WLTP-Umstellung: Erneuter Absatzrückgang bei VW

VW-Zentrale in Wolfsburg. Foto: dpa
Die Zentrale von Volkswagen in Wolfsburg. © dpa

Der VW-Konzern musste auch im Oktober wegen der WLTP-Umstellung einen Absatzrückgang hinnehmen. So fielen die Auslieferungen um zehn Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat.

Insgesamt konnte der weltweit größte Autobauer 846.300 Fahrzeuge an Kunden ausliefern, wie das Unternehmen am Montag in Wolfsburg mitteilte. Besonders stark waren die Verluste in Deutschland. Auf dem Heimatmarkt musste Volkswagen einen Rückgang von 23,2 Prozent auf 79.400 Autos hinnehmen.


Auch in Westeuropa gab es mit 19,3 Prozent einen Rückgang auf 229.300 Autos. In Südamerika steigerte VW unterdessen seine Verkäufe um 19,8 Prozent auf 54.500 Wagen. Im bisherigen Jahresverlauf konnte der Wolfsburger Autobauer 8,97 Millionen Fahrzeuge mit seinen Konzernmarken absetzen, ein Zuwachs von 2,6 Prozent.

Bereits im September Einbußen

Bereits im September hatte das Unternehmen Einbußen hinnehmen müssen – mit minus 18,3 Prozent allerdings deutlich stärker als zuletzt. «Beim Thema WLTP-Umstellung haben wir die Talsohle in Europa durchschritten», sagte Konzern-Vertriebschef Christian Dahlheim. Für die kommenden Monate rechne das Unternehmen mit einer weiteren positiven Entwicklung. «Für das Gesamtjahr erwarten wir ein Auslieferungsergebnis, das leicht über dem Vorjahr liegt.»

In der EU gilt ab dem 1. September der neue Abgas- und Verbrauchs-Prüfstandard WLTP (Worldwide Harmonised Light-Duty Vehicles Test Procedure). Ab dann darf kein Auto mit der alten Prüfnorm NEFZ mehr verkauft werden. Insbesondere die Kernmarke VW Pkw hadert mit den neuen Verfahren, weil hunderte Getriebe-Motor-Kombinationen neu zugelassen werden müssen. (AG/dpa)