Spirit of Amarok: Ein Hauch von Abenteuer

Südafrikaner dominieren Offroad-Wettbewerb

Reizvolles Südafrika. Ein Amarok fährt der Sonne entgegen. © VW

Wer beherrscht den VW Amarok im Gelände am besten? Es sind die Südafrikaner. Sie setzten sich sowohl in der Einzel- als auch Teamwertung bei der „Spirit of Amarok“ souverän durch.

Bei diesem größten Offroad-Wettbewerb für Amateure konnten die beiden Teams aus Südafrika mit 3824 Punkten die Nationenwertung klar vor Dänemark (3298) bereits zum fünften Mal in Folge für sich entscheiden. Die beiden Teams aus Deutschland kamen mit 3100 Zählern überraschend auf Platz drei.


Insgesamt kämpften 36 Fahrer aus neun Nationen um den Sieg bei diesem größten Offroad-Wettbewerb für Amateure, der diesmal im südafrikanischen Amanzi in der Nähe von Bloemfontein stattfand. Hier, im südafrikanischen Winter, mussten die Teilnehmer unter Beweis stellen, wer den VW Amarok bei den unterschiedlichen Wertungsprüfungen (u.a. Einparken am Berg, Fahrt durch einen hügligen, eng abgesteckten Parcours, Reifenwechsel) bei der Einhaltung einer bestimmten Zeit durchs Gelände fährt. Zur Wahrung der Chancengleichheit wurde erstmals mit Links- und Rechtslenkern gefahren.

Platz vier für deutsche Fahrer Nielsen und Dietz

Doch das änderte nichts daran, dass auch diesmal die Fahrer aus Südafrika dominierten, allen voran Christian und Pikke Otto. Sie sicherten sich mit 2024 Punkten den Sieg in der Einzelwertung vor Jesper und Sören Markussen (1929) und ihren südafrikanischen Teamkollegen Ferdi Pretorius und Johan du Toit (1800). Auf dem vierten Platz fuhren die Deutschen Norman Nielsen und Stefan Dietz (1724). Das zweite deutsche Team mit Christian Ziegler und Thorsten Gotthardy (1376) landet auf Platz zehn.

Wer meint, dass die die beiden Norddeutschen Nielsen und Dietz sich über Platz vier bei ihrer ersten Teilnahme freuen konnte, irrt. „Nein, wir sind enttäuscht“, sagte Stefan Dietz. „Wir hätten besser abschneiden können, ja müssen“, sagte er. „Denn nach dem ersten Tag lagen wir noch auf Platz zwei, dieses Ergebnis hätten wir halten können.“ Was lief schief? „Ich bin einfach schlecht gefahren, hatte nachts zudem Kopfschmerzen und bin schlecht gefahren“, ärgerte sich Dietz über seine schlechte Performance am zweiten Tag. „Aber immerhin können wir uns über Platz drei in der Teamwertung freuen“, ergänzte Nielsen.

Zufriedener zeigte sich dafür das zweite deutsche Team. „Hier gleich bei der ersten Teilnahme in der Nationenwertung Dritter zu werden, hätten wir nicht erwartet. Das freut uns sehr“, sagte Christian Ziegler nach Bekanntgabe der Ergebnisse am späten Samstagabend. Ziegler war übrigens derjenige, der die Idee dazu hatte, sich für die „Spirit of Amarok“ zu bewerben, wie Thorsten Gotthardy erzählt. „Lasse es uns einfach mal probieren, hat der Christian gesagt und die Bewerbung abgeschickt“, berichtete Gotthardy. Und man hatte Glück, wurde unter 3500 Teilnehmern ausgewählt, um bei der „Spirit of Amarok“ dabeizusein.

64 Teams im Vorausscheid

Norman Nielsen, Stefan Dietz, Christian Ziegler und Thorsten Gotthardy (v.l.).  Foto: VW

Doch vor der Reise nach Südafrika mussten sich die 64 ausgewählten Teams in vier regionalen Vorentscheiden für das deutsche Finale qualifizieren – in das es nur vier Teams schafften. Dort hatten dann Ziegler/Gotthardy und Nielsen/Dietz die Nase vorn und konnte Deutschland bei der diesjährigen Auflage vertreten. Während bei der Qualifikation in Deutschland noch Gotthardy hinter dem Steuer saß, war es in Südafrika Ziegler. „Es war klar, dass diesmal der Christian fährt, nachdem ich in Deutschland hinter dem Steuer saß“, berichtet Gotthardy, der in Esslingen fast Haus an Haus mit seinem Teamkollegen wohnt.

Beide sind nicht nur Nachbarn, sondern verbindet die Leidenschaft zum Autofahren – sie arbeiten beide neben ihrem Job als Autohausberater (Gotthardy) und Metallverarbeiter (Ziegler) als Instruktoren.

Doch den beiden Deutschen ging es bei ihrer ersten Teilnahme nicht nur um eine möglichst gute Platzierung, sondern auch darum, mit den Fahrern aus den unterschiedlichen Nationen in Kontakt zu kommen. „Man will möglichst gut abschneiden, doch der Teamgeist spielt hier doch eine wichtige Rolle“, sagt Gotthardy. Auch wenn es für das Team Gotthardy/Ziegler am Ende nur zu Platz zehn gereicht hat. Es bleibt die Erinnerung an unvergessliche Tage in Südafrika – und der Kontakt zu Teams aus acht Nationen.

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