VW-Chef Winterkorn mahnt zu Bedacht

Lieferzeiten verkürzen

VW-Chef Winterkorn mahnt zu Bedacht
VW-Chef Martin Winterkorn © Foto: dpa

Auf dem Weg zum führenden Autohersteller warnt Martin Winterkorn vor Selbstgefälligkeit. Bei dem für 2018 angepeilten Ziel müsse nicht nur die Kasse stimmen, sondern auch die Zufriedenheit der Kunden und Mitarbeiter, sagte der VW-Chef.

Angesichts der Rekordergebnisse des Autobauers Volkswagen mahnt Konzernchef Martin Winterkorn zu Bedacht. "Wir dürfen trotz aller Erfolge nicht selbstgefällig werden", sagte Winterkorn der "Braunschweiger Zeitung". Zum weltweit führenden Autohersteller aufzusteigen sei kein Selbstzweck: "Wir wollen mindestens acht Prozent Umsatzrendite vor Steuern, wir wollen die zufriedensten Kunden, und wir wollen die besten und zufriedensten Mitarbeiter."

400 Millionen Euro Investition

Vorige Woche hatte der Autokonzern einen erneuten Absatzrekord gemeldet. Von Januar bis September verkaufte VW 5,4 Millionen Autos. Der Umsatz stieg noch stärker als der Absatz um fast ein Fünftel auf 92,5 Milliarden Euro. Auch der Konzerngewinn ist weiter kräftig gestiegen und hat sich in den ersten neun Monaten des Jahres mehr als versechsfacht. Unterm Strich stehen vier Milliarden Euro, nach 655 Millionen Euro im Vorjahreszeitraum.

Um Kunden zufriedenzustellen und zu halten, wolle VW gegen zu lange Lieferzeiten vorgehen, sagte Winterkorn. "Wir werden das zügig abstellen und investieren deshalb über 400 Millionen Euro vorab." Weil besonders die kleinen Motoren gefragt seien, solle das Geld in die Fabriken Salzgitter und Polkovice (Tschechien) fließen. Aber auch in Kassel, Wolfsburg und Pamplona (Spanien) werde investiert. (dpa)

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Der diplomierte Religionspädagoge arbeitete neben seiner Tätigkeit als Gemeindereferent einer katholischen Kirchengemeinde in Berlin in der Sportredaktion der dpa. Anfang des Jahrtausends wechselte er zur Netzeitung. Seine Spezialgebiete waren die Fußball-Nationalelf sowie der Wintersport. Ab 2004 kam das Autoressort hinzu, ehe er 2006 die Autogazette mitgründete. Seit 2018 ist er als freier Journalist unterwegs.

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