Audi trotzt dem VW-Abgas-Skandal

33. Rekordmonat in Folge in UK

Audi trotzt dem VW-Abgas-Skandal
Der Audi Q7 ist ein Trumm von Auto © Audi

Audi hat seinen Wachstumskurs auch im September fortgesetzt. Besonders gut lief das Geschäft in den USA.

Audi hat durch den im September bekannt gewordenen Diesel-Abgas-Skandal der Mutter VW noch keine Rückschläge erlitten. Mit rund 170.900 Automobilen steigerte das Unternehmen seine Auslieferungen weltweit um 6,8 Prozent, wie Audi am Donnerstag mitteilte. „Angesichts der schwierigen Marktlage in wichtigen Regionen bewerten wir unsere Absatzentwicklung im dritten Quartal positiv. Unser Wachstum in Europa zeigt, dass neue Modelle zusätzliches Volumen generieren", sagt der scheidende Vertriebsvorstand Luca de Meo, der als Vorstandsvorsitzender von Seat ins spanische Martorell wechselt.

Großbritannien zweitgrößter Einzelmarkt

Weltweit konnte die VW-Tochter in den ersten neun Monaten um 3,8 Prozent auf 1.347.950 Neuzulassungen zulegen. In Europa verzeichnete Audi dabei mit 79.600 Einheiten den stärksten September der Firmengeschichte bei einem Plus von 8,8 Prozent gegenüber dem Vorjahresmonat. Dabei waren neben dem neuen Q7, dessen Verkäufe sich in Europa im September mehr als verdoppelten (+171,0%) besonders die Oberklasse-Modelle A7 und A8 gefragt, was sich auch positiv beim Gewinn ausdrücken wird.

Dabei konnte der Markt in Großbritannien punkten. Der traditionell starke Verkaufsmonat September bedeutete nun den 33. Rekordmonat in Folge. Während auf dem Heimatmarkt Deutschland bei 21.710 Verkäufen ganze sieben Autos mehr als im Vorjahresmonat zugelassen wurden, stiegen die Auslieferungen in UK um 9,7 Prozent auf 28.778 Einheiten.

Neuer Schub durch neue Modelle

Großbritannien, das aber kumuliert noch hinter Deutschland beim Absatz liegt, war damit zumindest im September der zweitgrößte Einzelmarkt hinter China. Im Reich der Mitte konnte die Marke mit den vier Ringen den Absatz im September um 2,9 Prozent auf 53.095 Einheiten steigern, muss aber dem rückwärtigen Trend nach den ersten neun Monaten mit einem Minus von 0,3 Prozent und 414.411 Auslieferungen Tribut zollen.

Keine Delle gibt es bisher in den USA. Dort bedeuteten 17.340 Verkäufe ein Wachstum über 16,2 Prozent. Und auch nach neun Monaten kann sich die VW-Tochter bei 147.403 Verkäufen mit 12,5 Prozent ein Plus im zweistelligen Bereich gutschreiben.

Und Audi rechnet damit, dass sich die Erfolgsgeschichte weiter fortsetzen wird. In den kommenden neun Monaten werden weltweit 15 weitere neue oder überarbeitete Modelle in die weltweiten Märkte eingeführt. „Das wird weiteren Schub für unseren Absatz bringen", ist sich de Meo sicher, auch wenn der Vertriebsvorstand den zu erwarteten Erfolg nur aus der Ferne zuschauen kann. (AG/TF)

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