Elektroroller Unu: Abschied vom Retro-Charme

Der neue Elektroller von Unu kommt moderner daher. © Unu

Der neue Elektroller von Unu kommt im Sommer auf den Markt. Damit verabschiedet sich das Berliner Unternehmen vom Retro-Charme.

Nun setzt Unu neben der Einfach-Technik auf ein moderneres Styling und eine Reihe von Innovationen. Im Vergleich zum aktuell noch verfügbaren Classic geht dieser Innovationsschub allerdings mit einem kräftigen Preisanstieg einher.


Der neue Unu zeichnet sich im Vergleich zum Vorgänger durch ein aufgeräumtes, fast schon futuristisch anmutenden Design aus. Auffällige Details sind unter anderem die integrierten und dank LED-Technik effektvoll inszenierten Leuchten oder das per Einarmschwinge geführte 11-Zoll-Hinterrad, welches einen Bosch-Motor integriert.

Neuer Unu mit mehr Leistung

Während beim Classic die Basisversion lediglich ein kW stark ist, legt der neue Unu bei mindestens 2,7 PS los. Alternativ gibt es noch 4,1 PS oder 5,4 PS. Alle Varianten fahren maximal 45 km/h, allerdings erlauben die stärkere Motoren einen kurzweiligeren Anlauf bis zur Topspeed. Die Reichweite des knapp über 80 Kilogramm schweren Unu soll mit einem 1,8-kWh-Akku bei 50 Kilometer liegen. Das Batteriepaket steckt in einem großen Fach unter der Sitzbank, in dem sich neben einem Zweitakku auch zwei Helme unterbringen lassen.

Ist eine zweite Batterie an Bord, verdoppelt sich die Reichweite. Die jeweils rund 10 Kilogramm schweren Stromspeicher, der Zweitakku kostet übrigens 790 Euro Aufpreis, lassen sich einfach herausnehmen und an Haushaltssteckdosen laden, was rund sieben Stunden dauert.

Bessere Konnektivität

Ein wichtiger Fortschritt im Vergleich zum Classic ist die Konnektivitätstechnik und ein Digitaldisplay im Cockpit, auf dem man sich mit Unterstützung der Unu-App auch Navigationsinformationen anzeigen lassen kann. Mit der App und dank einer serienmäßig verbauten Vodafone-SIM-Karte sind zudem Fernabfragen von Fahrzeugstandort oder Batteriekapazität möglich. Ein weiteres Feature ist eine Smart-Key-Funktion, die auch ein Micro-Sharing erlaubt. So lässt sich der Roller ohne eine physische Schlüsselübergabe an Freunde oder Verwandte verleihen.

Die neue Unu-Generation steht zugleich für einen starken Anstieg der Anschaffungskosten: Für die Einstiegsversion werden rund 2.800 Euro aufgerufen, so viel wie derzeit die Topversion des Classic kostet. Mit 3 kW steigt der Preis auf 3.300 und mit 4 kW auf rund 3.900 Euro. Für den neuen Roller nimmt Unu bereits Vorbestellungen entgegen – vorerst sogar in Kombination mit einen Vorteilspaket. Der reguläre Vertrieb startet im August, wie bisher bei Unu ausschließlich online. Die ersten Auslieferungen sind für September geplant. (SP-X)

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Nach dem Sport- und Publizistikstudium hat er sein Handwerk in einer Nachrichtenagentur gelernt. Danach war er Sportjournalist und hat drei Olympische Spiele (Sydney, Salt Lake City, Athen) als Berichterstatter begleitet. Bereits damals interessierten ihn mehr die Hintergründe als das Ergebnis. Seit 2005 berichtet er über die Autobranche. Neben der Autogazette verantwortet er auch das Magazin electrified.