Weniger Verkehrstote auf deutschen Straßen

Fahranfänger vorsichtiger

Weniger Verkehrstote auf deutschen Straßen
Im August gab es mehr Verkehrstote als im Vorjahresmonat. © ACE

Nicht nur das schlechte Wetter hat in diesem Jahr für eine weitere Reduzierung der Verkehrstoten gesorgt. Allerdings stieg die Zahl der auf der Autobahn getöteten Personen stark an.

Die Zahl der auf deutschen Straßen getöteten Verkehrsteilnehmer wird im Jahr 2013 einen weiteren Tiefstand erreichen. Das zeigen Schätzungen des Statistischen Bundesamtes (Destatis), die auf vorliegenden Eckdaten von Januar bis September dieses Jahres basieren. Voraussichtlich wird die Zahl der Todesopfer um etwa zehn Prozent auf unter 3300 sinken.

2,4 Millionen erfasste Unfälle

Mit diesem Tiefstand setzt sich der langfristige Rückgang der Verkehrstoten auf deutschen Straßen weiter fort. Auch bei den Verletzten ist in diesem Jahr eine Abnahme um etwa fünf Prozent auf 366.000 Menschen zu erwarten.

Die Zahl der polizeilich erfassten Unfälle wird bis zum Jahresende voraussichtlich leicht abnehmen (- 0,2 Prozent) und etwa bei 2,4 Millionen liegen. Stärker zurückgehen werden Unfälle mit Personenschaden, schätzungsweise um nahezu fünf Prozent auf 286.000. Dagegen erwarten die Statistiker einen Anstieg der Unfälle mit ausschließlich Sachschäden um etwa 0,4 Prozent auf 2,1 Millionen.

Weniger Tote bei Fahranfängern

Als einen Grund für die Gesamtentwicklung geben die Destatis-Experten die kühle und nasse Witterung an. Bei schlechtem Wetter seien erfahrungsgemäß weniger ungeschützte Verkehrsteilnehmer wie Zweiradfahrer und Fußgänger unterwegs. Es ereignen sich zwar mehr Unfälle, dabei bleibt es aber häufiger bei Sachschäden.

Aufgrund des bisherigen Verlaufs ist zu erwarten, dass es bei den Altersgruppen mit den meisten Fahranfängern, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen, zu einer besonders starken Abnahme der Getöteten kommen wird. Die Zahl der getöteten Jugendlichen im Alter von 15 bis 17 Jahren ging von Januar bis August 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 32,4 Prozent zurück. Bei den 18- bis 24-Jährigen waren es 26,7 Prozent weniger.

Gegen den positiven Trend steigt die Zahl der Getöteten auf Autobahnen. Allein in den ersten acht Monaten kamen auf Autobahnen 21,4 Prozent mehr Menschen ums Leben als noch von Januar bis August 2012. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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