Neuer Volvo XC90 setzt neue Sicherheitsmaßstäbe

360-Grad-Rundumsicht

Extra festen Stahl verwendet Volvo beim neuen XC90.
Extra festen Stahl verwendet Volvo beim neuen XC90. © Volvo

Ab dem Jahr 2020 soll kein Verkehrsteilnehmer mehr durch einen Unfall verletzt oder getötet werden. Der ab dem kommenden Jahr erhältliche XC90 gibt mit seinen neuen Sicherheitsfeatures einen Ausblick in die Zukunft.

Der schwedische Autobauer Volvo will seinem Sicherheits-Image mit dem neuen XC90 gerecht werden. Die neue Generation des Oberklasse-SUV, das die Schweden im August präsentieren, kommt mit zahlreichen neuen Sicherheitsmerkmalen auf den Markt, darunter ein Notbremsassistent für Kreuzungen.

Volvos "City Safety" jetzt auch nachtaktiv

Ab dem Jahr 2020 soll niemand mehr in einem neuen Volvo bei einem Unfall schwer verletzt oder getötet werden, das haben sich die Schweden vorgenommen. Deshalb bereiteten die Ingenieure das Flaggschiff auf typische Unfallszenarien vor: das Abkommen von der Straße, das Linksabbiegen an Kreuzungen, Heckkollisionen, Überschläge oder Notbremsmanöver bei Nacht.

So bremst der Kreuzungsassistent den Siebensitzer automatisch ab, wenn der Fahrer beim Abbiegen in den Gegenverkehr zu steuern droht, ein typisches Szenario sowohl im Stadtverkehr als auch auf Landstraßen. Das bekannte Notbremssystem "City Safety", das zur Serienausstattung des XC90 gehören wird, erkennt Fahrzeuge, Fahrradfahrer und Fußgänger, die sich vor dem Fahrzeug befinden, dank einer weiter entwickelten Kamera erstmals auch bei Nacht. Das System warnt den Fahrer vor einer Kollision und bremst auch selbstständig.

Volvo XC90 erkennt Fehler anderer

Sicher um die Kurve mit dem Kreuzungsassistenten von Volvo.
Der Assistent warnt vor Gegenverkehr an der Kreuzung Volvo

Das Abkommen von der Straße kann der XC90 mit dem Spurhalte-Assistent, der dem Fahrer durch einen Lenkimpuls hilft, auf der Fahrbahn zu bleiben, verhindern. Kommt das Fahrzeug trotzdem von der Straße ab, greifen weitere Sicherheitssysteme: Der XC90 erkennt die Situation und strafft automatisch die vorderen Gurte, um die Insassen sicher auf den Sitzen zu halten. Zwischen Sitz und Sitzrahmen ist zudem nun ein energieabsorbierender Bereich eingearbeitet, der Wirbelsäulenverletzungen vorbeugen soll, indem er die vertikalen Kräfte bei einem harten Aufprall abseits der Fahrbahn um bis zu einem Drittel reduziert.

Auch vor Fehlern anderer soll der XC90 seine Insassen bewahren: Registrieren die rückwärts gerichteten Radarsensoren einen bevorstehenden Heckaufprall, straffen sich die Sicherheitsgurte, um eine optimale Sitzposition der Passagiere zu gewährleisten. Außerdem werden die Bremsen aktiviert, um die Auswirkungen des Aufpralls zu verringern.

Besonders harter Stahl für XC90

Der Volvo XC90 parkt auch rückwärts automatisch ein.
Der neue Volvo XC90 bietet Rundumsicht Volvo

Auf ein Sicherheitsmerkmal, das auch im neuen XC90 wieder aufgegriffen wird, setzen die Schweden schon lange: Die Verwendung von besonders hartem Stahl. Der komplette Sicherheitskäfig rund um die Passagiere besteht in der neuen Generation aus warmgeformten Borstahl, einer besonders harte Stahlsorte. Sie macht rund 40 Prozent des gesamten Fahrzeuggewichts aus, rund fünfmal so viel wie bei der ersten Generation des XC90.

Wie es sich für ein Oberklasse-Fahrzeug gehört, spart Volvo auch nicht an Komfort-Merkmalen. Eine Verkehrszeichenerkennung ist serienmäßig, beim optionalen Stau-Assistent werden Gaspedal, Bremsen und Lenkung automatisch gesteuert. Der Einpark-Assistent kurbelt den XC90 sowohl in Parklücken parallel zur Fahrbahn als auch rückwärts in Parkbuchten. Vier Kameras ermöglichen außerdem eine 360-Grad-Rundumsicht: Der Blick aus der Vogelperspektive auf den schwedischen Riesen und seine Umgebung wird auf den Bildschirm ins Cockpit übertragen und soll dem Fahrer eine gute Übersicht verschaffen. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.