Fragen an den Autopapst im April 2007

Andreas Kessler © Foto: privat

Sie haben Probleme mit Ihrem Auto. Kein Problem. Autopapst Andreas Kessler beantwortet in der Autogazette Ihre Fragen. Nennen Sie uns Ihr Problem unter Angabe der Marke, Modell, PS, Baujahr, Getriebe, KM-Leistung, Benziner oder Diesel. Benutzen Sie die untenstehende Eingabemaske für Ihre Frage. Ihre Frage im April 2007.

Frage von Reinhard Stini:

Grüß Gott, ich habe einen Ford Mondeo, Baujahr 11/98, 1,8 i, 115 PS Zetec. Nach Erreichen der Betriebstemperatur beginnt der Motor - wenn ich die Geschwindigkeit von ca. 60 Km/h halten möchte - zu ruckeln. Sobald ich Gas gebe oder auch ganz weg nehme ist es weg.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ich wage mal eine Ferndiagnose: Das Drosselklappenpotentiometer ist am Ende! Ich bin gespannt, ob es das ist....

Frage von Sepp Griffaton:

Lieber Herr Keßler! Dank für die vorangegangenen Tipps. Sie waren sehr hilfreich. Jetzt komme ich zu einem ernsteren Problem, das ich mit meinem Mercedes E 200 Kompressor, Bj. 2006, habe. Ich habe mir in 08/2008 bei der Fa. AVO-Tech eine Gasanlage (LPG) einbauen lassen. Leider arbeitete die Anlage von Anfang an nicht zufriedenstellend (gelbe Motorlampe kam sehr häufig und ging teilweise auch nicht mehr von alleine aus). Bei den z. T. wöchentlichen Vorstellungen in der Werkstatt wurden diverse Einstellungen u Veränderungen in der Anlage vorgenommen, die bis heute zu keinem Erfolg führten. Jetzt musste ich
feststellen, dass die Firma insolvent ist und mir mitgeteilt wurde, dass keinerlei rechtlicher Anspruch auf Garantieleistungen mehr besteht.
Stattdessen wurde mir der Einbau einer anderen Anlage empfohlen (Frechheit!). Da die aus AVOTECH hervorgegangene Firma A.A.T.S. nicht mehr mein Vertrauen genießt, hoffe ich, dass Sie mir einen kompetenten und seriösen Ansprechpartner in Berlin benennen können,
der mein Problem endlich in den Griff bekommen kann. Vielen Dank
für Ihre Bemühungen im Voraus, Ihr Sepp Griffaton P.S.: In Internetforen wurde gesagt, dass die AVOTECH-Anlage identisch sei mit einer Eiffel-Anlage (?!)


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Sepp, mein Beileid! Nachgerüstete Gasanlagen sind keineswegs immer ein Quell reiner Freude, und wenn die Einbauwerkstatt die Grätsche macht, wird daraus Ärger. Ich kann Dir aber leider nicht helfen, weil ich keine entsprechende Autogas-Werkstatt empfehlen möchte. Zu sehr hängt bei diesem Thema alles am Einzelfall (und oft auch noch am jeweils betreuenden Mitarbeiter einer Werkstatt...). Du kannst den Fall aber mal in der Kfz-Innung schildern (Obentrautstr. in Kreuzberg) und dort eine Empfehlung erbitten.

Frage von Erhard Baier:

Ich fahre einen VW T4 Multivan. Mehrmals wurde versucht, ihn zu entwenden. Ist es ratsam, einen Zwischenschalter versteckt als Diebstahlsicherung einzubauen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Unbedingt! Es gibt von der Fa. Hella einen Netzschalter, der für diesen Zweck ideal ist. Manche Leute bauen sogar zwei davon ein....

Frage von Herbert Stockinger:

Hallo! Das Standlicht in meinem Passat geht nur auf der rechten Seite. Warum?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herbert, eine defekte Lampe schließe ich aus, die dürften Sie wohl schon geprüft haben, oder? Was ist mit der Sicherung? Schon gecheckt? Wenn das Schlusslicht ebenfalls nicht leuchtet, dürfte das die Ursache sein. Oder (falls Sie das Standlicht bei ausgeschalteter Zündung nicht leuchten sahen: Es könnte die normale «links/rechts»-Standlichtfunktion sein, die bei stehendem Motor mit dem Blinkerhebel geschaltet wird. Details stehen in der Bedienungsanleitung.

Frage von Peter Steins:

Hallo Autopapst, ich fahre einen Kadett E CC, Bj. 90. Seit einigen Tagen muckt er. Z.B. kam ich letztens von einer kurzen und gemütlichen Autobahnfahrt (max. 120 km/h) und stand an einer Ampel. Plötzlich ein sehr intensiver Geruch nach verbrannten Gummi oder Kunststoff. Also rechts ran, Haube auf, und: Nichts gesehen, nur der Geruch war voll da. Fahrverhalten völlig normal. Heute morgen dann kurze Innenstadtfahrt und ich vernahm deutlich ein schleifendes Geräusch von vorne, sowie ein Quietschen (recht laut) bei Linkskurvenfahrt. Was kann das sein? Ich tippte auf Lenkmanschetten oder Radaufhängung, aber zu sehen ist nichts. Ich wäre dankbar über baldige Antwort. Mit freundlichem Gruß, Peter Steins

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Peter, das könnte eine nicht lösende Bremszange und der dadurch heiß gewordene Bremsbelag sein. Fassen Sie mal (vorsichtig!) die Felgen an. Wenn eine oder mehrere sehr heiß sind (mehr als handwarm), ist wahrscheinlich entweder eine Bremszange fest oder eine Bremsleitung von innen zugequollen. Abhilfe schaffen nur Neuteile. Und: Wechseln Sie bei der Gelegenheit die Bremsflüssigkeit! Wenn die so alt wie das Auto ist, ist sie für den Defekt verantwortlich.

Frage von Klaus:

Guten Tag, ich habe eine Frage an den Autopapst. Was muss man beachten, wenn man ein Auto starten will, was ca.15 Monate in der Garage stand. Es handelt sich um ein hochwertiges, und junges, mit sehr wenig km gefahrenes Auto. Ich möchte keinen Motorschaden verursachen, und deshalb die ungewöhnliche Frage an Sie. Rechnen werde ich mit einem eventuellen Batterie-Tausch und Flugrost auf den Bremsscheiben. Darf man den Motor starten, weil ja durch die lange Standzeit der Ölkreislauf nicht mehr lange aktive war, oder was muss man tun, bevor man den Motor startet, ohne einen Motorschaden anzurichten. Für eine Anleitung, Information, bedanke ich mich im Voraus. Mit freundlichen Grüßen Klaus

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Eigentlich sollte ein modernes, gut gewartetes Auto eine 15-monatige Pause ohne größere Probleme überstehen. Vor dem ersten Motorstart würde ich aber die Zündung lahm legen (Kerzenstecker abziehen bzw. Zündsteuergerät vom Bordnetz trennen) und den Motor mit dem Anlasser so lange durch drehen lassen, bis die Öldrucklampe erlischt. Dann kann der Motor mit Zündung wieder gestartet werden. Vor den ersten Metern Fahrt würde ich den Luftdruck etwas (ca. 0,5 bar) absenken, damit evtl. entstandene Standplatten sich durch vermehrtes Walken der Reifen zurück bilden. Damit aber bitte nicht mehr als 1000 m fahren, sonst werden die Reifen beschädigt! Das müsste es eigentlich sein, bei den empfehlenswerten Bremstests verschwindet der Flugrost von selbst. Zum Schluss noch eins: Wenn Ihnen nach den ersten Metern irgend etwas «spanisch» vorkommt, sofort in die Werkstatt! Es gibt gerade in diesem Zusammenhang die komischsten Geschichten....

Frage von Frank Klöckl:

Hallo Herr Keßler, ich fahre einen Volvo 850 T5, BJ 93. In letzter Zeit beobachte ich das Phänomen, dass er, wenn er warm ist, manchmal nicht anspringt. Das passiert aber nur, wenn die Außentemperatur über 15 Grad liegt und bei warmem Motor. Wenn ich dann einige Zeit warte, springt er wieder an. Das ist besonders unangenehm, wenn man z.B. im Baumarkt schnell was holen will und man dann noch 10 min. auf dem Parkplatz warten muss, bis er sich bequemt, wieder zu starten. Im Winter hatte ich das Problem nie und Morgens (auch Abends nach der Arbeit) springt er immer tadellos an.
Was kann das sein? Gruß F. Klöckl


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, das dürfte der Motortemperatursensor sein! Der ist altersbedingt schwach geworden und gibt falsche Werte an das Steuergerät weiter. Das stört den Warmstart (macht ihn aber nicht unmöglich! Lasse den Anlasser etwas länger laufen, dann springt der Motor im Notlauf an....).

Frage von Klaus Koerner:

Hallo, bei meinem Ford Ka, Bj1997, ist der Leerlauf im kalten zustand okay, wenn der Motor aber warm ist, zu hoch. Leerlaufregelventil ist neu! Wenn ich die Leerlaufdrehzahl bei warmen Motor korrekt einstelle, springt der Motor, wenn er kalt ist, zwar an, geht aber wieder aus. Erst nachdem er warm gefahren wurde, läuft er korrekt. Kann Nebenluft die Ursache sein? Beim Gasgeben und Ohr im Motorraum höre ich ein saugendes und zutschendes Geräusch unter der Ansaugbrücke, lässt sich jedoch nicht lokalisieren. Danke, Klaus Körner

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Klaus, das Geräusch würde ich näher analysieren! Ich nehme an, dass zwischen dem Oberteil der Einspritzung und dem Saugrohr durch eine defekte Dichtung Nebenluft angesaugt wird (= Geräusch!). Um etwas sicherer zu sein, können Sie die verdächtige Stelle mit Bremsenreiniger ansprühen. Wenn die Drehzahl darauf hin ansteigt, können Sie die Werkzeugkiste holen....

Frage von Lars Bartels:

Hallo, ich habe einen Honda FR-V 2,0, Bj. 2005. Der hat öfter das Problem, dass, wenn der Motor warm ist, er schlechter anspringt. Ich muss dann länger starten und zusätzlich Gas geben. Letzte Woche habe ich Inspektion machen lassen, man meinte, dass könne auch am Ventilspiel liegen. Ich habe es seid dem aber schon wieder einmal gehabt. Zündkerzen und Luftfilter wurden auch schon gewechselt.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Probleme mit dem Ventilspiel dürfte ein Honda von 2005 nicht haben; hier sorgen Hydrostößel für ideale Verhältnisse. Wenn ein warmer Motor schlecht anspringt, gibt es folgende Ursachen (unter anderem!!): 1. Fehlbedienung (lesen Sie sich den Teil, der «Warmstarts» behandelt, noch einmal genau durch!) 2. Dampfblasenbildung in der Kraftstoffleitung (trifft auf Ihr Auto fast sicher nicht zu) und (mein Favorit!) 3. ein defekter Motortemperaturfühler. Wenn der falsche Werte an den Einspritzrechner übermittelt, springt der Motor eben schlechter an....

Frage von Reinhard Thiele:

Hallo Herr Keßler, ich habe einen VW Passat B3, Bj. 97, 101 PS / 74 kW/ Motork. AHL. 1. Problem : Die Scheibenwischanlage, die Blinker, das Heizungsgebläse und die Heckscheibenheizung sind
während der Fahrt ausgefallen. Sicherungen sind aber okay! 2. Problem: Motor hat keine Leistung mehr, fängt an zu stottern und geht auch öfters aus. An was kann das liegen? Mit freundlichen Grüßen R. Thiele


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist relativ einfach, lieber Reinhard! Nach meiner unmaßgeblichen Erfahrung ist hier der Zünd-Anlass-Schalter (ZAS) ursächlich. Das Teil kostet etwa 30 Euro als Ersatzteil und braucht etwa 1,5 Stunden für den Einbau (Lenkschloss muss ausgebaut und geöffnet werden, nichts für Grobmotoriker...). Viel Spaß beim Basteln wünscht DER AUTOPAPST

Frage von David Bade:

Hallo, meine Mutter fährt einen Ford Mondeo 1.8, doch im Leerlauf variiert die Drehzahl zwischen 500 bis 1100 Umdrehungen. Woran liegt das und wie kann ich es beheben. Habe schon gehört, dass dies an der Leerlaufdüse liegt, ich weiß aber nicht wo sich diese befindet. Mit freundlichem Gruß und schönen Dank im Voraus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi David, es dürfte nicht die Leerlaufdüse, sondern das Leerlaufregelventil sein. Das ist ein Bauteil in der Nähe der Einspritzung, mit einem Kabelstecker daran. Es wird in den Ansaugtrakt geschraubt (modellabhängig!). Oft reicht eine einfache Reinigung mit Bremsen- oder Vergaserreiniger, genau so oft muss das Ding aber auch erneuert werden. Die Verschmutzungsquelle ist übrigens meistens die Kurbelgehäuseentlüftung oder das AGR (Abgasregel-/Abgasrückführungsventil). Alles klar? Gruß an die Frau Mutter vom AUTOPAPST

Frage von Kowalzik Heidrun:

Ich habe einen Opel Astra 1,6 16v Caravan. Seit einiger Zeit brennt die Motorleuchte. Gewechselt wurden schon Zündverteiler, Zündkerzen, Nockenwellensensor. Trotzdem brennt sie weiter. Werkstatt kann keinen Fehler finden. Was kann es noch sein?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ohne eine Fehlerspeicher-Auslesung wird man dem Defekt wohl nicht auf die Schliche kommen. Wenn Du das sofort gemacht hättest, wäre der eine oder andere Euro in Deiner Börse geblieben! Leider kommt man bei Elektronik-Problemen mit dem versuchsweisen Austauschen von Bauteilen nicht richtig weiter, weil zu viel in Frage kommt. Von mir darum hier auch keine Ferndiagnose!

Frage von Ingo:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe mir Anfang dieses Jahres einen Mercedes S600 mit Gasanlage von 1992 angeschafft. Nun aber springt der Motor nicht mehr an. Der Anlasser macht nur noch Klack und sonst bewegt sich nichts. Habe schon einen anderen Anlasser eingebaut aber ohne Erfolg. Als nächstes habe ich probiert, den Motor mit Werkzeug am Schwungrad zu drehen, aber dieser bewegt sich kein
bisschen. Meine Frage: Sitzt der Motor fest oder was könnte es sonst sein? Würde mich über eine Antwort sehr freuen. Mit freundlichen Grüßen Ingo


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Ingo, das ist der GAU! Die W140 Zwölfzylinder haben eine Schwachstelle, und das sind die Spannschienen der Steuerkette! Bei Ihrem Stern dürfte sich eine Schiene verkanntet haben und blockiert jetzt die Steuerkette. Wenn das der Fall ist, könnte man mit viel Zeiteinsatz eine Reparatur hin bekommen. Wenn das Problem bei laufendem Motor aufgetreten ist, gab es fast sicher einen Head-Crash (Kontakt zwischen Kolben und Ventilen), was einem Totalschaden des Autos entspricht. Ich hoffe, Sie kommen mit dem Steuerkettenspannertrick weiter.

Frage von Reiser:

Hallo Herr Keßler, ich habe ein Anliegen. Was wäre, wenn man den Verbrauch von jedem Verbrennungsmotor um 50 Prozent reduzieren könnte, ohne den Motor zu verändern. Welche Chance hätte ein solches System heute? Dabei werden die CO2-Werte bis zu 80 Prozent reduziert! Erwarte gerne Ihre Stellungnahme hierzu. Mit freundlichen Grüßen Reiser

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Reiser, so ein System würde dem Anbieter förmlich aus den Händen gerissen! Die CO2-Reduzierung kann übrigens maximal auch nur 50 Prozent erreichen, weil sie direkt proportional zum Verbrauch ist. Ich selbst arbeite seit einigen Jahren auch an so etwas und stehe kurz vor dem Markteintritt. Es fehlen bloß noch ein paar behördliche Zulassungen.... Herzliche Grüße vom AUTOPAPST

Frage von Zieger:

Guten Tag, ich habe leider ein Problem mit meinem Golf 3 1.8 GT, Bj. 93, 196.000 km. Er hat seit neuestem bei steigenden Außentemperaturen Probleme mit der Leistung in höheren Drehzahlen!
Die Öltemperatur steigt auf etwa 94 Grad Celsius und die Kühlertemperatur auf 80 Grad. Bei steigender Lufttemperatur und Motortemperatur verliert er bei der Beschleunigung stetig an Leistung! Anfänglich war es nur auf der Autobahn (Außentemperatur 0-5 C), nun bei 22 Grad kommt dieses Problem mit wärmerem Motor bereits in Bereichen von 70-120 km/h! Ich weis nicht mehr weiter! Könnt Ihr mir weiter helfen? Mit freundlichen Grüßen Frank Zieger


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frank, ich glaube nicht an einen Temperaturzusammenhang! Die Werte für Öl- und Kühlmitteltemperatur sind völlig o.k. Was Du beschreibst, hört sich nach einer rutschenden Kupplung an. Steigt die Motordrehzahl schneller als die Geschwindigkeit an, wenn Du beschleunigst? Dann muss eine neue Kupplung ins Auto! Bei der Laufleistung und dem Motor völlig normal (falls noch die erste Kupplung eingebaut ist!). Ich würde das jedenfalls machen lassen, weil der Golf 2 in GT-Ausstattung ein fantastisches Auto ist!

Frage von Kirsten Westphal:

Sehr geehrter Herr Keßler, ich habe ein Problem mit meinem Renault Twingo, Bauj. 2002. Ständig leuchtet die Kontrolllampe vom Airbag auf. Man hat mir gesagt, dass dies häufig bei den Twingos vorkommt. Kann man irgendetwas dagegen machen, ohne direkt in die Werkstatt fahren zu müssen. Gruß Kirsten Westphal

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ohne fachkundiges Personal ist das Problem kaum zu beseitigen. Ich würde zuerst den Fehlerspeicher auslesen lassen, damit der für die Warnung zuständige Airbag lokalisiert werden kann. An dessen Verbindungsstecker oder dessen Anschlusskabel ist wahrscheinlich Kontaktkorrosion aufgetreten. Wenn man weiß, welcher Stecker betroffen ist, kann man den dauerhaft verlöten. Dann stimmt der Widerstandswert für den Airbag-Selbsttest wieder und die Kontroll-Lampe bleibt aus. So einfach könnte das sein....

Frage von M. Günther-Lude:

Guten Tag. Ich fahre einen VW Bus T 4, Baujahr 1999, Typ Caravelle mit Automatikgetriebe und 2,49 L Dieselmotor. Derzeit wurde nur eine rote Plakette gemäß Feinstaubverordnung erteilt. Gibt es die Möglichkeit durch Nachrüsten eines entsprechenden Rußpartikelfilters von der roten auf eine grüne Plakette zu kommen? Das zulässige Gesamtgewicht des Fahrzeugs liegt über 2,5 T. Über Ihre Rückmeldung würde ich mich freuen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Günther-Lude, Sie haben definitiv keine Chance auf eine grüne Plakette. Wenn es einen Partikelfilter-Nachrüstsatz für Ihren Bus gäbe (gibt es aber nicht, weil Automatik-Getriebe!), würde das Auto eine gelbe Plakette erhalten. Eine «Sprung»-Zuteilung von rot auf grün ist vom Gesetzgeber nicht vorgesehen und technisch bisher auch noch nicht möglich. Es tut mir leid, positiver fällt diese Antwort leider nicht aus.....

Frage von Gerhard Oelmann:

Hallo Herr Kessler, ich habe meinen Peugeot 1007 auf Autogas (LPG) VIALLE Einspritzung) umrüsten lassen. Nun spinnt die Benzinanzeige. Lt. Bedienungsanleitung soll beim Starten des Motors die Anzeige jedes Mal den richtigen Stand anzeigen. Mein Umrüster hat schon drei Resets (Fopper) aus und eingebaut. Ein gewollter Reset der Tankanzeige ist nicht zu erreichen. Irgendwann, wenn die Anzeige genug runtergezählt hat, erfolgt auch mal ein Reset. Der genaue Tankinhalt (Benzin) wird aber nicht angezeigt. Je öfter ein «willkürlicher Reset» erfolgt, desto ungenauer wird die Anzeige. Suche im Internet hat auch nichts gebracht, das scheint wohl ein 1007-Problem zu sein. Habe sie einen Tipp? Mit freundlichen Grüßen Gerhard

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Gerhard, Ihre Frage hört sich so an, als ob Sie einen Zusammenhang zwischen dem Einbau der Gasanlage und der Unmöglichkeit des Kallibrierens der Tankanzeige sehen. Dann klemmen Sie die Steuerung der Gasanlage doch mal vorübergehend ab und versuchen erneut einen Re-Set. Wenn es dann klappt, ist das Problem elektrischer Natur (bedingt durch den Anschluss der Vialle-Steuerung an das Bordnetz, fragen Sie aber bitte nicht nach Details....). Wenn das nichts ändert, ist der Defekt ein Peugeot-Defekt und muss wahrscheinlich durch ein neues Kombiinstrument behoben werden (glaube ich aber nicht....). Plan B währe in nachgerüstetes Instrument für den Tankinhalt (sieht nicht schön aus, ist aber leicht zu realisieren und hält ewig. Außerdem lässt sich die gute alte Tankuhr wesentlich besser ablesen als so ein doofes Display....). Ich hoffe, ich konnte helfen....

Frage von Thomas Wendzinski:

Hallo Herr Keßler, verzweifelt wende ich mich mit einem Problem an Sie, in der Hoffnung, dass dies der angemessene Kommunikationsweg ist. Es geht um einen Mazda 323f BG, Bj. 1992. Das Fahrzeug zeigt folgende Symptome: Im Leerlauf bei Standgas ist die Motordrehzahl nicht konstant, sondern sie schwankt zwischen 1400 und 2000 U/min. Wird der Motor warm, fällt sie dann auch auf 900 U/min ab. Die Schwankungen treten dann seltener auf. Zusätzlich tritt das Symptom auf, dass während der Fahrt der Motor fast «absäuft», also kein Gas mehr angenommen wird und das Fahrzeug stark zu ruckeln beginnt. Auch wenn man einen Gang eingelegt lässt und versucht Gas zu geben, geht der Motor nicht aus und «fängt» sich wieder. Die folgenden Teile wurden bisher ersetzt und führten zu keiner Verbesserung: Zündkerzen, -kabel, Verteilerkappe, Verteilerfinger, Luftfilter, Luftmengenmesser und das Leerlaufstabilisierungsventil. Mit Hilfe von Bremsenreiniger wurde außerdem überprüft und ausgeschlossen, dass Nebenluft gezogen wird.
Vielen Dank für ihre Hilfe. Viele Grüße Thomas Wendzinski


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Thomas, Sie haben sich ja schon ganz schön weit durchgewechselt. Ein teurer Spaß, aber bei dem Modell ist man ohne Diagnoseequipement leider zum versuchsweisen Wechseln verdächtiger Komponenten gezwungen. Ich würde jetzt noch den «Stepper» (Leerlaufregler / Leerlaufstellmotor) reinigen und schmieren. Vielleicht schafft der seinen Job nicht mehr so schnell, wie es nötig ist. Und, zum Schluss, bleibt natürlich immer noch der Klassiker: Das Drosselklappenpotentiometer. Manchmal reicht Kontaktspray auf die Widerstandsbahn, meistens muss aber ein neuer `rein.... Ich wünsche viel Erfolg!

Frage von Bea:

Hallo Herr Keßler. Ich fahre einen Renault Clio 1.5 dCi, Bj. 2003. Letztes Jahr im Juni musste die Lichtmaschine ausgetauscht werden. Seitdem hab ich Probleme mit meinen Kontrolllampen (nur bei über 120km/h), wenn ich bei warmen Motor auf der Autobahn Vollgas fahre z.B. überholen, beschleunigen am Berg...Die «STOP»- Kontrolllampe, die Kühlflüssigkeitstemperaturkontrolllampe (diese blinkt) und die Vorglühkontrolllampe leuchten alle auf, wenn ich das Gas wegnehme gehen sie wieder aus, bis ich wieder viel Gas geben muss. Fahre ich nur bei halb getretenem Gaspedal geht nichts an! Im Stadtverkehr hatte ich das noch nicht. Das Auto ruckelt nicht und
ändert sich auch sonst nicht im Fahrverhalten, nur die Lampen
gehen halt an und wieder aus. Der Kühlflüssigkeitsstand liegt genau zwischen Min und Max. Woran kann das liegen? Mit freundlichen Grüßen und vielen Dank im Voraus, Bea


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bea, ich tippe hier auf «Phantom-Alarm», also Fehlauslösung der Kontrollen. Das könnte an einem Wackelkontakt des Steckers am Armatureneinsatz liegen, oder an einem Leiterplattenriss (häufiger bei
Diesel-Modellen) des Tachoeinsatzes. Da durch diese «Fehlalarme» aber die eigentliche Warnfunktion gestört ist, würde ich das reparieren lassen. Die Werkstatt wird ein neues Teil einbauen wollen (sehr teuer!), man kann das ganze Kombiinstrument aber testen und ggf. überholen lassen (z. B. www.hitzpaetz.de) . Das Problem hat meiner Meinung nach nichts mit dem Tausch der Lichtmaschine zu tun. Vielleicht hat der nach der Reparatur wieder konstantere Spannungsfluss das Problem nur besser zu Tage gefördert....

Frage von Thomas:

Mein 98er Omega geht im Standgas teilweise aus, springt aber gleich wieder an beim Neustart. Drosselklappe wurde schon gereinigt. Ist es eventuell der Leerlaufregler?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Könnte sein, Thomas! Es könnte aber auch die 3-K-Lösung sein (Kerzen, Kabel,Kappe) oder ein sich auflösender Zünd-Anlass-Schalter. Oder ein Fehler im Motorsteuerteil.... Ich würde mal eine Fehlerspeicherauslesung machen lassen und dann, falls nichts konkretes dabei heraus kommt, mit den billigen Teilen anfangen (also erst Zündkerzen, dann Verteilerkappe, dann Zündkabel etc.) Gute Fahrt wünscht DER AUTOPAPST

Frage von Thomas:

Hallo, ich fahre einen Peugeot 106 mit 60 PS. Seit neusten nagelt dieser wie ein Diesel im kalten Zustand. Wenn er warm ist, geht es etwas. Ventile haben wir einstellen lassen. Ich bin echt ratlos.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Thomas, entweder ist die Nockenwelle hin (Verschleiß an den Nocken und den Ventilbetätigungen) oder die Auspuffkrümmerdichtung ist undicht (das hört sich oft fast genau so an wie klappernde Ventile...). Lasse die Werkstatt mal diese beiden Möglichkeiten überprüfen.

Frage von Manuela Garhofer-Mann:

Lieber Herr Kessler, ich habe einen Seat Ibiza 1,9 TDI, BJ 2002, bei dem ständig beim Starten die Wegfahrsperre blinkt. Verschiedene Werkstattbesuche mit Auslesen des Fehlers, Neuprogrammierung des Schlüssels etc. waren erfolglos. Problem ist meistens bei Kurzstrecken. Wenn ich Glück habe, lässt er sich nach 45 Minuten wieder starten. Werkstatt meint, neuesArmaturenbrett einbauen, ist aber nicht sicher, ob der Fehler dann behoben ist. Kann man die Wegfahrsperre irgendwie «knacken»? Herzlichen Dank im voraus, Warte gespannt auf Ihre Antwort

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Manuela, «knacken» kann man eine Wegfahrsperre theoretisch schon, aber nicht mit einfachen Mitteln. Selbst bei alten Autos, die kaum noch im Focus von Autoknackern sind, muss normalerweise das Motorsteuergerät gewechselt werden, zusammen mit der Wegfahrsperren-Peripherie. In Deinem Fall glaube ich aber nur an einen Defekt der Lesespule der Wegfahrsperre hinter dem Zündschloss bzw. an dem Kabelbaum, der selbige mit dem Steuergerät verbindet. Bei allen VW-Fahrzeugen auf der Golf IV-Plattform gab es da oft Probleme mit zu kurzen Kabeln, die dann durch das in der Höhe verstellbare Lenkrad irgendwann «ausrasteten». Frage mal in Deiner Werkstatt, ob es nicht das sein könnte!

Frage von Dominique:

Hallo, Herr Kessler, ich habe einen Chevrolet Corsica, Baujahr 1994, Schaltgetriebe, und habe jetzt folgendes Problem: Kann das Auto zwar starten, der Motor läuft auch schön rund, so wie es sein sollte, nur egal, was für einen Gang ich einlege, das Auto bewegt sich nicht, und bei laufendem Motor kann ich auch durch die Gänge schalten ohne die Kupplung zu treten. Würde gerne mal wissen, was das sein könnte. Im Voraus vielen Dank für Ihre Hilfe. Gruß Dominique

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Dominique, da gibt es eigentlich nur zwei Möglichkeiten: Entweder hat sich die Kupplungsscheibe buchstäblich in Rauch aufgelöst (und stellt keine kraftschlüssige Verbindung zwischen Kurbel- und Getriebehauptwelle her ...) oder das Schaltgestänge hat die Verbindung zum Getriebe verloren. Letzteres halte ich für wahrscheinlich, weil der Schalthebel ohne eine Verbindung zum Getriebe herrlich leicht schaltet, aber im Getriebe immer nur der Leerlauf herrscht. Ein Blick unter das Auto bestätigt diese Version bestimmt!

Frage von Michael:

Hallo, wie kann man am Audi A4 Avant, Bj. 95, 1,8 Liter, das Standgas einstellen? Fällt im Leerlauf immer ab und geht aus. Mfg Micha

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Nein. Lieber Micha, geht nicht! Die Leerlaufdrehzahl ist «fix» und wird vom Motormanagement mit vielen Tricks und Servos unter allen Umständen «angestrebt». Wenn das mal nicht klappt, muss die Störgröße, die das System daran hindert, gesucht und gefunden werden. Das geht am besten mit einem entsprechend konfigurierten Diagnosesystem. Und so etwas hat (neben mir...) leider nur eine Werkstatt.

Frage von Sebastian Rickers:

Hallo Herr Keßler, ich habe ein MB Sportcoupe, W203, Bj. 2001, mit 65.000 Km. Seit neustem, wenn es warm und trocken ist, quietscht das Auto an der Vorderachse bei Unebenheiten. Das nervt tierisch. Außerdem funktioniert meine Klimaanlage nur noch einseitig. Beifahrerseite normal, Fahrerseite nur noch warme Luft. Bitte helfen Sie mir, der Sommer ist doch schon fast da. Danke S. Rickers

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Die Quietscherei dürfte sich auf verschlissene Kunststoffteile der Vorderachsaufhängung schieben lassen. Ich sprühe in diesen Fällen immer großzügig Silikonöl auf verdächtige Buchsen und Lager an den Querlenkern oder Stabilisatoren. Meistens ist es dann eine Weile ruhig, bis die Nerverei von Vorne beginnt. Schlussendlich wirst Du nicht um neue Aufhängungsgummis für die Vorderachse herum kommen. Die Klimaproblematik dürfte eine hängende Luftklappe im Lüftungssystem unter dem Armaturenbrett sein. Vielleicht bekommt Mercedes das mit dem Computer wieder hin; diagnostiziert und lokalisiert wird das fehlerhafte Teil aber jedenfalls. Hoffentlich sitzt es nicht zu tief im Gedärm der Lüftung, weil Du Dich sonst beim Erhalt der Rechnung erst einmal setzen musst.....

Frage von Andreas Tietzsch:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Ford Mondeo, Bj.1997, 2,5 V6, Kilometerstand170.000. Bei meinen Mondeo kommt Abgas aus dem Kühler! Was muss ich tun und wie teuer kommt mir das? Mit freundlichen Grüßen Andreas Tietzsch

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Andreas, das läuft wohl auf eine (bzw. zwei, der V-Motor hat zwei
Zylinderbänke...) neue Zylinderkopfdichtung hinaus. Die Dichtungen sind preiswert, aber der Arbeitsaufwand wird das ganze schnell in Richtung 800 Euro driften lassen. Das könnte schon ein wirtschaftlicher Totalschaden sein, wenn Du den «Job» nicht selbst ausführen kannst.

Frage von R.Zenke:

Habe einen Renault Megane, Baujahr 2000, und wollte mal wissen, wo denn das Kraftstoffpumpenrelais sitzt?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Im Relaiskasten! Wenn ich den genauen Typ und die Motorisierung wüsste, könnte ich sicher etwas konkreter werden. Andreas Kessler.


Frage von Bernd:

Ich besitze einen Opel Astra 1.6 Baujahr 92. Das Problem ist, dass er oft keinen Zündfunken hat. Er fährt tadellos wenn er angesprungen ist. Ich habe das Motorsteuergerät getauscht, Zündverteiler, Zündspule gewechselt sowie die nachträglich eingebaute Wegfahrsperre in einer Werkstadt ausbauen lassen. Habe jetzt noch einmal nur den Allgeber neu eingebaut und trotz allem springt er einmal an und dann wieder nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob er warm ist oder nicht. Ich weiß mir keinen Rat mehr. Ich kann mir trotz Abwrackprämie kein anderes Auto leisten und bin auf dieses Fahrzeug angewiesen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Weitere Möglichkeiten sind noch das Steuerrelais für die Spannungsversorgung des Motormanagements und (sehr wahrscheinlich!) der Zündanlass-Schalter hinter dem Lenkschloss. Mehr fällt mir aber auch nicht ein, den Rest hast Du ja schon erneuert. Andreas Kessler.

Frage von Michael Brückmann:

Hallo Hr.Kessler, ich fahre einen Audi A4 B5, Baujahr 96. Und da haben ich ein Problem mit der Tachobeleuchtung, und zwar wenn die Zündung aus ist und ich das Licht anmache, kann ich den Tacho mit dem Dimmer Hell und Dunkel machen. Sobald ich aber die Zündung anmache, ist die Beleuchtung ganz Dunkel und ich kann sie auch nicht mehr über den Dimmer verstellen. Und ab und zu wird sie beim Fahren mal hell und gleich wieder richtig dunkel. Ich hoffe, Sie können mir einen Tipp geben. Mit freundlichen Grüßen Michael Brückmann

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Michael, das ist ein typischer Massefehler der Elektrik hinter dem Cockpit-Einsatz. Um das in den Griff zu bekommen, muss das Cockpit ausgebaut und der fehlerhafte Massepunkt gesucht werden. Wenn gefunden, heißt es reinigen, Kontakt besprayen und wieder zusammen stecken. Dann sollte das Licht auch mit Zündung wieder hell scheinen. Andreas Kessler.

Frage von Ronald Fenchel:

Hallo Herr Keßler, ich möchte meine Tachowelle an meinem Ford Escort XR3i wechseln. Leider geht die Welle unten nicht rein. Beim Tacho selber keine Probleme. Das Ersatzteil ist Original Ford. Können Sie mir bitte weiterhelfen. Im Voraus besten Dank.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Ronald, ich würde die Welle erst am Getriebe montieren (und beim «Einfädeln» die Seele der Pese etwas drehen, damit der Mitnehmer in den Aufnehmer des Tachogebers «flutscht»). Wenn die Welle dort sitzt, ist der Anschluss am Tacho kein Problem mehr.

Frage von Ergün Kilic:

Ich fahre einen Seat Toledo, Bj.: 1993, 88 PS, 1,8i. Die Kühlflüssigkeit kocht und läuft am Ausgleichbehälter aus. Habe bemerkt, dass der Lüfter nicht läuft. Ist bei einer Erneuerung des Lüfters das Problem behoben?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Der Lüfter wird wahrscheinlich nicht defekt sein, sondern der Thermoschalter. Wenn der bei zu hoher Wassertemperatur nicht schaltet, läuft der Ventilator nicht an und das Kühlmittel beginnt (vor allem im Stadtverkehr oder im Stau) alsbald zu sieden. Der Thermoschalter kostet im Zubehör etwa 25 Euro und ist in 1 Minute gewechselt.

Frage von Niels:

Ich fahre einen Audi A6 4b, Limo, 2.4 Liter-Maschine, Benziner, Baujahr 2001 (vor Facelift). Unter Last (von 3200 bis 4150 U/min) ist ein mit steigender Drehzahl zunehmendes Rattern/Tickern zu hören. Wenn das Schaltsaugrohr umschaltet, ist das Geräusch weg. Als einmal eine Birne und ein anderes Mal ein Luftfilter getauscht wurden, war das Geräusch kurz danach deutlich leiser. Woran könnte das liegen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das Geräusch könnten z.B. Klingelgeräusche von Glühzündungen sein. Die Ursache dafür wäre dann ein defekter Klopfsensor. Das müsste sich aber durch das Auslesen des Fehlerspeichers bzw. durch die Ansteuerung des Klopfsensors mit Funktionskontrolle durch den Diagnosecomputer beweisen lassen. Fragen Sie die Jungs in der Werkstatt mal danach!

Frage von Sven Klosowski:

Hallo, ich hab bis jetzt nach ewigem Suchen keine Hilfe gefunden. Wie kann ich den Wischwasserbehälter im Lancia Y, (Bj. 2000) am einfachsten ausbauen? Er leckt und ist scheinbar komplett im linken Kotflügel eingebaut. Mit freundlichen Grüßen Sven

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Sven, das hatte ich auch noch nicht. Am besten fragst Du mal in einer Fiat-Werkstatt, die sollten das genau wissen. Du weißt ja, Fragen kostet nichts!

Frage von Robby Lehmann:

Hallo Herr Kessler, ich habe einen Toyota Avensis 2.0 D4D, 93kW, Bj. 07, 6-Gangschaltung.Bei 60TKm war laut Vorschrift Getriebeölwechsel in Toyotawerkstatt vorgeschrieben. Seitdem geht im kalten Zustand der 2.Gang kaum noch rein, die unteren nur noch sehr schwer. Wenn Betriebstemperatur da ist, dann ist alles okay. Die Werkstatt hat das Öl noch mal getauscht, andere Sorte, auch von Toyota, aber keine Besserung bewirkt. Dann wurde etwas Öl abgelassen, weil Verdacht auf zu viel Öl bestand. Aber auch das machte es nicht besser. Vielleicht haben Sie eine Idee, die ich der Werkstatt mitteilen kann. Danke!!!

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn das Getriebe vor dem Ölwechsel völlig normal schaltbar war, kann es nur an der Ölsorte liegen. Und die kennt nur Toyota! Ich würde an Ihrer Stelle jetzt etwas fester auftreten und unter Hinweis auf die Gewährleistung / Garantie die Abstellung des Problems verlangen.
Immerhin haben Sie (nach der Überweisung des Kaufpreises vor 2 Jahren) alles gemacht, was man von Ihnen erwartete: Sie waren bei der Inspektion bei einem Toyota-Vertragshändler. Dem jetzt noch zu sagen, was er wie warten oder reparieren soll, kann nicht erwartet werden..... Der Verkäufer hat Ihnen doch seinerzeit bestimmt vollmundig etwas über die Kompetenz und den fantastischen Ausbildungsstand der in den Toyota-Autohäusern tätigen Mitarbeitern vorgeschwärmt, oder?

Frage von Dennis Zierz:

Hallo Herr Kessler! Mein Mazda 626 gd, Baujahr 91, nimmt manchmal nicht richtig Gas an und ruckelt ein wenig. Der Drehzahlmesser springt manchmal von 800 Umdrehung bis 1500 Umdrehung, habe schon die Zündspule und den Temperaturfühler wechseln lassen. War vor einer Woche beim TÜV. Da ist er ohne Probleme durchgekommen. Weis nicht mehr, was ich noch machen soll. Können sie mir vielleicht helfen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Wenn der Drehzahlmesser wirklich «springt» (also zuckt), könnte das Problem im Verteiler (Hallgeber) zu suchen sein. Wenn der Motor allerdings keinen stabilen Leerlauf hat und zwischen den genannten Werten herumpendelt, ist vielleicht das Leerlaufregelventil fest und bekommt «nichts geregelt». Ursächlich könnte auch eine verkokte Drosselklappeneinheit sein. Grund für beide Probleme ist dann das AGR (Abgas-Regel-Ventil) oder die Kurbelgehäuseentlüftung.

Ralf Müntnich fragt:

Hallo Herr Kessler, habe Probleme mit meinem Mercedes Vito, Baujahr 96, 129 PS/638, Benziner. Im Standgas läuft er bei 900 U/min. sehr gut und auch während der Fahrt ohne Probleme. Nur wenn ich anhalte und die Kupplung betätige, fällt er sofort auf null Umdrehungen runter, geht aber dann bis auf 1200 Umdrehungen hoch und pendelt sich wieder bei 900 Umdrehungen ein. Manchmal geht er auch aus.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das dürfte der Kupplungsschalter sein, der beim Betätigen des Pedals ein Signal an die Motorsteuerung gibt. Dadurch wird die Drosselklappe geringfügig weiter geöffnet. Das soll den Leerlauf stabilisieren. Wenn das Signal ausbleibt, tritt genau das ein, was Sie beschreiben. Die Reparatur ist unaufwändig....

Giulia Zoppelli fragt:

Hallo, ich fahre einen VW New Beetle, 2.0, Bj 99, Motorkb. AQY, Benziner, 85 kW. Seit einem halben Jahr spinnt das Auto vollkommen! Angefangen hat es mit dem Fehler „Sekundärluftsystem: Durchfluss fehlerhaft“, alle Schläuche wurden getauscht, Klimaanlage defekt: Druckschalter getauscht, aber dann gings erst richtig los: Bank 1 Sonde 1: Kein Signal, Sonde vor Kat gewechselt, kurz danach Bank 1 Sonde 2 Systemgemisch zu fett : Sonde nach Kat und Zündkerzen gewechselt. Kurz danach Kraftstoffbemessungssystem: Systemgemisch zu fett: nach langem hin und her LMM gewechselt: allerdings ein Teil von ATP Autoteile für 32 Euro! Alle anderen Teile waren original und jetzt geht ab und an bei hoher Last, z.B. 4, Gang bei 4.800 Umdrehungen die Esp-Lampe an und der Fehler „Luftmassenmesser-Signal zu hoch“ wird abgespeichert! Allerdings geht die Esp bei erneutem Einschalten des Motors wieder aus! Nach ca. 2 Monaten ging es dann los, dass der Beetle das Gas schlecht angenommen hat, öfters Mal besonders zwischen 2000 und 4000 Umdrehungen oder im Standgas extrem unrund gelaufen ist und irgendwann wieder die üblichen Fehler aufgetreten sind: Bank 1 Sonde 1 keine Aktivität sporadisch Bank 1 Systemgemisch zu fett und lmm signal zu hoch, obwohl alle Teile im letzten Jahr getauscht wurden. Letzte Woche habe ich dann die Sonde vor Kat noch einmal tauschen lassen und der
Beetle ist gefahren wie schon lange nicht mehr. Super am Gas und rund. Allerdings nach 10 km Probefahrt ist die Checkleuchte wieder angegangen: diesmal «Bank 1 Sonde 1 keine Aktivität sporadisch, Bank 1 Sonde 2 Antwort zu langsam und Systemgemisch zu mager... Fehler gelöscht, beetle lief wieder gut! Gestern wieder Checkleuchte, Fehler: Bank 1 Systemgemisch zu fett... ich bin wirklich verzweifelt und hoffe, ihr wisst einen Rat, denn der Autopapst ist meine letzte Rettung... Viele Grüße,
Giulia.


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Ciao Giulia (ich hoffe, Du bist Italienerin....), die Lösung liegt fast schon in Deiner Schilderung: Es ist der Luftmassenmesser, der die ganze Abgasreinigungsmimik und damit die Gemischbildung durcheinander bringt!
Das Billigteil muß `raus und gegen ein Originalteil ersetzt werden (kostet auch nur 75 €!). Das Teil solltest Du also entweder bei VW oder bei Bosch kaufen (kaum Preisunterschied!!). Die Daten vim LMM und den div. Lambdasonden werden vom Rechner nämlich ständig abgeglichen. Wenn da etwas nicht paßt, kommen die schärfsten Fehlermeldungen in den Speicher.... Ich hoffe, das war es dann. Viel Spaß mit dem Beetle wünscht DER AUTOPAPST

Helga Wiede fragt:

Sehr geehrter Herr Keßler, vor zwei Jahren habe ich einen gebr. Opel Corsa C erworben, in denen es reinregnet, da er unter der Straßenlaterne geparkt werden muss. Die Werkstatt hat den Fehler nicht beheben können. Der Kofferraum wird linksseitig, besonders am Radkasten, derartig nass, dass schon die Ersatzradwanne stark eingenässt war. Gruß, H.Wiede.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Frau Wiede, leider haben Sie nicht geschrieben, was die Werkstatt schon alles versucht hat. Es gibt nämlich bei Wassereinbrüchen leider viele mögliche Ursachen. Sehr häufig ist entweder die Dichtung der Rückleuchte undicht oder das Wasserablaufloch neben der Rückleuchte durch zu viel Straßenschmutz verstopft. Vielleicht hilft Ihnen das weiter....

Frage von Alexander Beiersdorf:

Mein Ford Focus, Baujahr 2000, Benzinmotor, fängt bei Tempo 80 an zu vibrieren. Bei Tempo 110 hört es wieder auf. Das Vibrieren ist unabhängig von der Drehzahl. Ich habe noch Winterreifen drauf.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Alex, das dürften entweder schlecht ausgewuchtete Reifen sein (die Wuchtverhältnisse ändern sich mit zunehmender Anbutzung!) oder (was teurer ist...) die Gelenke der Antriebswellen sind am Ende. In der Praxis heißt das entweder auswuchten oder neue Antriebswelle(n).

Frage von Andreas Merkestein:

Habe Probleme mit meinem Renault Megane 1.6, Baujahr 1997. Der Motor läuft unruhig im niedrigen Drehzahlbereich, es wurden geprüft: Zündspule sowie Kerzen alle okay, Kerzen trocken und sauber.
Kompressionsdruck okay. Fehlerauslesung ergab Lambdasonden, Druck-Verteiler, Unregelmäßigkeit in der Einspritzung sowie Problem mit
Servo, bitte helfen.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Namensvetter, ich tippe von hier aus auf eine schwächelnde Lichtmaschine! Vielleicht ist das ganze Zeug auf Unterspannung zurück zu führen. Lasse am besten mal die Lichtmaschine und die Batterie checken.

Frage von Michael Klostermayer:

Wenn ich meinen 320 BMW E36, Bj92, ca. 290.000 km im Stand so ungefähr 10 min laufen lasse, wird er mir heiß. Ich habe neue
Kühlerflüssigkeit eingefüllt, aber ich komm nicht darauf, was das ist, eventuell das Thermostat? Ich bitte um Hilfe


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Micha, das ist wahrscheinlich die Viskokupplung. Wenn sich der Ventilator bei stehendem Motor nicht mehr leicht drehen lässt und/oder starkes Axial- / Radialspiel hat, ist der Lüfter samt Kupplung am Ende.
Hier hilft nur Austausch (bitte eine neue Viskokupplung verwenden, gebrauchte sind meistens auch defekt!!)

Frage von Rico Seelig:

Völlig ratlos und enttäuscht suche ich Hilfe. Ich bin Besitzer eines vier Jahre alten VW Touran. Da es ein Leasing-Fahrzeug ist, bin ich am überlegen, ob ich es weiter fahre, da es völlig ausreichend ist. Allerdings habe ich seit rund 1,5 Jahren mehr Öl im Kühlwasser als Kühlwasser. War jetzt in der Werkstatt, da hat man mir erst mal eröffnet, dass man kurz vor Ablauf der Garantie den Z-Kopf gewechselt hat (muss man ja nicht wissen). Meine Frage: Hatte mit meinem 2,0 TDI DSG-Schaltgetriebe drei Mal Komplettverlust der Kühlflüssigkeit. Die Werkstatt sagt, es könnte der Ölkühler sein. VW Wolfsburg hat keine Ahnung, angeblich kein bekanntes Problem.. Wie hoch ist die Wahrscheinlichkeit, dass durch den K-Verlust mein Ölkühler (oder Verbindungsteile) derart in Mitleidenschaft gezogen wurden, dass dieser jetzt das Öl dermaßen durchlässt und meine Sensorik verrückt spielt? Vielen Dank Rico Sellig

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Ricco, die Ölkühlergeschichte könnte tatsächlich ursächlich für die beschriebene Problematik sein. Die Jungs in Wolfsburg haben offiziell nie Ahnung von technischen Problemen; erst im direkten Gespräch mit involvierten Ingenieuren kommen Details ans Licht..... Leider wird man aber nie die Gelegenheit haben, einen Mitarbeiter aus der Konstruktion oder der Fertigung ans Telefon zu bekommen. Wenn es ein Leasingauto ist, würde ich das Auto bei VW abstellen und solange mit einem Ersatzfahrzeug herum fahren, bis das Problem gelöst ist. Die Kosten trägt der Leasinggeber, der ja gegen die Leasingrate ein einwandfreies Fahrzeug zur Verfügung stellen muss (nein, das ist keine normale Abnutzung, sondern ein Defekt!). Wenn Du schon der Eigentümer bist, wirst Du wohl in den sauren Apfel beißen und einen neuen Ölkühler bezahlen müssen. Immerhin kann die Reparatur aber in einer preiswerten Werkstatt stattfinden, weil Garantie oder Gewährleistung nach vier Jahren ohnehin nicht mehr in Frage kommt.

Frage von Mike Dannat:

Sehr geehrter Herr Keßler, in meinen VW Polo 9 N, Baujahr 03/ 2006 mit 47 kW habe ich mir im November 2008 eine Autogasanlage EasyJet 100 einbauen lassen. Die Autogasanlage hat von Anfang an nicht richtig funktioniert. Daraufhin hat die Werkstatt das Thermostat gewechselt, mit der Aussage, bei Gas funktioniert es nicht, aber für Benzin würde es gehen. Es gab keine Anzeichen für einen Defekt des Thermostates. Die Autogasanlage funktioniert immer noch nicht. Schaltet weit über 40 Grad Celsius zu. Hat denn mein Kühlmittelthermostat mit der Funktion der Autogasanlage direkt etwas zu tun? Ist denn nicht in der Gasanlage ein eigener Temperatursensor vorhanden, welcher die Zuschaltung der Anlage auslöst? Ich wäre Ihnen sehr dankbar, wenn Sie mir meine Fragen beantworten könnten. Danke Freundlichst Mike Dannat

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Mike, wenn ich die Frage richtig verstanden habe, schaltet die Steuerung bei einer Kühlwassertemperatur von über 40 Grad Celsius von Benzin auf Gas um. Das hört sich für mich eigentlich völlig normal an; der kalte Motor startet mit Benzin und nach den ersten Metern (also lauwarmem Motor) wird auf Gas umgeschaltet. Die Werkstatt hat das Thermostat getauscht, weil sie eine zu langsame Erwärmung des Motors annahm. Das ist o.k., weil es zwar für die Gasanlage einen eigenen Temperaturfühler gibt, der aber im gleichen Kühlmittel die Temperatur abnimmt wie der für den Benzinbetrieb (falls die Gasanlage nicht voll-sequentiell ist und die Steuerungsdaten des Benzin-Steuergerätes direkt übernimmt!). Vermutlich lassen Sie sich von der Anzeige der Kühlmitteltemperatur narren. Das Anzeigeinstrument ist nämlich keineswegs genau! Angezeigte 40 Grad können auch 25 oder 58 Grad sein.... Solange das Auto mit Gas ruckelfrei und sparsam unterwegs ist, würde ich mir keine Sorgen machen.

Frage von Konrad Lippowsky:

Habe einen VW -Bus, Baujahr 6/89, Automatik, Benziner, T 3, Hubraum 2095 Liter, 70 kW, Schlüssel-Nr zu 1 o102o3 zu 2) 0600 zu 3) 70444580. Gibt es einen Umrüstsatz, damit ich die grüne Umweltplakette bekommen kann?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Konrad, Sie müssten ein Schaltgetriebe haben! Dann gäbe es einen Nachrüstsatz für 271,00 Euro und die grüne Plakette. Aber mit Automatik leider nicht! Bitte fragen Sie mich nicht nach den Gründen....

Frage von Andreas Jenning:

Hallo und einen schönen guten Tag, Ich bin begeisterter Radio 1 Hörer und sonntags besonders gerne die Sonntagsfahrer leider ist es nicht so einfach zur Audienz vorgelassen zu werden. Deshalb meine Frage. Mazda 323 F, Baujahr 98, 1498 Kubikzentimeter. Ruckt manchmal im unteren Drehzahlbereich oder auch beim Anfahren.

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Namensvetter, ich tippe hier auf einen schwächelnden Hall-Geber im Verteiler. Es können allerdings (wie bei allen Rucklern) noch etwa 21 andere Möglichkeiten in Frage kommen. Als Basis würde ich immer mit der 3-K-Lösung starten (Kerzen, Kabel, Kappe), um eine Basis für die Diagnose zu haben. Sorry, mehr kann ich im Augenblick nicht sagen. Andreas Kessler

Frage von Herrn Müller:

Sehr geehrter Herr Kessler, ich hätte gern einen Tipp. Mein AudiA4 1,8T, Bj. 1/2003, 120kW, ist etwas anzugsschwach aus dem Stand und bei Motordrehzahlen unter 1800 U/min. Verbrauch im hauptsächlich Stadtbetrieb 9,3 l/100km, keine Fehler im Speicher, sonst keine Probleme. Was kann man tun? Mit freundlichen Grüßen H. Müller

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Lieber Herr Müller, der Mensch gewöhnt sich an alles, auch an die Leistung seines Autos! Ich kann den Anzug meines Sechszylinders auch erst dann wieder richtig schätzen, wenn ich mal ein paar Tage im Kleinwagen unterwegs war. Zum besseren Vergleich empfehle ich bei solchen Problemen immer, mal eine Fahrt mit einem anderen Exemplar des selbst bewegten Modells zu machen. Wenn das dann viel besser anzieht, ist Handlungsbedarf gegeben. In Ihrem Fall glaube ich nämlich nicht an ein technisches, eher an ein Gewöhnungs-Problem. Andreas Kessler


Frage von Katharina von Stahl:

Mein Renault Megane 1.6 Automatik ist jetzt innerhalb von 8 Tagen das 3 mal in die Werkstatt gekommen. Ursprünglich musste ein Elektronikteil für die Steuerung des Automatikgetriebes ausgewechselt werden. Seit dem dies geschehen ist, bleibt der Wagen bei jeder unpassenden Gelegenheit stehen, lässt sich lange Zeit nicht mehr starten oder aber die Drehzahl geht unerklärlich in die Höhe. Bei einer Verringerung der Geschwindigkeit (auch auf der Autobahn) verschluckt der Wagen sich ständig, das Getriebe schaltet überhaupt nicht mehr. Die Werkstatt hat bisher einen O-Ring ausgewechselt, der wohl undicht war. Trotz dieses Auswechselns blieben die bis zur ersten Reparatur nicht vorhandenen Motorstörungen erhalten. Die Störungen treten auf, ob der Motor nun kalt oder warm ist. Es kann genauso gut sein, dass der Wagen einen ganzen Nachmittag ganz normal fährt und am nächsten Morgen schon beim Starten rumspinnt. Was kann hier Schuld sein? Die Werkstatt tappt bisher auch im Dunkeln und ich brauche den Wagen täglich. Mit freundlichen Grüßen Katharina von Stahl

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Katharina, das ist ein Problem, dass ich aus der Ferne nicht lösen kann! Ob es tatsächlich ein bislang nicht reparierter Fehler oder eine Fehlfunktion nach einer «Fehlleistung» der Werkstatt ist, kann ich nicht beurteilen. Ich würde mich allerdings auf die formale Seite stellen und den Jungs das Auto wieder in die Halle stellen. In der Zeit, in der sie dann in Ruhe nach der Ursache suchen, fährst Du mit einem Werkstatt-Ersatzwagen. Immerhin ist die erste Reparatur ja wohl inzwischen bezahlt und ein Problem aufgetreten, welches vorher nicht da war. Im Zweifel beschleunigt ein Kontakt zur Schiedsstelle der zuständigen Kfz-Innung das ganze sehr deutlich. Andreas Kessler.

Frage von Bernd G.:

Hallo Herr Kessler! Ich fahre einen Skoda Octavia, 1,9 TDI, 110 PS Laufleistung, 200.00 Kilometer und bemerke seit einiger Zeit, dass das Auto beim Gasgeben anfängt, sich zu schütteln. Das Auto vibriert in gleichem Takt wie die Drehzahl der Räder. Hatte erst gedacht, dass mit den Winterreifen etwas nicht in Ordnung ist, aber mit den Sommerreifen ist es das gleiche Problem und diese sind neu ausgewuchtet. Mich wundert, dass es nur beim Beschleunigen auftritt, am deutlichsten bei 60-80km/h. Könnten es die Antriebe sein oder die Radaufhängung? Möchte nicht auf gut Glück neue Antriebe kaufenm, denn die sind ganz schön teuer. Würde mich über jeden Hinweis freuen. Mit freundlichen Grüßen, Bernd G.
Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Bernd, dass hört sich leider wirklich nach den Antriebswellengelenken an. Da die Schüttelei nicht besser wird, kannst Du schon mal im Zubehör nach preiswerten (im Wortsinne!) Antriebswellen suchen. Los geht es bei ca. 100 Euro.

Frage von Klaus Warnecke:

Guten Tag, habe auf 200 km ca. 1/2 Liter Kühlwasserverlust. Das Abdrücken im kalten Zustand über mehrere Stunden brachte keine Undichtigkeit und auch kein Absinken des Pegels im Ausgleichsbehälter. Wie kann ich dem Wasserverlust auf die Spur kommen? Danke im Voraus, K. Warnecke
Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Klaus, nach einer längeren Fahrt würde ich mal den CO2-Gehalt im Kühlwasser messen lassen. Wenn der zu hoch ist, dürfte entweder die Zylinderkopfdichtung oder der Zylinderkopf selbst defekt sein und Abgase in den Kühlwassermantel lassen. Das sorgt für den Wasserverlust.

Frage von Yigit Avci:

Hallo Hr.Kessler, ich fahre ein W211 Mercedes E Klasse, Bj. 2003, 320 CDI, 204 PS, Automatikgetriebe 140.000 km. Folgendes Problem habe ich seit 6 Monaten. Also wenn der Motor kalt ist und wenn ich losfahre, habe ich das Problem, dass das Motor mit einer schwachen Leistung arbeitet. Ich habe das Gefühl, ob das Auto schneller fahren will, aber irgendwas bremst den Motor ab. Manchmal ist das Auto am Beschleunigen und dann fällt die Leistung ab, als wenn ich mit dem Gas runter gehe. ) Dabei entsteht ein leichtes Brummen, also ob das Auto keinen Strom mehr kriegt. Ich habe sämtliche Fehlerdiagnosen durchgeführt bei Mercedes und die meinten, als einzige Störung hätte ich Unterspannung. Also haben die mir die Starterbatterie gewechselt. Leider ohne Erfolg. Ich habe das Gefühl, als ob mir der Kaltstarter falsche Signale angibt. Der Motor dadurch einmal mit wenig Leistung und einmal mir normaler Leistung arbeitet. Dieses Problem taucht meistens bei kaltem Wetter so unter 8 Grad auf. Ich weiß wirklich nicht mehr, was ich noch machen kann. Ich habe schon über ca.700 Euro bezahlt , aber leider ohne Erfolg. Daher würde ich mich freuen, wenn Sie mir irgendwie behilflich sein könnten.Vielen Dank im Voraus. Mit freundlichen Grüßen, Yigit

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hi Yigit, das scheint ja ziemlich sicher eine Temperaturproblematik zu sein. Das einfachste dürfte eine Auslesung des Fehlerspeichers im kalten Zustand (am besten bei Temperaturen unter 8°C ) sein. Dazu muss das Auto aber über Nacht in der Werkstatt bleiben (besser davor...!), damit der Fehler auch auf tritt. Vielleicht ist es nur ein defekter Motortemperaturfühler, der bei geringen Temperaturen falsche Signale an die Steuerung schickt. Such Dir mal einen gut beleumundeten Bosch-Dienst, die haben meist etwas mehr Muße als die Spezialisten der Marke mit dem Stern.

Frage von Regine Meyer:

Unser T4 Turbodiesel, Baujahr 94, hat seit Mai 08 schon den vierten Keilriemen verschlissen. Woran kann das liegen? Gruss R.Meyer

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Regine, das kann nur ein Montagefehler oder Fluchtfehler der Riemenscheiben passieren. Wechsel doch mal die Werkstatt, vielleicht sind die Jungs in Deiner bisherigen etwas betriebsblind geworden. Viel Glück wünscht der Autopapst.

Frage von Maja Jacobi:

Hallo Andreas, ich fahre einen fast 18 Jahre alten Ford Fiesta, der bald die 100.000 km erreicht. In welchen Abständen sollte ein Ölwechsel gemacht werden? Habe im letzten Frühjahr das Öl gewechselt, bin aber nur sehr sehr wenig gefahren. Und wie sieht es mit den Reifen aus, in welchen Abständen sollte man die Gewichte an den Felgen überprüfen lassen? Gruß Maja

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Liebe Maja, wenigstens einmal im Jahr solltest Du dem Fiesta neuen Schmierstoff gönnen! Beim Öl rate ich zu 10W40, das ist preiswert und für den Kent-Motor genau das richtige! Gute Fahrt wünscht Andreas Kessler.

Frage von Iris Speicher:

Hallo! Wie stelle ich die Inspektionsanzeige an meinem Astra h 1.9cdti zurück?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Entweder für kleines Geld in der Werkstatt (das machen die auch ohne sonstige Aufträge, gegen Kleingeld oder einen Spritzer in die Kaffeekasse). Oder Du drückst bei ausgeschalteter Zündung den Rückstellknopf des Kilometerzählers, bis die Inspektionsanzeige sichtbar wird. Dann trittst Du die Bremse und schließlich (dabei Knopf und Bremspedal gedrückt halten!) schaltest Du die Zündung an. Nach ein paar Sekunden wars das, allerdings kann jeder Opel-Händler die Manipulation in seinem Diagnosecomputer sehen. Kulanz oder Garantie würde ich dann nicht mehr verlangen. Andreas Kessler.

Siegfried Rossius fragt:

Hallo, Herr Keßler, in der Sendung «Hier ab vier» am 13.03.2009 beim MDR haben Sie u.a. über die gegebene Möglichkeit der Reparatur von Alu- bzw. Leichtmetallfelgen gesprochen und auch einige Bilder dazu gezeigt. Falls Sie in dieser Sendung auch etwas über Firmen berichtet
haben, die solche Reparaturen anbieten, bzw. auch durchführen, habe ich das jedoch leider nicht registriert, und bei meinen Versuchen im Internet war ich bisher auch erfolglos. Können Sie mir eventuell Ansprechpartner nennen? Ich wäre Ihnen sehr dankbar für Ihre Hilfe! Mit freundlichen Grüßen, Siegfried Rossius


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Hallo Herr Rossius, bei «Hier ab vier» werden grundsätzlich keine Firmen genannt oder empfohlen, der öffentlich-rechtliche Rundfunk ist allergisch gegen Schleichwerbung! Sie müssten sich in Ihrer Umgebung selbst etwas unter dem Suchwort Felgendoktor«, Felgenklinik oder Smar-Repais suchen. Google wird es schon richten!

Frage von Joachim Brumme:

Werter Herr Keßler, seit kurzem bietet VW eine Nachrüstlösung Marderabwehr als zuverlässige mechan. Abwehr von Mardern an.(4 Bürstenvorhänge und ein Lochblech) Preis 148,- Euro plus Einbaukosten für Benziner evtl noch Radhausschale
nachrüsten(ca.17,14 Euro). Was soll man davon halten? Sicher, oder? Danke im Voraus!


Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das ist schon nicht schlecht; allerdings gibt es keinen 100%ig sicheren Marderschutz. Irgendwie kommen die Biester doch in den Motorraum und markieren dort das »Revier«. Und wenn dann anderenorts ein »Konkurenz-Marder« ins neue Häuschen eindringt, kriegt der einen Anfall und verwüstet alles um sich herum. Da ist natürlich jede Sicherung besser als gar keine... Wenn ich im Marder-Country wohnen würde, würde ich das Set versuchen.

Frage von Hermann Weiler:

Ich fahre einen Ford Escort, Bj.: 10/96, 66 kW, Zetec Benzinmotor, mit Klima, Km-Stand 26.6000. Seit ein paar Tagen mein ich, sind die Abgase weißlicher, kein Wasser im Öl auch kein Öl im Wasser das Kühlwasser riecht etwas nach Benzin und gestern ist bei einer Autobahnfahrt nach ca. 55 Kilometer der untere Kühlerschlauch geplatzt, die ganzen Tage vorher hab ich öfter viel Wasser nachgefüllt. Kann ich noch ca. 7 Wochen so 10 km zur Arbeit weiter fahren, wenn ich den Schlauch ersetze, das Thermostat rausnehme und immer Wasser auffülle ? Oder was kann ich noch machen?

Autopapst Andreas Kessler antwortet:

Das kannst Du versuchen, Hermann! Allerdings wird sich die defekte Zylinderkopfdichtung schließlich doch durch setzen, soviel steht fest. Ich drücke Dir die Daumen, dass Du die Zeit einigermaßen »dampffrei« überstehst.