Das Elektroauto macht die Straßen nicht leiser

Studie des Umweltbundesamtes

Das Elektroauto macht die Straßen nicht leiser
Die Deutschen fahren am liebsten mit dem eigenen Auto zur Arbeit. © dpa

Dass es nicht günstiger ist, wussten wir schon, dass das Elektroauto auch kaum leiser wird, sagt jetzt das Umweltbundesamt. Jedenfalls reichen die bis 2020 erwarteten E-Mobile nicht aus, um den Verkehrslärm in der Stadt spürbar zu mindern.

Selbst wenn es bis zum Jahr 2020 gelingt, eine Million Elektroautos auf Deutschlands Straßen zu bringen, einen nennenswerten Beitrag zur Minderung des Verkehrslärms werden sie nicht leisten. Diesen Standpunkt vertritt das Umweltbundesamt(UBA) in einem aktuellen Positionspapier. Dabei gehen die Verfasser davon aus, dass das Geräuschniveau der Fahrzeuge, unabhängig von ihrer Antriebsart, oberhalb von 25 km/h gleich laut in Erscheinung tritt.

Ab diese Geschwindigkeit würde das Reifen-Fahrbahn-Geräusch dominanter als die jeweilige Antriebsquelle wahrgenommen. Der Vorteil eines Elektroautos sei damit bei höheren Geschwindigkeiten dahin.

Kein Ersatz für andere Lärmschutzmaßnahmen

Nach Meinung des Umweltbundesamtes „bleibt die zu erwartende Geräuschminderung“ durch die erwartete Zahl an Elektroautos „noch unterhalb der Wahrnehmbarkeitsschwelle“. An Stadtstraßen mit einer Mindestgeschwindigkeit von 30 km/h würde der Geräuschpegel gerade mal um 0,1 Dezibel sinken. Die Elektromobilität könne daher „auf keinen Fall als Ersatz für andere Maßnahmen zur Lärmreduktion angesehen werden“, heißt es in dem Papier, das der Autogazette vorliegt. Nach Angaben des UBA sind gegenwärtig 13 Millionen Bundesbürger tags wie nachts gesundheitsgefährdenden Lärmpegeln ausgesetzt. (AG)

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