Keine Abgas-Manipulationen in Italien

18 getestete Fahrzeuge

Ein Dieselgipfel soll Abhilfe schaffen
Ein Dieselgipfel soll Abhilfe schaffen © dpa

Italien hat nun auch der EU-Kommission die Ergebnisse der Abgas-Tests von Dieselfahrzeugen zukommen lassen. Die erzielten Werte stehen dabei im Widerspruch zu den Tests des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Italien hat der EU-Kommission in der Abgas-Affäre einen abschließenden Bericht vorgelegt, der getesteten Automodellen keine Manipulationen bei Schadstoffwerten bescheinigt.

In keinem der 18 getesteten Fahrzeuge der älteren Abgasnorm Euro 5 unter anderem von Fiat, Mercedes und BMW seien illegale Abschalteinrichtungen festgestellt worden, wie sie bei VW entdeckt worden waren. Dies geht aus dem am Donnerstagabend veröffentlichten Bericht des Verkehrsministeriums in Rom hervor.

Fiat Chrysler unter Verdacht

Die Untersuchungen der Modelle hatte Italien nach Bekanntwerden des Dieselskandals bei Volkswagen eingeleitet. Schon im vergangenen Jahr hatte die italienische Regierung erklärt, dass Tests keine Hinweise auf Vorrichtungen zur Manipulation der Abgaswerte ergeben hätten.

Das Ergebnis des Berichts steht in einer Linie mit der ständigen Zurückweisung von Vorwürfen durch das Verkehrsministerium, wonach Fiat Chrysler bei Abgaswerten betrogen haben soll. Der US-italienische Autobauer steht vor allem in den USA unter Druck, aber auch in Europa wird der Konzern schon länger verdächtigt. Chef Sergio Marchionne hatte die Vorwürfe und Vergleiche zu VW stets zurückgewiesen.

Streit zwischen Italien und Deutschland

Zwischen Italien und Deutschland gibt es seit Monaten einen Streit um möglicherweise gefälschte Schadstoffwerte bei Fiat Chrysler. Die Bundesregierung beruft sich auf Daten des Kraftfahrt-Bundesamtes.

Auch die EU-Kommission forderte Italien mehrfach auf, dies zu prüfen. Italiens Verkehrsminister Graziano Delrio betonte, dass die italienischen Tests keine Unregelmäßigkeiten gezeigt hätten. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.