Verkehrssünder kaufen sich frei

Punktehandel im Internet

Am Donnerstag und Freitag wird wieder geblitzt © ADAC

Das Prinzip ist einfach. Durch zu lasche Kontrollen können Verkehrssünder ihre Punkte im Internet verkaufen. So kassieren selbst Häftlinge Geld für das Fahrverbot anderer.

Immer häufiger kaufen sich Verkehrssünder übers Internet frei. Das Prinzip ist laut "Autobild" einfach: Droht ein Fahrverbot, vermittelt ein Internetkontakt Punkte an Menschen ohne Auto weiter. So nehmen fahrunfähige Kranke, sozial Schwache oder sogar Häftlinge mit Freigang das Vergehen auf sich und kassieren dafür rund 100 Euro pro Punkt bzw. 300 Euro für jeden Monat Fahrverbot vom eigentlichen Verkehrssünder.

Falsche Selbstbezichtigung bleibt straflos

Möglich wird dies durch die zu laschen Kontrollen der Behörden. Stimmen Alter und Geschlecht des echten und falschen Verkehrssünders überein, wird der Fall meist abgehakt. Strafen muss man für den Punktehandel zudem ebenfalls nicht fürchten, denn eine falsche Selbstbezichtigung bleibt bei Bußgeldsachen straflos. (SP-X)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.