Volvo C30 als Gebrauchter keine schlechte Wahl

Gute Noten vom ADAC

Als Gebrauchter ist der Volvo C30 wenig auffällig.
Als Gebrauchter ist der Volvo C30 wenig auffällig. © Volvo

Ende des Jahres wird die Produktion des Volvo C30 eingestellt. Wer Interesse am Kompaktmodell der Schweden hat und es als Gebrauchtwagen kaufen will, kann dies getrost tun.

Der Volvo C30 wird in Kürze nur noch aus zweiter Hand erhältlich sein. Zum Jahresende mustern die Schweden das Kompaktmodell aus ihrem Neuwagenprogramm aus. Als Gebrauchter ist der C30 laut dem ADAC wegen seiner soliden Technik keine schlechte Wahl: Die Pannenhelfer des Automobilclubs bekommen es nur selten mit dem Wagen zu tun.

Nach ADAC-Informationen gibt es beim Volvo C30 ein Hauptproblem: Die Batterie entlädt sich vergleichsweise häufig. Außerdem hat der Club vereinzelt Störungen im Motormanagement und als Folge dessen verschmutzte Zündkerzen festgestellt. Laut dem «TÜV Report 2012» sind die Dieselmotoren etwas anfällig. Das 1,6-Liter-Aggregat neigt zu Turboproblemen, bei den Fünfzylindern streiken auch schon einmal die Injektoren. Insgesamt aber liege die Zahl der mängelfreien Exemplare bei der ersten Hauptuntersuchung weit über dem Durchschnitt.

Neuinterpretation des Schneewittchensargs

Der Volvo C30 kam 2006 als eine Art Neuinterpretation des Schneewittchensargs auf den Markt: Der Hersteller wollte die markante Heckpartie mit großer Scheibe als Hommage an die des legendären Coupé-Kombis P1800 ES verstanden wissen. Allerdings lässt das Kofferraumvolumen eher des C30 zu wünschen übrig: Nur 251 Liter sind es, so lange die Rückbank im Fond aufgestellt bleibt. Ende 2009 brachte Volvo eine überarbeitete Fassung mit neu gestalteter Front und neuen Ausstattungsdetails in den Handel.

Die umfangreiche Motorenpalette umfasst Antriebe in insgesamt 14 Leistungsstufen, darunter zwei Flexi-Fuel-Varianten, die wahlweise mit dem Bioethanol-Gemisch E85 oder Superbenzin fahren und 92 kW/125 PS beziehungsweise 107 kW/145 PS leisten. Die Benziner kommen je nach Baujahr und Ausführung auf 74 kW/100 PS bis 169 kW/230 PS. Bei den Dieseln reicht die Spanne von 80 kW/109 PS bis 132 kW/180 PS. Im Feldversuch getestete Fahrzeuge mit Elektroantrieb sollen künftigen Batterieautos der Schweden den Weg ebnen.

Als 169 kW/230 PS starker Top-Benziner von 2009 kostet der C30 T5 Momentum laut der Schwacke-Liste noch etwa 15 600 Euro - bei einer angenommenen Laufleistung von 48 200 Kilometern. Der schwächere C30 2.0 Momentum (107 kW/145 PS) aus dem gleichen Jahr mit ähnlichem Tachostand ist demnach bereits für 13 250 Euro zu haben. Dieselkunden sollten im Falle eines C30 1.6D Summum mit 80 kW/109 PS von 2007 noch etwa 10 950 Euro einplanen (Laufleistung: 94 100 Kilometer). Ein größerer Selbstzünder wie der C30 D3 Kinetic mit 110 kW/150 PS von 2010 steht mit 14 400 Euro in der Preissammlung (Laufleistung: 46 900 Kilometer). Für den C30 2.0 FlexiFuel mit 107 kW/145 PS aus dem Jahr 2011 sind 14 950 Euro verzeichnet (21 950 Kilometer). (dpa/tmn)