Umfrage: Imageschaden nach VW-Skandal befürchtet

Künast kritisiert Koalition

Die VW-Zentrale in Wolfsburg © dpa

Fast jeder zweite Bürger befürchtet nach einer Umfrage einen Image-Schaden durch den Abgas-Skandal bei Volkswagen. Grünen-Politiker Renate Künast kritisierte dagegen die Koalition bei der Aufarbeitung des Skandals.

Angesichts des Abgas-Skandals bei Volkswagen befürchtet laut einer Umfrage jeder zweite Bürger in Deutschland einen Image-Schaden für die deutsche Industrie. 50 Prozent der Befragten befürchten, dass die Affäre um manipulierte Abgastests für Dieselautos auch negative Folgen für die gesamte deutsche Industrie und das Gütesiegel «Made in Germany» hat. Das ist das Ergebnis einer Forsa-Umfrage für das Magazin «Stern». Indes meinen 45 Prozent, darunter litten nur die Marken des VW-Konzerns.

Künast kritisiert Bundesregierung

Die Grünen-Politikerin Renate Künast hat die Koalition wegen ihrer Rolle bei der Aufarbeitung des VW-Abgas-Skandals kritisiert. Dabei geht es um die Frage, welche Folgen der Skandal für die Verbraucher hat. «Unser Versuch, das im Rechtsausschuss zu erörtern und über eine Initiative gegenüber VW zu reden, wurde von der großen Koalition abgewürgt», sagte Künast, die Vorsitzende des Bundestags-Ausschusses ist, am Mittwoch.

Bundesjustizminister Heiko Maas (SPD) solle angesichts der Sorgen vieler Bürger das Gespräch mit Volkswagen suchen, so wie es die Bundesregierung damals beim ADAC-Skandal um Fälschungen beim «Gelben Engel» getan habe. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.