Corona-Lockerungen: Autoverkehr nimmt wieder zu

Autoverkehr auf der Hügelstraße in Darmstadt. © dpa

Der Autoverkehr ist während der Coronakrise deutlich zurückgegangen. Mit den nun erfolgten Lockerungen in den Bundesländern nimmt er wieder deutlich zu.
So zählte der ADAC am vergangenen Wochenende auf deutschen Autobahnen doppelt so viele Staus und Wartezeiten wie noch am ersten Mai-Wochenende. Waren es zu Beginn des Monats „nur“ 187 Staus am Samstag, kam der Verkehrsclub eine Woche später auf 380.

Am Sonntag waren es 133 versus 265 Staus. Auch bei der Zahl der Staus an Wochentagen zeigt sich ein Anstieg der Mobilität. Mit 1800 wurden zwischen dem 23. und 27. März extrem wenige Staus registriert. In der letzten Aprilwoche waren es bereits 4100, in der ersten Mai-Woche gut 5000.


Zahl der Staus in Krise rückläufig

Nach der ADAC-Erhebung ereigneten sich in der Kalenderwoche 11 zwischen dem 9. und dem 13. März rund 9400 Staus mit einer Gesamtlänge von 14.500 Kilometer. In der Kalenderwoche 12 (16. bis 20 März) waren es nur noch 4000 Staus mit einer Gesamtlänge von rund 4900 Kilometern. Wieder eine Woche später, in der KW 13 (23. bis 27. März.) sackte die Zahl der Staus auf rund 1800 mit einer Gesamtlänge von 1.800 Kilometer ab. Diese Zahlen markierten den vorläufigen Stau-Tiefststand während des bisherigen Krisenverlaufs.

Die leere Autobahn A5 bei Achern in Baden-Württemberg. Mittlerweile hat sich die Situation wieder geändert. Foto: dpa

Ähnliche Anstiege zeigen sich auch beim Parking-Baromenter des Park-App-Anbieters „Park Now“ für einige europäische Länder. Demnach sind in der Kalenderwoche 10, also der ersten Märzwoche, die Parktransaktionen in allen Ländern massiv zurückgegangen und über einige Wochen hinweg auf niedrigem Niveau verblieben. Seit kurzer Zeit zeigt sich in einigen Ländern jedoch ein bisweilen sogar deutlicher Anstieg der Parktransaktionen. In Kalenderwoche 19 (4. bis 10. Mai) stiegen sie in Europa um 7 Prozent im Vergleich zur Vorwoche. In Österreich gab es den größten Anstieg mit 115 Prozent. Eine Ausnahme macht allerdings Großbritannien, wo es laut Parking-Barometer zu einem weiteren Rückgang um ein Prozent kam. (AG/SP-X)

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