Volkswagen steigert weltweiten Absatz zweistellig

Zuwachs von 10,1 Prozent im Januar

VW-Zentrale in Wolfsburg. Foto: dpa
Die Zentrale von Volkswagen in Wolfsburg. © dpa

Trotz der Debatten über die Zukunft des Dieselmotors ist der Volkswagen-Konzern mit einem satten Absatzplus ins neue Jahr gestartet. Weltweit lieferten die Wolfsburger im Januar mit 898.700 Einheiten  rund 10,1 Prozent mehr Autos und Nutzfahrzeuge als im Vorjahresmonat aus.

«Das ist der beste Jahresstart in der Geschichte des Volkswagen-Konzerns», sagte Konzern-Vertriebschef Fred Kappler am Freitag in einer Mitteilung des Unternehmens. In allen Regionen sei die Zahl der Auslieferungen spürbar gestiegen. In Deutschland erwischte Volkswagen einen guten Jahresstart – auch weil im Vorjahr die Dieselaffäre noch den Absatz belastet hatte.


Insgesamt 97.900 Fahrzeuge wurden im Januar von Volkswagen auf dem Heimatmarkt ausgeliefert, 7,4 Prozent mehr als ein Jahr zuvor. Zudem trugen die Premiumtochter Audi sowie der spanische Autobauer Seat mit Zuwächsen von je gut einem Fünftel zu dem Plus bei. Audi hatte im Vorjahr einen schwachen Start in China gehabt. Auch die Lastwagen-Marken Scania und MAN erholten sich im Januar mit deutlichen Pluszeichen.

VW profitiert von Umtauschprämie

Den Erfolg in Deutschland begründete der Konzern auch mit der Umtauschprämie für alte Diesel mit der Abgasnorm Euro 1 bis Euro 4, die zwischen August und Ende Januar bereits rund 150 000 Kunden genutzt hätten. Wegen der starken Nachfrage hatten die Konzernmarken VW, Audi, Seat, Skoda und VW Nutzfahrzeuge den Bonus für Altautos bis zum 31. März 2018 verlängert. Volkswagen, Daimler, BMW und Opel hatten ihren Kunden außerdem kostenlose Updates an der Steuersoftware von potenziell bis zu 5,3 Millionen Autos der Schadstoffnormen Euro 5 und 6 zugesagt.

In den USA lieferte Volkswagen im Januar 44 300 Autos aus – ein Plus von 6,7 Prozent. In Europa kletterte der Absatz um 5,5 Prozent auf 332 600 Fahrzeuge, in Russland um 20,8 Prozent auf 11 900 und in Brasilien gar um 45,5 Prozent auf 28 100 Stück. Wichtigster Einzelmarkt war erneut China, wo die Zahl der Auslieferungen um 15,9 Prozent auf 398.600 Fahrzeuge anstieg. (dpa)

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