Car-to-X-Kommunikation reduziert Unfallzahlen

Aktuelle Studie

Reduzierung der Unfallzahlen durch Car-to-X. © Daimler

Die Car-to-X-Kommunikation hilft die Zahl der Unfälle zu reduzieren. Branchenexperten rechnen nach einer aktuellen Studie aufgrund der Vernetzung der Fahrzeuge mit einer drastischen Reduzierung.

Die Vernetzung der Fahrzeuge untereinander und mit der Infrastruktur nimmt immer weiter zu. Diese sogenannte Car-to-X-Kommunikation wird nach einer aktuellen Studie der Wiesbadener Technologie- und Innovationsberatungsgesellschaft Invensity dazu beitragen, die Sicherheit auf den Straßen deutlich zu erhöhen. Wie aus der aktuellen Expertenstudie „eMobility 2020“ hervorgeht, erwarten 44 Prozent der befragten Branchenexperten, dass durch Car-to-X die Anzahl von Unfällen bis zum Jahr 2020 drastisch reduziert werden wird. Immerhin noch 28 Prozent der Befragten Experten erwarten einen „spürbaren Rückgang der Verkehrsunfälle“. 16 Prozent zeigen sich demgegenüber skeptisch, zwölf Prozent erwarten keine nennenswerten Veränderungen.

Rechtliche Fragen zu klären

„Zunehmend vernetzte und teils bereits selbstfahrende Fahrzeuge werden den Verkehr auf deutschen Straßen in den nächsten Jahren verändern. Die konstante Kommunikation von Fahrzeugen und anderen Geräten untereinander sorgt etwa dafür, dass Routen optimal an das Verkehrsaufkommen angepasst werden und Gefahren – etwa plötzliche Stauenden oder Unfallstellen – frühzeitig erkannt werden“, sagte Leiter des Invensity Innovation Centers, Utz Täuber.

Vor dem Hintergrund der immer stärker in den Fahrzeugen Einzug haltenden teilautonomen Fahrfunktionen seien aus Sicht der Invensity-Experten noch zahlreiche Fragen zu klären. „So muss stets eindeutig sein, wer bei einem Unfall mit automatisierten Fahrzeugen die Schuld trägt oder wie sich die Fahrzeugsteuerung vor gefährlichen elektronischen Attacken schützen lässt.“

Durch die Car-to-X-Kommunikation könnten nach Ansicht der Invensity-Studie auch Staus deutlich reduziert werden: So erwarten 41 Prozent der Befragten, dass die Kommunikationstechnologie die Anzahl und Länge von Verkehrsstaus deutschlandweit bis 2020 erheblich senken werden, während 31 Prozent zumindest eine Entspannung der allgemeinen Verkehrslage voraussehen. (AG)