles immer allein entscheiden ist so schwer, meine Kinder wollen den Fiat auch gern behalten, er ist ja sonst auch billig in Steuern und Versicherung. Ich habe auch mal auf der Seite von Motoso.de nachgeschaut, dort wären diese Teile auch als Gebrauchte zu bekommen, aber ich bin doch nur eine Frau und weiß nicht, wie ich das nun entscheiden soll. Bitte geben Sie mir einen Rat. Vielen Dank schon im Voraus! Schöne Grüße zum Advent für Sie. Jenny Winkler

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Jenny, die Diagnose mit dem Wärmetauscher dürfte also klar sein: Raus damit und erneuern! So ein Wärmetauscher ist nicht teuer (ca. 70 - 100 Euro), der Einbau kann allerdings langwierig und damit kostspielig sein. Das Lichtmaschinenproblem würde ich erst einmal durch einen neuen Regler zu kurieren versuchen, der kostet 30 Euro und ist in 10 Minuten eingebaut. Alles in allem würde ich den Bravo ruhig noch weiter fahren, ein vernünftiges anderes Auto gibt es auch nicht unter 2500 Euro, und dann weiß man nicht, was unter dem Blech so los ist.

Frage von Alex Rosenbaum:

Lieber Herr Kessler, ich habe zwei Fragen an Sie. Die eine Frage betrifft eine «Reparatur» in meiner Renault-Werkstatt (fahre einen Twingo, EZ. 2003, 42.000km, 58 PS) und die andere ein Problem, dass ich schon lange mit meinem Twingo habe. Ich habe letzte Woche festgestellt, dass mein Motor, von heute auf morgen, im Leerlauf wesentlich höher dreht als vorher und ab ca. 1500U/min minimal unruhiger läuft. Also habe ich erstmal die Haube geöffnet und festgestellt, dass der Motor die Luft nicht mehr durch das Ansaugrohr zieht, sondern durch einen kleinen «Plastik-Böpsel» oben auf dem Motorblock (keine spürbaren Leistungsschwankungen vorhanden). Bin deshalb zur Werkstatt gefahren, die haben gemeint, dass da ein Marder ein Stück geklaut hätte und haben das Loch dann einfach mit einem Gummipfropf luftdicht verschlossen. Nun stellen sich zwei Fragen: Warum ist da eine Öffnung, wenn man diese gar nicht benötigt? Und: Muss das wirklich verschlossen werden? Das zweite Problem habe ich mit, nun ja… ich bin mir nicht sicher. Beim Fahren über Gullis oder leichte Unebenheiten rumpelt das Auto stark. Ich habe die vorderen zwei Stabigummis erneuert. Danach war es zwar besser, nicht ganz weg und nach einer Woche wieder genauso wie davor. Könnten das die Stoßdämpfer, Stabilisatoren oder doch etwas anderes sein? Schon mal vielen Dank im Voraus! Alexander Rosenbaum

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Alex, es gibt im ganzen Auto immer wieder Löcher, die später mit Deckeln verschlossen werden. Das können Montage-, Wartungs- oder Herstellungsöffnungen sein, die im eingebauten Zustand stören.
Die Poltergeräusche können von jedem Kunststoffteil der Vorderachse kommen: Querlenkergummis, Federbeinkopflager oder eben Stabilisatorgummis. In Frage kommen auch die Achstraggelenke, die manchmal erschreckend schnell verschleißen. Genaues sagt Ihnen ein Gutachter bei TÜV, DEKRA oder GTÜ (dort gibt es nämlich Vorderachsprüfstände, dafür aber keine Ersatzteile…)

Frage von Sebastian Gala:

Hallo fahre einen Audi A6, 2,8 Liter, Bj. 1998. Ist der Wagen kalt, springt er auch sofort an, fahre ich ihn warm und stelle ab, geht er nicht mehr an, sondern erst nach etwa zwei Stunden. Können Sie mir da weiter helfen???

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das hatten wir hier schon öfter: Ursache ist höchstwahrscheinlich der Motortemperaturfühler. Lassen Sie den erneuern, dann startet der Wagen auch im warmen Zustand. Alternativ kann der Wagen auch angeschoben werden… (aber wer macht das schon?)

Frage von Heinz Roeh:

Hallo, wir fahren einen Mercedes T 200 CDI, Baujahr 2005. Seit Anfang an haben wir (meine Frau und ich) folgendes Problem: Wir stehen an der roten Ampel, legen den 1. Gang ein, geben Gas und der Wagen fährt rückwärts! Das passiert so etwa 1-2 mal im Quartal. Die Mercedes Werkstatt gibt sich viel Mühe (letztens war der Wagen drei Tage in der Werkstatt), aber keiner kennt den Fehler. Haben Sie eine Ahnung??? Vielen Dank und GrußHeinz Roeh

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Heinz, das ist ganz offenbar eine Mischung aus einer etwas diffizilen Schaltung und Unsicherheiten im Umgang mit derselben… Wenn eine Neujustage der Schaltung nichts bringt, muss vielleicht etwas (oder die ganze Baugruppe!) davon ausgetauscht werden. Ursache ist jedenfalls eine zu schwache Sperre des Rückwärtsganges, der beim Schalten in den ersten Gang irrtümlich eingelegt wird. Nach meiner Erfahrung müsste die Sperre aber so justierbar sein, dass sie ihrer Aufgabe auch nachkommen kann…

Frage von Werner:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Ford Focus 1.8 TDDI, 90 PS, Bj. 11/99, bei dem die Einspritzpumpe getauscht wurde (von einer Werkstätte). Auto läuft im Stehen normal, nagelt etwas. Dann fährt man, da läuft der Wagen nur noch 130-150 km/h und er fängt bei 90/100 km/h zu nageln an, sodass man annimmt, es handele sich um einen Lagerschaden. Ich habe darauf hin die Werkstätte aufgesucht, die haben alles nochmals zerlegt, Pleuellager alles geprüft, leider gleiches Problem noch immer.... eigenartiger Weise, wenn man den Motor nach Absinken der Motorleistung wieder abstellt und neu startet, funktioniert dieser für einige Minuten, dann beginnt der selbe Spaß von vorne... wissen sie einen Rat? Gruss aus Österreich

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist die Steuerung der Einspritzpumpe! Entweder stimmen die Steuerzeiten nicht und die Elektronik muss gegen ein mechanisches Problem «anregeln», oder die Elektronik ist nicht auf die neue Einspritzpumpe «kalibriert». Das sollte die Werkstatt aber wissen und ggf. noch einmal überprüfen.

Frage von Armin Lohbauer:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich fahre einen Passat, 1.8, 20V, Baujahr 1999, mit Automatikgetriebe (4 Gänge). Das Getriebe rutscht beim 3. und 4. Gang und verrsacht Schwingungen (ein Zittern der Karosserie). Wie beseitige ich dieses Problem? Danke im voraus für Ihre Antwort. Mit freundlichen Grüßen Armin Lohbauer São Paulo - Brasilien

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn es beim Schaltvorgang 3 auf 4 rutscht, schließt eine Kupplung in der Automatik zu langsam. Dies wird meistens (90 %) durch verschlissene Unterdruck-Steuerventile verursacht. Fahren Sie bitte nicht zu lange mit rutschendem Getriebe durch die Gegend. Lange Schaltvorgänge machen die Kupplungen kaputt. Wenn erst mal die Innenlamellen angegriffen sind, geht der Verschleiß zügig voran - bis zur Zerstörung. Deswegen lieber gleich drum kümmern, meistens ist die Ursache klein. Hoffentlich sind die Brasilianer fitter mit Automatik-Getrieben als die Jungs im alten Deutschland….

Frage von Heike Berents:

Hallo, ich fahre einen Renault Scenic, Automatik, Baujahr 2001. In der kälteren Jahreszeit ruckelt der im kalten Zustand. Die Drehzahl geht rauf und runter und der Wagen nimmt das Gas nicht richtig an. Sobald der Wagen warm ist, läuft er wieder ganz normal. Ist dieses Auto vielleicht verhext? Vielen Dank für einen Tipp - in der Renaultwerkstatt wusste man nicht weiter.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Dann rate ich zum Wechsel der Werkstatt! Warum sollen Sie die hohen Vertragswerkstatt-Stundensätze bezahlen, wenn man Ihnen nicht hilft? Das Problem liegt offenbar an der Warmlauf-Regelung. Ob es nur der Temperaturfühler oder etwas «Tiefliegenderes» ist, sollte die Werkstatt aber schon noch heraus finden….

Frage von Recep Bay:

Hallo Herr Kessler, ich habe ein Problem an meinem Sprinter 208. Und zwar blasen sich die Wasserzuschläuche und Wasserabschläuche auf. Nach dem Tausch der Wasserpumpe und des Thermostats ist der Fehler immer noch vorliegend. Der Kühler ist recht neu, den haben wir nicht gewechselt. Die Schläuche blasen sich auf, sobald ich den Deckel vom Wasserbehälter öffne, ist der Druck wieder raus. Aber nach einer kurzen Zeit (15 Min.) ist wieder enormer Druck in den Schläuchen. Woher kann das kommen? Vielen Dank im Voraus! Gruß Recep

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Recep, das hört sich sehr nach einer defekten Zylinderkopfdichtung oder nach einem Riss im Kopf an. Beides sind teure Reparaturen, aber ohne diese Ausgabe wird das nichts mehr, mit dem Sprinten….

Frage von Ulrich Jung:

Guten Tag Herr Kessler, ich fahre einen VW Passat 2,0, BJ.1994. Dieses Auto fährt während der Fahrt die Drehzahl bis in die Leerlaufdrehzahl herunter, wenn ich dann das Gaspedal gedrückt halte gibt es nach kurzer Zeit einen Ruck und die gewünschte Drehzahl ist wieder da. Dies geschieht drei bis vier Mal hintereinander, dann läuft das Auto wieder richtig. Sobald ich das Auto ausgemacht habe und nach kurzer Zeit wieder starte, geht das selbe Spiel wieder von vorne los. Dieses Problem tritt immer öfter auf. Ich habe schon die Benzinpumpe, Steuergerät, Luftmengenmesser und ein Realais ausgetaucht. Ich hoffe, Sie können mir noch weiterhelfen. Mit freundlichem Gruß Ulrich Jung

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte das Drosselklappenpotentiometer sein. Das ist so eine Art elektronisches Gaspedal, welches dem Einspritzcomputer die Daten zur korrekten Bemessung der Einspritzmenge mit teilt. Wenn das spinnt, wird zu wenig oder gar nichts eingespritzt und der Motor läuft entsprechend unwillig. Lassen Sie das mal testen!

Frage von Werner Kampmann:

Meine Betriebsbremse am Polo 6N, 50 PS, hinten rechts ist sehr schlecht. Handbremse ist OK. Danke..

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Werner, danke für die Nachricht. Wenn Du die Werte der Betriebsbremse verbessern willst, empfehle ich den Einbau von neuen Radbremszylindern (bitte auf beiden Seiten…) an der Hinterachsbremse.