Toyota in USA auf dem Vormarsch

Toyota in USA auf dem Vormarsch
Der Toyota RAV4 © Foto: Werk

Toyota erzielt in den USA weiterhin Bestwerte. Der japanische Autobauer konnte im zurückliegenden Monat seinen Absatz um 20 Prozent steigern und damit den Rückstand auf Ford weiter verkürzen.

Der japanische Autokonzern Toyota hat im September im wichtigen amerikanischen Markt seinen scheinbar unaufhaltsamen Vormarsch beschleunigt fortgesetzt. General Motors, Chrysler, Honda, Nissan und der südkoreanische Autobauer Hyundai erlebten dagegen Absatzeinbußen. Besser lief es für Ford. Die US-Amerikaner konnten etwas besser abschneiden als im Vorjahresmonat. Bei den deutschen Autoherstellern gab es ein gemischtes Bild. Audi, Mercedes- Benz und Porsche legten zu, während Volkswagen und BMW Rückschläge verbuchten.

Hohe Rabatte

Angesichts erheblich niedrigerer Benzinpreise gab es in den vergangenen Wochen ein bescheidenes Comeback für die großen Geländewagen, Pickups und Minivans, wobei großzügige Rabatte von teilweise bis zu 6000 Dollar je Auto ihren Absatz ebenfalls belebten. Die Autohersteller sind sich allerdings nicht sicher, ob sich die Erholung bei diesen Modellen weiter fortsetzen wird. General Motors, Ford und Chrysler haben für die kommenden Monate starke Produktionskürzungen eingeplant, um die hohen Neuwagenhalden zu verringern.

Insgesamt setzten alle in- und ausländischen Autohersteller in der Berichtszeit 1,35 Millionen Autos im amerikanischen Markt ab oder 1,9 Prozent mehr als in der entsprechenden Vorjahreszeit. Im September 2005 war der Verkauf nach dem Hurrikan Katrina und im Gefolge vorangegangener hoher Sommerrabatte unter Druck geraten.

Zuwachs von 20 Prozent

Toyota glänzte mit einer Absatzsteigerung von 20,2 Prozent auf 222.950 und lag damit deutlich vor Chrysler im US-Markt auf dem dritten Platz. Toyota schließt rasch zum Branchenzweiten Ford auf. Ford erhöhte allerdings unter Einschluss von Volvo, Land Rover und Jaguar seinen Absatz im heimischen Markt dank einiger erfolgreicher Mittelklasse-Pkw gegenüber September 2005 um 4,7 Prozent auf 238.848 Autos.

Die zu DaimlerChrysler gehörende Chrysler Group verbuchte einen Absatzrückgang von vier Prozent auf 168.888 Autos, wobei es allerdings bei Minivans und Geländewagen einen deutlichen Absatzanstieg gab. Branchenführer General Motors erlitt einen Absatzrückschlag von 6,8 Prozent auf 338.380 Autos. Mercedes-Benz steigerte die US-Auslieferungen im September um 13,2 Prozent auf 19.873 Fahrzeuge. Seit Jahresbeginn wurden 176.641 Autos im US-Markt untergebracht oder 13,1 Prozent mehr als in den ersten neun Monaten 2005. Porsche steigerte seinen US-Absatz um drei Prozent auf 2211 Einheiten. In den ersten neun Monaten 2006 wuchs der Porsche-Absatz um elf Prozent auf 26 411 Fahrzeuge.

Audi stark

Bei VW ging der Absatz im Vergleich zum Vorjahresmonat um 7,2 Prozent auf 20.082 Autos zurück. Rückschläge gab es vor allem bei den Modellen Jetta, Passat und Touareg. In den ersten neun Monaten 2006 lag der VW-Absatz mit 182.174 Autos um 11,8 Prozent über dem des Vorjahreszeitraums.

Die VW-Tochter Audi legte im September dagegen leicht zu. Der Absatz stieg im September gegenüber dem Vorjahresmonat um 1,9 Prozent auf 8004 Fahrzeuge. Vom neu eingeführten Geländewagen Q7 verkaufte Audi im Berichtsmonat 1333 Stück. Seit Jahresbeginn konnte Audi im US-Markt um 4,9 Prozent auf 62 579 Autos zulegen.

Der BMW-Absatz sank gegenüber September 2005 um sieben Prozent auf 23 303 Fahrzeuge. In den ersten neun Monaten 2006 wuchs der Absatz aber um zwei Prozent auf 229 833 Fahrzeuge.

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