Sixt weiter auf Rekordkurs

Sixt weiter auf Rekordkurs
Autovermietung Sixt © Foto: dpa

Der Autovermieter Sixt hat auch dank der Fußball-WM seine Umsatzerlöse im ersten Halbjahr dieses Jahres weiter steigern können. Das deutsche Unternehmen will nun in Spanien expandieren und Marktführer werden.

Deutschlands größter Autovermieter Sixt steuert nach einem guten ersten Halbjahr weiter auf Rekordkurs. Auch künftig werde das Unternehmen ein über dem Marktdurchschnitt liegendes Wachstum erzielen, bekräftigte Konzernchef Erich Sixt am Donnerstag in München und erhöhte zugleich die Ergebnisprognose für dieses Jahr. «Mein Optimismus ist ungebrochen, wir gehen davon aus, dass wir in 2006 ein weiteres Rekordjahr erreichen.» Die Branchen-Konsolidierung komme Sixt zugute, weil sie Wettbewerber zu rationalem Handeln zwinge und keine Dumping-Preise drohten. Auch für Akquisitionen sieht sich das Unternehmen gut gerüstet, konkrete Gespräche gebe es aber zurzeit nicht, sagte Sixt.

Umsatz um 15 Prozent steigern

Im laufenden Jahr will das Unternehmen den operativen Konzernumsatz von 1,08 Milliarden Euro im vergangenen Jahr um zehn bis 15 Prozent steigern. Beim Ergebnis vor Steuern will Sixt statt wie bisher erwartet um mindestens 20 Prozent nun um rund 25 Prozent zulegen. Damit gebe man eine eher konservative Prognose aus, sagte Sixt. «Wir wollen unsere Anleger angenehm überraschen, nicht unangenehm.»

Im ersten Halbjahr legte der operative Konzernumsatz im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 13 Prozent auf 589,7 Millionen Euro zu. Die Gesamterlöse einschließlich der Umsätze aus dem Verkauf gebrauchter Leasingfahrzeuge beliefen sich auf 727,3 Millionen Euro und lagen damit um 8,4 Prozent über dem Vorjahreszeitraum. Vor Steuern verdiente das Unternehmen 62,3 Millionen Euro, nach 36,5 Millionen Euro im Vorjahr. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 38,6 Millionen (Vorjahr: 21,3 Mio) Euro.

Eigene Stationen in Spanien

Sixt hatte bereits deutlich gemacht, dass im Zuge der Expansion in Spanien auch Zukäufe kleinerer, lokaler Anbieter vor Ort in Frage kämen. Man werde sich dort aber auch aus eigener Kraft sehr rasch entwickeln, erklärte der Konzernchef. In den kommenden Jahren will das Unternehmen den spanischen Markt sukzessive mit eigenen Stationen erschließen. Allein auf der Ferieninsel Mallorca seien rund 1500 Sixt-Fahrzeuge unterwegs. Weitere Expansionspläne verfolgt das Unternehmen unter anderem in China, wo sich die Verhandlungen allerdings sehr zäh gestalteten. Er sei aber zuversichtlich, in naher Zukunft Vereinbarungen zum Aufbau eines Franchise-Systems schließen zu können, sagte Sixt.

Das Geschäft zur Fußball-Weltmeisterschaft sei positiv für das Unternehmen verlaufen, die Effekte seien allerdings noch nicht quantifizierbar, sagte Sixt. Bisher habe man zudem in diesem Jahr Preiserhöhungen um durchschnittlich drei Prozent durchgesetzt. Fürs Gesamtjahr seien weiterhin Preiserhöhungen um durchschnittlich fünf Prozent geplant.

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