Zwölf Milliarden Euro für Elektroautos

VDA-Präsident Wissmann

Der Opel Ampera kommt im November auf den Markt. © Opel

Die deutschen Autobauer werden in den kommenden vier Jahren zehn bis zwölf Milliarden Euro in die Entwicklung alternativer Antriebe investieren. An diesem Dienstag wird der erste Zwischenbericht der Nationalen Plattform Elektromobilität präsentiert.

Der Präsident des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Matthias Wissmann, rechnet für die nächsten Jahre mit massiven Investitionen in die Elektromobilität. "Wir gehen davon aus, dass allein die deutschen Hersteller und Zulieferer in den nächsten vier Jahren zehn bis zwölf Milliarden Euro in alternative Antriebe investieren", sagte Wissmann der "Süddeutschen Zeitung". "Das sind rund 40 Prozent der gesamten Forschungs- und Entwicklungs-Investitionen für Antriebe, bei einem Umsatzanteil von Elektro- und Hybridautos von nur fünf Prozent." Er gehe davon aus, dass die Industrie "den Löwenanteil" davon stemmen werde.

Wissmann sieht bei Batterien Handlungsbedarf

In Berlin wollen Vertreter aus Industrie und Wissenschaft an diesem Dienstag den Zwischenbericht der "Nationalen Plattform Elektromobilität" an Bundeskanzlerin Merkel übergeben. Darin geht es um die Frage, wie Deutschland in den nächsten Jahren zu einem führenden Anbieter von Elektroautos gemacht werden kann. Wissmann sieht vor allem bei der Entwicklung und Industrialisierung von Batterien Handlungsbedarf.

Hier habe Deutschland in den vergangenen Jahren "Kompetenz verloren", die man nun zurückholen müsse. "Die Schlüsselfrage ist, ob wir das irgendwo in der Welt machen, oder zu einem wesentlichen Teil auch hier in Deutschland", sagte Wissmann. "Dabei sollte auch eine intelligente Förderkulisse für die heimische Pilotfertigung von Batterien kein Tabuthema sein." (dpa)