Citroen und VW steigen bei R5 ein

Begehrte Zweite Liga des Rallyesports

Der Citroen C3 R5. Foto: Citroen
Der Citroen C3 R5 war schon unterwegs. © Citroen

Citroen und VW bieten künftig einen R5-Renner unterhalb der WRC-Klasse an. Während in Hannover gerade die ersten Testkilometer abgespult wurden, sind die Franzosen mit dem C3 R5 schon ein wenig weiter unterwegs.

Wer im Rallyesport für vergleichsweise wenig Geld eines der schnellsten Fahrzeuge bewegen möchte, greift seit einigen Jahren zu den Autos der R5-Kategorie. Diese Klasse stellt unterhalb der „WRC“ (World Rally Cars) die „zweite Liga“ dar und richtet sich vor allem an junge aufstrebende Talente und Gentlemen-Fahrer.


Angetrieben werden die Fahrzeuge von einem 1,6-Liter-Turbomotor, der etwas über 205 kW/280 PS leistet. Neben Skoda, Ford, Peugeot, Toyota und Hyundai wollen nun auch Citroen und VW ein Stück vom Kuchen abhaben und bringen daher 2018 jeweils einen neuen R5-Renner auf den Markt.

Citroen C3 R5 als Vorausfahrzeug im Einsatz

Die französische Equipe ist dabei schon einen großen Schritt weiter als die VW-Mannschaft aus Hannover. Am vergangenen Wochenende startete der frisch gebackene französische Rallyemeister Yoann Bonato mit dem neuen Citroen C3 R5 bei der Rallye du Var im Elsass als Vorausfahrzeug, um Informationen über den C3 unter Wettbewerbsbedingungen zu sammeln.

Eine Zeitnahme für den C3 war offiziell verboten, da dem R5 noch die FIA-Homologation fehlt. Im Frühjahr 2018 soll die Testarbeit dann abgeschlossen sein und der C3 R5 kann von Kunden weltweit bei Rallyes eingesetzt werden.

VW peilt Deutschland-Rallye 2018 an

Bis es für den VW Polo GTI R5 so weit ist, wird noch etwas mehr Zeit ins Land gehen. Die Motorsport-Abteilung des Herstellers mit Sitz in Hannover hat am Wochenende mit dem Volkswagen Polo GTI R5 die ersten Testkilometer im französischen Fontjoncouse erfolgreich absolviert, wie VW mitteilte. Der 270 PS starke Bolide für den Kundenrennsport wurde von Volkswagen-Testfahrer Dieter Depping und dem schwedischen WRC2-Champion Pontus Tidemand drei Tage lang unter anspruchsvollen Bedingungen getestet. Seine Premiere soll bei der Rallye Deutschland im August 2018 erfolgen.

Bei der Entwicklung kann das Team auf die Erfahrungen aus dem Polo-WRC-Projekt zurückgreifen. Mit diesem Fahrzeug gewann Sebastien Ogier gleich vier Mal in Folge die Rallyeweltmeisterschaft. (AG/SP-X)

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